Kritischer Medienkonsum statt betreutes Denken

Joe Biden, Donald Trump, ein Laptop und die Ukraine

US-Präsident Joe Biden, hier noch als Vizepräsident, zusammen mit seinem Sohn Hunter Biden. Nach welchen Kriterien erfolgt die Ukraine-Politik?
US-Präsident Joe Biden, hier noch als Vizepräsident, zusammen mit seinem Sohn Hunter Biden. Welchen Interessen folgt die Ukraine-Politik?

(Kiew/​Washington) Die Din­ge sind nicht immer das, was sie schei­nen oder was inter­es­sier­te Krei­se sie schei­nen las­sen wol­len. Mehr denn je ist in einer unru­hi­gen Zeit wie der jet­zi­gen ein kri­ti­sches Mit­den­ken gefor­dert, auch und gera­de von Katho­li­ken, auch von Prie­stern. Bedenk­lich wird es, wenn ein Gegen­über fast wört­lich wie­der­gibt, was am Vor­abend in den Fern­seh­nach­rich­ten zu hören war, aber ande­ren Argu­men­ten, die dort nicht zu hören waren, unzu­gäng­lich bleibt. Betreu­tes Den­ken, wie es durch Main­stream-Medi­en geschieht, mag zwar bequem sein, ist aber kei­ne akzep­ta­ble Form der Infor­ma­ti­ons­be­schaf­fung. Um die Wach­sam­keit zu schär­fen, soll dies an einem kon­kre­ten Bei­spiel mit aktu­el­lem Bezug auf­ge­zeigt wer­den, weil es auch mit der Ukrai­ne zu tun hat, wo der­zeit die Gewalt regiert. Daß es dazu gekom­men ist, hat indi­rekt wohl auch mit dem Bei­spiel zu tun. Im Gegen­satz zum Main­stream soll hier aber kei­ne Mei­nung vor­ge­ben wer­den, son­dern das Bedürf­nis geweckt wer­den, zu hin­ter­fra­gen, selbst zu prü­fen und viel­leicht auch zu erken­nen und sich ein­zu­ge­ste­hen, daß und wie mani­pu­liert wird, daß man viel­leicht selbst mani­pu­liert wur­de, um künf­tig davor gefeit zu sein.

Der Schock von Trumps Wahlsieg, der viel veränderte

Im Novem­ber 2016 wur­de über­ra­schend Donald Trump zum US-Prä­si­den­ten gewählt, womit das Estab­lish­ment nicht gerech­net hat­te, weder das repu­bli­ka­ni­sche und schon gar nicht das demo­kra­ti­sche. Mit die­sem Estab­lish­ment ist auch sel­bi­ges in den trans­at­lan­ti­schen Satel­li­ten­staa­ten ver­knüpft und stän­dig gezwun­gen, sich anzu­pas­sen. Schon am Tag nach der Wahl begann der Kampf gegen die­sen Wahl­sieg. Er geschah auf zwei Ebe­nen. Trump war zuvor schon wäh­rend des gesam­ten Vor­wahl- und Wahl­kampfs auf brei­ter Front dis­kre­di­tiert wor­den in der Absicht, ihn in den Augen der Öffent­lich­keit unwähl­bar, ja, „unmög­lich“ erschei­nen zu las­sen. In den USA hat­te die­se Stra­te­gie aber nicht gefruch­tet. In Euro­pa hin­ge­gen schon mehr, wie Umfra­gen zeig­ten. Ein Beleg, daß die Mei­nungs­kon­trol­le in Euro­pa stär­ker eta­bliert und dich­ter aus­ge­baut ist. Die­se Tat­sa­che soll­te bereits Grund genug sein, hell­hö­rig zu wer­den und die Medi­en­land­schaft und den eige­nen Medi­en­kon­sum einer kri­ti­schen Über­prü­fung zu unter­zie­hen. Vor allem stellt sich die Fra­ge nach der Glaub­wür­dig­keits­ska­la. Um zu ver­ste­hen, war­um ein Main­stream-Medi­um den Kon­su­men­ten was und wie prä­sen­tiert, muß man wis­sen, wem das Medi­um gehört bzw. wer es kon­trol­liert und wel­che Inter­es­sen damit ver­bun­den sind.

