Obama trifft Abe: keine Entschuldigung für beiderseitige Kriegsverbrechen

Obama in Hiroshima: Der amerikanische Präsident hat kein Interesse an Entschuldigung ...

Ein Gast­bei­trag von Hubert Hecker

Der ame­ri­ka­ni­sche Prä­si­dent Oba­ma besucht in die­sen Tagen Japan. Dabei wird er auch in der Stadt Hiro­shi­ma vor­bei­schau­en. Die dama­li­ge Groß­stadt war am  6. August 1945 durch die erste ame­ri­ka­ni­sche Atom­bom­be aus­ra­diert wor­den. Bis Dezem­ber 1945 waren 140.000 Zivi­li­sten direkt oder als Fol­ge­wir­kung der Nukle­ar-Zer­stö­rung umge­kom­men. Wei­te­re Hun­dert­tau­sen­de lit­ten und star­ben an den Spät­fol­gen des Atom­bom­ben­ab­wurfs.

Der amerikanische Präsident hat kein Interesse an Entschuldigung …

Oba­ma wird sich nicht für die­se Mas­sen­tö­tung von Zivi­li­sten ent­schul­di­gen, für die die ame­ri­ka­ni­sche Vor­gän­ger-Regie­rung von 1945 ver­ant­wort­lich war. Es klingt wie eine Ver­harm­lo­sung oder gar Recht­fer­ti­gung, wenn er in einem Fern­seh­in­ter­view sag­te: Inmit­ten des Krie­ges tref­fen Regie­rungs­chefs alle Arten von Ent­schei­dun­gen. Nach gut sie­ben Jah­ren im Amt des Prä­si­den­ten der USA wis­se er, wel­che äußerst schwie­ri­gen Ent­schei­dun­gen im Fal­le eines Krie­ges zu fäl­len sei­en. Und dann schob er die Auf­ar­bei­tung den Histo­ri­kern zu, Fra­gen zu stel­len und zu unter­su­chen.

… und der japanische Ministerpräsident auch nicht

Oba­mas Wei­ge­rung zu einer Ent­schul­di­gung kommt den Inter­es­sen der japa­ni­schen Regie­rung ent­ge­gen. Der Regie­rungs­chef Abe hat die ame­ri­ka­ni­sche Regie­rung schon vor eini­ger Zeit wis­sen las­sen, dass man eine Ent­schul­di­gung für die Opfer der Bom­ben beim Besuch in Hiro­shi­ma nicht für grund­le­gend hal­te.

Abe ver­folgt eine natio­na­li­sti­sche Agen­da mit dem Ziel, dass Japan selbst ein­mal über Atom­waf­fen ver­fü­gen könn­te. Dazu passt eine Ent­schul­di­gung für Atom­waf­fen­op­fer nicht. Außer­dem befürch­tet er, dass ost­asia­ti­sche Län­der, die im 2. Welt­krieg Opfer bru­ta­ler japa­ni­scher Aggres­sio­nen waren, dann eben­falls neue For­de­run­gen nach Ent­schul­di­gun­gen vor­brin­gen könn­ten.

Oba­ma und Abe sind sich damit einig, dass sie die Kriegs­ver­bre­chen der bei­den impe­ria­li­sti­schen Mäch­te im Pazi­fik-Krieg auf sich beru­hen las­sen wol­len. Lie­ber nicht schla­fen­de Hun­de wecken, brach­te es ein japa­ni­scher Poli­tik-Pro­fes­sor auf den Punkt. Die japa­ni­schen Mas­sa­ker in Chi­na oder die Atom­bom­ben­ab­wür­fe waren halt äußerst schwie­ri­ge Ent­schei­dun­gen der dama­li­gen Kriegs­re­gie­run­gen. Mit die­sem ver­ba­len Ach­sel­zucken will man es bewen­den las­sen.

Umstrittene militärische Entscheidung …

Angeb­lich soll US-Prä­si­den­ten Har­ry Tru­man im Juli 1945 vor dem Abwurf der Atom­bom­ben auf Hiro­shi­ma und Naga­sa­ki von fol­gen­der Ein­schät­zung aus­ge­gan­gen sein:

Da bis zum end­gül­ti­gen Nie­der­rin­gen der Japa­ner in einem kon­ven­tio­nel­len Krieg bis zu 20.000 US-Sol­da­ten gefal­len sein wür­den, hät­te er sich ent­schlos­sen, lie­ber 200.000 japa­ni­sche Zivi­li­sten umzu­brin­gen.

