„Eingeladen, stets Rechenschaft zu geben über die Hoffnung, die uns erfüllt“

Lie­be Brü­der und Schwe­stern,

der erste Petrus­brief taucht ganz in das Oster­ge­heim­nis ein und lässt uns auf beson­de­re Wei­se spü­ren, dass der Herr immer an unse­rer Sei­te ist, ja in einem jeden von uns wohnt. Chri­stus ist wahr­haft auf­er­stan­den und lebt. Durch die Tau­fe wohnt der Herr in unse­ren Her­zen und erneu­ert uns in sei­ner Lie­be und sei­nem Geist.

Daher sind wir ein­ge­la­den, stets Rechen­schaft zu geben über die Hoff­nung, die uns erfüllt (1 Petr 3,15). Unse­re Hoff­nung ist weder eine Vor­stel­lung noch ein Gefühl. Unse­re Hoff­nung ist eine Per­son, näm­lich Jesus Chri­stus, der in uns gegen­wär­tig ist. Die­se Hoff­nung sol­len wir nicht theo­re­tisch oder bloß mit Wor­ten, son­dern vor allem mit unse­rem Leben bezeu­gen. Wir dür­fen die Hoff­nung nicht ver­stecken. Wir müs­sen zulas­sen, dass Chri­stus durch uns sicht­bar wird und wirkt. Wenn wir dem Herrn in unse­rem Her­zen und unse­rem Leben Raum geben, kön­nen wir han­deln, wie er gehan­delt hat, und das Böse durch das Gute besie­gen. Wenn wir für das Gute lei­den, sind wir in Gemein­schaft mit dem Herrn. Es ist, als wür­den wir gleich­sam den Samen der Auf­er­ste­hung aus­streu­en und sein öster­li­ches Licht in der Dun­kel­heit erstrah­len las­sen. Wir sol­len ver­ge­ben und seg­nen; dann sind wir leuch­ten­de Zei­chen der Hoff­nung und wer­den zu Werk­zeu­gen des Frie­dens nach dem Her­zen Got­tes.

Von Her­zen hei­ße ich die Pil­ger aus den Län­dern deut­scher Spra­che sowie aus Bel­gi­en will­kom­men. Ich grü­ße die Jugend­li­chen und die vie­len Schul­grup­pen, beson­ders die Kar­di­nal-von-Galen-Schu­le Telg­te und die Maria-Ward-Real­schu­le Neu­burg an der Donau. Die Fei­er der Kar­wo­che hel­fe uns, unse­ren Oster­glau­ben zu erneu­ern und die Hoff­nung des auf­er­stan­de­nen Chri­stus zu unse­ren Mit­men­schen zu brin­gen. Gott seg­ne euch und eure Lie­ben.