„Ist die Kirche, an der Franziskus baut, die Kirche Christi?“

„Freimaurerischer Einfluß auf die Amazonassynode“ - Interview mit dem Moraltheologen Pater Cavalcoli












Pater Cavalcoli: „Ist die Kirche von Franziskus die Kirche Jesu Christi?“
Pater Cavalcoli: „Ist die Kirche von Franziskus die Kirche Jesu Christi?“

(Rom) Von „freimaurerischen Infiltrationen“ im Instrumentum laboris, dem Arbeitspapier der Amazonassynode, spricht der bekannte Moraltheologe und Dominikaner, Pater Giovanni Cavalcoli. Die Amazonassynode wird am 6. Oktober eröffnet und am 27. Oktober abgeschlossen. Sie eigentliche Synodenarbeit wird vom 7.–26. Oktober stattfinden. Für den Theologen stellen sich zahlreiche Fragen, auch jene, ob die Kirche, an der Papst Franziskus baut, wirklich die Kirche Jesu Christi ist.

Pater Giovanni Cavalcoli gehört zu den namhaftesten Moraltheologen. Er steht Benedikt XVI. sehr nahe. 2016 fand er deutliche Worte zur derzeitigen Entwicklung in der Kirche, indem er sagte:

„Papst Franziskus ist nicht häretisch, aber er umgibt sich mit falschen Freunden und schlechten Ratgebern.“

Zu einer solchen Parrhesie wird derzeit zwar von höchster Kirchenseite aufgefordert, im konkreten Fall aber wenig geschätzt. Der Vatikan distanzierte sich Anfang November 2016 öffentlich von Pater Cavalcoli wegen einer Aussage, die dieser in der ihm unterstellten Weise gar nie getätigt hatte.

Wurde der Vatikan Opfer der Medien, oder war die Distanzierung gewollt? Der Heilige Stuhl ist sparsam mit Distanzierungen selbst dann, wenn diese wirklich notwendig wären etwa zur Richtigstellung verwirrender oder falscher Aussagen, die von Medien als Zitate von Papst Franziskus wiedergegeben werden. Man denke an die Interviews und Gespräche mit Eugenio Scalfari, dem Atheisten aus freimaurerischem Haus. Die eilfertige Distanzierung von Pater Cavalcoli meinte offensichtlich nicht so sehr die ihm unterstellte Aussage, sondern zielte auf eine Schwächung seines Ansehens in katholischen Kreisen.

In einem Interview meldete er sich nun zur Amazonassynode zu Wort und schlug Alarm, weil es einen „verborgenen freimaurerischen Einfluß“ auf die Synode gebe.

Frage: Pater Cavalcoli, befürchten Sie, daß die Amazonassynode zum Werkzeug werden könnte, um die Glaubenslehre und die Glaubenspraxis zu ändern?

Pater Cavalcoli: Im Instrumentum laboris finden sich neben gesunden Grundsätzen, guten Vorsätzen, interessanten Aspekten und nützlichen Vorschlägen, die das Ergebnis einer langen Vorbereitungsarbeit sind, auch heimtückische und gefährliche und verborgene, freimaurerische Infiltrationen. Sie zielen auf eine Anerkennung der schamanisch-indigenen Religion der „Mutter Erde“ ab – nicht etwa in dem Sinn, daß diese korrigiert und von ihren magischen und pantheistischen Elementen gereinigt wird, sondern einfach als andere, zu respektierende Religion, die mit ihren Besonderheiten die katholische Religion „bereichern“ soll. Die katholische Religion kann sich damit nicht mehr als höchste Religion präsentieren, die allen anderen überlegen ist, sondern nur mehr als gleiche unter gleichen, fehlbar und relativ wie alle anderen auch.
Das Dokument vermittelt nicht den Eindruck, daß die Kirche gegenüber den indigenen Gruppen einen Auftrag zur zivilisatorischen Formung hat, diese Völker zu erheben und ihnen gegenüber eine menschliche und moralische Erziehung im Sinne des Evangeliums zu entfalten. Es scheint vielmehr als habe die Kirche, die von den Irrtümern und Ungerechtigkeiten des westlichen Kapitalismus befallen sei, sich die Kultur dieser Völker zum Vorbild zu nehmen. So als seien in deren „Ahnen-Weisheit“, ökologischer Praxis, Unschuld, Güte und Gemeinschaftssinn die Folgen des Sündenfalls nicht vorhanden. Das ist die utopistische Sichtweise von Jean-Jacques Rousseau. Es ist offensichtlich, daß dieser abscheuliche und zugleich lächerliche Versuch, der aus den Zeilen des Arbeitsdokuments herauszulesen ist, keinen Erfolg haben kann. Es können nur die gültigen und nützlichen Elemente davon bleiben, denn eine Nachgiebigkeit gegenüber dem genannten Versuch würde zu einer Verzerrung der Kirche und des Christentums führen, die durch den Beistand des Heiligen Geistes und die Prudentia des Papstes, dem obersten Bewahrer der katholischen Wahrheit, verhindert werden wird.

