Versuch, die Verteidiger des Ehesakraments zum Schweigen zu bringen

(Rom) Der Schrift­lei­ter der katho­li­schen Inter­net­zei­tung Nuo­va Bus­so­la Quo­ti­dia­na, Ric­car­do Cascio­li, sieht hin­ter dem Lärm über die Ver­öf­fent­li­chung des Beschwer­de­schrei­bens der drei­zehn Kar­di­nä­le einen „wei­te­ren“ Ver­such, die „Ver­tei­di­ger des Ehe­sa­kra­ments zum Schwei­gen zu brin­gen“.

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Wo sind die Familien?

von Ric­car­do Cascio­li

Der von der gro­ßen pro­gres­si­sti­schen Pres­se los­ge­tre­te­ne Krieg zum Schrei­ben der drei­zehn Kar­di­nä­le ist gestern abend end­gül­tig vom Sur­rea­len ins Lächer­li­che abge­rutscht. Doch nichts scheint die­se Aggres­si­on gegen die Kar­di­nä­le, die das Schrei­ben unter­zeich­net haben, und gegen den Vati­ka­ni­sten San­dro Magi­ster, der das Schrei­ben ver­öf­fent­licht hat, stop­pen zu kön­nen. Sie wer­den im besten Fall beschul­digt, Ver­schwö­rer zu sein. Magi­ster selbst trat gestern abend den Beweis an, daß die Nach­richt über die Beschwer­de der drei­zehn Kar­di­nä­le bereits vier Tage vor ihm vom Ver­ant­wort­li­chen des Nach­rich­ten­por­tals Vati­can Insi­der, Andrea Tor­ni­el­li, bekannt­ge­macht wur­de, einem jener, die gera­de am lau­te­sten „Ver­schwö­rung“ schrei­en und die angeb­li­chen „Schul­di­gen“ angrei­fen.

Was für eine Verschwörung?

Das sur­rea­le Ele­ment: Eine Ver­schwö­rung ist per defi­ni­tio­nem etwas, was im Schutz der Dun­kel­heit aus­ge­heckt wird, im Ver­bor­ge­nen, hin­ter dem Rücken ande­rer, die man tref­fen will, um Zie­le zu errei­chen, die bei Tages­licht unmög­lich zu errei­chen sind. Was also hat das mit eini­gen Kar­di­nä­len zu tun, die dem Papst einen Brief schrei­ben zu einer Syn­ode deren Syn­oden­vä­ter sie sind, dar­in ihre Sor­gen und Beden­ken zum Aus­druck brin­gen und die­sen Brief per­sön­lich dem Papst über­ge­ben, der laut der ver­que­ren Logik eini­ger Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker ja das angeb­li­che Opfer sein soll?
Die Sor­gen und Beden­ken, die im Brief geäu­ßert wer­den, wur­den von den Unter­zeich­nern bereits vor­her oder nach­her auch in der Syn­ode­nau­la, in Inter­views und Erklä­run­gen vor­ge­bracht.

Abdriften zu protestantischen Positionen

Neu ist nur, daß das Schrei­ben ver­öf­fent­licht wur­de und damit erst inter­na­tio­na­le Beach­tung fand und seit­her erheb­lich mehr Wir­kung ent­fal­tet. Man kann berech­tig­ter­wei­se dar­über dis­ku­tie­ren, ob die­ser Schritt eine klu­ge Sache war oder nicht. Mit einer Ver­schwö­rung hat auch das nichts gemein. Was hin­ge­gen nicht zur Dis­kus­si­on steht, ist die Loya­li­tät der Unter­zeich­ner. Sie haben die Auf­for­de­rung des Pap­stes, „offen zu spre­chen“ befolgt und ihm per­sön­lich ihre Gedan­ken mit­ge­teilt. Was seit ver­gan­ge­nem Mon­tag, seit Magi­ster den Brief ver­öf­fent­lich­te, geschieht, ist nur ein wei­te­rer Ver­such, mit einem Vor­wand – in die­sem Fall das Schrei­ben der Kar­di­nä­le – die Syn­ode in eine bestimm­te Rich­tung drän­gen zu wol­len, dort­hin wo man sie haben will. Genau die­se Sor­ge haben die drei­zehn Kar­di­nä­le zum Aus­druck gebracht.