Nach dem Wahl­sieg Trumps wur­de die Stra­te­gie geän­dert: Auf einer Ebe­ne wur­de der neue Prä­si­dent direkt ange­grif­fen, um sei­ne Hand­lungs­fä­hig­keit zu behin­dern und sei­ne Amts­zeit zu boy­kot­tie­ren; auf der ande­ren Ebe­ne soll­te durch struk­tu­rel­le Ein­grif­fe ver­hin­dert wer­den, daß sich ein Wahl­sieg wie der Trumps nicht wie­der­ho­len kann. Letz­te­res geschieht vor allem durch die Zen­sur des Inter­nets. Nach der Wahl von Barack Oba­ma 2008 wur­de das Inter­net als Instru­ment gefei­ert, mit dem end­lich ech­te „Basis­de­mo­kra­tie“ ver­wirk­licht wer­de. So erzähl­te es der Main­stream zumin­dest dem Volk. Nach dem Wahl­sieg von Donald Trump wur­de die Schuld dar­an dem Inter­net gege­ben, das „gefähr­lich“ und „sub­ver­siv“, weil ohne Kon­trol­le sei. Seit­her wer­den immer radi­ka­le­re Zen­sur­maß­nah­men eta­bliert, um beson­ders die sozia­len Netz­wer­ke unter die­sel­be Kon­trol­le des Estab­lish­ments zu zwin­gen, der bereits die klas­si­schen Main­stream-Medi­en unter­lie­gen. Die Zen­sur ist will­kür­lich und rich­tet sich jeweils gegen poli­ti­sche Geg­ner und uner­wünsch­te Mei­nun­gen, ob im US-Wahl­kampf 2020, ob zu Coro­na … Zen­sur ist belie­big anwendbar.

Trumps Aussagen zu Bidens Ukraine-Connection

Die Behin­de­rung der Amts­zeit von Trump erfolg­te vor allem durch Son­der­er­mitt­lun­gen zur „Beein­flus­sung des Wahl­kampfs in den USA“ 2016. Eine auf­ge­leg­te Räu­ber­pi­sto­le, die gegen Trump im Nichts ende­te, wie ehr­li­che Beob­ach­ter es vor­her­sagt hat­ten, aber den Prä­si­den­ten unter einer stän­di­gen Ankla­ge hielt, die von den Main­stream-Medi­en unun­ter­bro­chen aus­ge­brei­tet wurde.

Trump war auch vor­ge­wor­fen wor­den, er habe von dem seit 2019 amtie­ren­den ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten Wolo­dym­yr Selen­skyj Mate­ri­al zur Dis­kre­di­tie­rung von Joe Biden gewollt, der Trumps Gegen­kan­di­dat in den Prä­si­dent­schafts­wah­len 2020 war und heu­te amtie­ren­der US-Prä­si­dent ist. Die Main­stream-Medi­en, in den USA zu 95 Pro­zent gegen Trump ein­ge­stellt, mach­ten einen Skan­dal dar­aus. Trump habe Schänd­li­ches ver­sucht, näm­lich „fal­sche Anschul­di­gun­gen“ gegen Biden zu kon­stru­ie­ren und über die Ukrai­ne in den US-Wahl­kampf ein­füh­ren zu wollen.

