Luther: 500 Jahre danach auf den Knien

Papst Franziskus und Munib Younan, der Präsident des Lutherischen Weltbundes
Papst Franziskus und Munib Younan, der Präsident des Lutherischen Weltbundes

von Rober­to de Mattei*

Wir sagen es mit tief­emp­fun­de­nem Schmerz. Es scheint eine neue Reli­gi­on zu sein, die am 31. Okto­ber im Rah­men des öku­me­ni­schen Tref­fens zwi­schen Papst Fran­zis­kus und den Ver­tre­tern des Luthe­ri­schen Welt­bun­des (LWB) in Lund in Erschei­nung getre­ten ist. Eine Reli­gi­on, deren Aus­gangs­punk­te klar sind, deren Ziel aber dun­kel und beun­ru­hi­gend ist.

Der Slo­gan, der am öfte­sten in der Kathe­dra­le von Lund zu hören war, war die Not­wen­dig­keit eines „gemein­sa­mes Weges“, der Katho­li­ken und Luthe­ra­ner „vom Kon­flikt zur Gemein­schaft“ führt. Sowohl Papst Fran­zis­kus als auch Pastor Mar­tin Jun­ge, der Sekre­tär des Luthe­ri­schen Welt­bun­des, nah­men in ihren Anspra­chen Bezug auf das Gleich­nis im Evan­ge­li­um vom Wein­stock und den Reben.

Katho­li­ken und Luthe­ra­ner sei­en „ver­dorr­te Zwei­ge“ des­sel­ben Bau­mes, der wegen der Spal­tung von 1517 kei­ne Früch­te mehr tra­ge. Nie­mand weiß aber, wel­che „Früch­te“ hier gemeint sind. Was Katho­li­ken und Luthe­ra­ner der­zeit gemein­sam zu haben schei­nen, ist nur der Zustand einer tie­fen Kri­se, auch wenn die Grün­de dafür unter­schied­lich sind.

Unterzeichnung der Gemeinsamen Erklärung: gesuchte Gleichheit des Äußeren (weißes Gewand, rote Stola)
Unter­zeich­nung der Gemein­sa­men Erklä­rung: gesuch­te Gleich­heit des Äuße­ren (wei­ßes Gewand, rote Sto­la)

Das Luther­tum war einer der Haupt­fak­to­ren für die Säku­la­ri­sie­rung der west­li­chen Gesell­schaft, und heu­te befin­det es sich dem­entspre­chend in einem Siech­tum, weil es die Kei­me der Auf­lö­sung aus­ge­tra­gen hat, die es seit sei­ner Ent­ste­hung in sich getra­gen hat. Die skan­di­na­vi­schen Län­der waren die Vor­hut der Säku­la­ri­sie­rung, die sie lan­ge Zeit als Modell für unse­re Zukunft vor­an­ge­tra­gen haben. Heu­te ist Schwe­den jedoch, nach­dem es sich in das Vater­land des Mul­ti­kul­tu­ra­lis­mus und der „Homo-Rech­te“ ver­wan­delt hat, ein Land, in dem nur mehr zwei Pro­zent der Luthe­ra­ner prak­ti­zie­rend sind, wäh­rend fast zehn Pro­zent der Bewoh­ner den Islam prak­ti­zie­ren.

Die katho­li­sche Kir­che hin­ge­gen befin­det sich in einer selbst­zer­stö­re­ri­schen Kri­se, weil sie ihre Tra­di­ti­on auf­ge­ge­ben und den Säku­la­ri­sie­rungs­pro­zeß der moder­nen Welt über­nom­men hat, und das gera­de zu einem Zeit­punkt, da die­se sich bereits zu zer­set­zen begann. Die Luthe­ra­ner suchen in der Öku­me­ne einen letz­ten Lebens­hauch, die katho­li­sche Kir­che aber ver­spürt in die­ser Umar­mung den Odem des Todes.

