Biennale von Venedig: Moschee in Kirche installiert — „Einladung an Islamisten, Kirchen zu erobern“

"Kunstinstallation" in Venedig: Kirche in eine Moschee umwandeln
„Kunst­in­stal­la­ti­on“ in Vene­dig: Kir­che als Moschee

(Vene­dig) Im Rah­men der Bien­na­le von Vene­dig, einer alle zwei Jah­re statt­fin­den­den inter­na­tio­na­len Kunst­aus­stel­lung, gehö­ren Pro­vo­ka­tio­nen zum „Geschäft“. Erst­mals kam es aber im Rah­men der Bien­na­le zu einer Kir­chen­schän­dung.  „Eine Moschee hat es in der weit mehr als tau­send­jäh­ri­gen Geschich­te Vene­digs noch nicht gege­ben“, schrieb noch vor weni­gen Tagen die vene­tia­ni­sche Tages­zei­tung Il Gazzet­ti­no. Das war gestern. Heu­te hat Vene­dig sei­ne erste Moschee und das noch bis zum kom­men­den 22. Novem­ber und zwar im Rah­men der Bien­na­le.

Profanierung einer Kirche als „Kunst“ — Koranverse, Mihrab und Gebetsteppiche

Die eigent­li­che Pro­vo­ka­ti­on ist jedoch, daß die Moschee in einer katho­li­schen Kir­che ein­ge­rich­tet wur­de, näm­lich in San­ta Maria del­la Miser­i­cor­dia im Sestie­re Canna­re­gio. Auch wenn die Kir­che für den Kul­tus geschlos­sen ist, han­delt es sich den­noch um ein geweih­tes Got­tes­haus. Nun aller­dings wur­de es ent­weiht. Daß es sich aus­ge­rech­net um die Kir­che der „Barm­her­zig­keit“ han­delt, mag Zufall sein, trifft sich aber mit einem wegen der soge­nann­ten „neu­en Barm­her­zig­keit“ nicht unum­strit­te­nen Schlüs­sel­wort des der­zei­ti­gen Pon­ti­fi­kats.

In der Kir­che fin­det sich alles: die isla­mi­sche Gebets­ni­sche, ara­bi­sche Spruch­ta­feln mit Koran­ver­sen, der Boden ist zur Gän­ze mit Tep­pi­chen aus­ge­legt, ein­schließ­lich klei­ner grü­ner Gebets­tep­pi­che in Rich­tung Mek­ka. Die Mih­rab, die Gebets­ni­sche in Moscheen, wur­de so errich­tet, daß sie das gro­ße Kru­zi­fix der Kir­che ver­deckt. Die Neu­ad­ap­tie­rung des Got­tes­hau­ses soll durch nichts Christ­li­ches gestört wer­den. An der barocken Außen­fas­sa­de fehlt nur die Auf­schrift „Allah u akbar“. Ursprüng­lich bestand die Absicht, sie weit­um sicht­bar anzu­brin­gen. Letzt­lich ver­zich­te­te man dar­auf, weil die Stadt­ver­wal­tung, wie es heißt, Druck aus­ge­übt habe, die Auf­schrift weg­zu­las­sen.

Moschee-Installation als Beitrag des isländischen Pavillons

Venedig Kirche in Moschee verwandelt 1Und wer kam auf die „genia­le“ Idee? Die Moschee in der Kir­che wur­de vom islän­di­schen Pavil­lon der Bien­na­le orga­ni­siert. Natür­lich alles strikt im Rah­men „künst­le­ri­schen“ Schaf­fens und unter dem All­zweck­mit­tel „Frei­heit der Kunst“.

Mit der Umge­stal­tung der Kir­che in eine Moschee wur­de, von der im übri­gen luthe­ri­schen Repu­blik Island, der Schwei­zer Künst­ler Chri­stoph Büchel beauf­tragt. Er nann­te sein „Kon­zept­kunst­werk“ The Mos­que. Laut offi­zi­el­ler Erklä­rung soll die „Instal­la­ti­on“ eine „Bot­schaft gegen Isla­mo­pho­bie“ sein. Fragt sich nur, war­um die Katho­li­sche Kir­che bevor­zugt Opfer sol­cher poli­tisch kor­rek­ter „Bot­schaf­ten“ wird. Der islän­di­sche Mini­ster für Bil­dung, Wis­sen­schaft und Kul­tur, Illugi Gun­nars­son, erklär­te, daß die Idee, eine Moschee in eine Kir­che hin­ein­zu­packen „den Dia­log anre­gen“ kön­ne, der – so der Mini­ster – in Island „offen“ sei.

Gun­nars­son ist Ver­tre­ter der libe­ral-kon­ser­va­ti­ven Unab­hän­gig­keits­par­tei, die gemein­sam mit CDU, CSU (Deutsch­land) und ÖVP (Öster­reich) in der Inter­na­tio­na­len Demo­kra­ti­schen Uni­on (IDU), im Euro­päi­schen Par­la­ment aber mit den bri­ti­schen Kon­ser­va­ti­ven und der deut­schen AfD in der Frak­ti­on der Euro­päi­schen Kon­ser­va­ti­ven und Refor­mer sitzt.

Moslem-Vertreter begeistert von Büchel-Installation

Chiesa della Misericordia VenedigDer in Basel gebo­re­ne Künst­ler Chri­stoph Büchel ist vor allem durch Pro­vo­ka­tio­nen bekannt­ge­wor­den. Er gilt als „insti­tu­ti­ons­kri­tisch“, was ziem­lich unwahr­schein­lich erscheint, wenn er staat­li­che Auf­trä­ge annimmt, wie jenen der Repu­blik Island. 2010 instal­lier­te Büchel in der Wie­ner Seces­si­on einen „Raum für Sex­kul­tur“. Er gestal­te­te den Raum in einen Swin­ger-Club um. Tags­über konn­te er von Muse­ums­be­su­chern besich­tigt wer­den, nachts ver­leg­te ein Wie­ner Swin­ger-Club sei­ne hori­zon­ta­len Akti­vi­tä­ten in das Muse­um.

Begei­stert von der Büchel-Initia­ti­ve in Vene­dig zeig­te sich Moha­med Amin al-Ahdadb, der Vor­sit­zen­de der Isla­mi­schen Gemein­schaft der Stadt. Amin al-Ahdadb erkann­te wahr­schein­lich vor allen ande­ren die Bedeu­tung des Ereig­nis­ses. „Die­se Pro­jekt über­trifft an Wir­kung hun­dert Tagun­gen über den Dia­log zwi­schen den Kul­tu­ren“, so der Islam­ver­tre­ter.

Eine Moschee ist im Gegen­satz zu einer katho­li­schen Kir­che nicht geweiht und daher kein Sakral­bau. Sie ist ein Ver­samm­lungs­ort, der mehr oder weni­ger auf­wen­dig gestal­tet sein kann. Theo­re­tisch eig­net sich aber jeder belie­bi­ge Raum als Moschee. Die Install­al­ti­on erweckt daher nicht nur den Schein einer Moschee, son­dern ist für Mos­lems eine Moschee, wie die eif­ri­gen Gebets­ak­ti­vi­tä­ten zei­gen.

Patriarchat protestiert gegen illegale Nutzung und Profanierung der Kirche

Büchels Moschee-Installation in Venedig mit lebendem InterieurObwohl für das „Dia­log-Kunst­werk“ eine katho­li­sche Kir­che genützt wird, wur­de der zustän­di­ge Patri­arch von Vene­dig, Msgr. Fran­ces­co Moraglia nie um Erlaub­nis gefragt. Im Patri­ar­chat herrscht gro­ßer Ärger. Die Rede ist von „Miß­brauch“, der noch ver­schlim­mert wird, weil die Kir­che nicht nur ohne Erlaub­nis genützt, son­dern pro­fa­niert wur­de.

