Benedikt XVI. überarbeitet Aufsatz von 1972 und positioniert sich als „Gegenpapst“

„Vom Sau­lus zum Pau­lus?“ Fragt das Regens­bur­ger Wochen­blatt. Die Süd­deut­sche Zei­tung hat ihr abschät­zi­ges Urteil bereits zur Hand: „Der Dage­gen-Papst“. Der Grund der Auf­re­gung? Der eme­ri­tier­te Papst Bene­dikt XVI. hat sich erneut aus sei­nem inne­ren Exil zu Wort gemel­det. Er über­ar­bei­te­te einen Auf­satz über das Ehe­sa­kra­ment und die Unauf­lös­lich­keit der Ehe aus dem Jahr 1972 und ver­öf­fent­lich­te ihn neu. Die Über­ar­bei­tun­gen sind es, die für kir­chen­po­li­ti­schen Zünd­stoff sorgen.

Ver­öf­fent­licht hat­te Joseph Ratz­in­ger den Auf­satz in sei­ner Zeit als Pro­fes­sor der Theo­lo­gie in Regens­burg. Nun ist er in den Gesam­mel­ten Schrif­ten erschie­nen, die vom Papst-Bene­dikt-Insti­tut unter der Lei­tung von Bischof Rudolf Voder­hol­zer von Regens­burg her­aus­ge­ge­ben werden.

1972: Die Nähe zur Position von Kardinal Kasper

1972 hat­te Joseph Ratz­in­ger ähn­li­ches geschrie­ben, wie Kar­di­nal Wal­ter Kas­per beim Kar­di­nals­kon­si­sto­ri­um und bei der Bischofs­syn­ode über die Fami­lie ver­tre­ten hat. Dabei ging es um die zivi­le Zweit­ehe, die eine gewis­se Aner­ken­nung auch in der Kir­che fin­den soll­te. Die Rede war davon, daß „die Eröff­nung der Kom­mu­ni­onge­mein­schaft nach einer Zeit der Bewäh­rung nicht weni­ger als gerecht und voll auf der Linie der kirch­li­chen Über­lie­fe­rung“ sei. Natür­lich, wenn sich „eine zwei­te Ehe über eine län­ge­re Zeit hin als sitt­li­che Grö­ße bewährt“ habe und „im Geist des Glau­bens gelebt“ wird und es in der neu­en Zivil­ehe „mora­li­sche Ver­pflich­tun­gen gegen­über Kin­dern und Ehe­frau gebe“. So lau­te­te der ursprüng­li­che Ratz­in­ger-Auf­satz, wie er von der Süd­deut­schen Zei­tung zitiert wird, der nun ein Unter­schied auf­ge­fal­len ist.

Papst Franziskus
Papst Fran­zis­kus

2014: Die Distanzierung von Kardinal Kasper

Denn Papst Bene­dikt XVI. teilt die 1972 ver­tre­te­ne Mei­nung nicht mehr. Aus die­sem Grund unter­zog er den Auf­satz vor sei­ner Ver­öf­fent­li­chung in den Gesam­mel­ten Schrif­ten einer grund­le­gen­den Über­ar­bei­tung. Die Schluß­fol­ge­rung, die Bene­dikt XVI. 2014 zieht, ist eine gan­ze ande­re als der Theo­lo­ge Joseph Ratz­in­ger im Jahr 1972 zog. Nicht die Zweit-Ehe sei anzu­er­ken­nen und die Zulas­sung zur Kom­mu­ni­on zu gewäh­ren, son­dern der Ablauf der Ehe­nich­tig­keits­ver­fah­ren zu über­prü­fen und zu straf­fen. Eine Posi­ti­on, die er bereits wäh­rend sei­ner Regie­rungs­zeit als Papst ver­tre­ten hatte.

In der über­ar­bei­te­ten und damit ver­bind­li­chen Fas­sung geht Bene­dikt XVI. auf Distanz zu Kar­di­nal Kas­per und dem in die­sem Jahr unter­nom­me­nen Ver­such, inner­kirch­lich die Aner­ken­nung der Zweit­ehe und die Kom­mu­ni­on für wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ne durch­zu­set­zen. Statt des­sen stärkt Bene­dikt XVI. die Posi­ti­on jener Kar­di­nä­le, die sich die­sem Ver­such ent­ge­gen­stell­ten, Glau­bens­prä­fekt Kar­di­nal Ger­hard Mül­ler, Kar­di­nal Ray­mond Bur­ke, Kar­di­nal Wal­ter Brand­mül­ler, Kar­di­nal Geor­ge Pell und andere.

Benedikt XVI. ergreift Partei als „Gegenpapst“ von Papst Franziskus

Der Zeit­punkt der Über­ar­bei­tung kann kaum als zufäl­lig ange­se­hen wer­den. Damit griff das zurück­ge­tre­te­ne Kir­chen­ober­haupt aktiv in die aktu­el­le Dis­kus­si­on ein und ergriff ein­deu­tig Par­tei. Nach kirch­li­cher Gepflo­gen­heit wür­de das bei Nach­fra­ge ver­neint wer­den. Die Fak­ten spre­chen jedoch für sich. Auch, daß sich das „Dage­gen“ von Bene­dikt XVI., das die Süd­deut­sche Zei­tung ihm mit dem Wort­spiel „Der Dage­gen-Papst“ zuschreibt, tat­säch­lich gegen Papst Fran­zis­kus rich­tet und sich Bene­dikt XVI. in der aktu­ell­sten und hit­zig­sten inner­kirch­li­chen Aus­ein­an­der­set­zung als „Gegen­papst“ positioniert.

So wür­de man es im Vati­kan nie sagen. Das Gefecht fin­det auf Distanz und ohne Nen­nung des Gegen­parts statt. Das Bild ist jedoch klar. Bene­dikt XVI. ver­tei­digt die Leh­re der Katho­li­schen Kir­che. Sei­ne Posi­ti­on rich­tet sich nicht gegen jemand, son­dern ergreift Par­tei für das depo­si­tum fidei, das er offen­bar gefähr­det sieht. Anders gesagt: Er ergreift Posi­ti­on gegen alle, die sich der kirch­li­chen Leh­re ent­ge­gen­stel­len und sei es Kar­di­nal Wal­ter Kas­per und sei es selbst Papst Franziskus.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: InfoVaticana

