Alles wie Franziskus es will — Sympathien, Launen und die Kasper-Fraktion

Kardinal Marx und Kardinal Braz de Aviz
Neo-Kar­di­nä­le zwi­schen Sym­pa­thien, Lau­nen und der Kas­per-Frak­ti­on. Im Bild Kar­di­nal Marx und Kar­di­nal Braz de Aviz

(Rom) Man wuß­te, daß Papst Fran­zis­kus unbe­re­chen­bar ist. Die Liste der neu­en Kar­di­nä­le, denen er beim Kon­si­sto­ri­um am 14. Febru­ar Pur­pur ver­lei­hen wird, macht jede Vor­her­sa­ge zur Maku­la­tur. Hat der ehe­ma­li­ge Diplo­mat Rau­ber noch ande­re Ver­dien­ste, außer sei­ne Kon­flik­te mit Bene­dikt XVI., die ihn für die Kar­di­nal­s­wür­de qua­li­fi­zie­ren? Nach wel­chen Kri­te­ri­en wählt der Papst die Kar­di­nä­le aus? Las­sen sich neben Lau­nen auch Rich­tungs­ent­schei­dun­gen erken­nen? Ja, sagt der Vati­ka­nist San­dro Magi­ster. Eini­ge neue Papst­wäh­ler haben sich bei der Bischofs­syn­ode im Okto­ber 2014 als ein­deu­ti­ge Par­tei­gän­ger der Kas­per-Frak­ti­on zu erken­nen gegeben.

Mit den fünf­zehn neu­en Papst­wäh­lern, steigt die Zahl der Kon­kla­ve-Teil­neh­mer auf 125. Fünf mehr als vor­ge­se­hen. In den kom­men­den Mona­ten wer­den fünf Kar­di­nä­le aus Alters­grün­den ausscheiden.

Vati­kan­spre­cher Pater Fede­r­i­co Lom­bar­di mein­te dazu, der Papst habe die von Papst Paul VI. vor­ge­schrie­be­ne Höchst­zahl nur „leicht“ über­schrit­ten, sich aber „ins­ge­samt an die­se Bestim­mung gehal­ten“, da bis Jah­res­en­de die Zahl der Papst­wäh­ler wie­der auf 120 sin­ken werde.

Der Kolum­bia­ner Pimi­en­to Rodri­guez wird dem­nächst 96 Jah­re alt. Die Ernen­nung zum Bischof erfolg­te im Jahr 1955 noch durch Pius XII. Gera­de­zu eine Sen­sa­ti­on. Er ist einer der letz­ten acht noch leben­den Pacelli-Bischöfe.

Zweimal Purpur als Wiedergutmachung für Konflikte mit Vorgänger-Päpsten?

Für Zwei-Neo­kar­di­nä­le scheint die Kar­di­nal­s­er­he­bung eine Art Wie­der­gut­ma­chung für ihre Kon­flik­te mit zwei ande­ren Päp­sten zu sein. Einer von ihnen ist der Ita­lie­ner Lui­gi De Magi­stris, 88 Jah­re alt. Er kri­ti­sier­te mehr­fach die Zere­mo­nien von Johan­nes Paul II, die deren Regis­seur Pie­ro Mari­ni insze­nier­te, beson­ders die exo­ti­schen Tän­ze, die in Meß­fei­ern inte­griert wur­den. Damit mach­te er sich das woj­ty­lia­ni­sche Estab­lish­ment im Vati­kan zum Geg­ner. Er war auch der ein­zi­ge füh­ren­de Kuri­en­ver­tre­ter, der sich gegen die Selig­spre­chung von José Maria Escri­vá de Bala­guer, den Grün­der des Opus Dei aus­ge­spro­chen hat­te. Die Fol­ge war, daß ihm die Kar­di­nal­s­wür­de ver­wei­gert wur­de, die ihm als Groß­pö­ni­ten­ti­ar (2001–2003) zuge­kom­men wäre. De Magi­stris ist der ein­zi­ge Lei­ter die­ses Dikaste­ri­ums ohne Kardinalsbirett.

Der ande­re ist der Deut­sche Karl-Josef Rau­ber, 81 Jah­re alt. Er stand mit Papst Bene­dikt XVI. im Kon­flikt. Zuletzt 2009, als er Apo­sto­li­scher Nun­ti­us in Bel­gi­en war. Damals ging es um die Nach­fol­ge des pro­gres­si­ven God­fried Dan­neels als Erz­bi­schof von Brüs­sel-Mecheln. Rau­ber mel­de­te Rom einen Drei­er­vor­schlag, der nicht den Namen des heu­ti­gen Amts­in­ha­bers, Erz­bi­schof André Léo­nard ent­hielt. In mut­maß­li­cher Anleh­nung an Dan­neels lehn­te Rau­ber Léo­nard als „unge­eig­net“ ab. Bene­dikt XVI., der jedoch über ande­re Infor­ma­ti­ons­ka­nä­le ver­füg­te, sah im dama­li­gen Bischof von Namür den geeig­ne­ten Mann, um der am Boden lie­gen­den Brüs­se­ler Kir­che im Zen­trum der Euro­päi­schen Uni­on wie­der Leben einzuhauchen.

