Wie entscheidet Rom zu Medjugorje? Kommissionsmitglied nennt dritten Weg

Entscheidung zu Medjugorje
Ent­schei­dung zu Med­jug­or­je?

(Rom) Die kirch­li­chen Bestim­mun­gen sehen im Zusam­men­hang mit Erschei­nun­gen vor, daß die zustän­di­ge kirch­li­che Auto­ri­tät fest­stellt, daß die Erschei­nun­gen „über­na­tür­lich“ (supra­na­tu­ra­li­ter) sind, oder daß sie „nicht über­na­tür­lich“ (non supra­na­tu­ra­li­ter) sind. Wird für Med­jug­or­je ein drit­ter Weg beschrit­ten?

Papst Fran­zis­kus erwähn­te auf dem Rück­flug von Sara­je­wo die 17köpfige Inter­na­tio­na­le Med­jug­or­je-Unter­su­chungs­kom­mis­si­on, die 2010 von Papst Bene­dikt XVI. ein­ge­setzt wur­de, um das Phä­no­men angeb­li­cher Mari­en­er­schei­nun­gen in dem her­ze­go­wi­ni­schen Berg­dorf zu unter­su­chen. Gelei­tet wird die Kom­mis­si­on von Kar­di­nal Camil­lo Rui­ni, dem lang­jäh­ri­gen Vor­sit­zen­den der Ita­lie­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz (1991–2007) und engen Ver­trau­ten von Papst Johan­nes Paul II. Als dem Kar­di­nal mit­ge­teilt wur­de, daß Papst Fran­zis­kus den Abschluß­be­richt der Kom­mis­si­on mehr­fach im Flug­zeug gegen­über den Jour­na­li­sten als „bedeu­ten­de Arbeit“ gelobt hat­te, ent­fuhr es Rui­ni spon­tan: „Immer­hin. Das freut mich.“

Bevorzugt Rom eine behutsame Lösung?

Pater Perrella, Mariologe und Mitglied der Medjugorje-Untersuchungskommission
Pater Per­rel­la, Mario­lo­ge und Mit­glied der Med­jug­or­je-Unter­su­chungs­kom­mis­si­on

Eine Aus­sa­ge, die offen­bar auf die lan­ge Dau­er einer Ent­schei­dung gemünzt ist. Die Kom­mis­si­on hat ihre Arbeit kurz vor dem Amts­ver­zicht von Papst Bene­dikt XVI. abge­schlos­sen. Seit­her liegt der Abschluß­be­richt in Rom. Das argen­ti­ni­sche Kir­chen­ober­haupt scheint es nicht eilig zu haben. In Rom gilt die Haupt­sor­ge näm­lich dem Teil der Gläu­bi­gen, die so sehr von der Echt­heit Med­jug­or­jes über­zeugt sind, daß ein nega­ti­ves Urteil der Kir­che sie erschüt­tern oder gar der Kir­che und dem Glau­ben ent­frem­den könn­te.

Aus die­sem Grund wird eine „behut­sa­me“ Lösung gesucht, die Geg­ner, wie den Bischof von Mostar, und Anhän­ger, wie den Erz­bi­schof von Wien, ohne Gesichts­ver­lust zufrie­den­stellt, die Gül­tig­keit der nega­ti­ven Ent­schei­dung der Jugo­sla­wi­schen Bischofs­kon­fe­renz von 1991 auf­recht läßt und die Gläu­bi­gen lei­tet. In der Kir­che bedeu­tet das manch­mal, nicht zu ent­schei­den, und eine Fra­ge „aus­zu­sit­zen“.

Interview mit dem Mariologen und Kommissionsmitglied Salvatore Maria Perrella

Am Diens­tag nahm mit Pater Sal­va­to­re Maria Per­rel­la ein wei­te­res Mit­glied der Unter­su­chungs­kom­mis­si­on öffent­lich Stel­lung. Der Ser­vi­ten­pa­ter ist Rek­tor der Päpst­li­chen Theo­lo­gi­schen Fakul­tät Maria­num in Rom und lehrt Dog­ma­tik und Mario­lo­gie.

„Wir haben gründ­lich und ernst­haft gear­bei­tet“, wird Pater Per­rel­la von der Tages­zei­tung Avve­ni­re zitiert. Das Urteil Roms wer­de der Tat­sa­che Rech­nung tra­gen und beto­nen, daß „Erschei­nun­gen immer mög­lich sind“, und wenn sie als echt aner­kannt wer­den, „ein Geschenk Got­tes dar­stel­len“, so der Mario­lo­ge.

„Die Kir­che hat aber die Pflicht, den Pri­mat der Offen­ba­rung zu bewah­ren, indem sie die­se beson­de­ren Ereig­nis­se nur als Unter­stüt­zung des Evan­ge­li­ums Chri­sti ver­steht“, so Pater Per­rel­la. „Die Jung­frau Maria ist strah­lend, aber den­noch immer ein Geschöpf Got­tes, das nie die Begeg­nung mit Chri­stus ver­dun­kelt, son­dern immer för­dert. Es gel­ten die Wor­te Mari­ens im Johan­nes-Evan­ge­li­um: ‚Was Er euch sagt, das tut‘. Wie Johan­nes Paul II. lehr­te, gehö­ren die Erschei­nun­gen zur müt­ter­li­chen Mitt­ler­rol­le Mari­ens.“

Lebenswandel der „Seher“ wichtig — Botschaften auf „doktrinelle Zweideutigkeiten“ untersucht

Der Mario­lo­ge wies auf die Bedeu­tung eines rech­ten Lebens­wan­dels der Seher hin. „Wenn sie echt sind, suchen sie die Visio­nen nicht. Es ist viel­mehr Gott, der sie führt. Es ist zudem not­wen­dig, daß sie ein kri­stall­kla­res evan­ge­li­en­ge­mä­ßes Leben füh­ren; zudem dür­fen sie nicht das Ram­pen­licht suchen.“

Die Beur­tei­lung des Phä­no­mens Med­jug­or­je durch die Unter­su­chungs­kom­mis­si­on erfolg­te, so Pater Per­rel­la, nach den zuletzt von Papst Paul VI. ergänz­ten Kri­te­ri­en. Es gebe „posi­ti­ve Kri­te­ri­en“: „Auch der Ort der Ereig­nis­se hat sei­ne Bedeu­tung, weil er rei­che und dau­er­haf­te geist­li­che Früch­te auf­wei­sen muß: Das heißt, Bewei­se für Bekeh­run­gen, Zeug­nis­se der Näch­sten­lie­be und Beru­fun­gen suchen.“

Es gebe aber auch „nega­ti­ve Kri­te­ri­en“, so der Mario­lo­ge: „Es wird der offen­kun­di­ge Irr­tum im Zusam­men­hang mit dem Ereig­nis bewer­tet, zum Bei­spiel die Lüge oder das Fabu­lie­ren. Zudem wer­den even­tu­el­le dok­tri­nel­le Zwei­deu­tig­kei­ten in den Bot­schaf­ten ana­ly­siert oder Gewinn­stre­ben geprüft, das heißt, ob die ‚Seher‘ oder ande­re ’Nutz­nie­ßer‘ mit den Ereig­nis­sen spe­ku­lie­ren. Auch die Wis­sen­schaft lie­fert ihren Bei­trag: bei­spiels­wei­se durch Fest­stel­lung psy­cho­lo­gi­scher Krank­hei­ten.“

Eine dritte Entscheidungsmöglichkeit?

