Die Jagd auf glaubenstreue Bischöfe — Plädoyer für eine katholische Gegenöffentlichkeit

Christus(Rom) Reak­tio­nen auf unse­re Bericht­erstat­tung zum Fall von Bischof Oli­ve­ri von Alben­ga-Impe­ria ver­lan­gen einen Hin­weis und sind Anlaß zu eini­gen grund­le­gen­den Über­le­gun­gen, die hel­fen sol­len, unter Katho­li­ken ein kri­ti­sches Bewußt­sein zu ent­wickeln.

Es erstaunt, mit wel­cher Insi­stenz man­che Leser mei­nen, durch Ver­lin­kun­gen auf Pres­se­ar­ti­kel deut­scher Medi­en oder ande­rer Län­der die Anschul­di­gun­gen gegen den Bischof zu bekräf­ti­gen. Es wur­de auch unter­stellt, wir wür­den die­se Anschul­di­gun­gen nicht ver­öf­fent­li­chen. Die Anschul­di­gun­gen wur­den hier aber sofort im Herbst 2014 berich­tet. Und ihnen wider­spro­chen.

Wenn wir sie nicht wie­der­ho­len, hat das einen trif­ti­gen Grund. Es geht um eine Kam­pa­gne gegen Bischof Oli­ve­ri, die von der Tages­zei­tung „Seco­lo XIX“ los­ge­tre­ten wur­de. Ande­re Medi­en über­nah­men seit­her unge­prüft die unbe­wie­se­nen Behaup­tun­gen, deren Absicht die Ent­fer­nung oder Ent­ma­chung von Bischof Oli­ve­ri ist.

Schablonenhafte Kampagnen mit saisonalen Zugaben

Das ist jeden­falls das Ziel der Bericht­erstat­tung des „Seco­lo XIX“. Ande­re Medi­en über­nah­men und über­neh­men die Behaup­tun­gen zum Teil aus Sen­sa­ti­ons­lust. Der Cock­tail wur­de ja medi­en­ge­recht gemixt (ein biß­chen undurch­sich­ti­ge Finanz­trans­ak­tio­nen, ein biß­chen Homo­se­xua­li­tät, viel katho­li­scher Kon­ser­va­ti­vis­mus, der a prio­ri nega­tiv ist, oder was sich eben sai­so­nal gera­de zur „Empö­rung“ schlich­ter Gemü­ter eig­net, etwa ein biß­chen Protz im Fall Lim­burg, ein biß­chen Ohr­fei­ge im Fall Mixa, ein biß­chen Har­ry Pot­ter im Fall Wag­ner).

Die­ses unbe­wie­se­ne Sam­mel­su­ri­um zu wie­der­ho­len, hie­ße, an der Kam­pa­gne gegen Bischof Oli­ve­ri mit­zu­wir­ken, was Katholisches.info ablehnt. Statt­des­sen bemü­hen wir uns, den Zusam­men­hang hin­ter dem Vor­der­grün­di­gen sicht­bar zu machen.

Glei­ches ver­such­ten wir zuvor bereits ana­log im Fall des abge­setz­ten Bischofs Rogelio Livie­res von Ciu­dad del Este oder des Lim­bur­ger Bischofs Tebartz-van Elst. Auch in den genann­ten Fäl­len man­gel­te es nicht an Katho­li­ken, die bereit­wil­lig Ver­leum­dun­gen, unbe­wie­se­ne Behaup­tun­gen oder Gerüch­te durch die Medi­en auf­grif­fen und wei­ter­ver­brei­te­ten. Auch, indem sie mein­ten, sie durch Ver­lin­kun­gen hier ver­brei­ten zu müs­sen.

Maßstab Verleumdungskampagnen zu erkennen

Es wur­de von uns eben­so betont, daß ein inzwi­schen stan­dar­di­sier­tes Muster zu erken­nen ist, wie sich anhand meh­re­rer ver­gleich­ba­rer Kam­pa­gnen gegen glau­bens­treue, in der Dik­ti­on der Kam­pa­gnen­me­di­en als „kon­ser­va­tiv“, „ultra­kon­ser­va­tiv“ oder „prot­zig“ bezeich­ne­te Bischö­fe über­prü­fen läßt. Siche­rer Maß­stab für das Vor­lie­gen einer Ver­leum­dungs­kam­pa­gne ist, wenn weder kir­chen­recht­lich noch zivil- oder straf­recht­lich ein ordent­li­ches Ver­fah­ren ein­ge­lei­tet, geschwei­ge denn abge­schlos­sen und schon gar nicht irgend­ei­ne Schuld fest­ge­stellt wird.

In jeder Diö­ze­se fin­den sich Schat­ten. Das ist kei­ne Weis­heit. Der Strick des „Seco­lo XIX“ (Zwei­fel sähen, Behaup­tun­gen unbe­wie­sen in den Raum stel­len, unzu­läs­si­ge Zusam­men­hän­ge her­stel­len, Ver­däch­ti­gun­gen äußern) lie­ße sich pro­blem­los und eben­so unge­recht­fer­tigt jedem Bischof dre­hen.

