„National Catholic Reporter“ kürt Homo-Paar zu „Menschen des Jahres“

Angeblich "katholische" Zeitung kürt ein Homo-Paar für seine Homosexualität zu "Menschen des Jahres"

(Washing­ton) Der Natio­nal Catho­lic Repor­ter (NCR), das media­le Aus­hän­ge­schild pro­gres­si­ver Katho­li­ken in den USA, kür­te ein „ver­hei­ra­te­tes“ Homo-Paar zu „Men­schen des Jah­res“. Die Lei­stung der bei­den Homo­se­xu­el­len ist ihre Homosexualität.

Im aktu­el­len NCR-Leit­ar­ti­kel heißt es: „Ein katho­li­sches Paar, das die Geschich­te der posi­ti­ven Aus­wir­kun­gen der Ehe zwi­schen gleich­ge­schlecht­li­chen Per­so­nen erzäh­len kann, sind Greg Bour­ke und Micha­el DeLe­on aus Louisville.“

Zeit von „Die Sünde hassen und den Sünder lieben“ vorbei?

Die vier­zehn­tä­gig erschei­nen­de Zei­tung berich­tet, daß die bei­den seit vie­len Jah­ren zusam­men­le­ben, prak­ti­zie­ren­de Katho­li­ken sind, aktiv in der Pfar­rei mit­ar­bei­ten und, daß sie alle mögen. Gleich anschlie­ßend betont NCR, sich seit Jah­ren dafür ein­zu­set­zen, daß Homo­se­xu­el­le von den katho­li­schen Insti­tu­tio­nen nicht vor die Tür gesetzt wür­den: „Wie kön­nen wir in einer Kir­che mit unse­ren schwu­len, les­bi­schen und trans­se­xu­el­len Brü­dern und Schwe­stern zusam­men­le­ben? Die Zeit der All­ge­mein­plät­ze von ‚lie­be den Sün­der‘ ist vorbei.“

Der Natio­nal Catho­lic Repor­ter beklagt, daß die „Ant­wor­ten, die die Kir­che tag­täg­lich gibt, kon­fus, nie­der­träch­tig und oft grau­sam sind“.

Am Ende lobt der Leit­ar­ti­kel die „Wen­de“ in Sachen „Homo-Ehe“, die der Ober­ste Gerichts­hof der USA ein­ge­lei­tet habe, denn jetzt müs­se sie auch vom ein­fa­chen Mann akzep­tiert wer­den. Mit der Zeit wer­de „die Zustim­mung den Platz der Angst einnehmen“.

NCR-Vernetzung mit Teilen der Katholischen Kirche

Der Natio­nal Catho­lic Repor­ter ist das Sprach­rohr eines pro­te­stan­ti­sie­ren­den Teils in der Katho­li­schen Kir­che. Er spricht sich für die Auf­he­bung des Zöli­bats aus, für die Zulas­sung des Frau­en­prie­ster­tums und der Ver­hü­tung, ist gegen ein Abtrei­bungs­ver­bot und natür­lich für die Aner­ken­nung der Homo­se­xua­li­tät. Den­noch schrei­ben in der Zei­tung immer wie­der katho­li­sche Ver­bands- und Füh­rungs­kräf­te und Pfar­rei­en schal­ten bezahl­te Werbeanzeigen.

Der katho­li­sche Bischof der USA, der am deut­lich­sten gegen den Natio­nal Catho­lic Repor­ter Stel­lung nahm, Bischof Robert Wil­liam Finn von Kan­sas City- Saint Joseph, wur­de von Papst Fran­zis­kus im April 2015 sei­nes Amtes enthoben.

Finn, Jahr­gang 1953, der dem Opus Dei ange­hört, gehör­te zu den pro­fi­lier­ten Unter­stüt­zern der Lebens­rechts­be­we­gung und der katho­li­schen Tra­di­ti­on und des über­lie­fer­ten Ritus in den USA. Nach­dem er an die Spit­ze der Diö­ze­se getre­ten war, explo­dier­te gera­de der Miß­brauchs­skan­dal durch Kle­ri­ker. Mit gro­ßem Ein­satz lenk­te er sei­ne Diö­ze­se an den Klip­pen vorbei.

