[Update] Konflikt um Amoris laetitia in entscheidende Phase getreten: Papst-Schelte „böswilliger Widerstand“ gegen Brandmüller-Vorwurf „Häretiker und treibt Schisma voran““

(Rom) Kurz vor Weih­nach­ten scheint das Tau­zie­hen um die Sakra­men­ten­ord­nung und die kirch­li­che Moral­leh­re in sei­ne höch­ste und ent­schei­den­de Pha­se ein­ge­tre­ten zu sein.

Kar­di­nal Wal­ter Kas­per konn­te am 22. Dezem­ber über Radio Vati­kan (Deut­sche Sek­ti­on) erklä­ren, daß er die Zwei­fel (Dubia) der vier Kar­di­nä­le Brand­mül­ler, Bur­ke, Caf­farra und Meis­ner nicht ver­ste­hen kön­ne, weil sei­ner Ansicht nach das umstrit­te­ne nach­syn­oda­le Schrei­ben Amo­ris lae­ti­tia in sei­ner Aus­sa­ge „klar“ sei. Am 23. Dezem­ber hol­te Papst Fran­zis­kus in sei­ner Weih­nachts­an­spra­che an die Römi­sche Kurie zur wie­der­hol­ten Mit­ar­bei­ter­kri­tik aus und sprach sogar von „bös­wil­li­gem Wider­stand“. Am sel­ben Tag bekräf­tig­te Kar­di­nal Wal­ter Brand­mül­ler, der dem päpst­li­chen Emp­fang für die Kuri­en­mit­ar­bei­ter fern­blieb, sei­ne Beden­ken zu Amo­ris lae­ti­tia. Der bekann­te Kir­chen­hi­sto­ri­ker sprach davon, daß durch Zwei­deu­tig­keit des nach­syn­oda­len Schrei­bens und dadurch hin­ein­in­ter­pre­tier­ten Ansich­ten die „Fun­da­men­te der Kir­che ange­grif­fen“ wer­den. Vor allem gab er Unzwei­deu­ti­ges zu ver­ste­hen: Wer für die Zulas­sung wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ner zur Kom­mu­ni­on ein­tritt, ist „ein Häre­ti­ker und treibt das Schis­ma vor­an“.

Päpstliche Irritation durch die Standhaftigkeit seiner Kritiker

Der Vor­wurf des „bös­wil­li­gen Wider­stan­des“ wur­de von zahl­rei­chen Beob­ach­tern als Kri­tik an den Dubia und deren Ein­brin­gern ver­stan­den, ohne daß der Papst die­se nament­lich genannt hät­te. Im Visier des Pap­stes steht beson­ders der US-ame­ri­ka­ni­sche Kar­di­nal Ray­mond Leo Bur­ke. Im Gegen­satz zu den drei ande­ren Unter­zeich­nern ist er noch aktiv im Dienst. Der bril­lan­te Kir­chen­recht­ler und eben­so intel­li­gen­te wie klu­ge Kopf wird vom päpst­li­chen Umfeld, und offen­bar von Papst Fran­zis­kus selbst, als gefähr­lich­ster Gegen­spie­ler gese­hen. Vor allem die Stand­haf­tig­keit und Ent­schlos­sen­heit irri­tiert den Papst und jene, die mehr auf „Fle­xi­bi­li­tät“ hält.

Durch den jüng­sten Kon­flikt zwi­schen dem Sou­ve­rä­nen Mal­te­ser­or­den und dem Hei­li­gen Stuhl ist Kar­di­nal Bur­ke unver­schul­det dem Papst erneut in die Que­re gekom­men. Papst Fran­zis­kus hat­te den Pur­pur­trä­ger selbst im Novem­ber 2014 zum bald tau­send Jah­re alten Hospi­ta­lier- und Rit­ter­or­den zwangs­ver­setzt. Wegen sei­nes ent­schie­de­nen Wider­stan­des gegen Kar­di­nal Kas­pers Ver­such die katho­li­sche Sakra­men­ten­ord­nung und Moral­leh­re durch eine neue Pra­xis zu ändern, wur­de Bur­ke von Papst Fran­zis­kus zur Stra­fe sei­nes Amtes als Prä­si­dent des Ober­sten Gerichts­ho­fes der Apo­sto­li­schen Signa­tur ent­ho­ben und aus dem Vati­kan abge­scho­ben. Der Papst woll­te ihn mög­lichst von jedem Ein­fluß auf die Lei­tung der Welt­kir­che fern­hal­ten und ernann­te ihn daher zum Kar­di­nal­par­ton der Mal­te­ser­rit­ter. Ein Pre­sti­ge­amt ohne Ein­fluß, wie es dem Papst damals schien.

