Kardinal Duka übt Kritik an „Willkommenspolitik“ und Islamisierung und wird von eigener Zeitung zensuriert

Kardinal Dominik Duka wurde wegen seiner Kritik an Islamisierung und Masseneinwanderung von der eigenen katholischen Zeitung zensuriert
Kardinal Dominik Duka wurde wegen seiner Kritik an Islamisierung und Masseneinwanderung von der eigenen katholischen Zeitung zensuriert

(Prag) Novin­ky, das wich­tig­ste Inter­net­por­tal der Tsche­chi­schen Repu­blik berich­te­te gestern über einen Arti­kel von Kar­di­nal Domi­nik Duka, dem Erz­bi­schof von Prag und Pri­mas von Böh­men, den die­ser nach der Ermor­dung des fran­zö­si­schen Prie­sters, Abbé Jac­ques Hamel ver­faßt hat­te. Abbé Hamel war am 26. Juli von zwei Isla­mi­sten die Keh­le durch­ge­schnit­ten wor­den, wäh­rend er in der Kir­che Saint Eti­en­ne du Rou­vray in Rou­en die Hei­li­ge Mes­se zele­brier­te. Der Prie­ster wur­de anschlie­ßend ent­haup­tet. Die bei­den Mör­der wur­den von der Poli­zei erschos­sen. Zur Tat bekann­te sich der Isla­mi­sche Staat (IS). Kar­di­nal Duka über­mit­tel­te sei­ne Reak­ti­on der renom­mier­ten katho­li­schen Wochen­zei­tung Katolicky tydenik. Die­se wei­ger­te sich jedoch, den Arti­kel zu ver­öf­fent­li­chen. Der Kar­di­nal publi­zier­te ihn dar­auf­hin auf sei­ner Face­book-Sei­te.

Der katho­li­sche Pur­pur­trä­ger hat­te sich bereits in der Ver­gan­gen­heit kri­tisch zu der von euro­päi­schen Regie­run­gen ver­tre­te­nen „Will­kom­mens­kul­tur“ geäu­ßert. In sei­nem Arti­kel warnt er vor einer „unver­hält­nis­mä­ßi­gen und rück­sichts­lo­sen Will­kom­mens­po­li­tik“. Eine Mei­nungs­äu­ße­rung, mit der der Kar­di­nal offen­sicht­lich bei sei­nen eige­nen Unter­ge­be­nen durch die Zen­sur fiel.

Die Vor­sicht und Klug­heit, die der Pri­mas von Böh­men gegen­über isla­mi­schen Migran­ten anmahnt, löste pole­mi­sche Attacken aus. Die Ver­fech­ter der „Will­kom­mens­kul­tur“ sind gut orga­ni­siert und vor allem in den Medi­en stark ver­an­kert, auch in den katho­li­schen Medi­en, wie der Pur­pur­trä­ger bit­ter erfah­ren muß­te.

Scharf ange­grif­fen wur­de Kar­di­nal Duka von Msgr. Tomas Halik, einem der bekann­te­sten tsche­chi­schen Prie­ster. Der Sozio­lo­ge und Reli­gi­ons­phi­lo­soph, der in den 70er Jah­ren im Unter­grund geweiht zum Prie­ster geweiht wur­de, war in den 90er Jah­ren Gene­ral­se­kre­tär der Tsche­chi­schen Bischofs­kon­fe­renz und Bera­ter von Staats­prä­si­dent Vaclav Havel. Halik ist Pro­fes­sor der Sozio­lo­gie an der Pra­ger Karls­uni­ver­si­tät und Rek­tor der Uni­ver­si­täts­kir­che. Er warf sei­nem Bischof vor: „Die wirk­li­chen Ver­bün­de­ten des Isla­mi­schen Staa­tes gegen die west­li­che Welt sind die, die nicht den Unter­schied zwi­schen Islam und Dschi­had-Ter­ro­ri­sten ken­nen.“

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Tschechiens katholische Wochenzeitung Katolicky tydenik
Tsche­chi­ens katho­li­sche Wochen­zei­tung Katolicky tydenik

Ganz ande­rer Mei­nung ist Kar­di­nal Duka. Für ihn soll­te die Ermor­dung von Abbé Hamel ein „Denk­zet­tel“ für alle jene sein, die bis­her ähn­li­che Vor­fäl­le her­un­ter­ge­spielt und die Täter als Gei­stes­kran­ke und Fru­strier­te baga­tel­li­siert haben. Wei­ter­hin zu schwei­gen, „wäre Selbst­mord für unse­re Gesell­schaft“, so der Erz­bi­schof von Prag. Gleich­zei­tig rief er dazu auf, mehr für die Opfer die­ses Ter­ro­ris­mus zu beten und weni­ger Aus­re­den und Ent­schul­di­gun­gen für die Ter­ro­ri­sten zu suchen.

