Rebellenklerus betreibt „Selbstmord“ der Kirche: Aufstand gegen Bischof Aillet von Bayonne

Bischof Aillet von Bayonne: 30 Prozent seines Klerus probt den Aufstand.
Bischof Aillet von Bayonne, ein Hoffnungsträger der Kirche in Frankreich, doch 30 Prozent seines Klerus proben den Aufstand.

(Paris) Tei­le der katho­li­schen Kir­che sind in der Alten Welt „von einem Selbst­mord­fie­ber“ gepackt, so der spa­ni­sche Kolum­nist Fran­cis­co Fer­nan­dez de la Cigo­ña in gewohnt schar­fer Spra­che. Eine Grup­pe katho­li­scher Prie­ster stellt das Epi­sko­pat von Bischof Marc Ail­let von Bayon­ne, Les­car und Olo­ron in Fra­ge. Msgr. Ail­let ist „einer der besten Bischö­fe Frank­reichs“ so Fer­nan­dez de la Cigo­ña. Er gehört nicht zu jenen, die Reli­gi­on mit Sozio­lo­gie, Anthro­po­lo­gie oder Psy­cho­lo­gie ver­wech­seln, wes­halb er auch tra­di­ti­ons­ver­bun­den ist. Das ist zugleich der Grund, wes­halb eine Grup­pe sei­nes eige­nen Kle­rus im Kli­ma der „neu­en Barm­her­zig­keit“ von Papst Fran­zis­kus den Auf­stand gegen ihren Bischof pro­ben. 

Ric­car­do Cascio­li schrieb jüngst vom Zusam­men­hang mit den Papi­sten von heu­te und den Rebel­len von gestern.

Es sei „nichts Selt­sa­mes“ in einer Zeit, in der zahl­rei­che Bischö­fe und Prie­ster die Her­de in den Todes­trakt füh­ren, daß sich Prie­ster gegen einen der besten Bischö­fe des „reli­giö­sen Erwa­chens erhe­ben, die Frank­reichs Kir­che der­zeit erlebt, und das genaue Gegen­teil des­sen ist, was die­se Prie­ster wol­len“, so Fer­nan­dez de la Cigo­ña. Denn die­se Prie­ster suchen „den Selbst­mord“, so Fer­nan­dez de la Cigo­ña.

„Ich ken­ne die­se Prie­ster nicht ein­zeln, bin mir aber sicher, nicht dane­ben zu lie­gen, wenn ich anneh­me, daß ein Groß­teil von ihnen hoch­be­tagt oder pen­si­ons­reif ist, Ket­zer sind und unter ihnen Kon­ku­bi­nat und Homo­se­xua­li­tät ver­brei­tet sind. Ich sage nicht, daß das für alle gilt, aber die Wahr­schein­lich­keit ist sehr hoch. Ich gehe also kaum fehl in der Annah­me, wenn ich davon aus­ge­he, daß es sich um den schlech­te­sten Teil der Diö­ze­se han­delt, der den besten Teil behin­dert. Die Bischö­fe haben zu lan­ge Rück­sicht auf sie genom­men. Dafür bezahl­te und bezahlt die Kir­che einen hohen Preis. Denn heu­te wird alles bekannt und ver­öf­fent­licht. Das gilt auch für den Papst“, so Fer­nan­dez de la Cigo­ña.

Das Bis­tum Bayon­ne zählt 198 Prie­ster. 60 davon haben sich offen gegen ihren Bischof gestellt. Sie haben eine Ein­ga­be beim Erz­bi­schof von Bor­deaux, dem Vor­sit­zen­den der Fran­zö­si­schen Bischofs­kon­fe­renz, und beim Apo­sto­li­schen Nun­ti­us gemacht.

