Die Complutensische Polyglotte (1502–1517)

Originaltitelseite von Kardinal Cisneros' Complutensischer Polyglotte
Originaltitelseite von Kardinal Cisneros' Complutensischer Polyglotte

von  Amand Tim­mer­mans

Das Jahr 1500 wird all­ge­mein als der Anfang von Spa­ni­ens Gol­de­nem Zeit­al­ter ange­se­hen.

Mit dem Fall von Gra­na­da, der letz­ten Mau­ren­fe­stung (1492) auf dem euro­päi­schen Fest­land, mit der Ent­deckung Ame­ri­kas (1492) im kasti­li­schen Auf­trag und mit spa­ni­schen Schif­fen durch Chri­stoph Kolum­bus, mit tief­grei­fen­den kirch­li­chen Refor­men und spi­ri­tu­el­ler Rück­be­sin­nung auf die ursprüng­li­chen Idea­le der Fran­zis­ka­ner und der ande­ren Bet­tel­or­den, mit einer brei­ten und tie­fen Chri­stia­ni­sie­rung der ehe­mals mau­ri­schen Gebie­te, mit einer Zen­tra­li­sie­rung der Staats­ge­walt, weit­ge­hen­der Ent­mach­tung des Adels  und der Ein­glie­de­rung von Navar­ra in Spa­ni­en sowie einem gro­ßen wirt­schaft­li­chen Auf­schwung fing Spa­ni­ens Auf­stieg zu einer Welt­macht an.

1500 wur­de im heu­te bel­gi­schen Gent Karl (Car­los) gebo­ren, der Sohn des habs­bur­gi­schen Erz­her­zogs und bur­gun­di­schen Her­zogs, Phil­ipp (dem Schö­nen), Sohn von Kai­ser Maxi­mi­li­an I. von Öster­reich und Maria von Bur­gund, Erb­toch­ter des letz­ten bur­gun­di­schen Her­zogs Karl dem Küh­nen. Karls Mut­ter war die spa­ni­sche Infan­tin Johan­na, Erb­toch­ter von Fer­di­nand II., König von Ara­gon, und Isa­bel­la I., Köni­gin von Kasti­li­en und Leon.

 Kardinal Francisco Jiménez de Cisneros (Museo del Prado)
Kar­di­nal Fran­cis­co Jimé­nez de Cis­ne­ros (Museo del Pra­do)

Damals schon war klar daß der neu­ge­bo­re­ne Prinz und spä­te­re Kai­ser Karl V. durch legi­ti­me Erb­fol­ge ein­mal ein gewal­ti­ges Ter­ri­to­ri­um regie­ren wür­de: Spa­ni­en mit den Neu­ent­deckun­gen in der Neu­en Welt, das Her­zog­tum Bur­gund mit den Nie­der­lan­den und nicht zuletzt die habs­bur­gi­sche Stamm­län­der mit der Aus­sicht auf die Kai­ser­wür­de des Hei­li­gen Römi­schen Reichs deut­scher Nati­on.

In der Tat ein Reich, in dem die Son­ne nie­mals unter­ge­hen wür­de!

Kar­di­nal Fran­cis­co Gon­za­lo Ximé­nez de Cis­ne­ros OFM (1436–1517), Erz­bi­schof von Tole­do, Beicht­va­ter der Köni­gin Isa­bel­la, fran­zis­ka­ni­scher Pro­vinz­mi­ni­ster für Spa­ni­en, aske­ti­scher  Refor­ma­tor des her­un­ter­ge­kom­me­nen Kle­rus und gro­ßer Staats­mann und Rats­herr der spa­ni­schen Köni­ge, war äußerst bele­sen, aus­ge­spro­chen dezi­diert und tat­kräf­tig, und leg­te enor­men Wert auf gedie­ge­ne Gelehr­sam­keit und Bil­dung.

Zusam­men mit König Fer­di­nand II. von Ara­gon leg­te er die Basis für Spa­ni­ens Ein­stieg in die Neu­zeit und zugleich für Spa­ni­ens fast zwei Jahr­hun­der­te dau­ern­des „Gol­de­nes Zeit­al­ter“ (1500–1700).