Kunst als Kir­chen­schän­dung? Die Kir­che ist seit 1969 für den Kul­tus geschlos­sen. Das spielt jedoch kei­ne Rol­le, da die Kir­che nie ent­weiht wur­de. „Die Kir­che ist für den Kul­tus geschlos­sen und gehört nicht mehr der Kir­che. Sie befin­det sich seit 1973 in Pri­vat­be­sitz“, heißt es in der offi­zi­el­len Erklä­rung des Patri­ar­chats. Den­noch, so heißt es wei­ter in der Erklä­rung, „ist für jede vom christ­li­chen katho­li­schen Kul­tus abwei­chen­de Nut­zung eine Erlaub­nis durch die kirch­li­che Auto­ri­tät not­wen­dig, unab­hän­gig davon, wer gera­de im Besitz der Kir­che ist. Die­se Erlaub­nis wur­de weder bean­tragt noch gewährt.“

Die Kir­che San­ta Maria del­la Miser­i­cor­dia ist bereits für das Jahr 936 belegt, dürf­te aber noch älter sein. Der ursprüng­li­che Kir­chen­bau war byzan­ti­nisch gestal­tet. Im 13. Jahr­hun­dert wur­de sie Kir­che gotisch erneu­ert. Um 1650 wur­de die barocke Fas­sa­de errich­tet. In der Kir­che befin­den sich Wer­ke des Berni­ni-Schü­lers Cle­men­te Moli. Wäh­rend der Napo­leo­ni­schen Herr­schaft wur­de die Kir­che, wie vie­le ande­re, pro­fa­niert und dem Ver­fall preis­ge­ge­ben. In der zwei­ten Hälf­te des 19. Jahr­hun­derts folg­ten Reno­vie­rungs­ar­bei­ten. 1890 wur­de die Kir­che neu geweiht und wie­der für den Kul­tus geöff­net.

Biennale setzte sich willkürlich über Patriarchat hinweg

Kirchenschändung Venedig Moschee 3Das Patri­ar­chat ließ zudem wis­sen, daß „im ver­gan­ge­nen Febru­ar dar­um ange­fragt wur­de, ande­re Kir­chen der Stadt für die­se Moschee-Instal­la­ti­on zur Ver­fü­gung zu stel­len. Der Patri­arch lehn­te jedoch ab.“ Für die Kir­che San­ta Maria del­la Miser­cor­dia wur­de erst gar nicht ange­fragt. Da es kei­ne Erlaub­nis gab, setz­te sich die Bien­na­le-Direk­ti­on über die Ent­schei­dung der Diö­ze­se hin­weg. Ein „Akt der Will­kür“, heißt es im Patri­ar­chat. Die Hal­tung der Kir­che wer­de nicht respek­tiert.

Die Stadt­ver­wal­tung betont, daß nur von einer „Aus­stel­lung“ die Rede gewe­sen sei, aber nicht von einer Kir­che. Die Direk­ti­on der Bien­na­le ver­sucht Was­ser aufs Feu­er zu gie­ßen. Das „Pro­jekt“ sei „als künst­le­ri­sche Instal­la­ti­on gebil­ligt wor­den unter der Bedin­gung, daß sie an einem Aus­stel­lungs­ort rea­li­siert wird, der für alle zugäng­lich ist“.

Das Patri­ar­chat wirft der Stadt­ver­wal­tung Ober­fläch­lich­keit vor. Eine sol­che Ange­le­gen­heit hät­te „grö­ße­re Auf­merk­sam­keit in der Prü­fungs­pha­se ver­langt“ und hät­te „nicht nur unter dem künst­le­ri­schen Aspekt betrach­tet und geneh­migt wer­den dür­fen“. Kri­tik übt das Patri­ar­chat auch an den Bien­na­le-Ver­ant­wort­li­chen: „Die Ent­schei­dung, eine für den Kul­tus geschlos­se­ne Kir­che zu benüt­zen, löst die­se Fra­ge nicht, wie ein sakra­ler Ort zu nüt­zen ist, son­dern igno­riert sie.“

Katholische Vereine fordern „sofortige Räumung“ — „Installation lädt nicht zu Dialog, sondern Krieg ein“

Kirchenschändung Venedig Moschee 4Meh­re­re katho­li­sche Ver­ei­ni­gun­gen und Medi­en haben unter­des­sen die sofor­ti­ge Räu­mung der Moschee-Instal­la­ti­on ver­langt und die Wie­der­her­stel­lung der Kir­che. „Daß die Kunst als Vor­wand dient, um jeg­li­che ideo­lo­gi­sche Ruch­lo­sig­keit zu recht­fer­ti­gen, ist kei­ne Neu­ig­keit. Doch die Umwand­lung der Kir­che San­ta Maria del­la Miser­i­cor­dia in eine Moschee als ‚künst­le­ri­scher Aus­druck des Kamp­fes gegen die Isla­mo­pho­bie‘ über­schrei­tet jede Gren­ze. Nur ein Idi­ot kann ernst­haft den­ken, daß die Umwand­lung einer Kir­che in eine Moschee als Ein­la­dung zum Dia­log ver­stan­den wer­den könn­te. Sie ist viel­mehr eine Auf­for­de­rung zum Krieg, zur Erobe­rung und Inbe­sitz­nah­me der Kir­chen und das zu einem Zeit­punkt, wo in meh­re­ren Län­dern ein bru­ta­ler Krieg von Mos­lems gegen Chri­sten tobt und jeden Tag Kir­chen erobert und in Besitz genom­men und in Moscheen umge­wan­delt wer­den“, so der Chef­re­dak­teur der Nuo­va Bus­so­la Quo­ti­dia­na.

Das Patri­ar­chat hat Pro­test erho­ben. Nicht nur, weil die Ange­le­gen­heit dem gesun­den Haus­ver­stand wider­spricht, son­dern weil sie geset­zes­wid­rig ist. Der Patri­arch hät­te sein Erlaub­nis ertei­len müs­sen. Er hat die­se Erlaub­nis nicht erteilt. Er wur­de nicht ein­mal gefragt. Des­halb hät­te die­se ‚Instal­la­ti­on‘ gar nicht zu exi­stie­ren. Dies fest­zu­stel­len, genügt aber nicht. Eine sol­che Pro­vo­ka­ti­on kann nicht damit abge­tan wer­den, daß man einen Tag pro­te­stiert, aber alles so bleibt, wie es ist. Der Sym­bol­ge­halt ist zu kräf­tig. Das Patri­ar­chat soll­te die sofor­ti­ge Ent­fer­nung der Instal­la­ti­on ver­lan­gen. Ohne Wenn und Aber. Soll­te die Bien­na­le die­se Schän­dung und fal­sche Bot­schaft ver­tei­di­gen, soll­te zum fried­li­chen, aber akti­ven Wider­stand über­gan­gen wer­den, etwa durch eine Form von Veil­leurs, die den Vor­platz und die Kir­che beset­zen, oder durch die Abhal­tung stil­ler Gebets­wa­chen. Alles so belas­sen, wie es ist, hie­ße, dem Islam ein Signal der bedin­gungs­lo­sen Kapi­tu­la­ti­on zu sen­den, das dem radi­kal­sten Arm des Islam in die Hän­de spielt. Dar­an ändert nichts, daß die gan­ze Pro­vo­ka­ti­on „künst­le­risch“ ver­packt und „im Namen der Frei­heit der Kunst“ geschieht, denn die inter­es­siert die Isla­mi­sten ganz und gar nicht.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Nuo­va Bus­so­la Quotidiana/Chiesa e post­con­ci­lio

25 Kommentare

  1. //Die Mih­rab, die Gebets­ni­sche in Moscheen, wur­de so errich­tet, daß sie das gro­ße Kru­zi­fix der Kir­che ver­deckt. Die Neu­ad­ap­tie­rung des Got­tes­hau­ses soll durch nichts Christ­li­ches gestört werden.//

    Es geht nicht um Stil und Ästhe­tik. Mos­lems ist es strikt ver­bo­ten, vor einem Kreuz zu beten.