Der Kar­di­nal endet mit einer Mah­nung und einer Ein­la­dung: Im Islam, so der Pri­mas, ver­stecken sich gewalt­tä­ti­ge Ten­den­zen, wes­halb jene Mus­li­me, die die­se Ten­den­zen nicht tei­len, reagie­ren müß­ten, wenn sie wei­ter­hin Glaub­wür­dig­keit in Anspruch neh­men wol­len.

Pikant ist, daß die Wochen­zei­tung Katolicky tydenik, die über den Kar­di­nal wegen sei­ner kri­ti­schen Hal­tung zur Mas­sen­ein­wan­de­rung und zur Isla­mi­sie­rung Euro­pas die Zen­sur ver­häng­te, der Tsche­chi­schen Bischofs­kon­fe­renz gehört.

Zur Zeit der Tsche­cho­slo­wa­ki­schen Sowjet­re­pu­blik hat­te es zwar auch ein katho­li­sches Blatt gege­ben, das jedoch vom kom­mu­ni­sti­schen Regime kon­trol­liert wur­de. Es hat­te die Auf­ga­be, einen Keil zwi­schen die Katho­li­ken zu trei­ben, wes­halb es unter die­sen wenig Anse­hen genoß. Nach dem Zusam­men­bruch der kom­mu­ni­sti­schen Dik­ta­tur wur­de von einem Pri­vat­ver­lag die neue katho­li­sche Wochen­zei­tung gegrün­det.

Als Katolicky tydenik in den 90er Jah­ren in finan­zi­el­le Schwie­rig­kei­ten geriet, wur­de das Blatt von der Tsche­chi­schen Bischofs­kon­fe­renz geret­tet und über­nom­men. Das Blatt ist fak­tisch die Kir­chen­zei­tung für die gesam­te Tsche­chi­sche Repu­blik. Chef­re­dak­teur Anto­nin Ran­da zen­su­rier­te damit nicht nur sei­nen Bischof, son­dern auch sei­nen eige­nen Her­aus­ge­ber. Kar­di­nal Duka ist näm­lich auch Vor­sit­zen­der der Tsche­chi­schen Bischofs­kon­fe­renz.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Youtube/Katolicky tydenik (Screen­shots)




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1 Kommentar

  1. Es ist nicht unwichtig,mehr,über Msgr.Tomas Halik zu lesen und das,z.B.unter Goog­le Suche,wie:„Satan Halik“,über die Zwei­fel an Sei­ner Wei­he in Erfurt,Seine aus­fal­len­de Äusse­run­gen gegen­über dem dama­li­gem Prä­si­den­ten Klaus,und Bemer­kun­gen zum Papst Bene­dikt XVI,zu Sei­nem Tem­ple­ton Preiss,zu Sei­nen Reden zum Islam und Gayparaden…Es gab ein Arti­kel des Lei­ters der Tsch.Radio Vatikan,der sich mit dem katho­li­schem Glau­ben des Th.Haliks,auseinandersetzte…da mel­de­te sich jedoch prompt der Pra­ger Jesu­it gegen sei­nen Bruder.Es gibt Vie­les über Th.Halik,er ist eine glän­zen­de Person„,seine„Studenten und Aka­de­mi­ker­kir­che ist für Eli­te bestimmt und hat ein bestimm­tes Programm.Er hat rege und kon­ti­nuir­li­che Bezie­hun­gen mit den deutschsprachigem,prominentem Klerus,erhällt Schu­lun­gen in der USA und wird wie­de­holt als Tsche­chi­scher Präsidentenkandidat,gehandelt.Ich hör­te Ihm das erste­mal im Radio,in der Mitternachtsmesse,Weihnachten 2008.Ich war begei­stert und dann lern­te ich Eini­ges mehr.Der Lebens­lauf von Kar­di­nal Duka ist grund­sätz­lich anders ‚Kar­di­nal Duka ist ein tief­glau­ben­der Priester,ein Dominikaner,der wegen Sei­nem Glau­ben im Gefäng­niss war.Thomas Halik dürf­te rei­sen und hat­te eine Arbeitsstelle,für die er poli­tisch inte­ger sein musste,er war in „guter,deutscher Hand“,seltsammerweise,in Erfurt.Er ist sehr modern und ein begei­ster­ter Ver­eh­rer der Refor­men des neu­en Pap­stes.

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