Traditionalisten küren Papst Franziskus zum Mann des Jahres. Aber es ist nicht, wonach es klingt!

The Remnant kürt Papst Franziskus zum etwa anderen "Mann
The Rem­nant kürt Papst Fran­zis­kus zum etwa ande­ren „Mann des Jah­res“

(Washing­ton) Der fol­gen­de Arti­kel wur­de von der tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen, in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten erschei­nen­den Zei­tung „The Rem­nant“ ver­öf­fent­licht. Katholisches.info bie­tet Ihnen, lie­be Leser, die deut­sche Über­set­zung. Wei­ter­füh­ren­de Links als Bele­ge der „Errun­gen­schaf­ten“ von Papst Fran­zis­kus (in eng­li­scher Spra­che) fin­den sich auf der Inter­net­sei­te von „The Rem­nant“.

von Chri­sto­pher A. Fer­ra­ra

Der Titel „Mann des Jah­res“, der von den Mas­sen­me­di­en einer gen­der-neu­tra­len „Per­son des Jah­res“ ver­lie­hen wird, reflek­tiert die Wir­kung, die eine öffent­li­che Figur auf die Welt­ereig­nis­se des vor­an­ge­gan­ge­nen Jah­res hat­te. Inso­fern war es ganz ver­ständ­lich, sogar vor­her­seh­bar, dass „Time“, das füh­ren­de Nach­rich­ten­ma­ga­zin der Welt, und „The Advo­ca­te“, die nam­haf­te­ste homo­se­xua­li­sti­sche Publi­ka­ti­on der Welt, Papst Fran­zis­kus 2013 zur „Per­son des Jah­res“ ernann­ten.

Die Welt ver­steht, auch wenn die mei­sten Katho­li­ken es ver­ges­sen haben, dass die katho­li­sche Kir­che die letz­te Schran­ke gegen die töd­li­che zivi­li­sa­to­ri­sche Apost­asie ist, an der die Macht­ha­ber seit fast drei Jahr­hun­der­ten gear­bei­tet haben. In den beim Publi­kum ankom­men­den Wor­ten, Gesten und öffent­li­chen Auf­trit­ten, wel­che Papst Fran­zis­kus bei­na­he täg­lich anbie­tet und wel­che die Medi­en prompt zum Nach­teil sei­ner Vor­gän­ger und des Images der Kir­che her­aus­po­sau­nen, sehen die Macher der Welt­mei­nung ihre letz­te, beste Gele­gen­heit, die Kir­che end­gül­tig außer Dienst zu stel­len. Die Medi­en erken­nen, dass die­ser Papst – was immer sei­ne Inten­tio­nen – so spricht, als wäre er ent­schlos­sen, die kirch­li­che Selbst­zer­stö­rung zu voll­enden – per impos­si­bi­le –, die von Paul VI. zu spät inmit­ten der kata­stro­phal törich­ten „Öff­nung zur Welt“ des Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zils beklagt wur­de.

Papst Franziskus setzt sich auf Petersplatz Clownnase auf
Papst Fran­zis­kus setzt sich auf Peters­platz Clown­na­se auf

Aus der tra­di­tio­nel­len katho­li­schen Per­spek­ti­ve die­ser Zei­tung indes ist Papst Fran­zis­kus der Mann des Jah­res aus einem ande­ren Grund: den unbe­ab­sich­tig­ten Kon­se­quen­zen sei­nes zuneh­mend besorg­nis­er­re­gen­den Pon­ti­fi­kats. Das heißt, der „Fran­zis­kus-Effekt“ macht end­lich vie­len Katho­li­ken außer­halb tra­di­tio­na­li­sti­scher Krei­se die schreck­li­che Rea­li­tät der nach­kon­zi­lia­ren Revo­lu­ti­on in der Kir­che bewusst und kon­fron­tiert sie mit einer Kri­se, wel­che die „Nor­ma­li­sten“ nicht län­ger hin­ter ihren gewöhn­li­chen schwa­chen Inter­pre­ta­tio­nen von Ereig­nis­sen ver­ber­gen kön­nen. Die­ses Erwa­chen ist ver­kör­pert durch die bei­ßen­den Kom­men­ta­re einer zurecht auf­ge­brach­ten katho­li­schen Frau, Kon­ver­ti­tin und Roman­au­torin, ange­sichts der bevor­ste­hen­den Enzy­kli­ka von Fran­zis­kus zum „Kli­ma­wan­del“, die von den Medi­en bereits als der näch­ste Fort­schritt der „Fran­zis­kus-Revo­lu­ti­on“ begrüßt wird. Unter dem Titel „Ich bin beun­ru­higt“ schreibt sie:

Ich bedaue­re, dass der gegen­wär­ti­ge Hei­li­ge Vater so kraft­voll über The­men spricht, von denen nie­mand erwar­tet, er ken­ne sie bes­ser als jeder ande­re. Was sein volks­tüm­li­ches Image betrifft, so ist es mir ziem­lich egal, wel­che Far­be sei­ne Schu­he haben, in wel­cher Art von Auto er sich fort­be­wegt oder wo er ent­schei­det, sei­nen Haus­halt ein­zu­rich­ten. […] Nichts ist ver­füh­re­ri­scher als Schmei­che­lei und Applaus, beson­ders von einer lau­ni­schen und sen­sa­ti­ons­hung­ri­gen Pres­se, und nichts ist fata­ler für unse­re See­len als Eitel­keit. […] Ich ver­mu­te, „Enzy­kli­ken“ zu ande­ren The­men kön­nen über­all geschrie­ben wer­den, solan­ge man Schu­he in poli­tisch kor­rek­ter Far­be trägt.

Wie die­se Gedan­ken andeu­ten, stellt sich Fran­zis­kus’ wesent­lich­ste Wir­kung nicht her­aus als das, was von der Welt beklatscht wird, son­dern als sei­ne unge­woll­te Demon­stra­ti­on des­sen, dass die Revo­lu­ti­on zu weit gegan­gen ist, dass es Zeit ist, zu dem Punkt zurück­zu­keh­ren, an dem das mensch­li­che Ele­ment der Kir­che vom Pfad der Tra­di­ti­on abge­wi­chen ist, um einer ein­ge­bil­de­ten „Erneue­rung“ nach­zu­ge­hen, und dass der­zeit nichts drän­gen­der ist als eine Wie­der­ent­deckung von alle­dem, was wäh­rend eines ver­derb­li­chen Expe­ri­ments der Neu­ar­tig­keit auf­ge­ge­ben wur­de, wel­ches Fran­zis­kus bis zum bit­te­ren Ende zu ver­fol­gen gewillt scheint – gemäß dem „Traum“, den er in sei­nem per­sön­li­chen Mani­fest „Evan­ge­lii Gau­di­um“ arti­ku­lier­te:

Ich träu­me von einer mis­sio­na­ri­schen Ent­schei­dung, die fähig ist, alles zu ver­wan­deln, damit die Gewohn­hei­ten, die Sti­le, die Zeit­plä­ne, der Sprach­ge­brauch und jede kirch­li­che Struk­tur ein Kanal wer­den, der mehr der Evan­ge­li­sie­rung der heu­ti­gen Welt als der Selbst­be­wah­rung dient.

