Das „System Bergoglio“ begünstigt Vertuschung und Missbrauch

System Bergoglio
„System Bergoglio“ begünstigt Vertuschung und Missbrauch. Im Bild die „sexuell anzügliche“ (homo-friendly) Weihnachtskrippe auf dem Petersplatz 2017.

Der ehe­ma­li­ge Nun­ti­us Car­lo Maria Viganò belegt sei­ne Vor­wür­fe, dass die „Ver­dor­ben­heit die Spit­zen der kirch­li­chen Hier­ar­chie erreicht“ hät­ten, mit eige­nen Erfah­run­gen und Zeu­gen­aus­sa­gen. Im Zen­trum sei­nes elf­sei­ti­gen „Testi­mo­ni­an­za“ (Zeug­nis) steht der inzwi­schen abge­setz­te Kar­di­nal und enge Papst­be­ra­ter Theo­do­re McCarrick, den er in sei­ner Zeit als Nun­ti­us in Washing­ton von 2011 bis 2016 näher ken­nen­lern­te.

Viganò nennt ihn einen homo­sex-akti­ven „Seri­en­tä­ter“, der in sei­nen 40 Bischofs­jah­ren eine Viel­zahl von abhän­gi­gen Semi­na­ri­sten sexu­ell aus­beu­te­te. Die­sen Tat­be­stand habe er im Juni 2013 Papst Fran­zis­kus mit­ge­teilt. Trotz die­ses Wis­sens hat Fran­zis­kus die von Papst Bene­dikt ver­ord­ne­ten Sank­tio­nen gegen den Miss­brauchs­bi­schof still­schwei­gend auf­ge­ho­ben und ihn sogar als engen Bera­ter mit offi­zi­el­len Mis­sio­nen betraut. Mit der Ankla­ge auf Ver­tu­schung und sogar För­de­rung von kle­ri­ka­len und kuria­len Miss­brauch­stä­tern begrün­det Viganò sei­ne For­de­rung, der Papst sol­le „im Ein­klang mit dem ver­laut­bar­ten Null-Tole­ranz-Prin­zip“ zusam­men mit den miss­brauch­sa­kit­ven oder ‑för­dern­den Bischö­fen und Kar­di­nä­len zurück­tre­ten.

Das korrupte System Bergoglio

Fran­zis­kus reagiert auf die schwer­wie­gen­den Anwür­fe nach der Devi­se Igno­rie­ren, Schwei­gen und Aus­sit­zen. Das ist eine amts­un­wür­di­ge Reak­ti­on, die sei­ne ange­schla­ge­ne Repua­ti­on nicht ret­ten wird. Denn die Wahr­heit vom System Ber­go­glio kommt ans Licht – hier am Bei­spiel der US-Bischö­fe erläu­tert: Der homo­sex-akti­ve Kar­di­nal McCarrick ließ 2006 als sei­nen Nach­fol­ger in Washing­ton den Ver­tu­schungs­bi­schof Donald Wuerl ein­set­zen, der als ehe­ma­li­ger Bischof von Pittsburgh/Pennsylvania schwer bela­stet ist. In Rom wirk­te der umtrie­bi­ge Prä­lat mit sei­nem Ein­fluss bei Papst Fran­zis­kus dahin­ge­hend, dass Wuerl 2013 in der Bischofs­kon­gre­ga­ti­on Kar­di­nal Ray­mond Bur­ke ersetz­te. Nun­mehr hat­te McCarrick über das kuria­le Bischofs­aus­wahl­gre­mi­um Ein­fluss auf die Ernen­nung von US-Bischö­fen.

