Papst Franziskus, Karnickel, Geburtenkontrolle, Gender-Theorie und Dalai Lama

Papst im Flugzeug
Papst im Flugzeug

(Manila/Rom) Auf der zwei­ten flie­gen­den Pres­se­kon­fe­renz sei­ner Asi­en­rei­se sprach Papst Fran­zis­kus am gest­ri­gen Mon­tag, auf dem Rück­flug nach Rom eine Viel­zahl von The­men an. Teil­wei­se kam er auf The­men zurück, die er bereits auf dem Flug von Sri Lan­ka auf die Phil­ip­pi­nen ange­spro­chen hat­te. Da bestimm­te Stich­wor­te her­aus­ge­fischt und der Kon­test der Aus­sa­ge igno­riert wer­den, sol­len die Aus­sa­gen des Pap­stes mög­lichst wört­lich wie­der­ge­ge­ben werden.

Die beleidigte Faust

Da war ein­mal die „Faust“, die der Papst sei­nem Rei­se­mar­schall androh­te, soll­te die­ser sei­ne Mut­ter belei­di­gen. So hat­te es Fran­zis­kus scherz­haft auf dem Weg nach Mani­la for­mu­liert, um dar­auf hin­zu­wei­sen, daß eine belei­di­gen­de Pro­vo­ka­ti­on Reak­tio­nen nach sich zie­he, wes­halb grund­sätz­lich auf Belei­di­gun­gen ver­zich­tet wer­den sol­le. Auf dem Rück­flug nach Rom sag­te er dar­auf zurückkommend:

„In der Theo­rie kön­nen wir sagen, daß eine gewalt­tä­ti­ge Reak­ti­on auf eine Belei­di­gung, eine Pro­vo­ka­ti­on kei­ne gute Sache ist. Das darf man nicht tun. In der Theo­rie kön­nen wir sagen, was das Evan­ge­li­um sagt, daß wir die ande­re Wan­ge hin­hal­ten soll­ten. In der Theo­rie kön­nen wir sagen, daß wir Mei­nungs­frei­heit haben und das ist wich­tig. In der Theo­rie sind wir alle einer Mei­nung, aber wir sind Men­schen, und es gibt die Klug­heit, die eine Tugend des mensch­li­chen Zusam­men­le­bens ist. Ich darf eine Per­son nicht stän­dig belei­di­gen, pro­vo­zie­ren, weil ich Gefahr lau­fe, sie zu ärgern, ich ris­kie­re, eine nicht rich­ti­ge Reak­ti­on zu bekom­men. Des­halb muß die Frei­heit von der Klug­heit beglei­tet sein.“

Die Geburtenregelung

Der Christ soll nicht Kin­der am Fließ­band zeu­gen. Ich habe vor eini­gen Mona­ten eine Frau in einer Pfar­rei geta­delt, weil sie beim ach­ten schwan­ger war nach sie­ben Kai­ser­schnit­ten. „Wol­len Sie sie­ben zu Wai­sen machen?“, „Nein, ich ver­traue auf Gott“. „Na schau an, Gott gibt dir die Mit­tel, sei ver­ant­wor­tungs­be­wußt.“ Das heißt, Gott zu ver­su­chen. (…) Ich glau­be, daß drei Kin­der je Fami­lie das ist, von dem die Tech­ni­ker sagen, daß es wich­tig ist, um die Bevöl­ke­rung zu erhal­ten. Des­halb ist das Schlüs­sel­wort um zu ant­wor­ten das, das die Kir­che schon immer ver­wen­de­te, auch ich: ver­ant­wor­te­te Eltern­schaft. Eini­ge mei­nen, ent­schul­digt den Aus­druck, ja – daß wir um gute Katho­li­ken zu sein, wie die Hasen sein sol­len, nicht? Nein, ver­ant­wor­te­te Eltern­schaft. Das ist klar und dafür gibt es in der Kir­che die Ehe­grup­pen, gibt es die Exper­ten dar­in, gibt es die Hir­ten und sucht man. Und ich ken­ne vie­le, vie­le zuläs­si­ge Aus­we­ge, die dabei gehol­fen haben.

