„Papst Franziskus behauptet Falsches — Die Kirche, die der Welt und dem Islam in den Arsch kriecht, ist ein Skandal“

Die neue Besitzergreifung: Imame rezitieren den Koran in katholischen Kirchen katholischer Kirchen (im Bild: Kathedrale von Bari, 31. Juli 2016)
Die neue Besitzergreifung: Imame rezitieren den Koran in katholischen Kirchen katholischer Kirchen (im Bild: Kathedrale von Bari, 31. Juli 2016)

(Rom) Auf den isla­mi­schen Ritu­al­mord an Abbé Jac­ques Hamel folg­te der näch­ste isla­mi­sche Schlag gegen die katho­li­sche Kir­che. Isla­mi­sche Ver­bän­de, bestens mit den poli­ti­schen und media­len Mecha­nis­men unse­rer ori­en­tie­rungs­lo­sen Gesell­schaft ver­traut, luden sich selbst in die katho­li­schen Kir­chen ein. Aus­nahms­los sol­chen, wo bereits die Fern­seh­ka­me­ras will­fäh­ri­ger Jour­na­li­sten auf sie war­te­ten. Die selbst­herr­li­che Selbst­ein­la­dung fand nicht nur die bereit­wil­li­ge Zustim­mung der kirch­li­chen Ver­ant­wort­li­chen für Inter­re­li­giö­ses, son­dern stieß bei die­sen gera­de­zu auf hel­le Begei­ste­rung. In Rom, der Stadt des Pap­stes, rezi­tier­ten Ima­me in der Kir­che San­ta Maria in Traste­ve­re aus dem Koran. San­ta Maria in Traste­ve­re ist die Kir­che der Gemein­schaft von Sant’Egidio, die im Bereich Inter­re­li­gio­si­tät an vor­der­ster Front steht. Und Papst Fran­zis­kus? Der kehr­te gera­de vom Welt­ju­gend­tag in Kra­kau zurück, ver­säum­te aber nicht, wider bes­se­res Wis­sen in einer flie­gen­den Pres­se­kon­fe­renz dem Islam einen Per­sil­schein aus­zu­stel­len. Gedan­ken dazu mach­te sich der Jour­na­list und Buch­au­tor Camil­lo Lan­go­ne. Lan­go­ne fiel in der Ver­gan­gen­heit mit pro­vo­kan­ten The­sen auf. Zum nach­syn­oda­len Schrei­ben Amo­ris Lae­ti­tia von Papst Fran­zis­kus schrieb er: „Der Papst ist katho­lisch, sei­ne Schrei­ben aber nicht“.

Am vergangenen Sonntag ist etwas zerbrochen

Von Camil­lo Lan­go­ne

Ich bin zurück­hal­tend dafür, Can­na­bis frei­zu­ge­ben, weil ich die Park­an­la­gen, in denen es von afri­ka­ni­schen Dro­gen­dea­lern wim­melt, nicht mehr sehen kann, aber per­sön­lich habe ich kei­ne Absicht davon Gebrauch zu machen, weil Can­na­bis betäubt und ich mir mei­ne klei­ne oder gro­ße Intel­li­genz lie­ber bewah­ren will. Ich bin auch zurück­hal­tend für das öku­me­ni­sche „Wir haben uns alle lieb“, weil mich die Aus­sicht auf einen Reli­gi­ons­bür­ger­krieg wenig begei­stert, aber per­sön­lich habe ich kei­ne Absicht dar­an teil­zu­neh­men, weil sich die Öku­me­ne von Lügen ernährt und man leicht­gläu­big wird, wenn man sich dar­an gewöhnt, Mär­chen anzu­hö­ren.