Frage: Kann der katholische Priester Ihres Erachtens heiraten?

Pater Cavalcoli: Hier geht es nicht um meine persönliche Meinung, sondern um die katholische Doktrin des Weihesakraments. Es ist bekannt, daß der Zölibat nicht zum Wesen des Weihesakraments gehört, weshalb es ein verheiratetes Diakonat gibt, also den ersten Grad des Weihesakraments. Zudem konnte zur Zeit des heiligen Paulus ein Bischof verheiratet sein (1 Tim 3,2). Auch der heilige Petrus war verheiratet. Die Kirche bevorzugt den zölibatären Priester wegen seiner herausragenden Nachahmung Christi. Es ist aber nicht ausgeschlossen, daß sie eines Tages diesem Priestertum ein verheiratetes Priestertum zur Seite stellen will – nicht um den Priestermangel zu beheben oder für jene, die sich nicht beherrschen können, also als remedium concupiscentiae, was ein zu niedriger Beweggrund wäre, sondern damit es Priester gibt, die konkret die Werte und die Probleme der Familien aufgrund ihrer eigenen Erfahrung verstehen können. Dennoch ist klar, daß zum Zweck der Katechese für das Ehesakrament diese Erfahrung nicht notwendig ist. Der zölibatäre Priester hat die beste Kompetenz, was die Vermittlung der Ehe als Glaubensgeheimnis betrifft.

Frage: Gibt es Ihrer Meinung nach überzogene Kritik am Papst?

Pater Cavalcoli: Es gibt eine legitime, liebenswürdige, vernünftige, begründete und konstruktive Kritik, und es gibt eine nicht legitime, unvernünftige, bösartige, leidenschaftliche, unbegründete, sterile und zerstörerische Kritik, die aus Unduldsamkeit, Rückwärtsgewandtheit, Blindheit und Voreiligkeit erfolgt, aber auch aus einem falschen Verständnis der päpstlichen Autorität oder sogar aus Haß, Häresie, Gottlosigkeit bis hin zu Verwirrung und Wahnsinn. Der Papst ist wegen bestimmter ungeeigneter Äußerungen, bestimmter zweideutiger und voreiliger Aussagen, bestimmter nicht vorbildlicher Aspekte seines moralischen Verhaltens, seiner Sprache, seiner Pastoral und seiner Leitung der Kirche sicher kritisierbar. Die Kritik sollte aber hier enden. Leider gehen einige darüber hinaus, und erheben Vorwürfe gegen sein Lehramt und die Gültigkeit seiner Wahl, indem sie ihn der Häresie bezichtigen oder behaupten, er sei ein nicht rechtmäßig gewählter Papst, dessen Wahl ungültig sei. Einige, die den Kontrast zwischen der Linie des derzeitigen Papstes und der seines Vorgängers sehen, stellen ihm den emeritierten Papst Benedikt entgegen und behaupten, dieser sei der wahre Papst. Das beleidigt natürlich nicht nur Franziskus, sondern auch Benedikt. Kritik dieser Art hat keine Grundlage oder Berechtigung, sei es, weil ein Papst kein Häretiker sein kann, sei es, weil kein Kardinal, nicht einmal jene, die Franziskus besonders kritisch gegenüberstehen, die Wahl für ungültig erklärte. Selbst wenn es ein Komplott durch die sogenannte „Mafia von Sankt Gallen“ gab, ergibt sich aus der Tatsache, daß Bergoglio aus einem regulären Konklave hervorgegangen ist, daß seine Wahl gültig ist. Es sind aber falsche Freunde des Papstes, die systematisch in toto die Ideen und Verhaltensweisen des Papstes als unfehlbar betrachten. Sie glauben nicht an die päpstliche Unfehlbarkeit, weil sie als gute Modernisten, die Unveränderbarkeit der Wahrheit leugnen. Sie tun das nur, weil sie den Papst für ihre schmutzigen Interessen instrumentalisieren wollen oder ihre Sünden unter dem Vorwand der Göttlichen Barmherzigkeit billigen wollen. Echte Freunde des Papstes sind hingegen jene, die begründete, wenn auch harte Kritik an ihn richten. Der Papst sollte über folgenden Psalmvers nachsinnen: „Der Gerechte mag mich schlagen und der Treue mir Vorwürfe machen, aber das Salböl des Gottlosen benetze nicht mein Haupt“ (Ps 141,5). Savonarola, die heilige Katharina von Siena und der heilige Petrus Damiani waren wahre Freunde des Papstes.

