Brügge in Westflandern: ein Bistum in Schnappatmung

Roger Vangheluwe, ehemaliger Bischof von Brügge
Roger vanG­he­lu­we, ehe­ma­li­ger Bischof von Brüg­ge

von Amand Tim­mer­mans

50 Jah­re nach dem 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zil ist die Situa­ti­on in vie­len Bis­tü­mern der west­li­chen Welt nicht rosig: die soge­nann­te „Kri­se der Kir­che“ ist viel­mehr eine gro­ße Kri­se des Glau­bens und nicht min­der eine Kri­se der Bischö­fe, wie Papst Bene­dikt XVI. ein­mal sehr tref­fend bemerk­te.

Beson­ders schwer­wie­gend sind die in den letz­ten 20 Jah­ren auf­ge­deck­ten Miß­brauch­skan­da­le.

Die­se Unta­ten gehen total gegen die Wor­te Unse­res Herrn und ver­let­zen die Opfer und die Ange­hö­ri­gen zutiefst kör­per­lich und gei­stig.

Die Glaub­wür­dig­keit der Ver­kün­di­gung des Evan­ge­li­ums und die Wahr­haf­tig­keit der christ­li­chen Bot­schaft wer­den dadurch schwer bela­stet.

Die­ses bren­nen­de Pro­blem wird des­halb, teils erzwun­gen von staat­li­chen Behör­den und mit Zah­lung von rie­si­gen Ent­schä­di­gungs­sum­men, teils aus fun­da­men­tal­theo­lo­gi­schen Grün­den, inzwi­schen kirch­lich ange­gan­gen. Eine Situa­ti­ons­be­schrei­bung des Bis­tums Brüg­ge in sechs Kapi­teln.

1.

Vie­le Bis­tü­mer in Nord­ame­ri­ka und in Irland haben gewal­ti­ge finan­zi­el­le und mora­li­sche Schä­den erlit­ten; die Nach­rich­ten hier­über wur­den und wer­den welt­weit ver­brei­tet.
Es wur­de z.B. sehr auf­merk­sam regi­striert daß die brei­te Mehr­heit bei dem iri­schen Refe­ren­dum zur Aner­ken­nung der soge­nann­ten „Homo-Ehe“ in Irland, einem ehe­mals sehr katho­li­schen Land, nicht zu ver­ste­hen ist ohne die gewal­ti­ge Erschüt­te­run­gen die­ser Gesell­schaft durch die Miß­brauch­skan­da­le und ohne den stüm­per­haf­ten Umgang der dor­ti­gen Kir­che mit die­ser Pest.

Vor die­sem Hin­ter­grund ist die Situa­ti­on im Bis­tum Brüg­ge in Bel­gi­en (mit der Pro­vinz West­flan­dern kor­re­spon­die­rend) umso unver­ständ­li­cher.

Hier geht ein gan­zes Bis­tum in einem viel­jäh­ri­gem Siech­tum zugrun­de, voll­ge­propft mit Pädo- und Homo­sex und mit tota­lem Glau­bens­schwund, und mit sehr schwer ver­strick­ten Bischö­fen, Kle­rus und Semi­na­ri­sten: ein trau­ri­ges Uni­kum in der katho­li­schen Welt.

Inzwi­schen ist die­ser trau­ri­ge Fall inter­na­tio­nal recht bekannt: die Nach­bar­bis­tü­mer in Nord­frank­reich und den Nie­der­lan­den schau­en sehr auf­merk­sam zu, an ame­ri­ka­ni­schen Uni­ver­si­tä­ten wird dem Fall gefolgt, aus dem Vati­kan aber hört man nichts und die offi­zi­el­le Kir­che in Bel­gi­en hüllt sich in Still­schwei­gen.

Das Bis­tum Brüg­ge war sehr lan­ge das am stärk­sten katho­li­sche Bis­tum in Bel­gi­en: streng ultra­mon­tan, durch geo­gra­phi­schen und lin­gu­isti­schen Par­ti­ku­la­ris­mus weit vom bel­gi­schem Zen­trum ent­fernt, mit einer sehr leben­di­gen Volks­kir­che, mit einem gro­ßen Ordens­le­ben und mit einer rei­chen kul­tu­rel­len und reli­giö­sen Tra­di­ti­on.
Gegen­über der sonst gras­sie­ren­den Ver­welt­li­chung in den fünf­zi­ger Jah­ren des letz­ten Jahr­hun­derts war die­ses Bis­tum augen­schein­lich weit­ge­hend resi­stent.

2.

Godfried Kardinal Danneels
God­fried Kar­di­nal Dan­neels

Als auf­blü­hen­des Bis­tum bekam Brüg­ge sowohl in Bel­gi­en als inter­na­tio­nal viel Auf­merk­sam­keit: auch hier­durch bekam sein lang­jäh­ri­ger Bischof Emiel Jozef De Smedt viel Kre­dit bei den Vätern des 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zils:
1962 führ­te sei­ne Inter­ven­ti­on gegen das von P. Seba­stia­an Tromp SJ vor­be­rei­te­te Sche­ma zu einem gewal­ti­gen Umsturz der Vor­schlä­ge und nahm das Kon­zil sei­nen unheil­vol­len Lauf.

Geför­dert durch einen aus­ge­präg­ten lin­gu­isti­schen, reli­gi­ons­so­zio­lo­gi­schen und kul­tur­hi­sto­ri­schen Par­ti­ku­la­ris­mus setz­te sich eine aus­ge­dehn­te Mafia von Pädo- und Homo­phi­len im west­flä­mi­schen Kle­rus und im dor­ti­gen Prie­ster­se­mi­nar fest.
1985 wur­de Roger vanG­he­lu­we, damals schon län­ger pädo­phil aktiv und dies auch wei­ter­hin prak­ti­zie­rend, zum „Bischof“ geweiht.
Unter sei­ner Ägi­de wur­den vie­le Kan­di­da­ten ins Semi­nar auf­ge­nom­men und auch geweiht, die in unse­ren Tagen durch kri­mi­nel­le Taten (Mord, Pädo­sex, Dieb­stahl mit Unter­schla­gung, Vor­täu­schung von Straf­ta­ten und ande­res mehr) berüch­tigt wur­den.

