Die „falschen Propheten“ und die Bischofssynode 2015

Die Kardinäle Kasper und Marx und die Bischofssynode 2015
Die Kar­di­nä­le Kas­per und Marx und die Bischofs­syn­ode 2015

(Rom) Das neue Jahr 2015 hat begon­nen. Es ist das Jahr, in dem der abschlie­ßen­de zwei­te Teil der Bischofs­syn­ode über die Fami­lie auf dem Pro­gramm steht. Ihr Näher­rücken löst ganz unter­schied­li­che Reak­tio­nen aus. Ent­schei­dend sind nicht mensch­li­che Sor­gen und Hoff­nun­gen, die sich dar­an knüp­fen. Ent­schei­dend ist die Fra­ge nach der Wahr­heit und wie die­se zum Heil der Men­schen ver­kün­det und in der Seel­sor­ge ver­wirk­licht wer­den kann.

In der Kir­che gibt es unter­schied­li­che Stim­men und sogar Stim­men, die im Wider­spruch zur Glau­bens­leh­re und zum Lehr­amt ste­hen. Das stellt in der Kir­chen­ge­schich­te kei­ne Neu­heit dar. Schon der Evan­ge­list Johan­nes warn­te in sei­nem Ersten Brief vor den „fal­schen Pro­phe­ten“: „Und jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, ist nicht aus Gott. Das ist der Geist des Anti­christ, über den ihr gehört habt, daß er kommt. Jetzt ist er schon in der Welt“ (1 Joh 4,1–3). Seit­her stellt sich immer neu die Fra­ge: Wie aber kann man sie erken­nen und unter­schei­den? Der Evan­ge­list lie­fert ganz unauf­ge­regt die Ant­wort. Wor­an erkennt man also zu allen Zei­ten die fal­schen Pro­phe­ten? „Sie sind aus der Welt; des­halb spre­chen sie, wie die Welt spricht, und die Welt hört auf sie“ (1 Joh 4,5).

Applaus von Mächtigen und Massen sollte nachdenklich stimmen

Die­se Aus­sa­ge soll­te nahe­le­gen, dem Applaus und der Zustim­mung der Mäch­ti­gen und in deren nicht sel­ten gelenk­tem Gefol­ge der Mas­sen skep­tisch zu begeg­nen. Man könn­te sogar sagen, daß es besorg­nis­er­re­gen­der ist, die­sen Applaus zu erhal­ten, als ihn nicht zu erhal­ten. Was heu­te daher beson­ders beun­ru­higt, ist nicht der Umstand, daß es „fal­sche Pro­phe­ten“ gibt, son­dern, daß es vie­le sind und daß sie aus­drück­lich und scham­los als sol­che auf­tre­ten. Erleich­tert wird ihnen das durch das Feh­len der not­wen­di­gen und gebo­te­nen Maß­nah­men durch die kirch­li­che Auto­ri­tät. Dadurch ent­steht der Ein­druck, als wären die kirch­li­chen Ver­ant­wor­tungs­trä­ger abwe­send. Abwe­send wie Eltern, die von ihrer Für­sor­ge­pflicht und ihrer Erzie­hungs­auf­ga­be zurück­tre­ten und sich um die Ent­wick­lung ihrer Kin­der nicht sche­ren. An einer Sache man­gelt es heu­te näm­lich nicht: An Leu­ten, die die „Din­ge der Welt“ leh­ren. Von denen sind viel­mehr viel zu vie­le in Umlauf. Ver­gleicht man damit die Anspra­che von Papst Paul VI. vom 29. Juni 1972, dann scheint der Riß in der Kir­che, durch den der „Rauch Satans“ ein­dringt, tat­säch­lich zu brei­ten Bre­schen gewor­den zu sein, ja die Mau­er über wei­te Strecken zum Ein­sturz gebracht wor­den zu sein. Wie bei Bela­ge­run­gen üblich, folgt nach dem Ein­drin­gen Plün­de­rung und Brand­schat­zung.