Die­se Begrün­dung der Atom­bom­ben­ab­wür­fe mit mili­tä­ri­schen Vor­aus­sa­gen blieb aber äußerst umstrit­ten, da die japa­ni­sche Regie­rung schon am 9. Juli 1945 ihre Kapi­tu­la­ti­ons­be­reit­schaft signa­li­siert hat­te, so dass das Kriegs­en­de in greif­ba­rer Nähe stand.

Füh­ren­de ame­ri­ka­ni­sche  Gene­rä­le wie Dwight D. Eisen­ho­wer  und Dou­glas MacAr­thur sowie Flot­ten­ad­mi­ral Che­ster W. Nimitz spra­chen sich gegen den Atom­bom­ben­ein­satz aus. Dies wür­de den USA den Ruf ein­tra­gen, noch schlim­me­re Gräu­el als Hit­ler zu bege­hen.
Ver­ein­zel­te ame­ri­ka­ni­sche Kom­men­ta­to­ren beklag­ten Ame­ri­kas Abstieg in die Bar­ba­rei.

… unumstritten ein Kriegsverbrechen

Das Bar­ba­ri­sche an dem höl­li­schen Zer­stö­rungs­werk war die Tat­sa­che, dass bei­de Nukle­ar­bom­ben über den Innen­städ­ten gezün­det wur­den. Die mas­sen­haf­te Tötung von Zivi­li­sten war nicht ein Kol­la­te­ral­scha­den, son­dern offen­sicht­lich Ziel des Bom­ben­an­griffs. Die­ses Vor­ge­hen beinhal­te­te einen ekla­tan­ten Bruch des damals gül­ti­gen Kriegs­rechts. Die nach­ge­scho­be­nen Hin­wei­se, dass in Hiro­shi­ma vie­le Mili­tärs sta­tio­niert waren und in Naga­sa­ki die Mitsu­bi­shi-Werf­ten lagen, sind somit Ablen­kungs­ma­nö­ver.

Amerikanische Bombenstrategie seit 1944: japanischen Großstädte zerstören

Bomben auf Tokio: amerikanisches Kinderkriegsspiel 1944
Bom­ben auf Tokio: ame­ri­ka­ni­sches Kin­der­kriegs­spiel 1944

Die kriegs­ver­bre­che­ri­sche A‑Bombenattacke der Ame­ri­ka­ner, mit der zwei Wohn­städ­te im japa­ni­schen Fein­des­land ver­nich­tet wur­den, war spek­ta­ku­lär, aber kei­nes­wegs neu im Rah­men der ame­ri­ka­ni­schen Luft­kriegs­stra­te­gie.

Im Lau­fe des Jah­res 1944 hat­ten die US-Streit­kräf­te die japa­ni­sche Front­li­nie im pazi­fi­schen Oze­an soweit zurück­ge­drängt, dass US-Bom­ber von der Stütz­punkt­in­sel Guam aus die Groß­städ­te Japans errei­chen konn­ten. Da die japa­ni­schen Städ­te damals zum größ­ten Teil aus leich­ten Holz­häu­sern bestan­den, wur­den weit­flä­chig wir­ken­de Brand­bom­ben ent­wickelt, die eine ver­hee­ren­de Wir­kung zeig­ten.

Im Win­ter 1944/45 begann die Flä­chen­bom­bar­die­rung japa­ni­scher Städ­te. Sie ent­fal­te­ten eine ähn­li­che Zer­stö­rung wie die bei­den spä­te­ren Nukle­ar­bom­ben. Die Groß­stadt Kobe wur­de zu 56 Pro­zent zer­stört, die Haupt­stadt Tokio zu 50 Pro­zent, Yoko­ha­ma zu 44 Pro­zent, Kawa­sa­ki zu 33 Pro­zent — 25 wei­te­re Städ­te in ähn­li­chen Dimen­sio­nen. Die Städ­te­bom­bar­de­ments dau­er­ten bis Juli 1945. Hiro­shi­ma und Naga­sa­ki gehör­ten zu den weni­gen Groß­städ­ten, die zu dem Zeit­punkt noch nicht in Schutt und Asche lagen.