Panorama-Artikel vom August 2013
Pan­ora­ma-Arti­kel vom August 2013

Auf­grund sei­ner Schwei­ge­pflicht sag­te der Mario­lo­ge nicht, zu wel­chem Schluß die Unter­su­chungs­kom­mis­si­on gekom­men ist. Dafür sag­te er aber Erstaun­li­ches über deren Urteils­mög­lich­kei­ten. Avve­ni­re hob sei­ne Wor­te in Fett­druck her­vor. Hat der Ser­vi­ten­pa­ter damit die Ent­schei­dung des Vati­kans vor­weg­ge­nom­men?

„Sie kann sagen, daß mit mora­li­scher Gewiß­heit eine Über­na­tür­lich­keit vor­liegt. Oder daß es sich um das Ergeb­nis von Betrug han­delt und daher nicht von Gott kommt. Sie hat noch eine drit­te Mög­lich­keit, die nicht in den Bestim­mun­gen des Hei­li­gen Stuhls ent­hal­ten, aber von den Theo­lo­gen über­legt wur­de: Die Kom­mis­si­on ent­schei­det sich weder für ein Ja noch ein Nein, son­dern stellt fest, daß der­zeit nicht auf ekla­tan­te Wei­se eine über­na­tür­li­che Erschei­nung offen­sicht­lich ist.“

Pater Per­rel­la nennt eine Nicht-Ent­schei­dung als „drit­ten Weg“. Als Mit­glied der Unter­su­chungs­kom­mis­si­on darf ange­nom­men wer­den, daß er sich damit nicht bloß theo­re­ti­schen Spe­ku­la­tio­nen hin­ge­ge­ben hat.

Als Gebetsstätte anerkennen, direkt Rom unterstellen und nichts definitiv zu Erscheinungen sagen

Am 14. August 2013 ver­öf­fent­lich­te Igna­zio Ingrao im Wochen­ma­ga­zin Pan­ora­ma den Arti­kel: „Wird Papst Fran­zis­kus Med­jug­or­je brem­sen?“ Das war einen Monat, bevor das neue Kir­chen­ober­haupt erst­mals inof­fi­zi­ell zu Med­jug­or­je Stel­lung nahm. Ingrao schrieb damals:

„Nach den Vor­be­hal­ten zu Med­jug­or­je, die wäh­rend des Pon­ti­fi­kats von Bene­dikt XVI. vor­ge­bracht wur­den, […] hof­fen nun vie­le, daß die Mari­en­ver­eh­rung Ber­go­gli­os ihn ver­an­las­sen wird, die Erschei­nun­gen offi­zi­ell anzu­er­ken­nen.
Laut ersten Indis­kre­tio­nen, die Pan­ora­ma vor­lie­gen, scheint im Gegen­teil, daß die Lösung, die die Kom­mis­si­on dem Papst vor­schla­gen will, dar­in besteht, Med­jug­or­je als ein­fa­che Gebets­stät­te anzu­er­ken­nen, aber der direk­ten Kon­trol­le des Hei­li­gen Stuhls zu unter­stel­len. Ohne sich also defi­ni­tiv zu den Erschei­nun­gen zu äußern.“

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Medjugorje.pro/Secretum meum mihi (Screen­shots)

36 Kommentare

  1. „Die Kom­mis­si­on ent­schei­det sich weder für ein Ja noch ein Nein, son­dern stellt fest, daß der­zeit nicht auf ekla­tan­te Wei­se eine über­na­tür­li­che Erschei­nung offen­sicht­lich ist.“

    Das ist doch nicht zu fas­sen!
    Die­ser Mann will also in der Posi­ti­on sein, die Seher zu beur­tei­len, ob sie nicht fabu­lie­ren, lügen oder den fal­schen Lebens­wan­del pfle­gen und im Ram­pen­licht ste­hen wol­len, wo er selbst aus­sagt, dass die Kir­che nicht bereit ist, ein kla­res und wah­res Wort in der Ange­le­gen­heit zu spre­chen!

    Ach ja — wann wird das denn mög­lich sein? Nach so vie­len Jahr­zehn­ten in wie­viel Jahr­zehn­ten, mei­ne ich?
    Das ist doch unmög­lich!
    Aus diplo­ma­ti­schen Grün­den redet man um den hei­ßen Brei her­um. Das nenn ich mal eine Lie­be zur Wahr­heit und zu Jesus…

    Frü­her war eine Erschei­nung ent­we­der über­na­tür­lich oder nicht!
    Kla­re, ver­nünf­ti­ge und dok­tri­nel­le Über­le­gun­gen soll­ten das schnell klä­ren.
    Die­ses Hin und Her hat doch über­haupt erst Leu­te wie Kard. Schön­born dar­in bestärkt, er kön­ne sich dem bereits gefal­le­nen nega­ti­ven Urteil wider­set­zen. Man hat dem Herrn von Rom her kei­ne Gren­ze gezo­gen und jetzt muss man die­sen Bock­mist, den der Vati­kan selbst ange­rich­tet hat, „diplo­ma­tisch“ umschif­fen.

    Hier ver­dun­kelt v.a. eines Jesus — nicht Maria, denn das wäre unmög­lich! — son­dern die vati­ka­ni­schen Behör­den mit ihrer Dop­pel­zün­gig­keit, Feig­heit und Unklar­heit.

    • @ Zeit­schnur,

      ver­welt­lich­tes Den­ken in der Kir­che ist ja nichts neu­es. Auf die­ses Den­ken füh­re ich die gras­sie­ren­de (Privat-)Offenbarungsphobie zurück.

