Frauenmangel in China führt zu neuer Sklaverei

Neue Sklaverei: Frauenhandel zwischen Myanmar und der Volksrepublik China
Neue Skla­ve­rei: Frau­en­han­del zwi­schen Myan­mar und der Volks­re­pu­blik Chi­na

(Ran­gun) Die Poli­zei der Volks­re­pu­blik Chi­na ver­haf­te­te in der Inne­ren Mon­go­lei 31 Per­so­nen wegen Men­schen­han­dels. Die Ban­de wird beschul­digt, Frau­en aus Myan­mar (Bir­ma) zu impor­tie­ren und zu ver­kau­fen, wie Xin­hua, die staat­li­che volks­chi­ne­si­sche Nach­rich­ten­agen­tur berich­te­te. Die Poli­zei konn­te elf Frau­en und Mäd­chen befrei­en, die bereits nach Myan­mar zurück­ge­bracht wur­den.

Von den Befrei­ten sind fünf Min­der­jäh­ri­ge. Die Poli­zei bei­der Län­der habe über Mona­te zusam­men­ge­ar­bei­tet um den Men­schen­händ­ler­ring aus­zu­he­ben. Die Ban­de habe die Mäd­chen und Frau­en mit einem Arbeits­platz­ver­spre­chen gelockt, in Wirk­lich­keit jedoch gegen die Zah­lung von bis zu 50.000 Yuan (etwa 8.000 Dol­lar) in der Volks­re­pu­blik an Män­ner ver­kauft.

Hin­ter­grund ist ein ver­hee­ren­der Frau­en­man­gel im kom­mu­ni­sti­schen Groß­reich, der durch die radi­ka­le Ein­kind­po­li­tik des Regimes ver­ur­sacht wur­de. Die restrik­ti­ve Bevöl­ke­rungs­po­li­tik der Kom­mu­ni­sti­schen Par­tei führ­te zur Mas­sen­tö­tung unge­bo­re­ner Mäd­chen, ein­schließ­lich von Zwangs­ab­trei­bun­gen, damit das ein­zi­ge vom Staat erlaub­te Kind ein Jun­ge ist. Auf 100 Frau­en kom­men in der Volks­re­pu­blik Chi­na 118 Män­ner. Das Ungleich­ge­wicht nimmt von Jahr zu Jahr wei­ter zu.

Der Frau­en­man­gel ließ in den ver­gan­ge­nen 20 Jah­ren in Süd­ost­asi­en einen blü­hen­den Men­schen­han­del ent­ste­hen. Das orga­ni­sier­te Ver­bre­chen ent­deck­te einen neu­en Markt, indem Mäd­chen und Frau­en aus den süd­lich angren­zen­den Staa­ten nach Chi­na ein­ge­schleust und dort ver­kauft wer­den.

Erz­bi­schof Charles Bo von Ran­gun ver­ur­teil­te jüngst mit har­ten Wor­ten den Men­schen­han­del. Er sprach in die­sem Zusam­men­hang auch mit Blick auf die chi­ne­si­sche Poli­tik von einer „künst­li­chen Höl­le“. Der Men­schen­han­del bedecke Myan­mar mit „Schan­de“. Die „neue Skla­ve­rei“ rich­te sich vor allem gegen Frau­en.

Im ver­gan­ge­nen Sep­tem­ber sperr­te die chi­ne­si­sche Poli­zei eine Rei­he von Inter­net­sei­ten, die auf die Frau­en­han­del spe­zia­li­siert waren. Sie bie­ten „Rei­sen“ nach Süd­ost­asi­en an, um dort eine Frau „zu kau­fen“ und nach Chi­na „impor­tie­ren“ zu las­sen. Eine wei­te­re Fol­ge des Frau­en­han­dels ist die För­de­rung der Pro­sti­tu­ti­on, ein­schließ­lich der Pro­sti­tu­ti­on Min­der­jäh­ri­ger.

Text: Asianews/Giuseppe Nar­di
Bild: Asia­news

2 Kommentare

  1. 1. Was heisst jetzt „min­der­jäh­rig“? Jün­ger als 21 Jah­re? 18 Jah­re? 16 Jah­re? Die Kir­che erlaubt eine Hei­rat ab 16, aller­dings nicht gegen den Wil­len der Frau.

    2. Die Ver­ach­tung für Frau­en hat nicht nur mit dem Kom­mu­nis­mus zu tun, son­dern auch mit dem Kon­fu­zia­nis­mus! Das wird ger­ne ver­ges­sen.

    • Ver­ach­tet wer­den Frau­en auch vom Isla­mis­mus, vom Poly­ga­mis­mus in Afri­ka, Macho-ismus in Spa­ni­en und Latein­ame­ri­ka, vom Hedo­nis­mus in Euro­pa, über­all auf der Welt, allein im Chri­sten­tum konn­ten die Frau­en Schutz erfah­ren.

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