Das hat sich inzwi­schen geän­dert. Neu­er­dings ver­sucht der Papst sich auch in Ordens­in­ter­na des Sou­ve­rä­nen Mal­te­ser­or­dens ein­zu­mi­schen. Das Wort „sou­ve­rän“, das den Orden von Mal­ta als eigen­stän­di­ges Völ­ker­rechts­sub­jekt aus­weist, scheint Fran­zis­kus ent­we­der über­le­sen zu haben oder nicht son­der­lich ernst zu neh­men.

Kardinal Brandmüller: „Es geht hier salopp gesagt um die Wurst“

Kardinal Walter Brandmüller
Kar­di­nal Wal­ter Brand­mül­ler

Wie das Wochen­ma­ga­zin Der Spie­gel am 23. Dezem­ber berich­te­te, ließ sich Kar­di­nal Brand­mül­ler, neben Bur­ke ein ande­rer der vier Unter­zeich­ner der Dubia, für den päpst­li­chen Weih­nachts­emp­fang für die Römi­sche Kurie ent­schul­di­gen. Er erspar­te sich damit die päpst­li­chen „Freund­lich­kei­ten“, mit denen die­ser jene schalt, die Beden­ken an bestim­men sei­ner Hand­lun­gen zu äußern wagen. Auf die „ernst­haf­te Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit und gro­ße Ver­wir­rung“ unter den Gläu­bi­gen, die Amo­ris lae­ti­tia seit ver­gan­ge­nem April ver­ur­sacht, wie die vier Kar­di­nä­le Mit­te Sep­tem­ber geschrie­ben haben, dar­auf will Fran­zis­kus nicht ein­ge­hen. Seit bald drei­ein­halb Mona­ten wei­gert er sich auf klar for­mu­lier­te Fra­gen der vier Kar­di­nä­le zu ant­wor­ten. An einer Klä­rung von Zwei­deu­tig­kei­ten scheint er jeden­falls nicht inter­es­siert zu sein, soweit zumin­dest herrscht Klar­heit.

Hin­wei­se, wie jüngst von Kar­di­nal Kas­per und zuvor bereits von ande­ren Papst-Ver­trau­ten, sind besten­falls Ver­le­gen­heits­be­grün­dun­gen, aber kein  glaub­wür­di­ges Argu­ment.

Dabei „geht es hier salopp gesagt um die Wurst — näm­lich um den Kern des Gan­zen, um die Glau­bens­leh­re“, wie Kar­di­nal Brand­mül­ler dem Spie­gel sag­te.

„Der Papst und der ihm theo­lo­gisch nahe­ste­hen­de Kar­di­nal Wal­ter Kas­per neig­ten dazu, zen­tra­le Gebo­te des katho­li­schen Glau­bens auf­zu­wei­chen und die Aus­le­gung im All­tag Bischö­fen und Prie­stern vor Ort zu über­las­sen. Das grei­fe das Fun­da­ment der Welt­kir­che an“, schreibt Der Spie­gel mit Ver­weis auf Kar­di­nal Brand­mül­ler. Der Kar­di­nal wird mit den Wor­ten zitiert:

„Wer fort­ge­setz­ten Ehe­bruch und den Emp­fang der Hei­li­gen Kom­mu­ni­on für ver­ein­bar hält, ist Häre­ti­ker und treibt das Schis­ma vor­an.“

Die Hei­li­ge Schrift, so Brand­mül­ler, sei kein Selbst­be­die­nungs­la­den: „Wir sind laut dem Apo­stel Pau­lus Ver­wal­ter der Geheim­nis­se Got­tes, nicht aber Ver­fü­gungs­be­rech­tig­te.“

„Doch diesmal, so scheint es, steht mehr auf dem Spiel. Franziskus wirkt zunehmend einsam“

Der Spie­gel geht noch wei­ter:

„Der erste Ein­druck: Ein paar starr­sin­ni­ge, grei­se Kar­di­nä­le lau­fen da wie­der ein­mal Sturm gegen den unge­bro­chen reform­freu­di­gen Papst. Doch dies­mal, so scheint es, steht mehr auf dem Spiel. Fran­zis­kus wirkt zuneh­mend ein­sam, vom Wider­stand in der Kurie und vom man­geln­den Mut zur Ver­än­de­rung an der Basis zer­mürbt. ‚Den Ber­go­glio, den sie 2013 gewählt haben, erken­nen vie­le im Fran­zis­kus von 2016 nicht wie­der“, sagt ein Ver­trau­ter des Pap­stes.‘ “

Das Tau­zie­hen um die Sakra­men­ten­ord­nung und die kirch­li­che Moral­leh­re scheint damit unmit­tel­bar vor Weih­nach­ten in die höch­ste und ent­schei­den­de Pha­se ein­ge­tre­ten zu sein. Papst Fran­zis­kus wirft sei­nen Kri­ti­kern „bös­wil­li­gen Wider­stand“ gegen sei­ne Absich­ten vor. Dem­ge­gen­über ist die in den Dubia geäu­ßer­te Kri­tik der vier Kar­di­nä­le von ganz ande­rer Sub­stanz. Die bei­den am Vor­abend des Geburts­fe­stes Chri­sti for­mu­lier­ten Posi­tio­nen las­sen einen beacht­li­chen Qua­li­täts­un­ter­schied erken­nen. Dar­in wird vor allem die Schwä­che der päpst­li­chen Posi­ti­on deut­lich, die auch in der nur ver­hal­te­nen Unter­stüt­zung durch Ver­tre­ter des Kar­di­nals­kol­le­gi­ums zum Aus­druck kommt. Papst Fran­zis­kus hat sich seit 2013 ziel­stre­big und kon­se­quent in eine Sack­gas­se manö­vriert, aus der er nicht mehr her­aus­zu­fin­den scheint. In Rom wur­de der Papst nach sei­ner Rede an die Kuria­len als „capoc­cio­ne pro­gres­si­sta“ bezeich­net, was einen „pro­gres­si­ven Starr­sinn“ meint. Die­ser dürf­te auch mit dem Druck zu tun zu haben, der auf Fran­zis­kus lastet. Mit sei­nem Pon­ti­fi­kat ver­knüp­fen man­che Krei­se in- und außer­halb der Kir­che Revan­che und sogar Rache für die Pon­ti­fi­ka­te von Johan­nes Paul II. und Bene­dikt XVI. und Tei­le des Pon­ti­fi­kats von Paul VI.

Schlechte Ratgeber halfen dem Papst in die Sackgasse

Kar­di­nal Bur­ke deu­te­te an, daß nach Epi­pha­nie, dem Fest der Hei­li­gen Drei Köni­ge, der Moment gekom­men sein könn­te, da die Geduld an ihre Gren­ze stößt, und das Kar­di­nals­kol­le­gi­um den Papst, soll­te er nicht auf die Dubia in ange­mes­se­ner Form ant­wor­ten, nach dem Vor­bild des Völ­ker­apo­stels Pau­lus gegen­über dem Apo­stel­für­sten Petrus „brü­der­lich zurecht­wei­sen“ soll­te. Papst Fran­zis­kus reagier­te mit sei­ner Ver­bal­schel­te, die Beob­ach­ter als „Ver­zweif­lungs­tat“ sehen. Fran­zis­kus iso­liert sich zuneh­men in Rom, wie der Spie­gel schreibt. Wesent­lich Anteil dar­an haben „schlech­te Rat­ge­ber“, mit denen sich der Papst nach sei­ner Wahl umge­ben hat, weil er die Nähe „pro­gres­si­ver Außen­sei­ter“ such­te, statt auf  soli­de und stand­haf­te Ver­tei­di­ger der Glau­bens­leh­re zu set­zen. Daß sich ihm dabei auch Wen­de­hals-Kar­rie­ri­sten andien­ten, scheint er nicht erkannt oder bil­li­gend in Kauf genom­men zu haben.

Update: Wie Kar­di­nal Wal­ter Brand­mül­ler in einer Notiz mit­teil­te, nahm er — anders als im Arti­kel behaup­tet — am Weih­nachts­emp­fang für die Römi­sche Kurie teil. Wir bit­ten die Fehl­in­for­ma­ti­on zu ent­schul­di­gen.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Spie­gel Online/SMM (Screen­shots)

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20 Kommentare

  1. Ber­go­glio beant­wor­tet die Dubia der Kar­di­nä­le wohl des­halb nicht, weil die wah­re Ant­wort ver­rä­te­risch wäre — Ber­go­glio befür­wor­tet offen­sicht­lich die Kom­mu­ni­ons­pen­de an wie­der­ver­hei­ra­te­te Geschie­de­ne, ist aber zu fei­ge, das öffent­lich zu beken­nen.

