Papst Franziskus und die Gewissensfreiheit in Sachen „Homo-Ehe“

Franziskus am Pfingstmontag vor der Italienischen Bischofskonferenz
Franziskus am Pfingstmontag vor der Italienischen Bischofskonferenz

(Rom) Wie hält es die katho­li­sche Kir­che mit der Gewis­sens­frei­heit im Zusam­men­hang mit dem aktu­el­len „Lieb­lings­spiel­zeug“ gesell­schafts­po­li­ti­scher Expe­ri­men­tie­rer, mit der „Homo-Ehe“? Was sagt Papst Fran­zis­kus dazu? So ganz ein­deu­tig läßt sich die Fra­ge nicht beant­wor­ten, weil Aus­sa­gen und Gesten in einem gewis­sen Wider­spruch zu ste­hen schei­nen und sich gegen­sei­tig auf­he­ben oder zumin­dest behin­dern. Papst Fran­zis­kus hielt am Pfingst­mon­tag eine Rede an die 69. Gene­ral­ver­samm­lung der Ita­lie­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz. Gleich­zei­tig erschien in Frank­reich ein Inter­view des Pap­stes. Bei­de Ereig­nis­se haben auf ganz unter­schied­li­che Wei­se mit der Fra­ge zu tun.

Der Bischof von Rom ist als Pri­mas von Ita­li­en auto­ma­tisch Vor­sit­zen­der der Ita­lie­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz, übt die­ses Amt aber nicht selbst aus, son­dern ernennt einen geschäfts­füh­ren­den Vor­sit­zen­den und den Generalsekretär.

Der Vor­sit­zen­de, Kar­di­nal Ange­lo Bag­nas­co, Erz­bi­schof von Genua, wur­de noch von Papst Bene­dikt XVI. ernannt. Sein Stuhl schien am Beginn des neu­en Pon­ti­fi­kats in hohem Maß zu wackeln. Eine Abset­zung hät­te jedoch der The­se vom Bruch gegen­über dem Vor­gän­ger-Pon­ti­fi­kat zuviel Nah­rung ver­schafft. Fran­zis­kus begnüg­te sich, den Gene­ral­se­kre­tär aus­zu­tau­schen. Eine Per­so­nal­ent­schei­dung der zwei­ten Rei­he, die kaum Beach­tung fand. Der von ihm ernann­te Bischof Nun­zio Galan­ti­no ist seit­her der star­ke Mann in der Bischofskonferenz.

Päpstliches Schweigen zur Einführung der „Homo-Ehe“ in Italien

Die Medi­en grif­fen aus der päpst­li­chen Anspra­che vor allem eine Aus­sa­ge her­aus und mach­ten sie zum Mani­fest. Fran­zis­kus for­der­te die Bischö­fe auf, an „Struk­tu­ren und Gütern“ nur „das bei­zu­be­hal­ten, was „für die Erfah­rung des Glau­bens und für die Näch­sten­lie­be gegen­über dem Volk Got­tes die­nen kann“. Die Medi­en mach­ten dar­aus eine päpst­li­che Auf­for­de­rung, einen Aus­ver­kauf der kirch­li­chen Güter zu betreiben.

La Croix - Interview mit Papst Franziskus
La Croix — Inter­view mit Papst Franziskus

Wenn die Medi­en nicht über päpst­li­che Wor­ten zu den aktu­el­len poli­ti­schen Ereig­nis­sen in Ita­li­en berich­ten konn­ten, bei­spiels­wei­se die soeben von der lin­ken Par­la­ments­mehr­heit beschlos­se­ne Ein­füh­rung der „Homo-Ehe“, dann des­halb, weil Papst Fran­zis­kus kein Wort dar­über sag­te. In sei­ner Rede fin­det sich nicht der gering­ste Hin­weis, obwohl das The­ma das Land tief spal­tet, und vie­le Katho­li­ken sich aktiv gegen den Angriff auf die Ehe und die Fami­lie und gegen die Pri­vi­le­gi­en für Homo­se­xu­el­le stell­ten. Ende Janu­ar ver­sam­mel­ten sich zwei Mil­lio­nen Men­schen beim Fami­ly Day in Rom, um gegen eine Homo­se­xua­li­sie­rung und Gen­de­ri­sie­rung der Gesell­schaft zu pro­te­stie­ren. Der Papst-Ver­trau­te Galan­ti­no boy­kot­tier­te den Fami­ly Day im Vor­feld, „im Auf­trag des Pap­stes“, wie es hieß. Tat­säch­lich hat­te Fran­zis­kus für die zwei Mil­lio­nen nicht ein Wort des Gru­ßes übrig. Erst eini­ge Mona­te spä­ter emp­fing er einen Spre­cher des Organisationskomitees.

