Das „Haus des Einen“ – In Berlin entsteht der Freimaurertempel der Zukunft

Rot-rot-grüner Senat schenkt den Baugrund

House of One, der freimaurerische Tempel der Zukunft der „einen Weltreligion“.
House of One, der freimaurerische Tempel der Zukunft der „einen Weltreligion“.

(Ber­lin) Wäh­rend der Bevöl­ke­rungs­um­bau rasant an Tem­po gewon­nen hat, schrei­tet auch die Schaf­fung des ideo­lo­gi­schen Unter­baus in regen Sprün­gen vor­an. Der rot-rot-grü­ne Senat der Stadt Ber­lin faß­te den Beschluß, das Bau­grund­stück für das Hou­se of One für nur einen Euro Erb­bau­zins zur Ver­fü­gung zu stel­len. Die sym­bo­li­sche Erb­pacht unter­streicht die staat­li­che För­de­rung für das „Haus für drei Reli­gio­nen“, das im Her­zen von Ber­lin nach der Idee von Les­sings Frei­mau­rer­pa­ra­bel „Nathan der Wei­se“ ent­ste­hen soll. Damit beginn eine neue Etap­pe, um den Traum der Gno­sis von der einen Welt­re­li­gi­on Wirk­lich­keit wer­den zu las­sen.

Das Gebäu­de mit dem eng­li­schen Namen, auch das ist Pro­gramm, soll ein „inter­re­li­giö­ses Bet- und Lehr­haus“ wer­den. Die eng­li­sche Bezeich­nung soll deut­schen Ohren aber auch ver­schlei­ern, wor­um es genau geht. Wört­lich bedeu­tet sie näm­lich das „Haus des Einen“. Das Pro­jekt ver­folgt die Idee, die soge­nann­ten „abra­ha­mi­ti­schen Reli­gio­nen“, das Chri­sten­tum, das Juden­tum und den Islam, in einem „gemein­sa­men Raum“ zusam­men­zu­füh­ren. Anders aus­ge­drückt: Es soll mit Hil­fe des Staa­tes zusam­men­ge­zwun­gen wer­den, was nicht zusam­men­ge­hört.

Die Idee dazu liegt schon eini­ge Jah­re zurück.

Das „Haus des Einen“ – der Traum der Gnosis
Das „Haus des Einen“ – der Traum der Gno­sis

Die Baugeschichte

Nach der Wen­de bekam die pro­te­stan­ti­sche Sankt-Petri-Gemein­de auf der Spree­insel den Grund zurück, auf der die um 1150 ent­stan­de­ne, einst katho­li­sche Petri­kir­che stand. Sie war in der Refor­ma­ti­on von den Pro­te­stan­ten pro­fa­niert und über­nom­men wor­den. Am Ende des Zwei­ten Welt­krie­ges wur­de sie bei der Erobe­rung der Stadt durch die Rote Armee zer­stört und 1960 vom SED-Regime abge­tra­gen, weil sie die „sozia­li­sti­sche Stadt­ent­wick­lung“ stör­te. 1964 war der letz­te Rest besei­tigt.

Die pro­te­stan­ti­sche Gemein­de wuß­te nach der Wen­de aber nicht mehr, was sie damit anfan­gen soll­te. Einen Wie­der­auf­bau der Petri­kir­che woll­te man jeden­falls nicht. Ab 2007 erfolg­ten vom Denk­mal­amt archäo­lo­gi­sche Aus­gra­bun­gen, da es sich beim Petri­platz um den älte­sten Teil Ber­lins han­delt. Neben den Fun­da­men­ten der fünf Kir­chen, die im Lau­fe von 750 Jah­ren hier über­ein­an­der errich­tet wur­den, wur­den auch an die 3.000 Grä­ber gesi­chert und die sterb­li­chen Über­re­ste, die älte­sten aus der Mit­te des 12. Jahr­hun­derts, umge­bet­tet. Das damals rot-rot regier­te Ber­lin, Eigen­tü­me­rin angren­zen­der Grund­stücke, ent­wickel­te eige­ne Bebau­ungs­plä­ne. Dar­in war eine Kir­che nicht vor­ge­se­hen.

