Schwedische Jungliberale fordern Inzest und Nekrophilie

Schwedische Jungliberale wollen Inzest und Nekrophilie legalisieren
Schwedische Jungliberale wollen Inzest und Nekrophilie legalisieren

(Stock­holm) Schwe­den gilt seit Jahr­zehn­ten als „libe­ra­les“ Vor­zei­ge­land, dem der nor­we­gi­sche Nach­bar wegen der frei­zü­gi­gen schwe­di­schen Ein­wan­de­rungs­po­li­tik aller­dings einen Kol­laps zutraut und über Grenz­si­che­run­gen gegen Schwe­den nach­denkt. Der Kol­laps betrifft nicht nur die isla­mi­sche Ein­wan­de­rung, und er betrifft auch nicht nur die Dicho­to­mie des Rechts­staats, der gegen­über Schwe­den gilt, aber gegen­über Ein­wan­de­rern nur bedingt. Der Kol­laps betrifft auch „eine schran­ken­lo­se Unmo­ral“, die eine Zer­set­zung des Lan­des för­de­re, so Cor­ris­pon­den­za Roma­na (CR). Die Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on der Libe­ra­l­er­na, der „Libe­ra­len Volks­par­tei“ for­der­te auf ihrer jüng­sten Jah­res­ta­gung die Lega­li­sie­rung von Inzest und Nekrophilie.

Wer Scheidung will, bekommt Abtreibung — Wer „Homo-Rechte“ will, bekommt Inzest und Nekrophilie

„Es ist wie mit der Schei­dung: Man beginnt mit der Schei­dung und jedes Mal kom­men dabei auch Abtrei­bung, Eutha­na­sie und Euge­nik her­aus. Das Glei­che gilt für die Fami­lie: Man beginnt mit den homo­se­xu­el­len Ver­bin­dun­gen und sie­he da, es fol­gen Früh­se­xua­li­sie­rung, Pädo­phi­lie, Inzest und Nekro­phi­lie. Wer die Büch­se der Pan­do­ra der Scham­lo­sig­keit öff­net, bekommt es mit allen unmo­ra­li­schen Instink­ten zu tun, die nach Befrie­di­gung gie­ren“, so CR.

Der Libe­ra­la ung­domsför­bun­det (LUF), der Ver­band der schwe­di­schen Jung­li­be­ra­len, ver­ab­schie­de­te am 21. Febru­ar eine Reso­lu­ti­on, mit der die Ein­füh­rung von Inzest und Nekro­phi­lie gefor­dert wird. In bei­den Fäl­len han­delt es sich um sexu­el­le Abar­tig­kei­ten: bei Inzest unter Bluts­ver­wand­ten, bei Nekro­phi­lie mit Toten. Kurz­um Per­ver­sio­nen, die kei­nen Nut­zen für das All­ge­mein­wohl brin­gen, son­dern einen Angriff auf die öffent­li­che Moral bedeu­ten und daher in allen zivi­li­sier­ten Kul­tu­ren zum Schutz der Gesell­schaft staat­lich unter­bun­den sind.

Schwedische Jungliberale mit FDP-JuLis, Jungen Freisinnigen und Jungen NEOS im LYMEC

Die schwe­di­schen Jung­li­be­ra­len sind Mit­glied von LYMEC, der 1976 gegrün­de­ten „Euro­päi­schen Libe­ra­len Jugend“, der auch die Jun­gen Libe­ra­len der bun­des­deut­schen FDP, die Jung­frei­sin­ni­gen der Schwei­zer FDP und die Junos der öster­rei­chi­schen NEOS ange­hö­ren. Der näch­ste LYMEC-Kon­greß fin­det vom 29. April ‑1. Mai in Wien statt und wird von den öster­rei­chi­schen Jun­gen Libe­ra­len NEOS (Junos) aus­ge­rich­tet. Eine Distan­zie­rung vom schwe­di­schen Mit­glieds­ver­band dürf­te aller­dings kaum zu erwar­ten sein.

Bei der LUF-Jah­res­ver­samm­lung in Stock­holm gestand die ein­brin­gen­de LUF-Distrikts­vor­sit­zen­de Ceci­lia John­son zwar ein, daß die gefor­der­ten Sexu­al­prak­ti­ken zwar man­chen „unge­wöhn­lich und absto­ßend“ schei­nen könn­ten, den­noch for­der­te sie deren Frei­ga­be. John­son nann­te zur Recht­fer­ti­gung der „unge­wöhn­li­chen und absto­ßen­den“ Prak­ti­ken, „Ein­schrän­kun­gen“. Doch wor­in bestehen die­se „Ein­schrän­kun­gen“?