Es ist die­ser gren­zen­lo­se Pro­gres­si­vis­mus – anschei­nend unbe­hin­dert durch jeg­li­che Ehr­furcht für das, was die Kir­che in ihrer „Arbeits­wei­se“ durch die Jahr­hun­der­te über­lie­fert hat –, der für den „Fran­zis­kus-Effekt“ ver­ant­wort­lich ist, der ihm die end­lo­se Bewun­de­rung der Welt ein­ge­tra­gen hat. In weni­ger als zwei Jah­ren haben wir bereits die fol­gen­den „Errun­gen­schaf­ten“ des ber­go­glia­ni­schen Pon­ti­fi­kats erlebt:

  • eine bei­spiel­lo­se Gering­schät­zung tra­di­tio­nel­ler Gewän­der, Bräu­che und des Pro­to­kolls des Papst­tums, mit dem Ergeb­nis, dass die Medi­en Fran­zis­kus’ „Demut“ ver­herr­li­chen zum Nach­teil all sei­ner Vor­gän­ger, ein­schließ­lich kano­ni­sier­ter Hei­li­ger, die die­sen Tra­di­tio­nen als der Sakra­li­tät des Amtes des Stell­ver­tre­ters Chri­sti geschul­det die Ehre erwie­sen haben;
  • wei­te­re demon­stra­ti­ve Zur­schau­stel­lun­gen von „Demut“, stets direkt vor den Kame­ras (Essen mit den Mit­ar­bei­tern des Vati­kans in der Cafe­te­ria, „Sel­fies“ mit Leu­ten in der Men­ge, Bus­fahrt zu den jähr­li­chen Exer­zi­ti­en, das Tra­gen der eige­nen schwar­zen Tasche in das gechar­ter­te Flug­zeug, etc.), wel­che die Medi­en zusätz­lich als nach­tei­li­ge Dar­stel­lung über vor­he­ri­ge Päp­ste aus­nut­zen;
  • Per­ver­si­on des tra­di­tio­nel­len man­da­tum am Grün­don­ners­tag, die der Ein­set­zung des Prie­ster­tums und der Eucha­ri­stie bei der ersten Mes­se, die von unse­rem Herrn gefei­ert wur­de, gedenkt, da er die Füße von Nicht­ka­tho­li­ken – ein­schließ­lich mus­li­mi­scher Frau­en – wusch und küss­te, und so eine hei­li­ge Tra­di­ti­on degra­dier­te, indem er sie sei­nem per­sön­li­chen Wunsch unter­ord­ne­te, „Demut“ auf neue Art zur Schau zu stel­len;
  • die berühmt-berüch­tig­te Erklä­rung „Wer bin ich, dar­über zu urtei­len?“ ange­sichts homo­se­xu­el­ler Per­so­nen im katho­li­schen Prie­ster­tum, die für den Ein­druck einer bei­spiel­lo­sen neu­en „Offen­heit“ gegen­über homo­se­xu­el­len Per­so­nen in der Kir­che sorg­te, und der er bis jetzt nichts ent­ge­gen­setz­te, son­dern die er im Gegen­teil wei­ter kul­ti­viert hat, wie man bei der Syn­ode zur „Fami­lie“ sah, die er kon­trol­lier­te;
  • zahl­lo­se skan­da­lös ver­wir­ren­de und hete­ro­do­xe Inter­views und Unter­hal­tun­gen mit Jour­na­li­sten, ein­schließ­lich des dok­tri­nä­ren Athe­isten Euge­nio Scal­fa­ri, das vom vati­ka­ni­schen Ver­lag kürz­lich mit der Zustim­mung von Fran­zis­kus in Buch­form ver­öf­fent­licht wur­de und so alle Ver­su­che sei­ner Apo­lo­ge­ten wider­leg­te, zu argu­men­tie­ren, er sei falsch zitiert oder falsch ver­stan­den wor­den;
  • ein anhal­ten­der Miss­brauch der Hei­li­gen Schrift wäh­rend sei­ner täg­li­chen „Medi­ta­tio­nen“ im Casa San­ta Mar­ta: Chri­stus gibt nur vor, mit sei­nen Jün­gern zu zür­nen; Maria habe, als ihr Sohn gekreu­zigt wur­de, viel­leicht sagen wol­len: „Lügen! Ich wur­de betro­gen!“; die Pha­ri­sä­er waren „Rigo­ri­sten“ in Sachen Ehe (wo unser Herr sie doch in Wirk­lich­keit zurück­wies, weil sie lax waren); Mat­thä­us hielt an sei­nem Geld fest, als Chri­stus ihn berief (wobei er ihm in Wirk­lich­keit sofort nach­folg­te); das Evan­ge­li­um ist ledig­lich eine „Reflek­ti­on“ über die „Gesten“ Chri­sti und die Kir­che in ihren Wer­ken leib­li­cher Barm­her­zig­keit, und die Kir­che „erteilt kei­ne Lek­tio­nen über Lie­be, über Barm­her­zig­keit“; Pau­lus habe erklärt, „Ich rüh­me mich nur mei­ner Sün­den“ (wenn er sich in Wirk­lich­keit nur sei­ner Schwach­heit rühm­te, nicht sei­ner Ver­ge­hen gegen Gott); etc.
  • kon­stan­te öffent­li­che Angrif­fe gegen Gläu­bi­ge, die Fran­zis­kus beschul­digt, „sich den ande­ren über­le­gen [zu] füh­len, weil sie bestimm­te Nor­men ein­hal­ten oder weil sie einem gewis­sen katho­li­schen Stil der Ver­gan­gen­heit uner­schüt­ter­lich treu sind“, „in über­trie­be­ner Wei­se die Sicher­heit in der Leh­re“ zu suchen, „eine osten­ta­ti­ve Pfle­ge der Lit­ur­gie, der Leh­re und des Anse­hens der Kir­che“ im Sinn zu haben, und „eine ver­meint­li­che dok­tri­nel­le oder dis­zi­pli­na­ri­sche Sicher­heit“ zu zei­gen, „die Anlass gibt zu einem nar­ziss­ti­schen und auto­ri­tä­ren Eli­te­be­wusst­sein“ – so ver­kennt er auf unüber­leg­te Wei­se die Moti­ve tra­di­tio­nel­ler römi­scher Katho­li­ken, die den zwei­tau­send­jäh­ri­gen Glau­ben ihrer Väter prak­ti­zie­ren;
  • eine offe­ne Ver­ach­tung der tra­di­tio­nel­len Lit­ur­gie der Kir­che, die Fran­zis­kus als „eine Art Mode“ ablehnt, von der gewis­se Leu­te „abhän­gig“ sind;
  • die bru­ta­le Zer­schla­gung der Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta wegen ihrer zuneh­men­den Ver­bun­den­heit mit der tra­di­tio­nel­len latei­ni­schen Mes­se und ihrer „jeden­falls tra­di­tio­na­li­sti­schen“ Rich­tung, und das Anvi­sie­ren der Fran­zis­ka­ne­rin­nen der Imma­ku­la­ta für ein ähn­li­ches Schick­sal unter dem Deck­man­tel einer voll­kom­men unge­recht­fer­tig­ten „Apo­sto­li­schen Visi­ta­ti­on“ durch moder­ni­sti­sche Non­nen;
  • die war­me Begrü­ßung pro­te­stan­ti­scher Geist­li­cher und Fern­seh­pre­di­ger als „Brü­der“, an deren Bekeh­rung Fran­zis­kus „nicht inter­es­siert“ zu sein erklärt, obwohl sie Mil­lio­nen Scha­fe aus der katho­li­schen Her­de steh­len, die ihm anver­traut wur­de, wie sie es in ganz Latein­ame­ri­ka getan haben, das immer weni­ger katho­lisch ist;
  • die frap­pie­ren­de Erklä­rung, es sei „Sün­de gegen den Wil­len Chri­sti“, sich auf die Unter­schie­de in der Leh­re der Kir­che zu den Pro­te­stan­ten zu fokus­sie­ren, denn „die Tau­fe, die wir tei­len, ist wich­ti­ger als unse­re Unter­schie­de“ – so ver­wirft er prak­tisch jede Leh­re des Magi­steri­ums und die unfehl­ba­ren Anathe­ma­ta der Kir­che gegen die Irr­tü­mer Luthers und ande­rer pro­te­stan­ti­scher Sek­ten;
  • eine stu­re Ver­tei­di­gung des Islams, der gesam­ten Geschich­te der durch ihn erfolg­ten Chri­sten­ver­fol­gung ent­ge­gen, die bis heu­te andau­ert, ein­schließ­lich Fran­zis­kus’ Erklä­rung in „Evan­ge­lii Gau­di­um“, „der wah­re Islam und eine ange­mes­se­ne Inter­pre­ta­ti­on des Korans ste­hen jeder Gewalt ent­ge­gen“ – eine Behaup­tung, die zu machen er abso­lut kei­ne Kom­pe­tenz hat;