Da traf es sich, daß Rau­ber 2009 75 wur­de. Bene­dikt XVI. nahm sei­nen Rück­tritt an und ernann­te Msgr. Léo­nard zum Nach­fol­ger von Kar­di­nal Dan­neels. Rau­ber, kaum in Pen­si­on, ent­hüll­te sei­nen Wider­stand gegen Erz­bi­schof Léo­nard und ande­re Kon­flik­te mit Papst Bene­dikt XVI. in einem Inter­view mit der pro­gres­si­ven Deho­nia­ner-Zeit­schrift Il Reg­no. Er distan­zier­te sich damit auf unfei­ne Art von Bene­dikt XVI. und von der Ernen­nung in Brüs­sel, die nicht nur Rau­ber, son­dern auch Kar­di­nal Dan­neels dem deut­schen Papst nach­trug. Eine Distan­zie­rung, die jen­seits per­sön­li­cher Ani­mo­si­tä­ten vor allem einen Rich­tungs­streit sicht­bar machte.

Laut dem bri­ti­schen Autor Austen Ive­r­eigh habe Kar­di­nal Dan­neels zusam­men mit den deut­schen Kar­di­nä­len Kas­per und Leh­mann 2013 die Wahl eines Anti-Ratz­in­gers organisiert.

Wäh­rend Erz­bi­schof Léo­nard seit fünf Jah­ren ver­ge­bens auf die Kar­di­nal­s­wür­de war­tet, wird sein geschei­ter­ter Ver­hin­de­rer Rau­ber mit eben die­ser aus­ge­zeich­net. Man geht kaum fehl, dar­in ein wei­te­res Ent­ge­gen­kom­men gegen­über Kar­di­nal Dan­neels zu erken­nen. In Rom suchen man­che nach ande­ren Ver­dien­sten Rau­bers, außer sei­ner Gegen­po­si­ti­on zu Bene­dikt XVI., die ihn für die Kar­di­nal­s­wür­de qua­li­fi­zie­ren würde.

Die Zahl der von Fran­zis­kus ernann­ten Papst­wäh­ler steigt damit auf 31. 34 wur­den von Johan­nes Paul II. ernannt. 60 der der­zeit 125 Papst­wäh­ler erhiel­ten ihr Pur­pur von Bene­dikt XVI.

Die einzige Regel ist der Bruch mit ungeschriebenen Regeln?

cardinali.jpgMit Fran­zis­kus haben sich jedoch die Aus­wahl­kri­te­ri­en grund­le­gend ver­än­dert. Sei­ne Vor­gän­ger hiel­ten sich an kon­so­li­dier­te Regeln. Dazu gehör­te die Ver­lei­hung an die Erz­bi­schö­fe bestimm­ter Bis­tü­mer, die tra­di­tio­nell mit der Kar­di­nal­s­wür­de ver­bun­den waren. Glei­ches gilt für die Inha­ber bestimm­ter Kurienämter.

Der argen­ti­ni­sche Papst „fühlt sich nicht dar­an gebun­den“, wie Vati­kan­spre­cher Pater Fede­r­i­co Lom­bar­di am Mon­tag erklär­te. In der Tat han­delt es sich um eines der vie­len unge­schrie­be­nen Geset­ze der Kir­che, die vie­le Genera­tio­nen für sinn­voll erach­tet haben. Papst Fran­zis­kus model­liert das Kar­di­nals­kol­le­gi­um viel stär­ker nach sei­nem „Eben­bild“ um, als es sei­ne Vor­gän­ger taten.

Durch den Bruch mit über­lie­fer­ten Regeln erwei­tert sich der Kreis mög­li­cher Kan­di­da­ten enorm. In Ita­li­en blei­ben die bei­den ein­zi­gen Bischofs­sit­ze, die tra­di­tio­nell mit der Kar­di­nal­s­wür­de ver­bun­den sind, auch wei­ter­hin ohne Pur­pur. Statt Vene­dig und Turin fisch­te Fran­zis­kus unter den mehr als 200 Diö­ze­san­bi­schö­fen die Erz­bi­schö­fe Meni­chel­li (Anco­na-Osi­mo) und Mon­te­ne­gro (Agri­gent). Meni­chel­li war vie­le Jah­re Sekre­tär von Kar­di­nal Achil­le Silvestrini.

Lampedusa — das luxuriöse Paradox von EU und Papst

Zur Diö­ze­se von Bischof Mon­te­ne­gro, der all­ge­mein als guter Bischof aner­kannt ist, gehört auch die Insel Lam­pe­du­sa, auf die Fran­zis­kus sei­ne erste und umstrit­te­ne Rei­se außer­halb Roms unter­nahm. Im neu­en „Wer­te­ka­ta­log“ von EU, Medi­en und Papst ist die Insel zu einem Ort mit Sym­bol­cha­rak­ter sti­li­siert wor­den. Mit ihm soll Kri­tik an der Mas­sen­ein­wan­de­rung, auch der ille­ga­len, zum mora­lisch irrever­si­blen Tabu gemacht wer­den. Schiff­bruch ist eine mensch­li­che Kata­stro­phe und ver­langt Hil­fe. Doch bei Lam­pe­du­sa geht es um die Durch­set­zung eines ein­sei­ti­gen poli­ti­schen Postulats.