  2. End­lich bewegt sich etwas im Staa­te St. Mar­tha!
    Bis zum Ablauf der Frist, die S.E. Kar­di­nal Bur­ke auf den Epi­pha­nietag, den 06.01.2017, gelegt hat, ver­bleibt den „treu­en“ Lesern von kath.info genau so viel Zeit, um die vier „Anti­brand­schat­zer-Kar­di­nä­le“ in ihrem Vor­ge­hen zur Ret­tung der kath. Sexu­al­mo­ral, durch das Beten einer NOVENE zur HL. FAMILIE kräf­tig zu unter­stüt­zen.
    Lasst uns die HL. FAMILIE bestür­men, um die Ehen und Fami­li­en zu ret­ten!
    HL. JOSEF, du treu­er Beschüt­zer der HL. FAMILIE und Schutz­pa­tron der HL. KIRCHE — bit­te für uns!

      • Da mögen Sie rich­tig lie­gen ver­ehr­ter @ Adri­en Antoi­ne Can­tala­mes­sa ist für mich das zufäl­li­ge Para­de­bei­spiel eines Wen­de­hal­ses-wie hat er her­vor­ra­gend z Z JPII des­sen Kusus unter­stützt-hoch­be­gabt ‚elo­quent, cha­ris­ma­tisch um dann das Män­tel­chen bei Gegen­wind bei neu­er Regie in ande­rer Rich­tung mit glei­cher Dyna­mik zu kehren.Lohnt es sich wirk­lich sich selbst auf­zu­ge­ben, bloss um dabei­zu­sein ?Sei­en wir froh nicht in sol­cher Lage sein zu müs­sen und beten wir für alle Entou­ra­ge des Hl Vaters, ihn selbst und für uns alle armen Sün­der; Domi­nus con­ser­vet et con­fir­met nos in omni ope­re bono ac per­du­cat in vitam aeter­nam (Abso­lu­ti­on Cist. Ritus)

  3. Unter 245 spricht AL von „dem ande­ren Ehe­part­ner“. Der eng­li­sche Text spricht von „the other spou­se“, der ita­li­en­si­che von „l’ol­tro coniu­ge“ und der fran­zö­si­sche von „l’aut­re conjoint“(merkwürdigerweise habe ich selbst auf der Inter­net­sei­te des Vati­kan nicht den latei­ni­schen Text gefun­den). Mit all die­sen Über­set­zun­gen aber ver­bin­det sich die Idee eines recht­mä­ßig ver­bun­de­nen Ehe­part­ners. Ist das nicht schon häre­tisch?

    • Weil es kei­nen offi­zi­el­len latei­ni­schen Text gibt. Schon die­ses Vor­ge­hen zeigt klar, daß Papst Fran­zis­kus die Kir­che zer­split­tern will — in Natio­nal­kir­chen, die er nach Gut­dün­ken beherr­schen wird. Es soll­te aber jemand über die for­mel­le Häre­sie ent­schei­den, der ein offi­ci­um und ein munus in der Kir­che hat. Das Schis­ma läßt sich sowie­so nicht mehr auf­hal­ten, denn es besteht schon lan­ge — seit 1970, seit der Ein­füh­rung des NOL („Novi Ordi­nes Lit­ur­giae“ — die Neu­ord­nung der gesam­ten kirch­li­chen Lit­ur­gie)

      • Dan­ke für die­se Infor­ma­ti­on. Dass kein offi­zi­el­ler latei­ni­scher Text vor­liegt, ist schon bemer­kens­wert. Sie geben eine mir sehr ein­leuch­ten­de Erklä­rung. — Wir sind einer Mei­nung: Das Schis­ma besteht tat­säch­lich schon lan­ge, der Kampf um die Ori­en­tie­rung der Kir­che wird nun nur öffent­lich geführt. Die Zeit der ver­steck­ten, ver­heim­lich­ten Sank­tio­nen wird ihr Ende haben, denn der Streit um AL wird jeden dazu zwin­gen, Stel­lung zu bezie­hen. Und das kann nur im Inter­es­se der Recht­gläu­bi­gen sein: Sie sind in der Lage ihre Posi­ti­on zu ver­tre­ten — der Gegen­sei­te bleibt es nur, die Wider­sa­cher anzu­grei­fen.