  • eine Ver­tei­di­gung des Islam gegen die gut begrün­de­te Behaup­tung, er befür­wor­te an sich Gewalt gegen „Ungläu­bi­ge“: „Das kann man ein­fach nicht sagen, wie man auch nicht sagen kann, dass alle Chri­sten Fun­da­men­ta­li­sten sind. Wir haben unse­ren eige­nen Anteil [an Fun­da­men­ta­li­sten]. Alle Reli­gio­nen haben die­se klei­nen Grup­pen“ – so sug­ge­riert er, dass römisch-katho­li­sche Tra­di­tio­na­li­sten oder pro­te­stan­ti­sche Bibel­ver­fech­ter auf einer Stu­fe mit mus­li­mi­schen Fana­ti­kern ste­hen, die mor­den, ver­ge­wal­ti­gen und zahl­lo­se ande­re Akte der Gewalt und Ver­fol­gung gegen Chri­sten bege­hen oder sie regel­mä­ßig zum Tod ver­ur­tei­len für „Blas­phe­mie“ oder „Apost­asie“, gemäß den eta­blier­ten juri­sti­schen Syste­men mus­li­mi­scher Län­der;
  • die Ein­la­dung, in den vati­ka­ni­schen Gär­ten „für den Frie­den zu beten“ an einen mus­li­mi­schen Imam, der, den Koran im Bei­sein von Fran­zis­kus zitie­rend, Allah anrief, er „möge uns zum Sieg gegen die Ungläu­bi­gen ver­hel­fen“ (also Nicht­mus­li­me), wor­auf Gewalt in mas­si­vem Aus­maß im ara­bisch-israe­li­schen Kon­flikt aus­brach sowie die bar­ba­ri­sche mus­li­mi­sche Chri­sten­ver­fol­gung durch Mus­li­me in ver­schie­de­nen Län­dern;
  • das lächer­li­che „Fuß­ball­spiel für den Frie­den“, per­sön­lich arran­giert von Fran­zis­kus, bei dem „gay pride“-Flaggen zu sehen waren und eine obszön geklei­de­te, her­um­wir­beln­de argen­ti­ni­sche jugend­li­che Pop-Diva die Hym­ne „Ima­gi­ne“ von John Len­non sang, die zu einem Ende aller Reli­gi­on auf­ruft, wäh­rend eine Grup­pe von Kin­dern sie umring­te und bewun­dernd ein­her­schau­te;
  • das Gebet neben einem mus­li­mi­schen Imam in der Blau­en Moschee in Istan­bul zu dem Zeit­punkt, zu dem in mus­li­mi­schen Natio­nen Chri­sten erhängt, bei leben­di­gem Leib ver­brannt, ver­ge­wal­tigt, ver­sklavt und aus ihren Häu­sern ver­trie­ben wur­den, wäh­rend der Imam, mit dem Fran­zis­kus bete­te, und sei­ne Amts­kol­le­gen auf der gan­zen Welt sich wei­gern, die von mus­li­mi­schen Fana­ti­kern ver­üb­ten Gräu­el­ta­ten zu ver­ur­tei­len;
  • das Ver­sa­gen, zu inter­ve­nie­ren und für die Frei­heit von Maryam Yahya Ibra­him Ishaq zu plä­die­ren, der schwan­ge­ren katho­li­schen Kon­ver­ti­tin, die von der isla­mi­schen Dik­ta­tur im Sudan für „Abfall vom Islam“ zum Tode ver­ur­teilt wor­den war, obwohl Regie­run­gen, Reli­gi­ons­füh­rer und Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­tio­nen auf der gan­zen Welt – erfolg­reich – für ihre Frei­las­sung strit­ten;
  • Still­schwei­gen und Taten­lo­sig­keit ange­sichts schrift­li­cher Appel­le von Asia Bibi, die wegen „Blas­phe­mie“ vom isla­mi­schen Regime in Paki­stan zum Tode ver­ur­teilt wor­den war, wäh­rend Papst Bene­dikt XVI. öffent­lich zum Fal­len­las­sen aller Ankla­ge­punk­te gegen sie auf­rief und sogar der rus­si­sche Patri­arch der ortho­do­xen Kir­che kürz­lich ein for­mel­les State­ment ver­öf­fent­lich­te, wor­in er erklär­te, dass „unse­re Mil­lio­nen umfas­sen­de Her­de ihre Stim­me mit jener der gro­ßen Zahl von Men­schen auf der gan­zen Welt ver­eint, die für die Ret­tung des Lebens die­ser christ­li­chen Frau ein­tre­ten“, und Paki­stans Prä­si­den­ten dazu auf­rief, ihr eine Begna­di­gung zu gewäh­ren;
  • die beharr­li­che För­de­rung der Irr­tü­mer von Wal­ter Kar­di­nal Kas­per, ein­schließ­lich sei­nes irr­sin­ni­gen Vor­schlags, öffent­li­che Ehe­bre­cher zur hei­li­gen Kom­mu­ni­on zuzu­las­sen, was Fran­zis­kus selbst erlaub­te, als er Erz­bi­schof von Bue­nos Aires war;
  • eine Syn­ode zur „Fami­lie“, die, wie vor­aus­zu­se­hen war, über­ging in einen Angriff auf die Fami­lie, ein­schließ­lich einer „Öff­nung“ für Homo­se­xu­el­le und öffent­li­che Ehe­bre­cher im beschä­men­den Zwi­schen­be­richt, den Fran­zis­kus bil­lig­te und an die Pres­se ver­tei­len ließ, noch bevor die Syn­oden­vä­ter ihn gese­hen hat­ten, was zu einem Auf­stand von Bischö­fen und sogar Kar­di­nä­len gegen die Mani­pu­la­ti­on der Syn­ode führ­te;
  • die Ein­füh­rung eines „Got­tes der Über­ra­schun­gen“ wäh­rend eines Kla­ge­lieds gegen „soge­nann­te Tra­di­tio­na­li­sten“, nach­dem die Syn­oden­vä­ter den Zwi­schen­be­richt abge­lehnt hat­ten und dar­an schei­ter­ten, auch im Abschluss­be­richt eine Spra­che ein­zu­füh­ren, die eine „Öff­nung“ gegen­über Homo­se­xu­el­len und der hei­li­gen Kom­mu­ni­on für öffent­li­che Ehe­bre­cher andeu­tet;
  • das Bei­be­hal­ten abge­lehn­ter Tex­te der Syn­ode zum Gebrauch im Pro­zess der Syn­ode von 2015, obwohl die Syn­oden­vä­ter es unter­las­sen hat­ten, sie zu bestä­ti­gen;
  • das Ein­mi­schen in inter­na­tio­na­le Ange­le­gen­hei­ten, um einen nach­tei­li­gen Gefan­ge­nen­aus­tauch zwi­schen den Ver­ei­nig­ten Staa­ten und der kom­mu­ni­sti­schen Dik­ta­tur von Kuba zu ermög­li­chen, was den ver­folg­ten Katho­li­ken von Kuba nichts brach­te, die der­zeit unter einem schar­fen Vor­ge­hen der Regie­rung gegen Chri­sten lei­den, es Barack Oba­ma aber erlaub­te, eine Nor­ma­li­sie­rung der Bezie­hun­gen mit Kuba zu erklä­ren, wofür sowohl er als auch Dik­ta­tor Raúl Castro Fran­zis­kus öffent­lich dank­ten;
  • unschein­ba­re, aber viel­sa­gen­de Gesten wie das Tra­gen einer Clowns-Nase, das Hoch­sprin­gen, um einen Base­ball zu fan­gen, der ihm aus der Men­ge zuge­wor­fen wur­de (und dafür sorg­te, dass sein Pileo­lus her­un­ter­fiel), und die Pla­zie­rung eines Welt­ju­gend­tags-Strand­balls auf dem histo­ri­schen Mari­en­al­tar der Basi­li­ka San­ta Maria Mag­gio­re direkt beim Taber­na­kel (vor dem Fran­zis­kus kei­ne Geste der Ehr­furcht mach­te), an Ort und Stel­le gehal­ten von einem Welt­ju­gend­tags-T-Shirt, da der Ball Anstal­ten mach­te, weg­zu­rol­len;
  • die „Fran­zis­kus-Revo­lu­ti­on“ im All­ge­mei­nen, wie reflek­tiert in sei­ner aus­drück­li­chen „Furcht […], uns ein­zu­schlie­ßen in die Struk­tu­ren, die uns einen fal­schen Schutz geben, in die Nor­men, die uns in unnach­sich­ti­ge Rich­ter ver­wan­deln, in die Gewohn­hei­ten, in denen wir uns ruhig füh­len“.
Päpstliche Videobotschaft an Evangelikale zur Einheit der Christen
Päpst­li­che Video­bot­schaft an Evan­ge­li­ka­le zur Ein­heit der Chri­sten