Die­ses Semi­nar scheint eine beson­de­re Anzie­hungs­kraft auf schie­fe Natu­ren aus­ge­übt zu haben:

1993 erschien eine Serie Reli­gi­ons­bü­cher, genannt „Roeach“ (Geist), mit ein­deu­tig pädo­phi­len Abbil­dun­gen im Band für das 3. Jahr Sekun­dar­schu­le. Geschrie­ben wur­de es mehr­heit­lich von West­fla­men.
Einer der zwei Her­aus­ge­ber war Theo­lo­gie­pro­fes­sor und Lei­ter des Prie­ster­se­mi­nars in Brüg­ge, zugleich auch ein guter Freund von Kar­di­nal God­fried Dan­neels: Frans Lefe­v­re.
Bischof vanG­he­lu­we unter­stütz­te 1995–1999 sei­nen Freund Dan­neels bei der wei­te­ren Ver­wen­dung die­ses Buches trotz schar­fer Eltern­pro­te­ste und inter­na­tio­na­ler Inter­ven­ti­on von vie­len Kar­di­nä­len. Das war nicht irgend­wann, son­dern gera­de die Zeit, wo die nord­ame­ri­ka­ni­sche Kir­che durch das Bekannt­wer­den von vie­len pädo­se­xu­el­len Miß­brauchs­fäl­len erschüt­tert wur­de.
Papst Johan­nes Paul II ging übri­gens zu die­ser Zeit in sei­nem apo­sto­li­schen Brief an die Bischö­fe von Nord­ame­ri­ka expli­zit auf die­ses Pro­blem ein. Dan­neels und vanG­he­lu­we blie­ben also beharr­lich in der Sün­de, obwohl die­ses Skan­da­lon damals schon kirch­lich bekannt war und von vie­len Hir­ten bekämpft wur­de.

1999 wur­de der Ex-Regens des plötz­lich geschlos­se­nen Spät­be­ru­fe­n­en­se­mi­nars CPRL in Ant­wer­pen (sehr bekannt durch homo­se­xu­el­le Skan­da­le), Michel Gesquie­re, nach West­flan­dern zurück­ge­holt und als Dekan in Kor­tri­jk instal­liert, wo in kür­ze­ster Zeit eine Homo-Com­mu­ne mit kirch­li­chen Wür­de­trä­gern und Ange­stell­ten ent­stand.
Wenn dann mas­si­ve Miß­brauchs­fäl­le auf­tra­ten und publik wur­den, fan­den gewal­ti­ge Ver­tu­schungs­ver­su­che statt. Das Bis­tum (vanG­he­lu­we inklu­si­ve) bezahl­te hor­ren­de Sum­men Schwei­ge­geld an aus­ge­wähl­te Opfer.

3.

Titelseite einer Zeitschrift
Titel­sei­te des flä­mi­schen Wochen­ma­ga­zins zu Bischof vanG­he­lu­we

Ab 2006 wur­den bei all­ge­mei­nen Man­gel an Beru­fun­gen äusserst merk­wür­di­ge Kan­di­da­ten zu Prie­stern geweiht; es ent­stan­den Sepa­rat-Bewe­gun­gen mit Sepa­rat-Ritua­len, mit Lob und kri­tik­lo­ser Unter­stüt­zung für den nie­der­län­di­schen Aposta­ten Ooster­huis, mit Rebel­li­on gegen das Magi­steri­um der Kir­che („Gelo­vi­gen nemen het woord“; Die Gläu­bi­gen haben das Wort), mit Grün­dung von „Fami­li­en­grup­pen“, mit Fixie­rung auf Jugend, u.a. mit Wer­be­spots mit Hip­hop-tan­zen­den Mini­stran­ten, unglück­li­cher­wei­se in einem Pfarr­ver­band wo nicht lan­ge vor­her pädo­phi­le Schand­ta­ten auf­ge­tre­ten waren.

Im Jahr 2010 wur­de vanG­he­lu­we als Pädo­phi­ler ent­larvt und sei­nes „Bischof“samts ent­ho­ben; Dan­neels’ frü­he­rer Weih­bi­schof Jozef DeKesel wur­de Bischof von Brüg­ge; die­ser hat­te als­bald den Ruf „schö­ne Abschieds­pre­dig­ten zu hal­ten bei den Exe­qui­en sei­ner Pfarr­prie­ster“, fan­den doch damals eine Rei­he von Todes­fäl­len statt (auch der Dekan von Kor­tri­jk sui­zi­d­ier­te sich).

Rasch wur­den die rie­si­gen Miß­brauchs­fäl­le offen­bar; der loka­le, dia­ko­nisch ori­en­tier­te Orden der Broe­ders van Dale (Fra­tres Van Dale, FVD) gab nach jahr­zehn­te­lan­gem Mas­sen­miß­brauch alle Akti­vi­tä­ten auf und redu­zier­te sich selbst zu einem Alten­heim für eige­ne Mit­glie­der (7 Brü­der).
Ein Groß­teil der in den ver­gan­ge­nen 30 Jah­ren Geweih­ten des Bis­tums Brüg­ge ist inzwi­schen mit der Poli­zei und dem Gericht in Kon­takt gekom­men.
Ein Dia­kon (Spe­zia­li­tät des vanG­he­lu­we: er weih­te 85 Dia­ko­ne!), I.P., brach­te als Kran­ken­pfle­ger und Pasto­ral­hel­fer min­de­stens 45 Men­schen um (ggf. wei­te­re 220 mög­lich —  bis jetzt zögert man mit einer Mas­sen­ex­hu­mie­rung).

2011 wur­de der aus West­flan­dern stam­men­de Obla­ten­mis­sio­nar Eric Deja­eg­her, nach mehr­ma­li­gem Mas­sen­miß­brauch in Kana­da (67 Kla­gen von Men­schen und 1 Kla­ge betref­fend sexu­el­len Miß­brauch eines Hun­des) unter­ge­taucht in Bel­gi­en, ent­deckt und nach vie­len Tri­bu­la­tio­nen nach Kana­da aus­ge­lie­fert. Am 28 Janu­ar 2015 wur­de er dort zu einer sehr hohen Gefäng­nis­stra­fe ver­ur­teilt.

In der Kar­wo­che 2012 wur­de ent­deckt, daß ein Prie­ster­se­mi­na­rist aus Brüg­ge (nota­be­ne dort als beson­ders intel­li­gent und viel­ver­spre­chend bekannt: er wur­de mehr­mals für das Fern­se­hen inter­viewt) sich selbst auf der Homo-Part­ner­such­sei­te gay­ro­meo (die als beson­ders „anti­fake“ gilt) inse­rier­te. Spä­ter wur­de er dann in aller Stil­le ent­fernt.