Intimfeind des NCR von Papst Franziskus abgesetzt

Als alles aus­ge­stan­den schien, wur­de 2011 von der Staats­an­walt­schaft gegen ihn ein Ver­fah­ren ein­ge­lei­tet, wegen Ver­let­zung der im Staat Mis­sou­ri gel­ten­den Anzei­ge­pflicht. Der Bischof habe bereits fünf Mona­te von einem Prie­ster gewußt, der kin­der­por­no­gra­phi­sches Mate­ri­al gehor­tet hat­te, bevor die­ser zur Anzei­ge gebracht wur­de. Der Bischof hat­te zwar Sank­tio­nen gegen den Prie­ster ergrif­fen, aber nicht der Staats­an­walt­schaft zur Anzei­ge gebracht. Dafür wur­de Finn zu einer zwei­jäh­ri­gen Bewäh­rungs­stra­fe ver­ur­teilt. Die­se wie­der­um bot Anlaß und Gele­gen­heit für die Eme­ri­tie­rung, der Finn durch ein Rück­tritts­an­ge­bot an Papst Fran­zis­kus zuvorkam.

An Finns Abtritt vom Bischofs­stuhl wirk­ten zahl­rei­che Hän­de in- und außer­halb der Kir­che mit. Im Ver­gleich zum Aus­maß des Miß­brauchs­skan­dals, den Bischof Finn ent­schlos­sen bewäl­tigt hat­te, war die Epi­so­de, die zu sei­ner Abset­zung führ­te, gera­de­zu klein­lich. Sie bot aber eine will­kom­me­ne Hand­ha­be, im kir­chen­po­li­ti­schen Kampf Rech­nun­gen zu beglei­chen. Mit dem Stich­wort „Miß­brauchs­skan­dal“ besu­delt, fällt es schwer, auf stand­haf­te Soli­da­ri­tät hof­fen zu kön­nen. Außer man heißt Dan­neels. Der Natio­nal Catho­lic Repor­ter, der sei­nen Sitz in Kan­sas City hat, Finns Diö­ze­se, tri­um­phier­te über den Sturz des Intimfeindes.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Il Timone

25 Kommentare

  1. Die Anti­kirch­li­chen Kräf­te tre­ten immer mehr an die Öffent­lich­keit, wie hier die
    pro­gres­si­ven Ver­tre­ter der NCR, die sich katho­lisch nen­nen. Durch die Kür eines
    Homo-Paa­res zum “ Men­schen des Jah­res „, zeigt die­se Orga­ni­sa­ti­on, dass sie die
    Bezeich­nung “ Katho­lisch „, strei­chen müss­te. Die­se Ver­öf­fent­li­chung hät­te man
    sich vor Jah­ren so nicht getraut, aber zur Zeit geht es in der Kir­che drun­ter und drü­ber. Ohne Über­trei­bung kann man sagen, dass Fran­zis­kus hier Vorarbeit
    und Vor­schub gelei­stet hat, da es offen­bar kei­ne Sün­de mehr gibt.

  2. Mich ver­wun­dert es, dass man Bischof Robert W. Finn von Kan­sas City hier durch die Blu­me als Mär­ty­rer darstellt.
    .
    Immer­hin hat­te er schon 2008 eigen­mäch­tig (und ohne die Bischofs­kon­fe­renz zu kon­sul­tie­ren) 10 Mio USD an 47 Klä­ger bezahlt, deren Kin­der Opfer von Miss­brauch durch Geist­li­che waren.
    .
    Sei­ne Ver­ur­tei­lung zu zwei Jah­ren Haft auf Bewäh­rung hät­te ihn doch aus eige­ner Ein­sicht dazu bestim­men müs­sen, von sei­nem Amt zurück­zu­tre­ten. Er wei­ger­te sich aber und wur­de dar­in von sei­nem Orden (er gehört dem Opus Dei an) offen­bar unterstützt
    .
    Es bedurf­te des Ein­schrei­tens der Päpst­li­chen Kom­mis­si­on für den Schutz von Min­der­jäh­ri­gen, um ihn zum Amts­ver­zicht zu bewegen.