So ent­stand 2009 aus der pro­te­stan­ti­schen Kir­chen­ge­mein­de her­aus die „fort­schritt­li­che“ Idee, „etwas welt­weit Ein­ma­li­ges“ zu schaf­fen: Ein Haus, das Raum für Juden, Chri­sten und Mus­li­me bie­tet, die durch ein gro­ßes „Lehr­haus“ mit­ein­an­der ver­bun­den sind. Die Rede ist von einem „Sakral­bau“ der drei Reli­gio­nen, was bereits begriff­li­che Ver­wir­rung erken­nen läßt. Im Juden­tum war nur der Tem­pel von Jeru­sa­lem ein Sakral­bau. Der Islam kennt der­glei­chen gar nicht. Selbst ein pro­te­stan­ti­sches Got­tes­haus, wie es im Hou­se of One ent­ste­hen soll, ist nicht mit dem Sakral­ver­ständ­nis der katho­li­schen Kir­che zu ver­glei­chen. Das Pres­by­te­ri­um der katho­li­schen Kir­che ist hei­li­ger Boden, da Gott selbst im Aller­hei­lig­sten gegen­wär­tig ist.

Für das neue Pro­jekt zeig­te sich auch die Stadt­re­gie­rung offen, da zur Rea­li­sie­rung die Zusam­men­le­gung der Grund­stücke zu einem grö­ße­ren Bau­are­al not­wen­dig wur­de.

Vom Staat gewollt

Kul­tur­se­na­tor Klaus Lede­rer, ein Ver­tre­ter der radi­ka­len Lin­ken (Die Lin­ke ist die Nach­fol­ge­par­tei der ehe­ma­li­gen DDR-Staats­par­tei SED), begrün­de­te die groß­zü­gi­ge De-fac­to-Schen­kung des Bau­grund­stückes mit der „gro­ßen Bedeu­tung des Hou­se of One“. Deutsch­land will, so die Absicht, „welt­wei­tes Vor­bild für Tole­ranz, Offen­heit, erfolg­rei­chen Dia­log und kon­struk­ti­ves Mit­ein­an­der der Reli­gio­nen in einer plu­ra­len Stadt“ sein. Ber­lin soll, geht es nach dem Stadt­se­nat aus SPD, Die Lin­ke und Grü­nen, zur Haupt­stadt des Mul­ti­kul­tu­ra­lis­mus wer­den.

Das Projekt, in der Mitte der zentrale Kuppelbau
Das Pro­jekt: in der Mit­te der zen­tra­le Kup­pel­bau

Daß das Pro­jekt von oben gewollt ist, wird nicht nur am sym­bo­li­schen Erb­bau­zins deut­lich. Ber­lins Regie­ren­der Bür­ger­mei­ster Micha­el Mül­ler (SPD) wird Vor­sit­zen­der des Kura­to­ri­ums der Stif­tung Hou­se of One. Auch an den Bau- und Unter­halts­ko­sten betei­ligt sich die öffent­li­che Hand groß­zü­gig. Die Kosten für die Errich­tung des syn­kre­ti­sti­schen Tem­pels wer­den laut Pro­jekt mit 43,5 Mil­lio­nen Euro bezif­fert. Je zehn Mil­lio­nen Euro wur­den bereits vom Bund und vom Land Ber­lin bewil­ligt. Der Bun­des­tag gab am 23. Novem­ber 2018 grü­nes Licht mit dem Beschluß des Haus­halts­ge­set­zes. 9,2 Mil­lio­nen Euro sei­en bereits als Spen­den ein­ge­gan­gen. Die Namen der Groß­spen­der und die gespen­de­ten Sum­men wären auf­schluß­reich. Wenn die zehn Mil­lio­nen erreicht sind, geht es los. Der Grund­stein­le­gung, die für den 14. April 2020 geplant ist, steht damit nichts mehr im Wege.

