„Geschichte der Menschheit ist zugleich eine Geschichte von Flucht und Migration“

Lie­be Brü­der und Schwe­stern,

vie­le Men­schen sind heu­te auf der Flucht, weil es Krieg, wirt­schaft­li­che Kri­sen oder kli­ma­ti­sche Ver­än­de­run­gen in ihren Hei­mat­län­dern gibt. Auch die Hei­li­ge Schrift bie­tet zahl­rei­che Bei­spie­le von Flucht und Migra­ti­on. Selbst die Hei­li­ge Fami­lie muss­te vor Hero­des in ein frem­des Land flie­hen. Die Geschich­te der Mensch­heit ist zugleich eine Geschich­te von Flucht und Migra­ti­on.

Das Wort Jesu: „Ich war fremd und obdach­los, und ihr habt mich auf­ge­nom­men, ich war nackt, und ihr habt mir Klei­dung gege­ben“ (Mt 25,35–36) erin­nert uns dar­an, im not­lei­den­den Men­schen Chri­stus zu sehen und ihm Barm­her­zig­keit zu erwei­sen. In einem gesell­schaft­li­chen Kli­ma, das häu­fig von Ver­schlos­sen­heit statt Auf­nah­me­be­reit­schaft geprägt ist, sind gera­de wir Chri­sten auf­ge­ru­fen, offen zu sein für alle Men­schen, die vor Krieg, Hun­ger, Gewalt und unmensch­li­chen Lebens­si­tua­tio­nen flie­hen. Für alle, die Hei­mat, Fami­lie, Arbeit und Wür­de ver­lo­ren haben, kön­nen wir eine gro­ße Hil­fe sein. „Dem Nack­ten Klei­dung geben“ heißt vor allem, den Opfern unmensch­li­chen Han­delns ihre Wür­de zurück­zu­ge­ben. Vie­le not­lei­den­de Men­schen brau­chen unse­re Hil­fe. Ver­schlie­ßen wir uns nicht! Wer­den wir nicht gleich­gül­tig! Unser eige­nes Leben wird frucht­bar, wenn wir uns für die ande­ren öff­nen.

Ein herz­li­ches Will­kom­men allen Pil­gern deut­scher Spra­che, vor allem den vie­len Jugend­li­chen. Beson­ders grü­ße ich die Schü­le­rin­nen der St.-Ursula-Mädchenrealschule aus Augs­burg. Lie­be Freun­de, ver­ges­sen wir nie, dass uns in den not­lei­den­den Men­schen Jesus selbst begeg­net! Gott seg­ne euch alle.

3 Kommentare

  1. Naja, das mag schon sein. Doch sol­len wir des­we­gen jetzt die mehr­heit­lich mus­li­mi­schen, mehr­heit­lich 20–30 jäh­ri­gen männ­li­chen „Flücht­lin­ge“ ohne Pass ein­STRÖ­MEN las­sen, nur weil uns sonst ein schlech­tes Gewis­sen gemacht wird? Das wür­de die Isla­mi­sie­rung Euro­pas bedeu­ten, nichts ande­res.
    Man kommt doch mit denen die jetzt schon da sind nicht zurecht, von berech­tig­tem Asyl und wirk­li­cher Inte­gra­ti­on ganz zu schwei­gen. Wenn die (angeb­lich inte­grier­ten) Tür­ken in Öster­reich für Dik­ta­tor Erdogan demon­strie­ren, sind sie dann etwa inte­griert? Obwohl sie seit z.bsp 30 Jah­ren hier leben? Natür­lich nicht.
    Soll das Anspre­chen die­se Pro­ble­me Frem­den­HASS sein? Das soll mir einer erklä­ren, was das noch mit Hass zu tun haben soll, wenn auf die­se Pro­ble­me hin­ge­wie­sen wird.
    Ein guter Tipp für Papst Fran­zis­kus. Wie­so spricht er in sei­ner Kate­che­se nicht die Grau­sam­keit des Syri­en-Krie­ges an, der ja die Ursa­che für die Flücht­lin­ge ist? Um noch genau­er zu sein, wie­so sagt er nicht, dass die Gier einer Weltmacht(USA) nach angeb­li­chem Frie­den in der Welt, der Welt erst den Unfrie­den gebracht hat?
    An der Flücht­lings­kri­se geschei­tert ist zudem zual­ler­erst die Euro­päi­sche Union(nicht das Volk), wer sonst soll dafür ver­ant­wort­lich sein, dass die­je­ni­gen die 2015 kamen nicht ein­mal kon­trol­liert wur­den? Ist es nicht ama­teur­haft, dass angeb­lich nur 20–33% aller Flücht­lin­ge, wirk­li­che Flücht­lin­ge sind? Obwohl auf den Pres­se­fo­tos deut­lich erkenn­bar war, dass das kei­ne Syrer aller Alters­grup­pen, son­dern 20–30 jäh­ri­ge Mus­li­me ande­rer Län­der ohne Kriegs­ver­sehrt­heit gewe­sen sind. Die schein­bar nur auf die Not der Syrer gewar­tet haben, um nach Euro­pa ein­fal­len zu kön­nen.
    Ich den­ke, wenn Papst Fran­zis­kus stän­dig huma­ni­sti­sche The­men aus­ruft, ver­dient das auch eine Ant­wort die den Fak­ten ent­spricht.

  2. Welch geball­te Ladung an maso­ni­sti­scher Pro­pa­gan­da!
    Ein klein­wei­ses Zer­pfücken die­ses Unfugs erüb­rigt sich.

  3. Vor allem hat die Kir­che sich noch nie zum Sprach­rohr und Werk­zeug derer gemacht, die Mas­sen­flucht aus­lö­sen und für ihre Poli­tik instru­men­ta­li­sie­ren. Dies ist doch das üble Novum.

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