Frage: Sie haben immer die Meinung vertreten, der Papst sei schlecht beraten. Bleiben Sie bei dieser Überzeugung?

Pater Cavalcoli: Meine Meinung gewinne ich aus den Ideen und dem Ruf bestimmter Personen, die führende Ämter an der Römischen Kurie oder beim Heiligen Stuhl bekleiden, oder von Massenmedien als „Freunde“ oder „enge Mitarbeiter“ des Papstes präsentiert werden. Das sind Personen, die aus Sicht der Glaubenslehre auf verschiedene Weise nicht zuverlässig sind oder einen schlechten Ruf haben. Man versteht nicht, warum der Papst sich mit solchen Personen umgibt, wo es mit Sicherheit geeignetere und bessere gäbe. Er scheint sich nicht bewußt zu sein, daß das einen Schatten auch auf sein Verhalten und seine Ideen wirft. Wenn man dann noch bestimmte Entscheidungen des Papstes sieht, bestimmte Fotografien, bestimmte Gesten, bestimmte Entscheidungen, bestimmte Ernennungen, bestimmte Handlungen, bestimmte Maßnahmen, bestimmte Begegnungen, bestimmte Reden von ihm liest, bestimmte Aussagen, bestimmte saloppe Äußerungen, ist es nicht schwer, darauf zu schließen – Irrtum ist möglich –, daß er schlecht beraten ist. Ausgenommen es würde sich um seine persönlichen Entscheidungen handeln, was noch schlimmer wäre. Mir scheint, in ihm ist eine Mischung aus Naivität und Schlauheit festzustellen. Mir fällt das Duo von Carlo Collodi ein: Pinocchio und der Fuchs. Das sind aber schöne Eigenschaften für einen Papst.

Frage: Messori sagte in einem Interview, daß die Kirche nicht dem Papst oder Bischöfen gehört, sondern Christus. Was sagen Sie dazu?

Pater Cavacoli: Die Frage, die sich heute viele in der Kirche mit Sorge stellen ist, inwieweit und wie Franziskus Christus repräsentiert, inwieweit und wie er uns Christus näherzubringen versteht, uns Christus kennenlernen läßt, uns zu Christus führt, er wirklich Christus liebt und Christus nachahmt. Ist die Kirche, die er errichtet, wirklich die Kirche Christi, oder ist es eine Kirche seiner Prägung? Ist in seiner Ekklesiologie Raum für die himmlische Kirche oder nur für die irdische? Ist es eine Kirche der allerheiligsten Dreifaltigkeit oder nur eine Kirche des menschlichen Fortschritts? Ist es die Kirche der Sakramente oder nur eine Kirche der Solidarität und der NGOs? Ist es die Eine Kirche oder nur ein Komplex von Kirchen, die miteinander in Dialog stehen? Ist es die universale Kirche für die ganze Menschheit oder nur eine Kirche, die sich auf gut nachbarschaftliche Beziehungen zu den Protestanten, den Orthodoxen, den Juden, den Muslimen, den Hindus, den Buddhisten, den Taoisten, den Schamanen usw. zu beschränken hat? Hat sein Beharren auf das „Neue“ und seine Abneigung gegen das Bewahren Respekt für die immergültigen Elemente der Kirche? Kann sich die Tradition retten oder kann alles geändert werden? Riskiert seine Polemik gegen die „Starrheit“ nicht, der Laxheit Raum zu geben? Läßt er die nicht verhandelbaren Werte zu oder denkt er, daß alles verhandelbar ist? Auch Christus und die katholische Moral? Ist die Kirche von Papst Franziskus die Kirche Jesu Christi oder eine andere? Aber Achtung: Besitzen wir ein klares Modell der Kirche, um beurteilen zu können, ob Franziskus das verwirklicht oder nicht? Es ist einem Papst nicht untersagt, der Kirche seine Ausrichtung zu geben. Wir müssen daher vorsichtig sein im Urteil. So spricht man z.B. legitimerweise von der Kirche des heiligen Pius V. oder des heiligen Pius X. oder von Pius XII. Es ist aber immer dieselbe Kirche, die im Katechismus beschrieben ist. Franziskus scheint hingegen eine Kirche ohne genaue Grenzen zu konzipieren, eine fließende Kirche, die willkürlich akzeptiert, wer die Voraussetzungen nicht erfüllt, ihr anzugehören.