Im übri­gen ist offen­sicht­lich, daß sich das ver­ba­le Aggres­si­ons­ni­veau in den ver­gan­ge­nen Wochen deut­lich gegen jene erhöht hat, die in der Treue zu dem aus­har­ren, was die Kir­che immer bekannt hat. Die Barm­her­zig­keit wird dabei als Knüp­pel gegen alle ein­ge­setzt, die es wagen, Wider­spruch gegen das unüber­seh­ba­re Abdrif­ten zu pro­te­stan­ti­schen Posi­tio­nen zu äußern.

Wer Parrhesia wünscht, muß sie auch ertragen

Der Papst wünscht „Par­r­he­sia“, wie er selbst sag­te, Rede­frei­heit, doch Kar­di­nal Kas­per stem­pel­te in sei­nem jüng­sten Inter­view mit dem Cor­rie­re del­la Sera alle jene als „Fun­da­men­ta­li­sten“ ab, die nicht so den­ken wie er. Und ein Troß folg­te im Chor, dar­un­ter Ste­fa­nia Falas­ca, die ihm aus den Spal­ten des Avve­ni­re, der Tages­zei­tung der Ita­lie­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz, sofort bei­pflich­te­te, indem sie die Ver­tei­di­ger des Ehe­sa­kra­ments als „fun­da­men­ta­li­sti­sche Sek­tie­rer“ beschimpf­te. Und über­haupt erbrach­te sie in den ver­gan­ge­nen andert­halb Jah­ren den Beweis der Unzu­ver­läs­sig­keit, wenn es dar­um geht, zu berich­ten, was rund und bei der Syn­ode geschieht. Da ist es nur mehr ein klei­ner Schritt, nun von „Ver­schwö­rung“ und „Fein­den des Pap­stes“ zu zetern. Wobei das noch die wohl­wol­lend­sten Urtei­le sind, die von der gro­ßen Pres­se gebraucht wer­den.

Der Sinn und Zweck der Übung? Auf die­se Wei­se will man die „Geg­ner“ durch Ein­schüch­te­rung zum Schwei­gen brin­gen, vor allem mit Blick auf die näch­sten Tage, an denen die Syn­oden­vä­ter über den umstrit­ten­sten Teil des Instru­men­tum labo­ris dis­ku­tie­ren wer­den, jenen, der mit der Kom­mu­ni­on für die wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen, mit dem außer­ehe­li­chen Zusam­men­le­ben und mit der Homo­se­xua­li­tät zu tun hat.

Kein schönes Schauspiel

Das Schau­spiel, das sich rund um die Syn­ode bie­tet, ist alles ande­re als schön. Das gilt um so mehr, da man sich nach den Ereig­nis­sen bei der Syn­ode 2014 und der auch vom Papst geäu­ßer­ten Selbst­kri­tik etwas ande­res erwar­ten hät­te dür­fen, vor allem auch, daß den wirk­li­chen Fami­li­en, den christ­li­chen Fami­li­en mehr Raum ein­ge­räumt wür­de, um Zeug­nis zu geben über die Ehe, die Fami­lie und die Beru­fung zur Hei­lig­keit.

Die Hei­lig­spre­chung des Ehe­paars Mar­tin am kom­men­den Sonn­tag ist genau unter die­sem Blick­win­kel zu sehen. Doch bei der Syn­ode schei­nen die anwe­sen­den Fami­li­en nur die Rol­le eines Bei­werks zu spie­len, ein biß­chen bun­te Ver­zie­rung zu sein. Sie sind aber weder Aus­gangs­punkt noch Bezugs­punkt für die Dis­kus­si­on der Bischö­fe und Kar­di­nä­le. Das ist nicht den Syn­oda­len anzu­la­sten, wohl aber jenen, die die Spiel­re­geln der Syn­ode bestim­men, allen vor­an dem Gene­ral­se­kre­ta­ri­at. Für den von Kar­di­nal Bal­dis­se­ri gelei­te­ten Regie­raum der Syn­ode zählt aber nur das äußerst umstrit­te­ne und ange­foch­te­ne Instru­men­tum labo­ris.