    //Daß es sich aus­ge­rech­net um die Kir­che der „Barm­her­zig­keit“ han­delt, mag Zufall sein//

    So per­fekt zuge­fal­len, dass an Zufall kaum zu glau­ben ist. Man könn­te es her­aus­fin­den, aber was nützt es.

    // Amin al-Ahdadb erkann­te wahr­schein­lich vor allen ande­ren die Bedeu­tung des Ereig­nis­ses. „Die­se Pro­jekt über­trifft an Wir­kung hun­dert Tagun­gen über den Dia­log zwi­schen den Kul­tu­ren“, so der Islamvertreter.//

    Exakt. Wie das Allah-Gebet in den vati­ka­ni­schen Gär­ten Pfingst­sonn­tag 2014, wie der Koran-Kuss, wie Assi­si 1 bis 3… Das prägt sich ein, das ver­gisst man nicht, dar­an g e w ö h n t man sich .

    //Obwohl für das „Dia­log-Kunst­werk“ eine katho­li­sche Kir­che genützt wird, wur­de der zustän­di­ge Patri­arch von Vene­dig, Msgr. Fran­ces­co Moraglia nie um Erlaub­nis gefragt. Im Patri­ar­chat herrscht gro­ßer Ärger. Die Rede ist von „Miß­brauch“, der noch ver­schlim­mert wird, weil die Kir­che nicht nur ohne Erlaub­nis genützt, son­dern pro­fa­niert wurde.//

    Aha: Miss­brauch, „ohne Erlaub­nis“.

    //Sie befin­det sich seit 1973 in Pri­vat­be­sitz“, heißt es in der offi­zi­el­len Erklä­rung des Patriarchats.//

    Hier liegt der Hase im Pfef­fer. War­um ist die Kir­che in Pri­vat­be­sitz? Wer ist der Besit­zer, oder Eigen­tü­mer? W a s steht im V e r t r a g ?

    //Dennoch, so heißt es wei­ter in der Erklä­rung, „ist für jede vom christ­li­chen katho­li­schen Kul­tus abwei­chen­de Nut­zung eine Erlaub­nis durch die kirch­li­che Auto­ri­tät not­wen­dig, unab­hän­gig davon, wer gera­de im Besitz der Kir­che ist. Die­se Erlaub­nis wur­de weder bean­tragt noch gewährt.“//

    Wenn eine Rechts­ver­let­zung vor­liegt, war­um han­delt das Patri­ar­chat nicht u. stellt den Miss­brauch nicht ab?
    Liegt kei­ne Rechts­ver­let­zung vor, war­um beklagt sich das Patri­ar­chat u. stellt sich als unschul­dig lei­den­des Opfer hin?
    Noch ein­mal:
    Ent­we­der der Besit­zer bzw. Eigen­tü­mer han­delt rech­tens, dann ist der vene­zia­ni­sche Patri­arch von 1973 der eigent­li­che Schul­di­ge. Dem fällt man natür­lich postum nicht in den Rücken. Cor­nix cor­ni­ci num­quam ocu­los effodit.
    Oder er han­delt unrecht, dann kann das Patri­ar­chat han­deln und hät­te längst han­deln kön­nen, denn von die­ser Moschee in der katho­li­schen Kir­che weiß die Kir­chen­lei­tung doch nicht erst seit gestern oder vor­ge­stern, was?
    Und was ist so Schlim­mes an der Ent­wei­hung? Hat nicht der hl. Papst Johan­nes Paul II. es im gro­ßen Maß­stab vor­ge­macht?
    Was sagt denn Papst Fran­zis­kus dazu?
    So wie wir ihn bis­lang ken­nen, ist er voll­auf begei­stert von dem Allah-Gebet in der vor­mals katho­li­schen Kir­che.
    Nein, lie­be Katho­li­ken, was hier abläuft, ist ein wei­te­rer, öffent­lich­keits­wirk­sa­mer Coup zur Über­nah­me Euro­pas durch den Islam hin zur Eine-Welt-Reli­gi­on unter vati­ka­ni­scher Füh­rung.

  2. Nun ja, da kann man durch­aus den Zorn von Chri­sten in den USA ver­ste­hen. Es ist lei­der so, die Dia­gno­se, die Anders Ber­nard Brei­vik für Euro­pa gestellt hat, stimmt lei­der exakt: der fun­da­men­ta­li­sti­sche Liber­ta­ris­mus anglo­ame­ri­ka­nisch-pro­te­stan­ti­scher Prä­gung frißt das Abend­land auf und zer­stört sei­ne Frei­heit. Nur Jesus Chri­stus, der Sohn GOTTES und der Jung­frau und Got­tes­ge­bä­re­rin Maria macht uns frei genug, dem Bösen zu begeg­nen und das Gute zu tun, sonst nie­mand und nichts. Die­ser ist in ALLEN TABERNAKELN ZUGEGEN! Wer sich daher an einer Kir­che ver­sün­digt, begeht Apost­asie, wer die­ses mit Unter­stüt­zung des Staa­tes tut, ist ein Tyrann, der, inso­fern er him­mel­schrei­en­des Unrecht tut (und das ist die Schän­dung einer Kir­che!!!).
    KATHOLIKEN DER WELT VEREINIGT EUCH UND STEHT AUF!!! VIVA CHRISTO EL REY!!!

    • Eine mE ganz fal­sche Krank­heits­dia­gno­se, die von eige­nem Ver­sa­gen ablenkt. Immer sind die Pro­te­stan­ten an der Ver­derb­nis der katho­li­schen Kir­che schuld! In Wirk­lich­keit ent­stand der Pro­te­stan­tis­mus, weil die katho­li­sche Kir­che so ver­dor­ben war. Der Pro­te­stan­tis­mus ist heu­te aber kein Här­chen bes­ser. Er gehört zum System Baby­lon genau­so wie der Vati­kan.

      • @Leo Laemm­lein
        Die katho­li­sche Kir­che ist hei­lig und kann nicht ver­der­ben. Aber es ist völ­lig klar das sich immer wie­der Figu­ren in ihr rein­schlei­chen und sie ver­der­ben wol­len.
        Luther war zb. so einer. Sie mei­nen doch wohl nicht das der Pro­te­stan­tis­mus fünf Sakra­men­te abschafft, die Mut­ter Got­tes und die Hei­li­gen auf die Stra­ße schmeißt um damit das Ver­der­ben in der Kir­che zu been­den. Heu­te ist Fati­ma­tag und das hat die Mut­ter Got­tes nun wahr­lich nicht ver­dient. Luther hät­te ohne die mäch­ti­gen Für­sten hin­ter ihm gar nichts erreicht. Wegen sei­nen alber­nen Ablaß­the­sen die er übri­gens nie ange­schla­gen hat hät­te kein Hund in Deutsch­land gebellt. Aber die Recht­fer­ti­gungs­leh­re die ist wirk­lich inter­es­sant. Man wird nur durch die Gna­de Got­tes gerecht­fer­tigt anson­sten kann man machen was einem Spaß macht. 10 Gebo­te hin oder her. Nein so ein­fach ist das alles nicht.
        Per Mari­am ad Chri­stum.

      • Shu­ca
        Rich­tig, so ein­fach ist das nicht, denn was Sie da als pro­te­stan­ti­sche Leh­re aus­ge­ben, ist es nicht, son­dern eine Kari­ka­tur davon.
        In der Recht­fer­ti­gungs­leh­re gibt es kei­ne tren­nen­den Gegen­sät­ze mehr zwi­schen Katho­li­ken und Pro­te­stan­ten. Sie­he die Gemein­sa­me Erklä­rung http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/chrstuni/documents/rc_pc_chrstuni_doc_31101999_cath-luth-joint-declaration_ge.html
        (Es sei denn, Sie sind ein Aus­wahl­ka­tho­lik und erken­nen die­se Erklä­rung des Lehr­amts nicht an.)
        Das Gros der from­men Katho­li­ken ist so unwis­send wie her­ab­las­send, um nicht zu sagen über­heb­lich. Ich war sel­ber ein sol­cher, heu­te füh­le mich fremd unter ihnen.

