Betet um Priester!

Ein Zet­tel (ca. 1910)

Jesus Christus fordert dazu auf

Bevor der gött­li­che Hei­land in den Him­mel auf­fuhr und den gan­zen Erd­kreis mit all den Mil­lio­nen Men­schen betrach­te­te, die alle bekehrt wer­den soll­ten, und vor sich nur elf Apo­stel und meh­re­re Jün­ger sah, da sprach er, von Mit­leid gerührt, zu ihnen: „Die Ern­te ist zwar groß, aber der Arbei­ter sind weni­ge. “ Gleich dar­auf gab er auch das Mit­tel an, wie die­ser Not abge­hol­fen wer­den soll­te: Bit­tet den Herrn der Ern­te, daß er Arbei­ter in sei­nen Wein­berg sen­de.“

Es ist der sehnlichste Wunsch Mariens

Sie wünscht vie­le und hei­li­ge Prie­ster im Wein­ber­ge ihres Soh­nes wir­ke zu sehen. Des­halb soll­te sich jede from­me See­le ent­schlie­ßen, Maria zulie­be doch einen Prie­ster vom Him­mel zu erbit­ten durch Gebet, Fasten und Almo­sen­ge­ben. Beson­ders soll man zu ihr in die­ser Mei­nung den Rosen­kranz beten.

Die Kirche ermahnt uns dazu

Sie hat ver­ord­net, daß an den Qua­tem­ber­ta­gen, die für die Ertei­lung der hei­li­gen Wei­hen vor­zugs­wei­se bestimmt sind, die gan­ze Chri­sten­heit faß­te und bete, um von Gott wür­di­ge Prie­ster zu erfle­hen. Und Papst Leo XIII. sagt: „Täg­lich bit­ten wir Gott, daß er doch mehr Arbei­ter in sei­nen Wein­berg sen­den möge.“

Die Not der heidnischen Völker

Auf der gan­zen Welt gibt es noch rund 1000 Mil­lio­nen Nicht­chri­sten. Wenn auf die Ret­tung von je 20.000 Men­schen auch nur ein Mis­sio­nar tätig ist, sind 50.000 Mis­sio­na­re erfor­der­lich. In Wirk­lich­keit sind es jedoch nur 13.000 Prie­ster und rund 30.000 Brü­der, Schwe­stern und Kate­che­ten, die an der Bekeh­rung der Hei­den­welt arbei­ten. Wenn das Werk der Hei­den­be­keh­rung in dem gegen­wär­ti­gen Tem­po und mit den jet­zi­gen Erfol­gen wei­ter­geht, sind noch 4000 Jah­ren nötig, bis eine Sum­me so groß wie die jetzt auf Erden leben­den Unge­tauf­ten in die katho­li­sche Kir­che ein­ge­führt sind. Hel­fen wir sie doch bekeh­ren, indem wir Ihnen durch unser Gebet Mis­sio­na­re erfle­hen!

Der unermeßliche Wert der Seelen

Der hei­li­ge Chryso­s­to­mos sagt: „Der Wert der gan­zen Welt ist mit dem Wert einer ein­zi­gen See­le nicht zu ver­glei­chen ((Leben, Lei­den und Ster­ben des Hei­lands)). All­jähr­lich ster­ben 30 Mil­lio­nen Hei­den. Die See­len die­ser Hei­den aber sind unsterb­lich; und wohin gehen die­se 30 Mil­li­on unsterb­li­chen See­len?  O hel­fen wir doch die­se See­len ret­ten durch Gebet um Prie­ster.

Unserer eigener Nutzen

Die­je­ni­gen, die einem ande­ren dem Beruf zum Prie­ster­stand erfle­hen, haben Anteil an all den guten Wer­ken, die die­ser Prie­ster spä­ter ver­rich­tet. „Wenn wir dazu hel­fen, daß ein ein­zi­ger from­mer Prie­ster in der Kir­che Got­tes recht wirkt, so haben wir ein grö­ße­res Werk vor Gott getan, als wenn wir einen Altar von Gold den Herrn erbau­en hel­fen.“

Dar­um auf christ­li­che See­le, zum Gebets­kreuz­zug um gute Prie­ster:  Gott will es! „Bit­tet den Herrn der Ern­te, daß er Arbei­ter in sei­nen Werk in sei­nen Wein­berg sen­de.“ O bete täg­lich, bete bei jeder hei­li­gen Mes­se und bei jeder hei­li­gen Kom­mu­ni­on, Gott möge doch recht vie­len bra­ven Kna­ben und Jüng­lin­gen den Beruf zum Prie­ster­stan­de geben! Welch‘ uner­meß­li­chen Lohn bringt es dir und welch‘ süßen Trost, wenn du im Tode dei­ne Augen schließt und dir sagen kannst, das du in jedem Prie­ster, dem du den Beruf zum Prie­ster­stand erfleht hast, immer noch wei­ter lebst und wirkst, um See­len zu ret­ten für Gott und den Him­mel.

