Papst Franziskus erlaubt unierten Kirchen weltweit Priesterweihe von verheirateten Männern

Mit Rom unierten Ostkirchen dürfen weltweit verheiratete Männer weihen und in der Seelsorge einsetzen.
Mit Rom unier­ten Ost­kir­chen dür­fen welt­weit ver­hei­ra­te­te Män­ner wei­hen und in der Seel­sor­ge einsetzen.

(Rom) Wäh­rend laut Indis­kre­tio­nen die Kle­rus­kon­gre­ga­ti­on für die bra­si­lia­ni­schen Ama­zo­nas-Diö­ze­sen eine Dis­pen­sie­rung vom Prie­ster­z­ö­li­bat prüft, bescher­te Papst Fran­zis­kus dem ver­hei­ra­te­ten Kle­rus, von den Medi­en bis­her unbe­ach­tet, einen beacht­li­chen Vormarsch.

Inzwi­schen ist es offi­zi­ell. Die Kon­gre­ga­ti­on für die ori­en­ta­li­schen Kir­chen ver­öf­fent­lich­te neue, von Papst Fran­zis­kus appro­bier­te Bestim­mun­gen, die fak­tisch die Prie­ster­wei­he für ver­hei­ra­te­te Män­ner und die Seel­sor­ge ver­hei­ra­te­ter Prie­ster der katho­li­schen Ost­kir­chen auch außer­halb ihrer histo­ri­schen Gebie­te erlau­ben. Bis­her gal­ten aus histo­ri­schen Grün­den und auf­grund alter Uni­ons­ver­trä­ge Son­der­re­ge­lun­gen in den klar umris­se­nen histo­ri­schen Gebie­ten der mit Rom unier­ten Ost­kir­chen. Kon­kret waren dies der Nahe Osten und Tei­le des öst­li­chen Mitteleuropas.

„Gravissimum scandalum“

Eine dar­über hin­aus­ge­hen­de Anwen­dung wur­de durch die latei­ni­sche Kir­che abge­lehnt, da die ost­kirch­li­che Pra­xis dem latei­ni­schen Prie­ster­ver­ständ­nis wider­spricht. Beson­ders groß waren die Wider­stän­de in Ame­ri­ka, aber auch in Euro­pa, wie der Vati­ka­nist San­dro Magi­ster berich­tet. Die Anwe­sen­heit ver­hei­ra­te­ter Prie­ster im latei­ni­schen Gebiet wäre ein „gra­vis­si­mum scan­dalum“ und wür­de für Ver­wir­rung sor­gen. Bisher.

In „kon­kre­ten Aus­nah­me­fäl­len“ gab es zwar ver­ein­zel­te Geneh­mi­gun­gen, die von Bene­dikt XVI. jedoch 2008 ver­schärft wur­den. Nun aber erlaub­te Papst Fran­zis­kus den unier­ten Ost­kir­chen grund­sätz­lich und ohne jede ter­ri­to­ria­le Ein­schrän­kung, Prie­ster­wei­hen durch­zu­füh­ren und ver­hei­ra­te­te Prie­ster in der Seel­sor­ge für die Gläu­bi­gen der unier­ten Kir­chen ein­zu­set­zen. Das von der Ost­kir­chen­kon­gre­ga­ti­on ver­öf­fent­lich­te Doku­ment trägt den Titel Pon­ti­fi­cia Prae­cep­ta de cle­ro Uxora­to Ori­en­ta­li und wur­de vor weni­gen Tagen in der Aus­ga­be 6/2014 der Acta Apo­sto­li­cae Sedis (Sei­ten 496–499) ver­öf­fent­licht. Unter­zeich­net wur­de das Doku­ment bereits am ver­gan­ge­nen 14. Juni vom argen­ti­ni­schen Kar­di­nal­prä­fek­ten Leo­nar­do Sandri.