      • Leo Laemm­lein
        Ich ken­ne die gemein­sa­me Erklä­rung der Gemein­sa­men. Nun sind auch wie­der gute Wer­ke gut genug vor Chri­stus.
        Sie betrach­ten also das Ver­hält­nis des Pro­te­stan­tis­mus zur Mut­ter Got­tes, den Hei­li­gen und den Sakra­men­ten als eine Kari­ka­tur von mir. Wie ist es mit dem Ver­ständ­nis was bei der Opfe­rung pas­siert? Alles nur Kari­ka­tur.
        Ich bin kein Aus­wahl­ka­tho­lik aber ich füh­le mich auf der unter­sten Stu­fe der Lei­ter nach oben sehr wohl weil ich genau beob­ach­ten wer­de wie die von ganz oben her­un­ter­fal­len wer­den.
        Sie mei­nen die Mehr­heit der Katho­li­ken wäre unwis­send und über­heb­lich?
        Also ich weiß nicht viel aber über­heb­lich bin ich schon das könn­te an mei­ner gro­ßen Ver­eh­rung der Mut­ter Got­tes lie­gen. Ich muß mich selbst tadeln.
        Per Mari­am ad Chri­stum.

      • Shu­ca,
        man­ches fällt mir erst ein, wenn es schon abge­schickt und unter­wegs ist. Nach mei­nem Kom­men­tar kam mir der Gedan­ke, dass es wohl von mir über­heb­lich war, eine Men­ge Leu­te pau­schal als über­heb­lich abzu­qua­li­fi­zie­ren. Es ent­spricht auch nicht mei­ner Lebens­er­fah­rung. Es gibt sol­che wohl, ich ken­ne aber auch vie­le demü­ti­ge Katho­li­ken.
        Das Pro­blem zwi­schen Katho­li­zis­mus und Pro­te­stan­tis­mus lässt sich nicht durch vie­le Ein­zel­kor­rek­tu­ren lösen. Man muss an die Grund­fra­ge her­an­ge­hen. Das ist die Fra­ge nach der letzt­ver­bind­li­chen Auto­ri­tät in Glau­ben, Sit­ten, Kult und christ­li­chem Leben. Bei­de sagen: die gött­li­che Offen­ba­rung. Zu recht. Aber bei­de defi­nie­ren die­se Offen­ba­rung unter­schied­lich. Für die Katho­li­ken umfasst die Offen­ba­rung die Hei­li­ge Schrift und die Über­lie­fe­rung. Für den (ide­al­ty­pi­schen) Pro­te­stan­tis­mus ist nur die Hei­li­ge Schrift Got­tes Wort und muss des­halb alles sich an die­ser Auto­ri­tät mes­sen und darf nichts zu ihr im Wider­spruch ste­hen. Daher kom­men die mei­sten Unter­schie­de, Gegen­sät­ze und Kon­flik­te. Ohne auf Ein­zel­hei­ten ein­zu­ge­hen, die Sie anfüh­ren, vie­les davon steht nun mal nicht im bibli­schen Wort Got­tes. Der Katho­li­zis­mus behaup­tet, es sei aber apo­sto­lisch oder eine Fol­ge­rung, Ver­tie­fung u. dgl. der Offen­ba­rung. Das trifft für eini­ges sicher­lich zu, (für ande­res sicher nicht. Oder glau­ben Sie im Ernst, die Apo­stel hät­ten sich vor Sta­tu­en ver­beugt?)
        Hin­ter dem viel­ge­schmäh­ten 2. Vati­ka­num stand a u c h das Bemü­hen, den Katho­li­zis­mus bibel­kom­pa­ti­bler zu machen.

      • Leo Laemm­lein
        „Hin­ter dem viel­ge­schmäh­ten 2. Vati­ka­num stand a u c h das Bemü­hen, den Katho­li­zis­mus bibel­kom­pa­ti­bler zu machen.“
        Ja natür­lich hat die hei­li­ge Kir­che ein nach­kon­zi­lia­re Kri­se weil sie immer pro­te­stan­ti­scher wird. Sie ist doch hei­lig, stim­men sie mir zu?
        “ Ohne auf Ein­zel­hei­ten ein­zu­ge­hen, die Sie anfüh­ren, vie­les davon steht nun mal nicht im bibli­schen Wort Got­tes.“
        Jetzt will ich es aber genau wis­sen. Wie ste­hen sie zur Mut­ter Got­tes?
        Ich glau­be das es ohne sie kei­nen Sohn Got­tes geben wür­de und damit kei­nen Glau­ben an Chri­stus und damit kei­ne Chri­sten­heit und kei­ne Erlö­sung. Ich weiß war­um der Pro­te­stan­tis­mus die Mut­ter Got­tes nicht lei­den kann, es liegt nicht an der Bibel es liegt dar­an das sie katho­lisch ist und des­we­gen muß­te sie raus aus ihrer Kir­che. Übri­gens bestel­len sie ihren pro­te­stan­ti­schen Freun­den einen schö­nen Gruß von mir und sagen sie ihnen das ohne die katho­li­sche Kir­che sie nie etwas von Jesus Chri­stus erfah­ren hät­ten und der Herr hat nie gesagt „Du Mar­tin bist der Fels und auf ihn wer­de ich mei­ne vie­len evan­ge­li­schen Kirch­lein bau­en und die fin­ste­ren Mäch­te der katho­li­schen Kir­che wer­den sie nicht über­wäl­ti­gen“. Ich ken­ne die Schrift anders.
        Per Mari­am ad Chri­stum.

      • Wenn man einem ein­ge­fleisch­ten Pro­te­stan­ten ent­ge­gen­hält, dass doch auch den Bibel­ka­non Ergeb­nis der Über­lie­fe­rung sei — und dar­um nach pro­te­stan­ti­scher Argu­men­ta­ti­on zwei­fel­haft, kommt das Gegen­ar­gu­ment, der Hei­li­ge Geist habe schließ­lich dar­über gewacht, dass nur das Rech­te in den Kanon käme.

        Also: der Hl. Geist hat auf Kon­zi­li­en und Syn­oden bis zum Jahr 400 nach Chri­stus dar­über gewacht, dass der Kanon rich­tig wird!

        Und wie kann es sein, dass der­sel­be Pro­te­stan­tis­mus, der sich auf einen um das Jahr 400 end­gül­tig fest­ge­leg­ten Kanon , „sola“ ver­steift, das Kon­zil von Ephe­sus 431 abschmet­tert, was die Heils­rol­le der Got­tes­mut­ter (Dei Gene­trix) betrifft?

        War im Jahr 400 eine apo­sto­li­sche Dead­line?
        Und wenn ja, woher weiß Luther das?

        War­um hat dann Luther aus dem Schrift­ka­non, der 1500 Jah­re galt, — bloß weil die Juden 100 n.Chr. in Jam­nia eini­ge Bücher aus ihrer Sep­tu­ag­in­ta, die jahr­hun­der­te­lang als der jüdi­sche Kanon galt, her­aus­ge­wor­fen hat­ten, um einen Teil des­sen, was auf Chri­stus und Maria wies, zu eli­mi­nie­ren — einen gro­ßen Teil eigen­mäch­tig aus­ge­klam­mert? Haben also auch die Juden sich jahr­hun­der­te­lang zuvor auf ein fal­sches Schrift­wort gestützt? Und wie kommt es, dass im NT sogar eher aus der LXX als aus dem hebräi­schen Grund­text zitiert wird?