Ende Okto­ber 2014 woll­te Bischof DeKesel einen ein­schlä­gi­gen, rezi­vi­die­ren­den Pädo­phi­len (T.F.) wie­der in die Seel­sor­ge ein­set­zen, wobei er sowohl das bel­gi­sche Publi­kum als auch Rom (Kon­gre­ga­ti­on für die Glau­bens­leh­re) anlog.

Der Bischof ver­kün­de­te erst sehr laut, „daß er nicht auf sei­ne getrof­fe­ne Ent­schei­dung (d.h. die­sen Pädo­phi­len ein­zu­set­zen) zurück­kom­men wer­de“; kei­ne 36 Stun­den spä­ter wur­de vom Odi­na­ri­at bekannt­ge­ge­ben, „daß der betref­fen­de Prie­ster gebe­ten hat, von die­ser Anstel­lung abzu­se­hen“.
In den dar­auf­fol­gen­den Wochen wur­den noch zwei wei­te­re Fäl­le im Bis­tum Brüg­ge ent­deckt: mit erneu­tem Kon­takt mit Kin­dern, teils mit poli­zei­li­cher Ver­fol­gung wegen „ana­ler Ver­ge­wal­ti­gung“ (sic), teils in Bra­si­li­en in einer Fave­la. Letz­te­rer Prie­ster war dort hor­ri­bi­le dic­tu als donum fidei („Geschenk des Glau­bens“) tätig.

4.

Kathedrale des Bistrums Brügge
Kathe­dra­le des Bis­tums Brüg­ge

Im Dezem­ber 2015 wur­de Bischof DeKesel zusam­men mit Bischof Johan Jozef Bon­ny von Ant­wer­pen vor einer Par­la­ments­kom­mis­si­on gela­den: Er hat­te nicht viel zu sagen.

Inzwi­schen wur­de zusätz­lich bekannt, daß der Prie­ster und Kir­chen­ju­rist des Bis­tums Brüg­ge (P.D.), selbst durch den pädo­phi­len Bischof vanG­he­lu­we geweiht, sehr gut befreun­det war/ist mit dem pädo­phi­len Prie­ster T.F. und die­sen nach sei­nem Raus­wurf aus der Bis­tums­ver­wal­tung in sei­nem Wohn­klo­ster („Unse­re Lie­be Frau zu den Sie­ben Schmer­zen“ in Rui­se­le­de bei Brüg­ge) auf­ge­nom­men hat­te.

Am 6. Febru­ar 2015 wur­de erneut ein pädo­phi­ler Prie­ster ent­deckt, im Süden von West­flan­dern (erneut mit Ver­tu­schung, Ver­set­zung in eine ande­re Gemein­de usw.).

Anfang Mai 2015 demis­sio­nier­te ein Pfar­rer (C.B.) wegen „Kör­per­lich­keit“ wäh­rend sei­ner Zeit als Direk­tor des Groß­se­mi­nars Brüg­ge (1999–2003) mit Semi­na­ri­sten. Sein unmit­tel­ba­res Kom­men­tar auf eine Zei­tungs­an­fra­ge: „Er kön­ne ver­si­chern, daß kei­ne Kin­der betrof­fen“ sei­en.
Dar­auf kam von einem Insi­der die Reak­ti­on: „Stimmt. In einem Prie­ster­se­mi­nar sit­zen nur Voll­jäh­ri­ge“ (sic).

Am 25. Juni mel­de­te sich ein mehr­mals pädo­phil über­führ­ter und stets erneut an ande­rer Stel­le ein­ge­setz­ter Prie­ster (A.S.) selbst bei der Poli­zei wegen alter und noch nicht gesühn­ter Unta­ten. „Bischof“ vanG­he­lu­we hat­te ihn zum Direk­tor bei den diö­ze­sa­nen Wall­fahr­ten ernannt (wo er sehr prak­tisch mit dem eben­falls Wall­fahr­ten beglei­ten­den und beicht­hö­ren­den pädo­phi­len Obla­ten Eric Deja­eg­her zusam­men­ar­bei­ten konn­te).
Wie das Bis­tum jetzt ver­lau­ten ließ, wur­de er „nur noch zum Mes­se­le­sen ein­ge­setzt“ (sic).

Auch die Lai­en im Bis­tum blei­ben nicht am Ran­de ste­hen:
Auf der Web­site der „Gezins­gro­epen“, einer inter­diö­ze­sa­nen Orga­ni­sa­ti­on für Fami­li­en­pa­sto­ral, die offen für alle Per­so­nen­stän­de und Nei­gun­gen ist, auch für Kin­der („…wohl nicht an erster Stel­le, aber eine Betei­li­gung hier­an wird eine blei­ben­de Prä­gung in der Erin­ne­rung zurück­las­sen“ [sic]), steht bis jetzt ein aus­führ­li­ches Inter­view von 2010 mit einem Ehe­paar mit vier Kin­dern, das (natür­lich) zuerst schwer über Msgr. Erz­bi­schof André-Joseph Léo­nard von Mecheln-Brüs­sel her­zieht und dann die loka­len Akti­vi­tä­ten für die­se Fami­li­en­grup­pe durch den hoch­ge­lob­ten Pfar­rer J. C. in höch­sten Tönen preist.
Nur: Die­ser Pfar­rer J.C. wur­de in Novem­ber 2014 als Wie­der­ho­lungs-Pädo­phi­ler („ana­le Ver­ge­wal­ti­gung“) bekannt und dann sofort aus dem Ver­kehr gezo­gen.

Wer jetzt an Psych­ia­trie und Mas­sen­phä­no­me­ne denkt, liegt wahr­schein­lich nicht ganz falsch.
Und nun bit­te nicht lachen(!): ein durch vanG­he­lu­we geweih­ter Dia­ken (D.V.) ist — sehr prak­tisch — foren­si­scher Psych­ia­ter für Süd­west­flan­dern.

5.

Kardinal Danneels mit Bischof Bonny: Bestreben Msgr. Bonny zum nächsten Erzbischof von Mecheln-Brüssel zu machen
Kar­di­nal Dan­neels mit Bischof Bon­ny: Bestre­ben Msgr. Bon­ny zum näch­sten Erz­bi­schof von Mecheln-Brüs­sel zu machen

Das Bis­tum selbst publi­ziert inzwi­schen außer Rekla­me für Wall­fahr­ten nach Oost­ak­ker, Lour­des, Mont­mart­re und Ban­neux und Todes­an­zei­gen für ver­stor­be­ne Prie­ster nichts mehr.