Anläß­lich der Geburt des Erz­her­zogs Karl, der in Spa­ni­en Infant Car­los genannt wur­de, grün­de­te Ximé­nez de Cis­ne­ros 1500, rund 30 Kilo­me­ter von Madrid ent­fernt auf hal­bem Weg nach Gua­da­la­ja­ra, die Uni­ver­si­tät in Alcalá de Hen­a­res, in römi­scher Zeit Comp­lutum genannt. 1508 nahm sie den Lehr­be­trieb auf und zähl­te als­bald bis zu 7.000 Stu­den­ten.

Par­al­lel dazu reg­te er ein ein­ma­li­ges Pro­jekt an: den Druck einer voll­stän­di­gen, mehr­spra­chi­gen Bibel „zur Wie­der­be­le­bung der Sprach­stu­di­en der hei­li­gen Schrif­ten“, die als­bald als die Comp­lu­ten­si­sche Poly­glot­te bekannt wur­de.

Kar­di­nal Cis­ne­ros sam­mel­te unter gewal­ti­gen, per­sön­li­chen finan­zi­el­len Aus­ga­ben vie­le und sehr alte grie­chi­sche und hebräi­sche Bibel­hand­schrif­ten. Ande­re Hand­schrif­ten wur­den ihm von Papst Leo X. (1513–1521) zur Ver­fü­gung gestellt.

Universität von Alcalá de Henares
Uni­ver­si­tät von Alcalá de Hen­a­res

Der Kar­di­nal zog 1502 in Alcalá de Hen­a­res die besten und bekann­te­sten Phi­lo­lo­gen sei­ner Zeit zusam­men.

Der Theo­lo­ge, Huma­nist und päpst­li­che Diplo­mat Die­go Lopez de Zúni­ga (Jaco­bus Stu­ni­ca +1531) lei­te­te die­ses Her­kules­werk.

Deme­tri­us Ducas aus Kre­ta, Hernán Núñez de Tole­do y Guz­mán und Juan de Ver­ga­ra waren die bekann­te­sten Spe­zia­li­sten für Alt­grie­chisch und Koi­né; die bekehr­ten Juden Alfon­so de Zamo­ra und Pablo de Coro­nel waren für Hebrä­isch und Ara­mä­isch zustän­dig.

Die äußerst kom­ple­xe Arbeit von Text­ver­gleich aus vie­len Manu­skrip­ten, Aus­wahl der wahr­schein­lich­sten Ver­si­on, Par­al­lel­füh­rung der Text­stel­len und der Kom­men­ta­re und die gewal­ti­gen druck­tech­ni­schen Schwie­rig­kei­ten waren ver­ant­wort­lich für ein lang­sa­mes Fort­schrei­ten des Pro­jekts.

Mehr­mals waren Feu­er- und Was­ser­schä­den zu bekämp­fen; zugleich kam es durch unsach­ge­mä­ße Lage­rung der Bögen in der Zeit zwi­schen Druck und Ein­band bzw. Ver­brei­tung zu unter­schied­li­chen Papier­schä­den.

Biblia polà­glota complutense - ein grandioses Werk
Biblia polà­glota comp­lu­ten­se — ein gran­dio­ses Werk

Allen Betei­lig­ten war die Groß­ar­tig­keit die­ses Pro­jekts bewußt.

Man druck­te auf gro­ßem Foli­o­for­mat.

Beson­de­re Sorg­falt wur­de auf ein schö­nes Schrift­bild gelegt.

Die grie­chi­schen Let­tern von Arnal­do Guil­lén de Bro­car gin­gen als die schön­sten, je ent­wor­fe­ne in die Geschich­te ein. Sie bil­den die Grund­la­ge des Typus Otter Greek von Robert Proc­tor (1903) und der GFS Comp­lu­ten­si­an Greek  der grie­chi­schen Druck­ge­sell­schaft.

Bei Biblio­phi­len und Typo­gra­phen steht die Comp­lu­ten­si­sche Poly­glot­te noch immer an erster Stel­le.

Die ein­zel­nen Tei­le wur­den unter­schied­lich schnell fer­tig.

Als erstes wur­de 1514 Band 5 mit dem Neu­en Testa­ment fer­tig­ge­stellt. Er ent­hält die latei­ni­sche Vul­ga­ta und par­al­lel dazu den grie­chi­schen Text in der comp­lu­ten­si­schen Fas­sung.

