Klonen von Affen: Attentat gegen die Zukunft der gesamten Menschheit

Klonen "Als Attentat gegen die Zukunft der gesamten Menschheit" veurteilte der Bioethiker, Kardinal Elio Sgreccia, die Nachricht, daß in der Volksrepublik China zwei Affen geklont wurden.
"Als Attentat gegen die Zukunft der gesamten Menschheit" veurteilte der Bioethiker, Kardinal Elio Sgreccia, die Nachricht, daß in der Volksrepublik China zwei Affen geklont wurden.

(Rom/Peking) Als eine „Bedrohung für die Zukunft des Menschen“ bezeichnete Kardinal Elio Sgreccia, der emeritierte Vorsitzende der Päpstlichen Akademie für das Leben, das Klonen. Damit reagierte der renommierte Bioethiker auf die Nachricht, daß in der Volksrepublik China zwei Affen geklont wurden.

Der Kardinal, Theologe und Bioethiker sagte der Presseagentur ADN Kronos:

„Im Gegensatz zur Hypothese den Mensch zu klonen, wogegen die Kirche nur die totale und schärfste Verurteilung aussprechen kann, hat das kirchliche Lehramt bisher noch keine ausdrückliche, offizielle Verurteilung gegen das Klonen von Tieren ausgesprochen, wodurch das Thema der verantwortungsbewußten Abwägung  der Wissenschaftler überlassen ist.“

Eine solche Verurteilung gegen die Vergewaltigung von Tieren durch Klonen fordert der Kardinal. Er war von 1985 bis 2006 Direktor des Zentrums für Bioethik an der Katholischen Universität vom heiligen Herzen. Die „Cattolica“ in Mailand ist die größte katholische Universität der Welt und größte Privatuniversität Europas. Ab 1990 war er dort ordentlicher Professor für Bioethik. Von 1990-2006 gehörte er dem Nationalen Bioethikrat von Italien an und war Direktor des Nationalen Zentrums für Bioethik. 1994 wurde er stellvertretender Vorsitzender und 2005 Vorsitzender der Päpstlichen Akademie für das Leben. Ein Amt, das er bis 2008 innehatte. 1992 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Titularbischof von Zama Minor. 2010 kreierte ihn Papst Benedikt XVI. zum Kardinal.

„Es besteht kein Zweifel, daß das Klonen des ersten Schafes Dolly und anderer Tiere und nun sogar eines Affen, also eines Primaten, ein regelrechtes Attentat gegen die Zukunft der gesamten Menschheit darstellt. Es besteht die sehr große Gefahr, daß das Klonen von Affen als der vorletzte Schritt zum Klonen des Menschen gesehen wird. Etwas, was die Kirche nie gutheißen kann.“

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Avvenire (Screenshot)

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4 Kommentare

  1. Nun wartet alle Welt nur noch auf die offizielle Stellungnahme des Vatikans. Papst Franziskus würde in diesem Fall die allergrößte Aufmerksamkeit zuteil. Ob er wohl die Chance nutzt, persönlich seine Stimme zu erheben? Wenn ja, wie wird er sich äußern, was wird er dazu zu sagen haben? Jetzt wird es echt spannend. Bald geht es auch hier ums „Eingemachte“.

  2. Und mit einem solchen Land versucht der Vatikan sich zu arrangieren?
    Und das auf Kosten der gläubigen, tapferen und opferbereiten Katholiken und ihrer Bischöfe im Untergrund.
    Hier zeigt eine Diplomatie, die nicht für Gerechtigkeit steht, sondern lediglich ihre als nützlich empfundenen Interessen pflegt, ihr hässliches Gesicht.
    Auch dann, wenn es sich um vatikanische Diplomatie handelt, ja gerade dann.

  3. Geklonte Pferde gibt es schon lange. In der Niederlanden darf man die nicht klonen,aber man darf sie besitzen. Deshalb wird das dann in der U.S.A. gemacht. Wenn das mit einem Pferd (oder Affe) geht,dann auch mit Menschen. Ehrlich gesagt bin ich mich ziemlich sicher dass damit auch schon experimentiert wird.Wissenschaeftler wollen eben alles versuchen und meinen es besser zu wissen als Gott.

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