Drei konkrete Beispiele — Der Jesuit Juan Masiá und der „Fortschritt“

Drei kon­kre­te Bei­spie­le. Nur Bei­spie­le, aber eben kon­kre­te Bei­spie­le, um das Gesag­te zu ver­deut­li­chen. Sie sind aber belie­big mul­ti­pli­zier­bar und das zur Potenz. In einem Arti­kel, also scrip­ta manent, bekennt sich der Jesu­it Juan Masiá als „Kas­pe­ria­ner“ tout court. Er hofft, ja for­dert, daß sich die Kir­che die Posi­ti­on von Kar­di­nal Wal­ter Kas­per zu den wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen zu eigen macht. Pater Masiá hält dabei den Ver­tei­di­gern der Unauf­lös­lich­keit der Ehe ent­ge­gen, daß „Dok­trin und Tra­di­ti­on sich zugun­sten der Wür­de der Per­son ent­wickeln kön­nen und müs­sen“. Mit ande­ren Wor­ten liegt sei­ner Argu­men­ta­ti­on ein posi­ti­vi­sti­sches Fort­schritts­den­ken zugrun­de, das für den Staat gilt und auch auf die Katho­li­sche Kir­che anzu­wen­den sei. Der Mensch, der in der Geschich­te line­ar fort­schrei­tet (Fort­schritt) auf dem Weg zu immer höhe­ren Höhen. Der ewi­ge Kampf sei daher jener zwi­schen den fort­schritt­li­chen Kräf­ten, die die­sen Fort­schritt zu Höhe­rem vor­an­brin­gen und den dunk­len Kräf­ten, die den Men­schen davon abhal­ten wol­len. Die Ehe­schei­dung, die Wie­der­ver­hei­ra­tung, die Lebens­ab­schnitts­part­ner­schaf­ten sind in die­sem Kon­text die höher­ent­wickel­te Stu­fe zivi­li­sier­ter zwi­schen­mensch­li­cher Bezie­hun­gen, die über die min­de­re, pri­mi­ti­ve­re Stu­fe einer lebens­lan­gen Part­ner­schaft mit einem ein­zi­gen ande­ren Men­schen hin­aus­füh­ren. Ent­schei­dend sei nur, daß alles „zivi­li­siert“, geord­net und gewalt­los statt­fin­de.

Die Tat­sa­che, daß die­ser angeb­li­che „Fort­schritt“ um den Preis ver­wirk­licht wer­den soll, das Got­tes­ge­setz zu bre­chen, wird aus­ge­klam­mert. Es wird nicht aus­ge­spro­chen, doch es liegt in der Luft. Ein all­ge­mein­gül­ti­ges, ja ver­bind­li­ches Got­tes­ge­setz kön­ne es gar nicht geben. Denn Gott ist letzt­lich der Mensch selbst, jeden­falls befin­de er sich auf sei­nem Fort­schrei­ten in der Geschich­te auf dem Weg zur Selbst­ver­gött­li­chung, also zu sei­ner Voll­endung. So sagt es Pater Masiá natür­lich nicht und denkt es viel­leicht auch gar nicht. Man scheint zu sehr damit beschäf­tigt, die kirch­li­che Posi­ti­on dem gera­de vor­herr­schen­den Mei­nungs­trend anzu­pas­sen.

Wiederverheiratet Geschiedene befinden sich „in einem dauernden, öffentlichen Ehebruch“

Der Kate­chis­mus der Katho­li­schen Kir­che defi­niert die Schei­dung in kla­rer Spra­che: „Die Ehe­schei­dung ist ein schwe­rer Ver­stoß gegen das natür­li­che Sit­ten­ge­setz“ und: „Die Ehe­schei­dung miß­ach­tet den Bund des Hei­les, des­sen Zei­chen die sakra­men­ta­le Ehe ist“ (KKK 2384). Es geht also um das Bre­chen eines Ver­tra­ges, der „bis zum Tod“ gilt. Die Sache wird um so schwer­wie­gen­der, wenn zivil­recht­lich eine neue Ver­bin­dung ein­ge­gan­gen wird: „Das Ein­ge­hen einer, wenn auch vom Zivil­recht aner­kann­ten, neu­en Ver­bin­dung ver­stärkt den Bruch noch zusätz­lich. Der Ehe­part­ner, der sich wie­der ver­hei­ra­tet hat, befin­det sich dann in einem dau­ern­den, öffent­li­chen Ehe­bruch.“

