Besuch im Kinderkrankenhaus und bei Benedikt XVI.

Papst Franziskus: Besuch im päpstlichen Kinderkrankenhaus Bambino Gesù.
Papst Franziskus: Besuch im päpstlichen Kinderkrankenhaus Bambino Gesù.

(Rom) Papst Fran­zis­kus stat­te­te wäh­rend der Weih­nachts­ta­ge zwei Besu­che ab. Von einem Besuch erwar­te­te sich das päpst­li­che Umfeld offen­sicht­lich kei­nen media­len Nut­zen. Ein Besuch wur­de näm­lich mit zahl­rei­chen Fotos und Vide­os ins Bild gesetzt, wäh­rend vom ande­ren weder das eine noch das ande­re ver­brei­tet wurde.

Papst Franziskus: Besuch im Kinderkrankenhaus

Am 5. Janu­ar stat­te­te Papst Fran­zis­kus dem päpst­li­chen Kran­ken­haus Bam­bi­no Gesù von Rom einen „Über­ra­schungs­be­such“ ab. Dabei han­delt es sich um eines der renom­mier­te­sten Kin­der­kran­ken­häu­ser der Welt, des­sen 800 Bet­ten von jun­gen Pati­en­ten aus aller Welt belegt wer­den. Das 1869 gegrün­de­te Kran­ken­haus gilt als exter­ri­to­ri­al und unter­steht damit nicht der Juris­dik­ti­on Ita­li­ens, son­dern des Hei­li­gen Stuhls.

Zum Som­mer­be­ginn 2017 hat­te sich das Kran­ken­haus ange­bo­ten, die Behand­lung und Pfle­ge des klei­nen Char­lie aus Eng­land zu über­neh­men. Des­sen Eltern kämpf­ten gegen das Lon­do­ner Kran­ken­haus, in dem ihr Sohn unter­ge­bracht war, und gegen die eng­li­schen Gerich­te, die ihm die wei­te­re Ver­sor­gung ver­wei­ger­ten, aber zugleich auch die Aus­rei­se unter­sag­ten. Trotz des römi­schen Hilfs­an­ge­bots, miß­ach­te­te Eng­land das Eltern­recht und ließ den klei­nen Char­lie ster­ben.

Vati­can News, der Osser­va­to­re Roma­no und die ande­ren päpst­li­chen Medi­en berich­te­ten mit zahl­rei­chen Bil­dern über den Besuch von Fran­zis­kus. Die Bil­der wur­den auch von den inter­na­tio­na­len Pres­se­agen­tu­ren, dar­un­ter AFP, ver­brei­tet (sie­he Bericht Ale­teia).

Papst Franziskus: Besuch bei Benedikt XVI.

Am 21. Dezem­ber besuch­te Papst Fran­zis­kus sei­nen Vor­gän­ger, Bene­dikt XVI., im Klo­ster Mater Eccle­siae, um ihm Fro­he Weih­nach­ten zu wün­schen. Am sel­ben Tag hat­te Fran­zis­kus im fünf­ten Jahr in Fol­ge sei­nen Mit­ar­bei­tern an der Römi­schen Kurie statt einer Weih­nachts­bot­schaft eine Schimpf­ti­ra­de über „Intri­gen“ und „Ver­rä­ter“ gewidmet.

Erst am 26. Dezem­ber wur­de der Besuch bei Bene­dikt XVI. vom vati­ka­ni­schen Pres­se­amt mit einer kur­zen Nach­richt von knapp zwei Zei­len bekannt­ge­ge­ben. Dazu wur­den weder Fotos noch Vide­os ver­öf­fent­licht, wie das bei frü­he­ren Anläs­sen, beson­ders in der Anfangs­pha­se des Pon­ti­fi­kats, mit beson­de­rer Inten­si­tät der Fall war

In einem Medi­en­pon­ti­fi­kat wohl kein Zufall.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Vati­can Insi­der (Screen­shot)

1 Kommentar

  1. Und wenn man aus Respekt vor Bene­dikts XVI Alter und Gesund­heit­zu­stand kei­ne Pres­se dabei haben wollte ?

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