Bei der extre­men Sen­si­bi­li­sie­rung der Bevöl­ke­rung und dem gewal­ti­gen Aus­maß der Schand­ta­ten und Ver­tu­schun­gen wur­de die inter­na­tio­nal sehr bekann­te Hei­lig-Blut-Pro­zes­si­on in Brüg­ge (nor­ma­ler­wei­se vom Bischof von Brüg­ge ange­führt) an Chri­sti Him­mel­fahrt 2015 mit­tags hals­über­kopf sofort abge­bla­sen.
Kein Kom­men­tar.

2005 bestand der Prie­ster­rat des Bis­tums Brüg­ge zu 25 Pro­zent aus inzwi­schen über­führ­ten Pädo­phi­len, Mit­wis­sern hier­von und polizeilich/gerichtlich fest­ge­stell­ten Homo­phi­len. Ein nicht klei­ner Teil ist bis jetzt noch in Amt und Wür­den.
Das Bis­tum gibt hier­zu kei­nen Kom­men­tar ab.

Neben­bei pikant:
— Der mul­ti­re­zi­di­vie­ren­de pädo­phi­le Prie­ster A.S. war Mit­se­mi­na­rist mit Johan Bon­ny, jetzt Bischof in Ant­wer­pen und inter­na­tio­nal bekannt durch sei­nen homo­freund­li­chen Brief im Sep­tem­ber 2014 vor der Bischofs­syn­ode und viel­leicht noch mehr durch ein wirk­lich Homo-Inter­es­sen ver­tei­di­gen­des Inter­view am 27. Dezem­ber 2014.

- In den letz­ten Mona­ten sind meh­re­re sehr moder­ni­sti­sche Prie­sters aus dem Bis­tum Brüg­ge weg­ge­zo­gen nach Ant­wer­pen. Dar­un­ter ein Kapu­zi­ner mit nach­ge­wie­se­nen schlimm­sten lit­ur­gi­schen Miß­bräu­chen und sehr viel Jugend­ar­beit, und  — beson­ders inter­es­sant — der Kir­chen­ju­rist des Bis­tums P.D., der damals unvoll­stän­di­ge Akten nach Rom schicken ließ, wodurch spä­ter ver­sucht wur­de, Rom und wohl im Beson­de­ren die Kon­gre­ga­ti­on für die Glau­bens­leh­re in Miß­kre­dit zu brin­gen.

- Der pädo­phi­le „Bischof“ vanG­he­lu­we hat­te damals sehr vie­le Freun­de: neben sei­nem engen Freund Kar­di­nal God­fried Dan­neels war auch Erz­bi­schof Karl-Josef Rau­ber, damals Nun­ti­us in Bel­gi­en, sehr häu­fig im Bis­tum Brüg­ge zu Gast (auch beim „kör­per­li­chen“ Semi­nar­di­rek­tor C.B.).
Auch Johan Bon­ny (Bischof von Ant­wer­pen) stammt aus der Diö­ze­se und dem Semi­nar von Brüg­ge (er war noch Kol­le­ge von vanG­he­lu­we). Auch Kar­di­nal Wal­ter Kas­per kennt das Semi­nar.

Von Ver­kün­di­gung des Evan­ge­li­ums und von der Kir­chen­leh­re kei­ne Spur.
Von Selbst­kri­tik kei­ne Spur.
Kein Wort von Scham, von Trau­er, von Buße, von Selbst­kri­tik.
Trans­pa­renz null.
Fast tota­les Schwei­gen; das Gericht spricht von Omertá.
Die ein­zi­ge Mit­tei­lung: „Das Bis­tum zahlt“ — in der Tat, etwa das Vier­fa­che pro Opfer ver­gli­chen mit dem bel­gi­schen Durch­schnitt.

6.

Alle zwei Mona­te tritt ein neu­er Fall in Erschei­nung (mei­stens dann im Archiv des Bis­tums oder in Alten­hei­men beschäf­tigt).
Abge­se­hen von etwas lee­rem Bla­bla: Prä­ven­ti­on Null.
In den Exer­zi­ti­en- und Bil­dungs­häu­sern des Bis­tums tum­meln sich die Pädo­freun­de der letz­ten 20 Jah­re.
Sie gaben bis zur Pen­sio­nie­rung Reli­gi­ons­un­ter­richt, in einem Fall mit erneu­tem Kon­takt zu Klein­kin­dern.
Alles öffent­lich, auch im Inter­net ein­seh­bar; Reak­ti­on: Null.

Die halb­of­fi­zi­el­le Web­site der flä­mi­schen Bischö­fe www.kerknet.be mel­det nichts.

Zugleich ver­wil­dert die Lit­ur­gie und trock­net die Spi­ri­tua­li­tät aus:
Im Novem­ber 2014 wur­de in einer Kir­che in Anze­gem (als „Kul­tur­ver­an­stal­tung“) ein Film mit Sex­sze­nen gezeigt. Im glei­chen Dorf brann­te kurz danach eine goti­sche Kir­che ab — sie wird nicht mehr auf­ge­baut.
Im Semi­nar in Brüg­ge fin­den äusserst merk­wür­di­ge Zere­mo­nien statt.

Die­ses gan­ze Trau­er­spiel wird auf tra­di­ti­ons­freund­li­chen Web­sites genau doku­men­tiert und gezeigt.
Auch die Pres­se berich­tet regel­mä­ßig.
Der Vati­kan weiß dies alles und tut: Nichts.
Sehr vie­le Bis­tü­mer welt­weit wur­den apo­sto­lisch visi­tiert, vie­le Bischö­fe geschaßt, aber für das Bis­tum Brüg­ge, das Kron­ju­wel der moder­ni­sti­schen Volks­kir­che, gel­ten offen­sicht­lich ganz ande­re Nor­men.

Text: Armand Tim­mer­mans
Bild: Wiki­com­mon­s/R­ora­te-Cae­li/­Sud-Info/Hu­mo (Screen­shots)

25 Kommentare

  1. Kein nor­ma­ler Mensch kann sich das vor­stel­len und irgend­wie ver­kraf­ten, was hier im Bis­tum
    Brüg­ge in Bel­gi­en zum Vor­schein kommt. Sofort meint man, das Ende der Zei­ten ist im Anbre­chen.
    Wie kann sich so etwas ent­wickeln und aus­brei­ten. Ein auf­blü­hen­des Bis­tum wird in die Hän­de
    von Pädo-und Homo­le­uten gege­ben, also Teu­fels­die­ner, die ohne Gewis­sens­bis­se ein Bis­tum,
    Prie­ster­se­mi­nar und damit die Gläu­bi­gen dem Wider­sa­cher über­eig­net haben. Man kann es dre-
    hen und wen­den wie man will, so etwas, vor allem in die­ser Grö­ßen­ord­nung hät­te es vor dem Kon-
    zil nicht gege­ben. Die­se ver­faul­te Geist­lich­keit strahlt ihren Gestank auf die gan­ze Kir­che aus und
    ist damit ein Gräu­el vor Got­tes Augen. Hier müss­te sofort gehan­delt wer­den, damit klar wird, dass
    Rom nicht zum Mit­tä­ter wird. Das alles wur­de schon in La Salett berich­tet und ver­an­lass­te das
    Wei­nen der Mut­ter Got­tes.