      Das Beste dazu sag­te Karl Rah­ner, wenn er sie als Impe­ra­tiv zum Han­deln bezeich­net.

      Ken­nen Sie einen Fach­be­griff für die­ses Phä­no­men der Wider­stän­dig­keit?

      • Was immer Sie genau sagen wol­len — ich habe kei­ne „Pri­va­tof­fen­ba­rungs­pho­bie“.

        Ich glau­be an die Offen­ba­run­gen, die die Kir­che aner­kannt hat, jeden­falls bis um das letz­te Kon­zil her­um.

        Alles ande­re ist ent­we­der unklar, weil es nicht ordent­lich geprüft wur­de (also die Richt­li­ni­en für Bischö­fe von­sel­bi­gen bzw. ihren Behör­den nicht ein­ge­hal­ten wur­den) wie z.B. Mari­en­fried oder zwei­fel­haft auf­grund der sicht­lich und zwei­fel­los fal­schen Theo­lo­gie, einer über­bor­den­den Geschwät­zig­keit oder fal­scher Vor­her­sa­gen. Zu letz­te­rem gehört Med­jug­or­je.

        Es ist nicht heils­not­wen­dig, an Erschei­nun­gen zu glau­ben. Wenn sie aller­dings aner­kannt wur­den und eine Bot­schaft an die gan­ze Kir­che oder den Papst ent­hal­ten (wie in Fati­ma oder auch die Offen­ba­rung über das hei­lig­ste Herz Jesu an M.M. Ala­co­que oder an Ber­na­det­te Sou­bi­rous), dann ist das mehr, als bloß eine „Privat“-Offenbarung und wur­de zunächst in der Kir­che auch so auf­ge­fasst. Die Blocka­de gegen sol­che Offen­ba­run­gen voll­zog sich anhand Fati­mas.

        Wenn die Kir­che eine bestimm­te Erschei­nung aner­kennt, die sol­che Wei­sun­gen ent­hält, die Wei­sun­gen aber dann ver­un­treut, dann ist es Unge­hor­sam.

        Das heißt, dass es dem Gläu­bi­gen nach Fati­ma kaum mehr mög­lich war, hin­sicht­lich sol­cher Ereig­nis­se von­sei­ten der Hier­ar­chie die for­mel­le Sicher­heit zu erhal­ten.

        Paul VI. hat dem Miss­brauch Tür und Tor geöff­net durch sei­ne Ver­än­de­rung der Kri­te­ri­en und durch sei­nen Hang zum Cha­ris­ma­tis­mus, der das Wesen von Wun­dern, Cha­ris­men und Mul­ti­my­sti­kern begün­stig­te.

        Wenn also die Welt der Erschei­nun­gen und „Falsch“-Mystik nun völ­lig unge­si­chert ist, wird der Herr uns auf dem Wege kaum etwas mehr mit­tei­len — es wür­de uns nur ent­zwei­en und ver­wir­ren, und einen Maß­stab hät­ten wir nicht mehr, der tra­di­tio­nell das Lehr­amt war.
        Was Rah­ner schrieb, ist dem­ge­gen­über irrele­vant — er ist weder das Lehr­amt noch ein Kir­chen­schrift­stel­ler mit Auto­ri­tät, wo doch schon letz­te­re auch nicht des­we­gen „Leh­re der Kir­che“ schrie­ben, weil man sie über­haupt ange­hört, über­lie­fert, für wert­voll gehal­ten oder sogar hei­lig­ge­spro­chen hat, son­dern selbst bei Tho­mas oder Augu­sti­nus vie­les schlicht fehl­ba­re, gele­gent­lich sogar fal­sche Mei­nung ist.

        Zum Glück gibt es in der Kir­che auch den gro­ßen Bereich der Frei­heit der Gedan­ken, die aber nicht zur Leh­re der Kir­che gehö­ren, son­dern zuge­las­se­ne theo­lo­gi­sche Mei­nun­gen dar­stel­len.

      • Rah­ners Ein­stel­lun­gen sind doch lei­der all­zu deut­lich. Er ist kein Mann des glau­bens.

  2. Die drit­te Mög­lich­keit ist kei­ne 100- pro­zen­ti­ge Aner­ken­nung, aber doch etwa so 50 plus x. Das wäre für alle Betei­lig­ten in der Tat wohl die klüg­ste Lösung im „Moment“.
    Dann wür­de noch eini­ges Was­ser den Tiber run­ter­flie­ßen bis zur voll­stän­di­gen Aner­ken­nung.

  3. Was kann man da sel­ber posi­ti­ves tun? Ganz ein­fach, kon­kret Zeug­nis geben bei unse­ren Mit­men­schen!

    Jedes­mal, wenn ich erzäh­le, wie es war, als ich sel­ber (in den ersten Jah­ren, noch tief im Kom­mu­nis­mus) bei einer Erschei­nung dabei sein durf­te, mit ganz weni­gen ande­ren (in der dama­li­gen Sakri­stei), sind die Men­schen tief beein­druckt.

    Das plötz­li­che auf die Knie fal­len von allen Sehern im sel­ben(!) Augen­blick, wie auf per­fek­tes Kom­man­do, als die Erschei­nung begann; dann die Tat­sa­che, dass man kei­ne Stim­me hört, wenn die Seher mit der Got­tes­mut­ter spre­chen (man hört nur z.B. die Zun­ge, aber kei­ne Stim­me), dann plötz­lich hört man wie­der von allen die Stim­me, wenn alle zu beten begin­nen.
    Aber vor allem der strah­lend „leuch­ten­de“ Gesichts­aus­druck, wäh­rend die Seher fest nach oben schau­en, und sehr, sehr glück­lich wir­ken, wie ver­zückt!

    Dan­ke, Herr, für die­se gro­ße Gna­de!

    • Ich stim­me Ihnen zu, polos.

      Die Vor­stel­lung, dass es der Wider­sa­cher sein soll, der seit mitt­ler­wei­le ziem­lich auf den Tag genau 34 Jah­ren in Med­jug­or­je Mil­lio­nen Men­schen zur Beich­te, zur Fei­er der Eucha­ri­stie, zur Anbe­tung, zum Fasten und zum Rosen­kranz­ge­bet rufen soll, gelingt mir nicht.