Die Kardinäle McCarrick und Wuerl
Die Kar­di­nä­le McCarrick und Wuerl

Auf sei­ne Emp­feh­lung sorg­te Wuerl dafür, dass die links­li­be­ra­len Bischö­fe Bla­se Cup­ich (auch als gay-freund­lich bekannt) und Joseph Tobin die wich­ti­gen Erz­bi­schofs­stüh­le von Chi­ka­go und Newark besetz­ten. Schließ­lich betrie­ben McCarrick und Wuerl die Ein­set­zung von Kevin Far­rell zum Lei­ter des neu­ge­schaf­fe­nen Dikaste­ri­ums für Lai­en, Fami­lie und Leben. Far­rell hat mit Sicher­heit als ehe­ma­li­ger Washing­to­ner Gene­ral­vi­kar und Weih­bi­schof sowie als Wohn­ge­nos­se von McCarricks des­sen homo­se­xu­el­le Semi­na­ri­sten­aus­beu­tung mit­be­kom­men. Mit sei­nem Schwei­gen erkauf­te er sich sei­ne Beför­de­rung. Er zeigt sich als Homo­se­xu­el­len­för­de­rer in Publi­ka­tio­nen und beim Welt­fa­mi­li­en­tref­fen in Dub­lin. Der Papst hat den Auf­bau von Seil­schaf­ten der kuria­len Homo-Lob­by mit­tels gegen­sei­ti­ger Kar­rie­re­för­de­rung begün­stigt. Eine beson­de­re Bezie­hung hat­te Fran­zis­kus zu McCarrick durch die Umstän­de sei­ner Wahl. Der Prä­lat gehör­te zum Kreis der selbst­be­nann­ten St. Gal­len-Mafia, die mit ihren Netz­wer­ken die Wahl von Jor­ge Ber­go­glio zum Papst orga­ni­sier­ten. Dar­über zeig­te sich der Gewähl­te erkennt­lich. Ein sol­cher Aus­tausch von Gefäl­lig­kei­ten heißt gewöhn­lich Kor­rup­ti­on.

Linkskatholische Agenda hat Priorität vor Null-Toleranz

Ein wei­te­res Muster für das päpst­li­che Ver­hal­ten zu Miss­brauch­stä­tern ist in Hin­sicht auf deren links­ideo­lo­gi­sche Hal­tung zu erken­nen.

  • McCarrick mach­te sich zeit­le­bens als links­li­be­ra­ler Par­tei­gän­ger beliebt. Er wuss­te mit Obdach­lo­sen eben­so gut umzu­ge­hen wie mit der lin­ken Ost­kü­sten-Eli­te in Poli­tik und Medi­en. Das schrieb Mat­thi­as Rüb in sei­nem FAZ-Arti­kel: ‚Der Har­vey Wein­stein der katho­li­schen Kir­che’. Die­ser Habi­tus  mach­te den  Kar­di­nal für die Agen­da von Fran­zis­kus inter­es­sant, so dass er des­sen kirch­li­chen Macht­miss­brauch durch sexu­el­le Aus­beu­tung aus­blen­de­te.
  • Ähn­lich ver­hielt sich der Papst zu dem ita­lie­ni­schen Miss­brauchsprie­ster Mau­ro Inzo­li, der 2012 von Papst Bene­dikt aus dem Prie­ster­stand ent­las­sen wur­de. Fran­zis­kus reha­bi­li­tier­te 2014 den ein­fluss­rei­chen Homo­se­xu­el­len gegen den Rat der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on. Offen­bar ließ sich Ber­go­glio von Bewun­de­rung für Inzo­lis lan­des­wei­te Initia­ti­ve um die Ver­tei­lung von Lebens­mit­teln an Bedürf­ti­ge ver­lei­ten.
  • Wei­ter ist der homo­pä­do­phi­le Prie­ster Don Mila­no zu nen­nen. Der hat­te vor dem Kon­zil eine anit­au­to­ri­tä­re Erzie­hungs­kom­mu­ne gegrün­det nach dem Muster der Oden­wald­schu­le und mit den glei­chen pädo­kri­mi­nel­len Miss­brauchs­fol­gen. Fran­zis­kus lob­te den pro­gres­si­ven Geist­li­chen als vor­bild­li­chen Prie­ster.
  • Schon als Erz­bi­schof von Bue­nes Aires hat­te Ber­go­glio den noto­ri­schen Miss­brauchs­pa­ter Julio Cesar Gras­si gedeckt. In einem Rechts­gut­ach­ten, beauf­tragt und gewid­met Jor­ge Ber­go­glio, wur­den die min­der­jäh­ri­gen Opfer von Gras­si als Lüg­ner beschimpft und vom Erz­bi­schof nie ange­hört. Statt­des­sen glaub­te Ber­go­glio bis zur Ver­ur­tei­lung den tat­säch­li­chen Lügen des Miss­brauch­stä­ter. Der war ein Lieb­ling der lin­ken Medi­en­olig­ar­chen bei sei­nen Pro­jek­ten für Kin­der aus pre­kä­ren Ver­hält­nis­sen.
    Die­se exem­pla­ri­schen Bei­spie­le spre­chen dafür, dass für Papst Fran­zis­kus die Durch­set­zung sei­ner links­ka­tho­li­schen Agen­da Prio­ri­tät hat vor der Null-Tole­ranz-Hal­tung gegen­über kirch­li­chen Miss­brauch­stä­tern. Kar­di­nal Bla­se Cup­ich bestä­tig­te die­se Ein­schät­zung mit der Bemer­kung, der Papst habe sich mit sei­ner Migra­ti­ons- und Umwelt­agen­da um Wich­ti­ge­res zu küm­mern, als in „jedem Kar­nickel­loch“ (nach Miss­brauch und Ver­tu­schung) zu sehen.