Aus die­sen und zahl­lo­sen wei­te­ren ähn­li­chen Grün­den ist Papst Fran­zis­kus der „Mann des Jah­res 2014“ von „The Rem­nant“. Obwohl er dies sicher­lich nicht beab­sich­tig­te, zeigt Fran­zis­kus der katho­li­schen Welt das End­re­sul­tat einer Bewe­gung, die mit den pro­ble­ma­ti­schen Tex­ten des Kon­zils – der­ar­ti­ge Din­ge waren noch von kei­nem öku­me­ni­schen Kon­zil pro­du­ziert wor­den – ihren Anfang genom­men hat­te und mit der Zer­stö­rung des römi­schen Ritus fort­fuhr, der kirch­li­chen Läh­mung, die ver­ur­sacht wur­de von den Viren des „Öku­me­nis­mus“, des „Dia­logs“ und „inter­re­li­giö­sen Dia­logs“ sowie der Ein­füh­rung einer uner­hör­ten Neu­heit nach der ande­ren, von der Hand­kom­mu­ni­on bis zu Mess­die­ne­rin­nen, stets beglei­tet von einem rapi­den Ein­bruch der Beru­fun­gen und der Ver­brei­tung von Apost­asie unter den Lai­en.

Mit Fran­zis­kus schei­nen wir uns dem End­punkt die­ser Bewe­gung zu nähern: einer fak­ti­schen Ver­schmel­zung des größ­ten Teils des mensch­li­chen Ele­ments der Kir­che mit der Welt, zu der die Kir­che „geöff­net“ wur­de, mit dem Papst als respek­tier­tem Mode­ra­tor welt­li­cher Diplo­ma­tie, sozia­ler Gerech­tig­keit und fried­li­cher Bezie­hun­gen zwi­schen Men­schen aller Reli­gio­nen oder kei­ner Reli­gi­on, wäh­rend die Mis­si­on der Kir­che, alle Natio­nen zu Jün­gern zu machen, defi­ni­tiv abge­schafft wur­de von jenen, die den gött­li­chen Auf­trag haben, sie zu erfül­len. Wie Oba­ma im Fern­se­hen erklär­te, indem er Fran­zis­kus dafür dank­te, den „Durch­bruch“ aus­ge­han­delt zu haben, der den kom­mu­ni­sti­schen Dik­ta­to­ren in Kuba alles gab, was sie woll­ten, im Gegen­zug für so gut wie nichts, was die Katho­li­ken in Kuba wei­ter­hin ihrem Joch über­lässt: „Ich möch­te Sei­ner Hei­lig­keit Papst Fran­zis­kus dan­ken, des­sen mora­li­sche Bei­spiel uns die Wich­tig­keit zeigt, nach einer Welt zu stre­ben, wie sie sein soll­te, anstatt sich ein­fach mit der Welt abzu­fin­den, wie sie ist.“ Sol­ches Lob für einen Papst von solch einem Mann, aus solch einem Grund, kann nicht ver­feh­len, ernst­haf­ten Katho­li­ken den fast apo­ka­lyp­ti­schen Ernst unse­rer Situa­ti­on bewusst zu machen.

Und das ist genau der Grund, war­um Fran­zis­kus als unser „Mann des Jah­res“ gese­hen wer­den muss. Denn nun, da das neue Jahr beginnt, kön­nen wir die Sicher­heit des Glau­bens haben, dass Gott bereits viel Gutes aus dem Desa­ster die­ses Pon­ti­fi­kats erwach­sen lässt, wenn sich mehr und mehr Katho­li­ken mit Ent­set­zen abwen­den von der zer­stö­re­ri­schen Revo­lu­ti­on, die es reprä­sen­tiert. Sie schau­en wie­der auf die Tra­di­ti­on und das Erbe der gro­ßen Päp­ste, die so hel­den­haft dafür arbei­te­ten, die Kir­che vor dem zu ver­tei­di­gen, was sie heu­te mit so leicht­fer­ti­ger Hem­mungs­lo­sig­keit attackiert.

Text: Katholisches.info/b360s
Bild: Una Fides

33 Kommentare

  1. Es macht mich trau­rig das zu lesen, aber es ist lei­der die abso­lu­te Wahr­heit und in Deutsch­land jubelt die Sprin­ger­pres­se und das gemei­ne Volk glaubt ihr.

  2. Klar ist die­ser Papst Mann des Jah­res. Wann hat es das jemals gege­ben!

    Kir­chen­fein­de insze­nie­ren eine Peti­ti­on um jeg­li­cher Kri­tik an Papst Fran­zI. ein­halt zu gebie­ten.
    Ins­be­son­de­re die­je­ni­gen Kar­di­nä­le die DIE LEHRE DER KIRCHE VERTEIDIGEN sol­len mund­tot gemacht wer­den.
    Die Situa­ti­on ist der­art gro­tesk, daß auch der blau­äu­gig­ste Katho­lik zum Nach­den­ken kom­men soll­te.

    http://firmiamo.it/fermiamo-gli-attacchi-a-papa-francesco

    https://www.lifesitenews.com/news/extreme-liberals-feminists-and-church-secularizers-demand-halt-to-criticism

  3. Man wird davon aus­zu­ge­hen kön­nen, daß die­ses Pon­ti­fi­kat noch nicht an sei­nem Tief­punkt ange­langt ist. Es geht immer wei­ter berg­ab.
    Nach den Wor­ten des hei­li­gen Pap­stes Aga­tho (Brief Omni­um bono­rum spes, 27. März 680.), darf von dem, was nach der Ord­nung bestimmt wur­de, nichts ver­min­dert, geän­dert oder hin­zu­ge­fügt wer­den, son­dern es ist viel­mehr dar­auf zu ach­ten, daß alles nach Wort und Sinn unver­letzt bewahrt wird. Nie hat etwas dar­auf hin­ge­wie­sen, daß Ber­go­glio die­se sei­ne eigent­li­che heh­re Auf­ga­be vor allem nach der Pflicht sei­nes Amtes erfüllt, indem er auf die Leh­re ach­tet.