In der Hei­li­gen Schrift heißt es: „Hütet euch vor der Unzucht! Jede ande­re Sün­de, die der Mensch tut, bleibt außer­halb des Lei­bes. Wer aber Unzucht treibt, ver­sün­digt sich gegen den eige­nen Leib. Oder wißt ihr nicht, daß euer Leib ein Tem­pel des Hei­li­gen Gei­stes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott habt? Ihr gehört nicht euch selbst; denn um einen teu­ren Preis seid ihr erkauft wor­den. Ver­herr­licht also Gott in eurem Leib!“ (1 Kor 6,18–20).

Beispiel Zwei: Die Deutsche Bischofskonferenz

Damit kom­men wir zum zwei­ten Bei­spiel, jenem der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz, die sich in einem Doku­ment mit gro­ßer Mehr­heit für die Zulas­sung der wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen zu den Sakra­men­ten, wenn auch sub con­di­tio­ne aus­ge­spro­chen haben. Das Doku­ment wur­de beden­ken­los auf der Inter­net­sei­te der Bischofs­kon­fe­renz ver­öf­fent­licht, zusam­men mit den immer befremd­li­cher wer­den­den Wor­ten von Erz­bi­schof Rein­hard Kar­di­nal Marx von Mün­chen-Frei­sing, dem Vor­sit­zen­den der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz: „Die Suche nach einer theo­lo­gisch ver­ant­wort­ba­ren und pasto­ral ange­mes­se­nen Beglei­tung von Katho­li­ken, deren Ehe zer­bro­chen ist und die zivil geschie­den und wie­der­ver­hei­ra­tet sind, gehört — wie auch das Instru­men­tum labo­ris (Nr. 89ff) her­vor­hebt — welt­weit zu den drän­gen­den Her­aus­for­de­run­gen der Ehe- und Fami­li­en­pa­sto­ral“, so der Kar­di­nal.

Beispiel Drei: Bischof Bonny von Antwerpen

Damit wol­len auf ein drit­tes Bei­spiel über­len­ken: den Bischof von Ant­wer­pen (Bel­gi­en), Msgr. Johan Bon­ny, den man getrost als Agit­prop einer „ande­ren“ Kir­che bezeich­nen kann. Als Agit­prop für die „for­ma­le Aner­ken­nung“ homo­se­xu­el­ler und bise­xu­el­ler Bezie­hun­gen, wie er selbst in einem Inter­view in der Tages­zei­tung De Mor­gen mit dem übli­chen Schlacht­ruf von angeb­lich zu vie­len zu lan­ge Aus­ge­grenz­ten for­der­te.

Bischof Bon­ny ent­fach­te mit sei­ner Aus­sa­ge die Begei­ste­rung des Rek­tors der Katho­li­schen Uni­ver­si­tät Löwen, Rik Torfs, der übri­gens sei­nes Zei­chens ein Kir­chen­recht­ler ist. Torfs begei­ster­te sich der­ma­ßen, daß er von einem „Wen­de­punkt“ sprach, weil end­lich die „nicht ver­han­del­ba­ren Grund­sät­ze“ in Fra­ge gestellt wer­den könn­ten, was unter den Pon­ti­fi­ka­ten von Johan­nes Paul II. und Bene­dikt XVI. unmög­lich gewe­sen sei. Womit eigent­lich alles gesagt ist …