Die Bän­de 1 bis 4 ent­hal­ten das Alte Testa­ment: ein typo­gra­phi­sches Mei­ster­werk mit drei par­al­le­len Text­spal­ten: außen Hebrä­isch oder Ara­mä­isch, innen die grie­chi­sche Sep­tu­ag­in­ta (mit latei­ni­scher Inter­li­ne­ar­über­set­zung) und in der Mit­te die latei­ni­sche Vul­ga­ta nach dem hei­li­gen Kir­chen­va­ter Hie­ro­ny­mus. Dadurch wird die latei­ni­sche, die römisch-katho­li­sche Kir­che sym­bo­lisch zwi­schen der Syn­ago­ge und den Ost­kir­chen zen­triert, „wie Jesus auf Gol­go­tha zwi­schen dem guten und dem schlech­ten Schä­cher“, wie im Vor­wort zu lesen ist.

Complutensische Polyglotte (Pentateuch)
Comp­lu­ten­si­sche Poly­glot­te (Pen­ta­teuch)

Hier fin­det sich übri­gens der erste Druck der voll­stän­di­gen Sep­tu­ag­in­ta über­haupt, fer­tig­ge­stellt ein Jahr vor der Aus­ga­be des vene­zia­ni­schen Buch­druckers Aldus Manu­ti­us 1518!

Bei den ersten fünf Büchern der Bibel, dem Pen­ta­teuch, steht unten zusätz­lich:

  1. der Tar­gum Onkelos (sog. Baby­lo­ni­scher Tar­gum in ara­mäi­scher Rück­über­set­zung, hier als „Trans­la. Chal.“ bezeich­net);
  2. die latei­ni­sche Über­set­zung („Interp. chal.) und
  3. in der Außen­mar­ge die Peschit­ta­va­ria­tio­nen („Pri­ti­us chal.“) in hebräi­schen Buch­sta­ben (eig. ara­mäi­sche Block­schrift).

Das Ende des fünf­ten Ban­des und der gesam­te sech­ste Band sind phi­lo­lo­gisch und zeit­hi­sto­risch äußerst inter­es­sant: sie ent­hal­ten hebräi­sche, ara­mäi­sche und grie­chi­sche Wör­ter­li­sten und Wör­ter­bü­cher, lexi­ko­gra­phi­sche Stücke und Hilfs­ma­te­ria­li­en zum Text­stu­di­um.

Kar­di­nal Cis­ne­ros unter­stütz­te die Aus­ga­be kon­ti­nu­ier­lich mit rie­si­gen Sum­men: selbst als Fran­zis­ka­ner aske­tisch lebend stell­te er 50.000 Duka­ten für die­ses Werk zur Ver­fü­gung. Bei dem aktu­el­len Gold­preis ent­spricht das einer Sum­me von knapp sie­ben Mil­lio­nen Euro!

Die lan­ge Dau­er und die Kom­ple­xi­tät des Drucks, die unter­schied­li­che Fer­ti­gungs­stel­lung, tech­ni­sche Pro­ble­me und Unfäl­le führ­ten dazu, daß nicht sehr vie­le Exem­pla­re gefer­tigt wur­den und die wenig­sten voll­stän­dig sind.

Ins­ge­samt wur­den nur etwa 600 Exem­pla­re fer­tig­ge­stellt. Der Preis für das Gesamt­werk betrug 6 ½ Duka­ten, rund 900 Euro.

Damit koste­te der Druck der Comp­lu­ten­si­schen Poly­glot­te etwa das Drei­zehn­fa­che der maxi­mal zu erwar­ten­den Ver­kaufs­sum­me!

Grabmal von Kardinal Cisneros in Alcalá de Henares
Grab­mal von Kar­di­nal Cis­ne­ros in Alcalá de Hen­a­res

Kar­di­nal Cis­ne­ros ver­starb 1517 ohne selbst das Werk fer­tig gedruckt gese­hen bzw. in der Hand gehal­ten zu haben.

Etwa zwei Drit­tel der Auf­la­ge wur­den 1522 per Schiff Rich­tung Ita­li­en ver­sandt und gin­gen in einem Sturm ver­lo­ren.

Habent sua fata libel­li.

So sind lei­der nur noch 123 Exem­pla­re erhal­ten, die mei­sten unvoll­stän­dig.

Beson­ders deut­lich wur­de dies bei der Her­aus­ga­be des Fak­si­mi­le 1984–1987 in Valen­cia.

Die ersten fünf Bän­der gehen zurück auf das Exem­plar der Jesui­ten­bi­blio­thek in Rom, der sech­ste Band auf ein Exem­plar der Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek Madrid.