        Hat sich der Hl. Geist also doch damals im Jahr 400 geirrt, als der Schrift­ka­non fest­ge­legt wur­de?

        Und über­haupt — war es nicht Luther, der groß tön­te, Kon­zi­li­en könn­ten sich irren? War­um dann nicht auch in der Fest­le­gung des kanons, der ja fast ein hal­bes Jahr­hun­dert nach Chri­stus erst end­gül­tig fest­stand? Und das ist eine lan­ge Zeit! fast so lang wie die Zeit zwi­schen der Refor­ma­ti­on und uns — man muss sich das mal vor­stel­len!

        Und war­um heißt es im NT, die Chri­sten soll­ten an dem fest­hal­ten, was geschrie­ben UND münd­lich von den Apo­steln vor­ge­tra­gen wor­den sei?

        Auch das ein Ver­sa­gen des Hl. Gei­stes? Er hät­te nur das schrift­lich Vor­ge­tra­ge­ne nen­nen dür­fen, weil Luther bes­ser wuss­te als der Hl. geuist, was der­sel­be zu sagen gehabt hät­te?

        Mir läuft ein Schau­der über den Rücken, die­se Fra­gen über­haupt aus­zu­spre­chen!
        Ich will mit die­sen Fra­gen nichts zu tun haben!

        Was immer Luther getrie­ben hat — es kann nicht recht gewe­sen sein.

        Dass in der Kir­che vie­les im Argen lag — auf der mensch­li­chen Ebe­ne und in fal­schen theo­lo­gi­schen Mei­nun­gen, die nch nicht geklärt waren (z.T. wohl bis heu­te!) — das steht auf einem ande­ren Blatt.

        Das recht­fer­tigt aber nicht die Ver­wer­fung zen­tra­ler Dog­men: Mess­op­fer, Maria, Papst.

        Mit dem Pro­te­stan­tis­mus ist ganz offen­kun­dig mehr als ein Gaul durch­ge­gan­gen!
        nach 500 Jah­ren wis­sen vie­le dort Sozia­li­sier­ten das alles nicht, sind voll­ge­so­gen von die­sen fal­schen Ein­stel­lun­gen und Vor­ur­tei­len. Sie trifft daher zunächst kein Vor­wurf, wenn sie Jesus lie­ben. Aber sie haben die Pflicht zu prü­fen …

      • Shu­ca
        Die katho­li­sche Kir­che hat eine Kri­se aus dem­sel­ben Grund, aus dem die pro­te­stan­ti­sche Kir­che eine Kri­se hat: weil der wah­re Glau­be an Jesus Chri­stus mit allem, was die­ser Glau­be ein­schließt, geschwun­den und am Ver­schwin­den ist.
        Die Kir­che ist hei­lig, weil Jesus Chri­stus, ihr Haupt, hei­lig ist und weil Chri­stus die Kir­che im Hei­li­gen Geist durch sein Wort und Wir­ken hei­ligt.
        Wie ich zur Mut­ter Got­tes ste­he? Sie ist von Ewig­keit erwählt, den Sohn Got­tes und Erlö­ser der Men­schen zur Welt zu brin­gen. Ich glau­be an ihre Wür­de, Gna­den­fül­le und Vor­zü­ge auf­grund ihrer Got­tes­mut­ter­schaft und inni­gen Ver­bun­den­heit mit Chri­stus im Erlö­sungs­werk. Unwohl ist mir aber bei dem spe­ku­la­ti­ven Gebäu­de, das auf die­sen Grund­wahr­hei­ten errich­tet wird. Mit­tel­punkt mei­nes Glau­bens und inne­ren Lebens ist Jesus Chri­stus, der e i n z i g e Mitt­ler zwi­schen Gott und den Men­schen (1 Tim 2,5).
        Was soll das hei­ßen: der Pro­te­stan­tis­mus kann die Mut­ter Got­tes nicht lei­den? Gläu­bi­ge Pro­te­stan­ten tun ein­fach das, was Gott von uns allen gemäß dem biblschen Zeug­nis ver­langt: Sie beten allein zu Ihm, nicht zu Hei­li­gen. Unser Herr Jesus Chri­stus sag­te dem Ver­su­cher in der Wüste: Du sollst den Herrn dei­nen Gott anbe­ten und ihm allein die­nen. Und Maria sag­te den Jün­gern: Tut, was er euch sagt. Das tun die Pro­te­stan­ten: Gott anbe­ten und ihm allein die­nen. Wo ist das Pro­blem? Wie­so muss Maria „raus aus ihrer Kir­che“? Sie gehört zur Kir­che, wie alle Gläu­bi­gen: ‘ “Und er (Jesus) streck­te sei­ne Hand aus über sei­ne Jün­ger und sprach: Sie­he da, mei­ne Mut­ter und mei­ne Brü­der! Denn wer den Wil­len mei­nes Vaters tut, der in den Him­meln ist, der ist mein Bru­der und mei­ne Schwe­ster und mei­ne Mut­ter!“ Mt 12,49–50. Erin­nern Sie sich? Das ist Wort Got­tes, lie­ber Shu­ca, und will als sol­ches ernst­ge­nom­men wer­den. Und was Mat­thä­us 16,18 angeht, so steht da gewiss nichts von „Mar­tin“, aber „Mar­tin“ leg­te die­se Stel­le auch nicht auf sich hin aus, son­dern genau­so aus wie die hll. Bischö­fe und Kir­chen­leh­rer Ambro­si­us von Mai­land und Augu­sti­nus von Hip­po und vie­le ande­re Kir­chen­vä­ter sie aus­leg­ten: Wer der ein­zi­ge und immer­wäh­ren­de Fels ist, wird näm­lich an vie­len Stel­len der Bibel aus­ge­sagt: das ist kein Mensch, das ist der ewi­ge Gott selbst.

      • Leo Laemm­lein
        „Wie­so muss Maria „raus aus ihrer Kir­che“? Sie gehört zur Kir­che, wie alle Gläu­bi­gen: “
        Nun ist aber gut sie wis­sen ganz genau wor­um es geht. Ihnen ist bekannt das es kei­ne Mari­en­ver­eh­rung und kei­ne Mari­en­sta­tu­en in der evan­ge­li­schen Kir­che gibt. Also haben sie für die Got­tes­mut­ter nichts übrig. Geht das so?
        Aber sie loben den Pro­te­stan­tis­mus und des­we­gen mache ich mir Gedan­ken wie sie zur Köni­gin des Him­mels ste­hen.
        „Gläu­bi­ge Pro­te­stan­ten tun ein­fach das, was Gott von uns allen gemäß dem biblschen Zeug­nis ver­langt: Sie beten allein zu Ihm, nicht zu Hei­li­gen.“
        Ja ich weiß sie hal­ten das „Ave Maria“ und den „Rosen­kranz“ für Blöd­sinn.
        Das mit dem Fel­sen „Mar­tin“ war natür­lich nur Spaß von mir. Mar­tin Luther hat­te ganz ande­re Qua­li­tä­ten. Viel­leicht die­se hier. „Wer nicht liebt Wein, Wei­ber und Gesang hat ver­tan sein Leben lang.“ Es ist eben nicht jeder zum Hei­li­gen gebo­ren aber des­we­gen braucht man sie doch nicht aus der Kir­che zu schmei­ßen. Ich jeden­falls kann mir bis zum heu­ti­gen Tage nicht vor­stel­len das die Mut­ter Got­tes und alle Hei­li­gen im Him­mel begei­stert von die­sem Erweckungs­er­leb­nis vor Chri­stus gewe­sen und sind. Ach­so wie war das noch mit Pfing­sten wo der Hei­li­ge Geist über die Apo­stel gekom­men ist? War die Mut­ter Got­tes dabei oder hat­ten sie sie aus­ge­sperrt bei der Grün­dung der Kir­che?
        Per Mari­am ad Chri­stum.