Die US-Bom­ben töte­ten ins­ge­samt meh­re­re hun­dert­tau­send Zivi­li­sten – dar­un­ter auch Zehn­tau­sen­de korea­ni­sche und chi­ne­si­sche Zwangs­ar­bei­ter. Eine nach­weis­ba­re Wir­kung auf Kriegs­ver­lauf und Kriegs­be­reit­schaft der Japa­ner hat­te die­se Bom­ben­of­fen­si­ve nicht. Die viel­fach geäu­ßer­ten Beden­ken von US-Bom­ber­pi­lo­ten gegen die Zer­stö­rung rei­ner Wohn­ge­bie­te und der Tötung Tau­sen­der Frau­en und Kin­der wur­den von den Ver­ant­wort­li­chen vom Tisch gewischt:

Die Japa­ner wür­den angeb­lich auch Kin­der, Frau­en und alte Leu­te zu Kämp­fern aus­bil­den. In sei­nen Memoi­ren beschrieb der ver­ant­wort­li­che Ober­be­fehls­ha­ber des stra­te­gi­schen Luft­kriegs gegen Japan, Cur­tis E. LeMay als zyni­sche Recht­fer­ti­gung: Ich habe nicht die Zivi­li­sten in Japan getö­tet. Ich habe nur die japa­ni­sche Rüstungs­in­du­strie ver­nich­tet. Alle Zivil­häu­ser in Japan sind Rüstungs­an­la­gen gewe­sen. Die Häu­ser aus Holz und Papier haben als Fabrik die Waf­fen gegen uns her­ge­stellt.

Tokio wurde in einer Nacht zu einer Feuerhölle

Anders als in Deutsch­land waren die japa­ni­sche Städ­te nicht durch Flak-Abwehr ver­tei­digt und die Bevöl­ke­rung nicht durch radar­ge­stütz­te Früh­war­nun­gen vor­be­rei­tet. Bei dem gro­ßen Bom­ben­an­griff auf Tokio in der Nacht vom 9. auf den 10. März 1945 hat­te die ame­ri­ka­ni­sche Kriegs­füh­rung die japa­ni­schen Behör­den mit Schein­an­grif­fen auf Indu­strie-Anla­gen über den bevor­ste­hen­den Schlag gegen die Wohn­be­völ­ke­rung getäuscht, so dass kei­ner­lei Eva­ku­ie­run­gen erfolgt waren.

Auf die japa­ni­sche Haupt­stadt war­fen die ame­ri­ka­ni­schen Bom­ber 1667 Ton­nen Brand- und Napalm­bom­ben. Es waren 40 Qua­drat­ki­lo­me­ter dicht­be­völ­ker­te Stadt­tei­le, zwei Drit­tel der Wohn­ge­bie­te, die in einem Feu­er­meer ver­san­ken. Damit brach­ten die Ame­ri­ka­ner in einer Nacht mehr als 100.000 Zivi­li­sten um. Es han­del­te sich dabei um den schwer­sten je geflo­ge­nen kon­ven­tio­nel­len Luft­an­griff.

Der Kom­man­deur des Tokio-Angriffs, Bri­ga­de-Gene­ral Tho­mas S. Power, kom­men­tier­te die Brand­höl­le von oben: Ich sah Häu­ser­block auf Häu­ser­block in Flam­men auf­ge­hen, bis der Holo­caust sich zu einem kochen­den, wir­beln­den Feu­er­oze­an aus­ge­brei­tet hat­te, der die Stadt unter mir auf Mei­len in jede Rich­tung umschloss. (Das Wort Holo­caust ist in der eng­li­schen Sprach­welt für Brand­ka­ta­stro­phen gebräuch­lich. Denn in den ersten eng­li­schen Bibel-Über­set­zun­gen wur­de – anders als bei deut­schen – das Ori­gi­nal­wort für Ganz­brand­op­fer nicht über­setzt.)

Luft­waf­fen­ge­ne­ral LeMay beschrieb als Resü­mee des Brand­bom­ben­an­griff auf Tokio: Wir ver­seng­ten, sie­de­ten und buken in jener Nacht vom 9. auf den 10. März in Tokio mehr Men­schen zu Tode, als in Hiro­schi­ma und Naga­sa­ki zusam­men genom­men ver­dampf­ten.

Die Mentalität des Vernichtungskriegs wirkte weiter bis in den Vietnam-Krieg

Gene­ral LeMay war sich sei­ner kriegs­ver­bre­che­ri­schen Hand­lung durch­aus bewusst. So gestand er: Damals mach­te es mir nicht viel aus, Japa­ner umzu­brin­gen. Wenn wir den Krieg ver­lo­ren hät­ten, wäre ich ver­mut­lich als Kriegs­ver­bre­cher ange­klagt wor­den.