Der ame­ri­ka­ni­sche Kar­di­nal Dolan, einer der drei­zehn Unter­zeich­ner des Schrei­bens an den Papst, sag­te iro­nisch, daß in die­sem Kli­ma der Inklu­si­on die ein­zi­gen aus­ge­schlos­se­nen die Fami­li­en schei­nen, die treu inmit­ten zahl­rei­cher Schwie­rig­kei­ten ihre Beru­fung leben. Und schaut man dar­auf, was bei den täg­li­chen Pres­se­kon­fe­ren­zen von der Syn­ode berich­tet wird, dann wür­de man wirk­lich sagen, daß er recht hat.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Set­ti­mo Cie­lo

21 Kommentare

  1. Lk 12
    1 Es lief das Volk zu und kamen etli­che Tau­send zusam­men, also daß sie sich unter­ein­an­der tra­ten. Da fing er an und sag­te zu sei­nen Jün­gern: Zum ersten hütet euch vor dem Sauer­teig der Pha­ri­sä­er, wel­ches ist die Heu­che­lei.
    2 Es ist aber nichts ver­bor­gen, das nicht offen­bar wer­de, noch heim­lich, das man nicht wis­sen wer­de.
    3 Dar­um, was ihr in der Fin­ster­nis saget, das wird man im Licht hören; was ihr redet ins Ohr in den Kam­mern, das wird man auf den Dächern pre­di­gen.
    4 Ich sage euch aber, mei­nen Freun­den: Fürch­tet euch nicht vor denen die den Leib töten, und dar­nach nichts mehr tun kön­nen.
    5 Ich will euch aber zei­gen, vor wel­chem ihr euch fürch­ten sollt: Fürch­tet euch vor dem, der, nach­dem er getö­tet hat, auch Macht hat, zu wer­fen in die Höl­le. Ja, ich sage euch, vor dem fürch­tet euch.
    6 Ver­kauft man nicht fünf Sper­lin­ge um zwei Pfen­ni­ge? Den­noch ist vor Gott deren nicht eines ver­ges­sen.
    7 Aber auch die Haa­re auf eurem Haupt sind alle gezählt. Dar­um fürch­tet euch nicht; ihr seid bes­ser denn vie­le Sper­lin­ge.

    Mglw. hat Fr. Zeit­schnur zumin­dest unter die­sem Aspekt nicht so unrecht @Diskussion https://www.katholisches.info/2015/10/14/papst-vertrauter-berichtete-als-erster-die-verschwoerung-der-dreizehn/

    • Letzt­end­lich wird die Kir­che Chri­sti am Ende der Zei­ten auch gekreu­zigt wer­den wie Jesus. Sei­ne ange­na­gel­ten Hän­de haben auch nicht mehr auf den Tisch geklopft und vom Kreuz her hat Jesus auch nicht mehr Tache­les gegen die Ver­rä­ter gere­det.

  2. Wo sind die Fami­li­en ? Die Fami­li­en sind offen­sicht­lich nicht das The­ma bei die­ser Syn­ode, von
    ihnen wird kaum gespro­chen. Im Mit­tel­punkt ste­hen wei­ter­hin die “ Zulas­sung der Geschie­de­nen
    zur Hl.Kommunion, Katho­li­sche Ehe­schei­dung und Homo-Aner­ken­nung „. Es ist in der Tat so,
    dass die­se The­men­stel­lung in Rich­tung Pro­te­stan­tis­mus geht. Das ist leicht an der Reak­ti­on der
    Medi­en abzu­le­sen, die laut­stark gegen die 13 Kar­di­nä­le als Ver­schwö­rer schrei­en. Indes geht das
    Gerüch­te­ka­rus­sell wei­ter und die Syn­ode wird zu einem Forum der Wider­sprü­che. Eines steht
    fest, die katho­li­sche Kir­che wird nach der Syn­ode nicht mehr sein wie sie vor­her war.