Paul VI. und Humanae vitae

Was woll­te ich über Paul VI. sagen? Es stimmt, daß das Offen­sein für das Leben Vor­aus­set­zung für das Ehe­sa­kra­ment ist. Ein Mann kann nicht das Sakra­ment der Frau geben und die Frau dem Mann, wenn sie in die­sem Punkt nicht über­ein­stim­men, offen für das Leben zu sein. Die Ableh­nung Pauls VI. bezog sich nicht nur auf die per­sön­li­chen Pro­ble­me, zu denen er spä­ter den Beicht­vä­tern sagen wird, sie sol­len barm­her­zig sein und die Situa­tio­nen ver­ste­hen und ver­ge­ben. Er schau­te auf den welt­wei­ten Neo-Mal­thu­sia­nis­mus, der im Gan­ge war und der von Sei­ten der Mäch­te eine Kon­trol­le der Mensch­heit anstreb­te. Paul VI. war kein Zurück­ge­blie­be­ner, Abge­schlos­se­ner. Nein, er war ein Prophet.

Die Gender-Ideologie

Ich wer­de nur ein Bei­spiel nen­nen, das ich gese­hen habe. Vor 20 Jah­ren, 1995, hat­te ein Unter­richts­mi­ni­ster einen gro­ßen Kre­dit bean­tragt, um Schu­len für die Armen zu bau­en. Sie haben ihm den Kre­dit gege­ben unter der Bedin­gung, daß es in den Schu­len ein Buch gab für Kin­der eines gewis­sen Niveaus. Es war ein Schul­buch, ein didak­tisch gut aus­ge­ar­bei­te­tes Buch, in dem die Gen­der-Theo­rie gelehrt wur­de. Das ist die ideo­lo­gi­sche Kolo­nia­li­sie­rung: sie drin­gen in ein Volk mit einer Idee ein, die nichts mit die­sem Volk zu tun hat und kolo­nia­li­sie­ren das Volk mit einer Idee, die eine Men­ta­li­tät oder eine Struk­tur ändert oder ändern will. Wäh­rend der Bischofs­syn­ode klag­ten afri­ka­ni­sche Bischö­fe dar­über, daß für bestimm­te Kre­di­te bestimm­te Bedin­gun­gen auf­er­legt wer­den. Das ist aber nichts Neu­es. Das­sel­be mach­ten die Dik­ta­tu­ren des ver­gan­ge­nen Jahr­hun­derts. Sie sind mit ihrer Dok­trin ein­ge­drun­gen. Denkt an die Balil­la [Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on des ita­lie­ni­schen Faschis­mus], denkt an die Hit­ler­ju­gend. Es gibt einen Schrift­stel­ler, der die­ses Dra­ma der ideo­lo­gi­schen Kolo­nia­li­sie­rung erlebt hat und es in einem Buch schil­dert. Es heißt „The Lord of the Earth“ oder „The Lord of the World“. Der Autor ist Ben­son, es wur­de 1903 geschrie­ben. Ich emp­feh­le euch, es zu lesen. Wenn ihr es lest, wer­det ihr ver­ste­hen, was ich mit „ideo­lo­gi­scher Kolo­nia­li­sie­rung“ sagen will.

Die Korruption in der Kirche

Ich erin­ne­re mich, 1994, als ich gera­de zum Bischof ernannt war, daß im Stadt­teil Flo­res in Bue­nos Aires zwei Funk­tio­nä­re eines Mini­ste­ri­ums zu mir kamen, um mir zu sagen: „Sie brau­chen hier viel, bei soviel Armen in den Vil­las mise­ri­as“. „Oh ja“, sag­te ich und habe ihnen berich­tet. „Wir kön­nen Ihnen hel­fen. Wir haben, wenn Sie möch­ten, eine Hil­fe von 400.000 Pesos.“ Damals war das Ver­hält­nis Peso und Dol­lar eins zu eins: also 400.000 Dol­lar. „Das könnt ihr machen?“. „Aber ja, ja.“ Ich hör­te zu, denn wenn die Gabe so groß ist, bekommt auch der Hei­li­ge Zwei­fel: „Aber um das machen zu kön­nen, legen wir ein Depot an und dann geben Sie die Hälf­te uns.“ In dem Augen­blick über­leg­te ich, was ich tun soll­te: ent­we­der beschimp­fe ich sie und gebe ihnen einen Tritt in den Aller­wer­te­sten oder ich spie­le den Dum­men. Ich habe den Dum­men gespielt und gesagt: „Sie wis­sen, daß wir in den Vika­ria­ten kei­ne Kon­ten haben. Sie müs­sen das Geld im erz­bi­schöf­li­chen Palais hin­ter­le­gen mit Emp­fangs­be­stä­ti­gung.“ Alles da. „Ah, wir wuß­ten nicht … Auf Wie­der­se­hen“, und sie sind gegan­gen. Dann habe ich mir gedacht: Wenn die­se bei­den direkt bei mir gelan­det sind, stand wohl noch eine ande­re Absicht dahinter.