49 Kommentare

  1. Was hier geschieht, ist kein ganz bana­ler, sich tau­send­fach täg­lich wie­der­ho­len­der Vor­gang: Jeder Mensch darf sei­ne Mei­nung ändern und authen­tisch sagen, dass er sei­ne frü­he­re Mei­nung nicht mehr auf­recht erhält. Sei­ne Mei­nung ändern zu dür­fen, ist ein Men­schen­recht! Es gehört zur Mei­nungs­frei­heit. Es ist nicht nur legi­tim, son­dern sogar mora­lisch erwünscht, dass ein Pro­fes­sor Ein­sich­ten, die er für über­holt hält, revi­diert und sich immer wei­ter fort­bil­det und neue Argu­men­te in Rech­nung zieht, die ihm vor 20, 30 oder 40 Jah­ren noch nicht bekannt oder bewusst waren. Bene­dikt XVI. tut jetzt nichts ande­res. Er han­delt wie ein Pro­fes­sor, der eine frü­he­re Publi­ka­ti­on revi­diert. Das habe ich per­sön­lich auch schon getan, und zwar genau mit mei­ner aller­er­sten Publi­ka­ti­on, die ich ein Jahr­zehnt spä­ter in einem Auf­satz in Tei­len revi­diert habe. Übri­gens hat das auch Bischof Augu­sti­nus in sei­nen Retrac­ta­tio­nes getan, und jeder weiß, dass Bene­dikt XVI. Augu­sti­nus über alles schätzt. Wenn also Bene­dikt XVI. jetzt sei­ne Publi­ka­tio­nen von anno dazu­mal ange­sichts der Her­aus­ga­ber der Gesam­mel­ten Wer­ke bei Her­der revi­diert, dann hät­te er das zwei­fel­los auch als amtie­ren­der Papst getan. Das rich­tet sich gegen über­haupt nie­man­den, son­dern er ist die­se Retrac­ta­tio sei­ner aka­de­mi­schen und per­sön­lich­nen Auf­rich­tig­keit schlicht und ergrei­fend schuldig.

    • Sehr rich­tig! Wo käm­men wir hin wenn ein Katho­lik sei­nen erkann­ten Irr­tum nicht wider­ru­fen könn­te. Aller­dings, wäre das nicht nötig, wenn sich der frü­he­re Pon­ti­fex schon 1972 an die kirch­li­che Leh­re gehal­ten hät­te. Genau an die­ser Stel­le hat aber auch die freie Mei­nung ihre Gren­zen. Wer katho­lisch ist lehrt , was die Dog­men angeht,
      immer das glei­che und ein Wider­ruf schließt einen frü­he­ren Irr­tum ein! Drum: Immer schön katho­lisch bleiben!!!!

  2. Wer um die Lang­fri­stig­keit sol­cher Edi­ti­ons­pro­zes­se weiß, wird dar­in kei­nen spon­ta­nen Affront gegen die Syn­ode oder Papst Franz I. sehen kön­nen. Hier ist der Wunsch nach einer def­ti­gen Schlag­zei­le bei den „Qua­li­täts­me­di­en“ der Vater des Gedankens.
    Es bleibt aber fest­zu­hal­ten, daß Bene­dikt XVI. sei­ne eige­ne Posi­ti­on von 1972 (!) revi­diert. Da ist er wie­der ein­mal eini­gen Her­ren min­de­stens einen Schritt voraus.

  3. Gott sei Dank!! Hier zeigt der zurück­ge­tre­te­ne Papst Rück­rat. Noch län­ger zuschau­en und in so wich­ti­gem Punkt schwei­gen hät­te bedeu­tet, dass man ihm Mit­schuld an der Mise­re hät­te ankrei­den kön­nen. Bene­dikt zeigt, wem er sich ver­pflich­tet weiß: Christus.

    Wei­ter so, wir Gläu­bi­gen brau­chen dich, Benedikt!

  4. Hät­te Se. Exzel­lenz Bischof Joseph Ratz­in­ger, frü­her Papst Bene­dikt XVI. über­haupt abdan­ken dür­fen? Eine Ver­ant­wor­tung, die einem unmit­tel­bar von Gott auf­er­legt wur­de ‑die Wahl durch die Kar­di­nä­le bezeich­net wohl die Per­son, ver­leiht aber nicht das Amt- kann einem auch nur von Gott selbst wie­der abge­nom­men wer­den. Der Wil­le Got­tes wird natür­lich auch erkenn­bar in den Umständen … 

    Die ein­gangs gestell­te Fra­ge kann von kei­nem Außen­ste­hen­den beant­wor­tet wer­den — dies könn­ten nur (abge­se­hen von Gott) Ratz­in­ger selbst und sein Beicht­va­ter, bzw. letz­te­rer könn­te es ja gera­de nicht.

    Zwei Ver­glei­che aus der Geschich­te kön­nen nach­denk­lich stimmen:

    Wenn es der hl. Alfons Maria von Ligu­o­ri, trotz schwer­ster kör­per­li­cher Gebre­chen, lan­ge nicht gewagt hat, sein Amt als Bischof von San­t’A­ga­ta dei Goti auf­zu­ge­ben, so hat­te dies, wie man in sei­nen Brie­fen nach­le­sen kann, schwer­wie­gen­ste Grün­de. Es ist erschüt­ternd, wenn der Hei­li­ge dort von sei­ner völ­lig zer­rüt­te­ten Gesund­heit spricht, aber gleich­zei­tig betont, daß er, falls ihm die Auf­ga­be des Amtes gestat­tet wür­de, befürch­te, für den Rest sei­nes Lebens von Gewis­sen­bis­sen gepei­nigt zu wer­den — weil er vor sei­ner Ver­ant­wor­tung geflo­hen sei. 

    Im Jah­re 1720 wur­de Papst Cle­mens XII. im exakt glei­chen Lebens­jahr auf den Stuhl Petri erho­ben, wie Papst Bene­dikt XVI. Cle­mens XII. regier­te die Kir­che bis zu sei­nem Tode im Jah­re 1730. Sein Pon­ti­fi­kat war ein kraft­vol­les und für die Kir­che segens­rei­ches, obwohl der Papst kurz nach sei­ner Erwäh­lung erblin­de­te und bett­lä­ge­rig wur­de — unge­ach­tet der damals viel gerin­ge­ren Mög­lich­kei­ten der Medi­zin regier­te der kör­per­lich hin­fäl­li­ge Papst die Kir­che mit star­ker Hand . Ihm ver­dan­ken wir unter ande­rem die erste Ver­ur­tei­lung der Frei­mau­re­rei durch das Schrei­ben „In Emi­nen­ti Apo­sto­la­tus“. Kör­per­lich gese­hen wirkt Ratz­in­ger auch jetzt noch im Ver­gleich zu Cle­mens XII. wie Herkules.

    Was Bischof Joseph Ratz­in­ger jetzt offen­bar ver­sucht, ist den Scha­den zu begren­zen, den er jeden­falls objek­tiv gespro­chen mit zu ver­ant­wor­ten hat. Durch sein Abdan­ken wur­de die Thron­be­stei­gung des viel­leicht nur beschränk­ten, viel­leicht auch heim­tückisch durch­trie­be­nen, in jedem Fal­le aber noto­risch unge­eig­ne­ten Ber­go­glio über­haupt erst mög­lich — und als Fol­ge davon, daß halb­mu­mi­fi­zier­te Häre­ti­ker à la Kas­per noch ein­mal aus der Gruft geschli­chen kom­men, um ihre „Visi­on“ von „Kir­che“ mit letz­ter Kraft und in pani­scher Eile durch­zu­peit­schen. Krä­fi­ger Gegen­wind kommt aus Ost-Euro­pa, vgl. z.B. die neue­sten Stel­lung­nah­men von Erzb. Gadecki, Vosit­zen­der der pol­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz, aber auch aus Afri­ka, aus Nord­ame­ri­ka, sogar aus Frank­reich (Kard. Vingt-Trois), nicht zuletzt aus Ita­li­en selbst, des­sen Bischofs­kon­fe­renz einen der Büt­tel Ber­go­gli­os, den elen­den Erzb. Bru­no For­te (Verf. der häre­ti­schen ersten Rela­tio der Syn­ode), mit Schwung vor die Türe gesetzt hat. Alle genann­ten Kir­chen­für­sten han­deln, Ratz­in­ger aber redet — so wie er es immer getan hat. Pro­fes­sor bleibt eben Professor.