    • @Baselbieter
      Ihnen sagt die Abset­zung aus irgend­ei­nem Grund zu, mag sein. 

      Der Zusam­men­hang — wie Sie sicher selbst erkannt, wenn auch anders wer­ten — lau­tet: Bischof Finn hat einen Feh­ler began­gen. Die Bewer­tung sei­ner Hand­lun­gen wäre zu unter­su­chen. Was staat­li­che Gerich­te dazu sagen inter­es­siert dabei herz­lich wenig. Die Gesetz ändern sich, die Lau­nen der Rich­ter erst recht, vom Rechts­po­si­ti­vis­mus und sei­nen Wir­kun­gen auf den ver­schie­de­nen Ebe­nen ganz zu schwei­gen. Das ist der for­ma­le Aspekt.

      Dahin­ter steht ein kir­chen­po­li­ti­scher Kampf, der nicht nur in den USA tobt und mit dem kon­kre­ten Anlaß nichts zu tun hat.
      Finn wur­de wegen sei­ner Posi­ti­on in die­sem Kir­chen­kampf abge­setzt. Der Fall war nur die Aus­re­de, der Vor­wand. Das zu sagen, ist wich­tig, sonst ent­steht ein ver­zerr­tes Bild.
      Ich fin­de es immer feig, wenn sich jemand in vor­ge­schütz­ten Argu­men­ten ver­birgt. Eine Aus­re­de gibt es immer. Ehr­lich ist es nicht.

      • Das ist eine kras­se und erst zu bewei­sen­de Ver­schwö­rungs­theo­rie. Sie len­ken ab von dem eigent­lich Zen­trum: dem, was Sie einen „Feh­ler“ nennen.

        Die­ser Feh­ler war nun mal eine Straf­tat nach dem gel­ten­den Recht.

        War­um bit­te­schön haben Kle­ri­ker in einem Staat Son­der­rech­te und dür­fen gegen Geset­ze verstoßen?

      • @Zeitschnur
        Was sind Sie doch für eine Schwätzerin.
        Und was Bischof Finn angeht. Wenn Sie dumm ster­ben wol­len, ist das Ihre Sache. Da Sie aber, wenn Sie wol­len, hin­ter die Kulis­sen schau­en kön­nen, muss ich im kon­kre­ten Fall ein­fach Nie­der­tracht anneh­men. Ein Hass gegen Kir­chen­ver­tre­ter der Tra­di­ti­on, wie ich ihn bei Ihnen mehr­fach beob­ach­tet habe.

        Ich habe kein Wort von Son­der­rech­ten für Kir­chen­ver­tre­ter geschrie­ben, auch mit kei­nem Wort das Straf­ur­teil gegen den Bischof kri­ti­siert. Das ist das Gesetz des dor­ti­gen Staa­tes. Ich behaup­te aber, dass eine staat­li­che Ver­ur­tei­lung in kei­ner Wei­se eine kirch­li­che Stra­fe nach sich zie­hen oder begrün­den muss. Und ich behaup­te, da genau das im Fall Finn gesche­hen ist, dass hier lie­bend gern jemand das Urteil zum Vor­wand genom­men hat. Und tun wir doch nicht so klein­bür­ger­lich, als sei der Miß­brauchs­skan­dal, in den tra­gi­scher­wei­se auch (Beto­nung auch!) Kle­ri­ker ver­wickelt sind, das schlimm­ste aller Übel in der Kir­che, dass dann — nur dann — sofort Sank­tio­nen star­ten. Die­se Empö­rung kön­nen wir uns spa­ren. Mir wür­den da wich­ti­ge­re Din­ge ein­fal­len, wes­halb ein Bischof abge­setzt gehö­ren würde.