In Wirk­lich­keit geht es um per­sön­li­che Intri­gen und vor allem eine welt­an­schau­li­che Aus­ein­an­der­set­zung. Wer Bischof Oli­ve­ris Kir­chen­ver­ständ­nis nicht teilt, wird „Ver­ständ­nis“ für die päpst­li­che Säu­be­rung fin­den und bereit­wil­lig unbe­wie­se­ne Behaup­tun­gen wie­der­ho­len oder zumin­dest Zwei­fel schü­ren. Man ist kein „Pro­phet“, um bereits jetzt vor­her­sa­gen zu kön­nen, daß sich die Behaup­tun­gen nach­träg­lich als Ver­leum­dun­gen ent­pup­pen wer­den. Das wird dann aller­dings nie­man­den mehr inter­es­sie­ren. Das Ziel aber wur­de erfolg­reich erreicht.

Vom Umgang mit Leitmedien

Man den­ke an die viel­zi­tier­te angeb­li­che „Schlüs­sel­fi­gur“ Urru­ti­go­i­ty im Fall Livie­res. Wie ein Kanin­chen aus dem Zylin­der gezau­bert und eben­so schnell wie­der in Ver­ges­sen­heit gera­ten. Die Ita­lie­ner sagen dazu, man müs­se dem „popo­li­no“ nur etwas zum Fraß vor­wer­fen und es sprin­ge garan­tiert dar­auf an. In der Tat hat es etwas Erschrecken­des an sich, wenn Katho­li­ken unkri­tisch Medi­en­vor­ga­ben fol­gen. Ein kri­ti­scher Umgang gera­de mit den Medi­en ist für Katho­li­ken ein Gebot der Stun­de in einer Zeit, in der in den Leit­me­di­en ein erschreckend uni­for­mier­ter Ton zur Schau gestellt wird.

Das Muster ist nicht belie­big anwend­bar und daher nicht etwa von kon­ser­va­ti­ven Krei­sen gegen libe­ra­le Bischö­fe ein­zu­set­zen. Vor­aus­set­zung ist näm­lich das Zusam­men­spiel einer kir­chen­in­ter­nen Frak­ti­on mit mei­nungs­bil­den­den Medi­en. Das setzt eine gewis­se ideo­lo­gi­sche Affi­ni­tät oder zumin­dest eine gewis­se Inter­es­sen­kon­gru­enz vor­aus. Die­se ist der­zeit zwi­schen glau­bens­treu­en Krei­sen und Leit­me­di­en kaum gege­ben. Das ver­leiht dem Muster eine Ein­sei­tig­keit, die sich struk­tu­rell gegen glau­bens­treue Kir­chen­ver­tre­ter rich­tet, wie die kon­kre­ten Bei­spie­le bewei­sen.

Aus die­sem Grund haben wir bis­her weder Ver­lin­kun­gen zu ursprüng­li­chen ita­lie­ni­schen Arti­keln der Ver­leu­dungs­kam­pa­gne gegen Bischof Oli­ve­ri noch zu deren deut­schen Pla­giat­ar­ti­keln frei­ge­schal­tet und wer­den es auch künf­tig nicht tun. Wenn­gleich sich das im Fall von Bischof Oli­ve­ri erüb­rigt, da sich die Kam­pa­gne — nach Errei­chung des Ziels — inzwi­schen bereits in Luft auf­ge­löst hat.

Es ist aller­dings eben­so unschwer vor­her­seh­bar, daß wei­te­re Kam­pa­gne gegen ande­re Bischö­fe fol­gen wer­den.

Mißverstandene Pluralisierung hat Kirche ihrer Schutzmechanismen beraubt

Es ist schwie­rig gewor­den, eine katho­li­sche Gegen­öf­fent­lich­keit zu schaf­fen. Die Leit­me­di­en akzep­tie­ren die Katho­li­sche Kir­che und ihre Glau­bens­leh­re besten­falls in einer ihr geneh­men Aus­rich­tung. Die katho­li­schen Medi­en ver­tre­ten in den mei­sten Fäl­len die­se „geneh­me“ Aus­rich­tung, tau­gen daher wenig, das katho­li­sche Pro­fil zu schär­fen und noch weni­ger, unge­bühr­li­che Angrif­fe auf katho­li­sche Ver­tre­ter abzu­weh­ren. Die Wahr­schein­lich­keit ist grö­ßer, daß sie selbst an Ver­leum­dungs­kam­pa­gnen mit­wir­ken, maß­geb­lich oder als Mit­läu­fer, als daß sie sich um Dif­fe­ren­zie­rung, Klä­rung oder Auf­klä­rung bemü­hen.