Lessings Freimaurerparabel

Der Tag, es ist der Diens­tag nach Ostern, ist nicht zufäl­lig gewählt. Am 14. April 1783 wur­de Les­sings Schau­spiel „Nathan der Wei­se“ in Ber­lin urauf­ge­führt. Der Dich­ter war damals bereits zwei Jah­re tot, sein Geist lebt aber fort, wie das Pro­jekt zeigt. Trä­ger sei­nes Erbes war die Frei­mau­re­rei, deren Den­ken inzwi­schen in immer neue Krei­se ein­dringt.

Pastor, Rab­bi und Imam: Will­fäh­ri­ge Hel­fer ande­rer Kräf­te?

Les­sing gilt als der bedeu­tend­ste deut­sche Dich­ter der Auf­klä­rung. Die­se Ver­eh­rung hat er sei­ner Mit­glied­schaft in der Loge zu ver­dan­ken, deren Zie­le er hoch­schätz­te. Er wur­de zwar erst 1771 in Ham­burg in die Loge Zu den drei Rosen initi­iert und gleich zum Mei­ster erho­ben, war aber von Jugend an von der Frei­mau­re­rei fas­zi­niert, wie das Gedicht „Das Geheim­nis“ des 24-Jäh­ri­gen belegt. In drei Wer­ken hin­ter­ließ er, was die Frei­mau­re­rei als „Denk­mä­ler frei­mau­re­ri­schen Gei­stes“ rühmt. Dazu gehört das Dra­ma „Nathan der Wei­se“. Ganz der anti­christ­li­chen Stoß­rich­tung der Auf­klä­rung ver­haf­tet, zeich­net er den isla­mi­schen Sul­tan und den jüdi­schen Kauf­mann als libe­ral, wei­se und men­schen­freund­lich, den katho­li­schen Patri­ar­chen von Jeru­sa­lem hin­ge­gen als fin­ste­ren Fana­ti­ker.

Les­sings Frei­mau­rer­ge­sprä­che gel­ten in den Logen als das „klas­si­sche Grün­dungs­do­ku­ment des moder­nen Frei­mau­rer­tums“ (Frei­mau­rer-Lexi­kon). Georg Chri­stoph Lich­ten­berg, ein Zeit­ge­nos­se Les­sings und Sohn eines pro­te­stan­ti­schen Pastors, mein­te gar in einem für katho­li­sche Ohren blas­phe­mi­schen Duk­tus: „Wenn Les­sings Dar­stel­lung stimmt, ist es eine Sün­de, kein Frei­mau­rer zu sein“.

Meh­re­re Logen wur­den nach Les­sing benannt, dar­un­ter die 1920 gegrün­de­te Groß­lo­ge Les­sing zu den drei Rin­gen in der Tsche­cho­slo­wa­kei. Der Logen­na­me ist eine Anspie­lung auf „Nathan den Wei­sen“, womit wir wie­der beim Hou­se of One wären, das in Ber­lin auf den Fun­da­men­ten einer einst katho­li­schen, dann pro­te­stan­ti­sier­ten Kir­che ent­ste­hen soll, die von den Kom­mu­ni­sten gesprengt wur­de. Die Gebäu­de­ge­schich­te bis zu Nathans „Tem­pel der Reli­gio­nen“ gibt in gro­ben Zügen anschau­lich zen­tra­le Etap­pen von Ent­wick­lung und Nie­der­gang des Abend­lan­des wie­der.

„Lessings Ringparabel wird Architektur“
„Les­sings Ring­pa­ra­bel wird Archi­tek­tur“