Kar­di­nal Bag­nas­co griff daher am näch­sten Tag zu einer Not­lö­sung. Um das The­ma und die Hal­tung der Kir­che doch ins Gespräch zu brin­gen, warf er den Medi­en vor, Aus­sa­gen des Pap­stes gegen die „Homo-Ehe“ und gegen das „Gen­der-Dik­tat“ zu ver­schwei­gen. Sie hat­ten es zwar nicht im kon­kre­ten Fall getan, aller­dings bei ande­rer Gele­gen­heit. Mit ande­ren Wor­ten: Der Kar­di­nal ver­such­te den Ein­druck zu erwecken, die Medi­en hät­ten eine selek­ti­ve Wahr­neh­mung. Unbe­que­me Wort­mel­dun­gen des Pap­stes wür­den sie unterschlagen.

Das La Croix-Interview und die Gewissensfreiheit

Kar­di­nal Bag­nas­co hat­te inso­fern recht, als Fran­zis­kus nicht ganz geschwie­gen hat­te. Am sel­ben Mon­tag erschien in der fran­zö­si­schen Tages­zei­tung La Croix ein Inter­view mit ihm. Ein wei­te­res jener frei­en Inter­views, in denen über „Gott und Welt“ gespro­chen wird, und die Stol­per­stei­ne nur so in den Weg purzeln.

Gegen­über La Croix, Tages­zei­tung der Fran­zö­si­schen Bischofs­kon­fe­renz, emp­fahl der Papst den Beam­ten und öffent­li­chen Bedien­ste­ten, sich unter Beru­fung auf das Gewis­sen einer Mit­wir­kung an homo­se­xu­el­len Ver­bin­dun­gen zu verweigern.

La Croix: Wie soll­ten die Katho­li­ken in einem lai­zi­sti­schen Kon­text ihre Sor­gen in Sachen Eutha­na­sie oder Ehe zwi­schen gleich­ge­schlecht­li­chen Per­so­nen verteidigen?

Papst Fran­zis­kus: Es steht dem Par­la­ment zu, dar­über zu dis­ku­tie­ren, zu argu­men­tie­ren, zu erklä­ren, nach­zu­den­ken. So wächst eine Gesell­schaft. Wenn das Gesetz ein­mal beschlos­sen ist, muß der Staat die Gewis­sen respek­tie­ren. In jeder Rechts­ord­nung muß es die Ver­wei­ge­rung aus Gewis­sens­grün­den geben, weil sie ein Men­schen­recht ist. Auch für einen öffent­li­chen Funk­tio­när, der eine mensch­li­che Per­son ist. Der Staat muß die Kri­ti­ken respek­tie­ren. Dar­in liegt eine wirk­li­che Lai­zi­tät. Die Argu­men­te der Katho­li­ken kann man nicht bei­sei­te schie­ben, indem man ihnen sagt: ‚Ihr redet wie ein Prie­ster‘. Nein, sie beru­fen sich auf das christ­li­che Den­ken, das Frank­reich auf so außer­or­dent­li­che Wei­se wei­ter­ent­wickelt hat.