Obwohl das Phä­no­men Mas­sen­ein­wan­de­rung nur zum gering­sten Teil über den See­weg nach Lam­pe­du­sa erfolgt, wird eine „huma­ni­tä­re“ Gleich­set­zung ver­sucht. Mit einer die Rea­li­tät ver­zer­ren­den Sprach­re­ge­lung wird fast täg­lich über „Flücht­lin­ge“ berich­tet, die aus „See­not geret­tet“ wur­den. Die Wirk­lich­keit sieht anders aus. Jeder Ein­wan­de­rer, der mit dem Schiff aus Afri­ka Euro­pa zu errei­chen ver­sucht, wird ein­fach zum „Flücht­ling“ und „Schiff­brü­chi­gen“ erklärt. In den Gewäs­sern vor der tune­si­schen Küste patrouil­lie­ren euro­päi­sche Polizei‑, Mili­tär- und Sani­täts­schif­fe mit dem Auf­trag, jedes Ein­wan­de­rer­schiff „Will­kom­men“ zu hei­ßen, sprich bei Sich­tung in Emp­fang zu neh­men und nach Lam­pe­du­sa zu beglei­ten. Ein inzwi­schen ein­ge­spiel­ter Mecha­nis­mus, der in der Regel bei ruhi­ger See abläuft und den kri­mi­nel­len Schlep­per­ban­den in Nord­afri­ka bestens bekannt ist. In den euro­päi­schen Zei­tun­gen liest man am näch­sten Tag aber, daß vor Lam­pe­du­sa wie­der Hun­der­te „Flücht­lin­ge“ vor dem „Ertrin­ken“ geret­tet wor­den sei­en. Ein luxu­riö­ses Para­dox, wenn man bedenkt, daß es sich um ille­ga­le Ein­wan­de­rung han­delt. Doch Papst Fran­zis­kus steht hin­ter die­sem „Gut­men­schen­tum“ und signa­li­siert das auch durch die Erhe­bung in den Kar­di­nal­s­rang. Der Papst muß kei­nen dif­fe­ren­zier­ten poli­ti­schen Dis­kurs zum The­ma füh­ren, weil ihn wich­ti­ge Ent­schei­dungs­trä­ger seit Jah­ren ver­wei­gern. Er för­dert einen sol­chen aller­dings nicht durch zu ein­sei­ti­ge Parteinahme.

Ein nachtragender Papst

Bene­dikt XVI. hielt sich dis­zi­pli­niert an die kirch­li­chen Con­su­e­tu­di­nes und konn­te damit dem Kar­di­nals­kol­le­gi­um in acht Jah­ren Amts­zeit weni­ger sei­nen Stem­pel auf­drücken als Fran­zis­kus in nicht ein­mal zwei Jah­ren. Bei den fünf­zehn neu­en Papst­wäh­lern, hielt sich Fran­zis­kus nur bei zwei Ernen­nun­gen dar­an, jener von Kuri­en­erz­bi­schof Mam­ber­ti, Prä­fekt der Ober­sten Signa­tur, aus der Fran­zis­kus Kar­di­nal Ray­mond Bur­ke ver­jagt hat­te. Dazu kommt noch der Patri­arch von Lis­sa­bon. Den Erz­bi­schof von Bang­kok könn­te man even­tu­ell noch dazu rechnen.

Erneut ohne Kar­di­nal­s­wür­de blieb der fran­zö­si­sche Domi­ni­ka­ner Jean-Lou­is Bru­gués, der Archi­var und Biblio­the­kar der Hei­li­gen Kir­che. Ein Amt, mit dem seit Jahr­hun­der­ten die Kar­di­nal­s­wür­de ver­bun­den ist. Doch Papst Fran­zis­kus ist nach­tra­gend. Wer sich ihm in den Weg stellt, bekommt sei­ne Faust zu spü­ren. Davon weiß nicht nur ame­ri­ka­ni­sche Kar­di­nal Bur­ke zu berich­ten. Pater Bur­gués hat­te in sei­ner Zeit an der Kon­gre­ga­ti­on für das katho­li­sche Bil­dungs­we­sen ent­schie­de­nen Wider­stand gegen die Ernen­nung von Vic­tor Manu­el Fer­nan­dez zum Rek­tor der Katho­li­schen Uni­ver­si­tät von Bue­nos Aires gelei­stet. Fer­nan­dez aber war der Schütz­ling des dama­li­gen Erz­bi­schofs von Bue­nos Aires. Als Papst ernann­te ihn Fran­zis­kus sofort zum Titu­lar­erz­bi­schof, zum Syn­oda­len und mach­te ihn zum per­sön­li­chen Ghost­wri­ter. In Rom heißt es daher: Wer Papst Fran­zis­kus liest, liest Fernandez.

Die Römi­sche Kurie ver­liert wei­ter­hin an Gewicht im Kon­kla­ve. Nach dem 14. Febru­ar wird der Anteil der Kuria­len von der­zeit noch 30 Pro­zent auf 27 Pro­zent sinken.

Die Suche nach entlegenen und unbekannten Orten

Man mag die Liste der Neu­ernann­ten lesen wie man will, ein System läßt sich nicht erken­nen. Papst Fran­zis­kus scheint kei­ne Regeln zu befol­gen, oder anders gesagt, wenn es eine Regel gibt, dann besten­falls eine: bestehen­de Regeln zu miß­ach­ten. In Rom, wo man der­zeit über die neu­en Kar­di­nä­le aus Ton­ga, Xai Xai und den Kap­ver­di­schen Inseln rät­selt, behaup­ten böse Zun­gen, selbst der Papst wür­de die­se unbe­kann­ten Bischö­fe nicht ken­nen. Er habe ein­fach eine Land­kar­te auf­ge­schla­gen und nach den ent­le­gen­sten und unbe­kann­te­sten Orten gesucht. Inseln bevor­zugt. „Man­che wer­den dar­in wohl die Hand­schrift des Hei­li­gen Gei­stes erken­nen wol­len“, kom­men­tier­te Secretum meum mihi. Ande­re, so Fran­ci­so de la Cigo­ña spre­chen nüch­ter­ner von päpst­li­chen „Lau­nen“.