    • Dan­ke für die­sen wun­der­ba­ren Kom­men­tar. Nur der Rich­tig­keit wegen Papst Cle­mens XII. bestieg 1730 den Thron Petri und starb von den Römern tief betrau­ert 1740.
      Cle­mens XII. wäre ein gutes Bei­spiel für Ratz­in­ger gewe­sen. Aber lei­der hat das Manage­ment-Den­ken das Papst­tum schon seit gerau­mer Zeit erfasst.

      • Ich wür­de Ihnen vom Gefühl her recht geben.‎
        Vom Ver­stand her möch­te ich aber doch einen Gedan­ken anbrin­gen, der das «Management‑‎Denken» viel­leicht teil­wei­se erklä­ren kann. Ich bin histo­risch zu unbe­leckt, um zu wis­sen, ob ‎Clemens XII gute Mit­ar­bei­ter hat­te, auf die er sich ver­las­sen konn­te. Ich bin mir aber sicher, daß â€ŽBenedikt die nicht hat­te. Hier liegt das eigent­li­che Schei­tern: er hat es nicht geschafft, die Kurie ‎so auf­zu­glei­sen, daß sie auch im Fal­le einer Krank­heit des Pap­stes ordent­lich wei­ter gehan­delt ‎hätte. Da waren wohl auch die letz­ten Mona­te des Pon­ti­fi­kats von JP II ziem­lich abschreckend. ‎Normalerweise hät­te ich jetzt noch geschrie­ben, daß ich ich dafür nicht ver­ur­tei­len möch­te, aber ‎das ist ja in unse­ren wir­ren Zei­ten schon eine ver­gif­te­te Phra­se gewor­den. Wenn Ratz­in­ger die ‎Ellenbogen eines Ber­go­gli­os hät­te, wäre er wohl nicht zurück­ge­tre­ten, aber ich hab ihn mal in ‎Regensburg getrof­fen und den Ein­druck gewon­nen, Ellen­bo­gen hat er nicht für den Intri­gen-Stadl ‎in Rom…‎

        So, jetzt kön­nen die Wickerl & Co wie­der auf mich als Bene­dikt-Ver­ste­her ein­klop­pen ;-)‎

    • Genau.
      Beten wir zum hei­li­gen Bischof Sar­to, den frü­he­ren Papst Pius X, dass noch mög­lichst vie­le Bischö­fe die Ein­sicht erlan­gen, dass das, was sie ver­tre­ten, aus der Höl­le kommt. Im besten Fall sieht dies sogar Bischof Ber­go­glio ein. Möge aus einem Sau­lus ein Pau­lus werden.
      Per Mari­am ad Christum.

    • Grüß GOTT, ich habe schon ein­mal dar­auf hin­ge­wie­sen, wur­de aber nicht veröffentlicht.
      Lesen Sie 2 Thes­sa­lo­ni­cher 2, 1–12 „Die Zei­chen der End­zeit“. …,7 + 8 „Denn die gehei­me Macht der Gesetz­wid­rig­keit ist schon am Werk; nur muß erst der besei­tigt wer­den, der sie bis jetzt noch zurück­hält. Dann wird der gesetz­wid­ri­ge Mensch allen sicht­bar werden.“
      Bene­dikt XVI ist der in Fati­ma pro­phe­zei­te Papst und „war­tet auf dem Gelän­de des Vati­kan auf sei­nen von GOTT geplan­ten Einsatz.

      Trau­en Sie sich, zu den­ken, daß wir tat­säch­lich die Genera­ti­on der End­zeit sind, Beten Sie ggf. um die Unter­schei­dung der Geister.

  5. Papst, Gegen­papst, ich den­ke das ist alles zu hoch gegrif­fen, ich den­ke es geht hier um Katho­lisch oder häretisch.
    Kas­per ist ganz klar auf das Schis­ma aus, wie anschei­nend gro­sse Tei­le des Klerus.
    Papst Franz gerät, soll­te er nur Frag­men­te von Theo­lo­gie in sich haben, in eine dra­ma­ti­sche Zwick­müh­le, denn gibt der den Häre­ti­kern nach, droht nicht nur, son­dern voll­zieht sich ganz logisch, die letz­te gro­sse Kir­chen­spal­tung vor dem jüng­sten Gericht.
    Bremst er aber die rasan­te Abschuss­fahrt des „Kir­chen­kar­rens“ wer­den ihn sei­ne „Freun­de“ ganz schnell ver­las­sen und es öenn­te den 2. leben­den Papst im Ruhe­stand geben.
    Ich habe aber kei­ner­lei Mit­leid mit ihm, denn sein Pon­ti­fi­kat ist seit dem ersten Tag von Belie­big­keit, zwei­deu­ti­gen Aus­sa­gen und völ­li­ger Rich­tungs­lo­sig­keit gekennzeichnet.
    Sei­ne Aktio­nen sind wirr und ver­stoerend, der Applaus kommt zu 90 % von der fal­schen Sei­te, was fuer einen Stell­ver­tre­ter Chri­sti eine Bank­rotter­klae­rung ist und sich nur mit Dumm­heit und Unbil­dung erklae­ren laesst.
    Jeder eini­ger­ma­ssen erfah­re­ne Bera­ter haet­te ihn vor der sich abzeich­nen­den Kata­stro­phe war­nen mues­sen, aber wahr­schein­lich kommt bei ihm Starr­sinn und Bera­tungs­re­si­stenz auch noch erschwe­rend dazu.
    Schau­der­haft, so einen Mann in die­sen schreck­li­chen Zei­ten am Ruder des Kir­chen­schiffs zu wissen.