Der Dalai Lama und China

Es ist aus pro­to­kol­la­ri­schen Grün­den des Staats­se­kre­ta­ri­ats üblich, kei­ne Staats­chefs oder Per­so­nen die­ses Ran­ges wäh­rend inter­na­tio­na­ler Tagun­gen in Rom zu emp­fan­gen. Zum Bei­spiel wur­de des­halb nie­mand für die FAO emp­fan­gen. Des­halb wur­de auch der Dalai Lama nicht emp­fan­gen. Ich habe gese­hen, daß man­che Zei­tung sag­te, daß ich ihn aus Angst vor Chi­na nicht emp­fan­gen hät­te. Das stimmt nicht. Er hat um eine Audi­enz gebe­ten, und es wur­de ihm dann irgend­wann ein Ter­min genannt. Er hat­te um einen frü­he­ren gebe­ten, aber nicht für jenen Moment, und so sind wir in Bezie­hun­gen. Der Grund war aber kei­ne Zurück­wei­sung der Per­son oder aus Angst vor Chi­na. Ja, wir sind offen und wol­len den Frie­den mit allen. Und wie steht es um die Bezie­hun­gen? Tja, die chi­ne­si­sche Regie­rung ist höf­lich. Auch wir sind höf­lich und machen die Din­ge Schritt für Schritt, wie man eben die Din­ge in der Geschich­te macht, nicht? Noch weiß man nicht, aber sie wis­sen, daß ich bereit bin, zu emp­fan­gen oder hin­zu­kom­men. Sie wis­sen es.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Vati­can Insi­der (Screen­shot)

36 Kommentare

  1. Obszö­ni­tä­ten wie sie nur von einem Pro­le­ta­ri­er her­stam­men können.
    Belei­di­gun­gen für alt­gläu­bi­ge Katho­li­ken und ihre Fröm­mig­keits­übun­gen en mas­se in sei­nen „Per­len“ aus dem Mar­ta-Camp und dann nun die­ser obszö­ne Jar­gon mit denen er katho­li­sche Eltern­schaft schmäht und beleidigt.
    Ber­go­glio offen­bart und ver­sinn­bild­licht den gan­zen Wahn der Kon­zils­kir­che in Wort, Habi­tus und Gestus.

  2. Hat Fran­zis­kus bedacht, dass sei­ne Aus­sa­ge alle Fami­li­en mit vier und mehr Kin­dern vor den Kopf sto­ßen und belei­di­gen könnte?
    Wel­che „Tech­ni­ker“ sind denn das, die wis­sen wol­len, dass drei Kin­der das Ide­al seien?

    • Es ist in die­sem Forum kein Geheim­nis, dass ich Franz vom ersten Tag an nicht gemocht habe — aber Sie haben natür­lich recht, das mit den Kar­nickeln schlägt dem Fass den Boden aus… ich bin selbst Vater einer Fami­lie mit fünf Kindern

      • Da bin ich voll­stän­dig Ihrer Mei­nung. Ein sol­cher Ver­gleich aus dem Mund des Stell­ver­tre­ters Chri­sti ist sach­te gesagt selt­sam. Ich wür­de lie­ber pro­le­ten­haft und rüpel­haft sagen — doch die Feder sträubt sich. Ihnen aber und Ihrer schö­nen Fami­lie gra­tu­lie­re von Her­zen und erbit­te für sie alle Got­tes Segen des Him­mels und der Erde. Mit wel­chem Glück Gott Sie beschenkt hat, wer­den Sie erst so rich­tig im Alter erfah­ren — freu­en Sie sich alle schon jetzt darauf.

  3. Also spä­te­stens nach die­sem „Kar­nickel­aus­rut­scher“ soll­ten wohl alle Warn­lam­pen blinken!
    Nun gehts wohl mun­ter wei­ter den Bach runter,aber was wird unten warten!?

    • „Unten“ ist noch lan­ge nicht, wahr­schein­lich kom­men da noch ein paar Untie­fen und Strom­schnel­len. Da hilft nichts mehr, nur beten.

