Als Jesus bei Gay Pride – aber „keine Provokation“

Homo-Dossier
Autor des Homo-Dossiers tritt bei Gay Pride als "Jesus" auf

Warnung: Beim folgenden Artikel und den Links geht es um Priester und Homosexualität. Es wurde darauf geachtet, die Informationen auf das nötige Minimum zu beschränken, weshalb auch keine Namen genannt werden. Dennoch werden sensible Leser vor der Lektüre gewarnt. Wer sich die Seele nicht zumüllen will oder fürchtet, an Leib und Seele Schaden zu nehmen, sollte auf den Artikel, vor allem aber auch den verlinkten Artikel verzichten.

(Rom) Bei der neapolitanischen Gay Pride am 14. Juli nahm Autor des brisanten Dossiers über homosexuelle Verstrickungen von Priestern teil – als Jesus verkleidet.

Im vergangenen Februar sorgte ein Dossier im italienischen Erzbistum Neapel für Aufsehen. Auf 1.200 Seiten wurden „Fälle von Homosexualität aufgedeckt, in die Priester, Ordensleute und Seminaristen einiger italienischer Diözesen verwickelt seien“, so der Wortlaut einer ersten Erklärung des Erzbistums, die am 24. Februar veröffentlicht wurde (siehe den Bericht Dossier über klerikale Homo-Orgien, Drogen-Partys, Erpressung, Callboys).

Das Dossier betrifft das Erzbistum Neapel und andere Bistümer. Es stützt sich auf die Angaben eines „Edel-Strichers“, der in Neapel wohnt. Das Netzwerk umaßt die Namen von 60 Welt- und Ordenspriestern, hauptsächlich aus Kampanien, aber nicht nur.

Am vergangenen Samstag fand in Neapel eine Homo-Parade statt, wie sie seit einigen Jahren in mehreren Städten in Mode sind. Mediterranean Pride of Naples 2018 nannte sich das Spektakel. Laut Polizeiangaben nahmen 8.000 Personen daran teil, laut den Veranstaltern 20.000.

Neapels Bürgermeister Luigi De Magistris ging begleitet von der Stadtfahne voran, um zu signalisieren, was die Stadtregierung wünscht und unterstützt. Der ehemalige Staatsanwalt, der laut eigenen bis zu deren Umbenennung 1991 die Kommunistische Partei Italiens (KPI) gewählt hatte, regiert die Stadt am Fuß des Vesuvs seit 2011 für ein Linksbündnis. De Magistris fiel mit einem ungewöhnlichen Verständnis von „Gleichheit“ auf. Er bezeichnete es als Skandal, daß die Regierung den Artikel 3 der Verfassung nicht ernst nehme, der „die Gleichheit aller“ festlegt. Offensichtlich fordert der Bürgermeister einen Zwang zur „Gleichheit“ selbst dort, wo sie von Natur aus nicht existiert. 2016 wurde De Magistris wiedergewählt, wobei weniger als die Hälfte der Wähler von 2011 zu den Urnen ging.

Beim Homo-Spektakel vom Samstag war auch Francesco Mangiacapra mit dabei, so heißt der Homo-Aktivist, Autor des Dossiers und laut eigenen Angaben „Edel-Stricher“. Mangiacapra zog als „Jesus“ verkleidet durch die partenopeischen Straßen, versicherte aber auf Mediennachfragen, daß es sich dabei nicht um eine Provokation handle.

„Das ist keine Blasphemie. Ich wollte die heiligen Darstellungen verwenden, um die Aufmerksamkeit auf die Botschaft der Liebe zu lenken. Wir tragen die Botschaft des Evangeliums hinaus. Die Bibel sagt: ‚Wo die Liebe ist, ist Gott‘.“

Zu den Auswirkungen seines Dossiers meinte er, daß die Diözesen nur zu jenen Priestern Maßnahmen ergriffen hätten, die ohnehin in die Schlagzeilen geraten waren. Zahlreiche Verfahren seien noch anhängig.

„Ich denke aber, daß sich die Kirche erst rührt, wenn ein Skandal explodiert.“

Mangiacapra sieht sich als „Guter“, als  „Aufdecker von Heuchelei und Doppelmoral“.

Es fehlt nicht an Kirchenvertretern, die den widernatürlichen und gotteslästerlichen Charakter ausblenden und Gay Prides unterstützen, um sich der Homo-Lobby anzubiedern, so der Kirchenrektor der großen Wallfahrtsbasilika Unserer Lieben Frau von Pompeji und der Bischof von Bergamo. Bei manchen dürfte der Antrieb sein, daß sie selbst homophil oder praktizierende Homosexuelle sind.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: MiL

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