    • Der Gedan­ke kam mir beim Lesen des Arti­kels auch sofort: In Bel­gi­en (Maas-Meche­len) fing es an, dass meh­re­re Rosa Mysti­ca Sta­tu­en — ste­hen im beson­de­ren Zusam­men­hang mit den Gott­ge­weih­ten — unun­ter­bro­chen Blut­trä­nen wein­ten.

      Wie sag­te Jesus doch zur hl. Sr. Fausty­na: „Die klein­ste Sün­de einer gott­ge­weih­ten See­le ver­letzt mein Herz mehr, als die schwe­re Sün­de einer nor­mal sterb­li­chen See­le.“
      Aber ob man im o.g. Fall noch von Gott­ge­weih­ten spre­chen kann ist äußerst frag­lich.
      Der lie­be Gott muss sich fast bei Sodom und Gomor­rha ent­schul­di­gen, wenn Er die­sem Trei­ben noch län­ger zuschaut .…

    • Es wür­de mich nicht wun­dern, wenn die „Mysterien„schulen im Sün­den­pfuhl des Bis­tums Brüg­ge ihre Fin­ger im Spiel haben soll­ten. Per­ver­tier­te Sexua­li­tät ist unter die­sen Okkul­ti­sten ein Stan­dard­pro­gramm.

      • Das sehe ich genau­so. War­um hat aus­ge­rech­net Bel­gi­en so vie­le Pädo­phi­len­skan­da­le? Wege Brüs­sel, Sata­nis­mus und ande­rer okkul­ten Prak­ti­ken, denn die­se die­nen dem Macht­er­halt. Dazu ist es noch ein recht klei­nes Land mit viel Vet­tern­wirt­schaft.

        Nimmt man die Anzahl der „wil­li­gen“ Poli­ti­ker und ande­rer Macht­men­schen und die begrenz­te Anzahl der Kin­der und eine gro­ße und zykli­sche Anzahl der Ritua­la in einem so klei­nen Land, so ist es nur eine Fra­ge der Zeit, wann es her­aus­kommt, wie bei Dutroux.

        Da lei­der Got­tes schwar­ze Mes­sen auch „Mes­sen“ sind zu wel­chen man kon­se­krier­te Hosti­en braucht, so braucht man in die­sen Zir­keln auch Prie­ster, denn man kann ja nicht stän­dig in Kir­chen ein­bre­chen.

        Also Brüs­sel, Pädo­phi­lie, Sata­nis­mus, pädo­phi­le Prie­ster, kei­ne Visi­ta­tio­nen aus Rom und der Kreis schließt sich. Natür­lich müss­te man dies lücken­los bewei­sen kön­nen, aber dazu reicht der poli­ti­sche Wil­le nicht, weder in Deutsch­land noch in Bel­gi­en und schon gar nicht in der Kir­che.

        Es gibt auf you­tube eine gute, preis­ge­krön­te Doku­men­ta­ti­on über Ritu­el­le Gewalt und auch eine fran­zö­si­sche, die auch auf den Fall Dutroux anspielt, hat es bis vor kur­zem gege­ben.

        Es genügt hier 2 und 2 zusam­men zu zäh­len.

  2. Die­ser rie­si­ger Augi­as­stall und das fast kom­plet­te Des­in­ter­es­se von Rom an die­ses vor den Hun­den gehen­den Bis­tums Brüg­ge kon­tra­stiert sehr stark mit den vie­len ener­gi­schen apo­sto­li­schen Visi­ta­tio­nen und häu­fi­gen media­len Hin­rich­tun­gen von unbe­lieb­ten Hir­ten in ande­ren Bis­tü­mern:
    ich den­ke da an St.Pölten (Bischof Krenn), an Augsburg(Bischof Mixa), an Ciu­dad del Este (Bischof Rogelio Ricar­do Livie­res Pla­no+, des­sen uner­war­te­te Tod heu­te auf katholisches.info gemel­det wur­de), an Albenghi-Impe­ria;
    oder an die Drang­sa­lie­rung der Fran­zis­ka­ner der Imma­cu­la­ta und das fak­ti­sche Haus­ar­rest für Pater Ste­fa­no Manel­li, was doch sehr kon­tra­stiert mit dem sanf­ten Umgang und nicht sel­ten der Aus­zeich­nung von Ordens­geist­li­chen, die schwe­res auf dem Kerb­holz haben.
    Es wird deut­lich mit zwei Maßen und mit zwei Gewich­ten gemes­sen:
    Bei den Moder­ni­sten geht und kann und darf alles; die „Barm­her­zig­keit“ schlägt nur in eine Rich­tung aus.

  3. God­fried Dan­neels war erst­wei­hen­der Bischof von 14 ordent­li­che und Weih­bi­schö­fe;
    von die­sen 14 sind nach mei­nen Noti­zen 9(neun) mehr oder weni­ger stark ver­strickt in den Pädo- und Homoskan­da­len (Inklu­si­ve gericht­li­che Ver­ur­tei­lun­gen), bei 2(zwei) ist ein Mit­wis­sen wahr­schein­lich aber bis jetzt nicht nach­ge­wie­sen, und bei 3 (drei) ist nichts öffent­lich bekannt (übri­gens alle 3 fran­zö­sisch­spra­chig und in Wal­lo­ni­en).
    Die­ser ungu­te Geist scheint sich also sehr ter­ri­to­ri­al im Nor­den von Bel­gi­en fest­ge­setzt zu haben.