    • @fredius
      Die katho­li­sche Kir­che ist schon längst nicht mehr, wie sie vor­her ein­mal war!
      Man muß nicht Theo­lo­gie stu­diert haben, um als ein­fa­cher Katho­lik zu erken­nen, daß zwi­schen dem Glau­ben, der uns in unse­rer Kind­heit und Jugend gelehrt wur­de und dem, was man heu­te aus „katho­li­schem“ Mun­de hört, Wel­ten lie­gen.
      Das, was sich heu­te „römisch-katho­li­sche Kir­che“ nennt, ist etwas Essen­ti­ell ande­res als die Kir­che Jesu Chri­sti, die es bis zum Jahr 1965 (Ende des II. Vati­ca­num) gab. Ich nen­ne es schlicht und ein­fach Eti­ket­ten­schwin­del, wenn sich Leu­te wie Bor­go­glio, Marx, Kas­per, Leh­mann, als „katho­lisch“ bezeich­nen. Gegen die­se Leu­te sind kon­sar­va­ti­ve Pro­te­stan­ten — die gibt es ja ver­ein­zelt noch — tief­gläu­bi­ge Chri­sten.
      Kann man sich auch nur im Traum vor­stel­len, daß zu Zei­ten von Pius XII. ein Papst von „Katho­li­ken, die sich wie Kar­nickel ver­meh­ren“ gespro­chen hät­te oder ein Kar­di­nal Leh­mann stolz ver­kün­det: „Ich glau­be nicht an die Kir­che“! Mar­tin Luther war dage­gen ein harm­lo­ser Rebell.

      • Ich bin Jahr­gang 1927. Mei­ne prie­ster­li­chen Leh­rer und Pro­fes­so­ren wür­den die­se Kir­che nicht wie­der­erken­nen.

      • Hier stellt sich wie­der mal die Fra­ge wie es über­haupt mög­lich war, dass ein Leh­mann und Kas­per 2001 im Nach­hin­ein zum Kar­di­nal ernannt wur­den. So etwas hat es vor­her noch nie gege­ben! Ob da mal nicht der „St. Gal­li­sche Kreis“ (gegr. 1995) sei­ne Fin­ger im Spiel hat­te, bzw. Druck auf Papst Joh. Paul II. aus­üb­te?! Papst Bene­dikt hat bestimmt schon damals als Kar­di­nal die dunk­len Machen­schaf­ten der Geheim­bünd­ler mit­be­kom­men und durch­schau­te wel­che Strip­pen hin­ter den Kulis­sen gezo­gen wur­den.
        Da geht einem die Gal­le über!

    • Ich bin Jahr­gang 1972. Was mir mei­ne Eltern aner­zo­gen haben, fin­de ich in die­ser Kir­che nicht mehr…

  3. Ber­go­glio und sei­ner Kas­perl­syn­ode wur­den durch das Schrei­ben vor aller Welt als Mani­pu­la­to­ren ent­larvt. Sie ste­hen nackt da. Des­halb ver­su­chen sie ver­zwei­felt ihre Blö­ße zu bedecken, indem sie recht­schaf­fe­ne Mah­nun­gen böse nen­nen. Aber das Ver­dikt „Ver­schwö­rer“ ist seit dem 20. Juli 1944 nur mehr posi­tiv besetzt und weckt gewis­se Asso­zia­tio­nen. Die Kar­di­nä­le und Bischö­fe dür­fen nun kei­nen Mil­li­me­ter vom Stand­punkt ihres Gewis­sens abwei­chen, dann wird das System Ber­go­glio implo­die­ren und wie ein Kar­ten­haus in sich zusam­men­fal­len, denn die­ses System ist aus der Lüge gebo­ren und dient sich einem fal­schen, lüg­ne­ri­schen Zeit­geist an. Bei­de haben vor der Wahr­heit, die auch immer die (Lebens)Wirklichkeit ist und des­halb Zukunft ermög­licht, kei­nen Bestand.