Verbot von 1890 aufgehoben

Die Fra­ge stell­te sich nicht, solan­ge die Gläu­bi­gen der katho­li­schen Ost­kir­chen in ihren histo­ri­schen Sied­lungs­ge­bie­ten leb­ten. Das änder­te sich Ende des 19. Jahr­hun­derts. Im neu­en Doku­ment heißt es, daß das Pro­blem der Seel­sor­ge der ver­hei­ra­te­ten Prie­ster bestehe, seit in den 1880er Jah­ren Tau­sen­de katho­li­sche Ruthe­nen in die sub­kar­pa­ti­schen Regio­nen Öster­reich-Ungarns und aus der West-Ukrai­ne in die USA aus­wan­der­ten. Da es gegen die Ein­set­zung ver­hei­ra­te­ter Prie­ster hef­ti­gen Wider­stand der latei­ni­schen Bischö­fe gab, erließ die Kon­gre­ga­ti­on Pro­pa­gan­da Fide am 1. Okto­ber 1890 mit Zustim­mung von Papst Leo XIII. ein Ver­bot gegen die Anwe­sen­heit ver­hei­ra­te­ter ruthe­ni­scher Prie­ster in den USA.

Die­ses Ver­bot wur­de auf die ande­ren mit Rom unier­ten Ost­kir­chen aus­ge­wei­tet und auf alle Gebie­te auch außer­halb von Ame­ri­ka und Euro­pa, die nicht histo­risch zum Ein­zugs­be­reich die­ser Kir­chen gehör­ten, angewandt.

Die Fol­ge sei gewe­sen, so die Ost­kir­chen­kon­gre­ga­ti­on, daß schät­zungs­wei­se 200.000 ruthe­ni­sche Gläu­bi­ge zu den Ortho­do­xen über­ge­tre­ten sind. Wenn es seit­her­Aus­nah­men gab, so nur nach Anhö­rung der zustän­di­gen Bischofs­kon­fe­renz und nach Zustim­mung des Hei­li­gen Stuhls. Seit 2008 stand jede Ent­schei­dung allein dem Hei­li­gen Stuhl zu.

Verweis auf anglikanische Personalordinariate

In der nun ver­öf­fent­li­chen welt­wei­ten Erlaub­nis wird dar­an erin­nert, daß mit der Apo­sto­li­schen Kon­sti­tu­ti­on Angli­cano­rum coe­ti­bus von 2009 der ver­hei­ra­te­te ehe­ma­li­ge angli­ka­ni­sche Kle­rus de fac­to auch für Gebie­te zuge­las­sen wur­de, die dem unier­ten ver­hei­ra­te­ten Kle­rus bis­her ver­wehrt waren. Daß es sich dabei ledig­lich um eine Über­gangs­re­ge­lung für die in die Ein­heit mit Rom zurück­keh­ren­den angli­ka­ni­schen Kle­ri­ker mit Fami­lie han­delt, wäh­rend auch für die „angli­ka­ni­schen“ Per­so­nal­or­di­na­ria­te kei­ne ver­hei­ra­te­ten Män­ner zu Prie­stern geweiht wer­den kön­nen, wird nicht erwähnt.

Anschlie­ßend führt das Doku­ment die neu­en, von Papst Fran­zis­kus gewähr­ten Bestim­mun­gen an, die der „zustän­di­gen kirch­li­chen Auto­ri­tät die Befug­nis ertei­len, den pasto­ra­len Dienst des ver­hei­ra­te­ten ori­en­ta­li­schen Kle­rus auch außer­halb der histo­ri­schen Gebiet zu erlau­ben“ und dort auch Prie­ster­wei­hen vorzunehmen.

Drei Möglichkeiten

Erstens: Wo unier­te ost­kirch­li­che Ver­wal­tungs­ein­hei­ten mit eige­nen Hier­ar­chen (Metro­po­li­ten, Epar­chen, Exar­chen) bestehen, wird die­sen direkt die Ent­schei­dungs­be­fug­nis zuge­stan­den. Ihnen wird auch die Zustän­dig­keit gewährt, ver­hei­ra­te­te ost­kirch­li­che Kan­di­da­ten zu Prie­stern zu wei­hen. Ein­zi­ge Auf­la­ge ist es, den zustän­di­gen latei­ni­schen Bischof des Wohn­or­tes des Kan­di­da­ten dar­über zu informieren.

Zwei­tens: In den Ordi­na­ria­ten der ost­kirch­li­chen Gläu­bi­gen ohne eige­ne Hier­ar­chen wird die­sel­be Zustän­dig­keit den latei­ni­schen Ordi­na­ri­en über­tra­gen. Als Auf­la­ge haben sie dar­über die zustän­di­ge Bischofs­kon­fe­renz zu infor­mie­ren. Papst Fran­zis­kus selbst war in sei­ner Zeit als Erz­bi­schof von Bue­nos Aires auch Ordi­na­ri­us für die Gläu­bi­gen der katho­li­schen Ost­kir­chen Argentiniens.