  6. Ich kann mich dun­kel an einen Auf­satz zu dem The­ma erin­nern, der in einem der schon erschie­ne­nen Bän­de der Gesam­mel­ten Schrif­ten auf­ge­nom­men ist. Dar­in geht Papst Bene­dikt auf die Vor­aus­set­zun­gen der Gül­tig­keit des Sakra­men­tes der Ehe ein. Er stellt fest, dass heu­te die Mehr­zahl auch der Katho­li­ken ein nur noch rudi­men­tä­res Ver­ständ­nis des Ehe­sa­kra­men­tes hat und es daher zu extre­men Ver­wer­fun­gen kom­me, die sich in den stei­gen­den Zah­len geschei­ter­ter Ehen zei­ge. Ins­be­son­de­re jun­ge Men­schen, denen die Rei­fe feh­le, schlös­sen eine Ehe, ohne über­haupt den tie­fe­ren Sinn die­ses Bun­des nach­zu­voll­zie­hen. Inso­fern kön­ne es zu Situa­tio­nen kom­men, wo eine Ehe zwar for­mal kirch­lich geschlos­sen, ihrem Wesen nach aber nicht gül­tig geschlos­sen sei. In sol­chen Fäl­len sei­en Über­le­gun­gen über eine Zulas­sung zu den Sakra­men­ten nicht grund­sätz­lich falsch. Papst Bene­dikt hat wohl lan­ge gerun­gen, einen adäqua­ten Weg für die­se Pro­ble­ma­tik zu fin­den, wobei er sich von Ver­wäs­se­run­gen der Ehe. wie sie im Gefol­ge des Ansat­zes von Kar­di­nal Kas­per not­wen­dig ein­tre­ten wür­den, klar distan­ziert. Offen­bar woll­te er im Zuge der Ver­öf­fent­li­chung des lan­ge erwar­te­ten Ban­des 4 der Gesam­mel­ten Schrif­ten, den Text noch­mals so über­ar­bei­ten, so dass Miss­deu­tun­gen, wie sie schon aus ideo­lo­gi­schen Inter­es­se zu erwar­ten sind, wei­test­ge­hend aus­ge­schlos­sen wer­den. Inso­fern han­delt es sich wohl eher nicht um eine Reak­ti­on auf die Syn­ode, son­dern um die Sor­ge, dass die Leh­re, wie sie in den Gesam­mel­ten Schrif­ten durch Papst Bene­dikt reflek­tiert ist, auch authen­tisch erscheint.

    • Papst Bene­dikt XVI. hat auf jeden Fall mit den Leh­ren von Kar­di­nal Kas­per, der das Sprach­rohr von Papst Ber­go­glio ist, nichts im Sinn. Und eigent­lich auch vor 40 Jah­ren nicht, denn ihm ging es nicht um Ideo­lo­gie wie dem Kar­di­nal Kas­per, son­dern dar­um, den miß­li­chen Situa­tio­nen vie­ler Men­schen aus ech­ter Sor­ge irgend­wie Abhil­fe zu schaffen.
      Gut, daß Sie hier dif­fe­ren­zie­ren @Suarez. Das ist dann mal Wer­mut für so vie­le, die nichts im Sin­ne haben als dem guten Papst Bene­dikt ans Leder zu gehen. Die­se sit­zen imsel­ben Boot wie die „Süd­deut­sche“ und ande­re anti­ka­tho­li­sche Blätter.

      Die Ehe- und Fami­li­en­leh­re vom hei­li­gen Papst Johan­nes Paul II. ist und bleibt die wah­re und ein­zig rich­ti­ge Leh­re der Kir­che. Wer sie anta­stet, will die Kir­che zerstören.

      • Aha. Wer den Kor­anküs­ser und Assi­si-Gräu­el­tä­ter kri­ti­siert, will also die Kir­che zer­stö­ren. O Herr, schmeiss Hirn vom Himmel!

  7. Wenn einer wirk­lich ein „Dage­gen-Papst“ ist, so ist es Herr Ber­go­glio, denn er wen­det sich in vie­len Stücken gegen die Ord­nung und die Leh­re der Kir­che. Der wirk­li­che Papst scheint immer noch Bene­dikt zu sein. Und das zeigt sich immer deutlicher.

  8. Ob Papst oder Gegen­papst. Es geht doch dar­um, dass wir einen ober­sten Hüter der immer­wäh­ren­den Leh­re und der Dog­men haben, an dem sich die Gläu­bi­gen ori­en­tie­ren kön­nen. Man muss dann eben Papst Fran­zis­kus in den Glau­ben zurück­ho­len, oder er pro­vo­ziert mit sei­ner Glau­bens­un­treue das Schis­ma. Er ist ja ohne­hin bei 116 Stim­men­zet­teln von 115 anwe­sen­den Kar­di­nä­len gewählt wor­den. Aber das ist auch nur eine Form­sa­che, ob der glau­bens­treue oder gewähl­te glau­bens­un­treue der wirk­li­che Papst.

    • Frau­en Prie­ster? Rich­tig müß­te es wenig­stens hei­ßen: „Prie­ste­rIn­nen“, noch bes­ser, Priester*Innen (um trans‑, inter und intra­se­xu­el­le Per­so­nen nicht zu dis­kri­mi­nie­ren). Ide­al­ster wür­de mensch „Prie­stx“ schrei­ben. Alles ande­re geht ja irgend­wie von einer stren­gen Bio­pola­ri­tät der Geschlech­ter aus, und ver­kennt die zwi­schen- oder geschlecht­lich leben!

  9. „1972 hat­te Joseph Ratz­in­ger ähn­li­ches geschrie­ben, wie Kar­di­nal Wal­ter Kas­per beim Kar­di­nals­kon­si­sto­ri­um und bei der Bischofs­syn­ode über die Fami­lie ver­tre­ten hat.“
    Wie vie­le Bischö­fe und Prie­ster haben haben in den letz­ten 42 Jah­ren die­ses „ähn­li­che“ im Ver­trau­en auf Joseph Ratz­in­ger über­nom­men? Und wie vie­le Katho­li­ken haben im Ver­trau­en auf die Bischö­fe und Prie­ster die Joseph Ratz­in­ger ver­traut haben die­ses „ähn­li­che“ auch über­nom­men und danach ihren Glau­ben ausgerichtet ?
    „Denn Papst Bene­dikt XVI. teilt die 1972 ver­tre­te­ne Mei­nung nicht mehr.“
    Ich füh­le mich nicht wohl bei dem Wort “ Kollateralschäden“.
    Per Mari­am ad Christum.

  10. Joseph Ratz­in­ger hat bereits wäh­rend sei­nes Pon­ti­fi­ka­tes die Distanz zu sei­ner dama­li­gen „Revo­luz­zer­zeit“ öffent­lich geäu­ßert — z.B. berich­tet davon DRa­dio: http://www.deutschlandradiokultur.de/papst-benedikt-der-unbarmherzige.1005.de.html?dram:article_id=211079
    Auf kath.net müss­te auch ein Arti­kel sein, in dem er damals aus­drück­lich ein­räum­te, er habe 1972 so gedacht, könn das aber nicht mehr so sehen und betrach­te ent­spre­chen­de Regeln in der Ortho­do­xie als Ablei­tung aus häre­ti­schen Väter­stel­len. ich find es nur gera­de nicht mehr.

    Von „Gegen­papst“ wür­de ich da nicht reden.
    In der post­mo­der­nen Theo­lo­gie darf ja jeder etwas mei­nen — der eine so, der and­re so.
    Und Bene­dikt ist nun mal nicht mehr der Papst.

    Inso­fern ist das alle m.E. nicht Neu­es unter der Sonne.