Trump hat­te behaup­tet, daß sich die Fami­lie Biden in der Ukrai­ne dank der Vize­prä­si­dent­schaft Joe Bidens per­sön­lich berei­cher­te. Im Klar­text: Das Staats­amt sei für pri­va­te Inter­es­sen miß­braucht wor­den. Ein recht­lich und mora­lisch ver­werf­li­ches Han­deln, das zudem auch ganz kon­kre­te poli­ti­sche Aus­wir­kun­gen im Ver­hält­nis der USA zu dem Land, in die­sem Fall der Ukrai­ne, hat. Die Demo­kra­ten um Biden und der ihn unter­stüt­zen­de Main­stream reagier­ten empört, leug­ne­ten alles und gin­gen zum Gegen­an­griff über. Sie behaup­te­ten, alles sei erlo­gen, um Biden zu scha­den. Das Tele­fon­ge­spräch zwi­schen Trump und Selen­skyj, als sich Trump über Bidens Geschäf­te in der Ukrai­ne erkun­dig­te, war von einem Geheim­dienst abge­hört und an die Öffent­lich­keit gespielt worden.

Bekannt war, daß Bidens Sohn Hun­ter Biden unter dem ukrai­ni­schen Staats­prä­si­den­ten Petro Poro­schen­ko einen Bera­ter­ver­trag mit der staat­li­chen ukrai­ni­schen Gas­ge­sell­schaft Buris­ma erhal­ten hat­te, der ihm monat­lich stol­ze 50.000 Dol­lar ein­brach­te. War­um aber erhält der Sohn eines US-Vize­prä­si­den­ten einen sol­chen Bera­ter­ver­trag in der Ukrai­ne? Bera­ter wofür? Den Bera­ter­ver­trag gibt es inzwi­schen nicht mehr, weil Vater Biden für das Prä­si­den­ten­amt kan­di­dier­te, doch soll Hun­ter Biden wei­ter­hin für jeden Kubik­me­ter Gas kas­sie­ren, der über die Pipe­lines durch die Ukrai­ne in den Westen fließt – übri­gens rus­si­sches Gas, das auf die Lei­tun­gen durch die Ukrai­ne ange­wie­sen ist und für des­sen Tran­sit an Buris­ma gezahlt wer­den muß.

Die Regie­rung Obama/​Biden (2009–2017) war im Zuge ihrer anti­rus­si­schen Poli­tik in der Ukrai­ne sehr aktiv. Zunächst durch die Her­aus­lö­sung der Ukrai­ne aus der histo­risch engen wirt­schaft­li­chen Ver­schrän­kung mit Ruß­land und ihrer Umori­en­tie­rung nach Westen, dann direkt durch die Unter­stüt­zung des Mai­dan-Put­sches 2014 und der Instal­lie­rung eines US-freund­li­chen Staats­prä­si­den­ten, im Über­gang Olek­san­dr Turt­schynow, dann des genann­ten Poroschenko.

Lie­fen Gegen­ge­schäf­te? Nicht nur poli­ti­scher, son­dern auch pri­va­ter Natur? Waren es gar Gegenleistungen?

Kommt es ein Jahr nach Bidens Angelobung ans Licht?

Trump wur­de 2020 als Lüg­ner hin­ge­stellt, der die Wah­len zu mani­pu­lie­ren ver­su­che, doch ein Jahr nach der Ange­lo­bung Bidens als US-Prä­si­dent erhe­ben nun selbst füh­ren­de US-Medi­en, die Bidens Wahl­kampf unter­stützt und Trump dis­kre­di­tiert hat­ten, Kor­rup­ti­ons­vor­wür­fe gegen Bidens Sohn, dar­un­ter auch das wich­tig­ste Medi­um des links­li­be­ra­len Estab­lish­ments, die New York Times. Hun­ter Biden habe vor der US-Steu­er­be­hör­de Geld ver­steckt, das er in der Ukrai­ne erhal­ten hat­te. Dabei, so die Vor­wür­fe, gehe es nicht nur um mög­li­che Steu­er­hin­ter­zie­hung, son­dern auch um die zwei­fel­haf­te Her­kunft des Geldes.