Bischof Bon­ny ist eine Krea­ti­on des Papst­ma­chers God­fried Kar­di­nal Dan­neels, der im Zusam­men­spiel mit dem dama­li­gen Apo­sto­li­schen Nun­ti­us Karl Josef Rau­ber in Rom durch­ge­setzt wur­de. Ein Zusam­men­spiel, das solan­ge funk­tio­nier­te, bis Papst Bene­dikt XVI. aus­rei­chend über die Nega­tiv­ent­wick­lung in der bel­gi­schen Kir­che auf­ge­schreckt, die Nach­fol­ge von Kar­di­nal Dan­neels als Erz­bi­schof von Brüs­sel-Mecheln unab­hän­gig von den Emp­feh­lun­gen Dan­neels und Rau­bers regeln woll­te. Für Kar­di­nal Dan­neels, der bereits 2005 die Wahl Bene­dikts XVI. zu ver­hin­dern ver­such­te, war das eine offe­ne Kriegs­er­klä­rung. Den Krieg hat er längst gewon­nen und fährt die Ern­te ein. Bene­dikt XVI. ist als ein­sa­me Gestalt unter den Päp­sten den Weg des Rück­tritts gegan­gen, Dan­neels konn­te sei­nen Kan­di­da­ten von 2005 ver­spä­tet doch noch auf den Papst­thron set­zen und wird seit­her durch päpst­li­ches Wohl­wol­len geehrt, durch direk­ten Zugang zum Papst, durch die per­sön­li­che Ernen­nung zum Syn­oda­len und durch die Erhe­bung Rau­bers zum Kar­di­nal, wäh­rend Dan­neels Nach­fol­ger als Erz­bi­schof von Brüs­sel-Mecheln ver­ge­bens auf die Auf­nah­me in den Kir­chen­se­nat war­tet.

Jene, die „wie die Welt sprechen“

Laut Bischof Bon­ny sol­le die Kir­che „die Plu­ra­li­tät“ der Lebens­for­men spie­gel­bild­lich zur gel­ten­den Rechts­ord­nung in den Staa­ten auch in ihrem Inne­ren aner­ken­nen. Die Rechts­ord­nun­gen sei­en wie­der­um ja nichts ande­res als die Aner­ken­nung der gesell­schaft­li­chen Rea­li­tä­ten. Der Bischof von Ant­wer­pen ist damit ein Para­de­bei­spiel für die Anpas­sung an die „Din­ge der Welt“, von denen der Evan­ge­list Johan­nes spricht. Bon­ny ist einer jener, die „wie die Welt“ spre­chen.

Weil die Ver­wir­rung heu­te sol­che Aus­ma­ße ange­nom­men hat, soll dar­an erin­nert wer­den, daß im Kate­chis­mus „homo­se­xu­el­le Bezie­hun­gen“ als „als schlim­me Abir­rung“ und Homo­se­xua­li­tät als „eine objek­tiv unge­ord­ne­te Nei­gung“ defi­niert wer­den und homo­se­xu­el­le Hand­lun­gen „in kei­nem Fall zu bil­li­gen“ sind (KKK 2357). Der Kate­chis­mus beruft sich ein­mal mehr auf die Hei­li­ge Schrift: „Wißt ihr denn nicht, daß Unge­rech­te das Reich Got­tes nicht erben wer­den? Täuscht euch nicht! Weder Unzüch­ti­ge noch Göt­zen­die­ner, weder Ehe­bre­cher noch Lust­kna­ben, noch Kna­ben­schän­de (…) wer­den das Reich Got­tes erben“ (1 Kor 6,9–10).

Generalprobe für progressiven Siegeslauf?

Nimmt man nun alles zusam­men, zeich­net sich recht deut­lich ab, daß die genann­ten Bei­spie­le eine Art von Gene­ral­pro­be sind, eine Art Vor­spiel zur Vor­be­rei­tung des bevor­ste­hen­den Teil der Bischofs­syn­ode. Der „pro­gres­si­sti­sche“ Flü­gel der Kir­che ist offen­sicht­lich über­zeugt, daß ihm im Okto­ber 2015 ein gro­ßer, ein ent­schei­den­der Wurf gelingt: die Ände­rung der über­lie­fer­ten Glau­bens­leh­re. Es wird nur eine Bre­sche in der Mau­er sein, viel­leicht sogar kaschiert, so daß sie nicht auf Anhieb für alle sicht­bar ist. Doch das Schla­gen der Bre­sche ist der ent­schei­den­de Schritt zur Erobe­rung einer Festung. Im kon­kre­ten Fall geht es aber nicht um eine Festung, son­dern um die Erobe­rung der Stadt Got­tes. Zumin­dest des irdi­schen Abglan­zes der­sel­ben.