Es bedürf­te also der Bes­ser­wis­ser gar nicht, die mei­nen, selbst die weni­gen nicht kon­for­men katho­li­schen Medi­en, mit dem Müll der mei­nungs­bil­den­den Medi­en neu­tra­li­sie­ren oder zuschüt­ten zu wol­len. Wenn es in den ver­gan­ge­nen 20 Jah­ren mög­lich wur­de, Bischö­fe grund­los aus ihrem Amt zu ver­ja­gen, weil sie eine der vor­herr­schen­den Mei­nung nicht geneh­me katho­li­sche Posi­ti­on ver­tra­ten, dann hat das auch damit zu tun, daß die Schutz- und Abwehr­me­cha­nis­men der Katho­li­schen Kir­che nicht mehr funk­tio­nie­ren. Wür­de die kirch­li­che Hier­ar­chie und das gläu­bi­ge Volk zunächst das Eige­ne und die Eige­nen ver­tei­di­gen, wäre der Spuk schnell zu Ende. Die erfolg­rei­che Plu­ra­li­sie­rung der Kir­che durch ein fal­sches Ver­ständ­nis von gesell­schaft­li­chem Plu­ra­lis­mus gibt expo­nier­te Kir­chen­ver­tre­ter der Gegen­sei­te preis und läßt sie zur leich­ten Beu­te wer­den.

In der Regel wer­den die Ver­leum­dungs­kam­pa­gnen sogar in irgend­wel­chen katho­li­schen Krei­sen ent­wickelt und dort der Start­schuß erteilt. Durch das Zusam­men­wir­ken mit sym­pa­thi­sie­ren­den Medi­en ent­steht dann schnell jene Eigen­dy­na­mik, die Jagd­sze­nen zu eigen ist. Der Beut­ein­stinkt folgt ganz eige­nen, archai­schen Gesetz­mä­ßig­kei­ten.

Von den „Zei­chen der Zeit“ ist ger­ne die Rede, doch nicht vie­le erken­nen sie, dabei lie­fert die Hei­li­ge Schrift ent­schei­den­de Hilfs­mit­tel, um sich ziel­si­cher ori­en­tie­ren zu kön­nen. Heu­te war in einem ande­ren Arti­kel über „fal­sche Pro­phe­ten“ bereits die Rede davon.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Ars Chri­stia­na

18 Kommentare

  1. Sie haben zwar recht mit Ihrem Zorn auf die ein­fluss­reich­sten Medi­en und ihre Kam­pa­gnen.
    Aller­dings weiß ich in aller Regel nicht, ob „Ver­leum­dun­gen“ wirk­lich Ver­leum­dun­gen sind oder ein Mix aus Wah­rem und Fal­schen oder womög­lich sogar die Wahr­heit. Meist haben wir nichts in der Hand, das objek­tiv zu ent­schei­den. Wir sind abhän­gig von dem, was wir von ande­ren gesagt bekom­men und kön­nen es sel­ten nach­prü­fen…

    Die Kir­che war immer schon ein Intri­gan­ten­stadl. Das ist viel­fach bezeugt, auch Gegen­stand vie­ler Pri­va­tof­fen­ba­run­gen, Hei­li­gen-Lebens­läu­fe und alter Pre­digt­li­te­ra­tur. Und nicht zuletzt sind die­se Intri­gen und Machen­schaf­ten, die nicht nur von „lin­ker“, son­dern auch von kon­ser­va­ti­ver Sei­te kamen, auch Gegen­stand päpst­li­cher Kla­gen gewe­sen.

    Ich kann mich nicht so erstau­nen über die der­zei­ti­gen Zustän­de. Schließ­lich sind all die­se Hor­ror­fi­gu­ren, die nun so destruk­tiv wir­ken, syste­ma­tisch von den vori­gen Päp­sten mit vol­lem Bewusst­sein instal­liert wor­den.

    Das 6. Gebot und sei­ne vor­läu­fi­ge Ein­hal­tung war Köder für die Gläu­bi­gen und Prie­ster und v.a. Bischö­fe, sich von einem Rom, das eine sol­che Lit­ur­gie­re­form und ande­re blas­phe­mi­sche Unge­heu­er­lich­kei­ten begeht, nicht zu distan­zie­ren. Pius X. beschrieb ja die pseu­do­from­men Moder­ni­sten in ihrer Stra­te­gie als sol­che, die mora­lisch völ­lig inte­ger auf­trä­ten.

    Das ist eine rich­ti­ge Pro­gno­se gewe­sen: ein Kas­per & Co sind offe­ne Leug­ner der Wahr­heit. Aber die vori­gen Päp­ste haben schön fromm getan, obwohl sie die schlimm­sten Ein­stür­ze und Blas­phe­mi­en began­gen haben.
    Ich weiß, jetzt rasten hier man­che wie­der aus, aber es ist objek­tiv und hier wirk­lich eine schwe­re Blas­phe­mie, wenn ein Papst den Koran küsst und eine Bud­dha­sta­tue auf einen Altar stellt.
    Doch da haben plötz­lich vie­le Ver­ständ­nis — er meint es nicht so, er weiß es nicht bes­ser etc. Als ob Päp­ste debil wären und nie stu­diert hät­ten…
    Das Geschrei gegen Char­lie Heb­do ist Stell­ver­tre­ter­krieg, solan­ge man nicht bereit ist, die Blas­phe­mi­en durch die Päp­ste VOR F. klar zu sehen und zu benen­nen.
    Pius X. hat­te hier also recht: man wahr­te den Anschein von Anstand und das 6. Gebot am läng­sten, weil dies die ein­fa­chen Gemü­ter beein­druckt und sediert.

    Für mich sieht es so aus, dass dies nur die letz­te Basti­on ist, die nun auch noch fällt.