Bekannt­lich blie­ben die Kriegs­ver­bre­chen der Sie­ger­mäch­te nach dem Kriegs­en­de unge­sühnt. So konn­te die Men­ta­li­tät des Ver­nich­tungs­krie­ges bei füh­ren­den ame­ri­ka­ni­schen Mili­tärs wei­ter­hin die Ober­hand behal­ten. Im Viet­nam­krieg sprach sich LeMay von Anfang an für eine mas­si­ve mili­tä­ri­sche Inter­ven­ti­on aus. Sei­ne pro­pa­gier­te Stra­te­gie der Flä­chen­bom­bar­die­rung von Viet­nam, Laos und Kam­bo­dscha for­der­te hun­dert­tau­sen­de zivi­le Todes­op­fer. Obwohl die Ame­ri­ka­ner ein Viel­fa­ches an Bom­ben und Napalm abge­wor­fen hat­ten, blieb auch in Süd­ost­asi­en die mili­tä­ri­sche Wir­kung gering. Zu dem Mili­ta­ri­sten LeMay passt das mar­tia­li­sche Wort, das ihm zuge­schrie­ben wird: Man sol­le Viet­nam zurück in die Stein­zeit bom­ben.

Für den ame­ri­ka­ni­schen Krieg gegen Japan bleibt es eine bren­nen­de Fra­ge, wes­halb die Kriegs­füh­rung einer Nati­on, die für sich eine beson­de­re mora­li­sche Mis­si­on bean­sprucht, einen Ver­nich­tungs­krieg gegen die japa­ni­sche Bevöl­ke­rung führ­te mit meh­re­ren Hun­dert­tau­sen­den an Zivil­to­ten.

Denn es war tat­säch­lich ein bewuss­ter Kriegs­akt der Mas­sen­tö­tung, wie vor eini­ger Zeit der Japa­no­lo­ge Flo­ri­an Coul­mas bemerk­te: Das mensch­li­che Leid und die Zivil­to­ten waren beab­sich­tigt. Vor­schlä­ge, die bei­den Atom­bom­ben auf rein mili­tä­ri­sche Anla­gen oder unbe­wohn­tes Gebiet zu wer­fen, um die Wir­kung zu demon­strie­ren, wur­den ver­wor­fen.

Uneingeschränkte Lizenz zur Jagd auf Japaner

Eine Erklä­rung für den ame­ri­ka­ni­schen Ver­nich­tungs­krieg gegen die Japa­ner könn­te in fol­gen­der Ideo­lo­gie bestehen:

Seit 1941 wur­de von ame­ri­ka­ni­scher Poli­tik und Medi­en das ras­si­sti­sche Bild der japa­ni­schen Unter­men­schen pro­pa­giert. Prä­si­dent Tru­man notier­te kurz vor dem Atom­bom­ben­ab­wurf in sein Tage­buch: Die Jap­se sind Wil­de, unbarm­her­zig, gna­den­los und fana­tisch.

Das unter ame­ri­ka­ni­schen Sol­da­ten geflü­gel­te Wort: Nur ein toter Japa­ner ist ein guter Japa­ner signa­li­sier­te eine Neu­auf­la­ge des ras­si­stisch orche­strier­ten Unter­wer­fungs­krie­ges der USA gegen die nord­ame­ri­ka­ni­schen India­ner­völ­ker bis 1890.

Auch der US-ame­ri­ka­ni­sche Krieg auf den Phil­ip­pi­nen von 1899 bis 1902 arte­te zu einem Ras­se­krieg gegen phil­ip­pi­ni­sche Auf­stän­di­sche aus. Das ras­si­sti­sche Muster der asia­ti­schen Unter­men­schen blieb in der ame­ri­ka­ni­schen Pres­se latent und wur­de im ame­ri­ka­nisch-japa­ni­schen Krieg ab 1941 wie­der­be­lebt.

Mit unein­ge­schränk­ten Lizen­zen zur Jagd auf Japa­ner war­ben die US-Rekru­tie­rungs­bü­ros. Das Ergeb­nis der Pro­pa­gan­da war, dass man an der Front die Jap­sen als gel­bes Unge­zie­fer ansah und sie wie Kaker­la­ken ver­nich­ten müs­se.

Wäh­rend des Kamp­fes um die Höh­len­in­sel Iwo Jima schrieb das US-Maga­zin The Nati­on: Der japa­ni­sche Sol­dat ster­be in Höh­len und Erd­lö­chern den Tod einer Rat­te, in die Ecke getrie­ben, bis es zu Ende ist. Ein ame­ri­ka­ni­scher Sol­dat fal­le für Kame­rad­schaft und Patrio­tis­mus.