Barmherzigkeit für pädokriminielle Homosex-Priester bei den Ärmsten

George Zirwas
Geor­ge Zir­was

Das fata­le Muster des Systems Ber­go­glio, Ver­tu­schung von Miss­brauchs­de­lik­ten aus Barm­her­zig­keit für links­ka­tho­li­sche Kle­ri­ker zu betrei­ben, hat auch Kar­di­nal Donald Wuerl von Washing­ton prak­ti­ziert. Das för­der­te kürz­lich der Bericht der Grand Jury von Penn­syl­va­nia zuta­ge. Als Erz­bi­schof von Pitts­burgh über­deck­te Wuerl beim Tode eines homo­pä­do­phi­len Miss­brauchsprie­sters des­sen Unta­ten mit dem Man­tel der Barm­her­zig­keit. Der Gefal­le­ne war laut Bis­tums­sei­te „als Seel­sor­ger für die Ärm­sten der Armen tätig“ gewe­sen. Tat­säch­lich hat­te Pater Geor­ge Zir­was einen homo­se­xu­el­len Miss­brauchs­ring von vier Prie­stern orga­ni­siert. An geschlechts­rei­fen Jun­gen ver­üb­te der pädo­kri­mi­nel­le Prie­ster­kreis sei­ne Ver­bre­chen in Sakri­stei­en und Pfarr­häu­sern. Der zustän­di­ge Bischof Wuerl ver­setz­te Zir­was alle zwei Jah­re in ande­re Gemein­den – in Kennt­nis der Gerüch­te über des­sen Miss­brauch. Schließ­lich ließ ihn Wuerl mit Über­sied­lung nach Miami und dann Havan­na der staat­li­chen Ver­fol­gung ent­zie­hen – mit erhöh­ten Gehalts­zah­lun­gen für den ver­meint­li­chen Armen-Prie­ster. In Wirk­lich­keit führ­te Zir­was ein homo­se­xu­el­les Lot­ter­le­ben in Kuba. Er brach­te ame­ri­ka­ni­sche Sex­tou­ri­sten mit kuba­ni­schen Pro­sti­tu­ier­ten bei­der­lei Geschlechts zusam­men. Ein eifer­süch­ti­ger Call­boy, den Zir­was wäh­rend der Nacht­schicht sei­nes Haupt­freun­des emp­fan­gen hat­te, ermor­de­te den 47Jährigen in sei­nem Lot­ter­bett. Gleich­wohl nann­te ihn Wuerl einen guten Men­schen und Prie­ster. Der kar­di­na­le Miss­brauchs­ver­tu­scher ist inzwi­schen in fünf päpst­li­chen Kon­gre­ga­tio­nen tätig. Der Skan­dal hat wirk­lich die Spit­zen der kirch­li­chen Hier­ar­chie erreicht.