    • „In der post­mo­der­nen Theo­lo­gie darf ja jeder etwas mei­nen – der eine so, der and­re so.“
      Das haben post­mo­der­ne Theo­lo­gen so an sich. Da sie sich in der Regel klü­ger füh­len als Chri­stus und beson­ders in die­ser eben­falls post­mo­der­nen Welt groß­räu­mig punk­ten wol­len schrei­ben sie heu­te die­ses und mor­gen wie­der was ande­res. Das ist aber nicht das Pro­blem. Das Pro­blem ist das das ein­fa­che Schaf in der Her­de des Herrn heu­te die­ses hört und mor­gen wie­der was ande­res und wie wild hin und her springt und ver­zwei­felt sei­nen Gott sucht und ihn nicht mehr fin­det. Wir haben das The­ma Latein­ame­ri­ka. Die Evan­ge­li­ka­len und auch ihre alten heid­ni­schen Göt­ter haben ihre Tore weit auf­ge­macht und die Katho­li­ken strö­men nur in sie hin­ein. Sie ver­lie­ren sogar die Bin­dung zur ihrer Mut­ter, zur aller­se­lig­sten Jung­frau. Das sind die Früch­te der Expe­ri­men­te der moder­nen Theologie.
      Per Mari­am ad Christum.

  11. Es wird kei­nen Gegen­papst geben. Bene­dikt spricht als Mönch und sonst nichts. Alles wei­te­re nimmt sei­nen Lauf hin zur EineWeltreligion.

  12. Das ist das Schlech­te­ste was er jetzt machen kann, er hat das Papst­amt weg­ge­schmis­sen und soll eine Ruhe geben! So wenig ich Kar­di­nal Bero­glio gewählt hät­te. Dass sei­ne Auf­sät­ze, ja sein gan­zes Lebens­werk einen hohen Kor­rek­tur­be­darf haben, davon bin ich über­zeugt, man soll­te sei­ne Bücher den Index setzen.

  13. Ich hab‚ja schon län­ger gesagt, daß Papst Bene­dikt XVI. nach wie vor Papst ist. Sein Rück­tritt geschah aus Gesund­heits­grün­den. Wie wahr das ist, gewe­sen ist! Aber sein Rück­tritts­schrei­ben, die decla­ra­tio, gibt, da unrich­ti­ges Latein, Hin­wei­se dar­auf, daß er Papst geblie­ben war und Papst ist.
    Papst Ber­go­glio ist Papst der anti-katho­li­schen Partei.
    Es fragt sich wie lan­ge die nicht weg­zu­dis­ku­tie­ren­den Dif­fe­ren­zen noch eine nicht mehr gege­be­ne Ein­heit noch vor­täu­schen kön­nen oder anders gesagt: wann wird der Bruch offen­kun­dig gemacht?

    • @Franzel

      Sie mei­nen also bei P. Fran­zis­kus gibt es einen Bruch, aber bei P. Joh. Paul II. gibt es kei­nen, weil er ja ein Hei­li­ger ist! Sehr interessant!!

  14. Die Über­schrift, in der sich Bene­dikt XVI. em. angeb­lich zum „Gegen­papst“ posi­tio­niert, fin­de ich sehr unglück­lich. Es ist zu bezwei­feln, dass Bene­dikt XVI. das über­haupt wünscht. Sein Rück­tritt war schon ver­wir­rend genug, aber dar­auf kom­me ich spä­ter. Ein zurück­ge­tre­te­ner Papst darf nicht „Gegen­papst“ spie­len, das Papst­amt wür­de völ­lig ver­kom­men, in die Belie­big­keit ein­zel­ner Per­so­nen degenerieren.

    Sehr zu begrü­ßen ist, dass Bene­dikt sei­nen Irr­tum revi­diert hat. Damit wird für die Katho­li­ken hof­fent­lich deut­lich, die sich ein­re­den las­sen, zwi­schen Bene­dikt XVI. und Fran­zis­kus pas­se kein Blatt Papier, dass das rei­nes Wunsch­den­ken ist, mit der Rea­li­tät nicht das gering­ste zu tun hat. Wobei klar ist, dass Bene­dikt vor der Syn­ode die Revi­si­on vor­ge­nom­men hat.

    Zwi­schen Bene­dikt XVI. und Fran­zis­kus klaff­te immer schon ein Abgrund.
    Im Sprach­stil, in der Hoch­ach­tung vor der Lit­ur­gie, in den inhalt­li­chen Bot­schaf­ten selbst. Bene­dikt XVI. war kein „Papst der Alten Mes­se“, aber er schätz­te die Ehr­furcht, die Wür­de, die geist­li­che Tie­fe, die sie aus­strahlt. Er hat der Triden­ti­ni­schen Mes­se einen Platz in der Kir­che zurück­ge­ge­ben, der es ermög­licht, dass sie wei­ter auf­blü­hen kann. Mehr war zu die­sem Zeit­punkt nicht mög­lich. Das muss man wis­sen, auch wenn man nicht damit ein­ver­stan­den ist, dass der über­lie­fer­te römi­sche Ritus nur die außer­or­dent­li­che Form des römi­schen Ritus ist nach „Summorum Pontificum.“
    Und jetzt zum Rück­tritt: Offen­sicht­lich haben alle hier ver­ges­sen, dass Bene­dikt XVI. einem bei­spiel­lo­sen Anschlag zum Opfer gefal­len ist. Seit dem Jahr 2006 waren sei­ne Pri­vat­ge­mä­cher mit Abhör­ge­rä­ten ver­wanzt. Für ihn und sei­nen Sekre­tär waren nicht sicht­bar Kame­ras ange­bracht, die alles auf­zeich­nen konn­ten. Der Kam­mer­die­ner war der Ver­rä­ter, der zu allen Räu­men und Schub­la­den Zugang hatte.
    Glaubt jemand im Ernst, ein sol­cher Papst und sein Sekre­tär sei­en nicht erpress­bar? Sie müss­ten Engel sein, rei­ne Geist­we­sen, wenn das nicht der Fall wäre. Jeder Mensch ist nach Anstren­gun­gen, nach Ärger, erschöpft, miss­mu­tig, macht Äuße­run­gen, die er aus­ge­ruht nie von sich geben wür­de. Oder er spricht sich ein­fach nur aus, ganz intim in sei­ner Privatsphäre.
    Die­ser Papst kann nackt foto­gra­fiert wor­den sein, beim Baden, beim Duschen, beim sich Anklei­den. Auf wei­te­re Details ver­zich­te ich…
    Ich weiß nicht, was foto­gra­fiert wor­den ist, was auf­ge­zeich­net wor­den ist. Nur ist davon aus­zu­ge­hen, dass Bene­dikt XVI. einen bei­spiel­lo­sen Angriff auf sei­ne Pri­vat­sphä­re erlit­ten hat. Es ist wei­ter davon aus­zu­ge­hen, dass der Kam­mer­die­ner, ein ein­fa­cher Putz­mann des Pete­ra­doms, nur ein Werk­zeug war von mäch­ti­gen Hintermännern.
    Wir wis­sen nicht, was auf­ge­zeich­net wor­den ist, was abge­hört wor­den ist. Doch wir soll­ten zumin­dest beim Rück­tritt von Bene­dikt XVI. die­sen gemei­nen Anschlag auf sei­ne Pri­vat­sphä­re im Hin­ter­kopf behalten.
    Es ist wich­tig, wenn Bene­dikt XVI. jetzt nicht mehr schweigt. Aber machen wir ihn bit­te nicht zum „Gegen­papst.“ Es scha­det dem Papstamt.