        Und noch ein Wort zu Ihnen: Sie sind ein Muster­bei­spiel eines sek­tie­re­ri­schen Ein­zel­gän­gers. Sie wer­den bei nähe­rem Hin­se­hen, an jedem, sogar ihrem eng­sten Mit­strei­ter, und sei es Ihr ein­zi­ger, ein Haar fin­den, das uner­bitt­lich zum Bruch mit ihm füh­ren wird.

    • An Basel­bie­ter,
      Bischof Daneels aus Bel­gi­en ist ein in etwa ver­gleich­ba­rer Fall.
      (Der Vor­wurf lau­tet hier jedoch, dass er mas­siv ver­tuscht hat)
      Gesche­hen ist hier nichts !!
      Was sagen Sie also zum Fall Bischof Daneels ?

      • Der Fall ist zwar ver­gleich­bar, steht aber hier nicht zur Debat­te. Wenn ein Mör­der unge­straft gemnor­det hat, heißt das ja nicht, das man künf­tig alle Mör­der frei her­um­las­sen muss, richtig?

  3. Inter­es­sant, wie es in dem Bei­trag heißt:
    Lobend wird da der ober­ste Gerichts­hof der USA erwähnt, und dar­auf hin­ge­wie­sen, „dass das jetzt auch der ein­fa­che Mann (Bür­ger) akzep­tie­ren müs­se“. Da sieht man die feh­len­de Tole­ranz: „müs­se“
    So ein­fach ist das.
    Es sieht auch stark danach aus, dass man da die ent­spre­chen­den Rich­ter bestellt hat. Nun, wer hat ein Inter­es­se daran ?

    Wei­ters sieht man auch an die­ser Arbeits­wei­se wie sub­til und in lan­gen Zeit­räu­men da gedacht wird. Es braucht in der Tat eine lan­ge Zeit bis sich die Bür­ger dar­auf ein­las­sen „kön­nen“ und mit eben die­ser Zeit auch die Angst einer „Zustim­mung“ weicht.
    Ich sage schon lan­ge, dass in den USA in Wirk­lich­keit der Teu­fel regiert. Es ist zwar noch nicht so dik­ta­to­risch wie in ande­ren Län­dern, aber es wird der Bür­ger in den USA von Grund auf eine sol­che Dik­ta­tur vor­be­rei­tet, ja gera­de­zu dar­auf getrimmt. Es ist ein all­um­fas­sen­des Programm !!!!

    • Allein die staat­li­che Sym­bo­lik der USA zeigt, wie tief die­se Repu­blik im Sumpf der „Mysterien„schulen steckt. Die USA sind das „Para­de­land“ reli­giö­ser Sek­ten. Zwar ist die Kir­che die größ­te ein­zel­ne Kon­fes­si­on dort, doch ist die pro­te­stan­ti­sche Häre­sie im struk­tu­rel­len Vor­teil. Die offi­zi­ell katho­li­schen Insti­tu­tio­nen sind offen­bar groß­teils in den Hän­den der Moder­ni­sten. Alles in allem ein sehr bemit­lei­dens­wer­ter Zustand, der in den USA herrscht!

  4. „Was staat­li­che Gerich­te dazu sagen inter­es­siert dabei herz­lich wenig. Die Gesetz ändern sich, die Lau­nen der Rich­ter erst recht“
    „„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„,

    Gestat­ten Sie mir dazu eine völ­lig ande­re Meinung.
    .
    Kin­der und Jugend­li­che, die sich kirch­li­chen Ein­rich­tun­gen anver­trau­en, haben ein Recht dar­auf, nicht sexu­ell miss­s­braucht zu werden.
    Und Rich­ter sind in jeder Gesell­schaft nun ein­mal beauf­tragt, dies zu ahn­den — völ­lig unab­hän­gig von der Person.

    • @Baselbieter
      Um „sexu­el­len Miß­brauch“ ging es in der Sache gar nicht. Der inkri­mi­nier­te Prie­ster hor­te­te kin­der­por­no­gra­phi­sches Material. 