    Und es ist eine ech­te Schan­de, dass die mei­sten erst jetzt auf­wa­chen! Die zahl­rei­chen Belei­di­gun­gen Got­tes INNERHALB der Kir­che (dass die Leu­te außer­halb sie bege­hen ist banal und gewis­ser­ma­ßen nor­mal und kein Grund zur Auf­re­gung!) haben jah­rezhn­te­lang gera­de die ganz Kon­ser­va­ti­ven dazu gebracht, sich lang­sam aber sicher an sie zu gewöh­nen.

    Und was es noch dazu erschwert, ist die alte kirch­li­che Geheim­nis­kärme­rei und Ver­tu­schungs­tak­tik: Wer bit­te schön, kann all die­se Bischofs­fäl­le WIRKLICH und wahr­haf­tig und ehr­lich beur­tei­len? Reden nicht auch Sie einem Mann, dem Sie ver­trau­en, das nach, was er vor­trägt, ohne es prü­fen zu kön­nen? Woher wis­sen Sie, ob es wahr ist, was man Ihnen als „wahr“ vor­trägt?

  2. Das Pro­blem ist, wie man leicht erken­nen kann, daß sich der Main­stream der Bischö­fe an ein Kon­zil hal­ten wol­len, was sie selbst nicht ken­nen wol­len oder kön­nen. SIE ver­mit­teln der Öffent­lich­keit ein Bild von Kir­che, das unklar genug ist, um in die Öffent­lich­keit in Fra­gen der Kir­che ein bloß auf die Pro­ble­me der Sexu­al­mo­ral, der Auto­ri­tät und des sozia­len Enga­ge­ments redu­zier­tes Bild zu pro­ji­zie­ren. Papst Paul VI hat den Anfang gemacht mit „Populo­rum Pro­gres­sio“ und „Huma­nae Vitae“. Seit­dem ist die Kir­che auf die­se The­men fixiert, inso­fern sie ad intra gerich­tet sind.
    Ad extra aber gilt ein­zig der Öku­me­nis­mus und der Reli­gi­ons­in­de­fer­ren­tis­mus. Alles, was auf die Ein­zig­ar­tig­keit der Kir­che hin­weist, wird ver­schwie­gen, WEIL DAS KONZIL ES SO WILL! In den Frag­men­ten und Ele­men­ten des Heils sind so vie­le undeut­li­che Aus­sa­gen drin, daß jede Prä­zi­sie­rung zum Wider­spruch in sich führt. Sol­che Ver­wir­rung kann man der Öffent­lich­keit eben nicht zumu­ten. Also ist eben an die Apo­lo­gie die Fun­da­men­tal­theo­lo­gie getre­ten, die „demon­stra­tio­nes“ von DREI (vor­kon­zi­li­ar) auf ZWEI (kon­zi­li­ar) und schließ­lich auf EINE (Papst Fran­zis­kus) redu­ziert wor­den, soweit das Wir­ken der Kir­che ad extra angeht. Mis­sio­na­risch ist die Kir­che jeden­falls nicht mehr, sie ist ein „Sub­sti­tut“ nach „Lumen Gen­ti­um“ 8.2 gewor­den.
    Bischö­fe, die wenig­stens in der Apo­lo­gie hin­ter die zeit vor 1965 zurück­wei­sen wol­len, wer­den syste­ma­tisch des­avou­iert und unter frag­wür­di­gen Umstän­den zum Rück­tritt gezwun­gen, respek­ti­ve so zer­mürbt, daß sie amts­un­fäh­gi wer­den — Bischof Prof. Dr. Kurt Krenn aus St. Pöl­ten ist wohl das dra­stisch­ste Bei­spiel.
    Statt einer Umfra­ge zur Sexu­al­mo­ral eine Umfra­ge zur Kennt­nis des II. Vati­ka­ni­schen Kon­zils abzu­hal­ten, wäre ange­sichts des „Jubi­lä­ums“ abso­lut not­wen­di­ger gewe­sen. Dort hät­te sich bis in die höch­sten Kir­chen­krei­se eine gewal­ti­ge Lücke auf­ge­tan, so wie auch im Bereich der Ordi­na­ri­en der Uni­ver­si­tä­ten in der GANZEN WELT. Da hät­te sich gezeigt, wie Tief die Unkennt­nis ist und wie drin­gend der Erwerb des Lehr­am­tes der Kir­che schon seit 50 Jah­ren not­tut! Nur ist sol­ches trocke­ne Mate­rie und von den Syn­oden fast immer in häre­ti­scher Wei­se post­kon­zi­li­ar zer­pflückt wor­den.
    Ein wei­ters zeigt sich: Die Bischö­fe, die heu­te Ver­ant­wor­tung tra­gen, sind (Gott sei’s geklagt!9 nicht die hell­sten Köp­fe. Die­se haben sich in die Aka­de­mi­schen zir­kel zurück­ge­zo­gen, so wie es kaum noch pro­mo­vier­te Prie­ster gibt, sofern der Orts­or­di­na­ri­us oder der Ordi­na­ri­us des Ordens nicht dar­auf drängt, sei es um einen epi­scopa­bi­le zu haben oder mit der Pro­mo­ti­on Prie­ster ver­stärkt ins Lehr­amt zu brin­gen. Nur, wo sind die Pro­mo­tio­nen über das II. Vati­ca­num?? Die sich mit der Geschich­te, der Lehr­ge­schich­te aus­ein­an­der­set­zen?? WO?? Sie sind nicht da, weil die Unkennt­nis über die­ses Kon­zil zu groß ist!
    Und wo man dog­ma­tisch nicht ein­mal die eige­nen Berei­che abdecken kann, nimmt man ande­re Berei­che, um die Blö­ße zu bedecken, so wie Adam im Para­dies!

