„Sie wollen Priester werden? Lassen Sie sich impfen, dann können wir darüber reden“

Der Priester von morgen soll nicht heilig, sondern geimpft sein

Am Priesterseminar der Erzdiözese Mailand gelten ab September irritierende Corona-Maßnahmen.
Am Priesterseminar der Erzdiözese Mailand gelten ab September irritierende Corona-Maßnahmen.

(Rom) Kein Tag ver­geht, an der von der irra­tio­na­len Coro­na-Front nicht neue Abwe­gig­kei­ten gemel­det wer­den. Der absur­de Impf-Fana­tis­mus, aus­ge­löst und gesteu­ert von Big Phar­ma und Figu­ren wie Bill Gates („Nur die Imp­fung wird uns ret­ten“), frißt sich wie ein Moloch in die Zivi­li­sa­ti­on hin­ein. Die jüng­ste For­de­rung lau­tet: Ohne Imp­fung kei­ne Priesterweihe.

„Der Prie­ster von mor­gen soll nicht hei­lig, son­dern geimpft sein.“

Dies berich­tet Andrea Zam­bra­no für die Nuo­va Bus­so­la Quo­ti­dia­na (NBQ) aus dem Prie­ster­se­mi­nar des Erz­bis­tums Mai­land, einer der welt­weit bedeu­tend­sten Diözesen.

Das Prie­ster­se­mi­nar von Mai­land schreibt als erste katho­li­sche Bil­dungs­ein­rich­tung die­ser Art die fak­ti­sche Impf­pflicht vor. In Wirk­lich­keit wird der Druck natür­lich sub­ti­ler erhöht. Die bis­her gel­ten­de, für jun­ge Män­ner irr­wit­zi­ge Mas­ken­pflicht wird im neu­en Stu­di­en­jahr nur für jene auf­ge­ho­ben, die „voll­stän­dig“ geimpft sind – was irre­füh­ren­der­wei­se von der ita­lie­ni­schen wie auch von ande­ren Regie­run­gen als „Vollim­mu­ni­sie­rung“ behaup­tet wird.

Damit spal­tet die Semi­nar­lei­tung die Semi­nar­ge­mein­schaft und ent­fes­selt nicht nur den Druck auf die Unge­impf­ten, son­dern stellt die­se, durch den Makel der Mas­ke gekenn­zeich­net, an den Pranger.

„Ihr müßt geimpft sein“

Der Regens, Don Enri­co Cas­ta­gna, schrieb den 120 Semi­na­ri­sten wäh­rend der Som­mer­fe­ri­en einen Brief, der kei­ne for­ma­le, aber eine fak­ti­sche Impf­pflicht verkündet:

„Ihr müßt alle geimpft sein, bevor Ihr aus den Feri­en zurückkommt.“

Der Vize­re­gens bestä­tig­te NBQ den Inhalt des Schreibens:

„Wir tun es, um zu einem fried­li­che­ren Leben zurückzukehren.“.

Wer ande­rer Mei­nung ist, wird der „Ideo­lo­gie“ bezich­tigt, obwohl die­ser Vor­wurf zunächst wohl jene trifft, die einen neu­en Zwang ein­füh­ren. Die Semi­nar­lei­tung ließ dazu wis­sen, was nur als Dro­hung ver­stan­den wer­den kann:

„Wir wer­den uns von Fall zu Fall auch denen stel­len, die ideo­lo­gi­sche Oppo­si­ti­on zei­gen, aber ich bin sicher, daß dies nicht nötig sein wird.“

Am 12. Sep­tem­ber wer­den die 120 Semi­na­ri­sten des Prie­ster­se­mi­nars nach Venego­no zurück­keh­ren. Seit sie sich in die Som­mer­fe­ri­en ver­ab­schie­det haben, hat sich Grund­le­gen­des ver­än­dert: Nicht mehr die Hei­lig­keit ist die erste Vor­aus­set­zung, um ein guter Prie­ster zu wer­den, son­dern die Imp­fung. Wird gar nicht mehr geweiht, wer nicht geimpft ist?

Regens Don Cas­ta­gna bemüht sich in sei­nem Schrei­ben gar nicht um eine Begrün­dung der von ihm ver­ord­ne­ten Restrik­tio­nen. Dar­in folgt er den Regie­run­gen, auch der ita­lie­ni­schen: Coro­na-Maß­nah­men müs­sen nicht begrün­det wer­den. Ihr Not­wen­dig­keit wird fak­ten­frei postu­liert und dann fak­ten­re­si­stent auf ihnen verharrt.

In sei­nem Brief an die Semi­na­ri­sten for­dert Don Cas­ta­gna die­se auf, sich vor der Rück­kehr ins Semi­nar imp­fen zu las­sen. Damit soll­ten sie „Näch­sten­lie­be zei­gen“, was im Umkehr­schluß heißt …

Die Semi­nar­lei­tung setzt der neu­en Apart­heid, die von Ita­li­en und ande­ren EU-Staa­ten mit dem Grü­nen Paß eta­bliert wird, noch radi­ka­le­re Maß­nah­men drauf. Zam­bra­no schreibt zu die­ser Art der Corona-Politik:

„So weit ist nicht ein­mal der Staat gegan­gen: Sie möch­ten Prie­ster wer­den? Las­sen Sie sich imp­fen, dann kön­nen wir dar­über reden.“

Don Miche­le Gal­li, der Vize­re­gens, bestä­tig­te NBQ die Coro­na-Linie am Prie­ster­se­mi­nar, in dem der Prie­ster­nach­wuchs der größ­ten Diö­ze­se Euro­pas aus­ge­bil­det wird.