Um mir die klei­ne oder gro­ße Intel­li­genz in mei­nem Besitz zu bewah­ren, bin ich am Sonn­tag erst am Abend zur Hei­li­gen Mes­se gegan­gen, als die Bischö­fe, die auf die Kar­di­nal­s­wür­de hof­fen, und als die Prie­ster, die auf die Bischofs­wür­de hof­fen, aller Vor­aus­sicht bereits bei Tisch saßen und damit die Wahr­schein­lich­keit grö­ßer war, einen Prie­ster am Altar vor­zu­fin­den, der weder dem Islam („es wer­den fal­sche Pro­phe­ten auf­tre­ten“, Mk 13,22) noch der Welt (deren „Taten böse sind“, Joh 7,7), die uns Chri­sten haßt  (Joh 15,19) und die vom Teu­fel beherrscht wird (Joh 12,31), in den Arsch kriecht.

Was wäre gesche­hen, wenn ich in der Kir­che Moham­me­da­ner ange­trof­fen hät­te, und wenn der Prie­ster am Ambo Chri­stus ver­ra­ten hät­te, indem er Moham­med die Ehre erweist?

Ich hät­te auf­ste­hen und die Kir­che ver­las­sen müs­sen. In die­sem Moment wäre aber ein wich­ti­ger Teil mei­nes Lebens gestor­ben, wie ein Glied, das bran­dig wird, und ich hät­te nicht mehr gewußt, wo ich mein Haupt bet­ten kann.

Freun­de for­dern mich auf, ortho­dox zu wer­den, aber so sehr ich die Ost­chri­sten bewun­de­re: Seit ich begon­nen habe, die Hei­li­ge Mes­se in San Spi­ri­dio­ne in Tri­est zu besu­chen, gilt der Grund­satz: ubi Petrus, ibi Eccle­sia.

Ande­re Freun­de drän­gen mich in Rich­tung Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. Fern­seh­mo­de­ra­to­ren mögen mich zum Lef­eb­vria­ner stem­peln, aber ich bin Christ, und Jesus bete­te, kurz bevor er getö­tet wur­de, „ut unum sint, damit die Welt glaubt, daß Du mich gesandt hast“. Wie könn­te ich dann zu einer Spal­tung bei­tra­gen?

Wie­der ande­re legen mir nahe, Meß­or­te im über­lie­fer­ten Ritus zu besu­chen, die offi­zi­ell geneh­migt sind. Da ich in Par­ma woh­ne, müß­te ich mich dafür bis Mode­na bewe­gen. Und obwohl ich mir der katho­pro­te­stan­ti­schen Natur des Mis­sa­le von Paul VI. bewußt bin (wer in Ber­go­glio einen nie dage­we­se­nen Bruch wahr­nimmt, soll­te viel­leicht Mon­ti­ni genau­er ana­ly­sie­ren), habe ich reli­giö­se Clubs nicht so ger­ne. Ich bin in allem eli­tär, nur nicht in die­sem Bereich. Das Mot­to „Weni­ge, aber Gute“ gilt im Chri­sten­tum nicht, das weder eine Sek­te noch eine Loge ist. Das wird allein schon dadurch bewie­sen, daß im Kle­rus Qua­li­tät und Quan­ti­tät gleich­zei­tig ein­ge­bro­chen sind.