„Das, was uns eint, ist viel mehr, als das, was uns trennt“, hieß es in der Zere­mo­nie von Lund. Was aber eint Katho­li­ken und Luthe­ra­ner? Nichts, nicht ein­mal die Tau­fe, das ein­zi­ge der sie­ben Sakra­men­te, das die Luthe­ra­ner wirk­lich aner­ken­nen. Für die Katho­li­ken tilgt die Tau­fe die Erb­sün­de, wäh­rend sie für die Luthe­ra­ner die­se nicht til­gen kann, weil für sie die mensch­li­che Natur radi­kal ver­dor­ben und die Sün­de unbe­sieg­bar ist. Luthers For­mel: „Sün­di­ge tap­fer, aber glau­be tap­fe­rer“, faßt sein Den­ken zusam­men. Der Mensch ist unfä­hig zum Guten und kann nichts ande­res als sün­di­gen und sich blind der gött­li­chen Barm­her­zig­keit über­las­sen. Gott ent­schei­det auf will­kür­li­che und unan­fecht­ba­re Wei­se, wer ver­ur­teilt und wer geret­tet ist. Es exi­stiert kei­ne Frei­heit, son­dern nur eine stren­ge Prä­de­sti­na­ti­on der Erwähl­ten und der Ver­damm­ten.

Ökumenische Feier: "Es scheint eine neue Religion zu sein"
Öku­me­ni­sche Fei­er: „Es scheint eine neue Reli­gi­on zu sein“

Mit dem „Sola Fide“ geht das „Sola Scrip­tu­ra“ ein­her. Für die Katho­li­ken aber gibt es zwei Quel­len der Gött­li­chen Offen­ba­rung: Die Hei­li­ge Schrift und die Tra­di­ti­on. Die Luthe­ra­ner eli­mi­nie­ren die Tra­di­ti­on, weil sie behaup­ten, daß der Mensch ein direk­tes Ver­hält­nis mit Gott haben muß, ohne Mitt­ler. Das ist der Grund­satz der „frei­en Prü­fung“ der Schrift, aus der der Indi­vi­dua­lis­mus und der heu­ti­ge Rela­ti­vis­mus her­vor­ge­hen. Die­ser Grund­satz führt zur Leug­nung der Rol­le der Kir­che und des Pap­stes, den Luther als „Apo­stel Satans“ und „Anti­christ“ bezeich­net. Luther hat vor allem den Papst und die katho­li­sche Mes­se gehaßt, die er zum blo­ßen Geden­ken redu­zie­ren woll­te, indem er den Opfer­cha­rak­ter und die Trans­sub­stan­tia­ti­on von Brot und Wein in den Leib und das Blut Chri­sti leug­ne­te. Für die Katho­li­ken aber ist die unblu­ti­ge Erneue­rung des Kreu­zes­op­fers Chri­sti in der Mes­se die ein­zi­ge Quel­le der Gött­li­chen Gna­de. Sind das bloß Miß­ver­ständ­nis­se und Unver­ständ­nis?

Papst Ber­go­glio hat in Lund erklärt: „Auch wir müs­sen lie­be­voll und ehr­lich unse­re Ver­gan­gen­heit betrach­ten, Feh­ler ein­ge­ste­hen und um Ver­ge­bung bit­ten.“ Und wei­ter: „Mit der glei­chen Ehr­lich­keit und Lie­be muß man zuge­ben, daß unse­re Spal­tung von dem ursprüng­li­chen Emp­fin­den des Got­tes­vol­kes, das sich von Natur aus nach Ein­heit sehnt, weg­ge­führt hat und in der Geschich­te mehr durch Ver­tre­ter welt­li­cher Macht auf­recht erhal­ten wur­de, als durch den Wil­len des gläu­bi­gen Vol­kes.“ Wer waren die­se Ver­tre­ter welt­li­cher Macht? Die Päp­ste und die Hei­li­gen, die von Anfang an das Luther­tum bekämpft haben? Die Kir­che, die es fünf Jahr­hun­der­te lang ver­ur­teilt hat?

