Quo Vadis Heilige Katholische Kirche?

Katholische Kirche
Am Samstag befaßte sich eine international besetzte Tagung in Rom mit der Frage „Katholische Kirche quo vadis?“

(Rom) „Katho­li­sche Kir­che quo vadis?“ lau­te­te das The­ma einer inter­na­tio­na­len Tagung, die am ver­gan­ge­nen Sams­tag, 7. April, in Rom statt­fand.

Refe­ren­ten waren unter ande­rem die bei­den Unter­zeich­ner der Dubia (Zwei­fel) zum umstrit­te­nen nach­syn­oda­len Schrei­ben Amo­ris lae­ti­tia, Kar­di­nal Wal­ter Brand­mül­ler und Kar­di­nal Ray­mond Bur­ke sowie der inter­na­tio­nal bekann­te Bischof Atha­na­si­us Schnei­der.

Ziel der Tagung war eine Bestands­auf­nah­me der aktu­el­len Lage der Kir­che und die Fra­ge, wie es in der strit­ti­gen Ange­le­gen­heit wei­ter­ge­hen soll. Dazu ver­öf­fent­lich­ten die Tagungs­teil­neh­mer fol­gen­de Reso­lu­ti­on.

Ange­sicht ein­an­der wider­spre­chen­den Aus­le­gun­gen des Apo­sto­li­schen Schrei­bens „Amo­ris lae­ti­tia“ brei­tet sich unter den Gläu­bi­gen welt­weit wach­sen­de Rat­lo­sig­keit und Ver­wir­rung aus.

Die drin­gen­de Bit­te von nahe­zu einer Mil­li­on von Gläu­bi­gen, von mehr als 250 Gelehr­ten, ja von Kar­di­nä­len um eine klä­ren­de Ant­wort des Hei­li­gen Vaters auf die­se Fra­gen ist bis heu­te nicht erhört wor­den.

In die­ser so ent­stan­de­nen ern­sten Gefahr für den Glau­ben und die Ein­heit der Kir­che wis­sen wir, getauf­te und gefirm­te Glie­der des Vol­kes Got­tes, uns zum Bekennt­nis unse­res katho­li­schen Glau­bens auf­ge­ru­fen.

Dazu ermäch­tigt und ermu­tigt uns das II. Vati­ka­ni­sche Kon­zil, das in „Lumen gen­ti­um“ Nr. 33 fest: „So ist jeder Laie kraft der ihm geschenk­te Gaben zugleich Zeu­ge und leben­di­ges Werk­zeug der Sen­dung der Kir­che selbst nach dem Maße der Gabe Chri­sti (Eph 4,7).“

Es ermu­tigt uns dazu auch der seli­ge John Hen­ry New­man, der in sei­ner pro­phe­tisch zu nen­nen­den Schrift „On Con­sul­ting the Faith­ful in Mat­ter of Doc­tri­ne“ schon im Jah­re 1859 auf die Bedeu­tung des Glau­bens­zeug­nis­ses der Lai­en hin­ge­wie­sen hat.

So also bezeu­gen und beken­nen wir im Ein­klang mit der authen­ti­schen Leh­re der Kir­che:

  1. Die zwi­schen zwei getauf­ten Part­nern gül­tig geschlos­se­ne und voll­zo­ge­ne Ehe kann nur durch den Tod gelöst wer­den.
  2. Dar­um bege­hen in gül­ti­ger Ehe ver­bun­de­ne Chri­sten, die den­noch zu Leb­zei­ten ihres Gat­ten sich mit einer ande­ren Per­son ver­bin­den, die schwe­re Sün­de des Ehe­bruchs.
  3. Wir sind davon über­zeugt, daß es abso­lu­te sitt­li­che Gebo­te gibt, die immer und ohne Aus­nah­me ver­pflich­ten.
  4. Wir sind über­zeugt, daß das Urteil, ob die sakra­men­ta­le Los­spre­chung erteilt wer­den kann, oder nicht, kei­nes­wegs von der Schuld­haf­tig­keit der began­ge­nen Sün­de abhängt, son­dern von der Bereit­schaft ins­künf­tig gemäß dem Gebot Got­tes zu leben.
  5. Wir sind über­zeugt, daß wie­der­ver­hei­ra­te­te Geschie­de­ne, die nicht bereit sind künf­tig wie Bru­der und Schwe­ster zu leben, sich in objek­ti­vem Wider­spruch zu Got­tes Gebot befin­den und dar­um nicht zur hl. Eucha­ri­stie zuge­las­sen wer­den kön­nen.

Unser Herr Jesus Chri­stus sagt: „Wenn ihr in mei­nem Wort bleibt, seid ihr wahr­haft mei­ne Jün­ger. Dann wer­det ihr die Wahr­heit erken­nen und die Wahr­heit wird euch befrei­en“ (Joh 8,32).

In die­ser Zuver­sicht beken­nen wir unse­ren Glau­ben vor dem Ober­sten Hir­ten und Leh­rer der Kir­che samt den Bischö­fen und bit­ten sie, uns im Glau­ben zu stär­ken.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Info­Va­ti­ca­na




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