Drit­tens: In den Gebie­ten, wie zum Bei­spiel Ita­li­en, in denen die Gläu­bi­gen der katho­li­schen Ost­kir­chen über kei­ne eige­nen ter­ri­tria­len Ver­wal­tungs­ein­hei­ten ver­fü­gen und deren Seel­sor­ge den latei­ni­schen Bischö­fen über­tra­gen ist, gilt die bis­he­ri­ge Rege­lung. Son­der­ge­neh­mi­gun­gen sind nach Anhö­rung der zustän­di­gen Bischofs­kon­fe­renz der Ost­kir­chen­kon­gre­ga­ti­on vorbehalten.

Die Maß­nah­me hat an sich kei­ne Aus­wir­kun­gen für die latei­ni­schen Gläu­bi­gen. Ein Über­tritt aus dem latei­ni­schen Ritus in eine unier­te Ost­kir­che ist fak­tisch nicht vor­ge­se­hen, da die­se eth­nisch-kul­tu­rell an ein bestimm­tes Volk gekop­pelt sind. Man könn­te  die neu­en Bestim­mun­gen als prak­ti­sche Erleich­te­run­gen für die unier­ten Kir­chen betrach­ten, deren Dia­spo­ra sich durch Migra­ti­on und Flucht über immer mehr Län­der erstreckt. Den­noch stellt sich jen­seits rein funk­tio­na­ler Über­le­gun­gen die Fra­ge nach Sinn­haf­tig­keit und Berech­ti­gung eines sol­chen unein­ge­schränk­ten Ent­ge­gen­kom­mens für eine Pra­xis, die von der latei­ni­schen Kir­che abge­lehnt wird. Aus einer Aus­nah­me­re­ge­lung wird Nor­ma­li­tät und damit gewis­ser­ma­ßen Selbst­ver­ständ­lich­keit. Da sich unter Papst Fran­zis­kus der Druck pro­gres­si­ver Krei­se auf Auf­he­bung des Prie­ster­z­ö­li­bats schlag­ar­tig erhöht hat, wer­den die­se Krei­se die Maß­nah­men jeden­falls als Was­ser auf ihre Müh­len betrachten.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Set­ti­mo Cielo

41 Kommentare

  1. Ist das jetzt bloß ein wei­te­res Zuge­ständ­nis an die­se mit Rom unie­rier­ten Kir­chen oder der Ein­stieg in die Auf­lö­sung des Zöli­ba­tes? Ich müß­te ein Pro­phet sein, um die­se Fra­ge beant­wor­ten zu kön­nen. Eines ist aber augen­fäl­lig: daß mit Bischof Mixa in Deutsch­land wie mit dem jetzt vom Papst abge­d­setz­ten Opus Dei-Bischof Bischö­fe amts­ent­ho­ben wur­den, die im Ver­gleich zu ande­ren Bischö­fen vol­le Prie­ster­se­mi­na­re auf­wie­sen! Und daß fast lee­re das beste Argu­ment dafür sind, die „Zugangs­be­din­gun­gen“ zum Prie­ster­amt zu „lockern“, nach dem Mot­to: zöli­ba­tär will Nie­mand mehr leben! Das ist Irr­sinn, hat aber Methode.
    Wenn es sich aber nur um Zuge­ständ­nis­se han­delt, stellt sich mir die Fra­ge: war­um ist es eigent­lich immer Rom, das Zuge­ständ­nis­se macht und was für ein Lin­sen­ge­richt bekommt Rom denn dafür? Man kann nicht dau­er­haft das Zöli­bat als etwas zum Prie­ster­tum dazu­ge­hö­rend Wesent­li­ches ver­kün­den, und dann dau­ernd Aus­nah­men erlau­ben. Aber es muß auch ein­ge­räumt wer­den, daß eine strin­gen­te Begrün­dung der Zusam­men­ge­hö­rig­keit von dem Prie­ster­tum und dem Zöli­bat in der Theo­lo­gie fehlt. Gera­de das macht es den Kri­ti­kern auch leicht, hier den Hebel anzu­set­zen mit rein „prag­ma­ti­schen“ Grün­den: es wür­den mehr Pfar­rer wer­den wol­len, dürf­ten sie hei­ra­ten, oder gar unver­hei­ra­tet mit einer Frau oder ‑wie es im Pro­testntis­mus schon usus ist- mit einem ande­ren Mann zusam­men­le­ben. Was wir brau­chen, ist so eine bes­se­re theo­lo­gi­sche Legi­ti­mie­rung des Zölibates!
    Uwe C. Lay/Pro Theol Blogspot