Mar­co Tosat­ti schrieb im Janu­ar 2018, das eigent­li­che Ziel sei die Besei­ti­gung der katho­li­schen Kir­che, deren Dog­men der dog­men­lo­sen Super­re­li­gi­on im Wege ste­hen. Es wer­de von man­chen behaup­tet, so Tosat­ti, daß es eine gehei­me UNO-Agen­tur namens United Reli­gi­ons Orga­ni­sa­ti­on (URO) gebe. Ihre Auf­ga­be sei es Über­zeu­gungs­ar­beit zu lei­sten, auch finan­zi­el­le, daß sich die reli­giö­sen Bekennt­nis­se in der glo­ba­len Welt mit Hil­fe des öku­me­ni­schen und inter­re­li­giö­sen Dia­logs homo­ge­ni­sie­ren müß­ten, weil die Tole­ranz und die reli­giö­se Ein­heit das wah­re, anzu­stre­ben­de Wohl, alles ande­re aber ein die Ein­heit gefähr­den­der „Son­der­weg“ sei, der Unru­he und Unfrie­den stif­te. Auf die­sem Weg sei Schritt für Schritt eine „wis­sen­schaft­li­che Reli­gi­on“ als neue Staats­re­li­gi­on zu eta­blie­ren.

Zur Exi­stenz die­ser Geheim­agen­tur kann man­gels Bewei­sen nichts gesagt wer­den. Die Inten­ti­on und Stoß­rich­tung einer im Westen obrig­keit­lich gewoll­ten syn­kre­ti­sti­schen Homo­ge­ni­sie­rung der Reli­gio­nen, die, ihrer über­na­tür­li­chen Dimen­si­on ent­klei­det, zu einem reli­gi­ös ver­bräm­ten Arm des Staa­tes wer­den sol­len, ist auf viel­fäl­ti­ge Wei­se erkenn­bar. Auch dar­in spie­gelt sich das Den­ken der Auf­klä­rung wider.

Begeisterung in Rom

Das Ber­li­ner Pro­jekt scheint, obwohl die katho­li­sche Kir­che nicht dar­an betei­ligt ist, den Geschmack des der­zei­ti­gen Inha­bers der Cathe­dra Petri zu tref­fen. Am 30. Janu­ar 2018 berich­te­te der Osser­va­to­re Roma­no, die Tages­zei­tung des Pap­stes, aus­führ­lich und ohne jede kri­ti­sche Distanz über das „Haus für drei Reli­gio­nen“.

Der Vati­ka­nist Mar­co Tosat­ti sprach von einem „Bericht mit syn­kre­ti­sti­schem Bei­geschmack über ein Pro­jekt mit syn­kre­ti­sti­schem Bei­geschmack“. Der Osser­va­to­re Roma­no lob­te das Hou­se of One als „inno­va­ti­ves Pro­jekt“ und begei­ster­te sich an der Idee eines „gemein­sa­mes Rau­mes für die drei gro­ßen mono­the­isti­schen Reli­gio­nen“. Nicht min­der eupho­risch zeig­te sich die Tages­zei­tung des katho­li­schen Kir­chen­ober­haup­tes über Ber­lin als Expe­ri­men­tier­feld von Mul­ti­kul­tu­ra­lis­mus und Mul­ti­re­li­gio­si­tät:

„Der gewähl­te Platz ist der Petri­platz im mit­tel­al­ter­li­chen Teil von Ber­lin, einer Stadt, die in der jüng­sten Geschich­te die Zei­chen der Spal­tung trug, und die heu­te aber fast zu einem euro­päi­schen Sym­bol des Mul­ti­kul­tu­ra­lis­mus gewor­den ist, mit der Prä­senz von 250 ver­schie­de­nen reli­giö­sen Gemein­schaf­ten.“

Das Hou­se of One wird sinn­fäl­lig und wohl auch sym­bo­lisch auf den Fun­da­men­ten, also den Rui­nen, der ein­sti­gen katho­li­schen Petri­kir­che errich­tet wer­den, die sicht­bar und zugäng­lich gemacht wer­den sol­len. Das eigent­li­che Gebäu­de dar­über umfaßt in getrenn­ten Räum­lich­kei­ten eine pro­te­stan­ti­sche Kir­che, eine Syn­ago­ge und eine Moschee. Über­wölbt wer­den sie jedoch von einem gemein­sa­men „Lehr­haus“ mit Kup­pel, wenn­gleich die­se außen nicht sicht­bar ist (sie­he Ent­wurf). Die­ser alle drei Reli­gio­nen über­ra­gen­de Zen­tral­bau scheint der zen­tra­le Tem­pel der Zukunft zu sein, der die Reli­gio­nen zusam­men­führt und über­win­det. Im zen­tra­len Rund­bau mit Kup­pel „wird Les­sings Ring­pa­ra­bel Archi­tek­tur“, wie die Frank­fur­ter All­ge­mei­ne bereits 2012 mein­te.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Youtube/Osservatore Romano/Wikicommons/House of One (Screen­shots)