  4. Ich fra­ge mich, war­um man über­haupt noch über die Zulas­sung irgend­wel­cher Grup­pen zur Hl. Kom­mu­ni­on dis­ku­tiert, da es in der NWO auf die wir in rasen­dem Tem­po zusteu­ern, nur eine Welt-Ein­heits-Reli­gi­on geben wird. Die Trans­sub­stan­tia­ti­on wird dem­nächst Geschich­te sein, weil die Eucha­ri­stie­fei­er durch ein eso­te­ri­sches Lie­bes­mahl ersetzt wer­den wird, zu dem alle Men­schen aller Reli­gio­nen und Natio­nen ein­ge­la­den sind. Klar, dass es bei einer sol­chen Welt­ver­brü­de­rung den Begriff „Sün­de“ und alles was damit zusam­men­hängt nicht mehr geben wird.
    War­um sich also noch über sol­che Uralt-Relik­te den Kopf zer­bre­chen?

  5. Es sind zu vie­le Par­al­le­len zwi­schen dem Vati­kan und dem Wei­ßen Haus zur Zeit von Ken­ne­dy bis Nixon zu erken­nen. Es gibt immer ein Hal­de­men, der sich bereit­erklärt, den Deckel auf unsau­be­re Akti­vi­tä­ten solan­ge zu hal­ten, wie man kann. Die­ser Hal­de­men ist zur Zeit kein ande­rer als S. E. Georg Gäns­wein, der die Strip­pen im Vati­kan zieht und jene intimi­die­ren­de Macht hat, selbst eine Römi­sche Bischofs­syn­ode aus dem Hin­ter­grund zu len­ken, Die Par­al­lel­syn­ode im der Casa San­ta Mar­ta fin­det statt! Natür­lich ist der Gal­le­ner Kreis als CREEP im Vati­kan aktiv, natür­lich macht das Päpst­li­che Haus als White-Hou­se-Bue­r­ocra­cy die Drecks­ar­beit, inklu­si­ve der Behin­de­rung der Mini­ste­ri­en ali­as Römi­sche Dikaste­ri­en. Papst Bene­dikt ist des­halb zurück­ge­tre­ten. Schrei­ben die „sub sigi­lio stric­to“ auf dem Schreib­tisch des Hei­li­gen Vaters lie­gen soll­ten, sind rei­hen­wei­se durch den Pri­vat­se­kre­tär des Pap­stes geöff­net gewe­sen. Dann sind die­se von „Lea­kern“ nach außen getra­gen wor­den, sie­he die Anleh­nung der „Prae­am­bu­la Doc­tri­na­lis“ vom 18.04 2012. Daß der Papst in Din­gen, die dem Beicht­ge­heim­nis zuzu­rech­nen sind, kei­nen Verr­tau­ens­schutz mehr genießt, hat Papst Bene­dikt XVI, soweit geschmerzt, daß ihm nur noch der Rück­tritt geblie­ben ist, (c. 967 CIC!!). Papst Fran­zis­kus ist das egal, wich­tig sit nur das Ergeb­nis, der äuße­re Schein von Barm­her­zig­keit. Daß die­ser Papst der auto­ri­tär­ste Papst seit Pius IV ist, scheint den Gläu­bi­gen voll­kom­men gleich­gül­tig, daß hier­bei Will­kür im Spiel ist, wird hin­ge­nom­men. Zu ande­ren Zei­ten hät­te es sofor­ti­ge und rasche Schis­men gege­ben. Aber lei­der leben wir in den Zei­ten der „lau­en Chri­sten“ (Hl. Maga­re­tha Maria v. Ala­coc­que)!
    Es ist unschwer zu erken­nen, wie die Syn­ode aus­ge­hen wird: Horn­ber­ger Schie­ßen! Es wird for­mal nichts geän­dert, im Hin­ter­grund aber drif­ten die Bischofs­kon­fe­ren­zen immer wei­ter zu Natio­nal­kir­chen aus­ein­an­der, die mehr oder weni­ger treu im Glau­ben sind. Da bleibt eben nur der Weg zur FSSPX übrig. Dort ist die Kir­che noch vor­han­den und zwar in vol­ler Wei­se, gül­tig und legi­tim, in unge­bro­che­ner Tra­di­ti­on. In der Kon­zils­kir­che bin ich mir da nicht sicher, wo der NOL (Novus Ordo Lit­ur­giae) prak­ti­ziert wird, weiß ich, daß ohne die FSSPX die­se eine schis­ma­ti­sche Sek­te sind, die von der Leh­re abge­fal­len sind. Wenn der Papst bis zum Ende der Syn­ode das Ruder nicht im Sin­ne der Tra­di­ti­on umreißt, sind wir ipso fac­to sedis­va­kant und zwar defi­ni­ti­ve!