    • Oder kurz ein Blick auf die Protestanten.
      Dort gibt es den gan­zen Quatsch ja schon lan­ge und hat nichts bewirkt, eher noch das Gegenteil.
      Die Kir­che hat das Recht eine sol­che Lebens­form zu för­dern und kann sehr wohl theo­lo­gisch als auch prak­tisch argu­men­tie­ren, mit dem pau­lus­brief und der Erfah­rung was es heißt Prie­ster zu sein.
      Nein recht­fer­ti­gen muss man sich nicht.
      Wer hei­ra­ten will soll sich ent­pflich­ten las­sen, aber ohne wei­te­re Bezah­lung und DA liegt der wah­re Grund denn es geht wie immer nur ums Geld .

    • @Uwe C. Lay
      „Und daß fast lee­re das beste Argu­ment dafür sind, die „Zugangs­be­din­gun­gen“ zum Prie­ster­amt zu „lockern“, nach dem Mot­to: zöli­ba­tär will Nie­mand mehr leben! Das ist Irr­sinn, hat aber Methode.“
      Da könn­ten sie durch­aus recht haben. Wenn die Prie­ster immer weni­ger wer­den wird das Ange­bot für die Gläu­bi­gen kommen.
      „Seht doch wie vie­le Män­ner die sich vor Chri­stus ver­zeh­ren aber ver­hei­ra­tet sind war­ten nur dar­auf euch zu leh­ren wie Chri­stus es ger­ne sieht“.
      Das der Herr selbst zöli­ba­tär gelebt hat wird heu­te ger­ne ver­schwie­gen denn wir leben ja heu­te in einer Zeit wo selbst eine Kat­ze ohne Part­ner jede Nacht depres­siv wird.
      “ Aber es muß auch ein­ge­räumt wer­den, daß eine strin­gen­te Begrün­dung der Zusam­men­ge­hö­rig­keit von dem Prie­ster­tum und dem Zöli­bat in der Theo­lo­gie fehlt. “
      Das Lamm Got­tes war kein Theo­lo­ge, er war der Sohn Got­tes und erwar­tet von denen die sei­ne Jün­ger sein wol­len mehr als von nor­ma­len Sterb­li­chen. Wer Frau und Kin­der mehr liebt als Chri­stus soll­te sich einen dem ent­spre­chen­den Beruf wäh­len und nicht stän­dig ver­su­chen sich so nah wie mög­lich an das „Aller­hei­lig­ste“ her­an zu drän­geln. Denn es soll Men­schen geben die auf die Ehe ver­zich­ten weil sie ganz davon in Anspruch genom­men wer­den damit der Herr sei­ne Herr­schaft auf­bau­en kann. Eine Fra­ge beschäf­tigt mich doch. Gibt es Hei­li­ge die gegen das Zöli­bat waren?
      Übri­gens ver­hei­ra­te­te katho­li­sche Prie­ster wer­den sich genau­so viel schei­den las­sen wie evan­ge­li­sche Pasto­ren. Das war es dann mit dem Ehe­sa­kra­ment. Zwei Flie­gen mit einer Klappe.
      Per Mari­am ad Christum.

    • Es gibt sogar eine ganz lan­ge Tra­di­ti­on der theo­lo­gi­schen Erklä­rung des Prie­ster­z­ö­li­bats. Zwar wird heu­te die Sache ger­ne so dar­ge­stellt, als hand­le es sich um vor­wie­gend prak­ti­sche und (macht-)ökonomische Gründe.
      Bereits Jesus erklärt jedoch aus­drück­lich den Zöli­bat als Lebens­wei­se des­sen, der um des Him­mel­rei­ches wil­len auf die Ehe ver­zich­tet. Und Pau­lus erklärt, dass nur der Zöli­ba­tär wirk­lich unge­teilt beim Herrn sein kann.
      Schon die Gescheh­nis­se um die Inkar­na­ti­on Jesu bewei­sen dies, denn es wim­melt (für die damals übli­chen Ver­hält­nis­se) gera­de­zu von Zöli­ba­tä­ren bei­der­lei Geschlechts:
      Johan­nes der Täu­fer, die grei­se Han­na im Tem­pel (die das Baby als Got­tes Sohn erkennt), die aller­se­lig­ste Jung­frau und Got­tes­mut­ter, ihr „rein­ster Bräu­ti­gam Josef“. Und eben Jesus selbst! Spä­ter dann der hl. Pau­lus, wohl auch Maria Mag­da­le­na etc. etc.
      Allei­ne die­se Häu­fung ist ein kla­rer Hin­weis auf die Wahr­heit der Aus­sa­ge des Paulus!
      Die Geschich­te beweist dar­über hin­aus, dass es (fast) durch­weg Zöli­ba­tä­re waren, die in der Kir­che die gro­ßen „Lei­stun­gen“ erbrach­ten: alle Mön­che und Prie­ster, die theo­lo­gi­sche oder auch ande­re wis­sen­schaft­li­che For­schun­gen betrie­ben, auch die gro­ßen (mysti­schen) Wer­ke der Frau­en alle­samt durch Jungfrauen/Witwen im zöli­ba­tä­ren Stand — es ist auf­fal­lend, dass nur ganz weni­ge Ver­hei­ra­te­te in der Zeit der Ehe Gleich­ran­gi­ges schu­fen (z.B. Tho­mas Morus).