Priesterrebellen beklagen: Bischof unterstützt „Marsch für das Leben“ und investiert ins Priesterseminar

Die Vor­ge­hens­wei­se erin­nert an die Bis­tü­mer Ciu­dad del Este in Para­gu­ay und Alben­ga-Impe­ria in Ita­li­en, wo jeweils eine Grup­pe von Prie­stern gegen ihren tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen Bischof rebel­lier­ten. In bei­den Fäl­len erhiel­ten sie Rücken­deckung in Rom. Das ist für Bayon­ne nicht gesagt. Der Vor­fall zeigt jedoch, wel­cher Teil in der Kir­che Auf­wind ver­spürt und wel­cher Teil als Frei­wild gilt.

Die Rebel­len bekla­gen sich in ihrer Ein­ga­be dar­über, daß ihr Bischof, Msgr. Ail­let, den „Marsch für das Leben“ gegen das Ver­bre­chen der Abtrei­bung unter­stützt oder die Mei­nung syri­scher Bischö­fe wie­der­gab, daß die Chri­sten unter Staats­prä­si­dent Assad bes­ser geschützt waren als es seit Aus­bruch des Krie­ges der Fall ist.

Die Fron­de der Rebel­len kri­ti­siert auch das „Finanz­ge­ba­ren“ des Bischofs, weil er in das Prie­ster­se­mi­nar sei­nes Bis­tums inve­stiert.

Text: Andre­as Becker
Bild: Sud Ouest (Scree­en­shot)

3 Kommentare

  1. „Lasst bei­des wach­sen bis zur Ern­te,“ sag­te unser HERR damals zu den Jün­gern.
    Nun leben wir in einer Zeit der Schei­dung der Gei­ster — das wird über­all immer deut­li­cher, was auch oben geschil­der­tes Bei­spiel ver­deut­licht. — Die Zeit der Ern­te scheint näher gerückt zu sein!

  2. Die ach so Barm­her­zi­gen ver­su­chen den Bischof auf die übli­che Wei­se her­aus­zu­drän­gen. Dif­fa­mie­rung und Het­ze, sie­he die Bei­spie­le TvE, Huon­der.….
    Wer steckt hin­ter der Destruk­ti­on und Zer­stö­rung der Kir­che? Ja, der Rauch des Satans ist in der Kir­che.

  3. Ich stim­me den bis­he­ri­gen Kom­men­ta­ren zu und bin der Mei­nung dass wir das Dün­gen des Unkrauts aktiv ver­hin­dern müs­sen.
    Wir sind aktiv auf­ge­for­dert unchrist­li­che Poli­tik zu ver­hin­dern und Par­tei­en zu wäh­len wel­che in Ihrem Pro­gramm für Fami­lie ein­tre­ten.
    Das haben zwar alle Alt­par­tei­en hin­ein­ge­schrie­ben, tun aber kon­se­quent das Gegen­teil (von Orwell vor­her­ge­sagt).
    Die Staa­ten die­nen mehr oder weni­ger alle dem Kapi­tal und Geld, da ist Jesus doch nur im Weg.

    Es wer­den Geset­ze erlas­sen um die Dis­kri­mi­nie­rung von Min­der­hei­ten zu ver­bie­ten, was aber dazu gedacht ist in Wirk­lich­keit die Mehr­heit zu unter­drücken.
    Kein Gesetz hat jemals mehr Frei­heit gebracht.
    Homo­se­xua­li­tät gab es schon immer, man kann das tole­rie­ren, aber nicht zu Norm erklä­ren.
    Men­schen wel­che gegen die Abtrei­bung sind wer­den als frau­en­feind­lich dif­fa­miert, Men­schen wel­che die Fami­lie als Mann Frau und Kin­der defi­nie­ren wer­den als homo­fie­le gebrand­markt; Men­schen die die Ein­wan­de­rung kri­tisch betrach­ten und auf die Ein­hal­tung von Geset­zen bestehen wer­den als frem­den­feind­li­che Nazis beschimpft.
    Nun wenn ein Staat die Geset­ze nicht ach­tet, so ist das eine Staats­dik­ta­tur, das hat­ten wir schon bei Hit­ler, nun wer­den Men­schen die auf die Ein­hal­tung der Geset­ze drän­gen als Nazi beschimpft.
    Selt­sa­me Welt.

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