Frage: Am 5. Oktober werden in Rom verschiedene Kundgebungen stattfinden. Sind Sie der Ansicht, daß die Kirche heute einen Moment der Verwirrung in Lehre und Praxis durchlebt?

Pater Cavalcoli: In der gesamten Kirchengeschichte war es noch nie wie heute, daß die Kirche von so vielen Häresien aller Art heimgesucht wurde, ohne daß die Autorität eingreift. Der Weinberg des Herrn wird von den Wölfen verwüstet, und die Hirten schlafen. Es ist eine große Prüfung für das Volk Gottes, das jedoch dank des Heiligen Geistes, der in seinem Herzen wohnt, wachsam ist und sich zu verteidigen weiß. Nie in der Kirchengeschichte hatten wir so gebildete, wache, lebendige, handlungsbereite, freie, mit einem kritischen Sinn und subtiler Unterscheidungsfähigkeit ausgestattet Laien. Hoffen wir, daß die Kundgebungen in Rom die schlafenden und ängstlichen Hirten aufwecken und dazu dienen, sie zu ermutigen, dem Beispiel guter Prälaten zu folgen, die sich bereits exponiert haben, damit auch sie ihre Verantwortung übernehmen im Bewußtsein, vor Gott Rechenschaft ablegen zu müssen für die ihnen anvertraute Herde. Sie sollen nicht fürchten, sich unpopulär zu machen, auch keine Rache oder Repressalien fürchten, sondern nur durch die heilige Gottesfurcht angetrieben und durch die Liebe geleitet sein, die bereit ist, ihr Leben für die eigenen Freunde zu geben.

Frage: Ist es möglich, standesamtlich wiederverheirateten Geschiedenen die Kommunion zu spenden?

Pater Cavalcoli: Die Fußnote 351 von Amoris laetitia spielt auf die Eventualität einer Erlaubnis für wiederverheiratete Geschiedene an, zur Kommunion zugelassen zu sein. Es handelt sich nicht um eine wirkliche Erlaubnis, die in Geltung ist, sondern um eine mögliche oder hypothetische Erlaubnis. Der Papst hat nie gesagt, eine Erlaubnis zu erteilen. Deshalb ist die Bestimmung der Nr. 84 von Familiaris consortio des heiligen Johannes Paul II. weiterhin gültig. Jene, die wiederverheirateten Geschiedenen die Kommunion spenden, mißachten Amoris laetitia. Auch der Brief an die argentinischen Bischöfe erteilt keine Erlaubnis, sondern beschränkt sich, zu sagen, daß sie das Dokument gut interpretiert haben. Daher sind die von ihnen vorgeschlagenen Fälle lediglich hypothetisch und derzeit nicht in Betracht zu ziehen, solange der Papst, wenn er meint, keine ausdrückliche und formale Erlaubnis in einem offiziellen Dokument erteilt, in dem er die vorgeschlagenen Fälle bestätigt, was etwa in Form eines Motu proprio geschehen könnte.

Text: Giuseppe Nardi
Foto: La Fede Quotidiana

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4 Kommentare

  1. Pater Cavalcoli: Die Fußnote 351 von Amoris laetitia spielt auf die Eventualität einer Erlaubnis für wiederverheiratete Geschiedene an, zur Kommunion zugelassen zu sein. Es handelt sich nicht um eine wirkliche Erlaubnis, die in Geltung ist, sondern um eine mögliche oder hypothetische Erlaubnis. Der Papst hat nie gesagt, eine Erlaubnis zu erteilen.(Zitat aus dem Artikel)

    Solch eine Argumentation (siehe den ganzen letzten Absatz) ist von vorne bis hinten unseriös.

    Auch das Argument „Papst Franziskus ist nicht häretisch, aber er umgibt sich mit falschen Freunden und schlechten Ratgebern.“ kenne ich zur Genüge sowohl in Bezug auf Paul VI. und Johannes-Paul II.

    Nur Erzbischof Marcel Lefebvre hatte den Mut zu sagen, dass die Päpste für ihr Handeln bzw. ihren Regierungsstil persönlich verantwortlich sind.