Fest steht, daß das Kar­di­nals­kol­le­gi­um mit dem 53jährigen Kar­di­nal aus Ton­ga ein neu­es jüng­sten Mit­glied bekom­men wird. Gefolgt vom Erz­bi­schof von Mon­te­vi­deo, der 55 Jah­re alt ist.

Der traditionsverbundene Erzbischof von Morelia und die Narcos

In Mexi­ko fiel, aus wel­chem Grund auch immer, die Wahl auf Erz­bi­schof Alber­to Sua­rez Inda von More­lia. Die Diö­ze­se liegt im Staat Michoacán, in dem der Dro­gen- und Ban­den­krieg am blu­tig­sten aus­ge­tra­gen wird. Hat die­ser medi­en­träch­ti­ge Umstand wie im Fall Lam­pe­du­sa das päpst­li­che Inter­es­se geweckt? Sua­rez Inda ist aber auch der erste mexi­ka­ni­sche Diö­ze­san­bi­schof, der nach dem Erlaß des Motu pro­prio Summorum Pon­ti­fi­cum ein fei­er­li­ches Hoch­amt im über­lie­fer­ten Ritus zele­brier­te. Er tat es am Hei­li­gen Abend 2013, bereits nach dem Amts­ver­zicht von Bene­dikt XVI. und spen­de­te dabei zwei Jugend­li­chen der Tra­di­ti­on das Sakra­ment der Firmung.

Unter den Neo-Kar­di­nä­len fin­det sich kein Jesu­it, dafür mit dem Erz­bi­schof von Bang­kok ein Freund der Foko­lar­be­we­gung, zu denen bereits die Kar­di­nä­le Braz de Aviz und Anto­nel­li gehö­ren. Der eben­falls in den Kar­di­nal­s­rang erho­be­ne Erz­bi­schof von Val­la­do­lid hegt Sym­pa­thien für den Neo­ka­techu­me­na­len Weg, dem bereits Kar­di­nal Fil­lo­ni nahesteht.

Die neuen Kardinäle und die Bischofssynode

Die Neo-Kar­di­nä­le aus Lis­sa­bon, Wel­ling­ton, Anco­na-Osi­mo, Addis Abe­ba und Ton­ga nah­men als Vor­sit­zen­de der Bischofs­kon­fe­renz an der Syn­ode über die Fami­lie teil. Der Erz­bi­schof von Val­la­do­lid wur­de per­sön­lich von Papst Fran­zis­kus zum Syn­oda­le berufen.

Bei der Bischofs­syn­ode über die Fami­lie schlos­sen sich der Neu­see­län­der Dew von Wel­ling­ton und der Ita­lie­ner Meni­chel­li von Anco­na-Osi­mo der Kas­per-Frak­ti­on an und spra­chen sich für die Zulas­sung wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ner zur Kom­mu­ni­on und die Aner­ken­nung von Homo-Ver­bin­dun­gen aus.

Indem Papst Fran­zis­kus den Neu­see­län­der Dew statt Antho­ny Colin Fisher, den Nach­fol­ger von Kar­di­nal Geor­ge Pell als Erz­bi­schof von Syd­ney, zum Kar­di­nal erhebt, ließ der Papst ein wei­te­res Mal erken­nen, in wel­che Rich­tung sei­ne Sym­pa­thien gehen. Sowohl Kar­di­nal Pell als auch Erz­bi­schof Fisher sind ent­schie­de­ne Ver­tei­di­ger der Unauf­lös­lich­keit der Ehe.

Text: Andre­as Becker
Bild: Set­ti­mo Cielo

36 Kommentare

  1. Nun, wer gewach­se­ne und bewähr­te Struk­tu­ren zer­stö­ren will, der bedarf kei­nes beson­de­ren Systems, es genügt, ein­fach die Regeln außer Kraft zu set­zen und das mög­lichst auf die absur­de­ste Art und Wei­se. Und genau das auch Ber­go­gli­os simp­le wie wirk­sa­me Stra­te­gie: statt Regeln Will­kür, statt sorg­sa­mer Aus­le­se, wahl­lo­se Beliebigkeit.
    Ohne fal­sche Ver­glei­che anzu­stel­len zu wol­len: auch Hitl­ler hat sich die fest auf preu­ßi­sche Ord­nung und Stan­des­den­ken gegrün­de­te Reichs­wehr gefü­gig gemacht, indem er wahl­los nie­de­re Char­gen und ahnungs­lo­se Par­tei­pro­le­ten in hohe Offi­ziers­äm­ter beför­der­te. Es war zwar am Ende sein Unter­gang, aber in die­sen hat er dann auch ganz Euro­pa und Mil­lio­nen von Men­schen mitgerissen.

    • Wer sol­che Ver­glei­che anstellt dis­qua­li­fi­ziert sich sel­ber!!! Ein­fach unvor­stell­bar in einem katho­li­schen Blog!