      Aber gera­de der, der „in per­so­na Chri­sti“ han­delt, soll­te ihm rein äußer­lich bis zur Gän­ze ähn­lich sein!

      Was nützt es dar­über zu streiten?
      Seit 1000 Jah­ren ist dies bewähr­te Pra­xis der Kir­che, und sie wur­de viel­fach vom Lehr­amt bestätigt.

      • @zeitschnur
        Sehr gut.
        Johan­nes der Täu­fer der größ­te Pro­phet der je von einer Frau gebo­ren wor­den ist und er war auch noch zöli­ba­tär. Und wenn einer Ärger­nis an der Jung­frau­en­schaft der Mut­ter Got­tes hat soll­te sich bit­te direkt beim Vater im Him­mel beschwe­ren. Ich gehe mal davon aus das spä­te­stens bei die­ser Adres­se das The­ma Zöli­bat für immer und ewig zu Ende ist.
        Per Mari­am ad Christum.

      • Wer es fas­sen kann, der fas­se es!

        Es sind halt nur sehr weni­ge, die den hohen Wert der Ehe­lo­sig­keit um des Him­mel­rei­ches wil­len, begrei­fen kön­nen: Der Lohn dafür im Him­mel, ist nicht in Wor­te zu fassen.
        Wie sag­te die klei­ne Jacin­ta von Fati­ma doch so schön: „Ach, wenn die Men­schen doch wüss­ten wie’s in der Ewig­keit ist, sie wür­den ganz anders leben!“
        Ich den­ke ‚mal sie mein­te, „opfer­be­rei­ter“ leben.

    • Eben lese ich, Kon­kla­ve 2013, Papst­wahl soll ungül­tig sein! Ato­nio Soc­ci, ein katho­li­scher Jour­na­list ver­öf­fent­lich­te ein Buch, in dem er die Fak­ten über die Papst­wahl offen­legt. Wei­ters deckt er auf, dass Papst Bene­dikt gezwun­gen wur­de zurück­zu­tre­ten. Seit der Ver­öf­fent­li­chung sei­nes Buches lei­det er und sei­ne Fami­lie durch Ver­fol­gung und Ausgrenzung.
      Ver­mut­lich erhält man das Buch vor­erst nur auf deutsch!
      Für alle die ita­lie­nisch spre­chen hier sei­ne Web­site: http://www.antoniosocci.com

      • Glück­li­cher­wei­se wird es auch auf ita­lie­nisch verlegt.
        Frei­lich bekommt man es in den katho­li­schen Buch­lä­den nicht, wo sich die Jubel-Lie­der-Pam­phle­te über Ber­go­glio gegen­sei­tig zu über­tref­fen ver­su­chen. Der Umgang mit Anto­nio Soc­cio ist skan­da­lös und macht erneut den Zynis­mus des Barm­her­zig­keitspri­mus manifest.

      • @J.G. Rat­kaj
        Dan­ke für ihre Nachricht!
        Das Buch muss ich unbe­dingt haben. Hät­ten Sie eine viel­leicht noch einen Hinweis?