Das Kon­zil von Tri­ent hat ein end­gül­ti­ges Wort über die Unver­ein­bar­keit zwi­schen dem katho­li­schen und dem pro­te­stan­ti­schen Glau­ben gespro­chen. Wir kön­nen Papst Fran­zis­kus nicht auf einen ande­ren Weg fol­gen.

*Rober­to de Mattei, Histo­ri­ker, Vater von fünf Kin­dern, Pro­fes­sor für Neue­re Geschich­te und Geschich­te des Chri­sten­tums an der Euro­päi­schen Uni­ver­si­tät Rom, Vor­sit­zen­der der Stif­tung Lepan­to, Autor zahl­rei­cher Bücher, zuletzt erschie­nen: Vica­rio di Cri­sto. Il pri­mato di Pie­tro tra nor­ma­li­tà  ed ecce­zio­ne (Stell­ver­tre­ter Chri­sti. Der Pri­mat des Petrus zwi­schen Nor­ma­li­tät und Aus­nah­me), Vero­na 2013; in deut­scher Über­set­zung zuletzt: Das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil – eine bis­lang unge­schrie­be­ne Geschich­te, Rup­pich­teroth 2011. Die Zwi­schen­ti­tel stam­men von der Redak­ti­on.

[Update: Das erste Bild zeigt Papst Fran­zis­kus mit Munib Youn­an von der Evan­ge­lisch-Luthe­ri­schen Kir­che von Jor­da­ni­en und dem Hei­li­gen Land. Er ist seit 2010 Prä­si­dent des Luthe­ri­schen Welt­bun­des (LWB) . Zunächst war irr­tüm­lich berich­tet wor­den, es hand­le sich um Mar­tin Jun­ge, den Gene­ral­se­kre­tär des LWB. Jun­ge ist im zwei­ten Bild hin­ten links zu sehen.]

Über­set­zung: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Vatican.va (Screen­shots)

16 Kommentare

  1. Papst Fran­zis­kus hat eben erkannt, daß die Geschich­te der Kir­che wei­test­ge­hend eine der fata­len Irr­tü­mer und Spal­tun­gen war. Ange­fan­gen hat dies mit Jesu Chri­sti Fra­ge, als was er denn geglaubt wür­de, um das wah­re Bekennt­nis zu ihm von den unwah­ren zu unterscheiden!So ging die „Ein­heit“ ver­lo­ren. Die Mar­cion­an­hän­ger wur­den aus­ge­schhlos­sen, weil sie nur an Jesus ohne das Alte Testa­ment glau­ben wollten,die Aria­ner, weil sie Jesus nicht als Gott gleich aner­ken­nen wol­ten, die Luthe­ra­ner, weil sie die katho­li­sche Recht­fer­ti­gungs­leh­re ablehn­ten- aber das sei­en alles eben nur Mei­nungs­strei­te­rei­en gewe­sen, um deren wil­len man die Ein­heit der
    Jesus­gläu­bi­gen doch nicht hät­te auf­ge­ben dür­fen. Denn die Leh­re und die
    Dog­men sind doch unwich­tig! Es zählt allein Gott­glau­be und prak­ti­zer­ter
    Huma­nis­mus! Und das ist für die­sen Papst die Ein­heit aller Chri­sten und
    auch das Fun­da­ment des inter­rei­giö­sen Dialogisierens:die Ver­gleich­gül­ti­gung aller theo­lo­gi­schen Leh­ren um der Ein­heit wil­len!
    Uwe C. Lay Pro Theol Blog­spot

  2. @ Uwe C. Lay
    Sind Ihnen die Leh­re und die Dog­men wirk­lich unwich­tig?! Für Sie zäh­len allein der blin­de „Glau­be“ und das „Prak­ti­zie­ren des Huma­nis­mus“?!
    Das „Sacri­fi­ci­um intel­lec­tus“ führt jedoch weder zu einem zivi­li­sier­ten Huma­nis­mus noch zu einer Ein­heit der Chri­sten­heit, son­dern zu einem infan­ti­len Irra­tio­na­lis­mus. Die „Ein­heit“ um jeden Preis ist Ver­rat an der Wahr­heit des Glau­bens und somit eine Lüge.