      • Sie mei­nen, weil Ihr Vor­red­ner „Hit­ler“ gesagt hat. Wirk­lich unfass­bar. Und das in einem katho­li­schen Blog.

      • Auch damals war es unvor­stell­bar und doch ist das Unvor­stell­ba­re passiert.Auch damals gab es Katoliker,katholische Zeitungen,es gab da Menschen,die gewarnt haben…und „bra­ve Leute„empörten sich.Wer sich mit die­ser Geschich­te befasst hatte,kann die­sen Ver­gleich verstehen.

    • Uner­träg­lich Ihr geschmie­re! Auch das die­ses von KI frei geschal­tet wird. Sie nen­nen sich Christ, Pfui, Pfui!!!!

      • Ach hören Sie doch auf. Der hier hoch­ge­schätz­te Kom­men­ta­tor „hicest­ho­die“ zieht eine histo­ri­sche Par­al­le­le, die völ­lig zu Recht besteht und jedem ins Auge springt, der nicht völ­lig ideo­lo­gisch fran­zis­ki­siert ist. 

        Ach der bizar­re Kult der Mas­sen, der um den einen heu­te wie um den ande­ren vor 80 Jah­ren betrie­ben wur­den, läßt sich vergleichen.

      • Na, gera­de sol­che Pfuiii-Schrei­er waren die ersten, die damals über Anders­den­ken­de, die an die ein­zi­ge katho­li­sche Kir­che Glau­ben­den, Pfuiiii geschrien haben. Ja, die­se wer­den auch Pfuii, wie damals, über Homo­se­xu­el­le und Juden schrei­en und schliess­lich, Säu­be­rung, Fil­tra­ti­on… fordern.Es sind die glei­chen Pfuiiiischrei­er, ob sie rechts oder links, oder sonst­wo, sitzen.

      • @ Fink:
        Wer ist wohl schlim­mer: der, wel­cher Leben zeit­lich-bio­lo­gisch ver­nich­tet w(ie Hit­ler), oder der, wel­cher (und zwar in noch viel grö­sse­rer Zahl) zahl­lo­se Mil­lio­nen an unsterb­li­chen See­len ver­nich­tet und sie in die Höl­le schickt?????

    • Bevor Sie sich wei­ter erre­gen, soll­ten Sie sich über histo­ri­sche Ver­glei­che ein wenig sach­kun­dig machen. Mein Ter­ti­um Com­pa­ra­tio­nis sind hier­bei übri­gens nicht Hit­ler und Ber­go­glio als Per­so­nen, son­dern die Maß­nah­men zur Auf­lö­sung von fest­ge­füg­ten Macht- und Ord­nungs­struk­tu­ren. Ich hät­te anstatt Hit­ler genau­so gut die 68er Bewe­gung mit ihrem „Marsch durch die Insti­tu­tio­nen“ anfüh­ren kön­nen, nur ist die­ser Pro­zess der Auf­lö­sung (sie­he Link) noch nicht abge­schlos­sen. Der Unter­gang der west­li­chen Zivi­li­sa­ti­on ist zwar schon vor­her­seh­bar, aber vie­le stel­len sich gern blind und Tan­zen lie­ber Tan­go am Ran­de des Vulkans.

  2. Ich muss mich revi­die­ren: gestern schrieb ich an ande­rer Stel­le, dass ich war­um auch immer ein gutes Bauch­ge­fühl bei den Ernen­nun­gen hät­te. Bis auf den Tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen Bischof aus Mexi­ko scheint es aber eher kata­stro­phal zu sein ðŸ˜©
    Tan­go-Fran­ze hat mal wie­der zuge­schla­gen — zum Heulen! 

    Dan­ke an die Redak­ti­on für die gute Berichterstattung.

  3. Lie­be Brü­der und Schwe­stern im Herrn,

    Die Kar­di­nä­le sym­bo­li­sie­ren die Kat­ze, die ihre Kral­len noch nicht aus­ge­fah­ren hat.
    Bei einem Papst, des­sen Legi­ti­mi­tät min­de­stens ange­zwei­felt wer­den muss, sind sol­che Vor­ge­hens­wei­sen mög­li­cher­wei­se als List zu bezeichnen.

  4. @Frau Thalbau­er
    Hicest­ho­die hat recht. Der Ver­gleich mit Hit­ler, der sich der preu­ßi­schen Tugen­den bedien­te, ist wahr­heits­ge­mäß, aber poli­tisch nicht kor­rekt. Sie müs­sen unter­schei­den, was Sie wol­len, die Wahr­heit oder die (soge­nann­te) poli­ti­sche Cor­rect­ness. Die Begrif­fe ste­hen anti­the­tisch zuein­an­der. Die­sel­be Fra­ge betrifft auch die Beur­tei­lung des jet­zi­gen Pon­ti­fi­ka­tes. Die Aus­sa­gen des jet­zi­gen Pap­stes sind poli­tisch kor­rekt, aber ich habe mei­ne Zwei­fel an den Aus­sa­genl, was den Wahr­heits­ge­halt im Sin­ne der Leh­re angeht. Das Pro­blem besteht dar­in, dass die Lüge nicht die Anti­the­se , son­dern das Zerr­bild der Wahr­heit ist und Zerr­bil­der erken­ne ich lei­der sehr, sehr viele.