    • Naja — ein sol­cher Brief ist kei­ne unver­än­der­li­che „Leh­re“. Jeder Papst hat das Recht und die Pflicht, Ord­nun­gen anzu­pas­sen an die regio­na­len und zeit­li­chen Umstän­de. Und nie­mand kann ihn davon abhal­ten! Nur ihr dog­ma­ti­scher und lit­ur­gi­scher Kern (der ja im übri­gen fest­ge­legt ist) muss bei­be­hal­ten wer­den.

      Das ist ein häu­fi­ger Tra­di­feh­ler, aus der Kla­mot­ten­ki­ste uralter päpst­li­cher Ver­laut­ba­run­gen unbe­deu­ten­de Schrift­stücke, die z.B. rein admi­ni­stra­tiv waren als „ewig“ zu dekla­rie­ren.

      So sind die „Ord­nun­gen“ ja tat­säch­lich kon­ti­nu­ier­lich modi­fi­ziert wor­den, zum Bei­spiel nach dem Tri­en­ter Kon­zil. Ein Papst hat also sogar das Recht, die Lit­ur­gie zu modi­fi­zie­ren!

      Die­ses Argu­ment ist daher von der Ten­denz her hete­ro­dox, weil es erlaubt, frü­he­re Set­zun­gen durch Päp­ste gegen spä­te­re aus­zu­spie­len. So geschieht es z.B. regel­mä­ßig hin­sicht­lich des „Filio­que“.
      Der Hei­li­ge Geist ist aber mit jedem Papst, der recht­gläu­big ist, und es gilt nicht eine star­re „alte“ Leh­re, son­dern stets die Aus­le­gung des aktu­el­len Pap­stes (regu­la fidei pro­xi­ma). Sie darf aller­dings nicht wesent­li­chen dog­ma­ti­schen oder bibli­schen Aus­sa­gen wider­spre­chen (hat das Vati­ca­num I noch ein­mal hin­sicht­lich der Infal­libi­li­tät des Pap­stes fest­ge­stellt).

      So sehr ich also F. für einen fal­schen Papst hal­te, kann man ihm mit Ihrem Argu­ment nicht an den Kar­ren fah­ren.

      • Die­ser Brief wird von Gre­gor XVI. u.a. in mira­ri vos zitiert und der Kon­text in dem er in anführt meint eben das.

        Ich habe mit Ihnen nie ange­legt, aber ich fin­de es als eine Unge­heu­er­lich­keit mich von Ihnen als „Tra­di“ bezeich­nen zu las­sen. Das sug­ge­rie­ren Sie durch „Tra­di­feh­ler, aus der Kla­mot­ten­ki­ste“.
        Wer sind Sie, daß Sie das hier bestim­men.
        Bezeich­nend natür­lich, daß „katholisches.info“ der­ar­ti­ges sofort frei­schal­tet.

      • zeit­schnur @ Und wie­der schrei­ben Sie in Ihrer gewohn­ten Art, zwar viel, aber unge­reimt. Genau genom­men blickt man nicht durch. Auf der einen Sei­te ist zu ent­neh­men, dass Sie gegen Tra­dis sind ( Ihre For­mu­lie­rung ), Fran­zis­kus für den fal­schen Papst hal­ten und gleich­zei­tig sei­ne Hand­lun­gen schein­bar gut­hei­ßen. Was wol­len Sie eigent­lich? Inzwi­schen ist jedem Gut­men­schen klar gewor­den, dass der Papst alles ande­re ist, als er als Papst sein soll­te. In einer Zeit in der welt­weit die Gott­lo­sig­keit zunimmt und die Kir­che das letz­te Boll­werk der Moral und Sit­te ist, müss­te Fran­zis­kus den Glau­ben der Kir­che zum Leuch­ten brin­gen. Statt des­sen umarmt er in unan­ge­mes­se­ner Wei­se Nicht­chri­sten, Natur­re­li­gio­nen und sogar Athe­isten. Die eige­nen Mit­ar­bei­ter ( Kurie ) beschimpft er öffent­lich und hält sich sel­ber für barm­her­zig und gerecht. Er wan­delt sich mehr und mehr zu einem Poli­ti­ker, als zu einem Kir­chen­mann. Sicher ist, zur Zeit lei­det die Kir­che und der Glau­be Gewalt. Es ist wirk­lich an der Zeit, die Kir­che nicht zu “ modi­fi­zie­ren „, son­dern zu ihren Wur­zeln zurück zu füh­ren.

      • @ Rat­kaj

        War­um zitie­ren Sie dann nicht die pro­xi­ma — näm­lich „Mira­ri vos“ anstatt in die älte­sten und abge­le­gen­sten Zei­ten zu grei­fen? Das ist doch gera­de das, was ich so selt­sam fin­de.

        Und wenn ein recht­gläu­bi­ger Papst „Mira­ri vos“ noch mal modi­fi­ziert haben soll­te (was ich in der Sache nicht geprüft habe), dann wäre das zu zitie­ren und nicht „Mira­ri vos“.

        Sie irri­tie­ren doch selbst gera­de durch die­se ver­kehrt ange­ord­ne­te Bezugnahme…und bestä­ti­gen, was ich geschrie­ben hat­te — so kön­nen Sie F. nicht wider­le­gen!

        Im übri­gen ist jemand, der etwas selt­sam fin­det noch nie­mand, der „bestimmt“.

        Und wer Sie mal kri­ti­siert in einer Aus­sa­ge „legt sich“ auch nicht „mit Ihnen“ an, son­dern hat nur etwas nicht plau­si­bel oder falsch gefun­den, was Sie öffent­lich ver­brei­ten.
        Erlaubt Ihre Hoheit das etwa nicht? Und sind Sie denn kein Tra­di? Was ist dar­an ehren­rüh­rig oder „unge­heur­lich“, so bezeich­net zu wer­den?

      • @ alfre­dus

        Sie schrei­ben: „Genau genom­men blickt man nicht durch“, klam­mern aber aus, dass das „man“ viel­leicht nur ein schnö­des „ich“ sein könn­te…

        Anson­sten: ich habe Ver­ständ­nis, wenn mei­ne Gedan­ken­gän­ge jeman­dem zu anstren­gend sind. Lesen Sie sie doch ein­fach nicht und begnü­gen sich mit den Spot-Kom­men­ta­ren der übli­chen Ver­däch­ti­gen hier, die dann aller­dings auch nicht in die Tie­fe gehen und — in der Regel sind’s ja bloß Häme, die übli­chen tra­di­tio­nel­len Text­bau­stei­ne über Frei­mau­rer etc. oder per­sön­li­che Schmä­hung — auch kei­nen befrie­di­gen­den Dis­kurs über kom­pli­zier­te The­men bie­ten kön­nen.

        Ent­we­der oder.