Biden Seni­or, der in der Poli­tik der USA und damit glo­bal der ver­län­ger­te Arm des Estab­lish­ments ist, hing schon immer der Ruf nach, ein ziem­lich skru­pel­lo­ser Lob­by­ist zu sein. Und damit zurück zu dem, was Trump 2020 – auf­grund der knap­pen Zeit bis zum Wahl­ter­min – erfolg­los auf­zu­decken ver­such­te und nun ans Tages­licht zu kom­men scheint.

Im Janu­ar 2018 sprach Joe Biden, Prä­si­dent­schafts­kan­di­dat in spe der Demo­kra­ti­schen Par­tei, vor einem sehr erle­se­nen Kreis, dem Coun­cil on For­eign Rela­ti­ons. Das ist der älte­ste unter den ein­fluß­reich­sten bestehen­den Macht­zir­keln, gegrün­det von der Fami­lie Rocke­fel­ler in den 20er Jah­ren des vori­gen Jahr­hun­derts. In die­sen Zir­keln wird Ein­fluß gebün­delt und aus­ge­übt. Es han­del­te sich um ein Gespräch, das von Richard Haass, Vor­sit­zen­der des CFR, mode­riert wur­de. Die Ver­an­stal­tung dien­te offen­bar dazu, die ein­fluß­rei­chen Men­to­ren in ihrer Über­zeu­gung zu bestär­ken, daß er, Biden, der geeig­ne­te Kan­di­dat für die US-Prä­si­dent­schaft sei. Dabei brü­ste­te sich Biden (sie­he Video, ab Min. 52.14), daß er 2016 als US-Vize­prä­si­dent nach Kiew rei­ste, um die Abset­zung des ukrai­ni­schen Gene­ral­staats­an­wal­tes Wiktor Scho­kin zu erzwingen.

Scho­kin, was Biden nicht sag­te, ermit­tel­te damals gegen Buris­ma, dem ukrai­ni­schen Gas­un­ter­neh­men, mit dem auch Biden Juni­or Geschäf­te (und Gegen­ge­schäf­te) mach­te, in einem Kor­rup­ti­ons­skan­dal. Scho­kin hat­te sich seit 1998 einen Namen als Anti­kor­rup­ti­ons­er­mitt­ler gemacht und war Anfang 2015 von Poro­schen­ko zum Gene­ral­staats­an­walt der Ukrai­ne und weni­ge Tage spä­ter auch zum Mit­glied des Natio­na­len Sicher­heits­ra­tes der Ukrai­ne ernannt worden.

Wört­lich führ­te Biden vor den gela­de­nen Gästen aus, als Vize­prä­si­dent mit einer Mil­li­ar­de Dol­lar US-Steu­er­gel­des im Gepäck in die Ukrai­ne gereist zu sein, um die US-freund­li­che Poro­schen­ko-Regie­rung zu unterstützen:

„Ich erin­ne­re mich, wie ich unser Team [US-Regie­rung], unse­re Füh­rungs­kräf­te davon über­zeug­te, daß wir Kre­dit­ga­ran­tien bereit­stel­len soll­ten. Und ich rei­ste, ich glau­be, zum zwölf­ten oder drei­zehn­ten Mal nach Kiew. Und ich soll­te ankün­di­gen, daß es eine wei­te­re Tran­che von einer Mil­li­ar­de Dol­lar geben wür­de. Und ich hat­te von [Staats­prä­si­dent] Poro­schen­ko und [Mini­ster­prä­si­dent] Jazen­juk die Zusa­ge bekom­men, daß sie gegen den Gene­ral­staats­an­walt vor­ge­hen wür­den. Das taten sie aber nicht. Sie sag­ten, sie wür­den zu einer Pres­se­kon­fe­renz gehen. Ich sag­te: ‚Nein, das wer­de ich nicht. Wir wer­den Euch die Mil­li­ar­de Dol­lar nicht geben, und sie sag­ten: Das kön­nen Sie nicht tun, Sie sind nicht befugt, Sie sind nicht der Prä­si­dent. Ich sag­te: Rufen Sie ihn [Oba­ma] an. Ich sag­te: Ich sagen Ihnen, daß Sie die Mil­li­ar­de Dol­lar nicht bekom­men. Ich wer­de in etwa sechs Stun­den abrei­sen. Wenn der Gene­ral­staats­an­walt nicht gefeu­ert wird, bekom­men Sie das Geld nicht. Und, ver­dammt noch mal, der Staats­an­walt wur­de gefeu­ert. Und sie haben eine zuver­läs­si­ge Per­son eingesetzt.“