    • Bei Ber­go­glio wird es noch wei­ter gehen. Er ist eine Kata­stro­phe, die das Kir­chen­recht wohl nicht so vor­her­se­hen konn­te, sonst hät­te man die Abset­zung in die Erwä­gung gezogen.

  4. Papst Fran­zis­kus zur Frau, die mit dem ach­ten Kind schwan­ger ist:
    „Wol­len Sie sie­ben zu Wai­sen machen?“
    Er mach­te die­ser Frau ein schlech­tes Gewis­sen und womög­lich auch Angst. Zudem stellt er m.E. das Daseins­recht die­ses ach­ten, noch unge­bo­re­nen Kin­des infrage. 

    Papst Fran­zis­kus zu zwei Funktionären:
    „…ent­we­der beschimp­fe ich sie und gebe ihnen einen Tritt in den Aller­wer­te­sten oder …“

    Papst Fran­zis­kus zu den Jour­na­li­sten im Flugzeug:
    “ …daß wir um gute Katho­li­ken zu sein, wie die Hasen sein sol­len, nicht?“

    Gos­sen­jar­gon eines wenig sen­si­blen Menschen?
    Nein, Spra­che eines Bischofs und jet­zi­gen Papstes.

    Beim The­ma Gen­der hat Papst Fran­zis­kus aller­dings recht.
    Ein armes Land, das Geld braucht, bekommt es unter Umstän­den nur, wenn es sich den so „heh­ren Wer­ten des Westens“ beugt, also sich zuvor die­sem Dik­tat unterwirft.

    • Schwei­gen. Ber­doglio hat­te bes­ser ein Schwei­ge­ge­lüb­de abge­legt. Das wäre für uns alle gut gewe­sen. Was er anstellt, ist nur noch schlimm- Hat­ten die Pro­gres­si­ven kei­nen, der etwas mehr sei­ne zun­ge in Zaun gehal­ten hätte.

  5. @ Stel­la
    Was für ein Aus­rut­scher denn?
    Das i s t er, wie er leibt und lebt.
    Und das ist die end­zeit­li­che After­kir­che, die katho­li­sche Hei­li­ge in Visio­nen gese­hen und deren Kom­men sie vor­her­ge­sagt haben. Jetzt haben wir sie.
    Sad but true.
    Chri­stus vincit !

  6. @ Leo L:
    Stimmt natürlich,ein Aus­rut­scher war das wahr­lich nicht,man ist immer noch geneigt zu relativieren,weil man es nicht fas­sen kann.
    Ja,jetzt haben wir sie.….

  7. Der Prä­si­dent des Zen­tral­ver­ban­des der deut­schen Ras­se-Kanin­chen­züch­ter Erwin Leow­sky hat Papst Fran­zis­kus ehr­lich und sach­ge­mäß geant­wor­tet, wie aktu­ell durch fol­gen­den Link zu erfah­ren ist:
    http://news.orf.at/#/stories/2261985/

    Die sexu­el­len Aus­schwei­fun­gen trä­fen nur auf die frei leben­den Tie­re zu, so Leow­sky. Die Fort­pflan­zung bei Zucht­ka­nin­chen ver­lau­fe hin­ge­gen in geord­ne­ten Bahnen.

    Zitat:
    „Er soll­te viel­leicht mal dar­über nach­den­ken, sol­che Redens­ar­ten gehen zu las­sen, und dafür die Ver­hü­tung frei­ge­ben. Das wäre mei­ner Mei­nung nach eher ange­bracht, als sol­che dum­men Sprü­che loszulassen“

    Der Mann ist mir sym­pa­thisch, auch wenn ich sei­ne Mei­nung nur bezüg­lich der Kanin­chen tei­len möchte. 🙂

    • Und was die emp­foh­le­ne Unter­las­sung sol­cher Redens­ar­ten angeht, gebe ich ihm natür­lich auch Recht.

  8. Fol­gen­der Text fehl­te noch aus dem Artikel:

    Kanin­chen­züch­ter haben Papst Fran­zis­kus für sei­ne „Karnickel“-Äußerung kri­ti­siert. Man dür­fe nicht allen Kanin­chen pau­schal ein erhöh­tes Sexu­al­ver­hal­ten unter­stel­len, sag­te Erwin Leow­sky, der Prä­si­dent des Zen­tral­ver­ban­des Deut­scher Ras­se-Kanin­chen­züch­ter, heu­te gegen­über der dpa.