  3. (Fort­set­zung)
    Die Ursün­de des (in sich wider­sprüch­li­chen) II. Vati­ka­ni­schen Kon­zils hat die Theo­lo­gie aus dem Para­dies ver­trie­ben. Zwi­schen theo­lo­gi­scher Wis­sen­schaft und dem Lehr­amt der Kir­che ist der Bruch seit dem Kon­zil nicht mehr zu kit­ten. Die theo­lo­gi­schen Wis­sen­schaf­ten fol­gen ihren Para­dig­men, die Kir­che ihrer eige­nen Exi­stenz­recht­fer­ti­gung, dort die theo­ria hier die pra­xis. Die Kluft könn­te nicht grö­ßer sein. Kei­ne Enzy­kli­ka und kei­ne wis­sen­schaft­li­che Arbeit haben je es noch ver­mocht, die­se Kluft zu schlie­ßen, weder die „Theo­lo­gi­sche Prin­zi­pi­en­leh­re“ noch die Enzy­kli­ka „Fides et Ratio“. In einer evi­denz­ba­sier­ten moder­nen Gesell­schaft hat­te das die Unglaub­wür­dig­keit der Kir­che zur Fol­ge, jeder „Skan­dal“ war hin­rei­chen genug, um das auf töner­nen Fun­da­men­ten gesetz­te Bau­werk der Kon­zils­kir­che bis ins Mau­er­werk zu erschüt­tern. Also haben die Bischö­fe ange­fan­gen, die eige­nen (der Kir­che) Grund­sät­ze zu igno­rie­ren (Her­mann Kar­di­nal Volk) und schließ­lich zu ver­leug­nen (Erwin Kräut­ler). Ein­zig die Pra­xis der Kir­che war noch ent­schei­dend, wie etwa Kir­chen­aus­trit­te oder Besu­cher auf Kir­chen­ta­gen. Was wirk­lich an der Genein­de­ba­sis pas­sier­te, inter­es­sier­te nur soweit, soweit Finan­zen und Struk­tu­ren stimm­ten, das gilt nicht bur für Deutsch­land, das gilt auch für Latein­ame­ri­ka und die USA, sowie im gesam­ten West­eu­ro­pa. Die Wir­kung ad extra war natür­lich wenig anzei­hend. Bischö­fe, die sich die­sem Main­stream widersetz(t)en, wer­den gna­den­los aus­sor­tiert oder haben nie die Chan­ce, Ordi­na­ri­en zu wer­den, wie etwa (nomen est omen!) S.E. Atha­na­si­us Schnei­der.
    Und nun ist einer der Skan­dal­eu­re Jor­ge Mario Ber­go­glio auf wun­der­sa­me Wei­se Papst Fran­zis­kus gewor­den. Der Ober­hir­te, der vor­her die star­ken Hir­ten geschützt hat­te und die Miet­lin­ge zu „coope­ra­to­res veri­ta­tis“ machen woll­te wur­de vor­her aus dem Amt geekelt auf eine Wei­se, die schlim­mer nicht sein konn­te. Jeder Skan­dal wur­de auf ihm abge­la­den, der Ver­such zur Eigent­lich­keit der Kir­che, den er ver­such­te, abge­blockt und des­avou­iert. Jede Skan­da­li­sie­rung von Kon­ser­va­ti­ven ist eben eine wei­te­re „dam­na­tio memo­riae“ gegen Papst Bene­dikt XVI. UND DAS WEIß BERGOGLIO GENAU! Er ist Papst und ad intra setzt er sich hem­mungs­los durch, ad extra aber spielt er den barm­her­zi­gen. Das kommt nun in der Öffent­lich­keit gut an, Barm­her­zig­keit ist Trumpf. Da wun­dert es nicht, daß er jene Reli­gi­on die ihren Gott als barm­her­zig bezeich­net, in Offen­ba­rung und Pra­xis aber die unbarm­her­zig­ste ist, hofiert. Sozia­les Enga­ge­ment betreibt eben auch die Hamas. DIESER SKANDAL bleibt indes obgleich offen dalie­gend der Öffent­lich­keit, ihrem Inter­es­se fern.
    Aber ein Bischof, der ein­mal eine Ohr­fei­ge ver­teilt hat, wird von der Öffent­lich­keit mit dem Anathe­ma belegt, ganz zu schwei­gen von den Bischö­fen der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X.