Noch steht das Prie­ster­se­mi­nar Mai­land damit allein da. Weder aus ande­ren ita­lie­ni­schen Prie­ster­se­mi­na­ren noch aus sol­chen ande­rer Län­der sind bis­her ver­gleich­ba­re Maß­nah­men bekannt,

Don Gal­li begrün­det das Vor­ge­hen mit der „epi­de­mio­lo­gi­schen Situa­ti­on“, die nicht näher erklärt wird, aber alles zu recht­fer­ti­gen scheint.

Der Zwei-Klassen-Pranger

Mit der gefor­der­ten Imp­fung wird die Mas­ken­be­frei­ung in Aus­sicht gestellt. Damit wer­den die Semi­na­ri­sten in zwei Klas­sen unter­teilt: eine erste Klas­se, die geimpft ist, und eine zwei­te Klas­se, die unge­impft ist. Wer zu wel­cher Grup­pe gehört, soll an der Mas­ken­pflicht für Unge­impf­te für alle sofort erkenn­bar sein.

Zam­bra­no spricht von „Bar­ba­rei“ und einem „Pran­ger ange­sichts des sonst so bekämpf­ten Mobbings“.

„Zu wis­sen, daß das Semi­nar, das im ver­gan­ge­nen Jahr­hun­dert hei­li­ge Prie­ster aus­ge­bil­det hat, nicht nur blind­lings auf staat­li­che Nor­men, son­dern auf deren bar­ba­risch­ste und wis­sen­schaft­lich frag­wür­dig­ste Dekli­na­tio­nen ver­traut, läßt einen ungläu­big stau­nend zurück.“

Wer­den sich die Semi­na­ri­sten alle, wie gefor­dert, imp­fen lassen?

Der Vize­re­gens sieht dar­in kein Problem: 

„Im Moment haben wir nie­man­den, der uns sei­nen Wider­spruch mit­ge­teilt hat, aber wenn Fäl­le auf­tau­chen, wer­den wir sie von Fall zu Fall bewer­ten. Zum Bei­spiel, wenn jemand aus medi­zi­ni­schen Grün­den nicht geimpft wer­den kann, wer­den wir es in Betracht zie­hen, wenn die Grün­de eher ideo­lo­gi­scher Natur sind… na ja… ich weiß nicht, wir haben das The­ma noch nicht ange­spro­chen. Ich glau­be aber nicht, daß sie Pro­ble­me machen werden.“

Ein Aus­schluß aus dem Semi­nar wird zwar nicht ange­spro­chen, doch die Droh­ku­lis­se bewußt auf­ge­baut. Eine Ent­las­sung aus dem Semi­nar wird nicht aus­ge­schlos­sen, wenn der Vize­re­gens Wider­spruch a prio­ri als „ideo­lo­gisch“ brandmarkt.

Von Glaubenskongregation „ermutigt“

Die Maß­nah­men sei­en mit Erz­bi­schof Mario Del­pi­ni nicht abge­spro­chen, son­dern von der Semi­nar­lei­tung getrof­fen wor­den, so Don Gal­li. Die­se habe sich durch die Note der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on vom 21. Dezem­ber ermu­tigt gefühlt, denn dar­in wer­de „aus­drück­lich zur Imp­fung aufgefordert“.

So „aus­drück­lich“ sagt es die Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on aller­dings nicht. Der Haupt­grund des Doku­ments war, den in der EU zuge­las­se­nen Impf­prä­pa­ra­ten den kirch­li­chen Segen zu ertei­len, da es gegen die Impf­prä­pa­ra­te in der Bevöl­ke­rung erheb­li­che Beden­ken gab und gibt.

Die Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on betont viel­mehr, daß die Imp­fung nur frei­wil­lig sein kön­ne. Am Prie­ster­se­mi­nar von Mai­land inter­pre­tiert man das Doku­ment jedoch im Sin­ne einer glo­ba­len Impf-Kam­pa­gne, die von Papst Fran­zis­kus in sei­nem heu­te ver­öf­fent­lich­ten Video unter­stützt wird.

Letzt­lich stellt sich die Fra­ge, was in einem Prie­ster­se­mi­nar, an dem es in den ver­gan­ge­nen 18 Mona­ten kei­nen Coro­na-Toten oder ande­re Coro­na-Auf­fäl­lig­kei­ten gab, sol­che Maß­nah­men recht­fer­ti­gen sollte.

Doch seit Janu­ar 2020 ticken die Uhren offen­sicht­lich anders – auch die kirchlichen.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Seminario.milano.it (Screen­shot)

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1 Kommentar

  1. „Ihr müßt geimpft sein“
    Die wür­den sogar der Aller­se­lig­sten Jung­frau den Zugang zu ihrem eige­nen Sohn ver­wei­gern wenn sie sich nicht hat imp­fen lassen.
    Per Mari­am ad Christum,

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