Der dia­lek­ti­sche Mecha­nis­mus, der zur Aus­he­be­lung des Ehe­sa­kra­ments ange­setzt wird, taugt zur Aus­he­be­lung der gesam­ten Glau­bens­leh­re. Kar­di­nal Wal­ter Kas­per lie­fer­te die Ziel­vor­ga­be, Kar­di­nal Rein­hard Marx ist der Macher, doch Kar­di­nal Chri­stoph Schön­born lie­fer­te das theo­re­ti­sche Rüst­zeug, mit dem nach der Bre­sche die gan­ze Mau­er zum Ein­sturz gebracht wer­den kann: das Gra­dua­li­täts­prin­zip, das er auf „alle Sakra­men­te“ ange­wandt sehen möch­te.

Der Evan­ge­list Johan­nes stärkt die Gläu­bi­gen mit den Wor­ten: „Ihr aber, mei­ne Kin­der, seid aus Gott und habt sie besiegt; denn Er, der in euch ist, ist grö­ßer als jener, der in der Welt ist. Sie sind aus der Welt; des­halb spre­chen sie, wie die Welt spricht, und die Welt hört auf sie. Wir aber sind aus Gott. Wer Gott erkennt, hört auf uns; wer nicht aus Gott ist, hört nicht auf uns. Dar­an erken­nen wir den Geist der Wahr­heit und den Geist des Irr­tums“ (1 Joh 4,4–6).

Wer das Rich­ti­ge ver­tritt, steht bereits fest. Auch, wem der Sieg am Ende gehört. Da es sich aber um See­len han­delt, stellt sich die Fra­ge, wie vie­le Tote auf dem Schlacht­feld zurück­blei­ben wer­den? Wie vie­le Gefal­le­ne wer­den die „fal­schen Pro­phe­ten“ ein­mal vor Gott zu ver­ant­wor­ten haben?

Text: Giu­sep­pe Nar­di in Anleh­nung an Mau­ro Faver­za­ni (Cor­ris­pon­den­za Roma­na)
Bild: Asia­news

6 Kommentare

  1. Nichts für Ungut, aber sind die fal­schen Pro­phe­ten oder aber die­je­ni­gen, wel­che sich für die Gesalb­ten ange­ben, jedoch gar kei­ne sind, nicht leicht zu unter­schei­den, da sowohl die Leh­re von Jesus Chri­stus als auch die Hei­li­gen Schrif­ten, wel­che sei­ne Jün­ger geschrie­ben bzw. emp­fan­gen haben, dafür da sind, damit sie ange­nom­men wer­den, wenn sie sich mit ihrer ver­hal­ten ver­ra­ten, indem sie ganz anders vor­ge­hen, anstatt sich die­sen Schrif­ten zu erge­ben, dann ist es doch klar, dass sie bloß Schwind­ler sind.

  2. Die Welt ist in Unru­he, was bringt die Zukunft?
    Zwei inter­es­san­te Taschen­bü­cher die man unbe­dingt gele­sen haben soll­te:
    Das drit­te Welt­ge­sche­hen 1+2
    http://www.amazon.de/Das-dritte-Weltgeschehen-Maria-Rosenberger/dp/3938235381/ref=sr_1_4?ie=UTF8&qid=1421163138&sr=8–4&keywords=das+dritte+weltgeschehen
    http://www.amazon.de/Das-dritte-Weltgeschehen-Teil‑2/dp/3938235748/ref=la_B00J7YMIAU_1_7?s=books&ie=UTF8&qid=1421163166&sr=1–7
    vie­le Din­ge sind ja auch schon pas­siert, die rich­tig vor­her­ge­sagt wur­den.