    • Ich kann Ihnen da über­haupt nicht zustim­men. Den Nach­fol­ger Petri (ob sei­ne Wahl einem paßt oder nicht) in glei­chem Atem­zug mit dem größ­ten Mas­sen­mör­der der neue­ren Geschich­te auf eine Stu­fe zu stel­len, ist nicht zumut­bar!!! Ich sehe da kei­ner­lei Unter­schied zu den Haß­pre­di­gern des Islam und wohin dies führt, sie­he Paris, Syri­en etc. etc.! Wol­len wir Katho­li­ken dies auch von unse­rem Chri­sten­tum? Soll­te dies die Saat Kar­di­nal Bur­kes sein, der noch immer gegen den Papst hetzt (wahr­schein­lich aus Ent­täu­schung, weil er es sel­ber nicht gewor­den ist?). Ich sehe da eine gera­de Linie, wo Haß gepre­digt und erzeugt wird. Demü­tig beten wäre für mich die ande­re Alternative.

      • Mer­ken Sie nicht, dass Sie auf einer ganz ande­ren Ebe­ne als Hans argu­men­tie­ren? So kön­nen Sie nur anein­an­der vor­bei reden…

        OHNE ver­glei­chen zu wol­len: der Papst wird sich mal vor höhe­rem ver­ant­wor­ten müs­sen wie­vie­le See­len er zum Him­mel oder zur Ver­damm­nis geführt hat. Die Sor­gen, dass letz­te­res über­wie­gen könn­te (Abschaf­fung der Sün­de und der Gebo­te, mit dem 6. geht es los) sind nur all­zu berech­tigt… oder nicht?

      • Nie­mand hat „Den Nach­fol­ger Petri“ in irgend­ei­nem Atem­zug genannt. Es geht hier ledig­lich um die Poli­tik des der­zei­ti­gen Platz­hal­ters am Papst­stuhl. Petrus ist ein Fels auf dem der Herr, sei­ne Kir­che bau­te, baut.

    • Über die „preu­ßi­schen Tugen­den“ beim Mili­tär habe ich gera­de die­ser Tage ein Buch in die Hand bekom­men von dem katho­li­schen Prof. von Peters­dorf http://www.kathpedia.com/index.php?title=Egon_von_Petersdorff, dort auch im Lit.-Verz.: Geschich­te einer Bekeh­rung, Von Ber­lin nach Rom, Kla­gen­furt 1956 (unter dem Pseud­onym „Comte de Vélan“; Autobiographie) 

      Es muss nach sei­nen Beschrei­bun­gen (er war im preu­ßi­schen Heer) dort regel­recht per­vers zuge­gan­gen sein. Von Tugen­den soll­te man da nicht sprechen.
      Von Peters­dorf sieht die mora­li­sche Ver­kom­men­heit und den per­ver­sen Ehr­be­griff im preu­ßi­schen Heer im Zusam­men­hang mit der ehe­mals erzwun­ge­nen Chri­stia­ni­sie­rung der Ost­mark und deren dadurch beding­te Ansprech­bar­keit für alle Irrun­gen der Refor­ma­ti­on, die im Wesent­li­chen dann das Preu­ßen­tum geprägt habe.
      Ich muss geste­hen, dass ich sei­ne Beschrei­bung für glaub­wür­dig hal­te und sei­ne Gedan­ken für nicht abwegig.

      • Sen­sa­tio­nell, aber hier ist Frau Zeit­schnur abso­lut zuzu­stim­men. Im preu­si­schen Kada­ver- und Unter­ta­nen­heer, in dem es schlimm­ste Zustän­de gab, inkar­niert sich der Geist des Protestantismus.
        Die pro­te­stan­ti­schen „Geist­li­chen“ hiel­ten sich mehr im preu­ßi­schen Offi­ziers­ka­si­no als in ihren Gemein­den auf und hiel­ten dort das Offi­ziers­corps zu Fol­te­run­gen und Angriffs­krie­gen an.

  5. Wel­che Ernen­nun­gen wären aus Sicht der Tra­di­ti­on über­haupt wün­schens­wert gewe­sen? Wenn man die­se Fra­ge stellt, erkennt man, dass da kaum noch Poten­zi­al ist.

      • Davon unab­hän­gig ist ein Papst aller­dings nicht abhän­gig von den Mei­nun­gen des Kir­chen­vol­kes, wene er Kar­di­nä­le ernennt — das ist auch Tradition…wenn man denn F. für den Papst hal­ten wollte…

    • Natür­lich ist da Poten­ti­al. Ich nen­ne aus dem Stand her­aus mal sie­ben Namen: 

      - S.E. Bischof Tis­sier de Mallerais
      — S.E. Bischof Atha­na­si­us Schnei­der (Asta­na)
      — Hw. Prof. Dr. Dr. Georg May (Mainz)
      — S.E. Erz­bi­schof Charles Cha­put (Phil­adel­phia)
      — Hw. Prä­lat Wil­helm Imkamp (Mariae Vesperbild)
      — Hw. Pfr. Hend­rick Jolie (Mainz)
      — S.E. Weih­bi­schof Dr. Andre­as Laun (Salz­burg)

      V.a. die drei Ernst­ge­nann­ten sind fel­sen­fe­ste Män­ner der Tra­di­ti­on. Die ande­ren sind teil­wei­se wohl eher „neo­kon­ser­va­tiv“, von daher mit Vor­sicht zu genie­ßen, aber alle­mal bes­ser als irgend­wel­che Bane­nen­bi­schö­fe von Südsee-Atollen.

