Homo-Lobby hat unter Franziskus das Kommando in der Kirche übernommen

Bilder, die wie eine Enzyklika wiegen












Papst Franziskus mit Homo-Gruppe des Erzbistums Westminster.
Papst Franziskus mit Homo-Gruppe des Erzbistums Westminster.

(Rom) Der LGBT+ Catholics Westminster Pastoral Council traf mit Papst Franziskus zusammen. „Eine Begegnung, die wie eine Enzyklika wiegt“, so Riccardo Cascioli, der Chefredakteur der Nuova Bussola Quotidiana (NBQ). Das Problem sei nicht der Empfang für Menschen, mit homosexuellen Neigungen, die im Schoß der Kirche verankert sind, um ihre Sündhaftigkeit wissen und damit ringen. Das Problem ist der Empfang für organisierte Homo-Gruppen, deren Ziel es ist, die Lehre der Kirche zu ändern und ihre Homosexualität ausleben zu wollen.

Der Papst der Gesten

Papst Franziskus weiß, daß Gesten und vor allem über Medien verbreitete Bilder dieser Gesten mehr Wirkung haben als tausend Worte. Sein Pontifikat gründet zu nicht geringen Anteilen auf dieser Erkenntnis. Papst Franziskus ist der „Papst der Gesten“.

„Deshalb gibt es wenig zu interpretieren“, so Cascioli, wenn man die herzliche Begrüßung sieht, die Franziskus den Vertretern der Homo-Gemeinde von Westminster gewährte. Franziskus kann auch ganz anders, wie der Empfang für US-Präsident Donald Trump zeigte.

Die Homo-Gemeinde von Westminister, die von Kardinal Vincent Nichols gefördert wird, war bereits Gegenstand einer Überprüfung durch die Glaubenskongregation, als noch Kardinal Gerhard Müller dort das Sagen hatte. Die von ihm erteilten Anweisungen scheinen wenig Beachtung gefunden zu haben.

Es waren die Homosexuellen selbst, die freudig die päpstliche Aufmerksamkeit am Montag bekanntmachten.

Gewollte Begegnung

Die Begegnung fand am 6. März statt und bildete den Abschluß der Pilgerreise nach Rom, die vom Jesuiten, P. David Stewart, angeführt wurde.

Es fehlte in Rom nicht an einer bevorzugten Behandlungen. Bei der Generalaudienz am Petersplatz erhielt die Homo-Gruppe „privilegierte Plätze“. Am Ende der Generalaudienz wurde sie zu einer „Begegnung mit Papst Franziskus eingeladen“.

Gut gelaunter Papst mit „LGBT+ Catholics Westminster“
Gut gelaunter Papst mit „LGBT+ Catholics Westminster“

Es handelt sich also nicht um „Zufallsfotos“, die im Internet verbreitet wurden, sondern um eine geplante Begegnung, die vom Heiligen Stuhl gewollt war. Das wird durch die beigefügte Botschaft von Kardinal Nichols bestätigt. Wenn es nicht der Papst selbst war, so wurde die Zusammenkunft zumindest von seiner Entourage wohlwollend gefördert. Martin Pendergast, der bekannte Homo-Aktivist, konnte einem strahlenden Papst Franziskus die Gruppe vorstellen.

Ein offenkundiges „Zeichen der Annahme und der Menschlichkeit“, wie es Papst Franziskus von der Kirche verlangt, so Cascioli mit ironischem Unterton.

Die Methode sei natürlich „anstrengend“, so der NBQ-Chefredakteur, „so zu tun, als würde sich nichts ändern, damit sich alles ändert“. Anstrengend ist es für die Zeitgenossen, die Beobachter, die Betroffenen, die Bischöfe, die Gläubigen, zu durchschauen und zu verstehen, was gespielt wird. Die Methode bestehe darin, die Glaubenslehre durch die Praxis so lange auszuhöhlen, bis sie entleert ist, ohne dies je zuzugeben, je darüber zu sprechen und ohne je eine Begründung dafür zu liefern. So kommt eines Tages der Augenblick, an dem festgestellt wird, daß alles anders geworden ist, und niemand weiß oder will wissen, wie es dazu kommen konnte.

Gestern eine Sünde, heute eine Tugend?

Bis gestern war die praktizierte Homosexualität eine widernatürliche Sünde, ja sogar eine himmelschreiende Sünde, die nach der Rache Gottes verlangt. So lehrte es noch der heilige Pius X. und so steht es noch heute im Katechismus der Katholischen Kirche (KKK, 1867). Dabei handelt es sich nicht um die Erfindung eines Papstes. Es ist die Heilige Schrift, die es so lehrt.