  3. Reli­giö­ser Zer­fall und reli­giö­se Wie­der­erzie­hung der Mensch­heit

    Aus­zug aus dem Rund­schrei­ben Papst Pius XII. Vom 20. Okto­ber 1939 „Sum­mi Pon­ti­fi­ca­tus“

    … Wir sind Stell­ver­tre­ter Des­je­ni­gen, der in ent­schei­den­der Stun­de vor dem Ver­tre­ter der höch­sten irdi­schen Macht von damals das gro­ße Wort sprach: „Ich bin dazu gebo­ren und in die Welt gekom­men, daß ich der Wahr­heit Zeug­nis gebe. Jeder, der aus der Wahr­heit ist, hört auf mei­ne Stim­me.“ Als sol­cher erach­ten Wir es gera­de auch in Unse­ren Tagen als beson­de­re Pflicht Unse­res Amtes, mit apo­sto­li­schem Frei­mut der Wahr­heit Zeug­nis zu geben. Die­se Pflicht umfaßt not­wen­dig die Dar­le­gung und Wider­le­gung der mensch­li­chen Irr­tü­mer und Ver­ge­hen, die erkannt wer­den müs­sen, wenn sie behan­delt und geheilt wer­den sol­len: „Ihr wer­det die Wahr­heit erken­nen, und die Wahr­heit wird euch frei machen.“ In der Erfül­lung die­ser Unse­rer Sen­dung wer­den Wir Uns von irdi­schen Rück­sich­ten nicht beein­flus­sen las­sen; weder Miß­trau­en und Wider­spruch, Ableh­nung und Unver­ständ­nis, noch die Furcht, miß­ver­stan­den oder falsch aus­ge­legt zu wer­den, kann Uns davon abhal­ten. Wir wer­den jedoch stets han­deln beseelt von jener väter­li­chen Lie­be, die, sel­ber mit den Schmer­zen der Kin­der lei­dend, ihnen das Heil­mit­tel angibt, und Wir wol­len Uns immer­fort bemü­hen, das gött­li­che Vor­bild aller Hir­ten nach­zu­ah­men, den guten Jesus, der Licht ist zugleich und Lie­be: „Die Wahr­heit täti­gen in Lie­be.“
    Am Ein­gang des Weges, der zur gei­sti­gen und sitt­li­chen Not unse­rer Tage führt, steht der tod­brin­gen­de Ver­such von nicht weni­gen, Chri­stus zu enthro­nen, die Ver­wer­fung des Geset­zes der Wahr­heit, das Er ver­kün­de­te, des Geset­zes der Lie­be, die der leben­spen­den­de Odem Sei­nes Rei­ches ist. Die Königs­rech­te Chri­sti wie­der aner­ken­nen, zurück­fin­den zum Gesetz Sei­ner Wahr­heit und Sei­ner Lie­be, das ist der ein­zi­ge Weg der Ret­tung für den Ein­zel­men­schen und die Gemein­schaft.…