5 Kommentare

  1. Das ist der frei­mau­re­ri­sche Tem­pel der „Eine-Welt-Reli­gi­on“ Satans.
    Es gibt kei­ne drei abra­ha­mi­ti­schen Reli­gio­nen.
    Es gibt die eine wah­re von Chri­stus selbst gegrün­de­te Reli­gi­on, die römisch-katho­li­sche Kir­che mit ihren Sakra­men­ten und Dog­men, in ihr sol­len die Men­schen leben als wah­re Reben an dem leben­di­gen Wein­stock, der Chri­stus sel­ber ist, denn nur so kann man in Ewig­keit leben. Die­se eine wah­re Kir­che ist auf dem Fel­sen Petri gebaut. Auf dem Fel­sen, weder auf den Rui­nen der Petri-Kir­che, noch auf dem heu­ti­gen schwan­ken­den, selbst­zer­stö­re­ri­schen Fake „Wackel­pud­ding Petri“.
    Dann gibt es das heu­ti­ge Juden­tum, ein Neben­ein­an­der von ortho­do­xen Juden, die auch heu­te noch Chri­stus nicht als ihren Mes­si­as anbe­ten, die nicht vom Alten Bund in den Neu­en Bund woll­ten und heu­te eben­so wie di9e ver­schie­de­nen evan­ge­li­schen Gemein­schaf­ten nicht die Gna­de erhal­ten haben, die Wahr­heit, die Chri­stus selbst ist, zu erken­nen oder die ein­fach kin­disch ver­stockt sind, dann gibt es die säku­la­ren Juden die nicht reli­gi­ös sind und ein­fach nur dem Volk der Juden zuge­hö­ren, wei­ter gibt es die Zio­ni­sten, die eben­falls nur dem Volk der Juden ange­hö­ren, zudem aber durch­aus auch unfried­lich die Welt­herr­schaft anstre­ben.

    Dann gibt es ver­schie­den­ste evan­ge­li­sche Gemein­schaf­ten, die viel von der einen wah­ren Reli­gi­on, die den Men­schen zwangs­wei­se von ihren Herr­schern auf­ok­troiert wur­de, ver­lo­ren haben. Lei­der wol­len sie es bis heu­te nicht wie­der­fin­den, son­dern fei­ern noch Mar­tin Luther — ich kann nicht ver­ste­hen, wie man einem Men­schen, der so gelebt hat, wie er gelebt hat auch nur zuhö­ren, geschwei­ge denn nach­fol­gen kann.

    Dann gibt es den Moham­me­da­nis­mus, ein Kunst­pro­dukt, anzie­hend beson­ders für Men­schen, die es gut fin­den, Skla­ven hal­ten zu kön­nen, Gewalt aus­üben zu kön­nen, Frau­en Ehre-mor­den zu kön­nen, ver­ge­wal­ti­gen zu kön­nen, als Mann mög­lichst wenig arbei­ten zu müs­sen, Raub­zü­ge zu bege­hen, ande­re für sich arbei­ten zu las­sen, Bil­dung ableh­nen, und denun­zi­an­to­risch zu kon­trol­lie­ren, dass alle in dem­sel­ben gei­sti­gen Gefäng­nis blei­ben, das man ihnen aner­zo­gen hat, ande­ren­falls sie umzu­brin­gen.

    Ich kann nur hof­fen, dass sich die heu­te weni­gen wah­ren katho­li­schen Hir­ten die­sen Tem­pel als das benen­nen, was er ist, — ein Frei­mau­rer­tem­pel, ihn ableh­nen, davor war­nen und sich sehr fern hal­ten.

    • Sicher wird man ihn nicht ableh­nen, son­dern begei­stert hin­pil­gern.