Sex zwischen Geschwistern und mit Leichen

Laut John­son betref­fe die Frei­ga­be des Inzest „nur“ die sexu­el­len Bezie­hun­gen von Geschwi­stern, die älter als 15 sind. Sexu­el­le Bezie­hun­gen zwi­schen Eltern und Kin­dern soll­ten wei­ter­hin ver­bo­ten bleiben.

„Abseits jeder Moral bleibt unver­ständ­lich, war­um erste­re Sexu­al­be­zie­hung erlaubt, zwei­te­re aber nicht erlaubt sein soll­te. Das ist ein Wider­spruch in sich, der den näch­sten Schritt, die Zulas­sung von Sex zwi­schen Eltern und Kin­dern, bereits ent­hält“, so CR.

Was die Nekro­phi­lie betrifft, hat­te John­son die „Geschmack­lo­sig­keit“, öffent­lich aus­zu­brei­ten, daß die­se Per­ver­si­on nur an den Lei­chen von Men­schen erlaubt sein sol­len, die vor ihrem Tod eine Erlaub­nis unter­zeich­net haben. „Geht es noch befremd­li­cher?“, fragt sich CR.

Staat dürfe „sexuelle Beziehungen nicht moralisieren“

Der LUF-Distrikts­ver­band von Stock­holm ist dafür bekannt, sich in der Hand der Homo-Lob­by zu befinden.

Als die Tages­zei­tung Göte­börgs Posten nach­frag­te, war­um von der libe­ra­len Par­tei­ju­gend eine sol­che Reso­lu­ti­on beschlos­sen wur­de, gab John­son die irri­tie­ren­de Ant­wort: weil es nicht Auf­ga­be des Geset­zes sei, „die sexu­el­len Bezie­hun­gen zu moralisieren“.

Und wie reagier­te die Libe­ra­len, die Mut­ter­par­tei des LUF? Adam Alfreds­son, der Pres­se­spre­cher der Libe­ra­l­er­na (bis 2015 Folk­par­tiet libe­ra­l­er­na) erklär­te, die Posi­ti­on des Jugend­ver­ban­des nicht zu tei­len. „Das ist zu bil­lig und zu bequem, eine so schwer­wie­gen­de Ange­le­gen­heit abzu­tun“, so CR. „Wenn es tat­säch­lich kei­ne Über­ein­stim­mung gibt, hat die Libe­ra­le Volks­par­tei das zu bewei­sen, indem sie sich offi­zi­ell und klar von der For­de­rung der Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on distan­ziert und bei Behar­ren die LUF-Füh­rung aus­tauscht, wie es der Mut­ter­par­tei zusteht. Der Rest ist nur Geschwätz“, so CR.

Die „Blü­te­zeit“ der Libe­ra­len Volks­par­tei liegt längst hin­ter ihr. Im ersten Vier­tel des 20. Jahr­hun­derts war sie teil­wei­se stär­ke Par­tei Schwe­dens. Eine zwei­te „Blü­te“ erleb­te sie nach dem Zwei­ten Welt­krieg. Bei den Reichs­tags­wah­len 2014 erreich­te sie nur mehr 5,4 Pro­zent. Mit ihren 19 von 349 Reichts­tags­man­da­ten gehört sie dem bür­ger­li­chen Koali­ti­ons­bünd­nis Alli­anz für Schwe­den an, das von 2006–2014 Schwe­den regierte.

2014 fiel die Alli­anz hin­ter das rot-grü­ne Links­bünd­nis zurück, weil die rech­ten Schwe­den­de­mo­kra­ten zur dritt­stärk­sten Kraft auf­stie­gen. Da die Alli­anz eine Koali­ti­on mit den Schwe­den­de­mo­kra­ten aus­schließt, wird Schwe­den seit Ende 2014 von einer sozi­al­de­mo­kra­tisch-grü­nen Min­der­heits­re­gie­rung geführt, die von der radi­ka­len Lin­ken von außen unter­stützt und durch die Alli­anz tole­riert wird.

Der schwe­di­sche Vor­fall zeigt, „wie dumm und gefähr­lich der Spruch ‚Love ist Love‘ ist, mit dem letzt­lich alles gerecht­fer­tigt wer­den kann“, so CR.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Afton­bla­det (Screen­shot)

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