      • Naja, was man so aus Ita­li­en hört ist es in Buch­lä­den schnell ver­grif­fen, ein wah­rer Best­sel­ler. Es ver­kauft sich eben viel Bes­ser als die obig von mir ange­spro­che­nen Ber­go­glio-Jubel-Hagio­gra­phien oder Ber­go­gli­os eige­ne Schriften.
        Falls Sie gut Ita­lie­nisch kön­nen, lesen Sie die über 300 Sei­ten auch an einem Abend. Es ist flüs­sig geschrie­ben und sehr aufschlußreich.
        Unser Dank muß auch dem Ver­lags­haus Mond­ado­ri gel­ten, wel­ches bereit war die­ses Buch zu publizieren.
        Beim Blog von Anto­nio Soc­ci schaue ich täg­lich rein.
        Ich habe sein Buch über „webster.it“ bestellt.

      • @J.G.Ratkaj
        Vie­len Dank für die Rück­mel­dung! Ich hof­fe es gibt dem­nächst eine Deutsch-Über­set­zung damit es jeder Inter­es­sier­te im Lan­de lesen kann.

  2. Die Fra­ge stellt sich, was F. mit die­ser „Locke­rung“ bezweckt. Man ist von Ber­go­glio ja inzwi­schen gewöhnt, dass er schal­tet und wal­tet und sel­ten Begrün­dun­gen oder Argu­men­te lie­fert — ein auto­ri­tä­rer Will­kür­herr­scher eben. Solan­ge sei­ne Will­kür­ak­te die Gelü­ste der Mas­sen bedie­nen oder wenig­stens zu bedie­nen schei­nen, sind die­sel­ben Mas­sen mit Blind­heit geschlagen.
    Auch die deut­sche Haus­frau wach­te erst auf, als es bei Hit­ler nicht mehr nur um das sonn­täg­li­che Huhn für jeder­mann im Sup­pen­topf, son­dern dar­um ging, ihr ihre Kin­der zu verheizen.
    Ich fürch­te, es wird sich auch hier etwas Ähn­li­ches abspielen:
    Haben wir der­zeit nicht Mas­sen­fluch­ten gera­de aus den Ost­kir­chen nach Westen?
    Flie­hen nicht die Chaldä­er, Assy­rer, Tho­mas­chri­sten, irgend­wel­che Ortho­do­xen hin­ter den Ber­gen zu Mil­lio­nen gen Westen? Und hat nicht schon „JP II“ mit­samt „Kard. Ratz­in­ger“ die sakra­men­ta­le Gemein­schaft selbst mit sol­chen ein­ge­räumt, die nicht mal Wand­lungs­wor­te spre­chen (Ana­pho­ra des Mar und Addai) — bis­lang verboten?

    So unter­läuft man die dog­ma­ti­sche und kano­ni­sche Ebe­ne in jeder Hin­sicht „pasto­ral“ und öku­me­nisch, und wer wagt auf­zu­be­geh­ren dage­gen, wo es den armen ortho­do­xen Ori­en­ta­len doch der­zeit so schlecht geht?

    Aber auf etwas län­ge­re Sicht kommt das alles einer tota­len Ver­mi­schung und Ver­wi­schung der Sakra­men­te gleich — und nun eben auch des Prie­ster­bil­des. Wenn unter uns unzäh­li­ge ver­hei­ra­te­te ortho­do­xe, mit Rom unier­te Prie­ster her­um­gei­stern wer­den, womög­lich in unse­ren Seel­sor­ge­fa­bri­ken auch noch „aus­hel­fen“ (und das kommt mit 1005 Sicher­heit auch bald noch!) und hie und da „Hl. Mes­sen“ fei­ern — wer wird da auf Dau­er ver­ste­hen, dass der Hoch­wür­den mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund sei­ne Frau und die süßen Kin­der­chen mit zur Hl. Mes­se bringt, der ein­hei­mi­sche Prie­ster aber als alter Jun­ge­sel­le in sei­ner Plat­ten­bau­sied­lung ver­sau­ern muss?

    • „Die Fra­ge stellt sich, was F. mit die­ser „Locke­rung“ bezweckt“. In der Indu­strie nennt man das “ Pilot- Pro­jekt“ oder “ Pro­to­typ“ Der Vati­kan zeig­te sich auch über die Diö­ze­se Linz bestürzt, heu­te wis­sen wir es waren Kro­ko­dils­trä­nen, nahm aber nie einen anders tuen­den Bischof, und Papst Fran­zis­kus über­nimmt heu­te die­ses Modell, den Ein­druck hat­te ich schon vor 10 Jah­ren, dass die­se Diö­ze­se, deren Skan­da­le Wel­len durch ganz Deutsch­land schlu­gen, ein Ver­suchs­ob­jekt ist, dem in Rom inzwi­schen die Seri­en­rei­fe beschei­nigt wurde.