      Ich neh­me zur Kennt­nis, dass sie kir­chen­po­li­tisch eben auf der Sei­te jener ste­hen, die jemand mit der Ein­stel­lung von Bischof Finn los­wer­den wollen.
      Im kon­kre­ten Fall ist das ja erfolg­reich gelun­gen. Ob es einen Nut­zen für Glau­ben und Kir­che brach­te, ist eine berech­tig­te Fra­ge und wird von mir bezweifelt.

    • Kin­der und Jun­dend­li­che die sich kirch­li­chen Ein­rich­tun­gen anver­trau­en, haben ein Recht dar­auf, nicht sexu­ell miss­braucht zu werden.
      Baselbieter
      Das haben Sie schön gesagt.
      Ich glau­be es ist bes­ser, die Kin­der und Jugend­li­chen ver­trau­en sich die­sen kirch­li­chen Ein­rich­tun­gen nicht mehr an. Dann kann auch nichts mehr pas­sie­ren — Richtig ?!
      Haben denn die Kin­der und Jugend­li­chen die sich ande­ren Ein­rich­tun­gen anver­trau­en kein Recht auf Unver­sehrt­heit, oder spielt es da über­haupt kei­ne Rol­le, weil in ande­ren Ein­rich­tun­gen sowas nicht vor­kommt ? Zei­gen Sie des­halb nur auf kirch­li­che (katho­li­sche) Einrichtungen ?

      • Ich glau­be es ist bes­ser, die Kin­der und Jugend­li­chen ver­trau­en sich die­sen kirch­li­chen Ein­rich­tun­gen nicht mehr an. Dann kann auch nichts mehr pas­sie­ren – Richtig ?!
        „„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„„

        Nein: n i c h t richtig!
        In der Logik nennt man Ihren Falsch-Schhluss ein non sequitur.

      • @ vol­ten­au­er

        Jeder Mensch hat ein recht auf kör­per­li­che Unver­sehrt­heit — jeden­falls in einem Rechtsstaat.

        Auf die Tat­sa­che, dass in kirch­li­chen Ein­rich­tun­gen die­ses Recht mas­sen­haft und seit Jahr­zehn­ten gebro­chen wur­de, so zu reagie­ren, wie Sie es tun, ent­setzt mich.

        Die Sün­den in der Kir­che stin­ken der­ma­ßen zum Himmel!

        Ist es Ihnen eigent­lich klar, dass sich das vor dem offe­nen Him­mel abspielt und ein hei­li­ger Gott über all dem thront und vor IHM am Ende das alles ver­han­delt wer­den wird, vor IHM, vor dem nichts mehr ver­tuscht wer­den kann?

  5. Bit­te doch bei <> bleiben!
    .
    Der zu 50 Jah­ren Gefäng­nis ver­ur­teil­te Prie­ster Shawn Rati­gan hat­te sehr wohl Kin­der und Jugend­li­che miss­braucht: das ist aktenkundig.
    .
    Unse­re Kir­che hat den Auf­trag Jesu, sein Wort zu ver­kün­den, und nicht Her­an­wach­sen­de für ihr gesamt­haf­tes Leben durch sexu­el­le Hand­lun­gen zu traumatisieren.
    .
    Bischö­fe, die sol­che Vor­fäl­le ver­tu­schen, sind für das Hir­ten­amt ein Skan­dal und für die Katho­li­sche Kir­che eine Schande.
    .
    Das hat doch nun wirk­lich über­haupt nichts mit „Kir­chen­po­li­tik“ in dem von Ihnen gemein­ten Sinn zu tun.