    Per Imma­cu­la­tam Vir­gi­nem Rosa­rii Mari­am ad Chri­stum!

    • Wie kom­men Sie auf Gäns­wein?
      Der arme Gäns­wein hat seit dem Rück­tritt von BXVI nur mehr Gast­recht im Vati­kan, weil eben BXVI noch lebt. Er darf sich um die offi­zi­el­len Besu­che bei Fran­zis­kus küm­mern. Doch wie man weiss, erle­digt Fran­zis­kus die Hälf­te aller Besu­che an Gäns­wein, also dem offi­zi­el­len Pro­to­koll, vor­bei, ohne dass die­ser über­haupt etwas von mit­be­kommt, wenn es ihm nicht jemand zuflü­stert oder es nach­träg­lich in der Zei­tung steht.
      Das Leben von Fran­zis­kus spielt sich in Sanc­tae Marthae ab, völ­lig an Gäns­wein vor­bei, der ist als Prä­fekt des Päpst­li­chen Hau­ses für die Apo­sto­li­sche Resi­denz zustän­dig, aus der sich Fran­zis­kus sofort ver­ab­schie­de­te.
      Ich den­ke, das genügt, um sich die Gewich­tun­gen vor­zu­stel­len.

      • S.E. Georg Gäns­wein pen­delt stän­dig zwi­schen der Casa San­ta Mar­ta, dem Apo­sto­li­schen Palast und der Domus Mariae hin und her, ins­be­son­de­re wäh­rend der Syn­ode. Gäns­wein ist in ALLE Besu­che invol­viert, er ist bei jedem dabei oder läßt sich unmit­tel­bar vom Pri­vat­se­kre­tär des Pap­stes oder dem Bischofs­vi­kar unter­rich­ten, bevor die Pres­se etwas erfährt, es sei denn, die Pres­se ist bei einem sol­chen Besuch live dabei, was ange­sichts des miß­traui­schen Ber­go­glio nur in den sel­ten­sten Fäl­len der Fall ist (Scal­fa­ri hat nicht immer Zeit !-)). Irgend­ei­ner muß ja den Hol­län­dern, Deut­schen, Schwei­zern, aus dem Sankt Gal­le­ner Kreis berich­ten, und das ist — glau­ben Sie mir — Georg Gäns­wein. Angeb­lich führt er immer ein Ton­auf­nah­me­ge­rät mit sich und hat eine Abhör­ein­rich­tung im Vati­kan ver­fei­nern las­sen, die von Papst Paul VI ein­ge­rich­tet wor­den ist, um den Sedis­pri­va­ti­onsten not­falls sei­ne Gesund­heit bewei­sen zu kön­nen und um die Ita­lie­ni­schen Behör­den mit Infor­ma­tio­nen zur Mafia füt­tern zu kön­nen (die frei­lich nie her­aus­ka­men, wie der trau­ri­ge Fall der Emma­u­el­la zeig­te). Die­ses System wird eäh­rend des Kon­kla­ve eigent­lich abge­schal­tet. Es ist aber so, daß wäh­rend des Kon­kla­ve II 1978 eini­ge Fet­zen an den ame­ri­ka­ni­schen Geheim­dienst über­ta­gen wor­den ist, die dann Druck zur Wahl des Anti­kom­mu­ni­sten Woj­ty­la gemacht haben. Offen­sicht­lich ist auch wäh­rend des Kon­kla­ve 2013 die Abschal­tung miß­lun­gen, wes­halb eben­falls Gesprächs­fet­zen zwi­schen Leh­mann und Dan­neels. der wider­recht­lich am Kon­kla­ve teil­ge­nom­men hat, auf­ge­zeich­net wor­den sind.