  3. „Wir sagen es mit tief emp­fun­de­nem Schmerz.…„so ‚heute,Roberto de Mattei..Ich emp­fin­de die­sen Schmerz.Wie lächer­lich noch,heute,die Men­ge aller­lei Beiträge,auch eini­ger heuteneuer,Diskutierender überall.Was denn,schon wieder„,was Papst Fran­zis­kus denkt“,was Papst Fran­zis­kus den­ken konnte,wo „hat er Recht“.…Papst Fran­zis­kus vergewaltigt,in wah­rem Sin­ne des Wortes,das ewig Unschul­di­ge der Katho­li­scher Kirche.Und hat dabei zuneh­mend mehr Helfer.Irgendwann,am Anfang,da wie­der­hol­te er noch,wir sol­len Es zulassen,Es wür­de uns gefallen.Und nach jedem neu­em Vorwärts,kam eine kleine,immer kurzere,Scheinbeschwichtigung.Heute,was denn,ein kate­go­ri­sches Nein zur Frau­en­or­di­na­ti­on und es wird geglaubt.Inzwischen wer­den tüchtig,sogar Ubersetzungen,subtil,gefälscht und auch Bene­dikt XVI bekommt Fran­zis­kus­wort­schatz der Stich­wör­ter in Deutsch,in ver­kehr­tem Sin­ne.

  4. Eine Kir­che, die jeden Unsinn und Unglau­ben als Teil des Gan­zen akzep­tiert hät­te, wür­de es Heu­te schlicht nicht mehr geben. Und auf die­sem Abweg der Dekon­struk­ti­on schei­nen vie­le zu sein… Als Jesus von sei­nem Fleisch und
    Blut sprach, des­sen Genuss die Anteil­nah­me an Ihm bedeu­ten soll­te, sag­te Jesus
    doch glatt: Wollt auch ihr weg gehen? Er sagt nicht, lasst uns das alles doch nicht so eng sehen, und ein­fach tole­rant mit­ein­an­der umge­hen. Wir müs­sen
    Heu­te mehr denn je begrei­fen, daß über­na­tür­li­che Wahr­hei­ten dahin­ter ste­hen,
    kei­ne blo­ßen Ideen der Kir­che, die sich irgend­wie mehr­heit­lich durch­ge­setzt hät­ten. Lei­der, muss man klar fest­stel­len, daß eine Rei­he von Theo­lo­gen und sogar Wür­den­trä­gern kei­ne Ahnung vom wirk­li­chen, über­ha­tür­li­chen Glau­ben haben.

  5. „Wir kön­nen Papst Fran­zis­kus nicht auf einen ande­ren Weg fol­gen.“
    Da kommt bei mir die Fra­ge auf: kann man als Katho­lik die­sem Herrn Papst über­haupt noch fol­gen?
    Ich bin sehr ver­un­si­chert, und lei­der kann mir die hei­li­ge Mut­ter Kir­che kei­ne auf­schluß­rei­che Ant­wort geben. Zumin­dest was den Teil der Amts­kir­che betrifft, wel­che gedan­ken­los dem Zeit­geist hin­ter­her stol­pert.
    Kyrie Elai­son

  6. Wenn das stimmt, was im Arti­kel steht, so ist das Anstre­ben von Ein­heit zwi­schen Katho­li­ken und Evan­ge­li­schen in der der­zeit sicht­ba­ren Art und Wei­se eine Unge­heu­er­lich­keit.
    2% prak­ti­zie­ren­de Luthe­ra­ner in Schwe­den? Also damit wür­de wohl nie­mand rech­nen, der die Main­stream­nach­rich­ten betref­fend den Papst­be­such in Schwe­den kon­su­miert hat.
    All das Nega­ti­ve schei­nen die Main­streamm­edi­en nicht zu berich­ten, statt­des­sen wird auf die Über­set­zung der Bibel vom Latei­ni­schen ins Deut­sche sei­tens Luther hin­ge­wie­sen.
    Was ist davon eigent­lich zu hal­ten?