      • Das könn­te ein Trick sein. Durch die Kenn­zeich­nung als ‚Gebets­stät­te‘ hat man den Ort der Diö­ze­se unter­stellt und braucht dabei gleich­zei­tig weder die Erschei­nun­gen noch die Bot­schaf­ten aner­ken­nen. Dann setzt man einen neu­en Lei­ter oder Direk­tor ein, der es von innen her­aus zum Kip­pen bringt und kom­plett kaputt macht. So haben sie es ja in Wigratz­bad gemacht, und es ‚moder­ni­siert‘ mit Pla­stik­ta­ber­na­kel und Kon­zils­tisch, um den sich die Petrus­bru­der­schaft jetzt auch her­um­quä­len muss.

      • Man kann das auch anders sehen, @ roes­ler:

        Mit die­sem Zin­no­ber wer­den die Men­schen in der nach­kon­zi­lia­ren Kir­che mit ihren ungül­ti­gen Sakra­men­ten gehal­ten und dar­an gehin­dert, weg­zu­ge­hen und sich in ande­ren Gemein­den zu sam­meln, die die sich mit dem NOM nicht ver­un­rei­nigt haben.

      • @roesler
        Ich z.B. ste­he Med­jug­or­je nicht voll­kom­men ableh­nend, son­dern eher sehr distan­ziert gegen­über.
        Nicht wir, nur die Seher wis­sen um die Wahr­heit.
        Das, was Sie als posi­tiv erach­ten: 34 Jah­re Beich­te, Anbe­tung, Rosen­kranz­ge­bet, Bekeh­run­gen kann nicht im Inter­es­se Satans sein, mag stim­men.
        Aber wenn sich her­aus­stel­le soll­te, dass alles nur Schwin­del und fre­che Anma­ßung der Seher war — stel­len Sie sich vor — es wäre der Super­gau und der Tri­umph der bösen Macht.

  4. Das Pro­blem sind doch die kol­por­tier­ten Inhal­te der „Bot­schaf­ten“. Dass die­se falsch sind, führt dazu, dass auch der ver­meint­lich über­na­tür­li­che Klim­bim drum­her­um abzu­leh­nen ist. Dass Rom sich hier nicht ermannt, ist ein kla­res Indiz mehr, dass Rom kein Lehr­amt mehr besitzt.

  5. Ha,ha,als hät­te ich es vorausgeahnt,eine Wischi-Waschi-Ent­schei­dung !!!
    @ Fran­zel: „Dei­ne Rede sei ja,ja oder nein,nein“-schon ver­ges­sen??
    Nun,mir per­sön­lich geht die­ses Med­jug­or­je sonst­wo vor­bei !!

  6. Wenn man natür­lich solan­ge war­tet ( über 30 Jah­re mit über 30 000 ! ang. „Bot­schaf­ten“) bis sich ein „Med­jug­or­je­kult“ ent­wickelt hat, wird es mit einer Ent­schei­dung schwie­rig. Dass „Med­jug­or­je“ als „Wall­fahrts­ort“ aner­kannt wür­de, ist schlicht aus­ge­schlos­sen. Es genügt die teils absur­den ang. „Bot­schaf­ten“ nach Wahr­heits­ge­halt zu unter­su­chen;
    kürz­lich fiel mir eine Aus­ga­be von 
    „Echo von Med­jug­or­je“
    in die Hän­de.…
    mit den obli­ga­to­ri­schen ang. 
    „neue­sten Bot­schaf­ten“.

    Aus einer ang. „Bot­schaft der Got­tes­mut­ter“ 
    an die „Sehe­rin“ Mir­ja­na
    vom 2.12.2014:
    Hier wird fol­gen­de „Leh­re“ über unse­ren Herrn und Gott Jesus Chri­stus aufgtischt:(Fragezeichen von mur ein­ge­fügt)
    -

    Er ist das Leben der Welt (?!)
    [.…]
    Erneut bit­te ich euch, dass ihr für die Hir­ten betet, dass sie immer mei­nen Sohn anschau­en, 
    der der erste Hir­te der Welt (?) war (?) und des­sen Fami­lie (?) die gan­ze Welt war (?). 
    Ich dan­ke euch“
    -

    „Leben der Welt“ ?
    Nein !

    Er ist der Weg, die Wahr­heit 
    und DAS Leben.…das LICHT der Welt.
    Sein Reich ist nicht von die­ser Welt, 
    die so am Jüng­sten Tage auf­hö­ren wird zu exi­stie­ren und umge­wan­delt wird.

    „der erste Hir­te der Welt war“ 
    Nein !

    Die Ewi­ge Wahr­heit Jesus Chri­stus ist
    Ewi­ge Gegen­wart und somit 
    DER EWIGE OBERSTE Hir­te 
    und EWIGE Hohe­prie­ster !

    Und schliess­lich noch die­se Ver­ren­kung in Rich­tung „Ein­heits­den­ken“

    „Des­sen Fami­lie die gan­ze Welt war“ (?)
    Nein !

    Unser Herr und Gott Jesus Chri­stus spricht nie­mals von „der Welt als Fami­lie“.

    Die Gemein­schaft der Hei­li­gen 
    — die ange­nom­me­nen Kin­der Got­tes -
    besteht aus 
    + den See­len der tri­um­phie­ren­den Kir­che im Him­mel
    + den See­len der lei­den­den Kir­che im Fege­feu­er 
    und
    + den Gläu­bi­gen der strei­ten­den Kir­che 
    auf Erden !

    Also eine allei­ni­ge Gemein­schaft 
    in Chri­sto !
    -
    Joh 17,9
    Für sie bit­te ich;
    NICHT
    für die Welt bit­te ich,
    son­dern für alle, die du mir gege­ben hast; denn sie gehö­ren dir.
    (.…)
    Joh 17,20
    Aber ich bit­te nicht nur für die­se hier,
    son­dern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glau­ben.“
    -

    Es wären noch zahl­rei­che ande­re absur­de der Leh­re der Kir­che wider­spre­chen­den „Bot­schaf­ten“ auf­zu­füh­ren.

    Die „drit­te Lösung“ einer „Gebets­stät­te“ scheint ange­sichts des aktu­el­len Dilem­mas offen­sicht­lich zu sein.
    D.h. unab­hän­gig von der (fal­schen) „Erschei­nung“ wird den oft unbe­wusst Irre­ge­führ­ten das auf­rich­ti­ge Erfle­hen der Für­bit­te der aller­se­lig­sten Jung­frau und Got­tes­mut­ter Maria den­noch zum Segen. Dazu bräuch­te es frei­lich kei­ne Rei­se nach „Med­jug­or­je“.