    • Nen­nen Sie mir einen Link, wo man das Nach­le­sen kann, dass die­ser Prie­ster auch aktiv Kin­der miss­braucht hat. Ich pflich­te Ihnen dazu ger­ne bei.
      Dar­um geht es mir in der Sache aber nicht.
      Bischof Finn wur­de nach dem Gesetz des Staa­tes xy ver­ur­teilt. Mag sein. Ob er des­halb auch kirch­lich eine Stra­fe ver­dient oder sogar sei­nes Amtes als Bischof zu ent­he­ben ver­dien­te, steht auf einem ganz ande­ren Blatt. Ich den­ke, dar­in sind wir uns, jeden­falls in der Theo­rie, einig.
      Ich wie­der­ho­le, und dar­um geht es mir, dass Bischof Finn das Opfer der Kir­chen­po­li­tik wur­de und die Ver­ur­tei­lung durch ein staat­li­ches Gericht, wofür auch immer, nur ein Vor­wand war.
      Das kön­nen Sie nun tei­len oder nicht, aber hören Sie auf, die Kulis­se vor sich herzutragen.Die Ehr­lich­keit ist zu sehen, wenn man hin­ter die Kulis­se schaut. Und ehr­lich ist, wer sei­ne Aus­sa­gen und Hand­lun­gen nicht hin­ter Kulis­sen ver­birgt. Das ist nun ganz all­ge­mein als Wunsch­grund­satz gesagt.
      Damit been­de ich die Dis­kus­si­on und über­las­se es ger­ne Ihnen, das letz­te Wort zu haben.

    • Basel­bie­ter @ Als Außen­ste­hen­der kann man nur nach dem urtei­len, was irgend-
      wo geschrie­ben steht. Kin­des­miss­brauch ist eines der größ­ten Sün­den, denn Jesus
      sagt: Wer einem die­ser Klei­nen Ärger­nis gibt, es ver­führt.., das bedeu­tet, dass
      die eigent­li­che Stra­fe durch Gott erst noch kommt. So gese­hen, soll­te man
      für die­se Täter beten…

    • @Baselbieter,
      Ich bin mit vie­len Ihrer Postings nicht ein­ver­stan­den gewesen.
      Sehr häu­fig waren Sie nicht sehr gut informiert.
      Spe­zi­ell für Sie eine klei­ne Auskunft:
      Im Augen­blick lauft in Nord­bel­gi­en eine gro­ße Akti­on um alle Ver­ant­wort­li­chen für den sexu­el­len Miß­brauch in der Kir­che dort für ihre Übel­ta­ten zu strafen.
      Die gan­ze pädo- und homo­phi­le Hin­ter­grün­de und die ver­tu­schen­de Mafia­net­ze wer­den öffent­lich gemacht: ein Augi­as­stall mit teuf­li­scher Inspiration.
      So wie es aus­sieht, wird kein Stein mehr auf den ande­ren bleiben;
      im Zen­trum der Auf­merek­sam­keit steht natür­lich Kar­di­nal Dan­neels mit der St.-Gallen-Mafia, der frü­he­re Bischof v. Brüg­ge DeKesel (jetzt durch Fran­zis­kus und wohl trotz gewal­ti­gen „Ein­schät­zungs­feh­lern“ zum Erz­bi­schof von Meche­len-Brüs­sel ernannt), die Füh­rung des Groß­se­mi­nars von Brüg­ge, und nicht zuletzt die Füh­rung der cari­ta­ti­ven Orden in Flandern.
      Merk­wür­di­ger­wei­se hat der natio­na­le Obe­re des Ordens „Broe­ders van Lief­de“, René Stock­man, sich nach Rom abge­setzt, obwohl vie­le Schand­ta­ten unser sei­ner dama­li­gen Lei­tung in der Pro­vinz West­flan­dern statt­fan­den und er in 1997 per­sön­lich bei der Kri­mi­nal­po­li­zei anrief um ein Sexu­al­ver­ge­hen an einem 9‑jährigen gei­stig behin­der­ten Mäd­chen („Anne­ke“) zu unterdrücken.
      Stock­man brach­te dann (nach einer Ver­ur­tei­lung des pädo­phi­len Bru­ders („Broe­der Pxxxx“)in erster Instanz) die noch schreck­li­che­re Schand­tat fer­tig, in Beru­fung zu gehen und den Bru­der und den Orden in Beru­fung frei­spre­chen zu las­sen, und wohl in Gent von einem alten Rich­ter mit der Begrün­dung (2002)„daß die­se Geschich­ten doch alle sehr unwahr­schein­lich sind“.
      Die Rea­li­tät sieht lei­der total anders aus als die „Wahr­schein­lich­keit“ die­ses Richters.
      Inzwi­schen schweigt der sehr alte Rich­ter total.
      Stock­man läßt sich in Bel­gi­en nicht mehr blicken.