        „Oder“ ist für mich aber auch okay…

      • a. In der Homi­le­tik lehr­te man uns frü­her, die Frü­he­ren anzu­füh­ren, gera­de dann wenn sie es prä­gnant zu Satz brach­ten, sei nie ver­kehrt. Auch schreibt man doch hier „Kom­men­ta­re“ und kei­ne Ela­bo­ra­te, die Ansprü­chen for­mel­ler Trak­ta­te genü­gen müss­ten.
        b.Ich bin Jahr­gang 1928 (geb. in Ofen, Ungarn) , römisch-katho­lisch, dabei ist es stets geblie­ben.
        Kate­go­ri­sie­run­gen wie „Tra­di­tio­na­list“ „Trad­di“ hat es zu mei­nen Zei­ten der Prä­gung nicht gege­ben.
        Oder soll­te ich jetzt mei­ne dama­li­gen Leh­rer, Pro­fes­so­ren und ande­re Geistlick­eit, wel­che mich in Haus, Schu­le und Hoch­schu­len in den Prin­zi­pi­en unter­wie­sen und gelehrt haben nun auch so nen­nen?
        War Kard. Cana­li (gest. 1961), dem ich in sei­nem Pri­vat­se­kre­ta­ri­at dien­te „Tra­di­tio­na­list“?
        Das ist doch eine Begriff­lich­keit, die es in der „alten“ Kir­che nie­mals gab und erst in der spä­te­ren Kon­tro­ver­se um das II. Vati­ca­num im popu­lä­ren Dis­kurs Ver­brei­tung fand.

      • @ Rat­kaj

        Na schön — bei die­sem hohen Alter sind Sie wirk­lich außen vor vor die­sen Kate­go­rien. Aber heu­te geht doch alles nur noch nach „Rei­hen“ und „Lagern“ — vor allem bei den Super­from­men.
        Auch ich muss­te mich heu­te hier in die­sem Forum fra­gen las­sen, ob ich noch in die „Rei­hen“ irgend­wel­cher „Unse­rer“ gehö­re — ich weiß nicht mal, wer die­se „Unse­ren“ sind.

        Es ist offen­bar wurscht, ob man Chri­stus nach­folgt oder Maria liebt — Haupt­sa­che „im Lager“ und fest „in den Rei­hen“. Das ist Katho­li­zis­mus ohne Christus.…und jen­seits von Gut und Böse..

        Schön, dass Sie sich von die­sem Lager­den­ken wenig­stens ver­bal distan­zie­ren — wir nähern uns viel­leicht doch wie­der dem Katho­li­schen an. Das wür­de ich mir jeden­falls wün­schen in dem Cha­os hier.

      • Ein höch­stes Lob an @G.J.Ratkaja und @alfredus
        wie sind doch per­sön­li­che auf­ge­reg­te Ver­un­glimp­fun­gen, die Sie ange­mahnt haben abträg­lich. Dan­ke.

      • Geschätz­te Fr Zeit­schnur,
        So möge es sein. Ich habe ger­ne jetzt Ihre Replik gele­sen.
        Es ist meist eher ein „Verständnis“-problem zwi­schen uns bei­den als eines pri­mär in der Sache.
        Das ist mir zuletzt auf­ge­fal­len wenn ich gewis­se Begriff­lich­kei­ten ver­wen­det habe.
        Gut, „Ver­christ­li­chung“ war in der Ver­kün­di­gung der 1940er und 1950er noch ein recht geläu­fi­ger Ter­mi­nus. Zumal ich nicht Mut­ter­sprach­ler bin, dazu noch seit Jahr­zehn­ten (1962) nur im Tes­sin (und gut bei­zei­ten in Zürich) und neu­er­dings wie­der oft in hei­mat­li­chen Ungarn lebe, habe ich vie­le Defi­zi­te bei der Beherr­schung der aktu­el­len deut­schen Hoch­spra­che.

  4. Ansehn­li­che Män­gel­li­ste.…! (klingt wie „jetzt geht die Kir­che unter…“)

    Ich möch­te die Visi­on des Hei­li­gen Don Bos­co mit den Zwei Säu­len in Erin­ne­rung rufen: Auf der lin­ken Säu­le steht die Eucha­rist­sie, auf der rech­ten Säu­le steht die Mut­ter­got­tes — zwi­schen den bei­den Säu­len im Meer ist an Ket­ten das Schiff Petri fest­ge­macht, auf dem der Papst und die Kurie ste­hen. Um das Schiff her­um tobt ein Sturm und es wird ange­grif­fen.

    Weder das Schiff noch die Säu­len gehen unter !
    Die Kri­se in der Katho­li­schen Kir­che besteht doch nicht erst seit heu­te. Die Nivel­lie­rung in den mei­sten ört­li­chen Gemein­de­got­tes­dien­sten läuft ja auch nicht erst seit heu­te ab (ich könn­te da eini­ges auf­li­sten aus mei­ner ört­li­chen Umge­bung, dann wäre die Liste drei mal so lang wie die obi­ge). Wo ist das, was Jesus Chri­stus postu­lier­te: „Heilt die Kran­ken, weckt die Toten auf, macht Aus­sät­zi­ge rein, treibt Dämo­nen aus !“ (Mt 10, 8) —–wie­der Män­gel­li­ste ! War­um tut dies so gut wie nie­mand ? Ist dies eine theo­lo­gi­sche Kri­se oder eine weit­aus grö­ße­re ? Haben wir das Wir­ken Got­tes ver­ges­sen oder gar ver­drängt ?
    Erin­nern wir uns an das, was Papst Franz­i­kus sag­te, als er nach sei­ner Wahl auf die Log­gia des Peters­doms trat: „Betet für mich ! Ich bit­te Euch um Euer Gebet !“
    Durch unse­re Gebe­te und die Auf­op­fe­rung unse­rer Lei­den wird weder das Papst­tum noch die die Hei­li­ge Römisch-Katho­li­sche Kir­che unter­gehn !

    • Ich zweif­le, ob Sie ansatz­wei­se ver­ste­hen, was die im Arti­kel gemach­te Auf­zäh­lung der Unwor­te und Unta­ten des­je­ni­gen bedeu­ten, wel­cher der Stell­ver­tre­ter Chri­sti auf Erden genannt wird. Ja, Gott sei Dank! die Hei­li­ge Katho­li­sche Kir­che wird nicht unter­ge­hen. Aber wo ist die hei­li­ge katho­li­sche Kir­che? Mei­nen Sie im Ernst, die rei­ne Braut Chri­sti sei iden­tisch mit der Hure, die von der Welt beju­belt wird?

      • Ich habe sehr wohl ver­stan­den ! Nur sehe ich es als weit­aus wich­ti­ger an, als per­ma­nen­te nega­ti­ve Kri­tik aus­zu­üben, dass gebe­tet und geop­fert wird. Wol­len Sie Papst Fran­zis­kus und die momen­ta­ne Kir­che abschaf­fen oder eine Neu­tro­nen­bom­be dar­auf wer­fen ?

      • Mei­ne Fra­ge bleibt: w o ist die Kir­che Jesu Chri­sti, die Kir­che Got­tes, die seit dem hl. Igna­ti­us von Antio­chi­en die katho­li­sche genannt wird? Ihr will ich ange­hö­ren. Im Vati­kan kann ich sie nicht erken­nen. Ein Merk­mal der Kir­che ist, dass sie Wahr­heit lehrt, nicht Lüge. Der inter­re­li­giö­se Öku­me­nisms des Vati­kans ist die größ­te Lüge der Kir­chen­ge­schich­te.