Am 3. April 2016 unter­zeich­ne­te Poro­schen­ko das Dekret, mit dem Scho­kin ent­las­sen wur­de. Das zum The­ma „Ein­fluß­nah­me“ in ande­ren Län­dern, die Main­stream-Medi­en zwar ande­ren ankrei­den, aber durch die US-Regie­rung als selbst­ver­ständ­lich betrach­ten. Die Ermitt­lun­gen gegen Hun­ter Biden waren jeden­falls vom Tisch. Die neue „zuver­läs­si­ge Per­son“ erklär­te dann, man hät­te kei­ne Unre­gel­mä­ßig­kei­ten festgestellt.

Im Wahl­kampf 2020, als Trump davon sprach und weni­ge Tage vor dem Wahl­tag ein gefun­de­ner Lap­top von Hun­ter Biden auf­tauch­te, leug­ne­te der Main­stream. Auch die New York Times behaup­te­te, hin­ter Trumps Behaup­tun­gen stün­de eine ver­deck­te, also schmut­zi­ge Ope­ra­ti­on des rus­si­schen Geheim­dien­stes, um Ein­fluß auf die US-Wah­len zu neh­men. Man leg­te die­sel­be Plat­te wie­der auf, die man bereits 2016 gegen Trump gespielt hatte.

Neue Vorwürfe gegen Biden

In die­sen Tagen kam noch ein wei­te­rer Vor­wurf hin­zu: Hun­ter Biden soll mit sei­nem Unter­neh­men Rose­mont Sene­ca Tech­no­lo­gy Part­ners, einem der Haupt­in­ve­sto­ren bei Meta­bio­ta, am Auf­bau von bio­lo­gi­schen For­schungs­la­bors mit US-Betei­li­gung in der Ukrai­ne betei­ligt gewe­sen sein. Das The­ma wur­de von rus­si­scher Sei­te im Zuge der Mili­tär­in­ter­ven­ti­on in der Ukrai­ne auf­ge­bracht. Die US-Regie­rung leug­ne­te zunächst, der Main­stream tob­te über rus­si­sche Fake News und „Des­in­for­ma­ti­on“. Inzwi­schen muß­te die US-Regie­rung jedoch viel zuge­ge­ben. Am 11. März befaß­te Ruß­land den UNO-Sicher­heits­rat mit der Fra­ge. Obwohl zuvor bestrit­ten, haben die USA inzwi­schen die Exi­stenz der Labors in der Ukrai­ne zuge­ge­ben, eben­so die US-Betei­li­gung. Geleug­net wird wei­ter­hin, daß dort an bio­lo­gi­schen Waf­fen geforscht wor­den sei. Der Hin­ter­grund ist der­sel­be wie im Bio­la­bor in Wuhan, aus dem mut­maß­lich das Coro­na­vi­rus SARS-CoV‑2 stammt, und zwar unab­hän­gig von der Fra­ge, ob in der Ukrai­ne oder in Wuhan tat­säch­lich an bio­lo­gi­schen Waf­fen geforscht wur­de oder nicht. In den USA ver­bie­ten Geset­ze bestimm­te hoch­ge­fähr­li­che und bio­ethisch inak­zep­ta­ble For­schun­gen. Die Regie­rung Oba­ma gab in den USA nach dem Inkraft­tre­ten eines sol­chen Geset­zes vor, die­ses zu beach­ten, und been­de­te ent­spre­chen­de For­schun­gen in den USA, ver­la­ger­te sie jedoch in Wirk­lich­keit, wie eine Viel­zahl von Bele­gen zei­gen, ins Aus­land, in Län­der, in denen es kei­ne gesetz­li­chen Ver­bo­te gibt, u. a. nach Wuhan und auch in die Ukrai­ne. Die Ukrai­ne hat­te sich, nicht zuletzt unter dem Ein­fluß der Regie­rung Obama/​Biden, im Bereich der Bio­ethik zu einem Wil­den Westen ver­wan­delt. Neben mut­maß­lich ver­bo­te­nen bio­lo­gi­schen For­schun­gen wur­de das Land auch zu einem Eldo­ra­do für die Gebär­mut­ter­ver­mie­tung ali­as Leih­mut­ter­schaft, wo betuch­te Kund­schaft Kin­der bestel­len kann.