      Obwohl Fran­zis­kus schon öffent­lich laut gesagt hat (und es auch über­all drucken ließ) daß man die Täter nur zu ihm ver­wei­sen müß­te; „Ich wer­de sie streng stra­fen!“- sind die­sen gro­ßen Wor­ten nicht viel Taten gefolgt.
      Das ist nicht authen­tisch und sei­nem Anse­hen nicht förderlich.
      Aber in Anleh­nung an Evan­ge­li­um Gau­dii Nr. 178 wer­den ande­ren den Augi­as­stall reinigen.

  6. Um es kurz und bün­dig zusam­men zu fassen:Wäre Bischof Finn ein ‚Pro­gres­si­ver‘ oder Ber­go­glia­ner gewesen,er wür­de nie­mals vom Argen­ti­ni­er-Papst des Amtes enthoben.Ein wei­ter Beweis von der Hin­ter­hä­tig­keit Bergoglios,dieser jesui­ti­sche Schlaue Fuchs.Und das ent­spricht auch Son­nen­klar der Metho­dik eines Peronisten,auch wenn er sich bei sei­nen „Per­len des Teges im Gäste­haus“ ‚manch­mal so Lamm­fromm gibt.

  7. Um es kurz und bün­dig zusam­men zu fassen:Wäre Bischof Finn ein ‚Pro­gres­si­ver‘ oder Ber­go­glia­ner gewesen,er wür­de nie­mals vom Argen­ti­ni­er-Papst des Amtes enthoben.Ein wei­ter Beweis von der Hin­ter­häl­tig­keit Bergoglios,dieser jesui­ti­sche Schlaue Fuchs.Und das ent­spricht auch Son­nen­klar der Metho­dik eines Peronisten,auch wenn er sich bei sei­nen „Per­len des Teges im Gäste­haus“ ‚manch­mal so Lamm­fromm gibt.

  8. Die USA und Tei­le Euro­pas sind für die­se Ent­glei­sun­gen beson­ders guter Boden, da dort fal­sche Tole­ranz zum allein­stel­lungs­merk­mal gewor­den ist.

    • Das Unheil fing ja schon damit an, Män­ner, die aktiv homo­se­xu­el­le Nei­gun­gen aus­le­ben, in Prie­ster­se­mi­na­re auf­zu­neh­men. Die „Mysterien„schulen wis­sen genau, wel­che Knif­fe anzu­wen­den sind, um durch mensch­li­che Reprä­sen­tan­ten dem Anse­hen der Kir­che mas­siv zu schaden.

      • Ver­schie­de­ne wis­sen­schaft­li­che Gut­ach­ten (auch von Bischofs­kon­fe­ren­zen in Auf­trag gege­be­ne und im Inter­net abruf­ba­re) sehen dies differenzierter.
        .
        Nicht das Raster homosexuell–bisexuell–pansexuell ist anzulegen.
        Viel­mehr gilt es auch pädo­phi­le, ephe­bo­phi­le, andro­po­phi­le, gynä­ko­phi­le (die Zahl der Prie­ster­kin­der dürf­te bei uns in der Schweiz nach einer Stu­die der NZZ bei meh­re­ren Tau­send lie­gen; es gibt auch einen Wiki­pe­dia-Arti­kel dazu) und eini­ge ande­re Nei­gun­gen zu berücksichtigen.
        .
        Gesamt­haft gese­hen ist der Tenor aber immer: wer von Jesus ergrif­fen und in sei­nem Dienst beru­fen wur­de, der wird sei­ne Lüste besiegen.

      • @ Basel­bie­ter

        Ich glau­be, dass Jesus den Sei­nen wirk­lich ermög­licht, all ihre Nei­gun­gen und Impul­se zu ord­nen und sie die Gebo­te hal­ten kön­nen. Lesen Sie die Johan­nes­brie­fe: Dort ist genau das das Kenn­zei­chen des ech­ten Gläu­bi­gen. Es gab ja immer sol­che Män­ner und Frau­en. Und es waren auch nicht wenige!