Der Fall Frankreich und der Fall Kim Davis

Die Aus­sa­ge erstaunt, da ihr ande­re Gesten des Pap­stes ent­ge­gen­zu­ste­hen schei­nen. Dazu gehört der Fall der fran­zö­si­schen Bür­ger­mei­ster, die sich zusam­men­schlos­sen, weil sie eine Mit­wir­kung an der „Homo-Ehe“ ableh­nen, wäh­rend sie das Staats­ge­setz dazu ver­pflich­ten will. Die mos­le­mi­sche Bezirks­vi­ze­bür­ger­mei­ste­rin von Mar­seil­les, Sabri­na Hout, wur­de wegen die­ser Ver­wei­ge­rung zu drei Mona­ten Gefäng­nis ver­ur­teilt. Papst Fran­zis­kus fand kein erkenn­ba­res Wort weder für die Einen noch für die jun­ge, sozia­li­sti­sche Vize­bür­ger­mei­ste­rin, die von Homo-Ver­bän­den zum „homo­pho­ben Mon­ster“ gestem­pelt wurde.

Noch ekla­tan­ter war der Fall Kim Davis, einer Coun­ty-Beam­tin des Staa­tes Ken­tucky. Davis, Ange­hö­ri­ge einer Frei­kir­che, hat­te sich gewei­gert, eine „Homo-Ehe“ ins Stan­des­re­gi­ster ein­zu­tra­gen und wan­der­te dafür ins Gefäng­nis. Das Gerichts­ver­fah­ren gegen sie ist noch anhängig.

Zur uner­war­te­ten Sym­bol­ge­stalt der Ver­wei­ge­rung aus Gewis­sens­grün­den gewor­den, konn­te sie auf Ver­mitt­lung ame­ri­ka­ni­scher Bischö­fe am 24. Sep­tem­ber 2015 Papst Fran­zis­kus bei des­sen USA-Besuch tref­fen. Die Begeg­nung fiel denk­bar kurz und pho­to­los aus. Im Gegen­satz dazu nahm sich der Papst bei der­sel­ben Emp­fangs­run­de in der Apo­sto­li­schen Nun­tia­tur aus­gie­big Zeit, um einen ehe­ma­li­gen Schü­ler, einen beken­nen­den Homo­se­xu­el­len mit des­sen „Part­ner“ zu emp­fan­gen. Von die­ser Begeg­nung wur­den Pho­tos verbreitet.

Als Kim Davis in den Medi­en über ihre Begeg­nung mit dem Papst berich­te­te, begann von vati­ka­ni­scher Sei­te ein Trau­er­spiel namens Distan­zie­rung.

Der Rückflug aus den USA im September 2015

Auf dem Rück­flug aus den USA nach Rom wur­de Papst Fran­zis­kus am 27. Sep­tem­ber nicht auf den Fall Davis, aber kon­kret auf die Fra­ge eines Gewis­sens­kon­flik­tes von Staats­be­am­ten mit homo­se­xu­el­len Ver­bin­dun­gen angesprochen.

Ter­ry Moran, ABC News: Hei­li­ger Vater, unter­stüt­zen Sie auch jene Ein­zel­per­so­nen – ein­schließ­lich Staats­be­am­te –, die sagen, dass sie es mit ihrem Gewis­sen, ihrem per­sön­li­chen Gewis­sen nicht ver­ein­ba­ren kön­nen, sich an bestimm­te Geset­ze zu hal­ten oder ihre Auf­ga­ben als Staats­be­am­te zu erfül­len, zum Bei­spiel gleich­ge­schlecht­li­chen Paa­ren die Beur­lau­bung für die Flit­ter­wo­chen zu ertei­len? Wür­den Sie die­se Ansprü­che auf Reli­gi­ons­frei­heit unterstützen?