  7. Es stimmt mich schon etwas nach­denk­lich, wenn sonn­tags dem Hei­li­gen Mess­op­fer eine Hand­voll bei­wohnt, aber ein gan­zer Auto­car aus­ge­bucht ist, wenn es nach Med­jug­or­je geht.
    ~~~~
    Ob der aus dem Jen­seits sich mel­den­de deut­sche Geheim­rat recht hat, wenn er die Nei­gung vie­ler unse­rer Glau­bens­schwe­stern und Glau­bens­brü­der zu dem Ausser­ge­wöhn­li­chen rügt?
    ~~~~
    http://www.wiwi.uni-siegen.de/merk/stilling/downloads/nachtod_theo_jst/reiner_glaube.pdf
    ~~~~

    • Wo gibt’s denn im Groß­raum Basel noch ein Hei­li­ges Mess­op­fer? Hier in Zürich gibt’s Pace e ‎Bene GoDi oder son­sti­ge Events („Brot und Wein – Tapas-Abend“)… wenn da nicht die FSSP ‎wäre…‎

      Ich würd Ihnen Ihr Argu­ment sogar umdre­hen – eben weil in den „nor­ma­len“ Quar­tiers­pfar­rei­en ‎die Mes­se am Sonn­tag ent­we­der run­ter­ge­schlu­dert oder völ­lig ver­ba­stelt und vebo­gen wird, geht ‎keiner mehr hin – und genau des­halb ist der Bus nach Kroa­ti­en voll… (womit ich mich nicht über ‎die Echt­heit der Erschei­nun­gen geäu­ssert haben will)‎

      Die abge­wrack­te Post­kon­zils­kir­che scheint mir für Erschei­nun­gen noch emp­fäng­li­cher gewor­den ‎zu sein – kein Wun­der wenn die Mes­se (fast) allen Über­na­tür­li­chen ent­klei­det wur­de und die ‎Feierlichkeit einer Uni-Vor­le­sung ausstrahlt…‎

  8. @ defen­dor: das mit der „Welt“ haben Sie glas­klar erkannt und wun­der­bar erklärt,danke!!Warum das die „See­len­hir­ten“ nicht erken­nen kön­nen ist schon tragisch,denn es wird noch mehr Ver­wir­rung stiften!Aber das ist eben die gro­sse Ver­su­chung unse­rer Zeit und hof­fen wir,das es nicht mehr all­zu lan­ge dau­ert.
    Wenn näch­ste Woche die Enzy­kli­ka dann noch die „Über­be­völ­ke­rung“ the­ma­ti­siert wis­sen wir endgültig,woran wir sind und dann heißt es,die „Stadt“ zu verlassen,so schnell die mög­lich !!

  9. In der über­näch­sten (?) Woche erscheint auch wie­der die Got­tes­mut­ter vom Schloss­berg in St. Leon­hard.

    Jeden­falls bie­ten geschäfts­tüch­ti­ge Auto­car-Unter­neh­men jetzt schon dazu Fahr­ten an.

    http://leonharder.blogspot.de/2013/04/7‑marienerscheinung-in-bad-st-leonhard.html

    Der ehr­wür­di­ge Sal­va­to­re Capu­ta legt auch Kran­ken wie­der die Hän­de auf. Es wird von vie­len Hei­lun­gen berich­tet.

    Bei dem ange­ge­be­nen URL kommt man auch auf das Son­nen­wun­der von St. Leon­hard, das gefilmt wur­de.

  10. Noch eine wich­ti­ge all­ge­mei­ne Bemer­kung zu Med­jug­or­je:

    Med­jug­or­je ist nur die natür­li­che Fort­set­zung von Fati­ma („Ich bin gekom­men, um das zu voll­enden, was ich in Fati­ma begon­nen habe“). Wer Med­jug­or­je ablehnt, hat im Grun­de auch Fati­ma nicht ver­stan­den, denn das 3. Geheim­nis von Fati­ma wur­de bis jetzt(!) noch nicht voll­stän­dig geof­fen­bart (außer ganz weni­gen Aus­er­wähl­ten, wie z.B. den jewei­li­gen Päp­sten).

    Die­ses 3. Geheim­nis von Fati­ma bezieht sich ganz ein­deu­tig auf die Zukunft; ich kann auch ger­ne sehr kon­kret wer­den:
    Wir wer­den es alle (wohl recht bald, im Sin­ne von inner­halb eines Jah­res) erle­ben, dass ein Hei­li­ger Vater als Mär­ty­rer ster­ben wird; und ich mei­ne einen ech­ten Hei­li­gen Vater, nicht einen… (die Näch­sten­lie­be gebie­tet zu schwei­gen).

    Wer Med­jug­or­je ablehnt, hat auch aus einem wei­te­ren Grund Fati­ma nicht wirk­lich ver­stan­den: In Fati­ma kün­dig­te die Got­tes­mut­ter den Tri­umph ihres Unbe­fleck­ten Her­zens an; und in genau die­ser Zeit leben wir, und wir fei­ern auch bald 100 Jah­re Jubi­lä­um von Fati­ma (1917–2017). Papst Bene­dikt nahm übri­gens vor ein paar Jah­ren dar­auf Bezug, und erwähn­te aus­drück­lich den Tri­umph, der in Fati­ma ver­spro­chen wur­de.
    Die 10 Geheim­nis­se von Med­jug­or­je ste­hen auch unmit­tel­bar bevor (das hat die Sehe­rin Mir­ja­na ange­deu­tet), sie ent­fal­ten sich also sicher in den näch­sten paar Jah­ren.

    Mit dem Tri­umph des Unbe­fleck­ten Her­zens Mari­ens schlie­ßen die 10 Geheim­nis­se von Med­jug­or­je ab, und es schließt sich auch der Kreis bezüg­lich Fati­ma!

    • das ist doch 2 mal dum­mes Zeug!
      Papst Bene­dikt stand Fati­ma und allen andern Pri­vat Offen­ba­run­gen sehr distan­ziert gegen­über.
      Das Chri­stus am Ende sie­gen wird und in sei­nem (Chri­sti) Sieg auch das unbe­fleck­te Herz Mari­ens, (sprich der gehei­lig­te Mensch) tri­um­phie­ren wird, dazu braucht es kei­ne Pri­va­tof­fen­ba­rung, das ist ein­fa­cher Glau­be!
      Und was die angeb­lich sich dem­nächst erfül­len­den Pro­phe­zei­un­gen angeht: see­ing is belie­ving

      • Ja, momen­tan scheint es viel­leicht für die Mehr­heit noch „dum­mes Zeug“.