Die ras­si­sti­schen Hetz­ti­ra­den der Medi­en – gel­be Käfer erschla­gen, Rat­ten­ne­ster aus­räu­chern sowie die Brut­plät­ze in Tokio und anders­wo voll­stän­dig ver­nich­ten — berei­te­ten schließ­lich die Poli­tik der Mas­sen­tö­tun­gen von zivi­len Japa­nern vor — in Tokio und Kobe, Hiro­schi­ma und Naga­sa­ki.

Die japa­ni­sche Gegen­pro­pa­gan­da war nicht weni­ger zim­per­lich: Die Ame­ri­ka­ner wären unmensch­li­che Bar­ba­ren und gehörn­te Scheu­sa­le. Sie wür­den gegen die Japa­ner so vor­ge­hen, wie sie es gegen India­ner und Schwar­ze getrie­ben hät­ten.

Text: Hubert Hecker
Bild: Wikicommons/Autor

3 Kommentare

  1. Bis­her dach­te ich, Oba­ma wür­de sich für die Bom­ben­ab­wür­fe ent­schul­di­gen, schon um in der Welt­öf­fent­lich­keit gut dazu­ste­hen.
    „Oba­ma wird sich nicht ent­schul­di­gen.“ Dies sag­te einer der zahl­rei­chen Demon­stran­ten gegen den Besuch Oba­mas (heu­te mor­gen im DLF).
    Und er erklär­te wei­ter, dass eine Ent­schul­di­gung durch Oba­ma ihn oder eine künf­ti­ge Regie­rung dar­an hin­dern wür­de, auch in Zukunft Atom­bom­ben abzu­wer­fen, wenn sie es für rich­tig hal­ten.
    Die­ses Argu­ment könn­te tat­säch­lich zutref­fen, denn durch eine Ent­schul­di­gung wären ihnen die Hän­de gebun­den.
    Aber die USA hat auch ohne Atom­bom­ben ande­re Schrecken parat: die welt­weit betrie­be­ne Abtrei­bung.
    Län­der sol­len nur Unter­stüt­zung bekom­men, wenn sie sich nicht län­ger der Abtrei­bung wider­set­zen.
    Frau Clin­ton ist ja eine der här­te­sten Ver­fech­te­rin­nen die­ser Dok­trin.
    Für die­se Poli­ti­ke­rin habe ich nur Ver­ach­tung übrig!

  2. Im Krieg der USA gegen das Kai­ser­reich Japan stan­den sich zwei gro­ße Ras­sis­men gegen­über. Vie­le wei­ße Amis betrach­te­ten sich selbst als das Her­ren­volk über die gan­ze Welt, wäh­rend sich vie­le Japa­ner in der Rol­le des Her­ren­volks über den asia­tisch-pazi­fi­schen Raum wähn­ten. Katho­li­ken waren auf bei­den Sei­ten Min­der­hei­ten. Ein Hutton Gib­son in der US-Armee war eine Aus­nah­me eben­so wie Katho­li­ken in den kai­ser­lich japa­ni­schen Streit­kräf­ten. Zwei katho­lisch domi­nier­te Staats­we­sen hät­ten sich nie­mals der­ar­ti­ge Wider­wär­tig­kei­ten gegen­sei­tig ange­tan wie die USA und Japan im Zwei­ten Welt­krieg. Übri­gens hat­te Naga­sa­ki seit 1891 den Sta­tus eines katho­li­schen Bis­tums. Die zwei­te vor­sätz­lich gegen Men­schen ein­ge­setz­te Nukle­ar­bom­be traf somit ein Zen­trum des japa­ni­schen Katho­li­zis­mus. Außer­dem soll­te die Namens­ge­bung für den auf Hiroshima/Nagasaki vor­be­rei­ten­den Test zu den­ken geben: Tri­ni­ty. Gemäß offi­zi­el­ler Geschichts­schrei­bung habe der jüdi­sche Phy­si­ker Robert Oppen­hei­mer sich die­se Blas­phe­mie aus­ge­dacht. Tat­säch­lich ist hier­bei das Wir­ken Satans zu suchen.

  3. Tja, mit dem Ent­schul­di­gen haben’s die Yan­kees nicht so. In Sack und Asche gehen ist eher eine deut­sche Tugend. Auch, was die sinn­lo­sen ver­bre­che­ri­schen Bom­ben­an­grif­fe der Ame­ri­ka­ner auf deut­sche Städ­te betrifft, nach­dem der Zwei­te Welt­krieg mili­tä­risch längst ent­schie­den war.

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