        Gäns­wein kon­trol­liert das alles, er ist offens­licht­lich in der Lage, dem Vati­ka­ni­schen Innen­mi­ni­ster Wei­sun­gen zu geben, er ist es, der die Schwei­zer Gar­de dar­an hin­dert, gegen den Wil­len des Pap­stes pro­to­kol­la­risch ihre Auf­ga­be voll zu erfül­len („Hüt bleibts hier!“). Das munus regen­di des Pap­stes ist durch Gäns­wein total kor­rum­piert und des­avou­iert. Erin­nern sie sich an den „Dean-Bericht“ zu ille­ga­len Akti­vi­tä­ten des Wei­ßen Hau­ses wäh­rend Water­ga­te? So wie Dean nichts getan hat nach Water­ga­te, hat Gäns­wein nichts getan, es gab kein „Gäns­wein-Bericht“ über die Vati­leaks oder Vati­ga­te der „Rosa Tra­di­ti­on“ — nichts! Über die Kor­rup­ti­on des munus sanc­ti­fi­can­di durch Amor­th wer­de ich an ande­rer Stell berich­ten, das gehört hier jetzt nicht hin.
        Und wodurch ist das alles mög­lich gewor­den? Durch ein Kon­zil, was der Kir­che es ver­un­mög­licht hat, die Sün­de, den Ver­rat aus ihrem Leib zu ent­fer­nen, weil alles mit pasto­ra­ler Barm­her­zig­keit zusam­men­ge­pfla­stert wur­de und jeder eine Cahn­ce haben soll­te, sei er Häre­ti­ker, sei er Dubi­tant, Moder­nist oder Pro­gres­sist, jeder, es ist ent­setz­lich!
        Tu autem Domi­ne mise­re­re nobis!
        ROMA ROMA CONVERTERE AD DOMINUM DEUM TUUM!

        Sanc­ta Maria, ora pro nobis!

    • Ich ver­ste­he bei der gan­zen „Barm­her­zig­keits-Insze­nie­rung“ nur nicht ganz, war­um der Papst plötz­lich die Pius­bru­der­schaft mit ins Boot holen will! Wel­ches Ziel ver­folgt er damit?

  6. Pero­nis­mus pur:
    laut spre­chen von „Par­r­he­sia“, zugleich ande­re als die eige­ne Stim­me nicht gel­ten las­sen;
    „Barm­her­zig­keit“ pre­di­gen und auto­ri­tär regie­ren.
    Pro­le­ten­haf­tes beneh­men und zugleich die Nähe der Mäch­ti­gen suchend.
    Tohu­wa­bo­hu.

    So bil­de ich mir die Arbeit eines Tür­ste­hers (im Nie­der­län­di­schen „Raus­schmei­ßer“ genannt) in einem Tanz­lo­kal ein:
    einer­seits wird da sehr lustig getanzt und ander­seits mit har­ter Hand für irgend­wel­che „Ord­nung“ gesorgt.
    Alles jedoch ad maio­rem non Dei sed pecu­niae glo­ri­am.

    • Gutes Bild, das vom „Raus­schmei­ßer“ (sagt man auch auf Deutsch):
      Auto­ri­tär geord­ne­tes Sün­di­gen.
      Ihr Schluss­satz benennt den Gip­fel der Per­ver­si­on von Auto­ri­tät.

  7. Es geht um die Fami­lie — zur Fami­lie gehö­ren nach tra­di­tio­nel­ler Vor­stel­lung Vater — Mut­ter — Kind(er).
    solan­ge aber die bischöf­li­chen Ordi­na­ria­te die Ali­men­te für die Kin­der der „zöli­ba­tär“ leben­den Prie­ster zah­len, hat die katho­li­sche Kir­che kein recht über Fami­lie zu reden.

