Islamisches Gebet vor Ratssitzung

Oldhams Bürgermeister mit islamischem Vorbeter
Oldhams Bürgermeister mit islamischem Vorbeter

(London) Zu Greater Manchester im Nordwesten Englands gehört die Stadt Oldham mit knapp 100.000 Einwohnern. Dort waren 2011 noch 55 Prozent White British. Damit werden bei der Volkszählung Weiße mit britischer Staatsbürgerschaft bezeichnet. Engländer müssen damit also nicht unbedingt gemeint sein. Nur mehr 59 Prozent bekannten sich als Christen, 19,5 als Religionslose und 18,1 Prozent als Muslime. Letztere Gruppe wächst am schnellsten.

In Oldham gewann Winston Churchill, Sproß des britischen Hochadels, 1900 sein erstes Unterhausmandat und begann seine politische Karriere. Hier kam 1978 weltweit das erste Retortenbaby zur Welt. Und nun hat die Stadt einen neuen Primat zu vermelden.

Seit dem vergangenen Sommer werden die Ratsversammlung der Stadt mit einem islamischen Gebet eröffnet. Der neue Bürgermeister von Oldham ist nämlich ein Muslim. Shadab Qumer gehört der Labour Partei an. Als solcher bestand er auf dem Gebet. Die Stadträte, viele davon mutmaßlich getauft, schwiegen ehrfürchtig und unterwarfen sich der Vorgabe.

Die Ratsversammlung von Oldham zählt 60 Mitglieder. Labour regiert in der Region mit einer erdrückenden Mehrheit von 46 Sitzen. Neun Sitze entfallen auf die Liberaldemokraten, zwei auf die Konservativen, ein Vertreter gehört der UKIP an und zwei Ratsherren sind Unabhängige. Der Anteil muslimischer Ratsmitglieder ist höher als der muslimische Bevölkerungsanteil laut Volkszählung von 2011.

Seit der Errichtung der Oldhamer Ratsversammlung im Jahr 1974 wird am Beginn der Sitzungen gebetet. Dafür gibt es einen ehrenamtlichen Mayor’s Chaplain, heißt es vom Presseamt der Stadtverwaltung. Und weil die Bevölkerung verschiedenen Religionen angehöre, wechsle auch der Inhaber des Kaplansamtes zwischen den Religionen. Da nun ein Muslim Bürgermeister ist, wurde auch das Kaplansamt einem Imam übertragen. Der vorige Bürgermeister habe einen anglikanischen Kaplan mit dem Gebet beauftragt.

Der islamische Vorbeter sagte einige Worte auch auf englisch, rezitierte dann aber aus dem arabischen Koran, was die Mehrheit der Ratsmitglieder nicht versteht. In England entbrannte zudem eine Diskussion darüber, daß die auf englisch gesprochenen Worte des Imams inhaltlich nicht den Koranversen entsprachen.

Alles ganz normal also? Welchen Gott betet der Rat von Oldham an? Eine Islamisierung findet nicht statt?

Text: Andreas Becker
Bild: Liberty GB (Screenshot)

3 Kommentare

  1. Nun, der Vatikan ging mit dem „Gebet“ in arabischer Sprache voran.

    Die Zwangsunterwerfung unter Mohammed endet erst, wenn es auf einer leeren Erde nur noch einen Mohammedaner gibt.

  2. Der Herrgott ist anscheinend dabei, das Gebet des Imam an Pfingsten in den Vatikanischen Gärten zu erhören, der bekanntlich für den Sieg über die Ungläubigen betete. Eine nüchterne Feststellung, kein Zynismus.

  3. Es ist furchtbar, solche Nachrichten zu lesen. Beten wir um die neue Erde und neuen Himmel durch die Reinigung, denn es ist nicht mehr tragbar, was uns auf dieser Erde zugemutet wird.

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