    Das Bis­tum Brüg­ge gehört übri­gens, wie auch das Erz­bis­tum Meche­len-Brüs­sel und das Bis­tum Ant­wer­pen, zu den Stamm­län­dern der sog. Kas­per­lob­by:
    ‑Der dama­li­ge Nun­ti­us (jetzt vor kur­zem zu Kar­di­nal ernannt) Karl-Joseph Rau­ber woll­te 2009 unbe­dingt einen Weih­bi­schof v. Dan­neels zum Erz­bi­schof von Meche­len-Brüs­sel ernen­nen las­sen (fak­tisch DeKesel, der jetzt in Brüg­ge den Unter­gang sei­nes Bis­tums ver­wal­tet).
    ‑meh­re­re lau­te Pro­te­ste von moder­ni­sti­sche Grup­pen („Gelo­vi­gen nemen het woord„2009, „Bezield ver­band“ 2014) und auch von Hir­ten (Hir­ten­brief v. DeKesel 2010 mit dem gan­zen Kas­per­pro­gramm, Brief v. Bon­ny in Sep­tem­ber 2014 und gro­ßes homo­freund­li­ches Inter­view v. Bon­ny am 27.12.2014) sack­ten in sich zusam­men:
    unter den Radels­füh­rern wur­den etli­che Pädo­phi­le und Ver­tu­scher ent­maskerd:
    durch die Explo­si­on des vanG­he­lu­we­skan­dals (die­ser mel­de­te sich nach einer von ihm für aus­rei­chend gehal­te­nen Besin­nungs­zeit von 10 Mona­ten selbst wie­der über das Fern­se­hen) und durch enga­gier­te Bericht­erstat­tung und die Publi­ka­ti­on von fun­dier­ten theo­lo­gi­schen Tex­ten im Aus­land schwei­gen die Hir­ten in Bel­gi­en seit­dem total.

    Umso bemer­kens­wer­ter die Ein­la­dung durch Papst Fran­zis­kus an Kar­di­nal Dan­neels die Syn­ode f.d. Fami­lie in Okto­ber 2014 mit­zu­er­le­ben.

  4. Satans Werk Rom schweigt.…..und ist so ein­deu­tig Komplize.……Warum ?

    Es ist leich­ter einen Bischof wie Rogie­lo Livie­res Pla­no zu besei­ti­gen, als die Pedos von Brug­ge.….

    Hei­li­ger Erz­engel Micha­el, ver­tei­di­ge uns gegen die Bos­heit und Nach­stel­lun­gen des Teu­fels sei unser Schutz.…..stosse den Satan und die ande­ren bösen Gei­stern, doe in der Welt­um­her­ge­hen um die See­len zu ver­der­ben, durch die Kraft Got­tes in die Höl­le.…..

    • leo­pold @ Der Hei­li­ge Erz­engel Micha­el wird viel zu wenig ange­ru­fen, lei­der auch nicht von der Kir­che. Wäh­rend und nach dem Kon­zil war der Hei­li­ge Erz­engel Micha­el ganz und gar ver­pönt. Wenn er nicht ange­ru­fen wird, kann er auch nicht wir­ken.

      Hei­li­ger Erz­engel Micha­el ver­tei­di­ge uns im Kampf gegen die höl­li­schen Mäch­te !!!

      • Ist Ihnen bekannt, was unser Herr Jesus Chri­stus dar­über gesagt hat, zu wem wir beten sol­len? Falls ja: hat das eine prak­ti­sche Bedeu­tung für Sie? Ich mei­ne: sind Sie bereit, auf das zu hören, was Jesus uns auf­ge­tra­gen hat, und es in Ihrem Leben anzu­wen­den?

      • So ist es. wer­den die Hl. Engel und die Hei­li­gen nicht ange­ru­fen wer­den sie auch nicht inter­ze­die­ren.
        So war es nicht ver­wun­der­lich, daß den post­kon­zi­lia­ren „Refor­men“ die leo­ni­ni­schen Gebe­te gleich am Anfang zu Opfer fie­len.

      • @ Leo Lämm­lein

        Ist Ihnen anders­her­um klar, dass Leo XIII. aus­drück­lich die­ses Gebet zum Erz­engel Micha­el ver­fügt hat­te?

        Man darf Engel und Hei­li­ge um Für­spra­che und Unter­stüt­zung bit­ten. Alle sind dar­in Jesus unter­wor­fen.

        Ihre pro­te­stan­ti­sche Rück­fra­ge (selbst die Jan­se­ni­sten, deren Posi­tio­nen Sie oft ver­tre­ten, haben die Hei­li­gen­ver­eh­rung für recht­mä­ßig gehal­ten!) ist auch biblisch nicht gerecht­fer­tigt, denn es ist biblisch bezeugt, dass es der Erz­engel Micha­el ist, der am Kampf gegen den Feind ganz beson­ders betei­ligt und am Ende auch der ist, der den Satan in die Höl­le sto­ßen wird — und von nichts ande­rem ist in dem Gebet Leos XIII. die Rede!

      • @ J.G.Ratkaj

        //So ist es. wer­den die Hl. Engel und die Hei­li­gen nicht ange­ru­fen wer­den sie auch nicht interzedieren.//

        Und wel­ches Pro­blem haben Sie damit, unse­ren Vater im Him­mel per­sön­lich anzu­spre­chen und zu bit­ten? Dazu, und zu n i c h t s ande­rem, for­dert uns der Sohn Got­tes selbst auf. In 1.189 Kapi­teln der Bibel fin­det sich kein ein­zi­ges Bitt­ge­bet an Engel oder Hei­li­ge. Hin­ge­gen wird immer wie­der betont, dass wir uns aus­schließ­lich an Gott selbst wen­den sol­len. Dass das Gebet zu den Hei­li­gen römisch-katho­lisch ist, bezweif­le ich ja nicht. Aber biblisch ist es nicht, und es geht gegen Got­tes Gebot, wie sie man­ches ande­re Römisch-Katho­li­sche.

    • Leo Laemm­lein @ Ist Ihnen bekannt dass man die Mut­ter Got­tes anruft, um ihren Schutz
      zu erhal­ten. Ist Ihnen bekannt, dass man zu sei­nem Schutz­en­gel betet, um vor Gefah­ren
      beschützt zu wer­den. Genau­so kann man zu Hl. Erz­engel Micha­el beten, dass er uns ge-
      lei­te und zum Guten anhält. Dar­über hin­aus ist der Hl.Erzengel der Patron Deutsch­lands.
      Ange­be­tet wird nur Jesus mit dem Vater und dem Hl.Geist.
      Wenn Ihnen das nicht bekannt ist, besteht bei Ihnen lei­der eine Glau­bens­lücke !

      Gott befoh­len !