        Es wird in Kür­ze aber Schlag auf Schlag auf Schlag kom­men, wie ein Gewit­ter aus hei­te­rem Him­mel!

        Wenn wir die drin­gendst(!!) not­wen­di­gen, über­na­tür­li­chen Offen­ba­run­gen, War­nun­gen und Hil­fen nicht ernst neh­men wol­len, ist das unse­re per­sön­li­che Ent­schei­dung, aber auch Ver­ant­wor­tung.

        Jetzt(!) haben wir noch Zeit, uns vor­zu­be­rei­ten. Und kei­ne Sor­ge, ich ken­ne sehr gut, wie die Men­schen gene­rell han­deln… Jede ech­te Pro­phe­zei­hung und Offen­ba­rung wird abge­lehnt, als zu „nega­tiv“. Und so berei­tet sich dann nie­mand vor, bis es zu spät ist… Das ist zum Wei­nen…

        Auf die­se Wei­se gehen aber See­len ver­lo­ren, und das ist UNSERE Ver­ant­wor­tung!!!

        Haben wir, die wir uns „Chri­sten“ nen­nen, es wenig­stens ansatz­wei­se begrif­fen, dass es letzt­lich nur um die Ret­tung der See­len geht, nichts wei­ter?? Wie lan­ge ist ein Men­schen­le­ben im Ver­gleich zur EWIGKEIT? (Kurz wie ein Furz, oh, Ent­schul­di­gung, ist mir raus­ge­rutscht).

      • wenn es von Gott her nötig und rich­tig wäre die Mensch­heit, beson­ders die katho­li­sche, durch Pri­va­tof­fen­ba­run­gen auf den rech­ten Pfad zu füh­ren, dann hät­te Gott es sich spa­ren kön­nen, die Kir­che zu grün­den.

      • Natür­lich könn­te sich es der Herr „spa­ren“, uns zu Hil­fe zu eilen, genau dann, wenn wir Sei­ne Hil­fe am drin­gend­sten benö­ti­gen…

        Er könn­te sich auch auf die „Gerech­tig­keit“ hin­aus­re­den („Ich hat­te euch ALLES, wirk­lich ALLES gege­ben…; nun schaut sel­ber zu, wie ihr zurecht kommt, die ihr euch in schlei­chen­der, fast heim­li­cher Wei­se vom Rech­ten Pfad abge­wandt habt, um in den Dor­nen zu lan­den!“).

        Gott sei Dank ist Unser Lie­ber Vater im Him­mel aber nicht klein­ka­riert wie wir armen, dum­men, stör­ri­schen, undank­ba­ren, ver­wöhn­ten Seel­chen…

      • @ polos die Kir­che geht aus der Sei­ten­wun­de Chri­sti her­vor, hat Gott (Chri­stus) also viel geko­stet.
        Erschei­nun­gen kosten Gott nichts, von daher dürf­te klar sein, wer die Prio­ri­tät hat.

  11. Also ich muss auch zugeben,das ich selbst bei Fati­ma ein wenig skep­tisch bin,kann ja sein,das es am Anfang echt wahr aber dann irgend­wie benutzt wurde.Was mich schwan­kend macht ist das „Her­um­rei­ten “ auf Russland,obwohl Deutsch­land und die USA eine viel her­aus­ra­gen­de­re Rol­le in der Welt­po­li­tik spiel­ten und spie­len.
    Außer­dem sind die mei­sten die­ser „Erscheinungen„dazu angetan,Streit,Unfrieden und Spal­tun­gen zu erzeugen,das kann nicht im Sin­ne Jesu Chri­sti sein.
    Und mit der schwam­mi­gen Wer­tung von Medjugorje,die für mich so zu erwar­ten war wird der Streit und die Spal­tung sich ver­tie­fen!

    • … das ist viel­leicht eine Fehl­ein­schät­zung Ihrer­seits, denn es ist trotz 3. Reich nie Deutsch­land gewe­sen, das geo­po­li­tisch eine Rol­le gespielt hät­te (wer das glaubt, hat immer noch zu viel impe­ria­li­sti­sche Träu­me im Kopf anstatt die Augen auf­zu­ma­chen.…).

      Die Fra­ge ist auch, wel­che Rol­le die USA wirk­lich spie­len — aus unse­rer west­li­chen Betriebs­blind­heit mögen uns die USA als DER Draht­zie­her erschei­nen.

      Kann sein, dass das eine pro­pa­gan­di­sti­sche Ver­ken­nung ist.

      Was aber Russ­land betrifft: Da muss jedem die poli­ti­sche Ver­nunft sagen, dass die­ses Reich bis­lang nie­mals gede­mü­tigt wur­de und sei­nen Macht­an­spruch nie­mals zurück­ge­nom­men hat — ob das unterm Zaren war, unter den Sowjets oder jetzt die­sem undurch­schau­ba­ren Nach­fah­ren, der sei­ner Ver­gan­gen­heit nie abge­sagt hat und als Ex-Geheim­dienst­chef in jedem Fall mit allen Was­sern gewa­schen ist.
      Die­se gan­zen Merk­wür­dig­kei­ten dort — die vie­len Tanks, die o Wun­der an der ukrai­ni­schen Gren­ze pas­sie­ren, die vie­len rus­si­schen, gefal­le­nen Solfa­ten, über die man auf­grund eines Dekre­tes schwei­gen muss, wenn man nicht schwer­ste Stra­fen befürch­ten will, all die­ses Getue, das Gemi­sche in ost­asi­en. Wer nicht erkennt, dass die­ser „Bär“ inzwi­schen nicht ein­mal mehr schlum­mert, der ist ein­fach nur blau­äu­gig.

      Alle star­ren wie hyp­no­ti­siert nach Ame­ri­ka und faseln sich das Hirn aus dem Kopf von wegen Neue Welt­ord­nung, aber kei­ner nimmt wahr, dass Russ­land eine wesent­li­che, viel­leicht die wesent­lich­ste Rol­le spielt…

      Die Deut­schen sind das, was sie immer waren: Mit­tel­feld, Spiel­ball der Groß­mäch­te und nar­ziss­tisch ange­kratzt — man wäre ger­ne sel­ber so groß… und schwankt zwi­schen Grö­ßen­wahn und Klein­heits­wahn im Netz gro­ßer Ver­schwö­rer.

      • Wie ich mich vor sol­chen Kol­lek­tiv­be­zeich­nun­gen erbre­chen könn­te. Das ist doch grau­en­haft, „die“ Deut­schen als nar­zi­stisch zu bezeich­nen. Ihre sinn­lo­se For­mu­lier­ver­su­che gehen ein­mal mehr gründ­lich dane­ben.