  9. So ähn­lich rede­te mei­ne Ver­wandt­schaft im Jahr 1969, als mei­ne Mut­ter nach einer Fehl­ge­burt (dem drit­ten Kind) das vier­te Kind erwar­te­te: Muss­te das sein? Reicht es nicht, zwei leben­de Kin­der zu haben? Könnt ihr euch nicht zusam­men­rei­ßen? (Ich war damals 6 Jah­re alt und wer­de die­sen zyni­schen Über­griff nie vergessen … )

    Heu­te fah­ren die Leu­te für Kin­der auf den Mond. Es ist nicht mehr so leicht, über­haupt noch schwan­ger zu wer­den… Unfrucht­bar­keit, das Stich­wort der Postmoderne.

    Was will F. mit die­sem Gere­de bezwecken?

    Ange­nom­men, die Frau mit den acht Kin­dern ist aus Got­tes Sicht in höch­ster Wür­de: ER will durch sie doch tat­säch­lich acht Sei­ner wert­vol­len Men­schen schaf­fen … und ein „Papst“ redet von „Kar­nickeln“.

    Ehr­lich gesagt … habe ich wirk­lich kei­ne Lust, auf einem sol­chen Niveau …

    Will F. die Men­schen, die Gott wür­digt, zer­tre­ten? Ver­un­si­chern? Kleinmachen?

    Muss immer an Hil­de­gards Visi­on von Eva im Para­dies den­ken: Die gan­ze Mensch­heit trug sie „leuch­tend“, sagt die „Posau­ne Got­tes“. „Leuch­tend“ im Leib. Ja, das ist die Frau. Mehr geht nicht. Kein Wun­der fiel der Satan sie an! Nach dem Fall kommt dem nur eines gleich unter Men­schen: Prie­ster sein.
    F. kann das nicht ertragen?

  10. Ich stam­me aus einer Fami­lie von 5 Kindern.
    Mei­ne Mut­ter stamm­te aus einer Fami­lie von 8 Kin­dern, zuzüg­lich einem tot­ge­bo­re­nen Kind und einem toten Zwil­ling, und mit 2 Fehl­ge­bur­ten; mei­ne Groß­el­tern haben die gan­ze Ban­de durch die kar­ge Jah­ren des 2. Welt­kriegs gebracht.
    Mein Groß­va­ter war selbst der älte­ste von 10 Kin­dern (2 sehr früh oder bei der Geburt gestorben).
    sie sind allen, mit viel Arbeit, mit gro­ßer Spar­sam­keit, mit tie­fem Glau­ben sehr anstän­di­ge Men­schen geworden.
    Sie haben sich geop­fert für die nach­kom­men­de Genera­tio­nen- ich bin dafür jeden Tag zutiefst dankbar.
    Das ist die Grund­hal­tung der Pietas.
    Das Chri­sten­tum ist groß gewor­den mit der mono­ga­men Ehe und das hohe Respekt für die Familie.
    Kin­der­reich­tum war und ist ein Segen.
    Und was „Hasen“ (die haben meist zwei bis 4 Jun­gen) oder „Kar­nickel“ (das heißt auf gut Schwä­bisch „Stall­ha­sen“) betrifft: das ist nicht pro­le­ta­risch, das ist ganz ein­fach Prolet.

    • Dan­ke @Adrien Antoi­ne und @zeitschnur,
      wie sehr feh­len doch der Kir­che heu­te die­se Gross­fa­mi­li­en, die zu Ein­fach­heit und zum Ver­wie­sen­sein auf Gott und sei­nen Him­mel erzo­gen haben. Not­ge­drun­gen die besten Vor­aus­set­zun­gen des Lebens über­mit­telnd: Genüg­sam­keit, fro­hes Tei­len und vor allem das hohe Gut: ein­an­der zu haben- für ein­an­der dazu­sein. Vie­le Klö­ster könn­ten heu­te noch leuch­tend daste­hen, wie­vie­le Prie­ster und christ­li­che Ehe­leu­te wären uns dadurch geschenkt wor­den — viel­leicht sähe es auch im sehr schwa­chen Epi­sko­pat anders aus.auch beim höch­sten Prie­ster, gegenwärtig?