    • Es ist bedau­er­lich das zu hören („nicht biblisch“). Das ist eine pro­te­stan­ti­sche Ankla­ge. Gott hat es gefal­len in, mit und durch Maria Mensch zu wer­den. Das will uns etwas sagen, sogar sehr viel. Und soll­te uns mit Lie­be und Ach­tung für die Got­tes­mut­ter erfül­len. Wir haben kei­nen Grund dar­in hin­ter Chri­stus zurück­zu­ste­hen. Der weib­li­che Aspekt, den Gott damit auf­ge­tan hat, spielt gera­de in unse­rer gen­der­ver­seuch­ten Zeit eine zen­tra­le Rol­le. Maria wird zudem im AT mehr­fach ange­spro­chen, nicht nur im NT expli­zit erwähnt.

    • @Leo Laemm­lein
      Ich schlie­ße mich Frau Zeit­schnur an. Es ist legi­tim die Engel und Hei­li­gen anzu­ru­fen. Das haben ja auch vie­le Hei­li­ge wie der Hei­li­ge Don Bos­co oder Pater Pio auch getan.
      Eben­so ist das Rosen­kranz-Gebet ja auch kein Erset­zen der Aller­hei­lig­sten Drei­fal­tig­keit durch die Mut­ter­got­tes.

  5. guter Bericht. aber der Link zu Bischof Bon­ny ist etwas weit her­ge­holt.
    Wenn jemand das glei­che Semi­nar besucht hat heißt das wenig.

    • @Paolo: Da wäre ich mich bei dem Groß­se­mi­nar von Brüg­ge nicht so sicher.

      Das Groß­se­mi­nar v. Brüg­ge scheint ab Anfang der 80er Jah­re schon schwer homo- und pädo­phil durch­tränkt gewe­sen zu sein.
      Eine nenn­nens­wer­te Reak­ti­on sei­tens die­ses Groß­se­mi­nars bei den gro­ßen pädo­phi­len Aktio­nen (1984: Unter­stüt­zungs­ak­ti­on für Pädo­phi­le in der Kir­che im Parochialblatt/ 1993–1995: Publi­ka­ti­on des Reli­gi­on­un­ter­richts­buchs „Roeach“ mit pädo­phi­len Abbil­dun­gen; 1985 — 1999 Spät­be­ru­fe­n­en­se­mi­nar CPRL in Ant­wer­pen mit hom­se­xu­el­ler Ent­ar­tung) blieb aus;
      dage­gen waren sehr vie­le West­flä­mi­sche Priester-„Theologen“, gera­de auch aus die­sem Semi­nar, an die­sen Schund betei­ligt.
      Dar­über wird bis jetzt eisern geschwie­gen.
      Übri­gens: Bon­ny hat Jozef (Jef) Bar­zin, damals feder­füh­rend bei der Unter­stüt­zungs­ak­ti­on für Pädo­phi­le (Kerk&Leven 09.08.1984), inzwi­schen Dechant für Ant­wer­pen-Nord, nun auch noch als Diö­ze­san­ver­ant­wort­li­che für den katho­li­schen Schul­un­ter­richt ein­ge­setzt.
      Dazu gibt es inzwi­schen einen enor­me Men­ge an Bil­der und bei­ßen­de Kom­men­ta­re.

    • Inter­es­san­ter Text — ich ken­ne Jan Ass­mann auch leib­haf­tig aus mei­ner Hei­del­ber­ger Zeit — was wol­len Sie damit aber im Hin­blick auf den obi­gen Arti­kel eigent­lich sagen?

  6. Um kurz auf die Fra­gen ein­zu­ge­hen.
    Ja, bekannt sind mir die ver­schie­de­nen Din­ge sehr wohl. Aber für rich­tig hal­te ich sie nicht. Wann und wo hat Gott den Men­schen Auf­trag oder Erlaub­nis gege­ben, Mit­glie­dern der himm­li­schen Hier­ar­chie Befeh­le zu ertei­len oder auch nur Bit­ten an sie zu rich­ten? Sogar der Herr Jesus selbst sag­te: Oder meinst du, ich könn­te nicht m e i n e n V a t e r b i t t e n, dass er mir mehr denn 12 Legio­nen Engel schick­te?
    Machen Sie alle, was Sie wol­len, Sie müs­sen selbst wis­sen und ver­ant­wor­ten, wem Sie mehr gehor­chen. Aber bekla­gen Sie sich nicht, wie es in der Kir­che zugeht.
    Miss­stän­de, Aus­schwei­fun­gen, Per­ver­sio­nen u. dgl., all­ge­mein: phy­si­sche Unzucht ver­schie­de­ner Art, wie im Arti­kel beschrie­ben, sind letzt­lich Fol­ge gei­sti­ger Unzucht, das heißt, von Ver­let­zung der ersten Gebo­te des Deka­logs, Fol­ge von Göt­zen­dienst und Ido­la­trie in ver­schie­de­nen For­men. Auch Pau­lus im 1. Kapi­tel des Römer­briefs stellt die­sen Zusam­men­hang her­aus.

    • Leo Laemm­lein @ Ob Sie etwas glau­ben und anneh­men oder nicht, ist allein ihre Sache,
      wer aber katho­lisch ist, rich­tet sich nach der Leh­re der Kir­che. Die Frei­kir­chen, der Sie
      wohl ange­hö­ren, glau­ben weder an Engel oder Hei­li­ge. Für Katho­li­ken ist die­se Leh­re
      ver­bind­lich.

    • @ Leo Lämm­lein

      Es ist kei­ne Göt­zen­ver­eh­rung, wenn man Hei­li­ge oder (Schutz-)engel anruft!
      Jeder gute Katho­lik weiß, dass man dabei den Hei­li­gen nicht ver­ehrt in dem Sin­ne, in dem man Gott anbe­tet. Der Hei­li­ge im Him­mel ist mei­nes­glei­chen — nur bereits voll­endet und — anders als ich — bereits erfun­den als treu­er Die­ner. Bei mir muss sich das erst noch her­aus­stel­len, solan­ge ich lebe. Er/sie ist mir Geschwi­ster und darf geschwi­ster­lich, aber in Ver­eh­rung für dessen/deren Kon­se­quenz und Hei­lig­keit, um Hil­fe „Dazwi­schen­tre­ten“ in kon­kre­ten Lebens­pro­ble­men gebe­ten wer­den!
      Gott dage­gen, Jesus — vor ihm fal­le ich auf die Kne und bete ihn an, weil ich ohne ihn nicht bin…weil er der Herr ist…weil durch ihn alles gewor­den ist … und weil nichts ohne ihn wäre.. das ist etwas ganz ande­res!!!

      Der ange­ru­fe­ne Hei­li­ge oder Engel ist im Him­mel, und so wie ich Sie als Per­son um Für­bit­te ange­hen könn­te, kann ich das erst recht bei denen, die voll­endet sind und deren Gebet Jesus sicher wohl­ge­fäl­lig ist.
      Die Kir­che endet ja nicht an der Gren­ze des Todes!