  7. Wir brau­chen nicht nach Schwe­den zu gehen.
    Das alles gibt es so ähn­lich hier, oder bald hier auch.
    Mei­ne größ­te Befürch­tung ist, das die Kir­chen, bei­de Lan­des-
    kir­chen sich mehr und mehr isla­mi­sie­ren. Und am Ende gibt
    es wie z.B. in Nige­ria auch den C h r i s l a m.
    Das wäre furcht­bar.
    Ich hof­fe es bleibt die Tren­nung.
    Denn Juden­tum und Chri­sten­tum haben mit dem Islam
    über­haupt nichts gemein.

  8. Man beach­te, dass Papst Ber­go­glio sehr oft die Begrif­fe Ein­heit und Gemein­schaft syn­onym ver­wen­det. Sie­he auch im Text: „Der Slo­gan, der am öfte­sten in der Kathe­dra­le von Lund zu hören war, war die Not­wen­dig­keit eines „gemein­sa­mes Weges“, der Katho­li­ken und Luthe­ra­ner „vom Kon­flikt zur Gemein­schaft“ führt.“ Da kom­men mir die gera­de­zu pro­phe­ti­schen Wor­te von Erz­bi­schof Mar­cel Lef­eb­v­re (Inter­view vom 09.12.1990) in den Sinn: „Der Papst will die Ein­heit außer­halb des Glau­bens schaf­fen. Das ist eine Gemein­schaft. Eine Gemein­schaft mit wem? wozu? wor­in? Das ist kei­ne Ein­heit mehr. Die­se kann nur in der Ein­heit des Glau­bens ent­ste­hen. Das hat die Kir­che immer gelehrt. Des­halb hat es Mis­sio­na­re gege­ben, um zum katho­li­schen Glau­ben zu bekeh­ren. Jetzt muß man nicht mehr bekeh­ren. Die Kir­che ist nicht län­ger eine hier­ar­chi­sche Gesell­schaft, sie ist eine Gemein­schaft. Alles ist ver­fälscht. Das ist die Zer­stö­rung des Begriffs Kir­che, des Begriffs Katho­li­zis­mus. Das ist sehr bedroh­lich und das erklärt, wie zahl­reich die Katho­li­ken sind, die den Glau­ben auf­ge­ben.“

  9. Der HEILIGE Fran­zis­kus von Assi­si bau­te im Auf­trag Got­tes die KIRCHE CHRISTI (wie­der) auf! — Der jet­zi­ge nicht-hei­li­ge Fran­zis­kus reißt sie — in wes­sen Auf­trag? — nie­der…

  10. Wenn das oben über die Anspra­chen (die Gemein­sa­me Erklä­rung ist undeut­li­cher; s. kath.net) Gesag­te stimmt, dann ist der Gegen­satz zu „DOMINUS JESUS“ extrem. Was Vor­rang hat, ist klar; dar­an kann auch B. nichts ändern. Selt­sa­mer­wei­se steht er wie­der­um klar zum Njet zur Frau­en-Ordi­na­ti­on. Also mal so, dann mal so…

    • Das momen­ta­ne Nein zur Frau­en­or­di­na­ti­on ist rei­nes Ablen­kungs­ma­nö­ver von dem was zur­zeit hin­ter den Kulis­sen (hid­den Agen­da) wirk­lich läuft…

  11. Zur Bild­un­ter­schrift des ersten Bil­des: Das ist nicht Mar­tin Jun­ge (Gene­ral­se­kre­tär des Luthe­ri­schen Welt­bun­des), son­dern Munib Youn­an, Bischof der Evan­ge­lisch-Luthe­ri­schen Kir­che in Jor­da­ni­en und im Hei­li­gen Land, der­zeit Prä­si­dent des Luthe­ri­schen Welt­bun­des.