    • Zu wel­cher Sek­te oder Ideo­lo­gie gehö­ren Sie eigent­lich? Sind Sie der Ober­sau­ber­mann?
      Also die Nazis hat­ten auch immer so argu­men­tiert, so wie Sie @friedrichmartin und auch die Sata­ni­sten seit jeher. Ist schon klar.

  8. @ Pia
    Sie schrei­ben:
    Ich ver­ste­he bei der gan­zen „Barm­her­zig­keits-Insze­nie­rung“ nur nicht ganz, war­um der Papst plötz­lich die Pius­bru­der­schaft mit ins Boot holen will! Wel­ches Ziel ver­folgt er damit?
    1. zur „Barm­her­zig­keits — Inze­nie­rung“ Es ist in der Tat eine rei­ne Inze­nie­rung. Die Christ­li­che Barm­her­zig­keit hat­te immer nur das Heil und zwar zuerst das see­li­sche Heil und dann das kör­per­li­che Heil des Näch­sten zu Ziel. Sie­he im Kate­chis­mus die Wer­ke der Barm­her­zig­keit. Die Neue Barm­her­zig­keit lässt die Sün­de zu und ermahnt den Sün­der nicht, sie­he Fran­zis­kus : Wer bin ich zu beur­tei­len? Die neue Barm­her­zig­keit ist nicht mehr christ­lich. Ja, sie ermun­tert den Sün­der im Ver­trau­en auf Got­tes Barm­her­zig­keit zu sün­di­gen.
    2. Zur Fra­ge der Pius­bru­der­schaft. Fran­zis­kus ver­sucht die Pius­se „ins Boot“ zu neh­men. Er fürch­tet die Pius­brü­der könn­ten einen Kri­sta­li­sa­ti­ons­punkt inner­halb eines Schis­mas wer­den und dar­in könn­te auch ich ihren Heils­ge­schicht­li­chen Auf­trag erken­nen. Aus die­sem Grund umgarnt er sie, bis sie tot sind. Nach einem Gespräch mit einem Vor­män­ner der Pius­se muss­te ich mir per­sön­lich ein­ge­ste­hen, dass die Pius­se offen­sicht­lich nicht in der Lage sind in das römi­sche Vaku­um hin­ein­zu­sto­ßen. Das Ziel von Fran­zis­kus ist die Ein­heit aller Reli­gio­nen unter einem Dach, ohne den gestor­be­nen und auf­er­stan­de­nen Chri­stus. Neh­men Sie als Beweis für mei­ne The­se, den syn­kre­ti­sti­schen Text sei­ner Gebe­te z.B. das Abschluss­ge­bet von „Laudate´si“. Für
    die­se zukünf­ti­ge Ein­heits­re­li­gi­on braucht er Ruhe in sei­nem Haus und die ver­schafft er sich mit allen poli­ti­schen Mit­teln. Ana­ly­sie­ren Sie sei­ne Reden und Sie wis­sen die Ziel­rich­tung.

  9. Genau so ist es: zum Schwei­gen brin­gen.
    „Papst“ Ber­go­glio spricht zunächst von „kon­spi­ra­ti­ver Her­me­neu­tik“ nach­dem ihm die Kar­di­nä­le in lie­be­vol­ler Wei­se ihre berech­tig­ten Sor­gen zum Aus­druck brach­ten. Als­dann läßt er zur öffent­li­chen Des­avou­ie­rung die­ser Kar­di­nä­le den Brief durch sei­nen Ver­trau­ten Tor­ni­el­li publik machen und als­dann sei­ne gut insze­nier­te eige­ne öffent­li­che Abrech­nung letz­ten Mitt­woch.

    Es war sehr gut, daß Herr San­dro Magi­ster die­sen Brief publik mach­te. Damit hat Herr Magi­ster der Kir­che wie den treu­en Kar­di­nä­len einen gro­ßen Dienst erwie­sen.

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