      • Sie stel­len Fra­gen. Viel­leicht hel­fen Ihnen ja mei­ne Ant­wor­ten.
        Die Kir­che hat kraft des Hei­li­gen Gei­stes erkannt, wel­che Schrif­ten zur Bibel gehö­ren und wel­che nicht.
        Der Pro­te­stan­tis­mus schmet­tert Nizäa nicht ab, er sagt aber: Men­schen­be­schlüs­se ste­hen nicht gleich­ran­gig neben und erst recht nicht über dem Wort Got­tes, son­dern haben sich an die­sem prü­fen und mes­sen zu las­sen.
        Auch die katho­li­sche Kir­che erklärt: Die Hei­li­ge Schrift hat unbe­ding­te Auto­ri­tät; sie ist Maß­stab von Leh­re und Ver­kün­di­gung.
        1981, bei der 1600 Jahr­fei­er des Kon­zils von Nizäa, bekann­ten sich alle Kir­chen in Deutsch­land zum Nizä­ni­schen Glau­bens­be­kennt­nis.
        Inter­es­san­ter­wei­se geben Sie indi­rekt zu, dass der Kanon der Bibel um 400 ein ande­rer war als der­je­ni­ge, der beim Triden­ti­ni­schen Kon­zil defi­niert wur­de. Es stimmt eben nicht, dass die Apo­kry­phen schon immer als zum Kanon gehö­rig aner­kannt waren und Luther sie hin­aus­ge­wor­fen habe. Schon die katho­li­sche Bezeich­nung „deu­te­ro­ka­no­nisch“ soll­te stut­zig machen, wodurch die­se Bücher rang­mä­ßig unter die kano­ni­schen her­ab­stuft wer­den.
        Jam­nia ist ein eige­nes The­ma und nicht mit einem Satz abzu­han­deln. Dort dis­ku­tier­ten Rab­bi­ner, aber fass­ten kei­ne Beschlüs­se. Es ist zwei­fel­haft, über­haupt von einem „Kon­zil“ zu spre­chen. Für die alt­te­sta­ment­li­chen Bücher gilt glei­ches wie für die neu­te­sta­ment­li­chen: kein Rab­bi­ner­kon­zil konn­te einem inspi­rier­ten Buch Auto­ri­tät ver­lei­hen, die es nicht schon von Gott hat­te. Der alt­te­sta­ment­li­che Kanon stand aller­spä­te­stens 150 Jahr v. Chr. fest, wahr­schein­lich schon frü­her. Das kann auch nicht anders sein, weil die Juden vom 4. Jh. v. Chr. an davon über­zeugt waren, dass die Stim­me Got­tes auf­ge­hört hat­te, unmit­tel­bar zu ihnen zu spre­chen. M.a.W.: die Stim­men der Pro­phe­ten waren zum Schwei­gen gebracht: Kein Wort von Gott mehr bedeu­te­te: kein n e u e s Wort von Gott. Ohne Pro­phe­ten aber gibt es auch kei­ne bibli­sche Offen­ba­rung und kei­ne bibli­schen Bücher. Zwi­schen dem Alten Testa­ment und dem Neu­en Testa­ment klafft also eine Lücke von 400 Jah­ren, und die­se Lücke war dem Herrn Jesus Chri­stus und den Apo­steln bekannt. Die letz­ten geschrie­be­nen und kano­nisch aner­kann­ten at. Bibel­bü­cher waren Malea­chi und die Chronik­bü­cher.
        Der (nt) Kanon der Schrift stand von Anfang an fest. Nur die amt­li­che Erklä­rung erfolg­te spä­ter. Schon bei Petrus kön­nen wir erfah­ren, dass die Brie­fe des Pau­lus Got­tes Wort waren und als sol­ches in den Gemein­den gehal­ten wur­de.
        Das Wort Über­lie­fe­rung im Neu­en Testa­ment hat nicht die Bedeu­tung einer eige­nen Quel­le neben dem Schrift­ka­non. Die Hei­li­ge Schrift ist Ergeb­nis der urchrist­li­chen apo­sto­li­schen Ver­kün­di­gung und wird in und von der Kir­che über­lie­fert. Die apo­sto­li­sche Ver­kün­di­gung ent­hält den gan­zen, ein für alle­mal den Hei­li­gen über­lie­fer­ten Glau­ben.
        Wer glaubt und tut, was die Apo­stel gelehrt und ver­kün­digt haben, näm­lich das Evan­ge­li­um Jesu Chri­sti, wird geret­tet. So ein­fach ist das.
        Schluss folgt.

      • Schluss.
        Tat­säch­lich haben sich Kon­zi­li­en geirrt und muss­ten von spä­te­ren Kon­zi­li­en berich­tigt wer­den. Luther erin­ner­te nur an all­ge­mein bekann­te Fak­ten der Kir­chen­ge­schich­te.
        Das bibli­sche Got­tes­wort aber ist völ­lig irr­tums­frei. Es ist wahr bis aufs klein­ste Tüt­tel­chen. Wer sich dar­an hält, han­delt rich­tig und wird von Gott selbst dafür gelobt.

      • Shu­ca
        Erst­mal wür­de ich einen Unter­schied machen zwi­schen der Per­son und Sta­tu­en von die­ser Per­son. In der gan­zen Bibel von Gene­sis bis zur Offen­ba­rung des Johan­nes gibt es kei­ne Anwei­sung Got­tes, Ver­stor­be­ne zu ver­eh­ren und um Für­spra­che bei Gott anzu­ru­fen. Wenn man bedenkt, wie oft Gott Din­ge, die ihm wich­tig sind, in der Bibel wie­der­holt und wie­der­holt und wie­der­holt, dann soll­te einem das schon auf­fal­len. Die katho­li­sche Begrün­dung ist, dass hei­li­ge Ver­stor­be­ne ja bei Gott leben und dass wir auf­grund der Gemein­schaft der Hei­li­gen mit ihnen kom­mu­ni­zie­ren dür­fen. Den­noch: als die Jün­ger Jesus frag­ten, Herr leh­re uns beten, wie ant­wor­te­te er da? Vater unser im Him­mel… Der ster­ben­de Ste­pha­nus rief den Herrn Jesus Chri­stus an, und auch die Apo­stel und urchrist­li­chen Gemein­den bete­ten außer zum Vater auch zum erhöh­ten Herrn, weil Jesus Chri­stus Gott ist. Punkt. Alles ande­re ist spä­te­re Zutat („Ent­wick­lung“). In der Bibel aber wird genau davor gewarnt, vom Wort Got­tes weg­zu­neh­men oder ihm hin­zu­zu­fü­gen.
        Und was von Men­schen­hand gemach­te Sta­tu­en angeht, so sind sie glatt ver­bo­ten. Nach­zu­le­sen im Zwei­ten Gebot, bei Jere­mia (der sich dar­über lustig macht) und an wei­te­ren Stel­len. Nie­mals hät­ten die Apo­stel Sta­tu­en ange­fer­tigt und zu ihnen gebe­tet. Aber sogar über die erlaub­ten und uner­laub­ten Bil­der ist man sich katho­li­scher­seits ja unei­nig. Im Osten sind Sta­tu­en ver­pönt, weil das 2. Kon­zil von Nizäa nur zwei­di­men­sio­na­le Bil­der, die Iko­nen, erlaubt. Die­se sind der Inten­ti­on nach kei­ne rea­li­sti­schen Gemäl­de, son­dern sym­bo­li­sche Dar­stel­lun­gen, sie wer­den „geschrie­ben“, nicht gemalt. Der römisch-katho­li­sche Sta­tu­en­kult ist so unbi­blisch, als man sich nur irgend vor­stel­len kann. Tut mir leid, ist aber so.
        Ich kann nur hof­fen und gehe davon aus, dass Jesus in die­sem Punkt auf die Lie­be der Katho­li­ken schaut und nicht auf ihre Unwis­sen­heit. Das Reich Got­tes ist ja Sein Reich, Er ist dort der König, Er hat dar­über zu bestim­men, wer hin­ein­kommt und wer nicht, wel­che Ord­nung dort herrscht und wie es dort zugeht. Aber auch das nur im Gehor­sam gegen­über dem Vater, dem Er die­ses Reich am Ende über­gibt.