Papst Fran­zis­kus: Ich kann nicht all die Fäl­le von Dienst­ver­wei­ge­rung aus Gewis­sens­grün­den im Gedächt­nis haben, die es geben mag. Ich kann aber sehr wohl sagen, dass die Ver­wei­ge­rung aus Gewis­sens­grün­den ein Recht ist und zu allen Men­schen­rech­ten gehört. Es ist ein Recht, und wenn jeman­dem die Ver­wei­ge­rung aus Gewis­sens­grün­den nicht gestat­tet wird, dann wird ihm ein Recht aberkannt. In jede Rechts­struk­tur muss auch die Ver­wei­ge­rung aus Gewis­sens­grün­den Ein­gang fin­den, denn es ist ein Recht, ein Men­schen­recht. Andern­falls enden wir in einer Aus­wahl der Rech­te: Dies ist ein Recht von hohem Wert, dies ist ein wert­lo­ses Recht… Es ist ein Men­schen­recht. Es hat mich immer erschüt­tert – und das spricht gegen mei­ne Sache! –, wenn ich als Jun­ge (mehr­mals!) das „Rolands­lied“ gele­sen habe, wo alle Mus­li­me in einer Schlan­ge stan­den und vor ihnen war der Tauf­brun­nen oder das Schwert, und sie muss­ten wäh­len. Ihnen war die Ver­wei­ge­rung aus Gewis­sens­grün­den nicht erlaubt… Nein, es ist ein Recht. Und wenn wir Frie­den schaf­fen wol­len, müs­sen wir alle Rech­te respektieren.

Ter­ry Moran: Das schließt auch die Staats­be­am­ten ein?

Papst Fran­zis­kus: Es ist ein Men­schen­recht. Wenn der Staats­be­am­te ein Mensch ist, hat er jenes Recht. Es ist ein Menschenrecht.

Die aus­wei­chen­de Ein­lei­tung bei der Beant­wor­tung, vor allem aber die zeit­gleich und auch noch danach statt­fin­den­de Distan­zie­rung von Kim Davis, schwäch­ten die wich­ti­ge Aus­sa­ge des Pap­stes zur Gewis­sens­frei­heit nicht nur ab, son­dern lie­ßen sie regel­recht unter­ge­hen. Theo­re­ti­scher Anspruch und prak­ti­sche Anwen­dung schie­nen in einem offe­nen Gegen­satz auf­zu­he­ben. In der Regel siegt die Pra­xis über die Theo­rie. Anschau­lich und der ame­ri­ka­ni­schen Öffent­lich­keit bekannt war der Fall Davis, dahin­ter ver­schwand der theo­re­ti­sche Anspruch der Kir­che. Die­ser muß­te gera­de­zu ver­schwin­den, denn was soll­ten die Men­schen, die Katho­li­ken, aber auch die ande­ren Chri­sten und Men­schen guten Wil­lens, davon hal­ten, wenn — so der Ein­druck — die Kir­che einer­seits eine bestimm­te Hal­tung emp­fiehlt, dann aber jene im Regen ste­hen läßt, die tat­säch­lich danach handeln?

Gewissensfreiheit und Zick-Zack-Kurs

Avve­ni­re, die Tages­zei­tung der Ita­lie­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz, über­nahm gro­ße Teil des La Croix-Inter­views des Pap­stes. Dabei war „bis eine Minu­te vor­her die Linie der Tages­zei­tung noch dia­me­tral ent­ge­gen­ge­setzt“, so der Vati­ka­nist San­dro Magi­ster. Die Tages­zei­tung der ita­lie­ni­schen Bischö­fe, gelei­tet vom Papst-Ver­trau­ten Nun­zio Galan­ti­no, war bis­her ent­schie­den gegen die Gewäh­rung der Gewis­sens­frei­heit im Zusam­men­hang mit den Homo-Part­ner­schaf­ten. Eine Hal­tung, die sich direkt gegen die katho­li­sche Leh­re richtete.

Meh­re­re Leit­ar­ti­kel und Berich­te wur­den gegen das Recht der Ver­wei­ge­rung aus Gewis­sens­grün­den abge­druckt und alle aus­drück­lich im kon­kre­ten Zusam­men­hang mit den von der Links­re­gie­rung geplan­ten Son­der­re­gi­stern für Homo-Ver­bin­dun­gen. In katho­li­schen Krei­sen schüt­tel­te man dar­über ungläu­big den Kopf. Dabei spielt die Gewis­sens­frei­heit gera­de im Zusam­men­hang mit der Abtrei­bungs­ge­setz­ge­bung eine zen­tra­le Rol­le, um sich einer Mit­wir­kung an der Tötung unge­bo­re­ner Kin­der ent­zie­hen zu können.