Heute hingegen scheint Homosexualität eine Tugend zu sein.

Auf welcher Grundlage erfolgte dieser Wechsel? Was hat sich verändert? Vielleicht die Natur?

Darauf gibt es keine Antworten, jedenfalls nicht aus dem Vatikan. Dort wurde einfach entschieden, ohne es zu sagen, ohne es zuzugeben und ohne es zu erklären, daß man es jetzt einfach anders macht. Einfach so. Wer das kritisiert, der – so spricht Franziskus – ist ein „Strenger“, ein „Gesetzeslehrer“, ein Paragraphenreiter, ein sturer Dogmatiker, ein „Hartherziger“, der steinigt.

Die Aufforderungen des Papstes, frank und frei zu reden, die Synodalität zu pflegen, erweisen sich bei näherem Hinsehen schnell als wohlfeile Worte, mit denen die Fakten nicht mithalten.

Die Jesuitisierung der Kirche

Wesensmerkmal des päpstlichen Handelns „ist die Zweideutigkeit“, so Cascioli.

„Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen“ (Mt 5,37).

Diese Aufforderung des Herrn, die das Evangelium überliefert, scheint nur mehr ein „unmöglich“ zu verwirklichendes Relikt der Vergangenheit zu sein – folgt man Papst Franziskus. Jesuitengeneral Arturo Sosa wird einwenden, daß es damals noch keine Tonbandgeräte gab, weshalb diese Worte auch falsch tradiert worden sein könnten. Wer wisse das schon genau.

Manche Kritiker sprechen von einer Jesuitisierung der Kirche, und meinen das nicht positiv.

Aus Rom hallt es anders, und viele plappern es nach: „Der Papst nimmt alle an. Alle sind wir Sünder“. Hilft er damit den Menschen, oder ist es bloß Anbiederung um den Preis des Relativismus? Es bestehe kein Zweifel, daß Franziskus seine Gesten aus diesem Geist des Annehmenwollens setzt, so Cascioli.

„Die Geste hat aber auch eine objektive Botschaft, und die geht weit darüber hinaus. Objektiv wird mit dieser Geste die Sünde legitimiert.“

Die Homo-Lobby hat das Kommando in der Kirche übernommen

Der Papst begegnete am 6. März nicht einzelnen Personen, denen er sich persönlich zuwandte. Er traf sich mit einer organisierten Gruppe, die ihre Homosexualität für etwas Gutes und Tolles hält und dafür wirbt. Er traf sich mit einer strukturierten Lobby, die die menschliche Natur leugnet und zum Ziel hat, die kirchliche Lehre und die Heilige Schrift zu ändern. Letztere ist noch viel deutlicher, was die Pläne Gottes betrifft, als es größer werdende Teile der Kirche seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil lehren. Die eindeutigen Aussagen der Heiligen Schrift beginnen mit dem Schöpfungsbericht (Gen 1,27), wo es unmißverständlich heißt, daß Gott den Menschen „als Mann und Frau“ schuf.

Es wäre das Mindeste, den praktizierten Paradigmenwechsel zumindest zu begründen. Hat sich Gott vielleicht geirrt? Hat die Kirche etwa zweitausend Jahre Falsches gelehrt?

„Vor solchen Fragen gibt es kein Entkommen. Es kann nicht sein, daß eine Handlung an einem Tag Sünde ist und am Tag danach die natürlichste Sache. Das ist keine Vertiefung der Glaubenslehre, sondern ihre Leugnung“, so Cascioli.

Die vom Papst gewollte Begegnung mit der Homo-Gruppe läßt nachträglich noch besser begreifen, warum beim Anti-Mißbrauchsgipfel im Februar das Thema Homosexualität gemieden wurde, obwohl mehrere Bischöfe das Problem aufgeworfen haben. Für Cascioli ist damit eines, besser gesagt, alles klar:

„Wenn es noch immer nicht klar ist: Die Homo-Lobby hat das Kommando in der Kirche übernommen.“

Für jene, die zu unschuldig im Denken sind, und für jene, die es nicht wahrhaben wollen, noch zwei Anmerkungen, um besser zu verstehen, was geschieht.