Relativieren schwerer Sünden seit dem Konzil

Nach dem kürz­lich publi­zier­ten Unter­su­chungs­be­richt von Penn­syl­va­nia haben im Zeit­raum von 70 Jah­ren 300 Prie­ster etwa 1000 Kin­der und Jugend­li­che miss­braucht. Das Gros der Unta­ten lag in den nach­kon­zi­lia­ren Jahr­zehn­ten der 70er und 80er Jah­ren. Nach dem Kon­zil hat­ten Theo­lo­gen und Bischö­fe die kla­re Sexu­al­ethik der Kir­che auf­ge­weicht. Auch die Sün­den­fol­gen in Form von Kir­chen­stra­fen und gött­li­chem Gericht wur­den in Abre­de gestellt. Nach der damals neu­en auto­no­men Moral bzw. Situa­ti­ons­ethik soll­te das Ein­zel­ge­wis­sen das mensch­li­che Maß für Sün­dig­keit und Selbstexkul­pa­ti­on sein. Damit war der Boden berei­tet für das Leicht­neh­men schwer­ster Sün­den – auch von den Bischö­fen. Kar­di­nal McCarrick ver­riet das Her­un­ter­spie­len der Sün­de schon in sei­ner Spra­che. Zu Nun­ti­us Viganò sag­te er: Er habe „viel­leicht den Feh­ler began­gen habe, in sei­nem Haus am Meer mit eini­gen Semi­na­ri­sten im sel­ben Bett geschla­fen zu haben“.

Die Kardinäle McCarrick und Blase Cupich
Die Kar­di­nä­le McCarrick und Bla­se Cup­ich

Papst Fran­zis­kus hat die Rela­ti­vie­rung kirch­li­cher Sexu­al­mo­ral mit sei­nem nach­syn­oda­len Schrei­ben Amo­ris lae­ti­tia wei­ter­ge­trie­ben: Ehe­bruch und das Ver­har­ren dar­in sei nicht per se eine schwe­re Sün­de. Man müs­se Ein­zel­fäl­le in ihren Situa­tio­nen unter­schei­den. Die Dubia-Fra­ge nach der Leh­re der Kir­che zu kate­go­risch gül­ti­gen Nor­men, die ohne Aus­nah­men in sich schlech­te Hand­lun­gen ver­bie­ten, lässt Fran­zis­kus unbe­ant­wor­tet im Unkla­ren. Doch ange­sichts der vie­len pädo­kri­mi­nel­len Hand­lun­gen von Kle­ri­kern brauch­te die Kir­che gera­de jetzt eine päpst­li­che Bekräf­ti­gung der Norm: Miss­brauch von Kin­dern und Jugend­li­chen ist in jedem Fall eine in sich schlech­te Hand­lung, eine Tod­sün­de. Aber die­se kirch­li­che Norm hat Fran­zis­kus leicht­fer­tig außer Kraft gesetzt. Auch des­halb ver­folgt er den Null-Tole­ranz-Grund­satz nicht kon­se­quent, son­dern fle­xi­bel.

Franziskus fördert den Gewissensmissbrauch

Nach Amo­ris lae­ti­tia steht über der objek­ti­ven sitt­li­chen Norm, die als „Inspi­ra­ti­ons­quel­le“ her­ab­ge­stuft wird, das sub­jek­ti­ve Gewis­sen. Es kön­ne ange­sichts der „kon­kre­ten Viel­schich­tig­keit der Begren­zun­gen“ (AL 303) erken­nen, dass Gott auch ein Ver­har­ren in der Sün­de gut­hei­ße mit der dyna­mi­schen Hino­rd­nung zum Wachs­tum im Guten. Die­se unge­heu­er­li­che mora­li­sche Anma­ßung der sub­jek­ti­ven Gewis­sens­ent­schei­dung, zunächst für Ehe­bruch bei Wie­der­ver­hei­ra­tung for­mu­liert, kann auch als Selbstexkul­pa­ti­on von Pädo­kri­mi­nel­len ange­wandt wer­den, wie das in der säku­la­ren Sexu­al­wis­sen­schaft der 80er Jah­re üblich war. Wenn Papst Fran­zis­kus kürz­lich in sei­nem „Schrei­ben an das Volk Got­tes“ den sexu­el­len Miss­brauch mehr­fach als „Gewis­sens­miss­brauch“ kenn­zeich­net, so muss er sich dem Vor­wurf stel­len, dass er selbst in Amo­ris lae­ti­tia die miss­bräuch­li­che Anma­ßung des Gewis­sens gefor­dert und geför­dert hat.