  3. Damit gräbt er sich das eige­ne Grab! Die hei­li­ge Bir­git­ta hat Auf­zeich­nun­gen hin­ter­las­sen, dass die Got­tes­mut­ter ihr gesagt habe, dass der Zöli­bat, der damals gera­de erst etwa 300 Jah­re alt, zwar kein unmit­tel­ba­res Gebot Got­tes sei, dem Papst aber, der ihn frei­gibt, ein sehr schlim­mes Schick­sal beschie­den sei, weil die­ser Papst wür­de den gro­ßen Wert den Gott auf den Zöli­bat legt, verkennen!

  4. Eines Tages wer­den die Zer­stö­rer der Kir­che ver­ges­sen sein, die Hei­li­gen nicht.
    Die­se sind die Hel­fer der Kir­che, sie sind Bewah­rer und Ver­tei­di­ger des Glau­bens und sie ret­ten die Kir­che. Egal was sich die Moder­ni­sten auch noch so ein­fal­len las­sen, die Kir­che Got­tes wer­den sie nicht zer­stö­ren kön­nen, Orte und Häu­ser, Kir­chen und Kathe­dra­len, kön­nen sie beset­zen und ganz reli­gi­ös aus­se­hen, sie kön­nen die See­len vie­ler Prie­ster und Gläu­bi­gen per­ver­tie­re, das schon, aber die Kir­che Got­tes wird nicht unter­ge­hen. Also Ihr Fein­de Chri­sti, nur zu, macht wei­ter so, all Ihr Über­tre­ter des Geset­zes, am Ende wird das Unbe­fleck­te Herz unse­rer lie­ben Got­tes­mut­ter tri­um­phie­ren. Satan tobt weil er weiß, dass sein Stun­de geschla­gen hat. Im Namen Jesu Chri­sti. Amen

    • Die Hei­li­gen Papst Johan­nes XXIII. und Papst Johan­nes Paul II.?

      Sind sie die Hel­fer der Kir­che, Bewah­rer und Ver­tei­di­ger des Glau­bens und ret­ten sie die Kirche?

      Und bald auch Paul VI.?

      Wird inter­es­sant…

    • Bei mir war kürz­lich ein Geist­li­cher zu Besuch, der mich damit, offen­bar auf­trags­ge­mäß zu „trö­sten“ ver­such­te, auch aus dem Dunst­kreis von Bene­dikt XVI. war ein­mal jemand bei mir, (wer WICKERL ist, ist etli­chen Leu­ten bekannt) ich ant­wor­te­te ihm„ dass ich nicht dar­an zweif­le dass Jesus Sei­ne Kir­che ret­ten wird, es fragt sich nur wie vie­le Men­schen vor­her unnö­tig in die Höl­le kom­men, und über­dies erwar­tet Jesus von uns, dass wir uns mühen, dass wir sei­ne Kir­che so ret­ten, dass Sein Ein­grei­fen nicht not­wen­dig ist. Der Dechant ließ sich nicht davon abbrin­gen und mein­te wei­ter, dass Papst Fran­zis­kus ein ganz groß­ar­ti­ger Papst sei und Judas ein Teil­neh­mer am Erlö­sungs­werk Got­tes den man nicht ver­ur­tei­len sol­le. Ich ant­wor­te­te, dass man auch in mora­lisch ver­werf­li­cher Wei­se im Ursäch­lich­keits­zu­sam­men­hang ste­hen kann, wie etwa Pon­ti­us Pila­tus und erin­ner­te an das Wort von Jesus “ aber wehe dem, durch den dies in Erfül­lung geht, es wäre bes­ser für ihn wenn er nie gebo­ren wäre“ und dass es sehr ver­ant­wor­tungs­los sei , wenn ein Prie­ster so redet. Da sag­te er nichts mehr, wir bete­ten noch sehr ober­fläch­lich und er ging ohne Segensspendung.

