Islamisierung und Türkisierung der Niederlande

Die erste, erfolgreiche islamische Partei Europas












Islamisierung der Niederlande
Islamisierung der Niederlande: erste islamische Partei im Parlament.

(Den Haag) Die Islamisierung der Niederlande schreitet voran. Der über die großzügige Einwanderungspolitik importierte Islam stammt aus verschiedenen Regionen. Eine davon ist die Türkei. Erdogan ist bemüht, den Islam auszubreiten und steht hinter den Moscheen, die das Rekrutierungsfeld der islamischen Partei DENK bildet.

Große Attentate konnten zuletzt in den Niederlanden rechtzeitig verhindert werden. Die Alarmstufe der Antiterroreinheiten ist jedoch konstant hoch. Ende September wurden sieben Verdächtige verhaftet, die mit automatischen Schußwaffen und Sprengsätzen ein Attentat ausführen wollten. Im August hatte ein Afghane zwei US-Amerikaner am Bahnhof von Amsterdam mit dem Messer angegriffen. Niederländische Behördenvertreter erklären sich die Vorfälle damit, daß Muslime der Meinung sind, „der Prophet Mohammed, der Koran, der Islam und Allah werden in den Niederlanden ständig beleidigt“.

Die Aussage zeigt das ganze Dilemma der „offenen Grenzen“und einer zweifelhaften Integrationspolitik.

Der niederländische Sicherheits- und Antiterror-Koordinator erklärte jüngst, daß „die Dimension der Dschihad-Bewegung in den Niederlanden Grund zur Sorge“ sei. Diese Bewegung habe seit 2013 ein starkes Wachstum erlebt. Sie gebe „dem Westen“ die Schuld am Zusammenbruch des „Kalifats“, das von der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) im Irak und in Syrien errichtet wurde. Der „Kampf für den Islam“, für den bisher Kämpfer unter den Muslimen in Europa rekrutiert wurden, sei inzwischen in Syrien nicht mehr möglich. Die Sicherheitsbehörden sind daher besorgt, daß sich das Gewaltpotential nun verstärkt in den Niederlanden und anderen europäischen Staaten entladen könnte.

Islamisierung erfaßt das gesamte Leben der Zielländer

Die Islamisierung sei ein langsamer, aber kontinuierlicher Prozeß, der das gesamte Leben der europäischen Zielländer erfaßt. In den Niederlanden wie auch in der Bundesrepublik Deutschland wird über Zustände in der Türkei diskutiert, als handle es sich um ein innenpolitisches Thema. Die Öffentlichkeit läßt sich immer mehr in die Probleme und Angelegenheiten fremder, islamischer Staaten involvieren. Die Rückwirkungen sind weitreichend. Es genügt zu beobachten, wie oft öffentlich-rechtliche Medien über den Islam oder islamische Länder berichten.

Noch relativ neu ist das Phänomen eigener islamischer Parteien, die in europäischen Staaten entstehen. Bisher sind sie wenig erfolgreich – mit Ausnahme der Niederlande. Die Entwicklung bleibt aber nicht stehen.

In den Niederlande heißt die islamische Partei DENK. Gegründet wurde sie sechs Monate vor den jüngsten Parlamentswahlen 2017 von zwei Türken, die zuvor Mitglieder der sozialdemokratischen Partei der Arbeit (PvdA) waren. Beide hatten in der PvdA Karriere gemacht und waren 2012 in deren Reihen ins niederländische Parlament eingezogen. Damals errang die Partei noch 38 Sitze. Inzwischen verfügt die PvdA nur mehr über neun Mandate, darunter eine muslimische Abgeordnete.

Jeder Zehnte niederländische Parlamentsabgeordnete ist Muslim

 Zehn Prozent der niederländischen Abgeordneten des Repräsentantenhauses sind Muslime. Drei davon gehören seit den Wahlen im vergangenen Jahr der Partei DENK an.

DENK stellt die zweite Etappe im Vormarsch der muslimischen Einwanderer und ihrer Nachkommen in die Politik dar. Die erste Etappe war der Eintritt in etablierte Parteien der einheimischen Bevölkerung, was besonders über die Linksparteien geschah, in den Niederlanden über die PvdA, die Sozialistische Partei und über LinksGrün. Die zweite Etappe besteht in der Gründung eigener (muslimscher) Migrantenparteien.

Zu den außenpolitischen Hauptthemen von DENK gehört die Tabuisierung von jeder Form der Kritik an der Türkei und ein Verbot, über den Völkermord an den Armeniern zu sprechen. Beide Forderungen wirken auch auf die Innenpolitik in den Niederlanden zurück. Innenpolitisch fordert DENK eine „Gegenseitigkeit“ auf Augenhöhe zwischen Niederländern und Migranten. Die Niederländer hätten nur mehr einen halben Anspruch auf ihr Land, denn denselben Anteil hätten jetzt die Migranten und ihre Nachkommen daran, allen voran die Türken.

Die Forderung enthält implizit die Erwartung, daß die Niederländer den Aufbau einer islamischen Parallelgesellschaft zu akzeptieren hätten. Zur Durchsetzung fordert DENK die Schaffung einer „antirasssistischen Polizei“, die jede Form von Ausländerkritik erfassen und die Verantwortlichen von öffentlichen Ämtern ausschließen soll. Kritiker sprechen von einer Polizei zur Entmachtung und Entrechtung der Niederländer.

Die Islamisierung erfolgt auch durch Missionierung, während die Kontrolle innerhalb der islamischen Gemeinschaft über Moscheen und muslimische Kulturzentren ausgeübt wird. Auch hier spielt DENK eine zentrale Rolle. Die türkische Religionsbehörde Diyanet kontrolliert zahlreiche islamische Zentren und Moscheen in den Niederlanden. Sie kontrolliert damit auch, was dort von Imamen gelehrt wird.

Die Rede ist von insgesamt 140 Moscheen, die von Diyanet in den Niederlanden finanziert und gelenkt werden.

Die Europäische Union beklagte jüngst mit großem medialem Aufwand einen wachsenden Antisemitismus. Was von der EU und von den meisten Medien verschwiegen wurde: Dieser neue Antisemitismus geht in erster Linie von den muslimischen Einwanderern aus. Dasselbe gilt für die Niederlande. Die Regierung veröffentlichte einen Bericht über Diskriminierungsdelikte. Insgesamt werden für 2017 144 Delikte aufgelistet, die von Vandalismus, neuen „Haßverbrechen“, Einschüchterung, Aggression, Aufwiegelung zum Haß bis zur offenen Gewalt reichen. 41 Prozent der Taten waren antisemitischer Natur, obwohl die Juden nur 0,2 Prozent der niederländischen Bevölkerung ausmachen.

Der Grund dafür, so Sicherheitskräfte, sei die zunehmende Islamisierung.

Text: Andreas Becker
Bild: Denk (Screenshot)

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