Anmerkung 1

Die englische Homo-Gruppe feierte bei ihrem Rom-Aufenthalt in der Kirche San Bartolomeo all’Isola, das Morgenlob „im Gedenken an die Opfer der Homophobie und der Transphobie“. Die Kirche wird von der Gemeinschaft von Sant’Egidio betreut. In ihr gedenkt die Kirche aber nicht dieser „Opfer“, sondern „der Märtyrer unserer Tage“. Wenn Sie an dieser Stelle stutzen, haben Sie etwas verstanden.

„Ich denke, daß niemand entgehen kann, daß hier ein Versuch im Gange ist, die angeblichen Opfer einer noch angeblicheren Diskriminierung mit den christlichen Märtyrern des 20. Jahrhunderts, die für ihre Liebe zu Jesus Christus getötet wurden, auf eine Stufe zu stellen.“

Hier finde eine ideologisch motivierte Operation statt, um den Ort zu profanieren, der von Papst Johannes Paul II. zum Gedenken an Millionen von Katholiken gedacht war, die durch die Totalitarismen des vorigen Jahrhunderts getötet wurden.

Anmerkung 2

Die Begegnung des Papstes mit der Homo-Gruppe und deren Presseerklärung machte bekannt, daß das Erzbistum Westminister sogar über einen „Pastoralrat der LGBT+ – Katholiken und Katholikinnen“ verfügt. Wahrscheinlich, so Cascioli, handelt es dabei nicht einmal um einen Einzelfall.

„Das heißt: In verschiedenen Diözesen wird nicht mehr die Sprache der Kirche gesprochen, sondern die der Welt. Die Gender-Ideologie ist in vollem Umfang in die Seelsorge eingedrungen.“

In London gibt es an jedem zweiten und vierten Sonntag eine Messe für die LGBT+ in der Farm Street Church, die der Unbefleckten Empfängnis geweiht ist. Die Kirche wurde von Kardinal Nichols ausgesucht. Die Messe zelebrieren Jesuiten.

Beim Weltfamilientreffen im August 2018 fanden erstmals eigene Homo-Programmpunkte statt. Der „Wunsch“ kam ausdrücklich aus Rom. Bei der Jugendsynode im Oktober 2018 fand sich im Vorbereitungsdokument die Homo-Selbstbezeichnung LGBT. Im Schlußdokument fehlte er, weil der Druck der Synodalen so groß war.

„Wie man aber sieht, ist die Wirklichkeit schon viel weiter. Es gibt bereits Bischöfe und Kardinäle, die aus Überzeugung oder Bequemlichkeit sich der neuen Diktatur angepaßt haben und sie der ganzen Kirche aufzwingen wollen.“

Text: Giuseppe Nardi
Bild: lgbt-ca-w (Screenshots)

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8 Kommentare

  1. Gelebte Homosexualität ist und bleibt eine himmelschreiende Sünde. Niemals geht es hier um Liebe, sondern immer nur um das gegenseitige egoistische Benutzen des anderen Körpers unter Zerstörung beider Seelen, weiter um die Zerstörung beteiligter Familien und der Gesellschaft, folgenschweres Ende ist oft der Selbstmord.

  2. Das alles ist die Folge der Protestantisierung der Kirche und die unselige Frucht des Ökumenismus.

    Wie sollen wir umgehen mit der Sünde, wo doch alle Sünder sind?

    Eine gute Antwort gibt Theophan der Klausner in seiner Schrift „Weg der Rettung“:

    „Je öfter dieser Fall [in die Todsünde] sich wiederholt, desto schwächer wird der Ansatz zur Besserung, weil das Herz sich gewissermaßen an das In-die-Sünde-Fallen gewöhnt, und so gehen diese Stürze in das Reich der alltäglichen Ereignisse des Seelenlebens über.“

    Was Theophan hier anspricht, ist die Gefahr einer unmerklich einsetzenden Profanierung der Sünde und des Sündenbewusstseins. Theophan schreibt:

    „Infolge einer solchen Verringerung ist er [der Ansatz zur Besserung] nicht mehr länger, seinem wahren Charakter entsprechend, eine wirkungsvolle Empfindung [im Herzen], sondern er nähert sich immer mehr dem Reich des Denkens. Schließlich bleibt nichts anderes mehr übrig als ein einfacher Gedanke, eine Erinnerung.“

    Theophan beschreibt Schritt für Schritt den Rückzug der Gnade und das schwächer werdende Gewissen, bis hin zur vollständigen Abstumpfung desselben:

    „Dieser Gedanke [zur Umkehr] wird noch einige Zeit mit Übereinstimmung akzeptiert, dann aber nur noch geduldet, obgleich ohne Unbehagen, doch kalt, ohne besondere Aufmerksamkeit.“

    Es folgt eine Art Verkapselung der Sünde im Herzen bis der Teufel das Herz eingenommen hat und es zum Sklaven des sinnlichen Bereichs geworden ist. Diese Herzenshaltung endet im Protest (Protestantismus) gegen Gott und im Verlust der heiligmachenden Gnade.