Die hohe Zahl von missbrauchten Jungen verweist auf homosexuelle Aktivitäten

Das John Jay-Kri­mi­nal­in­sti­tut der Uni­ver­si­tät New York hat in ver­schie­de­nen Stu­di­en die Miss­brauchs­fäl­le in US-Diö­ze­sen unter­sucht. In den Berich­ten von 2004, 2011 und 2016 bestand Über­ein­stim­mung dar­in, dass etwa drei Vier­tel der Opfer puber­tie­ren­de und ado­les­zen­te Jun­gen zwi­schen 11 und 17 Jah­ren war. Kin­der unter 10 Jah­ren wur­den von vier Pro­zent pädo­phi­len Tätern miss­braucht. Aus den empi­ri­schen Daten der Uni-Stu­di­en ist der Schluss zu zie­he, dass homo­se­xu­ell ori­en­tier­te Prie­ster in erhöh­tem Maß an
Miss­brauch betei­ligt waren. Im Umkehr­schluss sind hete­ro­se­xu­ell ori­en­tier­ten Prie­ster unter­pro­por­tio­nal in Miss­brauchs­fäl­le ver­wickelt.
In der Gesamt­ge­sell­schaft beken­nen sich laut Emnid-Stu­die von 2001 zwei Pro­zent zu männ­lich-homo­se­xu­el­ler Ori­en­tie­rung. Bei Prie­stern der katho­li­schen Kir­che mag der Anteil deut­lich höher lie­gen – wie in allen Orga­ni­sa­tio­nen mit hohem Män­ner­an­teil. Doch bei Miss­brauchs­ver­ge­hen sind homo­se­xu­el­le Täter um ein Viel­fa­ches ihres pro­por­tio­na­len Anteils an der Prie­ster­schaft betei­ligt. Das ist auch in deut­schen Diö­ze­sen so. Die Miss­brauch­stä­ter am Canisus­kol­leg, Ettal-Inter­nat und ande­ren katho­li­schen Ein­rich­tun­gen waren eben­so Homo­se­xu­el­le wie an der Oden­wald- und Hele­ne-Lan­ge-Schu­le. Die­ser Zusam­men­hang wird bis heu­te von Poli­tik und Medi­en gezielt tabui­siert. In dem NDR-Film „Das Schwei­gen der Män­ner“ von 2015 wur­den zehn geschlechts­rei­fe Jun­gen als Miss­brauchs­op­fer von Kle­ri­kern vor­ge­stellt, aber nicht ein­mal von homo­se­xu­el­len Tätern gespro­chen. In der Kir­che schlägt eben­falls die Zen­sur der homo­phi­len polit­cal cor­rect­ness durch. Auch Papst Fran­zis­kus erwähnt in sei­nem mehr­sei­ti­gen ‚Schrei­ben an das Volk Got­tes’ nicht ein ein­zi­ges Mal Homo­se­xua­li­tät. Das ist ein erneu­tes Ver­tu­schen von offen­sicht­li­chen Tat­be­stän­den.

Msgr. Luigi Capozzi, Sekretär von Kardinal Coccopalmerio
Msgr. Lui­gi Capoz­zi, Sekre­tär von Kar­di­nal Coc­co­pal­me­rio

Franziskus als Komplize von pro-homosexualistischen Prälaten und Regierungen

Und der Papst weiß Bescheid über das Wir­ken der kirch­li­chen Homo­lob­by unter Semi­na­ri­sten, Prie­stern, Bischö­fen und Kar­di­nä­len. Von Papst Bene­dikt hat Fran­zis­kus ein dickes Dos­siers über Homo­netz­wer­ke und –seil­schaf­ten in der Kir­che emp­fan­gen – ohne dar­aus Kon­se­quen­zen zu zie­hen. Den strik­ten Erlass von Bene­dikt, welt­weit kei­ne schwu­len Män­ner mit Teil­nah­me an der Gay­kul­tur in Semi­na­re auf­zu­neh­men, stuf­te Fran­zis­kus zur blo­ßen Emp­feh­lung an die ita­lie­ni­sche Bischofs­kon­fe­renz her­ab. Gleich­zei­tig för­dert der Papst pro-homo­se­xua­li­sti­sche Kar­di­nä­le wie Kevin Farell, der auf der Welt­fa­mi­li­en­kon­fe­renz der kirch­li­chen Homo­lob­by Büh­ne und Ein­fluss gewähr­te. Der ein­ge­la­de­ne Homo-Lob­by­ist James Mar­tin SJ bekam von den iri­schen Katho­li­ken, die für die Homo-Ehe gestimmt hat­ten, lang­an­hal­ten­den Bei­fall. Geht die Agen­da von Fran­zis­kus in die­se Rich­tung? Dann wäre aller­dings erklär­bar, dass ihm die Rei­ni­gung der Kir­che von den homo­se­xu­el­len Miss­brauch­stä­tern und schwu­len Netz­wer­ken nicht ins Kon­zept passt.