Die Neue Zür­cher Zei­tung schrieb zur Fra­ge der US-Bio­waf­fen­for­schung am 12. März:

„Doch erstens hat die Behaup­tung, in eini­gen Labors wür­den Bio-Waf­fen erforscht, mit einer Theo­rie nichts zu tun. Es ist mög­li­cher­wei­se eine fal­sche Tatsachendarstellung.

Zwei­tens sind blo­sse Demen­tis der USA und der Ukrai­ne zu einer der­art heik­len Ange­le­gen­heit bei der Wahr­heits­su­che nicht viel wert. Die USA demen­tier­ten bei­spiels­wei­se auch jah­re­lang vehe­ment, dass sie in Polen und anders­wo Gefäng­nis­se ein­ge­rich­tet hät­ten, um Ter­ro­ris­mus-Ver­däch­tig­te mit Metho­den zu behan­deln, die in den USA ver­bo­ten sind. Erst Jah­re spä­ter bestä­tig­te dies die pol­ni­sche Regierung.“

Die Echtheit des Laptops von Hunter Biden bestätigt

Nun wur­de die Echt­heit von Hun­ter Bidens Lap­top bestä­tigt. Auf den Aus­gang der Prä­si­dent­schafts­wah­len 2020 hat das kei­nen Ein­fluß mehr, zeigt aber, daß die Öffent­lich­keit damals in die Irre geführt wur­de – und zwar nicht von „Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­kern“ oder „rus­si­schen Geheim­dien­sten“, son­dern von den Main­stream-Medi­en und dem nun­meh­ri­gen Bewoh­ner des Wei­ßen Hauses.