    Das Schuldbewusstsein wird dabei aus dem Herzen in den Bereich des Denkens abgezogen und das Herz für den Reueschmerz verschlossen. Wir sind jetzt auf der Ebene der Selbstrechtfertigung und der Argumentation, in der sich der Sünder noch für sein Fehlverhaten rechtfertigt. Später kommt es aber noch schlimmer.

    „Danach wird er [der mahnende Gedanke] ermüdend, zu etwas, was man so schnell wie möglich beiseitelegen muss. Dem Sünder missfällt er nicht nur, sondern er hasst ihn, er jagd ihn fort und verfolgt ihn. Damit zusammenhängend verschwindet die Überzeugung, dass es notwendig sei, ein besseres Leben zu führen. Zunächst erscheint es noch wahrscheinlich, dass es wohl notwendig wäre, sich zu ändern. Später wird auch dies von Zweifeln erfasst, die in Form von Fragen über ihre verschiedenen Aspekte erscheinen, und schließlich erscheint sie [die Überzeugung] immer nutzloser und äußerlicher.“

    Der Sünder kommt in Hass zum Wort Gottes und zur Kirche, die ihm die Gebote Gottes vorhält. Er wird wütend, da er das Wort nicht mehr in sich selbst vernehmen kann, sondern von außen vernehmen muss. Das reizt den Teufel der Sinnlichkeit im eigenen Herzen. Der Abfall vom Glauben der Väter wird schließlich perfekt mit der Erklärung des individuellen Gewissensprimates, welches keines Lehramtes, keiner Autorität, keines Gehorsams mehr bedürfe, außer dem Worte Gottes in der heiligen Schrift, dass sich allein nach meinem Gutdünken auslegen lasse. Darum verdreht Luther das ’scriptura‘ der Offenbarung Gottes zum ’sola scriptura‘: die Schrift allein wird zur Quelle der Offenbarung, das Lehramt muss fortfallen. Es wird vom Protestanten keine Autorität mehr geduldet, die über dem Wort Gottes stünde. Kein Papst, kein begnadeter Heilger kann fortan auf die Tradition verweisend zur Umkehr mahnen.

    „Am Ende fällt man die innere Entscheidung, zu ‚leben, wie man mag – es ist in Ordnung, auf diese Weise zu leben. Alles andere bringt nur großen Ärger.‘ An dieser Stelle ist der Mensch in die Tiefen des Bösen und der Sorglosigkeit gefallen, sein Zustand ist nun derselbe, wie bei jemandem, der niemals erweckt worden ist.“

    Luther mauert das Gewissen gleichsam ein und gibt dem Ruf Gottes im Inneren des Herzens den Todesstoß, indem er jeden Kleinsten noch aufkommenden Gewissensbiss, der dazu aufruft, sein Leben doch noch zu ändern, im Keim erstickt und ihn erschlägt durch das Postulat der sogenatten ‚Statuierung des Gaubens‘ oder der ‚Statuierung des Heils‘ (Heilsgewissheit). Die Agenda von Papst Franziskus ist durch das Setzen bestimmter Gesten ebenfalls ein Akt der Statuierung des Heils für den reuelosen Sünder. Darum bewegt sich Franziskus glasklar auf der Linie Luthers. „Wir alle sind Sünder.“ Und das war’s.

    Protestantische Heilsgewissheit besagt: „Egal was du tust; wenn du nur glaubst, dass Jesus dein Retter ist, der für deine Sünden schon im Voraus bezahlt hat, bist du gewiss gerettet. Du selber kannst zu deinem eigenen Heile gar nichts tun. Du musst dich auch nicht ändern oder bessern, schon gar nicht kannst du dich heiligen.“

    Denn der Heilige Geist ist nach Luther niemals im Menschen, sondern durch den geschenkten Glauben um ihn herum. Der Mensch kann in dieser billigen Heilsökonomie nicht einmal die Entscheidung dazu treffen umzukehren, sondern nur sein Leben der Gnade passiv übergeben, eine Gnade, die dann in einer Art Heilsautomatismus unabhängig von den eigenen Werken und dem eigenen Willen rettet. Der Mensch wird bei Luther vollständig passiv von der Gnade des heiligen Geistes ergrfiffen und ist einer Marionette ähnlich Opfer eines grausamen Willkür-Gottes, der zum Heil oder Unheil vorherbestimmt; der segnet oder verdammt. Der liebende Gott im Menschen ist Luther fremd. Allein der Geist Gottes im Menschen zieht, vollbringt die Werke des Heils; aber niemals der Geist im Menschen. Denn der Mensch bleibt bis zu seinem Erdenende von Sünde vollständig verderbt und ist zum Guten aus sich selbst heraus völlig untauglich.