      • Da gebe ich ihnen ger­ne Recht. Man könn­te auch hin­zu­fü­gen, wie­vie­le Men­schen, die etwas aus ihrem Leben gemacht hät­ten und die Gesell­schaft berei­chert hät­ten, wären uns geschenkt, wenn es weni­ger Abtrei­bun­gen gäbe? Es gäbe viel mehr Men­schen und ergo wären ver­hält­nis­mä­ßig mehr Prie­ster­be­ru­fun­gen mög­lich, nur als Beispiel.
        Heut­zu­ta­ge ken­nen die mei­sten Men­schen die eher kurz­le­bi­ge Freu­de die aus dem Kon­sum irdi­scher Güter kommt all­zu gut, aber auf Kin­der will man sich nicht oder kaum ein­las­sen, was aber bei der rich­ti­gen Her­an­ge­hens­wei­se und unter den ent­spre­chen­den Vor­aus­set­zun­gen sicher­lich eine grö­ße­re Freu­de brin­gen wür­de. Ande­rer­seits scheint es heu­te, auf­grund des Sexu­al­kun­de­un­ter­richts und des schlech­ten Umgangs in Schu­len fahr­läs­sig den eige­nen Nach­wuchs sol­cher Umge­bung auszusetzen.

  11. Ob eine sol­che Rede­wei­se typi­scher ist für Pro­le­ten, für Pöbel, oder für Abschaum, kann ich nicht beur­tei­len. Aber cgrist­lich ist sie nicht. Was bei die­sem „Papst“ aber nicht mehr überrascht.

  12. Wir Chri­sten sind nicht v o n der Welt, nur i n der Welt.
    Bei Papst Fran­zis­kus habe ich all­zu­oft den Ein­druck, dass er zu sehr „in“ der Welt ist.
    Sein Ver­hal­ten, sei­ne Spra­che, sein gan­zes Auf­tre­ten, sei­ne locke­ren Sprü­che, sei­ne Geschwät­zig­kei­ten deu­ten dar­auf hin.
    Nichts Kon­tem­pla­ti­ves, nichts nach innen Gerich­te­tes strahlt er aus.
    Mir scheint, er ist ganz ein Kind die­ser Erde und die­ser Zeit.
    Ob das allein sei­ner süd­län­di­schen Her­kunft geschul­det ist?

    • nein lie­be @marienzweig-das ist ein typisch 68er durch und durch — wir flie­hen zurück unter den Schutz­man­tel der Aller­se­lig­sten Jung­frau, sie ist voll der Gna­de und hört auf die instän­di­ge Bit­te derer, die sie anru­fen. Den ein­ge­fah­re­nen Wil­len eines Men­schen ver­än­dern kann kein Engel, kein Dämon, erst recht kein Mensch- das kann nur Gott mit sei­ner Gna­de. Möge die­se Gna­de den Papst und uns alle immer wie­der errei­chen und über­ra­schen. Ave Maria!

      • Oft, lie­be @hedi.zueger, wenn ich es wegen der vie­len depri­mie­ren­den Nach­rich­ten aus Kir­che und Welt nicht mehr aus­hal­te, flüch­te ich mich in mei­ne Gebetsecke.
        Dort, beim Kreuz an der Wand und der Madon­nen­sta­tue auf dem Tisch­chen fin­de ich dann mei­stens mein inne­res Gleich­ge­wicht wieder.
        Ich den­ke, wir alle brau­chen immer wie­der die Mög­lich­keit zum Rück­zug, um see­lisch eini­ger­ma­ßen intakt zu blei­ben ange­sichts des Zustan­des der Welt.
        Was sag­te doch der hl. Pfar­rer von Ars zum Jun­gen, der ihm den Weg ins Dorf wies: “ .…., und ich wer­de dir den Weg zum Him­mel zeigen.“
        Ich möch­te nicht rich­ten, doch dies genau fehlt mir an Papst Fran­zis­kus. Durch ihn füh­le ich mich nicht ange­spro­chen, mei­nen Blick zum Him­mel zu richten.
        Ich wer­de mei­nen Glau­bens­weg ohne den Bischof von Rom gehen müssen.
        Viel­leicht ändert sich das ja noch!

    • Die­ser angeb­li­che „ande­re Stil“ , den die Apo­lo­ge­ten und Jub­ler Ber­go­gli­os immer zur „Erklä­rung“ anfüh­ren bei Ent­glei­sun­gen die­ser Art hat nichts mit „latein­ame­ri­ka­nisch“ oder der­glei­chen zu tun. Das ist 100% Ber­go­glio nicht mehr und nicht weni­ger. Man tut Latein­ame­ri­ka sehr grob Unrecht wenn man denkt, daß dort so ein tie­fe Niveau­lo­sig­keit vor­herr­schend sei.

