Bischöfe von Costa Rica: „Kommunion für wiederverheiratet Geschiedene nicht möglich“

Bischöfe von Costa Rica: "Möglichkeit, daß wiederverheiratet Geschiedene zur Kommunion zugelassen sind, gibt es nicht"
Bischöfe von Costa Rica: "Möglichkeit, daß wiederverheiratet Geschiedene zur Kommunion zugelassen sind, gibt es nicht"

(San José) Die Bischofs­kon­fe­renz von Costa Rica erließ ein Doku­ment zur Umset­zung des nach­syn­oda­len Schrei­bens Amo­ris lae­ti­tia. Eine Mög­lich­keit, daß wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ne zur Kom­mu­ni­on zuge­las­sen wer­den könn­ten, wird dar­in mit kei­nem Wort erwähnt.

Die größ­te Tages­zei­tung des zen­tral­ame­ri­ka­ni­schen Lan­des, La Nación, berich­te­te am 17. Juli, der Sonn­tags­aus­ga­be, in gro­ßer Auf­ma­chung auf der Titel­sei­te über das neue Doku­ment der Bischö­fe. „Kir­che abge­neigt, wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen die Kom­mu­ni­on zu geben“, titel­te das Blatt. Auf­ma­chung und Schlag­zei­le las­sen die Erwar­tungs­hal­tung erken­nen, die durch die von Papst Fran­zis­kus in den Raum gestell­te Fra­ge erzeugt wur­de. Die Zei­tung führt mit dem bekann­te­sten Bischof von Costa Rica ein Inter­view zum The­ma.

Auf die Fra­ge, in wel­chem Stand sich wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ne befin­den, ant­wor­te­te Bischof José Fran­cis­co Ulloa Rojas von Cart­a­go:

„Sie gehö­ren wei­ter­hin zur Kir­che. Sie wur­den nie als exkom­mu­ni­ziert betrach­tet. Sie kön­nen an allem teil­ha­ben, außer an der sakra­men­ta­len Kom­mu­ni­on.

Auf die Fra­ge, ob die­se Per­so­nen das Buß- und das Altarsa­kra­ment emp­fan­gen kön­nen, prä­zi­sier­te Bischof Ulloa:

„Im Doku­ment des Pap­stes wird die Mög­lich­keit für wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ne, die Kom­mu­ni­on zu emp­fan­gen, nicht erwähnt.Die Kir­che kennt hin­ge­gen die Mög­lich­keit, auch in der Ehe ent­halt­sam zu leben, und es gibt Bei­spie­le dafür. Für die­se Per­so­nen gibt es kei­ne Hin­de­rungs­grund auch an der Kom­mu­ni­on teil­zu­ha­ben.“

Wei­ter sag­te er:

„Ich den­ke, daß jeder Katho­lik, der sich sei­nes Glau­bens bewußt ist, weiß, daß die Kom­mu­ni­on ein essen­ti­el­ler Aspekt sei­nes Lebens ist. Es tut mir leid, daß das nicht alle ver­ste­hen. Gleich­wohl gibt es vie­le Paa­re in beson­de­ren Situa­tio­nen, die wün­schen, die Kom­mu­ni­on zu emp­fan­gen, die aber wis­sen, daß es ein Hin­der­nis gibt, es zu tun.“

Bischof José Francisco Ulloa von Cartago
Bischof José Fran­cis­co Ulloa von Cart­a­go

2010 war Bischof Ulloa vom Tri­bu­nal Supre­mo de Eleccio­nes de Costa Rica der ober­sten Wahl­be­hör­de des Lan­des, die sich aus drei Rich­tern des Ober­sten Gerichts­hofs zusam­men­setzt, ver­ur­teilt, weil er die Katho­li­ken auf­ge­for­dert hat­te, kei­ne Poli­ti­ker zu wäh­len, deren Ansich­ten und Ziel­set­zun­gen der katho­li­schen Glau­bens­leh­re wider­spre­chen. Zum Zeit­punkt der Aus­sa­ge befand sich Costa Rica im Wahl­kampf. Die Ver­fas­sung ver­bie­tet dem Kle­rus eine „Ein­mi­schung“ in die Poli­tik. Obwohl Bischof Ulloa sei­ne Aus­sa­ge in einer Pre­digt wäh­rend einer Hei­li­gen Mes­se und nicht als Wahl­auf­ruf getä­tigt hat­te, und damit nicht im poli­ti­schen, son­dern im urei­ge­nen Bereich der katho­li­schen Kir­che, sprach ihn das Gericht für schul­dig.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Wikicommons/La Naci­on (Screen­shot)

 

 

1 Kommentar

  1. Sehr geehr­ter lie­ber Herr Nar­di
    Vie­len lie­ben Dank für die­sen Bericht, es gibt eine so kla­re und fun­dier­te Aus­sa­ge nir­gend­wo anders als in der katho­li­schen Kir­che!
    Ein paar Nach­rich­ten hät­te ich aber doch noch für Sie:
    Sehr geehr­ter lie­ber Herr Nar­di,