      • Bischof Huon­der (Chur)

        wenn auch zu Ber­go­glio bes­ser Bischof Büchel (St. Gal­len) pas­sen wür­de, was der Herr ver­hü­ten möge… in dem Fall ist Ver­hü­tung hof­fent­lich erlaubt 😀

        ein Weih­bi­schof oder Pfar­rer schafft’s wohl nicht ausm Stand auf die Kardinalsliste…
        anson­sten könn­te ich noch anführen

        Pater Mar­tin Ramm FSSP (Zürich) oder Hw. Pfr. Georg Flierl (Tir­schen­reuth) 🙂

      • S.E. Bischof Dr. Vitus Huon­der ist eine her­aus­ra­gen­de Gestalt im Epi­sko­pat der Län­der deut­scher Spra­che und weit dar­über hinaus.(Selbiges gilt nicht weni­ger für S.E. Erz­bi­schof Wolf­gang Haas in Vaduz.).
        Bei­de ken­ne ich schon seit Jahr­zehn­ten gut per­sön­lich. Sie blie­ben sich immer treu und änder­ten auch mit der Beru­fung an höhe­re Ämter nie­mals ihren Habitus.

  6. Was ich nicht ver­ste­he: War­um soll es denn auf immer und ewig so sein, dass Inha­ber bestimm­ter Bischofs­sit­ze auto­ma­tisch Kar­di­nä­le wer­den, bloss weil das Jahr­hun­der­te lang „so war“? Kar­di­nä­le sind das per­sön­li­che Kabi­nett des Pap­stes, sei­ne eng­sten Bera­ter und Gefähr­ten. Da kommt es auf die Eig­nung der Per­son an, nicht auf Erb­hö­fe, die mit der Per­son gar nichts zu tun haben. Man den­ke nur mal dar­an, was uns erspart geblie­ben wäre, wäre Herr Marx nicht zum Kar­di­nal beru­fen wor­den. Er wur­de es (durch Ratz­in­ger), nicht ad per­so­nam, son­denr ein­fach weil er EB von Mün­chen ist.
    Nee, das ist eine for­ma­li­sier­te Art von „Tra­di­ti­on“ die mit der leben­di­gen Tra­di­ti­on nichts zu tun hat. Lei­der nei­gen vie­le Tra­di­tio­na­li­sten zu die­sem ver­äu­ßer­lich­ten Formalismus. 

    Des­halb fin­de ich, man soll­te jetzt erst­mal abwar­ten. Der Papst hat schon Schlim­me­res getan als die­se Ernennungen.

    • Der Mensch ist vom christ­li­chen Stand­punkt zur Hei­li­gung, zur Bes­se­rung beru­fen- nicht um „weni­ger schlech­te“ Taten zu stellen.
      Es ist in der Tat lei­der so, daß vie­le schon froh sind daß Ber­go­glio nicht erneut einen neu­en noch tie­fe­ren Tief­punkt erreicht hat.
      Das ist für das Anse­hen von dem Stuhl Petri nicht gera­de förderlich.

  7. Wir erin­nern uns; die Abschnit­te über „wie­der­ver­hei­ra­te­te Geschie­de­ne“ und „Homo­se­xua­li­tät“ erhiel­ten an der Syn­ode kei­ne Zwei­drit­tel-Mehr­heit und kön­nen somit nicht als „syn­o­dia­ler Beschluss“ gelten.

    Den­noch heisst es nun:
    -
    „Das näch­ste Bischofs­tref­fen sol­le auf die­sen Bera­tun­gen aufbauen, 
    man dür­fe nicht wie­der bei Null anfangen. 
    Die Außer­or­dent­li­che Syn­ode vom Herbst 2014 müs­se Ausgangpunkt 
    für die künf­ti­gen Arbei­ten sein. 
    Die von ihr begonnene 
    „pasto­ra­le Wende“, 
    die „im Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zil (1962–1965) 
    und dem Lehr­amt von Papst Fran­zis­kus“ wurzele, 
    müs­se fort­ge­setzt werden.“
    -

    Ob eini­ge Kar­di­nal­s­er­nen­nun­gen die­ses „nicht wie­der bei Null anfan­gen“ bekräf­ti­gen sollen ?!

    Wie sag­te doch sinn­ge­mäss Kar­di­nal Dolan an der Syn­ode; die Kir­che habe den Auf­trag, die Welt zu ver­wan­deln, nicht sich von ihr ver­wan­deln zu lassen. 

    • Das Zitat ist aus Domradio.de, oder? Habe es dort auch gele­sen, schrecklich!

      Bei allem Schlim­men was zu erwar­ten ist, muss man aber sicher hier etwas dis­kon­tie­ren, da domradio.de fast schon das Sprach­rohr von WiSi­Ki und dem ZDK ist. Unter dem Schwu­len­ver­ste­her, der aktu­ell den Bischof von Köln spielt, ist das noch deut­lich schlim­mer gewor­den! Unsäg­lich, und all die­sen Dreck finan­zie­ren wir mit unse­rer Kir­chen­steu­er mit. Zum Heu­len ðŸ˜¥

      • @Pascal13 macht dem Geist der alten herr­li­chen Kreuz­rit­ter alle Ehre!
        Er ist eine Per­le des Forum hier. Hät­ten wir mehr sol­cher kämp­fe­ri­scher Katho­li­ken, es wäre uns vie­les erspart geblieben.