      Sehe es schon vor mir: Schu­len wer­den den Besuch dort für obli­ga­to­risch erklä­ren und ihre Schul­klas­sen hin­füh­ren.

      So wie Reli­gi­ons­un­ter­richt heu­te gestal­tet ist, wird die­ser Tem­pel dann als ‚Tem­pel der Ver­nunft‘ des Wie­der­erwach­ten Huma­nis­mus erklärt wer­den.

      Die­ser ‚Tem­pel Satans‘ soll die Bar­ba­rei beson­ders der christ­li­chen Reli­gi­on dar­stel­len und sie als über­wun­den erklä­ren.

      Es gibt alsu nur eine Ret­tung für den Men­schen (so das Postu­lat):

      1) Den Isalm zu benut­zen, um Chri­stus zu einem guten Men­schen her­un­ter­zu­stu­fen. Denn allein Allah ist Gott.
      2) Das Chri­sten­tum zu benut­zen, um den Isalm ‚mensch­li­cher‘ zu machen.
      3) Den Pro­te­stan­tis­mus über den Katho­li­zis­mus zu stel­len und beson­ders Luther her­aus­stel­len, um die Mensch­lich­keit Jesu zum Huma­nis­mus der Frei­mau­rer hin­zie­hen zu kön­nen.
      4) Den Bud­d­hus­mus zu neh­men, um den Got­tes­be­griff über­haupt zu leug­nen und sich sel­ber auf die Stu­fe mit Gott und sei­nem Sohn Jesus Chri­stus zu stel­len.

      5) Spu­ren vom Bud­dhis­mus zur Kabal­la des Juden­tums zu legen, um Luzi­fer als wah­ren Gott und Befrei­er der Mensch­heit aus­zu­ru­fen.

      Per­fekt ist das neue Pan­the­on, in dem nur ‚Licht und Lie­be‘ herr­schen.

      Schließ­lich soll­te für jeden was dabei sein, wenn das Waren­an­ge­bot nur groß genug ist.

      Die Frei­mau­rer­sek­te und ihre Vasal­len, unse­re Poli­ti­ker, wirds freu­en. Denn im Namen der Tole­ranz lässt sich so ziem­lich jede Gebots­über­tre­tung der katho­li­schen Reli­gi­on recht­fer­ti­gen.

      Die­ser Tem­pe ist her­vor­ra­gend dazu geeig­net, Mul­ti­kul­ti zu för­dern, die eige­ne Reli­gi­on abzu­wer­ten und sich als Volk und Nati­on sel­ber in Fra­ge zu stel­len.

      Lern­ziel erreicht.

  2. Ja, hat­ten sich da nicht (sie­he katholisches.info am 4. Sep­tem­ber 2014) Papst Fran­zis­kus und Shi­mon Peres über eine UNO der Reli­gio­nen unter­hal­ten? Der Vor­schlag ver­sand­te­te schein­bar, nichts mehr zu hören seit­dem. Ob es eine „URO“ gibt? Wer weiß das schon, bzw. wer will das wis­sen? Unse­re Medi­en sicher­lich nicht. Was man mit Sicher­heit sagen kann, ist, dass das Pro­jekt „United Reli­gi­ons“ glo­bal der­art koor­di­niert, pro­fes­sio­nell und flä­chen­deckend umge­setzt wird, wie es eine „URO“ auch nicht bes­ser machen könn­te.