  12. @ Stel­la

    Bei jeder Offen­ba­rung ent­steht Streit. Das ist ganz logisch, weil sofort das Fie­seln beginnt von denen, die den „Zumu­tun­gen“, sprich den Wün­schen der Got­tes­mut­ter nicht fol­gen wol­len.

    Fati­ma wur­de 1930 kirch­lich aner­kannt. 3 Jah­re vor Hit­ler!!!

    Statt also die abso­lut katho­li­schen Wün­sche der Erschei­nung ernst zu neh­men und sofort das Rosen­kranz­ge­bet mas­siv zu för­dern, um den näch­sten, noch schlim­me­ren Krieg zu ver­hin­dern, hat man noch nicht ein­mal 1930 damit begon­nen. Die Rede der Got­tes­mut­ter ist an Ein­deu­tig­keit nicht zu über­tref­fen.

    Das Gebet von Amster­dam (~ 1950) ist Chri­sten­leh­re, wie sie heu­te nicht mehr gelehrt wird: „.… damit sie bewahrt blei­ben mögen vor Ver­fall, Unheil und Krieg:“

    Nichts hät­te dage­gen gespro­chen, die­ses Gebet zu för­dern. Was haben wir dafür bekom­men? Den „Geist des Kon­zils“, die 68er Ver­trot­te­lung, den Abtrei­bungs­wahn, ein Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, das in ideo­lo­gi­schen Fra­gen das Grund­ge­setz beugt, die Isla­mi­sie­rung, den Gen­de­ris­mus, die Homo-*** und eine Staats­ver­schul­dung, die unheibar ist. Wenn unser Fin­Min. jähr­lich 100 Mil­li­ar­den til­gen woll­te, dann bräuch­te er trotz­dem 20 Jah­re dafür.

    Med­jug­or­je ist die näch­ste ver­ta­ne Chan­ce. Wenn eine gro­ße Zahl von Katho­li­ken das dort ange­spro­che­ne Fasten bei Brot und Was­ser am Mitt­woch und Frei­tag ange­nom­men hät­te, dann wäre die Ver­wahr­lo­sung in Kir­che und Welt nicht so rasant wei­ter gegan­gen.

    Das größ­te Pro­blem in der Kir­che ist die Ver­welt­li­chung des Den­kens.

    Ein Bei­spiel: Obwohl im Cre­do bekannt wird, daß Gott die Welt erschaf­fen hat, sind sich vie­le Leu­te nicht zu ein­fäl­tig, die­sem Gott die Macht abzu­spre­chen, daß er in der Jung­frau Maria sei­nen Sohn zeu­gen kann. Da ste­hen sie auf dem Niveau von den Ein­spre­chun­gen an Moham­med.

    • Den­noch soll­te man genau hin­se­hen bei den „Erschei­nun­gen“. Nicht jede Erschei­nung ist von Gott.

      Die­se Faste­rei bei Was­ser und Brot ist z.B. sehr zwei­fel­haft und ent­spricht nicht der men­schen­freund­li­chen Tra­di­ti­on. Wir haben das voll­stän­di­ge Fasten vor der Hl. Kom­mu­ni­on, das frei­täg­li­che Fleisch­fa­sten, die Fasten­zei­ten vor Ostern und Weih­nach­ten. Es gibt die Mög­lich­keit pri­va­ter Gelüb­de oder aske­ti­scher Ent­schlüs­se auf Zeit.

      Es ist dem­ge­gen­über in der heu­ti­gen Welt mit ihrer Bela­stung an Arbeits­zei­ten, der Not­wen­dig­keit, lan­ge Strecken am Steu­er zu sit­zen etc. m.E. fahr­läs­sig, die Mensch­heit pau­schal unter der Woche mit sol­chen Fasten­ge­set­zen à la Med­ju zu quä­len!
      Allei­ne das wirkt auf mich schon nicht wirk­lich katho­lisch — auch wenn es so scheint. Hin­zu kommt, dass M. nie­mals aner­kannt wur­de und theo­lo­gisch gro­ße Zwei­fel auf­wirft, eben­so der Lebens­wan­del bzw. die mora­li­sche Hal­tung eini­ger Seher und gewis­ser bischöf­li­cher Pro­pa­gan­di­sten.

      Eben­so ist es mit Amster­dam — theo­lo­gisch Frag­wür­di­ges, Dau­er­ge­re­de und eine ableh­nen­de Hal­tung von­sei­ten der Kir­che über Jahrzhn­te weg — vor allem vor dem Kon­zil. Bis o Wun­der nach dem Jahr 2000 plötz­lich das Ruder rum­ge­ris­sen wird…

      Fati­ma dage­gen greift auf, was durch Leo XIII. instän­dig emp­foh­len wor­den war: das Rosen­kranz­ge­bet. Er bezog dar­in zurück auf die Erfah­run­gen, die die Kir­che in Kri­sen damit gemacht hat­te.
      Er erfand nichts Neu­es, son­dern hob Altes ins Licht. Fast 20 Enzy­kli­ken schrieb er zu dem The­ma.
      Wenn in Fati­ma das zen­tral noch ein­mal ange­wie­sen wird, nach­dem die Päp­ste mit Pius X. (ja: auch er!) von die­sem Weg abwi­chen und dach­ten, man kön­ne die Pro­ble­me auf mensch­li­che oder admi­ni­stra­ti­ve Wei­se lösen, dann ist das ein Hin­weis, ab wel­chem Zeit­punkt die Päp­ste nicht mehr „emp­fangs­be­reit“ waren auf die Wei­sun­gen des Him­mels und nicht mehr auf Buße und Gebet, son­dern auf alle mög­li­chen Akti­vis­men setz­ten. Refor­men, mehr Bil­dung der Lai­en, „täti­ge Teilnahme“(geht ja als Begriff auf Pius X. zurück) — alles schön und gut. Aber dar­aus kam ganz offen­bar kei­ne Ret­tung!
      Aber Leo XIII. hat­te es anders ver­stan­den: Jetzt hilft vor allem ande­ren nur das Gebet. Mit „Refor­men“ beschwor man das förm­lich her­auf, was sich dann tat.
      Pius X. hat­te umfang­rei­che lit­ur­gi­sche Refor­men auf der Agen­da. Er kam bloß nicht mehr dazu, sie zu ent­wickeln. Man weiß also nicht, was dabei her­aus­ge­kom­men wäre… es ist blau­äu­gig, wenn man glaubt, das wäre dann alles toll gewe­sen — man weiß es eben nicht.

