Protestanten unterstützen Papst-Enzyklika

(Washington/ Otta­wa) Pro­mi­nen­te Ver­tre­ter evan­ge­li­ka­ler Bil­dungs­ein­rich­tun­gen und Orga­ni­sa­tio­nen haben sich in einer gemein­sa­men Erklä­rung hin­ter die Grund­aus­sa­gen der Sozial­en­zy­kli­ka Cari­tas in veri­ta­te von Papst Bene­dikt XVI. gestellt.

Die Erklä­rung der 68 Theo­lo­gen, Pro­fes­so­ren und Kir­chen­lei­ter kam auf Initia­ti­ve drei­er evan­ge­li­ka­ler Ver­bän­de aus den USA, Kana­da und Groß­bri­tan­ni­en zustan­de. Wört­lich heißt es in dem Text: „Wir ste­hen hin­ter die­ser For­de­rung nach einer neu­en Visi­on von Ent­wick­lung, die auf die Wür­de des mensch­li­chen Lebens in sei­ner Fül­le setzt und erkennt, daß sich die Sor­ge um das Leben — von der Emp­fäng­nis bis zum natür­li­chen Tod — umfas­send für reli­giö­se Frei­heit, für die Bekämp­fung der Armut und für die Bewah­rung der Schöp­fung ein­setzt“.

Zur For­de­rung des Pap­stes in der so genann­ten „Glo­ba­li­sie­rungs­en­zy­kli­ka“ nach einer „ech­ten poli­ti­schen Welt­au­to­ri­tät mit effek­ti­ver Macht“, die sich „kohä­rent an die Prin­zi­pi­en der Sub­si­dia­ri­tät und Soli­da­ri­tät“ hält, beto­nen die evan­ge­li­ka­len Ver­tre­ter: „Wir unter­stüt­zen die For­de­rung nach bes­se­ren Model­len einer glo­ba­len Regie­rung, die sowohl finan­zi­el­le als auch poli­ti­sche Rech­te haben soll­te, aber wir zögern, unkri­tisch die aktu­el­len Model­le wie die von UNO, IWF, Welt­bank und WTO zu über­neh­men. Ein glo­ba­les Gemein­wohl zu unter­stüt­zen, ruft in der Tat nach einem poli­ti­schen Han­deln, das etwas sicher­stel­len kann; aber auch neue Model­le der glo­ba­len Regie­rung müs­sen Teil­ha­be, Trans­pa­renz und Rechen­schafts­pflicht gewähr­lei­sten sowie zur Stär­kung des Natio­nal­staa­tes bei­tra­gen, was das Ver­hält­nis zur Macht des glo­ba­len Finanz­sy­stems angeht.“

(APD/ Fides)