      Ich weiß nicht, was mit Ihnen gesche­hen ist — aber Sie spie­len hier pro­te­stan­ti­sche Gedan­ken gegen uns aus. Sie müs­sen sehen, dass wir, trotz größ­ter Mei­nungs­un­ter­schie­de hier im Forum, doch dar­über einig sind, weil es alte katho­li­sche Pra­xis ist und alle Hei­li­gen zu hren Leb­zei­ten selbst um Für­spra­che gebe­ten haben! Sehen Sie sich nur ein­mal die Lebens­bil­der an!

  7. fre­di­us,
    ein sehr from­mer katho­li­scher Prie­ster, der täg­lich die triden­ti­ni­sche Mes­se zele­briert, erzähl­te mir ein­mal vor Jah­ren, durch­aus zustim­mend, was ihm sei­ne Mut­ter in der Kind­heit ein­ge­schärft hat­te: ein rich­ti­ger Katho­lik geht lie­ber mit dem Papst in die Höl­le als ohne den Papst in den Him­mel. Ein Satz zum Nach­den­ken, nicht wahr?
    Inter­es­sant in die­sem Fall ist etwas, womit wir wie­der beim The­ma des Arti­kels sind. Die­ser Prie­ster war ein Augu­sti­ner-Chor­herr, der das Chor­her­ren­klo­ster in Rom ver­las­sen hat­te, noch zur Zeit Papst Johan­nes Pauls II., um den Bedrän­gun­gen durch den homo­se­xu­ell akti­ven Abt zu ent­ge­hen.
    Wenn Sie den Papst über den Herrn Jesus Chri­stus und den himm­li­schen Vater stel­len, in Fäl­len, wo der Papst ihnen wider­spricht, hm, dann ist das m.E. eben­falls eine Form von Göt­zen­dienst.
    Übri­gens gehö­re ich weder einer pro­te­stan­ti­schen noch einer Frei­kir­che an.

    • Das ist aber etwas ande­res als einen Hei­li­gen um Für­spra­che zu bit­ten!

      Das Papst-Pro­blem ist aller­dings wirk­lich ein gro­ßes Pro­blem. Die­se unse­li­ge Ent­wick­lung geschah im 19. Jh. Ich lese der­zeit eini­ge Unter­su­chun­gen von Klaus Schatz SJ zu dem The­ma. Er arbei­tet sowohl die Pri­mats­ge­schich­te sehr gut und sehr sach­lich auf — das kann man online lesen bzw. run­ter­la­den:

      http://www.sankt-georgen.de/leseraum/schatz2.html

      …als auch die genau­en Vor­gän­ge auf dem Vati­ca­num I um die Mino­ri­täts­bi­schö­fe. Es ist wirk­lich bestür­zend, was da abging — ein­fach auf der Sach­ebe­ne. Eben­so hat ein Prie­ster namens Adri­an Lüchin­ger die Kon­tro­ver­se über die Unfehl­bar­keit auf­ge­ar­bei­tet, die mas­siv zwi­schen Kar­di­nal man­ning und Kard. New­man schwel­te.

      http://www.degruyter.com/view/j/zrgka.1979.65.issue‑1/zrgka.1979.65.1.408/zrgka.1979.65.1.408.xml

      Und:

      https://books.google.de/books?id=4UQsrgvEoxYC&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false

      Der Kern des Pro­blems:

      Maxi­ma­li­sten woll­ten auf dem Vati­ca­num I teil­wei­se eine unum­schränk­te oder nahe­zu unum­schränk­te Unfehl­bar­keit des pap­stes defi­niert wis­sen. Die mei­sten deut­schen Bischö­fe lehn­ten das ab, aber auch bekann­te Bischö­fe wie John Hen­ry New­man, obwohl sie fast alle anson­sten ultra­mon­tan waren. In der bis­he­ri­gen Les­art heißt es immer, sie hät­ten aus „Inop­por­tu­ni­stäts­grün­den“ gezau­dert.

      Klaus Schatz weist nach, dass die schwe­ren beden­ken aus gra­vie­ren­den theo­lo­gi­schen Beden­ken her­rühr­ten und arbei­tet dies anhand zahl­rei­cher Bele­ge auf, die bis­lang nicht beach­tet wur­den, wie über­haupt auch der „Man­si“ mit den Kon­zils­vor­gän­gen wenig in die For­schung ein­be­zo­gen wor­den war. Man pfleg­te lie­ber sei­ne papa­li­sti­schen sei­ne Vor­ur­tei­le — sowohl rechts als auch links.

      Einer der Vor­den­ker eines über­zo­ge­nen Infal­libi­l­täts­be­griffs war der reak­tio­när-abso­lu­ti­sti­sche Theo­lo­ge Joseph-Marie de Maist­re, der aber zugleich auch ein bekenn­der Frei­mau­rer war!

      Die mei­sten Kon­ser­va­ti­ven sind nicht bereit zu erken­nen, dass die­ser maxi­ma­li­sti­sche Papa­lis­mus evtl. genau­so Frei­mau­rer-Kon­zept sein könn­te wie ande­rer­seits man­che „moder­ni­sti­schen Ideen“…

      Die Defi­ni­ti­on fiel letzt­end­lich mode­rat aus.

      Aber nun kommt das Pro­blem: vie­le Kon­ser­va­ti­ve waren nicht bereit, die­se mode­ra­te Defi­ni­ti­on auch in ihrer Mode­rat­heit zu leh­ren. das fängt spä­te­stens bei Pius X. im gro­ßen kate­chis­mus an, wo man nicht mehr weiß, wo eigent­lich die Unfehl­bar­keit so genau endet, denn der Dreh- und Angel­punkt ist ein tota­li­tä­rer gehor­sams­be­griff über den man die tota­le Unfehl­bar­keit — ent­ge­gen dem Kon­zils­de­kret — ein­ge­schmug­gelt hat­te.
      Wenn der Katho­lik alles, selbst Admi­ni­stra­ti­ves, das der Papst ver­fügt, nicht nur loy­al mit­tra­gen muss, son­dern auch mit „inne­rer Zustim­mung des Wil­lens und des Ver­stan­des“ (so bei Pius X. gefor­dert!), dann haben Sie genau das, was der Prie­ster Ihnen erzählt hat: Man muss mit dem Papst in die Höl­le fah­ren, weil man ihm mehr gehor­chen muss als dem Herrn.

      Das ist ein bis­her unge­lö­stes Dilem­ma!

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