Die ARD-Tagesschau im Skandal-Modus des Boulevard-Journalismus

ARD-Tagesschau
Zwei Programmbeschwerden gegen Tagesschau-Berichte der ARD vom 19.02.2018 über die Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz brachte Hubert Hecker ein. Er begründet, warum.

Gast­kom­men­tar von Hubert Hecker.

Beschwerde 1

Die erste Beschwer­de an den Rund­funk­rat des NDR bezieht sich auf den The­men­block zur Früh­jahrs­voll­ver­samm­lung der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz in der 20 Uhr-Tages­schau vom 19.  Febru­ar 2018. Das Haupt­the­ma dabei war das Finanz­ge­ba­ren in deut­schen Bis­tü­mern.

Programmbeschwerde gegen Tagesschau-Bericht
Pro­gramm­be­schwer­de gegen Tages­schau-Bericht

Dazu sag­te der Tages­schau­spre­cher unter ande­rem:

„Die Ursa­chen der jüng­sten Finanz­skan­da­le in deut­schen Bis­tü­mern sind unter­schied­lich:

  • In Ham­burg …
  • In Lim­burg war es die Ver­schwen­dungs­sucht des frü­he­ren Bischofs.
  • In Eich­stätt …

Der Scha­den allein in Lim­burg: 30 Mil­lio­nen Euro.“

Dazu wur­de ein Gra­fik­bild mit den Umris­sen aller deut­schen Bis­tü­mer ein­ge­blen­det, rot aus­ge­füllt das Bis­tum Lim­burg. Der bei­ste­hen­de Text lau­te­te: „Lim­burg: - 30 Mio €“.

Der Gegen­stand der Pro­gramm­be­schwer­de ist mit den drei unter­stri­che­nen Text­zei­len ange­zeigt.

(a) Nach über­ein­stim­men­der Bericht­erstat­tung der seriö­sen Zei­tun­gen Deutsch­lands vom Okto­ber 2013 betru­gen die Bau­ko­sten für das damals so genann­te „Diö­ze­sa­ne Zen­trum St. Niko­laus“ 31 Mil­lio­nen Euro. Die Süd­deut­sche Zei­tung schrieb am 10. 10. 2013 unter der Über­schrift: „Lim­bur­ger Bischofs­re­si­denz. Tebartz-van-Elst ver­tei­digt 31-Mil­lio­nen-Bau“:

„Der Kle­ri­ker ver­tei­digt die Bau­ko­sten für das bischöf­li­che Diö­ze­san­zen­trum in Höhe von 31 Mil­lio­nen Euro. ‚Bei der Zahl erschrickt man, das ver­ste­he ich. Aber dahin­ter ste­hen zehn ein­zel­ne Bau­pro­jek­te. Man muss vie­le Details ken­nen, etwa die Auf­la­gen des Denk­mal­schut­zes’. Man habe ein Diö­ze­sa­nes Zen­trum auf ‚nach­hal­ti­ge Wei­se gebaut, so dass es auch noch kom­men­den Genera­tio­nen zur Ver­fü­gung ste­hen wird’, erklär­te Tebartz-van Elst.“

Bistum Limburg
Bis­tum Lim­burg

Die Kosten des bischöf­li­chen Bau­pro­jek­tes mögen durch die Wün­sche des Bau­herrn an Mate­ri­al- und Innen­aus­stat­tung in die Höhe getrie­ben sein. Aber allein das Renom­mee des aus­füh­ren­den Archi­tek­ten, Micha­el Frie­ling­haus, Prä­si­dent des Bun­des Deut­scher Archi­tek­ten (BDA) und Chef eines gro­ßen, deutsch­land­weit bekann­ten Archi­tek­tur­bü­ros, gele­gent­lich als „Deutsch­lands Archi­tekt Num­mer eins“ bezeich­net, garan­tiert dafür, dass das Lim­bur­ger Diö­ze­san­zen­trum mit zehn ein­zel­nen Bau­pro­jek­ten tat­säch­lich in soli­der und wert­hal­ti­ger Aus­füh­rung erstellt wur­de. Den Bau­ko­sten von 31 Mil­lio­nen Euro stand und steht dem­nach der Mil­lio­nen­wert des inzwi­schen genutz­ten Bau­kom­ple­xes gegen­über:

Der Finanz­be­richt des Bischöf­li­chen Stuhls in Lim­burg für die Jah­re 2012/2013 weist nach Abschluss der Bau­maß­nah­men „allein für die drei das Bischofs­haus bil­den­den Immo­bi­li­en (bischöf­li­cher Amts­sitz, Schwe­stern­haus, Bischofs­woh­nung – H.H.) auf dem Lim­bur­ger Dom­berg zum 31. Dezem­ber 2013 den Wert von 24.129.000 Euro“ aus, zusam­men mit der „Aus­stat­tung des Bischofs­hau­ses 25,6 Mil­lio­nen“ (zitiert aus: Ein­blicke. Jah­res­ab­schlüs­se zum 31. 12. 2012 und 2013, S. 19). Da der Wert der übri­gen sie­ben Bau­pro­jek­te wie Amts­ka­pel­le, Ver­samm­lungs­räu­me, Gar­ten­an­la­ge, Umgren­zungs­mau­er, etc. sich wahr­schein­lich auf wei­te­re Mil­lio­nen auf­sum­miert, dürf­te der Gesamt­wert des Gebäu­de­kom­ple­xes etwa 30 Mil­lio­nen Euro betra­gen.

Die Behaup­tung der Tages­schau, dass sich wegen des Ver­hal­tens des frü­he­ren Bischofs „der Scha­den allein in Lim­burg 30 Mil­lio­nen Euro“ betra­gen wür­de, ist dem­nach falsch. Die wahr­heits­wid­ri­ge Aus­sa­ge wird auch durch die Wie­der­ho­lung im Gra­fiktext nicht rich­ti­ger: „Lim­burg: — 30 Mio €“.

Rich­tig ist dage­gen das glat­te Gegen­teil von der Tages­schau-Behaup­tung: Der tat­säch­li­che Wert der Anla­ge beträgt etwa 30 Mil­lio­nen Euro, dem­nach eine Mil­li­on weni­ger als die Bau­ko­sten. Wenn von einem finan­zi­el­len „Scha­den“ zu spre­chen wäre, wür­de der mit nur knapp vier Pro­zent der Bau­ko­sten zu Buche schla­gen – ein rela­tiv nied­ri­ger Wert im Ver­gleich mit ande­ren öffent­li­chen Bau­pro­jek­ten.

Irreführende Faktendarstellung
Irre­füh­ren­de Fak­ten­dar­stel­lung

Die leicht zugäng­li­chen Infor­ma­tio­nen über den Wert der Lim­bur­ger Dom­berg-Immo­bi­lie hät­te die Tages­schau­re­dak­ti­on durch ein­fa­che Ein­ga­ben in eine Such­ma­schi­ne erfah­ren kön­nen. An die jour­na­li­sti­sche Pflicht zur „inve­sti­ga­ti­ven Recher­che“ ist die öffent­lich-recht­li­chen Rund­funk­an­stalt NDR nicht nur durch die berufs­ethi­schen Regeln des Pres­se­ko­dex’ gehal­ten, son­dern auch durch die inter­nen ARD-Qua­li­täts­richt­li­ni­en und den NDR-Staats­ver­trag, in denen an die Redak­teu­re der Auf­trag gege­ben wird, „Nach­rich­ten vor ihrer Ver­brei­tung mit der nach den Umstän­den gebo­te­nen Sorg­falt auf Wahr­heit und Her­kunft zu prü­fen“. Gegen die­se jour­na­li­sti­sche Sorg­falts­pflicht hat die NDR-Redak­ti­on in die­sem Fall ver­sto­ßen.

Selbst ohne Inter­net­re­cher­che oder bei Infra­ge­stel­lung der oben auf­ge­führ­ten Bilanz­da­ten als ech­te Wer­te hät­ten die Tages­schau-Redak­teu­re durch ein­fa­che Über­le­gun­gen aus nüch­ter­ner All­tags­er­fah­rung zu dem Schluss kom­men müs­sen, dass auch bei Über­teue­rung einer Bau­maß­nah­me ein mög­li­cher „Scha­den“ höch­stens bei einer kom­plet­ten Schrott­im­mo­bi­lie die Gesamt­sum­me der Bau­ko­sten aus­macht, nor­ma­ler­wei­se aber nur die mög­li­che Dif­fe­renz zwi­schen Bau­sum­me und Wert des erstell­ten Pro­jek­tes als „Scha­den“ bilan­ziert wer­den kann.