Kardinal Coccopalmerio
Kar­di­nal Coc­co­pal­me­rio

Die fol­gen­de Beob­ach­tun­gen deu­ten dar­auf hin, dass der Papst pro-homo­se­xua­li­sti­sche Kräf­te begün­stigt. Fran­zis­kus ver­wei­ger­te mehr­fach der Mas­sen­be­we­gung von Katho­li­ken gegen die Ein­füh­rung der Homo-Ehe sei­ne Unter­stüt­zung. Das war schon in Argen­ti­ni­en so, als Kar­di­nal Ber­go­glio 2010 den katho­li­schen Lai­en emp­fahl, untä­tig gegen­über der Lega­li­sie­rungs­kam­pa­gne der Kirch­ner-Regie­rung zu blei­ben. Für die fran­zö­si­sche Mas­sen­be­we­gung Manif pour tous fand Fran­zis­kus eben­so wenig Unter­stüt­zungs­wor­te und Emp­fangs­ter­mi­ne ihrer Prot­ago­ni­sten wie für die zwei Mil­lio­nen gegen die Homo-Ehe demon­strie­ren­den Katho­li­ken in Rom beim Fami­ly Day 2016. Bei sei­nem Besuch in den USA ließ Fran­zis­kus Fotos von einer „herz­li­chen“ Begeg­nung mit einem Ex-Schü­ler und des­sen Gay-Freund ver­öf­fent­li­chen, wäh­rend er über die Publi­ka­tio­nen sei­nes Tref­fens mit der muti­gen Coun­ty-Beam­tin Kim Davis „wütend“ war. Davis hat­te die Mit­wir­kung an der Homo-Ehe aus Gewis­sens­grün­den ver­wei­gert.  Indem der Papst den katho­li­schen Wider­stand gegen die natur­rechts­wid­ri­ge Homo-Ehe abwie­gelt oder ver­hin­dert, macht er sich zum Kom­pli­zen von pro-homo­se­xua­li­sti­schen Regie­run­gen sowie den Geld­ge­bern der Homo-Kam­pa­gnen.

Das päpstliche Schweigen auf einfache Fragen ist arroganter Klerikalismus. Es setzt das jahrzehntelange Beschweigen von Missbrauch fort

Kardinal Farrell mit Papst Franziskus
Kar­di­nal Far­rell mit Papst Fran­zis­kus

Wie am Anfang erwähnt, will Fran­zis­kus die Vor­wür­fe von Car­lo Maria Viganò eben­so mit Tot­schwei­gen über­ge­hen wie die Dubia-Fra­gen der vier Kar­di­nä­le. Aber im vor­lie­gen­den Fall han­delt es sich nicht um theo­lo­gi­sche Grund­satz­fra­gen. Es lie­gen die gut begrün­de­ten Aus­sa­gen eines kuria­len Insi­ders auf Fran­zis­kus’ Schreib­tisch, dass er seit Jah­ren von dem sexu­el­len Macht­miss­brauch Kar­di­nal McCarricks wuss­te, trotz­dem die Sank­tio­nen gegen ihn auf­hob und ihn sogar för­der­te. Die­se schwer­wie­gen­den Vor­wür­fe von Ver­tu­schung und Kom­pli­zen­schaft sind ent­we­der wahr oder falsch. Die Katho­li­ken aus aller Welt haben ein Recht dar­auf zu wis­sen, ob die Ankla­gen gegen ihren Pon­ti­fex zutref­fen. 30.000 Katho­li­kin­nen haben eine päpst­li­che Stel­lung­nah­me zu den Vor­wür­fen der Miss­brauchs­ver­tu­schung sei­ner eng­sten Bera­ter ein­ge­for­dert. Eine Ant­wort­ver­wei­ge­rung ist selbst arro­gan­ter Kle­ri­ka­lis­mus. Schlim­mer noch. „Soll auf jahr­zehn­te­lang beschwie­ge­ne sexu­el­le Gewalt nun wirk­lich wie­der das Schwei­gen die offi­zi­el­le Ant­wort sein?“ fragt Chri­sti­an Gey­er in der FAZ. Und Viganò ergänzt:

„Das Gesetz des Schwei­gens (l’omertà), durch das sich Bischö­fe und Prie­ster zum Scha­den ihrer Gläu­bi­gen selbst geschützt haben, muss gebro­chen wer­den.“

Der Papst hat die Pflicht zu Rede und Rechen­schaft, sonst beschä­digt er das Papst­amt. Und nur Fran­zis­kus kann die Wahr­heits­fra­ge zu den auf­ge­wor­fe­nen Tat­be­stän­den beant­wor­ten. Des­halb ist es eine unlau­te­re Aus­weich­tak­tik, den Jour­na­li­sten zu schmei­cheln, sie könn­ten mit ihrer Kom­pe­tenz allein aus dem Lesen des Tex­tes die Rich­tig­keit oder Falsch­heit fest­stel­len. Auch Bischofs­kon­fe­ren­zen machen sich schul­dig, wenn sie den Papst mit Erge­ben­heits­adres­sen ohne Drän­gen auf sei­ne Ant­wort­pflicht ent­la­sten.

Päpstliche Vertuschung auch mit dem Brief an das Volk Gottes

Papst Fran­zis­kus hat ange­sichts des Miss­brauchs­be­richts von Penn­syl­va­nia einen „Brief an das Volk Got­tes“ geschrie­ben. Der Text ent­hält wei­te­res Ver­tu­schungs­han­deln durch Ver­schwei­gen von Ross und Rei­ter: Weder die Mehr­heit von homo­se­xu­el­len Miss­brauchsprie­stern wird benannt noch die Ver­tu­schungs­bi­schö­fe und Kar­di­nä­le. Statt­des­sen prä­sen­tiert Fran­zis­kus ein nebu­lö­ses Gespinst namens Kle­ri­ka­lis­mus als miss­brauchs­schul­dig.

Battista Ricca mit Papst Franziskus
Bat­ti­sta Ric­ca mit Papst Fran­zis­kus

Doch waren es nicht gera­de vie­le Stra­ßen­prie­ster nach Ber­go­gli­os Geschmack, bei denen der Geruch der Scha­fe bald vom Laven­del­duft der homo­pä­do­phi­len Miet­lings­hir­ten über­deckt wur­de? Der Papst ver­langt den Kampf gegen spi­ri­tu­el­le Kor­rup­ti­on (?) und üble Nach­re­de. Wie soll bei sol­cher Ursa­chen­ver­schie­bung und Ver­ne­be­lungs­tak­tik Miss­brauch­s­ta­ten von Prie­stern in Zukunft ver­hin­dert wer­den? Fran­zis­kus spricht von Scham und Schuld der Kir­che, aber sei­nen eige­nen Schuld­an­teil weist er von sich, von der scham­lo­sen Miss­brauchs- und Ver­tu­schungs­men­ta­li­tät hoher Prä­la­ten lenkt er ab. Ist es nicht absurd, dass die katho­li­schen Lai­en durch Beten und Fasten die Eiter­beu­le des kle­ri­ka­len Miss­brauchs hei­len sol­len, wäh­rend das Ver­sa­gen hoch­ran­gi­ger Kle­ri­ker nicht ein­mal ange­spro­chen wird? Hät­te der Papst­brief nicht direkt an Prie­ster und Bischö­fe gerich­tet wer­den müs­sen? Dabei soll­te durch­aus erwähnt wer­den, dass die über­gro­ße Mehr­heit der Prie­ster treue Hir­ten und Seel­sor­ger sind. Aber gera­de sie sind auf­ge­ru­fen, das mora­li­sche Geschwür des Miss­brauchs in ihren Rei­hen nicht zu dul­den. Die bis­he­ri­ge Stra­te­gie des Beschwei­gens muss in lau­tes Ankla­gen, Rich­ten und Äch­ten der Sün­de (nicht der Sün­der!) umge­wan­delt wer­den. Grund­la­ge dafür soll­te das Droh­wort Jesu sein:

„Wer einen von die­sen Klei­nen, die an mich glau­ben, zum Bösen ver­führt, für den wäre es bes­ser, wenn er mit einem Mühl­stein um den Hals im tie­fen Meer ver­senkt wür­de“ (Mt 18,6).