      • Dies war ja genau mei­ne Frage.
        Kann man alles auf die süd­län­di­sche Men­ta­li­tät abwäl­zen? Ganz sicher nicht, denn das wür­de ja bedeu­ten, dass kein Mensch aus süd­li­chen Brei­ten­gra­den zur Kon­tem­pla­ti­on fähig wäre.
        Sei­ne schnod­de­ri­ge Spra­che stößt mich ab, der Welt scheint sie zu gefal­len: End­lich ein Papst, der so spricht wie sie selbst.

      • Ich gebe Ihnen da ganz recht, was soll denn das für ein Stol sein ? Ich erin­ne­re nur an die Fle­der­maus­men­schen und die Geschich­te von der Kuh mit der war­men Milch. Das ist alles höchst seltsam.

  13. „Ich habe vor eini­gen Mona­ten eine Frau in einer Pfar­rei geta­delt, weil sie beim ach­ten schwan­ger war nach s i e b e n Kaiserschnitten“

    Mehr als drei Kai­ser­schnit­te sind eigent­lich gar nicht mög­lich und jeder Geburts­hel­fer weit und breit wei­gert sich einen Vier­ten durchzuführen.
    Soll­te der Papst, statt die­se acht­fa­che Mut­ter zu tadeln, die auf wun­der­sa­me Wei­se sie­ben Kai­ser­schnit­te über­lebt haben soll und wie­der schwan­ger wer­den konn­te, nicht viel­mehr die Ärz­te tadeln die der­art unpro­fes­sio­nell gehan­delt haben.

    Ich fra­ge mich ob hier nicht wie­der sei­ne argen­ti­ni­sche Phan­ta­sie eine klei­ne Über­trei­bung pro­du­ziert hat.

  14. Belei­digt man jetzt eigent­lich die Mut­ter des Pap­stes und bekommt von sel­bi­gem eins mit der Faust, wenn man dar­auf hin­weist, daß er das 5. Kind in sei­ner Fami­lie war?

  15. Viel­leicht zum Abschluß:
    Heu­te mor­gen (22.01.2014) mel­de­te der Vati­kan daß der „Papst“ stark betrübt ist wegen der vie­len Kom­men­ta­ren und media­len Auf­ruhrs ob sei­nen Worten;
    Er wollt sowohl nicht die Kanin­chen (conig­lio) als die Men­schen belei­di­gen und woll­te nur aus­drücken daß min­der­stens 3 Kin­der pro Fami­lie not­wen­dig sind um eine Popu­la­ti­on sta­bil zu halten.
    Inzwi­schen typisch und alt­be­kannt: Fran­zis­kus hat nicht gesagt was er gesagt hat und er hat genau dies gemeint was er mathe­ma­tisch ver­neint hat.
    Tohu­wa­bo­hu pur.
    Und die Jubel­per­ser auf einer deutsch­spra­chi­gen Web­site sich nur wen­den wie ein hyper­ner­vö­ser Boa constrictor;
    Der Kon­sum an Beru­hi­gungs- und Magen­säu­re weh­ren­de Pil­len steigt mit Sicherheit!

    „Je m’em­pres­se de rire de tout avant d’êt­re obli­gé d’en pleu­rer“ (Beaum­ar­chais)-
    (für @Marienzweig: „Ich beei­le mich über alles zu lachen bevor ich dar­über wei­nen muß“)

  16. Ist schon selt­sam, was aus dem Mun­de die­sen „Pap­stes“, so hoch über der Erde, so her­aus­ge­kom­men ist. Da nutzt jetzt weni­ger, die­se Aus­sa­gen die­ses „Pap­stes“ recht­zu­rücken. Sind denn sei­ne wei­te­ren „Reden“ über die Fami­lie und das Leben glaub­haft? Es war eben eine „klei­ne“ Ent­blö­ßung durch Ein­wir­kung des Gei­stes… „ir sol­len uns mit Got­tes Hil­fe mühen, die­se Gei­ster zu unter­schei­den… Und die Zei­chen nach bestimm­ten Auf­trit­ten die­sen Fran­zis­kus sind unüber­seh­bar kei­ne Guten…

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