Die Wirk­sam­keit und die Ver­brei­tung der Comp­lu­ten­si­schen Poly­glot­te war anfäng­lich sehr ein­ge­schränkt.

Desi­de­ri­us Eras­mus von Rot­ter­dam, ange­spornt vom Bas­ler Drucker Johan­nes Fro­be­ni­us (Johann Fro­ben), hat­te 1516 von Papst Leo X. und Kai­ser Maxi­mi­li­an I. ein vier­jäh­ri­ges Ver­öf­fent­li­chungs­pri­vi­leg für sei­ne Aus­ga­be des Novum Instru­men­tum Omne bean­tragt und bekom­men.

Papst Leo X. stand zu sei­ner Ent­schei­dung und garan­tier­te die­ses Pri­vi­leg. So wur­de die Comp­lu­ten­si­sche Poly­glot­te erst nach 1520 frei­ge­ge­ben.

Dem Papst wur­de ein auf Per­ga­ment gedruck­tes Exem­plar in Dezem­ber 1521 über­reicht. Anfang 1522 wur­de die Comp­lu­ten­se dann ver­brei­tet.

Durch ihre gewal­ti­ge Qua­li­tät und Ein­zig­ar­tig­keit, durch die Ver­knüp­fung mit den hebräi­schen und ara­mäi­schen Tex­ten und ihre mei­ster­haf­te Typo­gra­phie erlang­te die Comp­lu­ten­si­sche Poly­glot­te sofort Welt­ruhm.

Kardinal Cisneros, Relief
Kar­di­nal Cis­ne­ros, Reli­ef

Die recht weni­gen, fer­tig­ge­stell­ten Exem­pla­re reich­ten bei wei­tem nicht aus, um den Bedarf der kirch­li­chen und welt­li­chen Biblio­the­ken zu decken.

Die Comp­lu­ten­si­sche Poly­glot­te wur­de jedoch sehr schnell als äußerst wich­tig aner­kannt.

Im Ver­gleich zur Aus­ga­be von Eras­mus (Novum Instru­men­tum Omne, 1516; 2. Druck als Novum Testa­men­tum, 1520; letz­te­re wur­de von Luther für sei­ne Bibel­über­set­zung benutzt) stell­te sich die Comp­lu­ten­si­sche Poly­glot­te als viel genau­er und zuver­läs­si­ger dar.

Gera­de die wis­sen­schaft­li­che Akri­bie und der Quel­len­reich­tum der Comp­lu­ten­se waren eine gewal­ti­ge Hil­fe bei der wis­sen­schaft­li­chen Ent­geg­nung gegen die Refor­ma­ti­on und deren Schrift­ver­ständ­nis (sola scrip­tu­ra).

Die Dif­fe­ren­zen und die zuneh­men­de Anti­pa­thie Luthers gegen­über Eras­mus sind nicht zuletzt dar­auf zurück­zu­füh­ren.

Die Comp­lu­ten­si­sche Poly­glot­te hat eine gro­ße Men­ge Hand­schrif­ten benutzt, die zum gro­ßen Teil jetzt ver­lo­ren sind. So ist sie bis heu­te quel­len­mä­ßig uner­setz­lich.

Bis jetzt wird in den neue­sten wis­sen­schaft­li­chen Aus­ga­ben des  grie­chi­schen Alten Testa­ments (Rahlfs) die Comp­lu­ten­se als Auto­ri­tät an her­vor­ge­ho­be­ner Stel­le genannt und refe­riert.

Die Comp­lu­ten­se setz­te text­mä­ßig und typo­gra­phisch gewal­tig hohe Maß­stä­be.

Sie war bei­spiel­haft für das Inter­es­se an den ori­en­ta­li­schen Spra­chen der Bibel und für die Text­kri­tik und die Bibel­for­schung.

Beson­ders wich­tig war ihre Rol­le in den ersten Jah­ren der Refor­ma­ti­on.

Museo Cisneriano im Palacio Laredo in Alcalá de Henares mit Originalen der Complutensischen Polyglotte und der Antwerpener Polyglotte
Museo Cis­ne­ria­no im Pala­cio Lare­do in Alcalá de Hen­a­res mit Ori­gi­na­len der Comp­lu­ten­si­schen Poly­glot­te und der Ant­wer­pe­ner Poly­glot­te

In jener auf­ge­wühl­ten Zeit, wo vie­le Refor­ma­to­ren breit und pla­ka­tiv der Katho­li­schen Kir­che Text­ver­fäl­schun­gen, Unwis­sen und sogar Dumm­heit vor­war­fen, zeig­te die Comp­lu­ten­se ein­drucks­voll fein­ste und sehr gedie­ge­ne Text­kri­tik und Text­stu­di­um, tie­fe Sprach­kennt­nis­se und gewal­ti­ges typo­gra­phi­sches Kön­nen und mach­te es den katho­li­schen Bibel­ge­lehr­ten mög­lich, den Refor­ma­to­ren Paro­li zu bie­ten.