  4. Die katho­li­sche Gegen­öf­fent­lich­keit gibt es in der FSSPX.
    Das ist es dann auch, mehr gibt es nicht mehr, das Krebs­ge­schwür des Vat II ist zu tief in die Kir­che ein­ge­drun­gen als das es noch Hil­fe geben könn­te.
    Der Zug ist abge­fah­ren und will auch nicht mehr gestoppt wer­den.
    Scha­de, aber genau so ist es uns geweis­sagt wor­den.
    Der Anti­christ sitzt jetzt für kur­ze Zeit auf dem Papst­thron, bis er dort ver­trie­ben wird.
    Hof­fen und beten ist das was uns noch bleibt.

  5. Ver­leum­dun­gen sind wie Federn, die jemand von der Kirch­turm­spit­ze aus einem Kis­sen her­un­ter­ge­wor­fen hat, und die sich im Wind über­all ver­brei­ten — ohne dass man sie jemals wie­der voll­stän­dig in das lee­re Kis­sen zurück­brin­gen kann.
    Es kommt jetzt auf die Situa­ti­on vor Ort an. Bischof Oli­ve­ri hat zwei Mög­lich­kei­ten: Zun Einen das Gan­ze ertra­gen, erdul­den und auf­op­fern, oder zum Ande­ren auf Dau­er gucken, dass er woan­ders hin­ge­hen kann, wenn aus der zu extrem nega­ti­ven Situa­ti­on nichts Posi­ti­ves mehr erwächst. Letz­te­res soll­te er in aller Stil­le und nur mit sehr guten Freun­den vor­be­rei­ten und durch­zie­hen. Auf gar kei­nen Fall soll­te er ver­zwei­feln oder den Mut ver­lie­ren.
    Kann jemand von der Redak­ti­on ihm ver­mit­teln, dass es hier Leu­te gibt, die für ihn beten ?

  6. Sehr geehr­ter Herr Nar­di,
    dan­ke für die­sen Arti­kel und dan­ke für Ihre regu­lä­re Bericht­erstat­tung!
    Wer nicht ganz dumm ist bzw. sich nicht dumm stellt, ver­steht Ihre Bericht­erstat­tung über die Demon­ta­ge glau­bens­treu­er Bischö­fe sehr gut.

    Ich tei­le Ihren Abscheu über die Bereit­wil­lig­keit, mit der auch Leser die­ses Forums die Anwür­fe gegen glau­bens­treue Bischö­fe durch welt­li­che Medi­en mit­voll­zie­hen.

    Und auch mir gehen die müh­sa­men Forums­schlümp­fe auf die Ner­ven, die offen­bar sehr viel Zeit haben, um hier her­um­zu­su­dern — und die Glaub­wür­dig­keit der Bericht­erstat­tung in Zwei­fel zu zie­hen. Ein beson­de­res Pracht­ex­em­plar die­ser Gat­tung ist @rampolla (sie­he exem­pla­risch dazu die Stel­lung­nah­me von heu­te um 7:59 — Was für ein Geschwa­fel!).

    Ich dan­ke Ihnen für Ihre Bericht­erstat­tung, Schwer­punkt­set­zung und Kom­men­tie­rung und bin mir sicher, daß ich damit nicht allei­ne bin!

    • „Und auch mir gehen die müh­sa­men Forums­schlümp­fe auf die Ner­ven, die offen­bar sehr viel Zeit haben, um hier her­um­zu­su­dern – und die Glaub­wür­dig­keit der Bericht­erstat­tung in Zwei­fel zu zie­hen. Ein beson­de­res Pracht­ex­em­plar die­ser Gat­tung ist @rampolla (sie­he exem­pla­risch dazu die Stel­lung­nah­me von heu­te um 7:59 – Was für ein Geschwa­fel!).“

      Reicht es tat­säch­lich bei einem Kate­che­ten zu nichts ande­rem mehr als die­sem unmög­li­chen und belei­di­gen­den State­ment, das natür­lich auch rein ego­zen­trisch for­mu­liert ist und damit den Geist offen­bart, in dem es geschrie­ben wur­de?

      Ist das katho­lisch, dass einem der, der nicht im eige­nen Gedan­ken­pool hüpft und springt, „auf die Ner­ven“ geht. Ist es katho­lisch, ihn zu schmä­hen?

      Es ist sym­pto­ma­tisch, dass Sie zur Sache nichts zu sagen haben — nur ich­be­zo­ge­ne Meta­ebe­ne.

      Eine Sache ist nicht des­we­gen wahr, weil Sie sie unbe­dingt für wahr hal­ten wol­len, son­dern die Wahr­heit liegt außer­halb des Auges des Betrach­ters — das wäre katho­lisch und so müss­te auch geprüft wer­den:

      Daher wei­ter und noch mal: Woher wis­sen wir, wer uns wahr berich­tet und wer es nicht tut?
      Für Sie steht also ganz offen­sicht­lich schon vor­her fest, was wahr zu sein hat. Ein glau­bens­treu­er Bischof ist erha­ben über Ver­strickun­gen und wenn es um ihn Schwie­rig­kei­ten gibt, dann wis­sen Sie ohne etwas zu wis­sen, dass er auf jeden Fall voll­kom­men unschul­dig ist. Belü­gen uns nicht auch angeb­lich Gläu­bi­ge? Ich habe da schon so viel Ver­que­res, Bestür­zen­des und Abscheu­li­ches erlebt, dass mein Ver­trau­en in alles, was vom Men­schen kommt, ziem­lich her­ab­nivel­liert ist. Zumin­dest dann, wenn ich mir nicht selbst ein genau­es Bild machen kann. was wis­sen also Sie über weit ent­fern­te Diö­ze­sen und die Vor­gän­ge dort? Kön­nen Sie hin­ein­blicken in die Tie­fen der sozia­len und öko­no­mi­schen Ver­strickun­gen dort?

