„Jesus liebt das Volk wie ein Bräutigam, der seine Braut liebt“

Lie­be Brü­der und Schwe­stern,

der Evan­ge­list Johan­nes nennt die Wun­der Jesu Zei­chen. Die Hoch­zeit von Kana bil­det den Rah­men für „sein erstes Zei­chen“ (Joh 2,11). Jesus Chri­stus offen­bart sich als der aus sei­ner Fül­le Schen­ken­de und er tut dies aus Lie­be. Er liebt das Volk wie ein Bräu­ti­gam, der sei­ne Braut liebt, und schließt einen Bund mit ihm.

Das ist der Hin­weis auf die Bezie­hung, die uns als Getauf­te mit ihm ver­eint. Doch wie kann man ein Hoch­zeits­fest fei­ern, wenn der Wein aus­geht? Maria, die Mut­ter Jesu, bemerkt es sofort und ermu­tigt die Die­ner, das zu tun, was Jesus ihnen auf­tra­gen wird. Auf die Emp­feh­lung Mari­as hin haben die Die­ner ein offe­nes Ohr für den Ruf Jesu. Die Grund­la­ge dafür, dass das Fest wei­ter­geht, besteht dar­in, die­ses Ein­ver­neh­men mit Jesus zu haben. Wir brau­chen die Krü­ge unse­res Her­zens nur mit dem Was­ser des Wor­tes Got­tes fül­len. Chri­stus selbst wird den guten Wein schen­ken. So ist der Bericht von der Hoch­zeit von Kana nicht ein­fach eine Erzäh­lung eines Wun­ders. Es ist ein Zei­chen, mit dem Jesus das Geheim­nis sei­ner Per­son und das Ziel sei­nes Kom­mens offen­bart: Die Hoch­zeit des Bräu­ti­gams mit sei­nem Volk.

Einen herz­li­chen Gruß rich­te ich an alle Pil­ger deut­scher Spra­che, beson­ders an die Prie­ster aus dem Erz­bis­tum Pader­born, die ihr 25-jäh­ri­ges Wei­he­ju­bi­lä­um fei­ern, sowie an die vie­len Schü­le­rin­nen und Schü­ler aus Deutsch­land. Ich wün­sche euch einen guten Auf­ent­halt in Rom und seg­ne euch alle von Her­zen.