Nicht zuletzt aus die­sem Grund wur­de 1569–1572 in Ant­wer­pen beim Drucker Chri­stoph Plan­tin unter der Schirm­herr­schaft von König Phil­ipp II. (dem Sohn von Kai­ser Karl V.) die Ant­wer­pe­ner Poly­glot­te oder Biblia regia gedruckt.

Der wis­sen­schaft­li­che Lei­ter die­ses Unter­neh­mens, Beni­to Ari­as Mon­ta­no, nahm sich die Comp­lu­ten­se zum Vor­bild.

Wie groß in den dama­li­gen Zei­ten das Inter­es­se an der Hei­li­gen Schrift und an schö­nen Drucken war, und wie inter­es­siert und gebil­det damals die Füh­rungs­eli­te war, zeigt ein­drucks­voll fol­gen­des Detail:

Für die vom König zusätz­lich bestell­ten sie­ben Exem­pla­re auf Per­ga­ment muß­te Plan­tin 16.263 (sech­zehn­tau­send­zwei­hun­dert­drei­und­sech­zig) Kalbs­häu­te bestel­len.

Berühm­te ande­re Inter­es­sen­ten wie der katho­li­sche Her­zog von Bay­ern, der „neu­tra­le“ Prinz Wil­helm von Ora­ni­en  (am Lebens­en­de mit Sym­pa­thien für den Kal­vi­nis­mus) und der aus Bur­gund stam­men­de Kar­di­nal Antoi­ne Per­re­not de Gran­vel­le (damals Vize­kö­nig von Nea­pel), beka­men trotz Drän­gens nur die Aus­ga­be auf Papier.

Sic tem­po­ra mutan­tur et homi­nes in iis.   

Biblio­gra­phie :

  1. Heri­bert Tenschert/Martin Cor­des: Biblia Sacra. Das Buch der Bücher. 180 Manu­skrip­te und Drucke vom 13. bis zum 20. Jahr­hun­dert, Ram­sen, Rott­hal­mün­ster 2004 (Ver­kaufs­ka­ta­log des Anti­qua­ri­ats Biber­müh­le:  Präch­tig!);
  2. Stich­wor­te „Bibel“ und „Bibel­il­lu­stra­ti­on“ in: Lexi­kon der Buch­kunst und Biblio­phi­lie, Hrsg. Karl Klaus Walt­her, Welt­bild Ver­lag, 1995
    (wie im Anhang zu sehen auf eine ost­deut­sche Vor­la­ge von vor der Wen­de 1989 zurück­zu­füh­ren: Sehr qua­li­täts­voll);
  3. Ara­bi­sche Kul­tur und Otto­ma­ni­sche Pracht im Gol­de­nen Jahr­hun­dert Ant­wer­pens, Aus­stel­lung, Muse­um Plan­tin-More­tus, Ant­wer­pen;
  4. Ali­sta­ir Hamil­ton: Ara­bic Cul­tu­re and Otto­man Magni­ficence in Antwerp’s Gol­den Age, The Arca­di­an Libra­ry, Ant­wer­pen 2001, Publi­ka­ti­on zur Aus­stel­lung „Ara­bi­sche Kul­tur und Otto­ma­ni­sche Pracht im Gol­de­nen Jahr­hun­dert Ant­wer­pens“, Muse­um Plan­tin-More­tus, Ant­wer­pen

und natür­lich brei­tes Stö­bern.

Text: Amand Tim­mer­mans
Bild: Wikicommons/elhistoriador/Alcala de Hen­a­res (Screen­shot)

 

 

2 Kommentare

  1. „Her­aus­ga­be des Fak­si­mi­le 1984–1987 in Valen­cia.“
    Kann man das heu­te ire­gend­wo kau­fen? Kauf­preis? Wenn nicht: Ob jemand heu­te an ein neu­es Ver­le­gen der Fak­si­mi­le denkt?

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