  15. @ Gerd Hengsberger
    Damit haben Sie lei­der den Nagel auf den Kopf getrof­fen. Papst Bene­dikt XVI., wie schon sei­ne Vor­gän­ger, Papst Fran­zis­kus, Kar­di­nal Bur­ke (sie­he sei­ne letz­te bekannt gewor­de­ne Pre­digt)… alle füh­ren sie die katho­li­sche Kir­che in die anti­christ­li­che Neue Welt­ord­nung mit tota­li­tä­rer Eine-Welt-Regie­rung und greu­el­haf­ter Eine-Welt-Reli­gi­on. Sie unter­schei­den sich nur in Nuan­cen und garan­tie­ren, dass die Katho­li­ken der ver­schie­de­nen Rich­tun­gen mitmarschieren.

    • „Sie unter­schei­den sich nur in Nuan­cen und garan­tie­ren, dass die Katho­li­ken der ver­schie­de­nen Rich­tun­gen mitmarschieren.“
      Genau­so ist es. Die Tra­di­tio­nel­len sol­len auch auf der fal­schen Sei­te ste­hen nur sol­len sie es nicht mer­ken und glau­ben das es nicht so ist. Zwi­schen Raf­fi­nes­se und Weis­heit ist ein tie­fer Gra­ben und kei­ner kann hinüber.
      Per Mari­am ad Christum.

    • @Leo Lämm­lein
      Wenn Sie sol­che Beschul­di­gun­gen erhe­ben, dann wäre es ange­bracht, dass Sie die­se auch begrün­den. Sie kön­nen sich ja gut aus­drücken, und har­te Argu­men­te, über die man dis­ku­tie­ren kann, kann nie­mand von vorn­her­ein beanstanden.

      Doch ein­fach zu behaup­ten, Papst Bene­dikt, …Kar­di­nal Bur­ke …alle füh­ren sie die katho­li­sche Kir­che in die anti­christ­li­che Neue Weltor­dung…“ ohne es zu begrün­den, das klingt, mit Ver­laub, verleumderisch.

      Es ist unbe­strit­ten: Joseph Ratz­in­ger hat auch theo­lo­gi­sche Irr­tü­mer ver­brei­tet, die er als Papst nicht zurück­ge­nom­men hat. Aber auch nicht — als Papst — ver­brei­tet hat. Unter dem hl. Pius X. hät­te er die­se wider­ru­fen müs­sen, oder er wäre exkom­mu­ni­ziert wor­den. Doch Pius X. ist seit 1914 tot.

      Ich bin der festen Über­zeu­gung: Über die Kon­zil­s­epo­che wird das Lehr­amt der katho­li­schen Kir­che ent­schei­den. Und über die­se Päp­ste. Schul­dig gewor­den sind sie alle.
      Doch das berech­tigt nicht, sie alle über einen Kamm zu sche­ren. Prof. Ratz­in­ger ist viel­leicht einer theo­lo­gi­schen Eitel­keit zum Opfer gefal­len, er glaub­te, die Kir­che refor­mie­ren zu kön­nen, indem er sie mit der neu­zeit­li­chen agno­sti­schen Phi­lo­so­phie ver­söhnt. Ihm wur­de kein Ein­halt von Rom geboten.

      Doch des­we­gen woll­te er nie die katho­li­sche Kir­che in eine tota­li­tä­re Neue Welt­ord­nung über­füh­ren. Er hat sich auch so stark für den über­lie­fer­ten Glau­ben ein­ge­setzt, dass er sich den Hass aller libe­ra­len, pro­gres­si­sti­schen Katho­li­ken zuge­zo­gen hat. Er wur­de von den Leit­me­di­en und den Zeit­geist-Kir­chen-Zei­tun­gen jahr­zehn­te­lang so übel belei­digt und mit Hass ver­folgt, dass sie ihn kei­nes­falls als den Papst aner­kann­ten, der zu ihnen gehör­te. Nie­mand hier von uns wür­de das auch nur eine Woche durch­ste­hen, noch nicht mal drei Tage.

      Sind sie denn blind Leo Lämm­lein? Sie müss­ten doch sehen, dass Ber­go­glio von den Leit­me­di­en geliebt, gehät­schelt wird, wäh­rend Bene­dikt XVI. das Feind­bild schlecht­hin war.
      Und dann Kar­di­nal Bur­ke: In wel­cher Pre­digt gibt es auch nur Andeu­tun­gen, dass er die Kir­che in die NWO ein­füh­ren will?
      Er hat alle sei­ne Ämter ver­lo­ren, wur­de auf einen Posten abge­scho­ben, den ein Greis aus­fül­len kann. Die Unge­rech­tig­keit, die ihm von Ber­go­glio ange­tan wur­de, wur­de in den Leit­me­di­en auch noch gelobt. Als sei er zurecht abgeschoben.

      Dass Ber­go­glio die Kir­che tat­säch­lich in die NWO ein­füh­ren will, das haben wir hier aus­führ­lich auf katholisches.info begrün­det. Mit Argu­men­ten, mit Zita­ten, nicht nur aus dem Gefühl heraus.

      Dass Kar­di­nal Bur­ke das eben­falls will, das haben Sie zu begrün­den. Sonst ist eine Verleumdung.

    • Leo Lämm­lein, ich emp­fin­de Ihren Kom­men­tar als eine Unver­schämt­heit. Sie und mit Ihnen so eini­ge ande­re Kom­men­ta­to­ren/-Innen die­ses Forums sit­zen in der war­men Stu­be ihres reich­lich insta­bi­len Gedan­ken­ge­bäu­des und zie­len lust­voll mit mehr oder weni­ger intel­li­gen­ten, alle­mal aber undif­fe­ren­zier­ten Invek­ti­ven auf Per­so­nen der Kir­che wie auf Schieß­bu­den­fi­gu­ren, die sich müh(t)en, das Schiff­lein Petri auf Kurs zu hal­ten. Ich kann es nicht mehr lesen: „Koran­kuss“, „Assi­si“, mit die­sen gebets­müh­len­ar­tig wie­der­hol­ten Schlag­wor­ten will man bei­spiels­wei­se ein 25jähriges Pon­ti­fi­kat in Gän­ze in die Häre­sie ver­sen­ken, das dazu bei­trug, den Eiser­nen Vor­hang zum Ein­sturz zu brin­gen, das Fati­ma erst wie­der aus der Ver­sen­kung her­vor­ge­holt, das die katho­li­sche Leh­re in wesent­li­chen Punk­ten mit tief-theo­lo­gi­schen Enzy­kli­ken erklärt, bekräf­tigt und ver­tei­digt hat und des­sen Amts­trä­ger mit sei­nem Cha­ris­ma und sei­ner Lei­dens­be­reit­schaft Mil­lio­nen von Men­schen ein Vor­bild im Glau­ben war. Sie beschimp­fen wei­ters einen Papst, der es nach vier­zig Jah­ren Denk- und Lit­ur­gie­ver­bot ermög­licht hat, dass jun­ge Men­schen den über­lie­fer­ten Ritus ken­nen- und in ihm hei­misch wer­den konn­ten, der sein mög­lich­stes tat, um an die vom Kon­zils­un­geist abge­schnit­te­nen Fäden der Tra­di­ti­on anzu­knüp­fen und dafür per­sön­li­che Ver­fol­gung (sie­he den obi­gen Kom­men­tar von zeit­los) und einen schmach­vol­len Rück­tritt vom Papst­amt in Kauf nahm. Sie bespucken einen Kar­di­nal der Kir­che, der, obwohl er sich dadurch nur Anfein­dun­gen und Bespöt­te­lun­gen aus­setz­te, die jun­gen tra­di­tio­nel­len Gemein­schaf­ten unter­stütz­te, jeder­zeit ent­schie­den für die Leh­re und Dis­zi­plin der Kir­che ein­trat und jüngst mit sei­nem muti­gen Vor­ge­hen ver­hin­dert hat, dass eine gan­ze Syn­ode mani­pu­liert und dazu benutzt wird, um die Leh­re der Kir­che aus vor­ge­scho­be­nen pasto­ra­len Grün­den aus den Angeln zu heben und der dafür aus all sei­nen Ämtern ent­fernt wur­de. Und Sie besit­zen die unge­heu­re Igno­ranz, die­se Per­so­nen auch noch mit Ber­go­glio gleich­zu­set­zen, wo jedes Kind weiß, dass die­ser Mann nur dazu da ist, um eben jene Ära Woity­la-Ratz­in­ger zu been­den und das Kon­zil im Sin­ne der Pro­gres­si­sten zu voll­enden. Machen Sie es sich bloß nicht zu ein­fach, sonst könn­ten auch Sie ein­mal vom Herrn ähn­li­che Fra­gen gestellt bekom­men, die er — nach Goe­thes Faust — Mephi­sto im Him­mel stell­te: „Hast du mir wei­ter nichts zu sagen? Kommst du nur immer anzu­kla­gen? Ist auf der Erde ewig dir nichts recht?“

