Das Evangelium ist wirklich das „Evangelium der Barmherzigkeit“

Lie­be Brü­der und Schwe­stern,

Jesus Chri­stus ist die fleisch­ge­wor­de­ne Barm­her­zig­keit Got­tes. Jeder Moment in sei­nem irdi­schen Leben bringt die gren­zen­lo­se Lie­be, die allen offen­steht und im Kreu­zes­op­fer ihren Höhe­punkt fin­det, zum Aus­druck. So ist das Evan­ge­li­um wirk­lich das „Evan­ge­li­um der Barm­her­zig­keit“.

Die Tau­fe im Jor­dan am Beginn des öffent­li­chen Wir­kens Jesu ver­leiht sei­ner Sen­dung eine ent­schei­den­de Prä­gung. Jesus stellt sich in eine Rei­he mit den Sün­dern; er offen­bart sich als Mes­si­as, der aus Soli­da­ri­tät und Mit­leid zu uns das gan­ze Mensch­sein auf sich nimmt. Die Sen­dung des Soh­nes ist es, allen die ret­ten­de Lie­be Got­tes zu brin­gen. Die Tie­fe des Geheim­nis­ses die­ser Lie­be schau­en wir im gekreu­zig­ten Herrn. Jesus bie­tet am Kreuz die Sün­de der Welt und damit alle unse­re Sün­den der barm­her­zi­gen Lie­be des Vaters dar. Nichts und nie­mand bleibt von sei­ner Hin­ga­be, von sei­nem Opfer und Gebet aus­ge­schlos­sen. Daher brau­chen wir uns nicht zu fürch­ten, uns als Sün­der zu beken­nen. Wenn wir reu­mü­tig unse­re Sün­den beken­nen und uns Chri­stus anver­trau­en, dür­fen wir uns der Ver­ge­bung gewiss sein. Das Sakra­ment der Buße und der Ver­söh­nung macht für einen jeden die Kraft der Ver­ge­bung wirk­sam, die aus dem Kreuz her­vor­geht. Die Macht der Lie­be des Gekreu­zig­ten kennt kei­ne Hin­der­nis­se und erschöpft sich nie.

Sehr herz­lich grü­ße ich die Pil­ger deut­scher Spra­che, vor allem die vie­len Jugend­li­chen und Schü­ler, ins­be­son­de­re die Grup­pe der Lieb­frau­en­schu­le Die­ßen. Bit­ten wir den gekreu­zig­ten und auf­er­stan­den Chri­stus, dass er uns immer mehr in sein Evan­ge­li­um der Barm­her­zig­keit ein­tre­ten lässt. Die Kraft sei­ner Lie­be gestal­te unser Leben und mache uns fähig, sei­ne Ver­ge­bung wei­ter­zu­schen­ken. Das Licht von Ostern erfül­le euch mit Hoff­nung und Zuver­sicht auf eurem Weg.