    Gleich­wohl spre­che ich mit vie­len hoch­in­tel­li­gen­ten, gut infor­mier­ten und kri­ti­schen Men­schen, wel­che allen Ern­stes davon über­zeugt sind, es gebe weder einen Master­plan noch unsicht­ba­re, len­ken­de Hän­de im Hin­ter­grund. Das gegen­wär­ti­ge Gesche­hen sei viel­mehr das Zufalls­pro­dukt ver­schie­de­ner, oft neben‑, auch mit‑, aber meist gegen­ein­an­der arbei­ten­der Strö­mun­gen, wobei auch über­for­der­te Poli­ti­ker und links­la­sti­ge Jour­na­li­sten bei­tru­gen — Kri­tik dar­an sei wich­tig, dürf­te aber nicht in dubio­se „Ver­schwö­rungs­theo­rien“ aus­ar­ten. „Nor­ma­le“ Gläu­bi­ge bekom­men eigent­lich gar nichts mehr mit, weder die sonn­täg­li­chen links­au­ßen Für­bit­ten von Pro Asyl oder Green­peace oder die zuneh­men­de Pro­te­stan­ti­sie­rung kirch­li­cher Struk­tu­ren. Sie schimp­fen fol­gen­los vor sich hin und war­ten auf den ret­ten­den Bischof, der für sie alles umkrem­pelt – wie in den Robin-Hood-Fil­men der 50er Jah­re, wo das Volk auf „unse­ren guten König Richard“ war­te­te, der vom Kreuz­zug kam…

    Übri­gens, viel­leicht ist das omi­nö­se „Hou­se of one“ ja gar nicht das „Haus der einen Reli­gi­on“, son­dern das „Haus des Einen“? Und wer die­ser „eine“ ist, der damit gemeint ist und der nach dem gro­ßen Abfall kom­men wird, wird in Zukunft wohl immer deut­li­cher wer­den.

  3. Die gro­ße Täu­schung beginnt immer wie­der mit dem Begriff der drei „abra­ha­mi­ti­schen Reli­gio­nen“. und zwar so als sei­en sie vor Gott gleich­wer­tig. Dabei gibt es nur einen Heils­weg, das ist der christ­li­che. Der Heils­weg des alten Bun­des ende­te mit der Ver­ur­tei­lung Jesu durch Pila­tus, als die Juden schrie­en „Wir haben kei­nen König, außer dem Kai­ser“. Obgleich dies vie­len nicht bewusst ist, muss die­se Aus­sa­ge als die Auf­kün­di­gung des jüdi­schen Bun­des und damit des Heils­we­ges mit Gott ver­stan­den wer­den. Die tota­le Aner­ken­nung des Kai­sers beinhal­te­te nicht nur die Aner­ken­nung der welt­li­chen Macht, son­dern auch die römi­sche Divi­ni­fi­zie­rung des Kai­sers als Teil der römi­schen Göt­ter­welt. Mit dem Tod und der Auf­er­ste­hung Chri­sti begann der neue und end­gül­ti­ge Heils­weg des Soh­nes des leben­gen Got­tes. Das Haus der soge­nann­ten drei Reli­gio­nen ist aus die­sen Grün­den kein Bau Got­tes, son­dern ein Werk des anti­christ­li­chen Gei­stes. Hier schei­den sich die Gei­ster.

  4. Gedan­ken­split­ter zum Arti­kel:

    Sehr sym­bol­träch­tig:

    „Das Hou­se of One wird sinn­fäl­lig und wohl auch sym­bo­lisch auf den Fun­da­men­ten, also den Rui­nen, der ein­sti­gen katho­li­schen Petri­kir­che errich­tet wer­den, die sicht­bar und zugäng­lich gemacht wer­den sol­len.“

    Ver­such der Dome­sti­zie­rung der katho­li­schen Reli­gi­on:

    „Mar­co Tosat­ti schrieb im Janu­ar 2018, das eigent­li­che Ziel sei die Besei­ti­gung der katho­li­schen Kir­che, deren Dog­men der dog­men­lo­sen Super­re­li­gi­on im Wege ste­hen.“

    Inhä­ren­tes Cre­do: Der Islam wird gewalt­frei, wenn Jesus Chri­stus als Sohn Got­tes ver­leug­net wer­den wird. Dann ist das Wesen des Anti­christ nicht mehr das des offe­nen Kamp­fes gegen des Sohn, son­dern der ver­deck­te Kampf ls Vater der Lüge aller — und zwar gegen alle Men­schen.

    Das Pro­blem: Juden­tum und Chri­sten­tum sind Offen­ba­rungs­re­li­gio­nen Got­tes, wäh­rend der Islam eine Offen­ba­rungs­re­li­gi­on Luzi­fers ist.