      • Nun, Ber­go­glio schafft das Amt, wel­ches er beklei­det, ja selbst ab.
        Dazu braucht es nie­man­den ande­ren. Das tut er selbst.

      • Zu J.G.Ratkaj — 8. Janu­ar 2015 um 16:57: Das Amt hof­fent­lich nicht, da die­ses ja von Gott ein­ge­setzt wur­de.

        Zu Leo Laemm­lein — 8. Janu­ar 2015 um 16:16: Die­se wah­re Kir­che, ist momen­tan (da stim­me ich Ihnen voll­kom­men zu) nicht erkenn­bar. Sie wird nach vie­len Ent­beh­run­gen und Opfern kom­men. Vie­le katho­li­sche Hei­li­ge (Don Bos­co, Anna-Maria Tai­gi, Anna Katha­ri­na Emme­rick u.a.) sag­ten vor­aus, dass die Hl. Katho­li­sche Kir­che wie­der neu erstrah­len wird (ich hof­fe, dass ich jetzt nicht als „spin­nert“ gel­te). Trotz aller gegen­wär­ti­gen Defi­zi­te wird es wie­der anders wer­den. In die­ser Hoff­nung lebe, bete und opfe­re ich.

      • Mir lei­der auch, er ist mir so fremd wie ein Rab­bi oder ein Iman oder der ame­ri­ka­ni­sche Prae­si­dent.
        Ich schau nicht mehr hin und dan­ke Gott fuer die FSSPX.

        „Rom wird zer­sto­ert wer­den und Petrus II die Her­de in gro­sser Tru­eb­sal wei­den“
        oder
        „Wird der Men­schen­sohn noch Glau­ben fin­den, wenn er wie­der­kommt ?“
        Das ist apo­ka­lyp­tisch !

  5. Die­se Män­gel­li­ste offen­bart mehr über die gei­sti­ge Enge und Ver­wir­rung in der „Tra­di­ti­on“ als über Ber­go­gli­os Pon­ti­fi­kat.

    Denn vor lau­ter Bäu­men sieht man den Wald nicht:

    Es ist im Zwei­fels­fall wirk­lich egal, wie ein Papst sich klei­det — er ist der Papst und hat das Recht, sich als Papst auch man­ches impe­ria­len Bal­la­stes zu ent­le­di­gen (ist ja im übri­gen auch immer wie­der gesche­hen in der Ver­gan­gen­heit — zum Bei­spiel bei Coele­stin V., der eben die­sen impe­ria­len Glanz für sich ablehn­te! http://de.wikipedia.org/wiki/Coelestin_V.#mediaviewer/File:Celestine_V_Castel_Nuovo_Napoli_n02.jpg ) und muss vor­her nie­man­den um Erlaub­nis fra­gen. Wenn Chri­stus ihm das ein­gä­be — wer woll­te dage­gen auf­be­geh­ren?!

    Es ist auch egal, ob ein Papst mehr „Prolo“-Interessen hat oder eher schön­gei­sti­ge.

    Rele­vant ist nur eines:
    Bleibt er in der Leh­re Chri­sti, der Leh­re der Kir­che — ja oder nein?
    F. tut es offen­kun­dig nicht.
    Und nur das zählt und macht ihn zwei­fel­haft.

    Es gab schlim­me Zei­ten in der Kir­che, auch mehr­jäh­ri­ge Sedis­va­kan­zen durch inne­re Strei­te­rei­en ver­an­lasst — zum Bei­spiel vor dem erwähn­ten Coele­stin V. Das wür­de die Kir­che ohne wei­te­res über­ste­hen.

    Wich­tig ist dabei aller­dings, das Wesent­li­che nicht zugun­sten hek­ti­schen Aktio­nis­mus durch Unbe­ru­fe­ne zu ver­schie­ben. Es gäl­te ein­fach, die­sen fal­schen Papst samt sei­nen Vor­gän­gern als fal­schen Papst aus­zu­hal­ten und — wie der Hl. Tho­mas es emp­fahl — zu war­ten, bis Gott die Geschicke wie­der ändert.

    • Ja die Pro­gres­si­sten haben ein undurch­schau­ba­res Dickicht geschaf­fen, ua. eine neue Lit­ur­gie, ‑man darf sie nicht als neu bezeich­nen, weil sie eigent­lich kei­ne Lit­ur­gie ist. Die eine und hei­li­ge Lit­ur­gie wächst bereits wun­der­bar auf die­sem vati­ka­ni­schen Mist. Das bezeu­gen, die vie­len Jung­prie­ster, die beru­fen sind und die Kin­der, wel­che die hei­li­ge Lit­ur­gie erst­mals erle­ben durf­ten. Die Triden­ti­ner über­tref­fen, die­ses Jahr erst­mals die Vati­ka­ni­sten in Frank­reich und im Land von Mar­cel folg­ten letz­tes Jahr auf 3 Vati­ka­ni­sten Beru­fun­gen 14 Triden­ti­ner (natür­lich sind es gehei­me Wei­hen). Fran­zis­kus ist genau der rich­ti­ge Papst, denn ein gemä­ssig­ter Papst wür­de die­se vati­ka­ni­sche Kir­chen­kri­se und ihre Ver­ir­run­gen nicht zum kri­ti­schen Punkt füh­ren. Fran­zis­kus führt dem Ende zu, was die Bibel pro­phe­zeit und wovor die Got­tes Mut­ter warnt.

      • Ich fin­de das „Dickicht“ der Pro­gres­si­sten eigent­lich ziem­lich durchschaubar…Chaos ist durch den viel­stim­mi­gen Anspruch nicht befug­ter Per­so­nen ent­stan­den, sie allei­ne ver­tä­ten die wah­re Tra­di­ti­on. Das wird auch nicht bes­ser dadurch, dass die­sel­ben nun mit Mas­se auf­war­ten kön­nen (was ja sowie­so kein Argu­ment ist).

        Sie erwäh­nen die bibli­sche Pro­phe­zei­ung und die führt uns eine land­schaft vor Augen, in der es kei­ne „Tra­di­ti­on“ gibt, die das Fähn­lein der sie­ben Auf­rech­ten hoch­hält, son­dern ein ech­tes und tota­les Cha­os — über­all.

        Und das haben wir gera­de. F. schafft es voll­ends, da haben Sie recht, aber die tak­tie­ren­de und ihrer­seits man­nig­fal­ti­gen moder­nist­si­chen Irr­tü­mern erle­ge­ne Pius­bru­der­schaft tut ganz das Ihre dazu.

        Glau­ben Sie denn, ein ein­sa­mer F. könn­te die­ses Werk voll­brin­gen?
        Ich glau­be es nicht.

        Eine Fra­ge: Was mei­nen sie mit „gehei­men Wei­hen“? Weiht denn die FSSPX im Gehei­men? Oder mei­nen Sie ande­re Gläu­bi­ge, die ver­su­chen, in Geduld und Demut abzu­war­ten, was Gott selbst tun wird?

  6. Dem Ber­go­glio ist das doch alles voll­kom­men schnup­pe, der Ber­go­glio hat für Kathol­ken und den Katho­li­zis­mus ein­fach kei­ne Zeit, er war heu­te schwer beschäf­tigt und hat sich mit Ange­li­na Jolie getrof­fen. Dem ist nichts mehr hin­zu­zu­fü­gen, außer man kann gar nicht so viel essen wie man kxx­xen könn­te:

    http://www.dailymail.co.uk/tvshowbiz/article-2901975/Angelina-Jolie-meets-Pope-Francis-private-audience-Vatican-screening-movie-Unbroken.html

  7. @Sumsum

    Ich weiß nicht, ob es den Tat­sa­chen ent­spricht, man hört jeden­falls, Ange­li­na Jolie soll der „Church of Satan“ ver­pflich­tet sein. Wis­sen Sie etwas dar­über?