    Auch Päpste müssen sich vor dem Richterstuhl Gottes verantworten. Da können sie sich nicht damit herausreden, sie hätten sich mit schlechten Beratern und Ratgebern umgeben.

    Wären die Päpste wirklich so abhängig von ihren Beratern und Ratgebern, dann wäre das Papst-Amt ja praktisch überflüssig!

  2. Ein sehr guter weil sehr ausgewogener Beitrag. Von den vielen zutreffenden Aussagen Pater Cavalcolis seien bloß diese drei hervorgehoben.
    1.) „Papst Franziskus ist nicht häretisch, aber er umgibt sich mit falschen Freunden und schlechten Ratgebern“, sagt P. Cavalcoli. Kürzlich sagte Papst Franziskus vor jesuitischen Mitbrüdern selbst, er sei sehr „umsessen“ (Artikel vom 27.9.). Vielleicht sind es gerade diese falschen Freunden und schlechten Ratgebern, von denen er „umsessen“ ist?
    2.) Sehr zu danken ist P. Cavalcoli dafür, das Diakonat als den „ersten Grad“ des einen Weihesakraments (Diakon, Priester, Bischof) bezeichnet zu haben. Deshalb sollte klar sein, dass auch das Diakonat für Frauen unzugänglich ist.
    3.) Erschütternd ist die offensichtlich zutreffende Feststellung P. Cavalcolis, die Kirche sei noch nie von so vielen Häresien heimgesucht worden, ohne dass die Autorität eingreife; der Weinberg des Herrn werde von Wölfen verwüstete, und die Hirten schliefen.

  3. Pater Cavalcoli „si arrampica sugli specchi“ (=“er klettert an den Spiegeln hoch“;kenne keinen passenden dt. Ausdruck, der das so anschaulich wiedergibt), um nicht zugeben zu muessen, was evident ist. Der vernuenftigste Satz ist „In der gesamten Kirchengeschichte war es noch nie wie heute, daß die Kirche von so vielen Häresien aller Art heimgesucht wurde, ohne daß die Autorität eingreift. Der Weinberg des Herrn wird von den Wölfen verwüstet, und die Hirten schlafen.“ Daher ist es widersinnig, Kritikern, die die Wahrheit sagen, folgendes zu unterstellen: „und es gibt eine nicht legitime, unvernünftige, bösartige, leidenschaftliche, unbegründete, sterile und zerstörerische Kritik, die aus Unduldsamkeit, Rückwärtsgewandtheit, Blindheit und Voreiligkeit erfolgt, aber auch aus einem falschen Verständnis der päpstlichen Autorität oder sogar aus Haß, Häresie, Gottlosigkeit bis hin zu Verwirrung und Wahnsinn.“ Seine Behauptung, ein Papst koenne kein Häretiker sein, gruendet sich worauf? Haette er nach dem 4.10. (schamanischer Ritus in den Vatikanischen Gaerten!) das selbe Interview gegeben?

  4. Pater Cavalcolis weitschweifige, diplomatische Art zu reden, drückt nur einmal mehr aus, was wir von unseren Hirten zur Genüge kennen. Ja – Nein – Hü – Hott, warm – kalt. Aus seinem Interviewbeitrag geht keine Klarheit hervor.

    Nach den Studien der Pontifikate seit Pius XII. schließe ich mich der Ansicht Pater Malachi Martins an: „Alles ist vorbei, nur das Wehklagen [über die Neue Weltregierung] kommt noch.“

    Malachi Martin beschrieb als Autor das Drängen der freimaurerischen Bischöfe gegenüber Papst Johannes Paul II. Da ist es kein Wunder, dass der erzwungene Rücktritt sich unter Benedikt XVI. ereignete.

    Malachi Martin: Die Freimauerer im Vatikan tun ihr Möglichstes, um ihren Mann als Papst einsetzen zu können. Wenn ihnen das gelingt, dann wäre Satan wirklich der Herrscher.“

    Cavalcoli scheint dies nicht zu sehen. Auch gegen den Zölivat scheint er nicht wirklich etwas zu haben, woit er sich ohne Probleme in die Reihe der deutschen Bischöfe einreihen ließe.

    Cavalcoli ist und kann meines Erachtens auch nicht objektiv sein, da man in dieser Kirche schon lange nicht mehr sagen und schreiben darf, was der immerwährenden Lehre und Tradition entspricht.

    Insgesamt baut mich das Gesagte nicht auf und es hinterlässt den Eindruck des Gespaltenseins und des Duckmäusertums; weil ja noch irgend wer mitlesen könnte.

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