„Geheiligt werde dein Name!“ – Ausdruck des Staunens über die Schönheit und Größe Gottes

Papst Franziskus Mittwochskatechese
Papst Franziskus, Mittwochskatechese

Lie­be Brü­der und Schwe­stern,

bei unse­rer Kate­che­sen­rei­he über das Vater­un­ser kom­men wir nun zu den sie­ben Bit­ten, die die­ses Gebet ent­hält. Die­se kön­nen in zwei Grup­pen auf­ge­teilt wer­den: Die ersten drei Bit­ten stel­len das „Du“ von Gott Vater in den Mit­tel­punkt; die wei­te­ren vier sind auf das „Wir“ und unse­re mensch­li­chen Bedürf­nis­se aus­ge­rich­tet.

Hier­in liegt der Kern jedes christ­li­chen Gebets, das einer­seits immer aus der Betrach­tung Got­tes und sei­nes unend­li­chen Geheim­nis­ses besteht, ande­rer­seits aus der auf­rich­ti­gen Bit­te um alles, was wir zum Leben brau­chen. In der ersten Vater­un­ser­bit­te – „Gehei­ligt wer­de dein Name!“ – kommt das Stau­nen über die Schön­heit und Grö­ße Got­tes zum Aus­druck und zugleich die Sehn­sucht, dass alle Men­schen den Vater so, wie er in Wahr­heit ist, erken­nen und lie­ben. Gott hei­ligt uns durch sei­ne Lie­be, aber auch wir machen Got­tes Hei­lig­keit durch unser christ­li­ches Lebens­zeug­nis in der Welt sicht­bar. In Chri­stus ist der hei­li­ge Gott Mensch gewor­den und durch ihn ver­brei­tet sich die Hei­lig­keit in der Welt. Je mehr Raum wir durch Chri­stus für die Hei­lig­keit Got­tes schaf­fen, desto mehr wird das Böse in der Welt zurück­ge­drängt und kann ihr kei­nen Scha­den mehr zufü­gen.

Sehr herz­lich grü­ße ich die Pil­ger deut­scher Spra­che, ins­be­son­de­re die Grup­pe der Behin­der­ten­seel­sor­ge im Bis­tum Mainz. Als Hei­li­ge wird man nicht gebo­ren. Die Hei­lig­keit ist ein Geschenk Jesu. Im Vater­un­ser bit­ten wir den Herrn um eine grö­ße­re Aus­brei­tung der Hei­lig­keit in uns und in der Welt. Der Hei­li­ge Geist beglei­te euch auf eurem Weg zur Hei­lig­keit.

Bild: Vatican.va