      • @hicesthodie
        Sie haben völ­lig Recht. Ver­dien­te Men­schen wer­den hier her­un­ter­ge­macht, daß es einem übel wer­den kann. Päp­ste, Hei­li­ge, Erzb. Leve­brv­re, die gan­ze FSSPX, die FSSP, sämt­li­che Bemü­hun­gen tra­di­ti­ons­treu­er Men­schen wer­den samt und son­ders nie­der­ge­macht, alles für hoff­nungs­los erklärt, Ver­wir­rung und Zwei­fel gesäät — was ist damit? Sind Sie sicher, daß Sie Leo Lämm­lein meinen?

      • @Hicestodie Ja Sie haben Recht, er Johan­nes Paul II: trug erheb­lich zum Fall des Eiser­nen Vor­han­ges bei und er hat das sehr gut gemacht, aber wenn er sich damit beschäf­ti­gen hät­te wol­len, hät­te er Poli­ti­ker wer­den sol­len, als Papst so etwas zu machen und mit einem Bank­skan­dal das zu finan­zie­ren ist nicht der rich­ti­ge Weg.

      • @hicesthodie: Was Sie hier von sich geben, ist ein theo­lo­gisch völ­lig unre­flek­tier­ter, schwach­brü­sti­ger Roman­ti­zis­mus, der sich mit bau­chi­gen Geüh­len an der „Per­son“ JP II fas­zi­niert (sein „Lei­den“ sein „Kampf gegen den Kom­mu­nis­mus“ etc.pp.), statt ihn danach zu beur­tei­len, ob er treu und uner­schüt­ter­lich das depo­si­tum fidei bewahrt und tap­fer ver­tei­digt hat. Und da hat er eben, von bestimm­ten sexu­al­ethi­schen Punk­ten mal abge­se­hen, auf gan­zer Linie ver­sagt und die Kir­che auf den Weg geführt, den der jet­zi­ge „Papst“ aus der Pam­pa nun vollendet.
        Wie oft soll man es in der Tra­di­ti­on noch sagen: Weder JP II noch B 16 waren jemals auch nur annä­hernd unter den uns­ri­gen. Sie waren/sind rei­ne Modernisten!!!

    • @ Zeit­los, hicest­ho­die, M.S.
      Was die Päp­ste nach dem 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zil bis ein­schließ­lich Papst Bene­dikt XVI. angeht, bit­te ich Sie selbst zu recher­chie­ren unter den Stich­wör­tern Papst — Vati­kan — Neue Welt­ord­nung — Eine-Welt-Reli­gi­on, u.dgl., auf Deutsch und auf Eng­lisch. Sie wer­den genü­gend Mate­ri­al fin­den, das mei­ne The­se für die­se Päp­ste durch Äuße­run­gen und Taten der­sel­ben bestä­tigt. (Direk­te Ver­lin­kun­gen zu die­sem The­ma möch­te ich auf die­sem katho­li­schen Por­tal ver­mei­den, da die­se Arti­kel oft pole­misch sind.) Damit sche­re ich in der Tat die­se Päp­ste, zumin­dest in die­sem schick­sal­haf­ten Punkt, über einen Kamm. Für Papst Fran­zis­kus stel­len Sie das ja selbst nicht in Fra­ge. Was für sub­jek­ti­ve Absich­ten die Päp­ste mit ihren objek­ti­ven Taten ver­ban­den und ver­bin­den, dar­über ist mit der all­ge­mei­nen Fest­stel­lung im ein­zel­nen nicht geur­teilt. Gün­stig­sten­falls sahen sie das Eine-Welt-System als ohne­hin unver­meid­lich auf die Mensch­heit zukom­men und woll­ten ihm einen christ­lich-huma­ni­sti­schen Cha­rak­ter auf­prä­gen. Ich fürch­te jedoch, die Rea­li­tät ist unbarm­her­zi­ger: Der Vati­kan ist füh­rend an der Ver­schwö­rung betei­ligt. Einen Geschmack, was für poli­ti­sche Regimes unter römisch-katho­li­scher Füh­rung auf­ge­rich­tet wer­den kön­nen, gab im 20. Jahr­hun­dert z.B. die grau­sa­me, völ­ker­mör­de­ri­sche Usta­scha-Dik­ta­tur des Katho­li­ken Ante Pave­lić im „Unab­hän­gi­gen Staat Kroa­ti­en“. Aber auch Adolf Hit­ler ist hier zu nen­nen, der bis zum Ende kir­chen­steu­er­zah­len­der Katho­lik war und nie­mals exkom­mu­ni­ziert wurde.
      Was nun Kar­di­nal Bur­ke angeht, so habe ich ihn in die­se Rei­he per Induk­ti­ons­schluss auf­ge­nom­men. Anlass dazu gab mir sei­ne Pre­digt in der Wie­ner Karls­kir­che, wo er Papst Johan­nes Paul II. zustim­mend zitier­te. Als Kar­di­nal gehört Ray­mond Bur­ke zur ober­sten Füh­rung der katho­li­schen Kir­che, im Rang eines Für­sten (princi­pe), und ist einer der eng­sten Papst­ver­trau­ten. Eine Distan­zie­rung von deren Poli­tik in die­ser Hin­sicht ist mir nicht bekannt gewor­den. Ihnen? Er wäre dann auch nicht zum Kar­di­nal ernannt wor­den. Aller­dings kann ich Ihnen im Moment kei­ne posi­ti­ven Aus­sa­gen von ihm zum The­ma der Neu­en Welt­ord­nung vor­le­gen. Viel­leicht bei Gele­gen­heit. Soll­te ich dar­auf sto­ßen, dass er die Neue Welt­ord­nung glaub­haft k r i t i s i e r t , dann wer­de ich das selbst­ver­ständ­lich auch mit­tei­len und um Ent­schul­di­gung bitten.
      Was vie­le Tra­di­tio­na­li­sten nicht sehen wol­len: Die Kol­la­bo­ra­ti­on der Kir­che mit der Welt ist sehr alt, älter als 50 Jah­re und älter als 500 Jahre.