  4. Ein sehr detail­lier­ter und gut recher­chier­ter Arti­kel.
    Die Inter­pre­ta­ti­on, daß Dan­neels den Krieg gegen Bene­dikt XVI gewon­nen hät­te, möch­te ich jedoch wider­spre­chen.
    Viel eher hat sich Fran­zis­kus durch sei­ne öffent­li­che Soli­da­ri­sie­rung mit dem in Pädo- und Homo-und ande­ren Skan­da­len ver­strick­ten Dan­neels und sei­ner Cli­que auf mora­li­schem und fun­da­men­tal­theo­lo­gi­schen Gebiet erle­digt.
    ‑Rik Torfs, Pail­las­se des flä­mi­schen Fern­se­hens, hat sich durch unsin­ni­ge Kom­men­ta­re und tota­len Man­gel an Empa­thie in sei­nen Reak­tio­nen beim Fall T. Fla­vez (die­sr Pädo­prie­ster soll­te wie­der­ein­ge­setzt wer­den in die Pasto­ral) (Mot­to: „Jeder hat eine zwei­te Chan­ce ver­dient!“) total unmög­lich gemacht (Am Aller­see­len kam her­aus daß es hier um min­de­stens 4 Fäl­le ging mit Zeug­nis­sen von ca. 195 Jugend­li­chen).
    — Die Dan­neels­pres­se­lob­by (ker­knet usw.) mit Marc Van­de­Vo­or­de, Toon Osa­er, Geert DeKer­pel und dem Blatt Ter­tio ver­sank seit­dem im Schwei­gen.
    ‑Der Bischof v. Brüg­ge DeKesel mach­te in einer Serie von nach­ein­an­der­de­to­nie­ren­den Skan­da­len nur noch „Ein­schät­zungs­feh­ler“, reagier­te in Panik und warf hals­über­kopf ein Pädo­prie­ster (Jero­en C.) aus sei­ner Pfar­rei (auch lan­ge in Syri­en und Lahore(Pakistan)). und hol­te stan­te pede einen Pädo­prie­ster, der sich unmiß­bar fand in Bra­si­li­en für Arbeit mit Stra­ßen­kin­der (in 2011 noch bei einem Gespräch mit dem Bischof ver­warnt aber nach Bra­si­li­en wie­der abrei­sen gelas­sen!) in die Hei­mat zurück.
    Inzwi­schen ist sei­ne durch 30 Jah­re Bewind v. vanG­he­lu­we und ihn so ver­sext, daß Ende Novem­ber ein Film mit Sex­sze­nen in einer Kir­che abge­spielt wur­de (The­ma: „Hoch­mut“).
    Inzwi­schen wur­de bekannt daß die Kon­gre­ga­ti­on für die Glau­bens­leh­re in die­sen Fäl­len betrü­ge­risch umgan­gen wur­de.
    All die­se Fäl­le sind inzwi­schen sehr gut doku­men­tiert und inter­na­tio­nal bekannt, wobei gera­de her­vor­ra­gen­de Kir­chen­ju­ri­sten aus den USA die­se Affä­ren inten­siv ver­fol­gen.
    ‑Im Bis­tum Gent eben­so: nach einem Sex­skan­dal muß­te ein Redemp­to­rist aus der Pro­vinz „Cle­mens Maria Hof­bau­er“ (wozu auch Deutschand und die Nie­der­lan­de gehö­ren) aus hohen Lei­tungs­gre­mi­en ent­fernt wer­den; ein ande­rer Fall betrifft Mas­sen­pä­do­phi­lie in Ruan­da (lauft noch).
    — In Ant­wer­pen ist Bon­ny tor­pe­diert: Pro­tec­tor v. Jef Bar­zin („Unter­stüt­zungs­ver­ein für Pädo­phi­le in der Kir­che“!), Schutz­herr v. Tom Schel­le­kens (Sexuo­lo­ge und psy­cho­lo­ge, erst Prie­ster­wei­he, dann Prie­ster-ab mit Lebens­ge­fähr­tin, dann wie­der Priester)(O‑Ton Bon­ny: „Was für ein Glück daß wir sei­ne Akten nicht nach Rom geschickt haben!“), die Diö­ze­se fast ohne Prie­ster, Les­ben in Ver­bin­dung als Kran­ken­haus­pa­stor, Drang­sa­lie­rer der weni­gen noch seriö­sen Prie­stern, ist sein Anse­hen beim abso­lu­ten Null­punkt ange­langt.
    ff.