Der Kampf um die Gewis­sens­frei­heit gehört seit Jah­ren zu den erst­ran­gi­gen Rechts­kon­flik­ten auf allen Ebe­nen, weil sie lai­zi­sti­schen Gesetz­ge­bern, wie der sozia­li­sti­schen Mehr­heit des fran­zö­si­schen Par­la­ments, und auch Rich­tern immer neu abge­trotzt wer­den muß, auch vor dem Euro­päi­schen Gerichts­hof für Menschenrechte.

Selbst Moral­theo­lo­gen, wie Don Mau­ro Coz­zo­li, Ordi­na­ri­us für Moral­theo­lo­gie an der Late­ran­uni­ver­si­tät wur­den vom Avve­ni­re auf­ge­bo­ten, um gegen die Gel­tend­ma­chung der Gewis­sens­frei­heit im Zusam­men­hang mit den gesell­schafts­po­li­ti­schen Expe­ri­men­ten poli­ti­scher Grup­pen mit Homo­se­xua­li­tät und Gen­der-Theo­rie anzuschreiben.

Die Wei­ge­rung eines Beam­ten, eine „Homo-Ehe“ ein­zu­tra­gen, sei „ethisch inkon­si­stent“, ließ Don Coz­zo­li wis­sen. Eine sol­che Hal­tung sei daher „nicht prak­ti­ka­bel und nicht haltbar“.

Befin­det sich die Tages­zei­tung der ita­lie­ni­schen Bischö­fe nun im Wider­spruch zu Papst Fran­zis­kus? Oder kennt der Papst-Ver­trau­te Nun­zio Galan­ti­no die Hal­tung des Pap­stes bes­ser? Eine wei­te­re der vie­len offe­nen Fra­gen des argen­ti­ni­schen Pontifikats.

Eine Situa­ti­on, die dem Sep­tem­ber 2015 ver­gleich­bar ist: Unter­stütz­te nun Papst Fran­zis­kus Staats­be­am­te, die sich aus Gewis­sens­grün­den der „Homo-Ehe“ ver­wei­gern? Oder distan­zier­te er sich von Kim Davis? Oder sagt der Papst theo­re­tisch etwas, meint in der Pra­xis aber etwas ande­res? Kim Davis war die kon­kre­te, prak­ti­sche Umset­zung der vom Papst als Men­schen­recht bezeich­ne­ten Gewis­sens­frei­heit. Mit ihr in Zusam­men­hang gebracht wer­den woll­te der Vati­kan aber nicht, schließ­lich dach­te und denkt die US-Regie­rung in der Sache ganz anders.

Dabei müß­te man in der Fra­ge gar nicht lan­ge suchen. Die Ant­wort der katho­li­schen Kir­che gab bereits 2003 die Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on mit ihren Erwä­gun­gen zu den Ent­wür­fen einer recht­li­chen Aner­ken­nung der Lebens­ge­mein­schaf­ten zwi­schen homo­se­xu­el­len Per­so­nen. Dar­in steht:

„Wer­den homo­se­xu­el­le Lebens­ge­mein­schaf­ten recht­lich aner­kannt oder wer­den sie der Ehe gleich­ge­stellt, indem man ihnen die Rech­te gewährt, die der Ehe eigen sind, ist es gebo­ten, klar und deut­lich Ein­spruch zu erhe­ben. Man muss sich jed­we­der Art for­mel­ler Mit­wir­kung an der Pro­mul­ga­ti­on und Anwen­dung von so schwer­wie­gend unge­rech­ten Geset­zen und, soweit es mög­lich ist, auch von der mate­ri­el­len Mit­wir­kung auf der Ebe­ne der Anwen­dung ent­hal­ten. In die­ser Mate­rie kann jeder das Recht auf Ein­spruch aus Gewis­sens­grün­den gel­tend machen.“

In der katho­li­schen Kir­che wer­den die ent­schei­den­den Doku­men­te zu bestimm­ten Fra­gen offen­bar selbst an hoher und höch­ster Stel­le nicht gele­sen. Warum?

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Vatican.va/OR/La Croix (Screen­shot)

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