        Das Pro­blem, das sich hier wie ein Abgrund auf­tut, ist aber ein ande­res: Die Kir­che hat vor lau­ter Macht­geil­heit seit Jahr­hun­der­ten Men­schen in sich hin­ein­ge­fres­sen, die par­tout nicht in sie hienin­woll­ten. Sie ver­folg­te jeden, der sich von ihr lösen oder sich ihr von Anfang an ent­zei­hen wollte.
        Das ist ein zutiefst anti­christ­li­ches Macht­ver­hal­ten gewesen.

        Wel­che Saat sät man da?

        Haben nicht auch wir Men­schen gegen ihren Wil­len und unter Dro­hun­gen zum Glau­ben erpresst? Nicht anders, als es uns nun wie eine Frat­ze, wie ein „gäh­nen­der Hohl­spie­gel des Chri­sten­tums“ eine gewis­se ori­en­ta­li­sche Reli­gi­on vor Augen hält?

        Ja, die­se Wüsten­re­li­gi­on ist der Hohl­spie­gel des Christentums!

        Und die Tra­gik in der Sache ist, dass „Tra­di­ti­on“ und Kon­ser­va­ti­vis­mus vor allem poli­ti­sche Inten­tio­nen ver­folg­ten. Jesus war und ist denen völ­lig gleich. Sie wol­len ein­fach eine angeb­lich ein­mal vor­han­den gewe­se­ne Illu­si­on in die Gegen­wart hin­ein zwin­gen, und das mit allen Bandagen.

        Ein Blick allei­ne in die histo­ri­schen Vor­gän­ge in der Kir­che im 19. Jh lässt es einem schwind­lig werden.

        Klar gab es Auf­lö­sungs­ten­den­zen, auch in der Theo­lo­gie, es gab auch „Frei­mau­rer“, aber vor allem gab es Kon­ser­va­ti­ve, die über Lei­chen gin­gen im wahr­sten Sin­ne des Wortes.

        Und das wol­len ihre Anhän­ger nicht sehen. Mit Zäh­nen und Klau­en ver­tei­di­gen sie die, die ihre poli­ti­schen Illu­sio­nen näh­ren und las­sen nichts auf sie kom­men, selbst wenn deren Sün­den und Ver­bre­chen zum Him­mel stinken.

        „Hæc dicit Domi­nus : Male­dic­tus homo qui con­fi­dit in homi­ne, et ponit car­nem bra­chi­um suum, et a Domi­no rece­dit cor ejus.“ (Jer. 17, 5)

        Das sagt der Herr: Ver­flucht der Mensch, der auf den Men­schen ver­traut, und sich auf sei­nen Arm stützt, und vom Herrn sein Herz abwendet.

        Das ist das Pro­blem der Kon­ser­va­ti­ven und Tra­dis: Sie suchen mensch­li­che Arme, auf die sie sich stüt­zen kön­nen und mer­ken nicht, wie sie ihr Herz von Gott abwen­den. Der gan­ze Infal­libi­lis­mus und Hier­ar­chis­mus ist hier kri­tisch zu sehen.

        Über dem Kada­ver­ge­hor­sam gegen Men­schen haben sie den Herrn ver­ra­ten und sind abge­stürzt in schwer­ste Ver­bre­chen, die ihnen die „Pro­gres­si­ven“ vor­hal­ten können.

        Dass letz­te­re selbst Dreck am Stecken haben, ist ja kein „Gegen­ar­gu­ment“, son­dern nur eine wei­te­re Tatsache.

  9. Um es ein­mal sarkastisch/drastisch zu for­mu­lie­ren. Seit dem 2.Vatikanischen Kon­zil ist das Knien in der Kir­che obso­let gewor­den. Ausser natür­lich, wenn ein Homo­se­xu­el­ler vor einem ande­ren kniet um ihn mit dem Mund zu verwöhnen!

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