Die Aus­wer­tung des Lap­tops (Maxey hat­te eine Kopie der Fest­plat­te von Rudy Giu­lia­ni, dem ehe­ma­li­gen Bür­ger­mei­ster von New York und Rechts­an­walt von Donald Trump erhal­ten) führ­te in „uner­müd­li­cher Arbeit“ (Mai­ke Hick­son) vor allem ein Mann durch, der gläu­bi­ge Katho­lik Jack Maxey, ein ehe­ma­li­ger Mit­ar­bei­ter von Ste­ve Ban­non. Ihm ist es zu ver­dan­ken, daß Bidens Lap­top wie­der in den Schlag­zei­len ist. Wie Mai­ke Hick­son für Life­Si­teNews rekon­stru­ier­te, gab Maxey am ver­gan­ge­nen 16. Febru­ar bekannt, mit der New York Times in Kon­takt zu ste­hen und ihr Mate­ri­al aus dem Biden-Lap­top zur Ver­fü­gung gestellt zu haben. Die Zei­tung, die im Wahl­kampf 2020 noch von einer „rus­si­schen Des­in­for­ma­ti­on“ gespro­chen hat­te, prüf­te das Mate­ri­al und bestä­tig­te erst­mals die Echt­heit des Lap­tops. Den Lap­top hat­te Biden im April 2019 in einer Repa­ra­tur­werk­statt im Staat Dela­ware wegen eines Feuch­tig­keits­scha­dens zurück­ge­las­sen. Die Repa­ra­tur wur­de nie bezahlt und der Lap­top nie abge­holt. Der Laden­be­sit­zer in Wil­ming­ton (Dela­ware), John Paul Mac Isaac, ver­stän­dig­te schließ­lich das FBI, da der Kun­de als Hun­ter Biden regi­striert war und sich auf dem Lap­top die Anga­be befin­det, daß er der Biden-Stif­tung, benannt nach Hun­ter Bidens ver­stor­be­nem Bru­der, gehört. Das FBI beschlag­nahm­te den Com­pu­ter. Offen­bar waren aber zuvor Kopien der Fest­plat­te ange­fer­tigt wor­den, die der New York Post zuge­spielt wur­den. Im Okto­ber 2020 dräng­te Rudy Giu­lia­ni die Gene­ral­staats­an­walt­schaft des Staa­tes Dela­ware (Wohn­ort der Bidens und Sitz der Repa­ra­tur­werk­statt) Ermitt­lun­gen wegen des Ver­dachts kri­mi­nel­ler Geschäf­te auf­zu­neh­men, wofür sich Bewei­se auf dem Com­pu­ter befän­den. Vom FBI kennt man bis­her nur den Beschlag­nah­mungs­akt. Bidens Wahl­kampf­team und die Main­stream-Medi­en behaup­te­ten, das FBI sei des­halb invol­viert, weil es gegen eine „rus­si­sche Des­in­for­ma­ti­ons­kam­pa­gne“ ermitt­le. Soll­ten sich die damals gemach­ten Hin­wei­se Giu­lia­nis bestä­ti­gen, wäre Bidens Gegen­an­griff ein Ablen­kungs­ma­nö­ver gewe­sen. Das FBI äußer­te sich bis­her nicht dazu. Am ver­gan­ge­nen 16. März schrieb nun die New York Times:

Jack Maxey hat den Lap­top von Hun­ter Biden zurück in die Schlag­zei­len geholt.

„Die E‑Mail und ande­re im Cache wur­den von Per­so­nen, die mit ihnen und den Ermitt­lun­gen ver­traut sind, als authen­tisch bestätigt.“

Hick­son dazu: „Wie zahl­rei­che Beob­ach­ter anmer­ken, hat die New York Times ihre frü­he­ren Aus­sa­gen in die­ser Ange­le­gen­heit noch nicht kor­ri­giert. Aber die Geschich­te kommt end­lich in Gang, und zahl­rei­che Medi­en rufen die 51 Geheim­dienst­ex­per­ten auf den Plan, die kurz vor den Wah­len 2020 erklärt hat­ten, daß die­ser Lap­top rus­si­sche Des­in­for­ma­ti­on sei. Auch Sena­tor Ben John­son hat die New York Times und ehe­ma­li­ge Geheim­dienst­ex­per­ten wegen ihrer Rol­le wäh­rend der Prä­si­dent­schafts­wah­len kri­ti­siert, indem sie die Echt­heit des Lap­tops bestrit­ten. Joe Biden hat­te vor sei­ner Prä­si­dent­schafts­wahl die Echt­heit des Lap­tops bestrit­ten und der ame­ri­ka­ni­schen Öffent­lich­keit ver­si­chert, daß ‚an all dem nichts dran sei. Das ist alles Ver­leum­dung. Jede gro­ße Orga­ni­sa­ti­on, jeder seriö­se Ermitt­ler hat dar­auf hin­ge­wie­sen, daß das eine Ver­leum­dung ist. Das ist eine klas­si­sche Verleumdung‘.“

Es besteht kein Zwei­fel, daß der Inhalt des Lap­tops, wäre 2020 sei­ne Echt­heit bestä­tigt wor­den, wahl­be­ein­flus­send gewe­sen wäre. Nun ist zu erwar­ten, daß es end­lich zu einer ein­ge­hen­den Unter­su­chung „aller Ver­bre­chen, Kor­rup­ti­ons­fäl­le und sexu­el­len Ver­feh­lun­gen kom­men wird, die auf die­sem Lap­top zu fin­den sind“, so Hickson.