    ich habe lan­ge nichts von Ihnen gehört, wie geht es Ihnen jetzt, wo sich die Ereig­nis­se in der katho­li­schen Kir­che wegen die­ses teuf­li­schen Pap­stes und außer­halb von ihr vor allem durch den Islam immer hef­ti­ger über­schla­gen?
    Die Wehen, von denen in der End­zeit die Rede ist, wer­den hef­ti­ger, nicht?
    Erin­nern Sie sich an mei­nen Bericht aus Greifs­wald, wo aus der ver­such­ten Islam­pro­pa­gan­da der bei­den Prie­ster eine ech­te Islamauf­klä­rungs­ver­an­stal­tung gewor­den ist?
    Ich woll­te Ihnen etwas Auf­mun­tern­des schicken, da es immer weni­ger Din­ge gibt, über die man sich freu­en kann, und ich Ihnen vie­le Fra­gen gestellt habe!
    Z.B Isra­el und war­um Papst Pius X Herzl nicht hel­fen woll­te, der spä­te­re Papst Pius XII und dama­li­ge Kar­di­nal Euge­nio Pacel­li ca. 15 Jah­re spä­ter aber einem Staat Isra­el posi­tiv gegen­über stand!
    Wie Sie selbst heu­te zu Isra­el ste­hen brau­chen Sie mir nicht zu sagen, wenn Sie nicht möch­ten, ich weiß, es ist schwie­rig, da die Israe­lis alle deka­den­ten Laster des Westens, der die Israe­lis hasst, in exten­so betrei­ben und noch schlim­mer betrei­ben würden,wenn die Palä­sti­nen­ser sie nicht immer wie­der auf den Boden der Tat­sa­chen zurück­ho­len wür­den.…
    Ich dan­ke Ihnen noch­mals für das Gebet für mei­nen Vater, es sind nahe­zu nur posi­ti­ve Reak­tio­nen auf sein Inter­view erschie­nen und obwohl sei­ne Sekre­tä­rin und mein Bru­der das gan­ze Inter­net, auch Face­book, nach bösen Kom­men­ta­ren durch­sucht haben, haben sie nur eine hand­voll, viel­leicht ein Dut­zend davon gefun­den! Auch in der Zei­tung war nichts nega­ti­ves, Gewalt­ta­ten gab es erst recht nicht!
    Kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit, gera­de ist der AfD Chef die­ses Lan­des, Mathi­as Mant­hey, mit dem mein Vater auch befreun­det ist, und der sich, außer das er eben AfD-Chef ist, bis­her weder zum Islam noch zu Flücht­lin­gen öffent­lich geäu­ßert hat, von Anti­fas attackiert wor­den. Sie haben die Schei­ben sei­nes Wohn­hau­ses zer­wor­fen, nach­dem der CDU Bür­ger­mei­ster der AfD einen Auf­tritt in Anklam ver­bie­ten woll­te.
    Doch mei­nem Vater ist bis­her nichts gesche­hen!
    Ich bin nun aller­dings für die Lin­ken nun auch kein so unbe­schrie­be­nes Blatt mehr!
    Nicht das die Antia bis­her etwas von mir gewollt hät­te, aber ein lin­ker Bür­ger­mei­ster, näm­lich Burk­hardt Jung aus Leip­zig, schon.
    Er hat den Bau einer Moschee, von Ama­di­y­ya, die als frag­wür­dig selbst von säku­la­ri­sier­ten, unwis­sen­den Exper­ten ein­ge­schätzt wird, sehr ger­ne gebil­ligt!
    Als die Bür­ger dage­gen mit einer Peti­ton pro­te­stier­ten, beschimpf­te er die Über­brin­ger der Peti­ti­on als „Nazis“.
    Im Inter­net hat­te ich, auch wenn ich auch nicht aus Leip­zig stamm­te, unter­schrie­ben!
    Dar­um (jetzt schimp­fen Sie bit­te nicht, dass das dumm war, Sie machen noch viel „düm­me­re“ Sachen;)) weil er so auch mich als Nazi beschimpft hat, schimpf­te ich per Email zurück und nann­te ihn einen „dik­ta­to­ri­schen drecki­gen Hit­ler­ba­stard“!
    Ich hoff­te, dass die­se Beschimp­fung im all­ge­mei­nen Sturm der Ent­rü­stung, ob sei­ner Belei­di­gung gegen die Über­brin­ger der Peti­ti­on, unter­ge­hen wür­dem und er sich nicht die Mühe machen wür­de dan­nach zu for­schen, wer ihm denn die­se Email geschickt hat­te! (Ich hat­te mei­nen Namen nicht drun­ter geschrie­ben und auch nicht mei­ne son­sti­ge Email­adres­se benutzt)
    Lei­der, oder eigent­lich schmei­chel­haf­ter Wei­se, ließ er aber sehr wohl nach dem Ver­fas­ser die­ser Belei­di­gung suchen und für Fach­leu­te war es nun natür­lich kein Pro­blem mich zu fin­den!
    Nun muss ich 600 Euro wegen Belei­di­gung bezah­len, für zwei nicht öffent­lich geäu­ßer­te Zei­len:-(.
    Das wäre nicht schlimm, wenn ich nicht noch stu­die­ren wür­de und mei­ne Appro­ba­ti­on noch aus­stün­de.
    Da es in drei Jah­ren ver­jährt ist, oder wenn man den Anfang der Anzei­ge nimmt in zwei, dürf­te es kein Pro­blem wer­den für mei­ne Appro­ba­ti­on, WENN nichts dazu kommt!
    So, nun wis­sen Sie es, wie gesagt, bit­te sagen Sie nicht, dass das dumm war, wenn ich geschrie­ben hät­te was ich wirk­lich über den Islam und Hit­ler weiß, die­sen Vor­wurf also sach­lich bgrün­det hät­te, wäre es mir mit Sicher­heit noch ganz anders ergan­gen, und von den heuch­le­ri­schen Füh­rern des Vol­kes hat sich weder Jesus noch sei­ne Jün­ger alles gefal­len las­sen. Man den­ken nur an den Lieb­lings­jün­ger Jesu, den Don­ner­sohn!
    Bit­te beten Sie, dass wirk­lich nichts gefun­den wird (was nicht hei­ßen soll, dass nichts vor­han­den ist), wor­aus man mir einen rich­ti­gen Strick dre­hen kann!

    Lieb grüßt Sie

    Ihre Anna-Maria Fischer

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