      • Sie sind hier aber der ganz gro­ße Kir­chen­fach­mann. Ihre uner­träg­li­chen Aus­sa­gen hät­te man wahr­schein­lich nicht mal zu Zei­ten der Inqui­si­ti­on geduldet.

      • @Rampolla, wie Sie sehen wer­de ich hier auch genug „geprü­gelt“; was mei­nen Sie eigent­lich mit „Unver­schämt­hei­ten“?

        @Franziskus, aber nur wenn Sie der Groß­in­qui­si­tor gewe­sen wären, was bei Ihren Postings hier bezwei­felt wer­den kann ðŸ˜€

      • Ich mei­ne natür­lich @Franziskaner und nicht @Franziskus… „Freud’sche Fehl­lei­stung“ nennt man das glau­be ich ðŸ˜‰

  8. Es geht ja ganz schön „mun­ter“ hier wie­der zu. Man soll­te sich doch bes­ser auf Wesent­li­ches kon­zen­trie­ren und bei der Sache­blei­ben ohne unnö­ti­ge Bela­stun­gen des The­mas. Was Ber­go­glio will, kann jeder, der es gut meint mit der Kir­che, doch mitt­ler­wei­le erken­nen. Dass er sei­ne Macht aus­nutzt, um sei­ne Leu­te zu pro­te­gie­ren, liegt auf der Hand.

    • Ja, das tut jeder Papst, das tat Alex­an­der VI., der sei­ne Lei­bes­früch­te in hohe Rän­ge hiev­te samt sei­nen kri­mi­nel­len Genos­sen, das tat ande­rer­seits mit ande­ren Absich­ten auch Pius X. — das ist nicht der Punkt!
      Und nota bene: ein Papst darf das und soll das sogar!

      Sie alle wei­chen der Fra­ge aus, der Fra­ge der Fra­ge: Ist F. denn wirk­lich der Papst?
      Kann der „Fels“, dem doch der vol­le Bei­stand des Hl. Gei­stes zuge­si­chert ist, wirk­lich Leh­re, Lit­ur­gie und Sit­ten zum Scha­den der See­len und zur Zer­stö­rung der Kir­che wir­ken, wenn er der „Fels“ ist?

      Es gibt nur eine Ant­wort: Nein!
      Die­se Ant­wort hat Lef­eb­v­re damals Kard. Seper regel­recht ver­wei­gert und damit den gan­zen Tra­di­tio­na­lis­mus in den Wahn gestürzt, die­se Zer­stö­rer auf dem Stuhl Petri sei­en die „Hei­li­gen Väter“.

      Was regen Sie sich also alle­samt auf?
      Denn wenn dies der wah­re „Hei­li­ge Vater“ ist, der unter dem Bei­stand des Hl. Gei­stes wirkt, dann müs­sen Sie ihm auch gehor­chen und recht­ge­ben. Das wäre jeden­falls die wah­re Tra­di­ti­on der Kir­che. Wenn Sie den Päp­sten nicht gehor­chen kön­nen, dann sind Sie ent­we­der kei­ne Katho­li­ken oder die Päp­ste sind nicht der Papst. das sind die logi­schen Mög­lich­kei­ten, die wir haben. Und wel­che gilt nun? man soll­te die Sedis­va­kanz­the­se nicht der­ma­ßen tabui­sie­ren, wie Pius das betreibt — denn das ist total irra­tio­nal. Es ist eine denk­ba­re und mög­li­che Erklä­rung des Desasters!

      • Geehr­te Frau Zeitschnur,
        Sie neh­men doch zu sämt­li­chen Berei­chen der Kir­che kri­tisch Stel­lung, auch zur soge­nann­ten „Tra­di­ti­on“ oder auch „selbst­er­nann­ter Tra­di­ti­on“, was durch­aus rich­tig ist, denn auch vor dem letz­ten Kon­zil war nicht alles per­fekt. Dann müss­ten Sie aber wis­sen, dass es nur einen „Hei­li­gen Vater“ gibt.
        Vere dignum et ius­tum est, aequum et salut­are, nos tibi, SANCTE PATER, sem­per et ubi­que gra­ti­as age­re per Fili­um dilec­tio­n­is tuae Iesum Christum,
        Zu deutsch:
        In Wahr­heit ist es wür­dig und recht, dir, Herr, HEILIGER VATER, immer und über­all zu dan­ken durch dei­nen gelieb­ten Sohn Jesus Christus.
        Ver­ste­hen Sie was ich mei­ne? Es kön­nen nicht 2 Per­so­nen von vol­kom­men unter­schied­li­cher Stel­lung mit ein und der­sel­ben Anre­de ange­spro­chen wer­den. Dar­um gehört die päpst­li­che Anre­de „Hei­li­ger Vater“ abge­schafft, weil auch die­se ein über­kom­me­nes Relikt einer ver­meint­lich wah­ren Tra­di­ti­on ist.
        Per Mari­am ad Christum.

  9. Mar­kus meint, die Anre­de Hei­li­ger Vater sol­le abge­schafft wer­den. Auf der­ar­ti­ge selbst­zer­stö­re­ri­sche Klein­in­klein­dif­fu­sio­nen wol­len wir doch lie­ber verzichten.

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