(b) Dass die Redak­ti­on sol­che schlich­ten Über­le­gun­gen zur Wahr­heits­prü­fung von Behaup­tun­gen nicht ange­stellt hat, deu­tet auf jour­na­li­sti­sche Vor­ein­ge­nom­men­heit hin. Bestä­tigt wird der Ver­dacht auf redak­tio­nel­le Vor­ur­teils­hal­tung durch den Aus­druck „Ver­schwen­dungs­sucht des frü­he­ren Bischofs“, die als ver­meint­li­che „Ursa­che“ für den angeb­li­chen Lim­bur­ger Finanz­scha­den vor­an­ge­stellt wird.

Die Tages­schau-Behaup­tung von einer bischöf­li­chen Sucht zur Ver­schwen­dung, das heißt einem krank­haf­ten Zwangs­han­deln zu nutz­lo­sen und sinn­lo­sen Aus­ga­ben, hat in den oben dar­ge­stell­ten Zah­len und Fak­ten kei­ner­lei Basis und Evi­denz. Sie ist daher als will­kür­li­ches mora­li­sches Urteil eine Ver­leum­dung.

Fünf Jah­re nach den betref­fen­den Ereig­nis­sen berich­tet der NDR immer noch im mora­li­sie­ren­den Empö­rungs­ge­stus und rei­ße­ri­schen Skan­dal­mo­dus — wie der Bou­le­vard­jour­na­lis­mus von vie­len deut­schen Medi­en in den Jah­ren 2010 bis 2013 zum Lim­bur­ger Bischof Tebartz-van Elst.

Beschwerde 2

Im anschlie­ßen­den Teil des Tages­schau-Film­be­richts über die Früh­jahrs­ta­gung der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz wur­de ein Pres­se­kon­fe­renz-State­ment von Kar­di­nal Marx über­mit­telt. Der Vor­sit­zen­de der DBK for­der­te dar­in mehr Anstren­gun­gen der Kir­che für Trans­pa­renz und Kon­trol­le im Bereich kirch­li­cher Finan­zen.

Auf die fol­gen­de Film­pas­sa­ge bezieht sich die zwei­te Beschwer­de:

Wir sind Kirche weder kirchlich anerkannt noch eine „Stimme“ der Kirche
Wir sind Kir­che weder kirch­lich aner­kannt noch eine „Stim­me“ der Kir­che

Die Tages­schau blen­de­te nach den Aus­sa­gen von Marx ein Stand­bild ein. Dar­auf ist das Logo des Ver­eins „Wir sind Kir­che“ zu sehen, davor des­sen Vor­sit­zen­der Chri­sti­an Weis­ner an einem Tisch mit wei­te­ren Per­so­nen. Dazu der Tages­schau­spre­cher aus dem Off: „Auch die katho­li­schen Lai­en füh­ren Kla­ge gegen die pro­ble­ma­ti­schen Finanz­ge­schäf­te (der Kir­che).“ Anschlie­ßend kam Weis­ner selbst zu Wort, unter ande­rem mit der Behaup­tung, „durch Ein­be­zie­hung des Kir­chen­vol­kes“ könn­ten die wie­der­hol­ten Finanz­skan­da­le ver­hin­dert wer­den. Den Zuschau­ern wur­de aber weder der Spre­cher des Ver­eins noch die Grup­pe „Wir sind Kir­che“ vor­ge­stellt. Damit und durch die Ein­lei­tungs­wen­dung: „Auch die katho­li­schen Lai­en …“ wur­de der Ein­druck erzeugt, als wenn Weis­ner die aner­kann­te Stim­me oder Ver­tre­tung der katho­li­schen Lai­en bzw. des gesam­ten „Kir­chen­vol­kes“ wäre.

Das ist sach­lich falsch. Weis­ner ist Vor­sit­zen­der einer klei­nen Grup­pe von Katho­li­ken, die nicht im Rah­men und Namen der Kir­che agiert, wie der Vati­kan und deut­sche Bischö­fe fest­ge­stellt haben. Auch quan­ti­ta­tiv ist der Ver­ein mit eini­gen hun­dert Mit­glie­dern bun­des­weit im Ver­gleich zu den teil­wei­se Hun­dert­tau­sen­den in den zahl­rei­chen katho­li­schen Lai­en­ver­bän­de eine mar­gi­na­le Grö­ße. Erst recht kann die Split­ter­grup­pe von Katho­li­ken nicht als Ver­tre­tung der 23,6 Mil­lio­nen katho­li­schen Lai­en in Deutsch­land gel­ten. „Wir sind Kir­che“ hat als kirch­lich nicht aner­kann­ter Ver­ein nicht ein­mal Sitz und Stim­me im Zen­tral­ko­mi­tee der deut­schen Katho­li­ken als Zusam­men­schluss der katho­li­schen Ver­ei­ne und Ver­bän­de sowie gewähl­ter Lai­en­ver­tre­ter.