      Es bedarf also ein­ge­hen­der Prü­fun­gen bei die­sen Erschei­nun­gen und einen Abgleich mit dem, was sonst über­lie­fert war und ist.
      Man kann das nicht pau­schal alles gut­hei­ßen — bloß weil es irgend­wie nach Maria klingt (aber viel­leicht nicht immer ist?!)

      • „Faste­rei bei Brot und Was­ser“:

        Sehr inter­es­sant, dass dies erwähnt wird.

        Lei­der sind wir Chri­sten so „ziem­lich abso­lut total“ igno­rant gegen­über der ursprüng­li­chen, sehr kost­ba­ren, sehr rei­chen jüdi­schen Tra­di­ti­on.

        Sehr, sehr weni­ge Chri­sten wis­sen zum Bei­spiel, dass es in der jüdi­schen Tra­di­ti­on fest ver­an­kert war (zumin­dest damals, vor ca. 2000 Jah­ren), 2mal in der Woche zu fasten… Und, sie­he da, aus­ge­rech­net am Mit­toch und am Frei­tag!

        Jeder, der (wie ich) ein­mal die­se Pra­xis eine zeit­lang erprobt hat, kann nur bestä­ti­gen, dass dies eine der wert­voll­sten Zusatz-Instru­men­te für die Hei­li­gung der eige­nen See­le dar­stellt (natür­lich nur zusätz­lich zum Gebet).

        Wie heißt es doch so WAHR im Evan­ge­li­um: Bestimm­te Dämo­nen kön­nen nur durch Gebet + FASTEN aus­ge­trie­ben wer­den… (und ich muss wohl nicht extra das 6. Gebot erwäh­nen?).

        Wir ken­nen lei­der, als „erwach­se­ne“ Chri­sten, das Hei­li­ge Evan­ge­li­um viel zu wenig, und gera­de des­halb schickt uns Gott Vater, in der Per­son von der Hei­lig­sten Got­tes­mut­ter, eine über­na­tür­li­che Hil­fe, um uns dar­an zu erin­nern, was die ein­fach­ste Basis ist, wor­auf sich jeder Glau­be bezieht, der die­sen Namen auch ver­dient.

      • Ich ken­ne auch Leu­te, die das prak­ti­zie­ren, gesund ist das auf jeden Fall nicht, wenn man das auf Dau­er macht.

      • „gesund ist das auf jeden Fall nicht, wenn man das auf Dau­er macht“

        Ich glau­be mei­ne Augen nicht zu trau­en, was ich da lese…

        Spe­zi­ell in (Nord-) Euro­pa ist das Über­ge­wicht mitt­ler­wei­le eines der Haupt­pro­ble­me, was die kör­per­li­che Gesund­heit betrifft, und ganz spe­zi­ell bei noch jun­gen Men­schen…

        Regel­mä­ßi­ges Fasten = Ent­gif­ten, das weiß jeder Arzt, der sei­nen Namen auch ver­dient.

        Was die See­le anbe­langt: Was ist es denn ganz kon­kret, was die Sün­de aus­macht?
        Sün­de ist das nicht ver­zich­ten kön­nen auf nega­ti­ve Ver­su­chun­gen. Das kör­per­li­che Fasten bringt also gleich 2 Vor­tei­le:

        1.) Ent­gif­tung von dem Gift, das wir bereits im Kör­per haben.
        2.) Ler­nen, auf ver­locken­des, doch schäd­li­ches zu ver­zich­ten.

        Erin­nern wir uns an das Tauf­ge­lüb­de? Es soll­te auch regel­mä­ßig erneu­ert wer­den!
        Und dort heißt es ganz klar, auf Satan und sei­ne Ver­su­chun­gen zu ver­zich­ten!

        Und wie soll man etwas kön­nen, was man nie gelernt hat? Ver­zicht (nur ab und zu, also etwas, das jeder, auch Kin­der ler­nen kön­nen) ist so wert­voll, dass es erstaun­lich ist, dass es in unse­rer moder­nen Kir­che prak­tisch nie mehr erwähnt wird…

        Und genau aus die­sem Grund schickt uns der Himm­li­sche Vater in der Per­son von der Got­tes­mut­ter eine wahr­haft müt­ter­li­che Hil­fe!

        (Doch wir sind mei­len­weit davon ent­fernt, etwa ein schüch­ter­nes „Dan­ke“ zu sagen; nein, wir beschimp­fen den Him­mel fast, dass er solch „dum­mes Zeug“ zulässt…).

        Arme, arme, arme Chri­sten­heit…

      • also, wenn irgend­ei­ne Kan­ti­ne, eine Men­sa, oder eine Groß­kü­che zwei­mal in der Woche Brot und Was­ser anbie­ten täte, das Geschrei möch­te ich nicht hören!
        Im übri­gen fastet der Christ und auch der Mos­lem nicht, weil es gesund ist, son­dern weil er ein­sieht, dass er es ver­dient hat, dass es ihm schlecht geht.

  13. Lie­ber besorg­ter Christ,

    nach­den­ken wäre schon hilf­reich. Bei Brot und Was­ser ganz­tä­gig kein Hun­ger, kein Durst! Frei­wil­lig! Aber den gan­zen Tag Gluscht (Gelü­ste) über­win­den, das ist das Opfer, mit dem die Got­tes­mut­ter ande­ren zu Hil­fe kom­men kann.

    Der Ver­zicht an die­sen bei­den Tagen bedeu­tet eine Kalo­rien­ein­spa­rung von ca. 25 %. Dafür kann man an den ande­ren Tagen nach Her­zens­lust essen. Die Orth­do­xen fasten viel stren­ger als wir und die Mus­li­me über­le­ben den Rama­dan auch ohne Gesund­heits­schä­den.

    @ polos,

    dan­ke für die Quel­le und das wei­te­re.

    • war­um soll ich denn dann fasten, wenn ich dabei kei­nen Hun­ger und kei­nen Durst habe?
      Und seit wann gehört Kalo­ri­en­zäh­len zu den Kenn­zei­chen eines Chri­sten?
      Und ich möch­te nicht wis­sen was der Rama­dan an kol­la­bier­ten Kreis­läu­fen so mit sich bringt!
      Von mir aus kann ja jeder fasten wie er will, aber ich fin­de es immer irgend­wie komisch, wenn mir einer erzählt wie gut und nett und schön, die Med­ju­fa­ste­rei sei.
      Ich frag mich dann immer wo denn da das Opfer ist.

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