Aber sol­che bibli­schen Straf- und Gerichts­re­den zu Tod­sün­den und unein­sich­ti­gen Sün­dern sind nach dem Kon­zil und ins­be­son­de­re bei Papst Fran­zis­kus aus der Ver­kün­di­gung eli­mi­niert wor­den. Mit der Über­ord­nung von sola miser­i­cor­dia über gött­li­ches Gericht und Gerech­tig­keit hat er auch die Legi­ti­ma­ti­ons­ba­sis von kirch­li­chen Ver­ur­tei­lun­gen und Stra­fen für Miss­brauch­stä­ter beschä­digt.

Text: Hubert Hecker
Bild: MiL/CR/LifeSiteNews/NBQ/Dagospia (Screen­shots)

 

2 Kommentare

  1. “Bei Prie­stern der katho­li­schen Kir­che mag der Anteil deut­lich höher lie­gen – wie in allen Orga­ni­sa­tio­nen mit hohem Män­ner­an­teil. Doch bei Miss­brauchs­ver­ge­hen sind homo­se­xu­el­le Täter um ein Viel­fa­ches ihres pro­por­tio­na­len Anteils an der Prie­ster­schaft betei­ligt.“ Solan­ge kei­ne Zah­len über den Anteil homo­ero­tisch Emp­fin­den­der oder sodo­mi­tisch Prak­ti­zie­ren­der am Kle­rus bekannt sind, ist ein Schluss nicht zuläs­sig, dass “homo­se­xu­el­le Täter um ein Viel­fa­ches ihres pro­por­tio­na­len Anteils an der Prie­ster­schaft betei­ligt“ sind. Lei­der wird ver­brei­tet unter dok­tri­nell treu­en Katho­li­ken vor­schnell eine mas­siv höhe­re Affi­ni­tät homo­ero­tisch Emp­fin­den­der zu sexu­el­len Ver­bre­chen postu­liert statt der trau­ri­gen Tat­sa­che ins Gesicht zu sehen, dass wahr­schein­lich 3/4 des Kle­rus homo­ero­tisch emp­fin­den. Da hat im 20. Jahr­hun­dert — auch schon vor VatII — die Prü­fung von Anwär­tern auf das Prie­ster­amt mas­siv ver­sagt oder die Auf­nah­me ent­spre­chend Emp­fin­den­der wur­de durch Seil­schaf­ten von Sodo­mi­ten in Füh­rungs­po­si­tio­nen sogar aktiv geför­dert. Für Letz­te­res spricht das mehr und mehr offen­bar wer­den­de Kar­tell des Schwei­gens.

  2. Dami­an hält die Aus­sa­ge für nicht zuläs­sig, dass “homo­se­xu­el­le Täter um ein Viel­fa­ches ihres pro­por­tio­na­len Anteils an der Prie­ster­schaft betei­ligt“ sind, solan­ge kei­ne Zah­len über den Anteil Homo­se­xu­el­ler im Kle­rus bekannt sind. Aber die oben genann­te Aus­sa­ge hat mit dem Grö­ßen­an­teil Homo­se­xu­el­le unter den Kle­ri­kern nichts zu tun, also gleich, ob der Anteil nun 10 oder 20 oder 30 Pro­zent beträgt, die Zahl, die für den Kle­rus in den USA genannt wird. Dami­an selbst behaup­tet, „dass wahr­schein­lich 3/4 des Kle­rus homo­ero­tisch emp­fin­den“. Die­se The­se ist aller­dings rei­ne Spe­ku­la­ti­on – ohne Ver­an­ke­rung in Basis­da­ten. Schließ­lich Dami­ans drit­te The­se: „Lei­der wird ver­brei­tet unter dok­tri­nell treu­en Katho­li­ken vor­schnell eine mas­siv höhe­re Affi­ni­tät homo­ero­tisch Emp­fin­den­der zu sexu­el­len Ver­bre­chen postu­liert.“ Die besag­te „Affi­ni­tät“ von Homo­se­xu­el­len zu Ephe­bo­phi­lie, also zu geschlechts­rei­fen männ­li­chen Kin­dern und Ado­les­zen­ten zwi­schen 12 und 17 Jah­ren, hat­te schon Magnus Hirsch­feld 1914 fest­ge­stellt: „45 Pro­zent der männ­li­chen Homo­se­xu­el­len sind Ephe­bo­phi­le“. Die­se Zahl wur­de durch eine empi­ri­sche Stu­die von 1950 bestä­tigt.

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