    Theophan gibt diesbezüglich aus orthodox-rechtgläubiger Sicht zu bedenken:

    „Es ist ganz deutlich, dass die Errettung dieses Menschen in großer Gefahr ist. Gottes Gnade ist groß, doch es könnte sein, dass auch sie nicht mehr in der Lage ist, bei einem solchen Menschen etwas zu bewirken. Er ist wie der Ackerboden, der viele Male den fallenden Regen getrunken hat, doch fruchtlos blieb, und so ist er vom Fluch bedroht (Heb 6,8)3.

    Der Protest gegen Gott ist nach Theophan das Ergebnis verweigerter und hinausgeschobener Umkehr. Es kommt dem Häretiker Luther nun darauf an, den Weg zur Umkehr durch die Beichte abzuschneiden. Dies eben macht Luther, wenn er die freie menschliche Schuld und Verantwortlichkeit nicht mehr anerkennt. Er nimmt sich selber heraus aus der Verantwortlichkeit und Sündhaftigkeit, indem er sie Gott selber anlastet. Luther sagt: „Gott sündigt durch den Menschen.“ Dies nutzt er als Mittel, um das Gewissen vollends zum Schweigen zu bringen, um in Zukunft auch ohne Gewissensbisse sündigen zu können.

    Der rechtgläubige Christ sieht in einer solchen Vermessenheit bereits den totalen Glaubensabfall, die Sünde wider den heiligen Geist, die alle Werke der Lasterhaftigkeit nach sich zieht.

    Luther war der Erzhäretiker schlechthin. Nach Prof. Dr. Joesef Seifert formulierte Franziskus jüngst eine „Härseie aller Häresien“, in dem er alle Religionen als gottgewollt bezeichnete. Damit steht er Luther um nichts nach.

    Theophan beschreibt auch die Ursachen für die verunmöglichte Umkehr:

    „Dies ist die Folge, wenn man nicht mit Ausdauer in einem gut ausgerichteten Leben – Seite an Seite mit dem Bedürfnis nach gnadenerfülltem Erwachen – verbleibt. Es sollte sich bei allen, die es benötigen, besonders im Gedächtnis verankern. Wir sollten zwar über die Möglichkeit unserer Bekehrung und Errettung nicht verzweifeln, ganz gleich wie schwach der Ruf zu einem tugenhaften Leben umzukehren auch ist, doch wir sollten stets furchtsam und besorgt an die Schwäche unseres Zustandes denken. Könnten wir schon so tief gesunken sein, dass wir bei der letzten Möglichkeit, eine gnadenvolle Erweckung zu erhalten, angelangt sind? Könnte es sein, dass wir alle Eingänge versperrt haben, so dass die göttliche Gnade, die unablässig unsere Errettung wünscht, keine Wirkung mehr auf uns auszuüben vermag? Ist dies vielleicht das letzte Mal, dass sich die Gnade mit der Absicht nähert, uns zur Besinnung zu rufen und unsere unselige Entwicklung zum Stillstand zu bringen? Somit sollten wir, so schwach ein solcher Ruf auch sein mag, umso schneller von ihm mit aller Standhaftigkeit Gebrauch machen, obgleich dies einen aufmerksamen Blick erfordert, und uns in unserem Vorhaben im vollen Maß der menschlichen Freiheit bestärken. Es ist offenkündig, dass eine solche Verstärkung nichts anderes ist, als sich selbst zu diesem Suchen und zur gesuchten Gnade hin zu öffnen. Wir müssen uns öffnen, denn wir sind durch unsere Stürze im zunehmenden Maße verhärtet und für die Gnade, zunächst in der einen, dann in der anderen Hinsicht, unzugänglich geworden.“