      • Shu­ca
        Nun muss ich noch etwas nach­tra­gen.
        Lei­der habe ich die unbe­que­me Art, mich zwi­schen Stüh­le zu set­zen.
        Ich bin kein Pro­te­stant. Ich habe Ihnen geschrie­ben, dass ich die Mari­en­dog­men glau­be.
        Wenn Pro­te­stan­ten laut­stark behaup­ten, Maria sei eine Sün­de­rin, oder sie habe nach ihrem Erst­ge­bo­re­nen wei­te­re Kin­der gehabt, dann über­schrei­ten sie die Gren­zen der Bibel­aus­le­gung.
        Es ist ein Unter­schied zu sagen: ich kann in der Bibel nicht fin­den, dass Maria nicht gesün­digt hat — wo steht das? und zu behaup­ten, sie habe gesün­digt.
        Was man bei die­sen hei­li­gen Din­gen nicht sicher weiß, dar­über soll man lie­ber schwei­gen.
        Es ist ein Unter­schied zwi­schen Pro­te­stan­ten, die nach besten Kräf­ten an Jesus Chri­stus glau­ben und ihm nach­fol­gen, und Pro­te­stan­ten oder Ortho­do­xen (sol­che habe ich ken­nen­ge­lernt), die mei­nen, sie müss­ten die katho­li­schen Mari­en­dog­men nie­der­rei­ßen.
        Sol­che Leu­te dürf­ten drü­ben ein ern­stes Pro­blem bekom­men.
        Die Luthe­ra­ner und Refor­mier­ten in Deutsch­land haben das Theo­to­kos-Dog­ma des Kon­zils von Ephe­sus (431) aner­kannt.
        Mar­tin Luther behielt dar­über­hin­aus viel von der katho­li­schen Mari­en­leh­re bei, so den Glau­ben an ihre immer­wäh­ren­de Jung­f­rau­schaft.

      • Leo Laemm­lein
        Ich bin bein­druckt über ihre letz­ten Bei­trä­ge aber ich hab sie nur kurz über­flo­gen und wer­de mich inten­siv damit beschäf­ti­gen wenn mir danach ist.
        Aber ich habe nun ein Pro­blem. Ich habe eine in Fati­ma gekauf­te und in Tur­zov­ka geweih­te Mari­en­staue und nach ihrer biblisch pro­te­stan­ti­schen Sicht der Din­ge müß­te ich sie jetzt wie die Bil­der­stür­mer zum Fen­ster raus­schmei­ßen. Aber natür­lich wer­de ich das nicht tun denn noch geht es mir eini­ger­ma­ßen gut und ich gra­be mir doch nicht mein eige­nes Grab.
        Per Mari­am ad Chri­stum.

      • Leo Laemm­lein
        „Wenn Pro­te­stan­ten laut­stark behaup­ten, Maria sei eine Sün­de­rin, oder sie habe nach ihrem Erst­ge­bo­re­nen wei­te­re Kin­der gehabt, dann über­schrei­ten sie die Gren­zen der Bibel­aus­le­gung.“
        Ich weiß nicht ob die Gren­zen der Bibel­aus­le­gung die­se Aus­sa­gen rich­tig fas­sen kön­nen. Sie ist die Braut des Hei­li­gen Gei­stes und mit dem soll­te man sich bes­ser nicht anle­gen.
        Per Mari­am ad Chri­stum.

      • @ Leo Lämm­lein

        Ihr Wort­schwall zeigt vor allem eines: Sie haben sich sämt­li­che Argu­men­ta­tio­nen der Pro­te­stan­ten zu eigen gemacht, sind also kein Katho­lik mehr.

        Sie soll­ten end­lich ehr­lich dazu ste­hen und sich nicht mehr als Katho­lik aus­ge­ben.

        Ihre Ver­zer­run­gen erfol­gen wie­der bes­se­res Wis­sen. Als ehe­ma­li­ger Katho­lik wis­sen Sie z.B. ganz genau, dass kein Katho­lik je recht­gläu­big „zu einer Sta­tue betet“. (Ihr Satz: „Nie­mals hät­ten die Apo­stel Sta­tu­en ange­fer­tigt und zu ihnen gebe­tet.“)

        Wir beten NIE „zu einer Sta­tue“! Das wis­sen Sie ganz genau!

        Dazu lesen Sie bit­te: Ott, Grund­riss der Dog­ma­tik kapi­tel „Die Leh­re von der Kir­che § 23

        Dass auch nicht alle NT-Tex­te zwei­fels­frei waren ist inzwi­schen unum­strit­ten!
        Lesen Sie bit­te hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Bibelkanon

        Es ist zwar rich­tig, dass die Text­fas­sung der Vul­ga­ta 1546 erst kano­ni­siert wur­de, das aber wie­der­um heißt nicht, dass nicht der kanon, der in der Vul­ga­ta ent­hal­ten ist, seit 398 kano­ni­siert war — mit allen alt­te­sta­ment­li­chen Büchern. Auch den sog. Apo­kry­phen!
        Wie die neue­re katho­li­sche Bibel­wis­sen­schaft das nennt, ist da wohl nicht maß­ge­bend!
        Was kano­ni­siert war, gilt.
        Sie kön­nen nicht alle paar Jah­re neu und wider­sprüch­lich kano­ni­sie­ren — die­ses fal­sche pro­te­stan­ti­sche Den­ken ist ja der Grund dafür, seit dem 19. Jh auch offen den gesam­ten Bibel­ka­non anzu­zwei­feln.

        Aber ich möch­te wie­der­ho­len: Sie wider­spre­chen inzwi­schen sovie­len katho­li­schen Defi­ni­tio­nen und haben sich auf die Sei­te der Pro­te­stan­ten geschla­gen, dass es Zeit für einen auf­rich­ti­gen Schnitt wäre — man kann nicht zwei­en Her­ren die­nen, wie es Luther so ein­gän­gig über­setz­te!
        Sie ver­wir­ren mit ihrer Dop­pel­stra­te­gie nur die Leu­te.

      • Shu­ca, bit­te neh­men Sie zur Kennt­nis:

        Die Bibel wur­de den Her­ren Luther, Cal­vin, Knox, Zwing­li & Co. 1’500 Jah­re nach der Mensch­wer­dung unse­res Herrn und Erlö­sers direkt vom Him­mel auf den Kopf gewor­fen.

        Des­halb kommt ihnen auch die Kom­pe­tenz zu, sie aus­zu­le­gen, ganz unab­hän­gig davon, was nach dem Apo­stel­kon­zil zuvor noch 18 öku­me­ni­sche Kon­zi­le wäh­rend 1’200 Jah­ren defi­niert hat­ten. (U.a. gewis­se anti­jü­di­sche Ent­glei­sun­gen und eini­ge lebens­wirk­li­che Aus­las­sun­gen des einen oder ande­ren die­ser Erlauch­ten müs­sen natür­lich im zeit­li­chen Kon­text ver­stan­den wer­den — wir ver­ste­hen uns!)

        Las­sen Sie sich also nicht beir­ren und stel­len Sie ins­be­son­de­re die aller­se­lig­ste Jung­frau und Got­tes­ge­bä­re­rin am besten ganz schnell dort­hin, wohin sie es mit der Zeit bei allen Pro­te­stan­ten — nach anfäng­li­cher Sen­ti­men­ta­li­tät (gewis­se Rück­sich­ten muss­te man halt neh­men) — geschafft hat, näm­lich in die hin­ter­ste Ecke.