    Dann ist im Grun­de eine gan­ze Kir­che bereits in der human­si­tisch-gei­sti­gen Ver­fasst­heit eines Kar­di­nal Marx ange­kom­men, der auf dem Tem­pel­berg sein Kreuz ableg­te. Dann beken­nen wir die Frei­mau­re­rei als ein­zig wah­re Reli­gi­on, gemäß den Wor­ten Lich­ten­bergs:

    „Wenn Les­sings Dar­stel­lung stimmt, ist es eine Sün­de, kein Frei­mau­rer zu sein“.

    Bei allem Hin- und Her geht es doch nur um die eine Fra­ge: War Jesus Chri­stus nicht Sohn Got­tes?

    Und im Umkehr­schluss: Sind wir nicht sel­ber Söh­ne Got­tes, wenn wir uns befrei­en von jeder Exklu­si­vi­tät, von jedem Anspruch eines Dog­mas oder eines Lehr­amts?

    Alles ist vor­be­rei­tet.

    Reli­gi­on wird dann wie in den chi­ne­si­schen und sowje­ti­schen ‚Kul­tur­re­li­gio­nen‘ nur noch als Folk­lo­re zuge­las­sen.

    Kir­chen wer­den zer­stört wer­den.

    Wer abwei­chen­des Ver­hal­ten zeigt, z.B. Christ ist und stu­die­ren möch­te, wird dies nicht mehr kön­nen. In Chi­na ist dies bereits Rea­li­tät.

    Wir brau­chen dann folg­lich auch eine neue Bibel­über­set­zung, wie sie jetzt in Chi­na ange­fer­tigt wird, so dass die Bot­schaft Jesu system­kom­pa­ti­bel wird.

    Dann haben wir eine neue Ein­heits­über­set­zung.

    Nun müss­te man noch Bibel und Koran inner­halb eines neu­en Schrif­ten­ka­nons zusam­men­le­gen. Stel­len, wo die Gott­heit Jesu sicht­bar wird, wer­den gestri­chen oder durch das Sie­gel des Koran umin­ter­pre­tiert.

    Die Päp­ste Joh. P. II. und Franz. I. haben den Koran ja bereits geküsst.

    Eine gemein­sa­me Schrif­ten­kom­mis­si­on wird sicher­lich im Vati­kan ein­ge­rich­tet wer­den kön­nen. Auf einem gemein­sa­men ‚öku­me­ni­schen‘ Kon­zil wer­den Islam­ge­lehr­te aus Mek­ka zuge­gen sein, die noch ein­mal die Inten­ti­on Moham­meds offen legen:

    Neu­es und altes Testa­ment sind eine Fäl­schung. Der Koran ist die ein­zig rich­ti­ge Reli­gi­on.

    Zwar gesche­hen die­se Din­ge so nicht wirk­lich, aber ähn­li­che sym­bol­träch­tig Hand­lun­gen, Begeg­nun­gen und Gesten wur­den gesetzt, die das Chri­sten­tum als Offen­ba­rungs­re­li­gi­on der Gott­heit Chri­sti im öffent­li­chen Bewusst­sein immer mehr in Fra­ge stel­len und erset­zen durch einen Huma­nis­mus der ent­we­der lax oder fun­da­men­ta­li­stisch ist (Islam vs. pro­te­stan­ti­sier­ter Katho­li­zis­mus) und am Ende auf demo­kra­ti­scher Ebe­ne zugun­sten eines fun­da­men­ta­li­sti­schen Islams (also des Isalms an sich) ent­schie­den wird. Die demo­gra­phi­sche Wen­de zeigt ganz klar in die­se Rich­tung.

    Die Halb­blut-Frei­mau­rer wer­den dem Islam unter­le­gen sein, da Luzi­fer selbst den Islam nut­zen wird, so dass die Revo­lu­ti­on ein­mal mehr ihre eige­nen Kin­der fres­sen wird.

    Das Blut­ver­gie­ßen wird unge­ahn­te Aus­ma­ße anneh­men.

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