        Ganz neben­bei: Ist es nicht inter­es­sant, dass Bene­dikt über „Cari­tas“ schreibt, Ber­go­glio aber über die sehr dies­sei­ti­ge „Amor“?

    • @ Cor­ne­lia Holt­mann

      Ich sehe das Wir­ken unse­res Pap­stes als Pro­gramm. Die „Okku­pa­ti­on“ des Hau­ses St. Mar­ta ist der Red­se­lig­keit unse­res Pap­stes geschul­det. So kann er min­de­stens fünf­mal die Woche pre­di­gen.

      Das Wesent­li­che wird jetzt erkenn­bar: Der Sonn­tag der Barm­her­zig­keit spiel­te trotz Vor­han­den­sein kei­ne wirk­li­che Rol­le.
      Der Vor­lauf zum Jahr der Barm­her­zig­keit waren die zwei Syn­oden, die aber nicht das gewünsch­te Ergeb­nis brach­ten. Das wur­de dann unter der „Fuß­no­te“ nach­ge­holt.

      Ich bin gespannt, wel­che Bedeu­tung der Sonn­tag der Barm­her­zig­keit gegen den Wei­ßen Sonn­tag erlan­gen wird?

      • @ Kon­rad Kug­ler:
        Ich ver­traue dar­auf, dass unse­re Kir­che gestärkt aus die­ser Kri­se her­vor­ge­hen wird. Die Wider­sprü­che, in die sich der Papst und sei­ne Rat­ge­ber ver­wickelt haben, lie­gen jetzt offen zuta­ge. Der Kampf wird — dank Kar­di­nal Bur­ke — jetzt nicht mehr hin­ter den Kulis­sen aus­ge­tra­gen, die Ver­tei­di­ger der Leh­re las­sen sich nun, da sie zuein­an­der gefun­den haben, nicht mehr ver­ein­zeln.

        Die Dubia-Kar­di­nä­le ste­hen auf dem festen Grund des Glau­bens, das „Ber­go­glio-Team“ auf dem schwan­ken­den Boden des Zeit­gei­stes. Und die­ser Zeit­geist beginnt schon, sich ob der Vor­gän­ge im Vati­kan irri­tiert zu zei­gen. Ob die­sem Papst die Geburts­tags­grü­ße der „Zeit“ gefal­len hät­ten? Die titel­te: „Glück­wunsch, wun­der­li­cher Onkel!“

  4. Ich habe bei Goog­le „Fran­zis­kus und dubia“ ein­ge­ge­ben. Ich bekom­me selt­sa­mer­wei­se sei­ten­wei­se nur Links auf katholisches.info oder gloria.tv. Inter­es­siert denn die­se ent­schei­den­de Fra­ge, ob und wie der Papst auf die Dubia ant­wor­ten wird, denn sonst nie­man­den?

    • @sydel:diese Fra­ge stel­le ich mir auch oft. Es scheint tat­säch­lich eine ver­schwin­dend klei­ne Min­der­heit zu sein, die über­haupt das Inter­es­se oder wenig­stens die Mög­lich­keit hat, sich bezüg­lich der „dubia“ zu infor­mie­ren und sei­ne per­sön­li­che Hal­tung dazu zu klä­ren. Soll­te es zur Spal­tung kom­men, wer­den ver­mut­lich sehr vie­le prak­ti­zie­ren­de Katho­li­ken gar nicht wis­sen, war­um es über­haupt dazu kam bzw. wor­um es geht. Sie wer­den viel­leicht sogar aus allen Wol­ken fal­len. Und: es wird kei­nen „Ter­min 01.01.2018“ geben, ab wel­chem Schis­ma ist. Das wird ein lan­ger Pro­zess der Ver­wir­rung sein, in wel­chem sich der ver­blie­be­ne Rest von Kirch­gän­gern aber irgend­wann ent­schei­den wird müs­sen, wel­chem Hir­ten er fol­gen will. Vor­her wer­den sich aber noch sehr vie­le end­gül­tig ver­ab­schie­den. Auf unser nie­der­baye­ri­sches 600-See­len-Dorf her­ab­ge­bro­chen schät­ze ich, daß von den gezähl­ten 130 Sonn­tags­kirch­gän­gern 5–10 viel­leicht ansatz­wei­se mit dem Begriff „dubia“ etwas anfan­gen kön­nen. Die ande­ren wür­den nach einem Schis­ma sich wohl auf die Sei­te des Dorf­pfar­rers schla­gen, so er denn bleibt; was bleibt ihnen auch ande­res übrig. Die aktu­ell noch Ver­blie­be­nen ver­hal­ten sich ja jetzt auch nach dem Mot­to: es wird schon rich­tig sein, was der Pfar­rer macht.