    • Lie­ber Dario, über Frau Jolies Ver­hält­nis zur „Church of Satan“ weiß ich lei­der nicht viel, dage­gen umso mehr über ihre Brust­im­plan­ta­te, ihre vie­len Ehe­män­ner, ihren Dro­gen­kon­sum, ihre gewalt­ver­herr­li­chen­den Hol­ly­wood­gur­ken, die Kin­der­schar und mit was sonst noch die­se Pri­ma­don­na der Selbst­dar­stel­lung und Möch­te­ger­ne-Mut­ter Tere­sa sich andau­ernd in den Medi­en der Neu­en Welt­ord­nung so pro­du­ziert. Es ist wirk­lich schön zu wis­sen, daß Papa Ber­go­glio der erklär­ten Athe­istin Zeit wid­me­te, bestimmt hat­ten sie viel zu plau­dern, wenn schon nicht über das See­len­heil, dann wenig­stens über irgend­ei­nen neu­en Schin­ken, den die Dame zu pro­mo­ten hat­te.

    • Frau Jolie bewun­dert Papst Franzl. dafür was er über Homosexualität/Homosexuelle sagt.

      Es ist nicht schwie­rig Hin­wei­se im www zu fin­den, die ihre Nähe zum sata­ni­schen, occul­ten 😱 Hol­ly­wood auf­zeigt.

  8. Ein her­aus­ra­gen­der Bei­trag, vie­len Dank für die Ver­öf­fent­li­chung an die Redak­ti­on!

    Doch ich wür­de gern die Hoff­nung tei­len, die aus den Zei­len von Chri­sto­pher A. Fer­ra­ra trotz allem klingt. Dass ein Papst Ber­go­glio end­lich den gläu­bi­gen Katho­li­ken die Augen öff­net über den Glau­bens­ab­fall, der mit und durch die Doku­men­te des II. Vati­ka­ni­schen Kon­zils ein­ge­setzt hat. Ich kann die Lage nur trost­lo­ser beur­tei­len. Weil der Glau­be der Katho­li­ken seit spä­te­stens 1962 so syste­ma­tisch zer­stört wur­de, dass sie die Kata­stro­phe gar nicht mehr wahr­neh­men kön­nen, die sich jetzt vor unse­ren Augen abspielt. Die Chri­sto­pher A. Fer­ra­ra groß­ar­tig zusam­men­ge­fasst hat.

    Kön­nen sich Katho­li­ken zu dem über­lie­fer­ten Glau­ben ihrer katho­li­schen Kir­che „zurück bekeh­ren“, den sie seit über 50 Jah­ren nur noch ver­zerrt ken­nen ler­nen?

    Es wird ein sehr, sehr müh­sa­mer Weg wer­den für den Rest der gläu­big geblie­be­nen Katho­li­ken. Ein Kreuz­weg. Und die katho­li­sche Kir­che in Euro­pa hat das Ver­hält­nis zur Theo­lo­gie des Kreu­zes längst vor dem II. Vati­ka­ni­schen Kon­zil ver­lo­ren, vom Ver­hält­nis zur Aller­hei­lig­sten Drei­fal­tig­keit ganz zu schwei­gen. Sie hat nichts offi­zi­ell geleug­net, doch das II. Vati­ka­ni­sche Kon­zil hat­te eine sehr lan­ge Vor­lauf­zeit.

    In die­ser Vor­lauf­zeit ent­wickel­ten sich nicht nur die pro­gres­si­sti­schen Häre­si­en, son­dern auch jene „Krank­heit der Tra­di­ti­on“, vor der Erz­bi­schof Lef­eb­v­re so ein­drucks­voll in sei­nem Exer­zi­ti­en­vor­trag von 1989 warnt. Nach­zu­le­sen im Mit­tei­lungs­blatt der FSSPX im Dezem­ber 2014.
    Eine Krank­heit, die dar­in besteht, sich auf Bot­schaf­ten von Erschei­nun­gen zu kon­zen­trie­ren auf kosten des katho­li­schen Glau­bens, wie er geof­fen­bart wur­de. Einer Krank­heit, der ein gro­ßer Teil sei­ner „geist­li­chen Söh­ne“ unheil­bar zum Opfer gefal­len ist.

    Soll Euro­pa nicht völ­lig ungläu­big wer­den, dann wer­den wir wahr­schein­lich Mis­sio­na­re aus ande­ren Erd­tei­len brau­chen.
    (Für mei­ne Per­son bin ich dank­bar, wenn ich noch irgend­wo in eine hei­li­ge Mes­se nach dem über­lie­fer­ten Ritus gehen kann und einen Beicht­va­ter fin­de, für den die­ses Mess­op­fer zen­tral ist).

    • Hoch­ge­ehr­te @Zeitlos,
      Sie haben einen äusserst fein­füh­li­gen Kom­men­tar zu die­sem her­vor­ra­gen­den Arti­kel gege­ben.
      Ich ken­ne den Rem­nant und Micha­el Voris seit eini­gen Jah­ren und habe gro­ßen Respekt für den Mut womit sie für den Glau­ben und für die Hl. Kir­che kämp­fen.
      Ihre Fra­ge „Ob sich Katho­li­ken zu dem über­lie­fer­ten Glau­ben der Katho­li­schen Kir­che „zurück bekeh­ren“, den sie seit über 50 Jah­ren nur noch ver­zerrt ken­nen­ge­lernt haben?“ kann ich beant­wor­ten: es ist ein voll­mun­di­ges JA!
      Die moder­ni­sti­sche Ten­denz ist inzwi­schen so debil und infan­til gewor­den, par excel­lence in den Gebie­ten wo sie am Schlimm­sten gehaust hat, daß die letz­te Glau­bens­re­sten dort ver­brö­seln und ver­we­hen.
      Die Erin­ne­rung an die frü­he­re Schön­heit, Fotos, Fil­me von frü­her, der gewal­ti­ge Schatz an from­me Lite­ra­tur, an Dog­ma­tik, an Fun­da­men­tal­theo­lo­gie, die gro­ße Schät­ze in Muse­en sind ein leben­di­ges Zeug­nis von etwas was man fak­tisch aus­rot­ten woll­te und trotz­dem leben­di­ger denn je ist.
      Gott ruft, jeden Tag, und es ist eine gro­ße Ehre das Ver­lo­ren­ge­glaub­te wie­der­erzu­ent­decken und bril­lan­ter denn je zu zei­gen.
      Die Situa­ti­on fand ich um 1974 am Schlimm­sten- ganz ehr­lich: jetzt kommt (end­lich!) Schuß in der Sache!

      • Micha­el Voris gehört aber nicht zu „Rem­nant news­pa­per“, im Gegen­teil er hat sie im letz­ten Jahr öffent­lich übelst beschimpft für ihre Kri­tik am Ver­hal­ten des Pap­stes, da er und sein Team von „Church mili­tant“ sich geschwo­ren haben ihn nie­mals zu kri­ti­sie­ren.

        Rem­nant news­pa­per wird vom muti­gen und dabei sehr sanft­mü­ti­gen Micha­el Matt gelei­tet, der die­se Belei­di­gun­gen in vor­bild­lich­ster katho­li­scher Form auf­ge­nom­men hat und bis zuletzt zur Ver­söh­nung und zum Zusam­men­halt auf­ge­ru­fen hat.

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