Bischof Schick, Bamberg, wird protestantischen Gottesdienst besuchen

(BGr/ PPL) Der Bischof des Bis­tum Bam­berg, Lud­wig Schick, wird am Diens­tag den 31.10., zum Refor­ma­ti­ons­tag, den Got­tes­dienst der Evan­ge­lisch-luthe­ri­sche Kir­chen­ge­mein­de besu­chen und die Pre­digt hal­ten.

Laut Über­lie­fe­rung soll der Mönch Mar­tin Luther am Tag vor Aller­hei­li­gen 1517an die Tür der Schloß­kir­che zu Wit­ten­berg 95 The­sen zu Ablaß und Buße ange­schla­gen haben, um eine aka­de­mi­sche Dis­pu­ta­ti­on her­bei­zu­füh­ren. Damit lei­te­te er die Refor­ma­ti­on und Kir­chen­spal­tung ein. Im Kern bezwei­fel­te er die herr­schen­de Ansicht, der Ablaß sei die Vor­aus­set­zung, den Men­schen von der Sün­de zu erlö­sen. Das sei schon durch das Opfer Jesu am Kreuz gesche­hen. Luther hat­te sei­ne The­sen in Brief­form meh­re­ren geist­li­chen Wür­den­trä­gern des Rei­ches zuge­sandt. Der The­sen­an­schlag ist wahr­schein­lich eine spä­te­re bild­haf­te Aus­schmückung des Gesche­hens. Luthers  Ver­hal­ten (u.a. Hei­rat einer Non­ne, her­aus­ga­be einer eige­nen Bibel) und wei­te­re Leug­nung von ande­ren ins­ge­samt fünf Sakra­men­ten ver­tief­ten die Spal­tung und führ­ten zu Kir­chen­neu­grün­dun­gen sowie zu Krie­gen.