      • Leo Lämm­lein, sie müs­sen aber die sub­jek­ti­ven Absich­ten, die Moti­ve der Hand­lungs­trä­ger in die Beur­tei­lung ihrer Taten ein­flie­ßen las­sen, sonst wer­den Sie in Ihrem Urteil unge­recht. Dann wären näm­lich bspw. auch die Män­ner des 20. Juli 1944 und zwei Drit­tel der Mit­glie­der des Kreis­au­er Krei­ses alle Ver­bre­cher, weil sie in irgend­ei­ner Form ins Nazi-System invol­viert waren. Wie soll­ten sie es aber nicht, da sie in die­ser Zeit ihr Leben leb­ten und nicht von Außen dazu gezwun­gen wur­den, ins Exil oder in den poli­ti­schen Wider­stand zu gehen. Gera­de des­halb aber ist der Wider­stand, den sie den­noch gelei­stet haben, um so höher zu bewer­ten. Über­tra­gen auf die von Ihnen genann­ten Per­so­nen: sie leb­ten in der Zeit des Kon­zils und der Nach­kon­zils­zeit und haben die­se in füh­ren­den Posi­tio­nen mit­ge­stal­tet, weil sie Teil die­ser Kir­che waren. Sicher: bes­ser wäre es gewe­sen, sofort und kon­se­quent sich zu ver­wei­gern (obzwar wir uns ja hier beleh­ren las­sen muss­ten, dass selbst Lef­eb­v­res Weg ein Irr­tum war!). Aber sie waren immer­hin Män­ner auf­rech­ten Sin­nes, denen es ein­zig dar­um ging „das Amt des Hir­ten der Uni­ver­sal­kir­che in Treue aus­zu­üben und uner­müd­lich die geist­li­chen und welt­li­chen Rech­te sowie die Frei­heit des Hei­li­gen Stuh­les zu wah­ren und zu ver­tei­di­gen“. Wer han­delt, macht auch Feh­ler, hört auf fal­sche Bera­ter. Assi­si und der Koran­kuss waren Feh­ler, ganz gewiss. Aber sie waren nichts ande­res, als der Ver­such, die Rol­le der Kir­che in einer sich ver­än­dern­den, von Glo­ba­li­sie­rung gepräg­ten Welt zu stär­ken und zu sichern. Und was hät­te es gebracht, außer Ver­fol­gung der Kir­che, wenn Pacel­li Hit­ler öffent­lich exkom­mu­ni­ziert hät­te, er war es ja latae sen­ten­tiae schon längst. Man kann das in hoch­huth­scher Arro­ganz „Kol­la­bo­ra­ti­on der Kir­che mit der Welt“ nen­nen. Aber schon Chri­stus lob­te im Gleich­nis den klu­gen Ver­wal­ter. Von die­sen allen unter­schei­det Ber­go­glio sich jedoch fun­da­men­tal, denn ihm geht es — allem Anschein nach — in der Tat dar­um, den Glau­ben zu rela­ti­vie­ren, der Welt anzu­pas­sen und die katho­li­sche Kir­che in einem Meer der Reli­gio­nen auf­ge­hen zu las­sen. Des­halb ver­bie­tet es sich ganz ein­fach, Woj­ty­la, Ratz­in­ger und Bur­ke in einem Atem­zug mit die­sem zu nennen!

  16. Natür­lich ist es legi­tim, dass der frü­he­re Papst Bene­dikt XVI. sei­ne Sicht zum Ehe­sa­kra­ment dar­le­gen darf. Immer­hin ist er nach wie vor Prie­ster. Den­noch soll­te er sich, wie ange­kün­digt, in Demut zurück­zie­hen und der Kir­che im Gebet dienen.

    • Lei­der scheint aber Herr Ber­go­glio wie vie­le ande­re in der Kir­che zu ver­ges­sen, dass sie eben­falls Prie­ster sind und dem Drei­fal­ti­gen Gott unter­wor­fen sind. Wenn schon Herr Ber­go­glio das Schiff­lein Petri auf einen Eis­berg zusteu­ert, ohne nur einen Ver­such zu unter­neh­men, aus­zu­wei­chen, dann muss Papst Bene­dikt XVI noch ein­mal ans Steu­er und sein best­mög­lich­stes tun, um eine Kata­stro­phe zu verhindern.
      Per Mari­am ad Christum.

  17. Ratz­in­ger „ergreift Par­tei für das depo­si­tum fidei, das er offen­bar gefähr­det sieht. Anders gesagt: Er ergreift Posi­ti­on gegen alle, die sich der kirch­li­chen Leh­re ent­ge­gen­stel­len „- Wie bitte?!
    Dann soll­te er doch an aller­er­ster Stel­le mal gegen sich selbst Par­tei ergreifen.
    Als frisch­ge­backe­ner „Prä­fekt der Kon­gre­ga­ti­on für die Glau­bens­leh­re“ ver­öf­fent­lich­te er sei­ne Auf­satz­samm­lung „Theo­lo­gi­sche Prin­zi­pi­en­leh­re. Bau­stei­ne zur Fun­da­men­tal­theo­lo­gie“, Mün­chen 1982. Aus­schit­te aus den Sei­ten 398f und 409:
    „Wenn man nach einer Gesamt­dia­gno­se für den Text [Vati­ka­num 2, Gau­di­um et Spes] sucht, könn­te man sagen, daß er (in Ver­bin­dung mit den Tex­ten über Reli­gi­ons­frei­heit und über die Welt­re­li­gio­nen) eine Revi­si­on des Syl­labus Pius‘ IX., eine Art Gegen­syl­labus dar­stellt. […] Begnü­gen wir uns hier mit der Fest­stel­lung, daß der Text die Rol­le eines Gegen­syl­labus spielt und inso­fern den Ver­such einer offi­zi­el­len Ver­söh­nung der Kir­che mit der seit 1789 [Beginn der fran­zö­si­schen Revo­lu­ti­on] gewor­de­nen neu­en Zeit dar­stellt. […] Die Auf­ga­be lau­tet daher nicht: Auf­he­bung des Kon­zils, son­dern Ent­deckung des wirk­li­chen Kon­zils und Ver­tie­fung sei­nes wah­ren Wol­lens im Ange­sicht des jetzt Erfah­re­nen. Dies schließt ein, daß es kei­ne Rück­kehr zum Syl­labus geben kann, der eine erste Mar­kie­rung in der Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Libe­ra­lis­mus und den her­auf­stei­gen­den Mar­xis­mus sein moch­te, aber kein letz­tes Wort sein kann.“

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