Natür­lich hat die WsK-Grup­pe das bür­ger­li­che Recht, jede belie­bi­ge The­se zu oder gegen die Kir­che zu ver­tre­ten. Aber sie kann nicht wahr­heits­ge­mäß bean­spru­chen, ein Teil der Kir­che zu sein. Auch die Medi­en soll­ten ihren Zuschau­ern nicht vor­gau­keln, dass die Grup­pe mit dem anma­ßen­den Namen „Wir sind Kir­che“ ein legi­ti­mer Teil der ver­fass­ten Kir­che wäre. Erst recht dürf­te von den öffent­lich-recht­li­chen Anstal­ten die kir­chen­fer­ne Rand­grup­pe nicht als Ver­tre­tung von kirch­li­chen Lai­en-Katho­li­ken den ahnungs­lo­sen Zuschau­ern vor­ge­stellt wer­den. Genau die­se Anma­ßung bzw. den fal­schen Reprä­sentanz­an­spruch för­dert aber die ARD-Sen­dung, indem sie den Spre­cher der WsK-Grup­pe ins Ram­pen­licht der Medi­en­schein­wer­fer stellt und ihm sowohl den Anschein von kirch­li­cher Legi­ti­mi­tät gibt als auch den Ein­druck zur Ver­tre­tung der Katho­li­ken­mehr­heit ver­mit­telt. In der Tages­schau­sen­dung vom glei­chen Tag ab 18.46 Uhr unter dem Titel: „Bischofs­kon­fe­renz in Ingol­stadt. Reden über Gott und das Geld“ wur­de Weis­ner sogar ein sechs­mi­nü­ti­ges Inter­view über Fra­gen der insti­tu­tio­nel­len Kir­che ein­ge­räumt. Der WsK-Spre­cher bestritt im Jah­re 2006, dass Jesus Chri­stus eine Kir­che gegrün­det hät­te.

In der Vorabendsendung noch ausführlicher
In der Vor­abend­sen­dung noch aus­führ­li­cher

Die ARD hat im Rah­men ihrer „Leit­li­ni­en 2017/18“ unter den „Gen­re­spe­zi­fi­schen Qual­ti­täts­kri­te­ri­en“ an erster Stel­le das Merk­mal „Rele­vanz“ auf­ge­li­stet. Die klei­ne WsK-Grup­pe ist aber quan­ti­ta­tiv und qua­li­ta­tiv völ­lig irrele­vant. Das gilt sowohl bezüg­lich der insti­tu­tio­nel­len Kir­che als auch in Hin­sicht auf die Reprä­sen­tanz von den 23,6 Mil­lio­nen Katho­li­ken in Deutsch­land.

Es ist dar­über hin­aus ein schlech­ter publi­zi­sti­scher Stil, die dele­gier­ten Reprä­sen­tan­ten der deut­schen Lai­en-Katho­li­ken zu über­ge­hen und dafür einen rand­stän­di­gen Spre­cher einer mar­gi­na­len Mini-Grup­pe außer­halb der Kir­che als Spre­cher der kirch­li­chen Lai­en zu prä­sen­tier­ten. Die­ses Vor­ge­hen läuft auf eine Täu­schung der Zuschau­er hin­aus, denen in zwei Tages­schau­sen­dun­gen der Ein­druck ver­mit­telt wird, als wenn die Mehr­heit der Katho­li­ken in Deutsch­land oder auch nur gro­ße Tei­le so ähn­lich den­ken wür­den wie der Ver­tre­ter der mar­gi­na­len Klein­grup­pe mit dem über­heb­li­chen Namen „Wir sind Kir­che“.

Wenn die Tages­schau den Aus­füh­run­gen der amts­kirch­li­chen Bischö­fe eine Lai­en­stim­me gegen­über­stel­len woll­te, so wäre dafür allein das State­ment eines Ver­tre­ters vom Zen­tral­ko­mi­tee der deut­schen Katho­li­ken ange­mes­sen gewe­sen. Das ZdK hat in der Ver­gan­gen­heit viel­fach den deut­schen Bischö­fen Kon­tra gege­ben.

Für Generalversammlung von Wir sind Kirche (2014) genügt ein Hinterzimmer.
Für Gene­ral­ver­samm­lung von Wir sind Kir­che (2014) genügt ein Hin­ter­zim­mer.