      • @Otto! In mei­ner Gemein­de gehen Sonn­tags unge­fa­ehr 50 Leu­te in die H.Messe, am Diens­tag gibt es auch eine H.Messe mit hoech­stens 10 Besucher.Von allen die­sen Katho­li­ken bin ich die ein­zi­ge Traditionelle.Alle Ande­re lie­ben Papst Franziskus.Auch unse­rer Kaplan.Und der beur­teilt mich als Schismatikerin.Das bedeu­tet nicht viel Gutes fuer die Zukunft.

    • Die Inter­net-Such­ma­schi­nen sind so kon­stru­iert, dass sie Ihnen vor­zugs­wei­se die von Ihnen bevor­zug­ten Sei­ten des Inter­net anbie­ten.

  5. Es scheint doch, dass Papst Fran­zis­kus den „Preis“ für sei­ne Wahl durch die „Mafia“ von St. Gal­len (Dan­neels) bezah­len muss­te. Die Zulas­sung von WvGs zur Hl. Kom­mu­ni­on war eines der zen­tra­len For­de­run­gen der dt. kath. Kir­che („das größ­te pasto­ra­le Pro­blem“). Noch vor sei­nem Amts­ab­lauf hat Erz­bi­schof Zollitsch ver­sucht, die Dia­ko­nin­nen­wei­he im Hand­streich durch­zu­drücken.
    Der Preis ist aber nicht akzep­ta­bel, wenn dadurch die Wor­te von Jesus Chri­stus gebeugt wer­den.

  6. Man kann es nicht allen Recht machen. Die Kir­che hat alles über­lebt, Napo­le­on, Hit­ler, Sta­lin und was weiß ich für ver­irr­te Des­po­ten. Man hal­te an der Leh­re fest, denn eine Jung­frau wie die Kir­che ist unbe­fleckt und soll­te nicht den Wein des Herrn wie ein trun­ke­nes Weib ver­su­deln. Der Pfad in den Him­mel ist schmal und nur weni­gen vor­be­hal­ten, eine Welt­kir­che wird es nicht ohne eine gro­ße Rei­ni­gung geben, schein­bar wol­len dies eini­ge Gestal­ten ohne die Rei­ni­gung des Herrn, viel Spaß beim Unter­gang. Es ist wie mit der Glo­ba­li­sie­rung, da rennt eini­gen Gestal­ten die Zeit davon, sehr selt­sam kön­ne man mei­nen doch genau dies ist es nicht. Gut das ab Sep­tem­ber 2017 Schluss ist mit allem, mich wun­dert nur das Schwei­gen der ach so gelehr­ten Jesui­ten zum kom­men­den „Herbst“ und dem Zei­chen der Offen­ba­rung.

  7. Nur die­se Inter­pe­ta­ti­on erklärt auch den anson­sten rät­sel­haft gro­ssen Ein­fluss eines Man­nes wie Kar­di­nal Kas­per…

  8. Abwar­ten wer das letz­te Wort hat. Bur­ke und Co. wer­den es nicht sein.
    Alles was Geg­ner über Papst Fran­zis­kus ver­brei­ten, „Ein­sam­keit“ er wür­de „kochen“ usw sind üble Nach­rre­de, Geschwätz, kei­nem Chri­sten wür­dig.

    • Und Sie kön­nen uns mit­tei­len, auf der Grund­la­ge wel­cher Fak­ten Sie zu die­ser Auf­fas­sung gekom­men sind?

    • Wer das letz­te Wort hat @ Maria, dürf­te klar sein — dar­über muss nicht spe­ku­liert wer­den, wenn man in der HL. SCHRIFT die Wor­te vom ALPHA und OMEGA liest.…
      Wer auf der rich­ti­gen Sei­te steht, wird sich auch sehr bald zei­gen — nur kei­ne fal­schen Hoff­nun­gen hegen!

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