Wie Gott der Herr das Gebet um Prie­ster erhöht, dafür nur ein Bei­spiel

die Mut­ter des berühm­ten Kar­di­nals Vaug­han von West­mi­ni­ster in Lon­don wünsch­te nichts sehn­li­cher, als alle ihre Kin­der dem Dien­ste des Herrn geweiht zu sehen als Prie­ster oder Ordens­leu­te. Da sie aber wuß­te, daß der Beruf zum Prie­ster- und Ordens­stan­de eine Gna­de Got­tes ist, bete­te sie recht inbrün­stig dar­um. Zu die­sem Zwecke hielt sie 30 Jah­re lang tag­täg­lich eine Anbe­tungs­stun­de vor dem Aller­hei­lig­sten. Und wie wur­de ihr Gebet erhört? Alle ihre 5 Töch­ter tra­ten in den Ordens­stand; von ihren 8 Söh­nen wur­den 6 Prie­ster, dar­un­ter 1 Kar­di­nal und 2 Erz­bi­schö­fe.  O wenn doch alle guten Müt­ter eif­rig und instän­dig beten wür­den, daß Gott der Herr wenig­stens einem ihrer Söh­ne den Beruf zum Prie­ster­stan­de gebe, wie bald wäre dem Prie­ster­man­gel abge­hol­fen!

Gebet um gute Priester

Jesus, Du ewi­ger Hir­te der See­len, erhö­re unser Gebet für unse­re Prie­ster, Du erhö­rest ja dar­in Dein eige­nes, unend­li­ches Ver­lan­gen! Ja, Dein Herz schlägt am zar­te­sten und hei­ße­sten gera­de für die Prie­ster, in denen Du alle See­len mit dei­ner Lie­be umfängst.

Wir beken­nen es, daß wir unwür­dig sind, hei­li­ge Prie­ster zu haben. Allein Dein Erbar­men ist unend­lich grö­ßer als unse­re Tor­heit und Bos­heit. O Jesus, sor­ge Du sel­ber dafür, daß nur die zur Wür­de des Prie­ster­tum empor­stei­gen, die von Dir dazu beru­fen sind. Erleuch­te die Ober­hir­ten bei ihrer Wahl, erleuch­te die See­len­füh­rer bei ihrem Rate, die Erzie­her bei Her­aus­bil­dung ihrer Beru­fe. Gib uns Prie­ster, die den Engeln gleich sind an Rein­heit, voll­kom­men in der Demut, glü­hend von hei­li­ger Lie­be wie die Sera­phim, hel­den­mü­tig im Opfer­geist, voll von apo­sto­li­schem Eifer für Dei­ne Ehre, für Ret­tung und Hei­lung der See­len.

Erbar­me dich all der Unwis­sen­den, denen die Prie­ster Licht sein müs­sen, habe Mit­leid mit all den Arbei­tern, die durch sie vor Betö­rung geschützt, in Dei­nem Namen geret­tet wer­den sol­len, erbar­me Dich all der Kin­der und all der jun­gen Leu­te, die da einen suchen, der sie ret­te und zu Dir hin­füh­re, erbar­me Dich all der Lei­den­den, die eines Trö­ster bedür­fen, der sie in Dei­nem Her­zen trö­ste

Beden­ke, wie vie­le See­len durch das Wir­ken wahr­haft hei­lig­mä­ßi­ger Prie­ster zur Voll­kom­men­heit gelan­gen kön­nen. Dar­um, o Jesus, laß Dich noch ein­mal von Mit­leid rüh­ren durch die Scha­ren des Vol­kes, die da hun­gern und dür­sten! Gib, daß Dei­ne Prie­ster die gan­ze kran­ke Mensch­heit dir zufüh­ren, auf daß durch sie noch ein­mal die Erde erneu­ert, Dei­ne Kir­che erhöht und das Reich Dei­nes Her­zens im Frie­den begrün­det wer­de.

Unbe­fleck­te Jung­frau, Mut­ter des ewi­gen Prie­sters und sel­ber Opfer­prie­ste­rin und Opfer­al­tar mit dem Kreu­ze, wo du den Lieb­lings­prie­ster Jesu, den hei­li­gen Johan­nes, zu dei­nem ersten Soh­ne annahmst, der dann im Abend­mahl­saa­le dir, der Leh­re­rin und Köni­gin der Apo­stel, zur Sei­te stand, nimm auf dei­ne hei­lig­sten Lip­pen unser demü­ti­ges fle­hen, laß das­sel­be wider­hal­len im Her­zen dei­nes gött­li­chen Soh­nes und erwir­ke mit dei­ner bit­ten­den All­macht der Kir­che dei­nes Jesus ein stets sich erneu­ern­des Pfingst­fest. Amen

Abläs­se: 7 Jah­re und 7 Qua­dra­ge­nen jedes­mal. Voll­kom­me­ner für jene, dies es einen Monat lang täg­lich beten, unter den gewöhn­li­chen Bedin­gen. Pius X. 27. Okto­ber 1907.

2 Kommentare

  1. Dan­ke für die wun­der­schö­nen Gebe­te. Unser Pflicht ist für die Prie­ster zu beten und opfern in der heu­ti­gen Not­zeit. Wir hof­fen, dass uns Gott neue Beru­fun­gen schenkt.

  2. Woher sol­len denn die katho­li­schen (Neu-) Prie­ster kom­men, wenn in den (Ehe-) Bet­ten nur ver­hü­tend ver­kehrt wird?

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