Weihen bei der Petrusbruderschaft — Seminarpläne für Mexiko

Subdiakonatsweihen im Februar in den USA
Sub­dia­ko­nats­wei­hen im Febru­ar in den USA

(Wigratz­bad) Am kom­men­den 16. Mai wird der eme­ri­tier­te Bischof Elmar Fischer von Feld­kirch (Öster­reich) neun Semi­na­ri­sten des inter­na­tio­na­len Prie­ster­se­mi­nars der Prie­ster­bru­der­schaft St. Petrus in Wigratz­bad zu Dia­ko­nen wei­hen.

Die Dia­ko­nats­wei­he in der über­lie­fer­ten Form des Römi­schen Ritus beginnt um 9.30 Uhr in der Pfarr­kir­che St. Gal­lus von Gestratz, einer Nach­bar­ge­mein­de von Opfen­bach, wo sich das inter­na­tio­na­le Prie­ster­se­mi­nar befin­det.

Bischof Elmar Fischer ist laut Acci­on Lit­ur­gi­ca damit der 392. Bischof welt­weit, der seit Inkraft­tre­ten des Motu pro­prio Summorum Pon­ti­fi­cum von Papst Bene­dikt XVI. im über­lie­fer­ten Ritus zele­briert oder die­sem bei­wohn­te.

Die Prie­ster­wei­hen für den Wei­he­jahr­gang 2015 wird Bischof Nico­las Brou­wet von Tar­bes und Lour­des aus Frank­reich am 27. Juni in der Stadt­pfarr­kir­che St. Peter und Paul von Lin­den­berg im All­gäu spen­den. Auch Lin­den­berg liegt wie Opfen­bach und Gestratz im Land­kreis Lin­dau am Boden­see.

Sühnekirche von Wigratzbad „unbrauchbar“ gemacht

Die Ver­le­gung nach Gestratz wur­de durch die Umge­stal­tung des Altar­raums in der Süh­ne­kir­che von Wigratz­bad erzwun­gen. Obwohl Bischof Kon­rad Zdar­sa im Novem­ber 2013 dem Inter­na­tio­na­len Prie­ster­se­mi­nar der Petrus­bru­der­schaft einen Besuch abstat­te­te und dort herz­li­che Auf­nah­me fand, ord­ne­te die Diö­ze­se kurz dar­auf eine grund­le­gen­de Neu­ge­stal­tung des Pres­by­te­ri­ums der Süh­ne­kir­che im Sin­ne des Neu­en Ritus an.

Der Ein­griff hat außer Kosten nichts gebracht. Die Petrus­bru­der­schaft, die haupt­säch­lich die Süh­ne­kir­che nützt, kann die­se wegen der Umge­stal­tung aus Platz­grün­den nicht mehr für bestimm­te Zere­mo­nien wie Wei­hen nüt­zen.

Auch unter den Gläu­bi­gen ist der Unmut groß. Sie sehen im Ein­griff eine Will­kür­maß­nah­me zum Scha­den der Petrus­bru­der­schaft. Eines jener vie­len klei­nen und gro­ßen Signa­le, daß der über­lie­fer­te Ritus bestimm­ten neu­ri­tu­el­len Kle­ri­ker­ideo­lo­gen und Lai­en­funk­tio­nä­ren ein Dorn im Auge ist.

Petrusbruderschaft plant neues Priesterseminar für spanischsprachige Kandidaten

Wäh­rend am Inter­na­tio­na­len Prie­ster­se­mi­nar in Wigratz­bad die Aus­bil­dung in fran­zö­si­scher und deut­scher Spra­che erfolgt, wer­den die eng­lisch­spra­chi­gen Kan­di­da­ten der Petrus­bru­der­schaft in Den­ton (USA) aus­ge­bil­det.

Dort weih­te Msgr. Joseph Per­ry, Weih­bi­schof von Chi­ca­go am ver­gan­ge­nen 7. Febru­ar vier Semi­na­ri­sten zu Sub­dia­ko­nen. Am kom­men­den 30. Mai wird Bischof James Con­ley von Lin­coln sechs Semi­na­ri­sten zu Dia­ko­nen wei­hen.

Für den spa­nisch­spra­chi­gen Raum plant die Petrus­bru­der­schaft über ihr Apo­sto­lat in Gua­da­la­ja­ra ein eige­nes Prie­ster­se­mi­nar in Mexi­ko zu errich­ten. „Hel­fen Sie, neue Prie­ster aus­zu­bil­den“ nennt sich das Mot­to, unter dem die Bru­der­schaft Geld für das neue Semi­nar sam­melt. Dafür dient auch ein Video zur Vor­stel­lung der Prie­ster­bru­der­schaft und des Semi­nar­pro­jekts.

Wäh­rend die Zahl der Bischö­fe, die im über­lie­fer­ten Ritus zele­brier­ten, unter Papst Bene­dikt XVI. schnell anstieg, ist die­se Bewe­gung unter Papst Fran­zis­kus weit­ge­hend zum Still­stand gekom­men, des­sen Abnei­gung gegen­über der Tra­di­ti­on vom fei­nen Gespür des hohen Kle­rus sofort regi­striert wur­de.

Text: Andre­as Becker
Bild: Acci­on Lit­ur­gi­ca