Für die im Novem­ber bevor­ste­hen­den US-Zwi­schen­wah­len, bei denen das Reprä­sen­tan­ten­haus und ein Drit­tel des Senats gewählt wer­den, dürf­te das eine nicht unwe­sent­li­che Rol­le spielen.

Jack Maxey kün­dig­te am 9. März an, kurz bevor die New York Times die Echt­heit des Lap­tops bestä­tig­te, er wer­de das gesam­te Mate­ri­al nicht nur den Straf­ver­fol­gung­be­hör­den über­ge­ben, son­dern auch der Welt­öf­fent­lich­keit zugäng­lich machen. „Das alles kommt jetzt ans Licht“, so Maxey, der am 19. März zu ver­ste­hen gab, daß er die New York Times über sei­ne Plä­ne in Kennt­nis gesetzt und damit in Zug­zwang gebracht hatte.

Gestern schrieb Maxey, daß bis Ende der Woche das gesam­te Mate­ri­al für jeden welt­weit zugäng­lich sein wer­de. Er sprach auch eine War­nung aus:

Angst um sein Leben? Maxey zeigt sei­nen Rosenkranz.

„Die Welt ist noch nicht bereit für das, was mein Team und ich gefun­den haben. Ich kann Ihnen nur raten, Ihre Wut zu zügeln und auf die Ver­fas­sung zu schau­en, um uns zuerst zu retten.“

Man wird sehen, wie die­se Wor­te zu ver­ste­hen sind. Bei den Ent­hül­lun­gen gehe es jeden­falls nicht nur um zwei­fel­haf­te Geschäf­te und eine Ver­quickung von poli­ti­schen und pri­va­ten Inter­es­sen der Fami­lie Biden. Hick­son erin­nert dar­an, daß von Maxey auch ange­kün­digt wur­de, daß eini­ge Fotos und Fil­me von Hun­ter Biden auf dem Lap­top „min­der­jäh­ri­ge Mäd­chen und sogar sei­ne eige­ne Nich­te betreffen“.

Auf die Fra­ge nach sei­ner per­sön­li­chen Sicher­heit zeig­te Maxey sei­nen Rosen­kranz. Dazu Hickson:

„Las­sen Sie uns alle für die­sen from­men Katho­li­ken beten. Möge er sei­nen Kampf für die Wahr­heit und für unser Land gewin­nen. Wenn die Biden-Regie­rung unter den Lap­top-Ent­hül­lun­gen zu bröckeln beginnt, wird dies zu einem gro­ßen Teil auf die Arbeit von Maxey zurück­zu­füh­ren sein.“

Am Ende bleibt noch die Fra­ge, war­um die New York Times umschwenkt. Ist nur der Druck, den die ange­kün­dig­ten Ent­hül­lun­gen von Maxey erzeu­gen? Oder ist die Ent­schei­dung bereits gefal­len, daß Biden 2024 nicht mehr als Prä­si­dent­schafts­kan­di­dat in Fra­ge kommt, wes­halb auf ihn selbst nicht mehr sol­che Rück­sicht genom­men wer­den muß? Man wird sehen.

Das Bei­spiel zeigt, anhand ver­schie­de­ner Etap­pen, wie not­wen­dig ein kri­ti­scher Umgang mit Medi­en ist. Über sie wird Infor­ma­ti­on ver­mit­telt. Über sie wird aber auch Kon­trol­le aus­ge­übt. Der Main­stream steht an Fake News, Mani­pu­la­ti­on und vor allem Mei­nungs­kon­trol­le nie­man­dem nach.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Wikicommons/​LifeSitenews/​Twitter/​Jack Maxey (Screen­hots)

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