    • ff.
      Die Evan­ge­li­sie­rung durch die­se „Bastard­kir­che“ ist kom­plett zum Erlie­gen gekom­men.
      Der Kirch­gang fiel in Flan­dern in den letz­ten 50 Jahr von 80% auf 2% (-97,5 %!), in den letz­ten Jah­ren übri­gens unun­ter­bro­chen fal­lend.
      Zum Ver­gleich: in Frank­reich von 60% auf jetzt 20%, nun eini­ger­ma­ßen sta­bil; die so häu­fig geschol­te­ne Nie­der­lan­de schnei­den übri­gens mit 5 bis 6% deut­lich bes­ser ab.
      Par­al­lel dazu und noch aus­ge­präg­ter der Rück­gang an Rufun­gen (-99,5%!), wobei auch hier Nord­bel­gi­en Kopf­läu­fer in der gan­zen Welt ist.
      Der an der Uni Löwen ver­tre­te­ne Moder­nis­mus und Rela­ti­vis­mus, kom­bi­niert mit einem lit­ur­gi­schen Bil­der­sturm ohnes­glei­chen, war dafür mit­ent­schei­dend.
      Die Fol­ge ist eine teils ent­christ­lich­te Bevöl­ke­rung, eine finan­zi­ell fast bank­rot­te Kir­che, ein tota­les mora­li­sches Bank­rott der Kir­chen­in­sti­tu­tio­nen, eine gewal­ti­ge Ver­dum­mung des Kle­rus und der vie­len Pasto­ral­re­fe­ren­ten, sehr vie­le Sex‑,Pädo-und Homoskan­da­len.
      Ein gewal­ti­ges Schlacht­feld, gewiß.
      Kein beson­ders gutes Resul­tat für Dan­neels, wie er schon sel­ber zugab.

      Es gibt jedoch inzwi­schen einen sehr har­ten und ener­gi­schen Wider­stand, und er wächst kon­ti­nu­ier­lich:
      Im Aus­land inzwi­schen recht gut bekannt, sind die tra­di­tio­nel­le Bewe­gun­gen in Flan­dern trotz man­nig­fal­ti­ger Kujon­nie­rung erfolg­reich tätig und geben durch gedie­ge­ne Arbeit und Serio­si­tät Zeug­nis von wirk­li­chem katho­li­schen Glau­ben.
      Zusam­men mit Nord­frank­reich sind dies die erste Gebie­te wo die Rufun­gen für die tra­di­ti­ons­freund­li­che Gesell­schaf­ten und Orden nume­risch deut­lich zahl­rei­cher sind als bei den offi­zi­el­len moder­ni­sti­schen; wo auch die Finanz­strö­me sich dem­entspre­chend anders ori­en­tie­ren; wo inzwi­schen auch die Gläu­bi­gen dem Glau­ben fol­gen.
      Über die­ses Phä­no­men wird noch sehr viel geschwie­gen.
      Auf die­ser Home­page wur­de übri­gens vor weni­gen Tagen auch schon Fréjus-Toulon genannt; auch „paix lit­ur­gi­que“ berich­te­te über die demo­gra­fi­sche Ent­wick­lung des Kle­rus in Frank­reich; eben­so hier über die schnell ver­äl­tern­de LCWR in den USA; und natür­lich la por­te lati­ne und http://www.dici.org.
      „This is not the end, nor the begin­ning of the end; but perhaps this is the end of the begin­ning“( Nach der Schlacht v. El Ala­mein, Jan. 1943)

  5. De Loge ste­unt Johan Bon­ny, de ex-biss­chop van Ant­wer­pen:
    „Vri­j­zin­nig huma­ni­sten ste­u­nen hole­bi-uit­s­pra­ken van biss­chop Bon­ny“
    De orga­ni­sa­ties deMens.nu en de Huma­ni­stisch Vri­j­zin­ni­ge Ver­eni­ging spre­ken in een open brief aan Ant­werps biss­chop Johan Bon­ny samen hun steun uit voor de recen­te uit­s­pra­ken van Bon­ny rond hole­bi­re­la­ties. Bon­ny pleit­te onder meer voor een vorm van for­me­le erken­ning van hole­bi­re­la­ties bin­nen de katho­lie­ke kerk.
    http://www.kavlaanderen.blogspot.be/2015/01/24-de-loge-steunt-johan-bonny-de-ex.html

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