    Für den Gefallenen ist die sofortige Umkehr erforderlich. Denn solange die Sünde noch nicht zur Gewohnheit geworden ist, ist auch noch der Reueschmerz in der geöffneten Seele anwesend. Die Seele ist noch nicht im Nebel der Sorglosigkeit eingehüllt. Darum will sie sogleich umkehren, weiß sie doch, sie hätte sich einmal in den Dienst Gottes tretend, nicht mehr umblicken dürfen zu den Sorgen dieser Welt. „Wer aber die Hand an den Pflug gelegt hat und sich noch umblickt, …“

    Die Irrlehren (Häresien) setzen durch die in der Sünde verhärteten genau hier an, in denen sie Rationalisierungen an die Stelle des reinen Gewissens setzen, die Sünden in der Seele (im Herzen) verschließen und den Menschen samt seinem Bewusstsein ganz ins Fleisch ziehen. Nicht mehr das reine Herz, sondern das fleischlich gewordene Herz dominiert jetzt all unsere Entscheidungen. Faktisch lebt der Mensch fortan in einem Dauerzustand der Depression und verdrängten Verzweiflung, der sich mit ’sorgevoller Sorglosigkeit‘ umschreiben ließe.

    Umso mehr benötigt er Gesten des Zuspruchs, Bilder, Masken, Gruppierungen, Protestaktionen, um von seiner inneren Hölle abzulenken.

    Während er in den Sorgen dieser Welt fest gefangen ist, verleiten ihn die irrlehrenden Stimmen des Protests, die allesamt aus der Welt kommen, zur Sorglosigkeit gegenüber dem Umkehrruf im Gewissen.

    So geht es immer weiter an die Oberfläche, und der ehemals Herzensreine wird zu einem ganz und gar äußerlichen und sinnlichen Menschen der Begierde. Dazu verhilft ihm unsere bewegte Welt sehr leicht.

    Er muss nun fortan das ihn beherrschende Dunkel seiner Seele betäuben durch äußere Eindrücke, Reisen, Erlebnisse, Einkäufe, Genüsse im Essen und im Sexuellen, usw. Und er muss immer reden, reden, reden; durch Worte zudecken, was sich im Gewissen noch regt.

    Allein mit sich zu sein ist ihm die Hölle. Zu diesem Außer-sich-sein ist ihm jedes Mittel der Selbsrechtfertigung recht. Eine für alle verbindliche Morallehre kann er nicht mehr akzeptieren.

    Ich denke, Theophan trifft vor über 100 Jahren sehr gut, was heute mit den Seelen – auch innerhalb der Kirche – geschieht: Ablenkung und Verführung zur Sorglosigkeit gegenüber der Sünde mithilfe des unseligen Geistes des Protestantismus!

  3. Ein sehr detaillierter Artikel.
    Es wird jeden Tag deutlicher daß die Hl. Kirche sich nicht mehr in diesem Lotterhaufen befindet sondern in dem „Heiligen Rest“.
    Gerade das ist eine schwere Verantwortung.
    Ich bete jeden Tag daß die dort treu ihre Pflicht tun und zum Herrn stehen.
    Omnia instaurare in christo

  4. Hallo Herr Bergoglio was machen Sie da ?
    Homosexualität ist eine Sünde und die Ehe Mann und Frau vorbehalten.
    Sie sollten versuchen die Menschen zur Umkehr zu bewegen.
    Sie führen so die Kirche von Gott weg, der ändert sich wegen Ihnen nicht.
    Oder stehen Sie über Gott ?

  5. Der Diktator Bergoglio hat geschafft in sechs Jahren die Kirche zu zerstören. Abschaffung der Sünde, Veränderung des Evangeliums, falscher Demut und Barmherzigkeit haben ihm sehr viele Anhänger der Welt gebracht. Für Umkehr und Mission hat er nichts getan. Nur die Verwirrung unter den Katholiken und für die Modernisten freien Lauf. Es ist sehr traurig, dass die Freimaurer so große Macht in der Kirche haben und durch den Verrat in den Abgrund gehen.

  6. Wenn ein Papst unter ein häretisches, ja apostatisches Dokument wie die Erklärung von Abu Dhabi seine Unterschrift setzt mit dem Papstnamen, so ist dieses zunächst materielle Häresie, materielle Apostasie. Man muß ihm beweisen, daß er dieses Dokument in vollem Bewußtsein gegen die Tradition der Kirche und der Heiligen Schrift in Kraft gesetzt hat. Das ist aber nicht der Fall, da eine entsprechende Formulierung fehlt. Dieses ist der Beweis für den gelebten Marxismus,den dieser Papst lebt!

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