      Es wäre ein­deu­tig Hybris, wenn einer da „Ja ich kann das“ sagen wür­de.

      Damit sind Sie aber genau auf dem Niveau, das wir doch so her­ab­las­send den welt­li­chen Medi­en vor­wer­fen — bloß mit einem ande­ren Vor­zei­chen davor.

      Und nun wären Sie dran, sich mit die­sem mei­nem Argu­ment aus­ein­an­der­zu­set­zen als um ein wei­te­res Mal Ihre pri­va­te Befind­lich­keit aus­zu­spie­len!

  7. @Rampolla: Sie schrei­ben „Sind die ande­ren Bischö­fe nicht glau­bens­treu ?“

    Natür­lich NICHT: Leh­mann, Kas­per, Marx, Bon­ny, Acker­mann und und Kon­sor­ten sind natür­lich nicht glau­bens­treu… also ganz ehr­lich, das brau­chen wir doch nicht zu dis­ku­tie­ren

    Ich emp­feh­le Ihnen drin­gend das Stu­di­um des Buches „Katho­li­scher Kate­chis­mus zur kirch­li­chen Kri­se“

    Man bekommt echt einen Brech­reiz wenn man Ihr Gela­ber liest

    • „Man bekommt echt einen Brech­reiz wenn man Ihr Gela­ber liest.“

      Muss die­se Ent­glei­sung eigent­lich sein? Kön­nen Sie Ram­pol­la nicht gesit­tet und auf einem gewis­sen intel­lek­tu­el­len Niveau wider­spre­chen? Ist es katho­lisch, den „Feind“ per­sön­lich zu belei­di­gen? Ist es rele­vant, ob Sie „Brech­reiz“ emp­fin­den, wenn ein ande­rer nicht sagt, was Sie hören wol­len? Ist das nicht eher sehr sehr selbst­be­zo­gen, auch total ego­zen­trisch for­mu­liert

      Und: Wie kommt das wohl bei ungläu­bi­gen Lesern an? Wird da einer Inter­es­se am katho­li­schen Glau­ben bekom­men?

      Ich geben Ihnen aber recht dar­in, dass vie­le Bischö­fe tat­säch­lich ganz offen nicht glau­bens­treu sind. Erkenn­bar ist es an dem ein­fa­chen Umstand, dass sie der über­lie­fer­ten Leh­re in gra­vie­ren­den Punk­ten wider­spre­chen. M.E. genügt die­ses ein­fa­che Kri­tie­ri­um tat­säch­lich.

    • @Zeitschnur: es tut mir leid wenn ich Ihr intel­lek­tu­el­les Niveau nicht errei­che — dort sind Sie ein­fach ein­fa­che Spit­ze!

      Mei, das Wort „Brech­reiz“ hät­te ich ver­mut­lich in der Tat bei­sei­te las­sen kön­nen, wobei es ehr­lich gesagt der Wahr­heit sehr nahe kommt

    • @ Pascal13

      Was ich mein­te hat dies­mal nichts mit dem Intel­lekt, son­dern eher mit Anstand und Respekt zu tun.

      Bit­te: Wol­len denn Sie, dass hier jemand auf Ihre per­sön­lich und sach­lich (aber nur dann) vor­ge­tra­ge­ne Mei­nung so reagiert, dass er „Brech­reiz“ zum Aus­druck gibt? Ram­pol­la blieb aber sach­lich und hat das wirk­lich nicht ver­dient.

      Sie ken­nen die gol­de­ne Regel!

      Haben wir als Katho­li­ken eigent­lich noch Respekt vor­ein­an­der? Auch dann, wenn eine Kon­tro­ver­se ent­steht?

  8. Ein guter Bei­trag. Sehr löb­lich, daß der geschätz­te Msgr. Oli­ve­ri den Weg wah­rer Demut und des Erdul­dens geht. Es geht nicht an sich vor Deka­denz und Zynis­mus der Medi­en „recht­zu­fer­ti­gen“.

