„Das Evangelium darf nur von einem Priester oder Diakon verkündet werden“

Generalaudienz

Liebe Brüder und Schwestern,

in unseren Betrachtungen zur Feier der heiligen Messe sprechen wir heute über das Evangelium und die Homilie. Das Evangelium bildet den Höhepunkt der Liturgie des Wortes und darf nur von einem Priester oder Diakon verkündet werden.

Ihm geht das Halleluja oder ein anderer Ruf voraus; ebenso wird es von besonderen Zeichen der Ehrerbietung und Verehrung begleitet, um deutlich zu machen: Hier ist der Herr gegenwärtig. Er spricht zu uns. Was er einst gesagt und getan hat, vollzieht er jetzt weiter an uns. Um seine Botschaft näherzubringen, bedient sich Christus auch des Wortes des Priesters oder des Diakons, der nach dem Evangelium die Homilie hält. Sie ist Teil der Liturgie und greift den Dialog zwischen dem Herrn und seinem Volk auf, damit er im Leben erfüllt wird. Die authentische Auslegung des Evangeliums ist unser heiligmäßiges Leben! Gottes Wort muss in uns Fleisch werden und in Werken umgesetzt werden, wie es bei Maria und den Heiligen war. Für eine fruchtbare Verkündigung sind eine gute Vorbereitung, Aufmerksamkeit und die rechte innere Haltung sowohl des Predigers wie auch der Zuhörer erforderlich. Die Kenntnis und das regelmäßige Lesen der Heiligen Schrift hilft uns allen, um mit Gewinn an der Liturgie des Wortes teilzunehmen.

 

Mit Freude heiße ich die Brüder und Schwestern aus den Ländern deutscher Sprache willkommen. In der Liturgie verkündet Christus immer noch die Frohe Botschaft, und wir müssen durch unsere Teilnahme an der heiligen Messe ihm Antwort geben. Der Herr helfe uns, wie die Heiligen das gelebte Evangelium für unsere Mitmenschen zu sein. Gott segne und behüte euch.

 

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