  12. Dan­ke an Rober­to de Mattei für die­sen wich­ti­gen Bei­trag zur Unter­schei­dung der Gei­ster. Ich möch­te dem nur einen Punkt anfü­gen: Wah­re Gemein­schaft offen­bart sich nicht in der gemein­sa­men Für­bit­te oder im so oft zitier­ten gemein­sa­men Mahl, son­dern in der gemein­sa­men demü­ti­gen Anbe­tung des Vaters, des Soh­nes und des Hei­li­gen Gei­stes.

  13. P.Franziskus und auch schon sei­ne Vor­gän­ger stre­ben unver­hoh­len die Welt­ein­heits­re­li­gi­on an und nicht nur die Lutheraner/Protestanten fol­gen eif­rig und erge­ben die­sem Bestreben.Im Sep­tem­ber 2014 haben alle Reli­gi­ons­füh­rer die­ser Welt in Seo­ul einen Ver­trag unter­schrie­ben der besagt das alle Reli­gio­nen sich für den „Frie­den in die­ser Welt ein­set­zen“ wer­den. Klingt zunächst ganz gut nicht wahr? Damit das aber auch gelingt, bzw. umge­setzt wer­den kann ist gleich­zei­tig ein Apell in Form eines Geset­zes an die poli­ti­schen Mäch­te ergan­gen sich für den Frie­den der Welt ein­zu­set­zen, not­falls auch mit Gewalt, falls sich eine Nati­on die­sem „Frie­den“ wider­set­zen soll­te oder wo die „Umer­zie­hung“ der Völ­ker nicht das erwünsch­te Resul­tat erzielt… Nicht nur die Katho­li­ken wur­den und wer­den ver­ra­ten. Die Pro­te­stan­ten wur­den und wer­den eben­so ver­ra­ten, ja selbst die Mos­lems wur­den und wer­den schmäh­lich ver­ra­ten. Übel­ster Ver­rat wohin man schaut… Die wah­re christ­li­che Gemein­de wird der Welt ihre Wer­te nicht auf­zwin­gen kön­nen, aber sie muss der Welt mutig ihre Wer­te ver­kün­di­gen. Wenn die christ­li­che Gemein­de dies nicht mehr tut, hat sie auf­ge­hört, Gemein­de im bibli­schen Sinn zu sein, denn „die Gemein­de des leben­di­gen Got­tes ist der Pfei­ler und die Grund­fe­ste der Wahr­heit“ (1.Tim 3,15). Wenn die Grund­fe­ste und die Pfei­ler zer­bre­chen, stürzt das gesam­te Gebäu­de ein und zurück bleibt eine schein­hei­li­ge Fröm­mig­keit ohne geist­li­che Kraft und ohne wah­re Got­tes­furcht (2.Tim 3,5 „sie haben den Schein der Fröm­mig­keit, aber deren Kraft ver­leug­nen sie; sol­che Men­schen mei­de!“
    Wo der Geist Got­tes sich zurück­zieht, zieht der libe­ra­le Welt­geist ein und Men­schen­ge­bo­te ste­hen über Got­tes Gebo­te. Das erklärt auch, war­um sich am Ende die Welt mit jenem Schein­chri­sten­tum ver­bün­det und sich gegen jene Muti­gen wen­den wird, die an der Wahr­heit festhalten…Jesus selbst sag­te damals. „das er nicht gekom­men sei Frie­den zu brin­gen son­dern das Schwert (Mt 10,34) und Zwie­tracht (Lk 12,51) und dass sein Frie­den nicht von die­ser Welt ist.
    (Joh.14,27)