Was wäre aber von mei­nem gerin­gen Glau­ben geblie­ben, wenn ich am Sonn­tag unglück­li­cher­wei­se den Dom von Pia­cen­za auf­ge­sucht hät­te, wo die Gläu­bi­gen, dar­un­ter eini­ge Ordens­frau­en, die ersten Bank­rei­hen räu­men muß­ten, um neu­en Haupt­dar­stel­lern, den Moham­me­da­nern — aus­nahms­los Män­nern, von denen meh­re­re respekt­los ihre Kopf­be­deckung auf­be­hiel­ten — Platz zu machen? Oder in jener Kir­che von Ven­ti­miglia, wo der Prie­ster den Anhän­gern Allahs in einer obszö­nen Par­odie­rung der hei­li­gen Eucha­ri­stie Brot­stücke aus­teil­te? Oder in der Kathe­dra­le von Bari, wo der Imam sin­gend den Koran rezi­tier­te, als sei der Emir in die Stadt zurück­ge­kehrt, der im 9. Jahr­hun­dert mit Hil­fe der kora­ni­schen Schwer­ter die Stadt blu­tig ein­ge­nom­men und Tau­sen­de Chri­sten als Skla­ven ver­schleppt hat­te? Ich wage es mir gar nicht vor­zu­stel­len. Den­noch ist am Sonn­tag etwas zer­bro­chen, und ich mei­ne damit kein Brot­bre­chen. Ich will mich gar nicht damit auf­hal­ten, auf­zu­li­sten, daß all das, was am Sonn­tag gesche­hen ist, aus katho­li­scher Sicht ille­gal war. An die­ser Stel­le sei nur auf die Instruk­ti­on Redemp­to­ris Sacra­men­tum ver­wie­sen, die aus dem Jahr 2004 stammt und nicht etwa aus dem Mit­tel­al­ter. Und schon gar nicht will ich den Ben­zin­ka­ni­ster bewa­chen. Ich will aber wie­der­ho­len, daß ich es leid bin, daß mein Intel­lekt belei­digt wird, der – wie Pas­cal erin­nert – von der Gött­li­chen Weis­heit und nicht vom Kle­rus her­rührt. Wenn der Papst behaup­tet, daß der Koran ein Buch des Frie­dens ist, dann sagt er Fal­sches.

Jesui­tisch? Machia­vel­li­stisch? Ich weiß es nicht. Ich weiß aber, daß er Fal­sches behaup­tet und kann das als prak­ti­zie­ren­der Katho­lik auch schrei­ben, weil das Lügen­mär­chen aus dem Flug­zeug und nicht von der Kan­zel ver­kün­det wur­de. Dar­an ist nichts, was durch die Unfehl­bar­keit des Petrus gedeckt wäre.

Was bleibt, ist die Bestür­zung, mit anse­hen zu müs­sen, daß die Kir­che des­sen, der die Wahr­heit ist, sich um eine fal­sche Behaup­tung schart. Das ist ein Skan­dal für jeden, der über ein Mini­mum an Geschichts­kennt­nis ver­fügt und ist eine Ver­wir­rung für jene, die kei­ne Ahnung haben.

Nach­dem er mich im Fern­se­hen gese­hen hat­te, frag­te mich näm­lich mein Metz­ger: „Steht im Koran wirk­lich, daß die Chri­sten sich zum Islam zu bekeh­ren haben oder zu töten sind?“ Ja, habe ich ihm geant­wor­tet, so steht es geschrie­ben.

Am Sonn­tag war ich, Gott sei Dank und Dank eines nicht apo­sta­ti­schen Prie­sters, nicht gezwun­gen zwi­schen Treue und Ver­nunft zu wäh­len. Vie­le mei­ner Freun­de haben jedoch auf­ge­hört, in die Kir­che zu gehen, und mein Metz­ger weiß nicht mehr, was er glau­ben soll.

Text: Camil­lo Lan­go­ne
Über­set­zung: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Il Foglio (Screen­shot)

1 Kommentar

  1. Es ist in der Tat äußerst schmerz­haft zu sehen was bereits schon vor Kon­stan­tin aus dem wah­ren und rei­nen Evan­ge­li­um gewor­den ist, es ist wie der schwar­ze und nun fah­le Rei­ter aus der Apo­ka­lyp­se geworden…Der Katho­li­zis­mus Hand in Hand mit dem Islam. Die Ähn­lich­kei­ten bei­der sind wirk­lich nicht zu über­se­hen.. Son­ne, Mond, Fati­ma… uvm.
    Hese­kiel 23,45 Dar­um wer­den gerech­te Män­ner sie rich­ten nach dem Recht, das für Ehe­bre­che­rin­nen und für Mör­de­rin­nen gilt; denn sie sind Ehe­bre­che­rin­nen und ihre Hän­de sind voll Blut.

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