  9. @rampolla:
    ad 1.: Jeder Christ, der einen Kate­chis­mus hat.
    Dan­neels, vanG­he­lu­we, Bon­ny und deKesel sind nicht glau­bens­treu.
    Schillebe­eckx, Jef Bulckens und Burg­grae­ve auch nicht.
    2. Natür­lich ist es eine Jagd, und wohl eine sehr selek­ti­ve.
    In bestimm­ten Krei­sen schei­nen wel­che höhe­re, in Pädo­phi­lie ver­strick­te Per­so­nen unan­tast­bar zu sein. (Wenig­stens „kirch­lich“ — die welt­li­che Justiz denkt da etwas anders).
    3. Es ist immer zu begrü­ssen, wenn Anschul­di­gun­gen wider­spro­chen wer­den.
    Es ist am Schlimm­sten wenn nichts mehr wider­spro­chen wird — es ist dann mei­stens alles wahr und liegt erbar­mungs­los frei vor Augen.
    4. Da kann ich Ihnen hel­fen: da gab es in dem Wochen­blatt der flä­mi­schen Diö­ze­sen „Kerk+Leven“ 1984 einen inhalt­li­chen Kom­men­tar dazu, und wohl betr. Pädo­phi­lie, von Jef Bar­zin, jetzt Dechant v. Ant­wer­pen Nord und Freund v. Johan Bon­ny (übri­gens noch ver­fei­nert v. Roger Burg­grae­ve, Freund v. Dan­neels, mit sei­ner „Erreich­bar­keits­mo­ral“).
    5. Schrei­ben-Posten-Kom­men­tie­ren.
    Veri­tas omnia vin­cit.
    6.Tibi Chri­ste sple­ndor Patris…

  10. Es besteht zuneh­mend eine Not­wen­dig­keit für Katho­li­ken, unter­schei­den zu kön­nen, wer ein glau­bens­treu­er Bischof ist und wer nicht.
    Der ein­fa­che Gläu­bi­ge ist hier ange­wie­sen auf seriö­sen Jour­na­lis­mus, der Wahr­heit ver­pflich­tet, um die rech­te Ori­en­tie­rung zu erhal­ten.

    Daher Dank an Herrn Nar­di für die­se gut erwo­ge­ne und sach­nüch­tern dar­ge­leg­te Bericht­erstat­tung und Kom­men­tie­rung!

    Zum Umgang mit Leit­me­di­en:
    Wie sind die inner­kirch­li­chen Medi­en­ab­tei­lun­gen und Pres­se­stel­len ein­zu­ord­nen? Die­nen die­se glau­bens­treu und der Wahr­heit ver­pflich­tet dem Bischof in sei­ner Amts­füh­rung? Wel­che Netz­wer­ke zu säku­la­ren (Leit)Medien wer­den (geheim, hin­ter dem Rücken des Bischofs) gepflegt und gefüt­tert? Es steht zu befürch­ten, dass es sowohl das eine wie das ande­re gibt. Und auch Misch­for­men davon je nach Oppor­tu­ni­tät?
    Die Erfah­rung zeigt, dass es auch im kirch­li­chen Bereich „Gekauf­te Jour­na­li­sten“ gibt. Was an der Stel­le A im ver­trau­li­chen Gespräch an Infor­ma­ti­on abge­holt wird, wird an Stel­le B als Bera­tung gegen Hono­rar ver­kauft. Ambi­va­len­tes Ver­hal­ten ohne schlech­tem Gewis­sen und ohne Erwä­gung von Scha­den und Kon­se­quen­zen. Oder mit dem Ziel einer ange­peil­ten Kon­se­quenz.

  11. @ ram­pol­la, Sie ant­wor­ten mir:
    „Zu beur­tei­len wer glau­bens­treu ist und wer nicht , steht uns nicht zu .“

    Weil es heils­not­wen­dig ist, wie­der­ho­le ich mei­nen ersten Kom­men­tar­satz:
    „Es besteht zuneh­mend eine Not­wen­dig­keit für Katho­li­ken, unter­schei­den zu kön­nen, wer ein glau­bens­treu­er Bischof ist und wer nicht.“

    Die vor­ran­gi­ge Pflicht und Auf­ga­be eines Bischofs in Aus­übung sei­nes Hir­ten­am­tes ist es, die ihm anver­trau­ten See­len zu leh­ren, zu lei­ten und zu hei­li­gen.
    Wenn ein Bischof Posi­tio­nen ver­tritt, die nicht im Ein­klang mit der unver­kürz­ten, geof­fen­bar­ten Leh­re der katho­li­schen Kir­che ste­hen (Evangelium/Heilige Schrift, Dog­men, 10 Gebo­te, kath. Kate­chis­mus), und die­se sogar lehrt und ver­kün­digt, dann kann dies See­len in die Irre füh­ren und deren ewi­ges Heil gefähr­den.

    Es ist so not­wen­dig wie auch eine Pflicht für jeden Katho­li­ken, sei­nen Glau­ben gut zu ken­nen. Dann kann er zumeist auch unter­schei­den, wer ein glau­bens­treu­er Bischof ist und wer nicht. Also — wel­cher Ver­kün­di­gung er folgt und wel­cher nicht!

    Und damit die media­le Bericht­erstat­tung die Gläu­bi­gen nicht ver­wirrt, braucht es wahr­haf­ti­gen seriö­sen Jour­na­lis­mus. Daher wie­der­ho­le ich Ihnen mei­nen zwei­ten Kom­men­tar­satz eben­falls:
    „Der ein­fa­che Gläu­bi­ge ist hier ange­wie­sen auf seriö­sen Jour­na­lis­mus, der Wahr­heit ver­pflich­tet, um die rech­te Ori­en­tie­rung zu erhal­ten.“

    Viel Freu­de beim Stu­di­um des katho­li­schen Glau­bens!

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