  14. Rober­to de Mattei hat den Nagel auf den Kopf getrof­fen: ‚Es scheint eine neue Reli­gi­on zu sein, die am 31. Okto­ber im Rah­men des öku­me­ni­schen Tref­fens zwi­schen Papst Fran­zis­kus und den Ver­tre­tern des Luthe­ri­schen Welt­bun­des (LWB) in Lund in Erschei­nung getre­ten ist. Eine Reli­gi­on, deren Aus­gangs­punk­te klar sind, deren Ziel aber dun­kel und beun­ru­hi­gend ist.‚

    Die statt­fin­den­de Kon­kre­ti­sie­rung die­ser ‚Neu­en Reli­gi­on‚ über­for­dert vie­le.
    Dar­über zu spre­chen wird als ‚Feind­se­lig­keit‚ ange­se­hen.
    Dabei kann jeder in den päpst­li­chen Schrei­ben der letz­ten 150 Jah­re dafür war­nen­de Hin­wei­se fin­den, auch habe zahl­rei­che Mysti­ker.

    https://www.katholisches.info/2013/06/24/prophezeiungen-der-mystikerin-anna-katharina-emmerick-und-die-verwustung-der-kirche/

    Pater Pio 1968 ermahn­te hör­bar für ande­re eine geist­li­che Toch­ter:
    ‚Uner­schüt­ter­lich an der Tra­di­ti­on fest­hal­ten, an den Leh­ren der Kir­che seit ihren Ursprün­gen: das ist die ein­zi­ge Garan­tie für eine Zukunft voll der Hoff­nung in das Gute. Nicht so ist es aber in unse­ren Tagen, in denen größ­te „Fin­ster­nis“ herrscht wegen die­ser stän­di­gen Suche nach „Neu­em“ und „Anderem“…„Nicht ver­ges­sen, mei­ne Toch­ter, Stand­fe­stig­keit und Beharr­lich­keit im Glau­ben unse­rer Väter“ und wie­der­hol­te noch ein­mal mit Nach­druck: „Im Glau­ben unse­rer Väter!“

    Wer möch­te vom Glau­ben unse­rer Väter noch etwas wis­sen?

  15. Nach wie vor lei­den die öku­me­ni­schen Bemü­hun­gen der unter­schied­li­chen Bekennt­nis­se unter einer fal­schen Ziel­set­zung. Das fal­sche Ver­ständ­nis der öku­me­ni­schen Bemü­hun­gen besteht dar­in, dass die Eli­ten nur die Aus­söh­nung unter­ein­an­der suchen und die­ses in teil­wei­se pein­li­chen event­ar­ti­gen Ver­an­stal­tun­gen doku­men­tie­ren. Sie reden aber nie von der Aus­söh­nung mit Gott als Vor­aus­set­zung jeder Öku­me­ne. Die­se fal­sche Ziel­set­zung wird rela­ti­viert und ver­dun­kelt durch nivel­lie­ren­de in sich anti­the­ti­sche Leer­for­meln wie „Ver­söhn­te Ver­schie­den­heit“ oder „Ein­heit durch Viel­falt“. Ein ech­tes Glau­bens- und Hoff­nungs­zei­chen der Öku­me­ne wäre die gemein­sa­me Anbe­tung in Demut und zwar die Anbe­tung des Vaters des Soh­nes und des hei­li­gen Gei­stes in den Sakra­men­ten und in der Eucha­ri­stie. Wer die lit­ur­gi­sche Hal­tung der Akteu­re in Lund gese­hen hat, erkennt schmerz­lich wie­weit die Chri­sten­heit von einer gemein­sa­men und wah­ren Anbe­tung ent­fernt ist und dass Öku­me­ne so eine Leer­for­mel blei­ben wird

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