Dass die Tages­schau an einem Tag zwei­mal den hyper­kri­ti­schen WsK-Spre­cher prä­sen­tier­te, gibt Anlass zu der Fra­ge, ob die Redak­ti­on mit Vor­ein­ge­nom­men­heit gegen die Kir­che arbei­tet. In den Inter­view-Ant­wor­ten zur 18.46 Uhr-Sen­dung brach­te Weis­ner eine Fül­le von z. T. über­zo­ge­nen und unsin­ni­gen For­de­run­gen vor. Der Tages­schau­spre­cher unter­stütz­te ihn dabei, indem er fälsch­lich von der „Reform­un­wil­lig­keit“ der Kir­che in Deutsch­land sprach. Dabei hat­te Kar­di­nal Marx als Vor­sit­zen­der der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz auf der Pres­se­kon­fe­renz aus­drück­lich betont, dass die Reform­an­stren­gun­gen der deut­schen Kir­che bzgl. „Trans­pa­renz und Kon­trol­le“ des Finanz­ge­ba­rens ver­stärkt wer­den müss­ten, um inter­na­tio­na­le Stan­dards zu errei­chen.

Wenn die Redak­ti­on der Tages­schau den deut­schen Bischö­fen als Ober­hir­ten über 23,6 Mil­lio­nen Katho­li­ken den Spre­cher einer irrele­van­ten Split­ter­grup­pe als Stim­me der Lai­en-Katho­li­ken ent­ge­gen­stellt und ihn im zwei­ten Tages­schau­be­richt sogar sechs Minu­ten lang über Refor­men der Kir­che in Deutsch­land räso­nie­ren lässt, ist das kei­ne seriö­se jour­na­li­sti­sche Dar­stel­lung. Die unan­ge­mes­se­ne Gegen­über­stel­lung hat eher Züge von Lächer­lich­keit an sich. Zu kei­ner ande­ren gesell­schaft­li­chen oder poli­ti­schen Groß­or­ga­ni­sa­ti­on könn­te sich die öffent­lich-recht­li­che Sen­de­an­stalt ein sol­ches Miss­ver­hält­nis erlau­ben von rele­van­ter Bericht­erstat­tung und irrele­van­tem Kom­men­ta­tor.

Text: Hubert Hecker
Bild: ARD/Tagesschau (Screen­shots)




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3 Kommentare

  1. Gegen­über den (kon­ser­va­ti­ven) Katho­li­ken erlaubt sich der (mehr­heit­lich kir­chen­feind­li­che) Main­stream-Jour­na­lis­mus ent­lar­ven­der­wei­se auch wei­ter­hin, und beson­ders der gebüh­ren­fi­nan­ziert öffent­lich-recht­li­che, genau das, was er angeb­lich sonst am mei­sten ver­dammt: 1. (klero­pho­ben) Popu­lis­mus! (des anti-katho­li­schen Affek­tes), 2. mani­pu­la­tiv-sug­ge­sti­ve Dis­kri­mi­nie­run­gen (wor­über irgend­je­mand end­lich mal eine ver­nich­ten­de Stu­die schrei­ben soll­te) 3. alter­na­ti­ve facts! (über Lim­bur­ger Bade­wan­nen) und 4. hate speech! (über die „K***“, gelin­de „Katho­len“). Letz­te­res Pejo­ra­ti­vum hört man immer häu­fi­ger, beson­ders auf­fäl­lig bei Mode­ra­to­ren, die sonst mit poli­tisch beson­ders fein gespitz­ten Lip­pen die korr­rek­te „Mus­li­ma“ her­vor­hau­chen.

  2. Das Anbie­dern und Kuschen der dt. Kir­che hat nichts genutzt. Der links­do­mi­nier­te GEZ-Appa­rat kennt kein Erbar­men. Kir­chen­fein­de blei­ben Kir­chen­fein­de. Umso bedenk­li­cher der Applaus für Fran­zis­kus.

  3. Die Kir­chen­het­ze des Links­blocks (CDU-FDP-Grü­ne-SPD-Lin­ke) ist iden­tisch mit der Kir­chen­het­ze unter der NSDAP im „Drit­ten Reich“ , machen wir uns nicht vor. Oder auch iden­tisch mit der Kir­chen­het­ze im Real­exi­stie­ren­den Sozia­lis­mus der „DDR“. Und die GEZ-Medi­en machen mit wie einst mit „Völ­ki­schem Beob­ach­ter“ und „Neu­es Deutsch­land“
    Gott sei Dank gibt es noch die AFD!

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