      • L.L.

        „In der gan­zen Bibel von Gene­sis bis zur Offen­ba­rung des Johan­nes gibt es kei­ne Anwei­sung Got­tes, Ver­stor­be­ne zu ver­eh­ren und um Für­spra­che bei Gott anzu­ru­fen. Wenn man bedenkt, wie oft Gott Din­ge, die ihm wich­tig sind, in der Bibel wie­der­holt und wie­der­holt und wie­der­holt, dann soll­te einem das schon auf­fal­len.“

        Ist doch klar, die Erlö­sung kam ja auch erst mit dem Herrn Jesus Chri­stus; wie hät­te man zuvor Ver­stor­be­ne — ad infe­ros! — um Für­spra­che bit­ten kön­nen?

        Ihre Ver­bohrt­heit ist mitt­ler­wei­le wirk­lich erschreckend.

  3. Ent­wei­hung einer christ­li­chen Kir­che.
    Eine unglaub­li­che Frech­heit und Ver­höh­nung der Chri­sten. Aber man braucht sich nur den Kura­tor anzu­schau­en.

  4. Was dort in Vene­dig von einem gei­stig umnach­te­ten „Künst­ler“ ange­stellt wur­de, ist die Quit­tung für eine „dia­lo­gi­sie­ren­de“ Kir­che und deren Ver­beu­gun­gen vor der Irr­leh­re Islam. Die „Begei­ste­rung“ der Mos­lems für die­se Schlei­fung einer katho­li­schen Kir­che ist inso­fern „nach­voll­zieh­bar“, als dass der­ar­ti­ge Aktio­nen in den Augen der Mos­lems die „Über­le­gen­heit“ des Islam zei­gen, zumal es für sie undenk­bar ist, dass aus einer ihrer Ver­samm­lungs­or­te ( Moscheen) ein katho­li­sches Got­tes­haus wer­den könn­te. Die frei­gei­stig bewusst her­bei­ge­führ­te fort­schrei­ten­de Ent­christ­li­chung Euro­pas in Rich­tung reli­giö­ser gei­sti­ger Umnach­tung macht es dem Islam leicht, auf wei­te­re der­ar­ti­ge „Ein­la­dun­gen“ zu hof­fen. ( in den Vati­ka­ni­schen Gär­ten durf­ten sie bekannt­lich vor einem Jahr am Pfingst­mon­tag (!) auch schon über die „Ungläu­bi­gen“, also auch über den gast­ge­ben­den Papst, her­zie­hen )
    Die nach­fol­gen­de „Jubel­arie“ von Kar­di­nal Tau­ran, 
    dem Prä­si­den­ten des „Päpst­li­chen Rates für den inter­re­li­giö­sen Dia­log“
    anläss­lich des zu Ende gegan­ge­nen isla­mi­schen Fasten­mo­nats Rama­dan, hät­te sicher­lich auch an der „Bie­na­le“ in Vene­dig „begei­ster­te“ Zuhö­rer gefun­den:
    -
    „Inspi­riert durch unse­re gemein­sa­men Wer­te und gestärkt durch 
    unse­ren Glau­ben an wah­re Brü­der­lich­keit sind wir dazu auf­ge­ru­fen, 
    uns gemein­sam um Gerech­tig­keit, Frie­den und Respekt, 
    sowie um die Rech­te und Wür­de jeder ein­zel­nen Per­son
    — und beson­ders der Bedürf­ti­gen — zu bemü­hen. 
    Auf die­se Wei­se wer­den wir dazu bei­tra­gen kön­nen, 
    die Span­nun­gen und Kon­flik­te zu redu­zie­ren und 
    das Gemein­wohl zu för­dern. 
    So wer­den wir zei­gen kön­nen, 
    dass die Reli­gio­nen eine Quel­le der Har­mo­nie sein und einen Nut­zen 
    für die gan­ze Gesell­schaft haben kön­nen.“
    -

  5. Es ist eine Okku­pa­ti­on, ähn­lich einer Beset­zung durch feind­li­ches Heer.
    Wie kann der Eigen­tü­mer der Kir­che, wer auch immer das sein mag, so etwas zulas­sen?
    Womög­lich hat er auch noch Bares für die Über­las­sung bekom­men.
    Darf „Kunst“ alles? Offen­sicht­lich!
    Ich hof­fe, dass es nicht nur Grum­meln geben wird, son­dern sich ein unüber­hör­ba­rer Pro­test ent­wickelt.

    Was ist Jesus Chri­stus noch wert in die­ser Welt?

    Der angeb­li­che Dia­log wird geprie­sen.
    Sind sie unter sich, wer­den die Mos­lems in Wirk­lich­keit ihren Tri­umph genie­ßen und fei­ern, sie wer­den lachen über soviel Nai­vi­tät und Dumm­heit von katho­li­scher Sei­te und der Bien­na­le-Ver­ant­wort­li­chen.
    Und Papst Fran­zis­kus, wird er ange­mes­sen reagie­ren? Wohl eher nicht!

  6. Ich bin mir ziem­lich sicher, dass sehr vie­le der „nor­ma­len“ euro­päi­schen Leu­te das alles als gar nicht so spek­ta­ku­lär oder schlimm emp­fin­den — dass eine Kir­che ein geweih­ter und hei­li­ger Ort ist, ist ohne­hin durch den Pro­te­stan­tis­mus ver­lo­ren gegan­gen.
    Auch dort kann man — wie im Islam — prin­zi­pi­ell jeden Raum als „Ver­samm­lungs­ort“ wäh­len. Und genau­so geschieht es ja auch: Haus­krei­se bei May­ers im Wohn­zim­mer in Anwe­sen­heit des Fern­seh­ge­rä­tes und der Haus­bar, Bibel­stun­den in schnö­den Sälen, Pfingst­pre­di­ger in alten Fabrik­ge­län­den!
    Und in der katho­li­schen Kir­che debat­tiert man über rei­ne Wort­got­tes­dien­ste, wer macht beim Ein­tritt noch eine Knie­beu­ge — ach ja, dass das das Licht brennt und der Herr anwe­send sein könn­te — ach so, des­we­gen, oh… so siehts doch aus. Für vie­le Katho­li­ken ist auch die katho­li­sche Kir­che nur noch ein Ver­samm­lungs­ort, den man v.a. medi­ta­tiv gestal­ten soll­te…

    Und dann wüss­te ich gern, wem die Kir­che „pri­vat“ gehört?
    Und war­um der Patri­arch sich nur ärgert, aber nicht sofort bockt und einen Rie­sen­zir­kus ver­an­stal­tet — so lan­ge, bis der gan­ze Moschee­krem­pel wie­der drau­ßen ist.

    Tja.

    War­um auch — wenn wir doch gelernt haben, dass das es okay ist und uns min­de­stens zwei Päp­ste sol­chen Quatsch bereits vor­ge­macht haben — nicht in einer aus­ran­gier­ten Kir­che, son­dern in Assi­si, im vati­kan, im Aller­hei­lig­sten?!

  7. Der Köl­ner Dom ist schon lan­ge Moschee!! Vor eini­gen Jah­ren, sah sich der röm. kath. Erz­bi­schof von Smyr­na ( z.Zt. Izmir genannt ) genö­tigt, sei­ne Mit­brü­der drin­gend davor zu war­nen, Kir­chen oder Kapel­len Mus­li­men, wenn auch kurz­fri­stig, für reli­giö­se Ver­an­stal­tun­gen zur Ver­fü­gung zu stel­len. Nach deren Auf­fas­sung wird die­ser Ort irrever­si­bel Moschee. Nun zum Köl­ner Dom. Kar­di­nal Frings, der lei­der im Alter völ­lig in die Hän­de von Moder­ni­sten geriet, stell­te den Islam­leu­ten für ihr Fasten­en­de ein Sei­ten­schiff des Köl­ner Doms zu Ver­fü­gung.

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