      • „Da sag­te er nichts mehr, wir bete­ten noch sehr ober­fläch­lich und er ging ohne Segensspendung.“
        Hät­ten sie ihm gesagt das die Höl­le leer ist und Luzi­fer die­sen Raum nur zur Medi­ta­ti­on nutzt um in sei­ner Unzu­frie­den­heit über das Erlö­sungs­werk mit Chri­stus unge­stört hadern zu kön­nen hät­te er den Segen bestimmt nicht ver­ges­sen. Die haben sich ihren Chri­stus so zusam­men­ge­ba­stelt das sie gefahr­los jedes Pferd auf die­ser Welt rei­ten kön­nen. Wenn einer von dem rich­ten­den Gott spricht blä­hen sich ihre Backen denn das mögen sie nicht. Die Zeit ist wirk­lich ernst, hof­fent­lich wird sie abgekürzt.
        Per Mari­am ad Christum.

  5. Wenn man sich über­legt, wie wich­tig es für den geist­li­chen Stand und des­sen Aus­übung des Opfer­dien­stes am Altar ist, um Rein­heit und Keusch­heit zu rin­gen, muss die­se Rechts­än­de­rung gemes­sen am höch­sten aller Kri­te­ri­en, näm­lich dem der Gott­ge­fäl­lig­keit des Kul­tes, als Rück­schritt gewer­tet werden.

    • War­um soll­te der Kult Gott weni­ger wohl­ge­fäl­lig sein, wenn er — wie in den unier­ten Ost­kir­chen stets Gesetz gewe­sen — von einem ver­hei­ra­te­ten Prie­ster dar­ge­bracht wird?

      • Wie kom­men Sie dar­auf, dass ver­hei­ra­te­te Prie­ster in den Ost­kir­chen „stets Gesetz gewe­sen“ sein sollen?

  6. Bei einem Auf­ent­halt in Bul­ga­ri­en fiel mir auf, was es bedeu­tet, (fast) nur ver­hei­ra­te­te Prie­ster zu haben: Got­tes­dien­ste fin­den nur am Sonn­tag statt — kei­ne Hl. Mes­sen am Werk­tag! War­um? Für ver­hei­ra­te­te Prie­ster gilt ein Ent­halt­sam­keitge­bot von drei Tagen, ehe man wie­der an den Altar tre­ten darf, und zwi­schen­durch muss man ja auch ‚mal sei­nen ehe­li­chen Pflich­ten nach­kom­men! Die glei­che Rege­lung gibt es übri­gens auch für unse­re Dia­ko­ne — nur wis­sen die wenig­sten davon! Weiß unser Papst Fran­zis­kus, dass es eine sol­che dis­zi­pli­na­ri­sche Ord­nung gibt? Ich bezweif­le das — und wenn — schnell ist auch davon eine Dis­pens erteilt!

    • Die Kir­che hat aus gutem Grund die Sonn­tags­pflicht eingeführt. 

      Man muss als Laie unter der Woche — Hoch­fe­ste aus­ge­nom­men — nicht in die Hei­li­ge Mes­se gehen.

    • Sie beschrei­ben es sehr gut. Wochen­tags kei­ne Lit­ur­gien. Besten­falls am Don­ners­tag der aka­thi­stos hymnos.
      Der Wunsch nach Dis­pens vom Zöli­bat hat noch tie­fer gehen­de Grün­de als die Ein­sam­keit der Prie­ster­schaft, wel­che damit zu über­win­den gedenkt..

  7. Es ist doch mehr als auf­fäl­lig, dass die mei­sten abge­fal­le­nen katho­li­schen Prie­ster, wel­che den Zöli­bat bre­chen, aber trotz­dem „Seel­sor­ger“ blei­ben wol­len, nicht zu den Ortho­do­xen gehen, son­dern zu den Pro­te­stan­ten oder Alt­ka­tho­li­ken. Das zeigt, dass sie nicht nur vom Zöli­bats­ver­spre­chen abge­fal­len sind, son­dern auch vom Glauben.

    • Bei den Ortho­do­xen ist es nicht so, dass „Prie­ster hei­ra­ten dür­fen“, wie vie­le mei­nen, son­dern dass Ver­hei­ra­te­te zum Prie­ster geweiht wer­den kön­nen. Ein­mal Prie­ster gewor­den, ist es aus mit dem Heiraten.
      Da die katho­li­sche Prie­ster­wei­he bei den Ortho­do­xen als gül­tig aner­kannt ist, dürf­ten kon­ver­tier­te Prie­ster auch bei den Ortho­do­xen nicht hei­ra­ten, son­dern müss­ten wei­ter zöli­ba­tär leben. Somit bringt einem Prie­ster, der tat­säch­lich hei­ra­ten möch­te, ein Über­tritt zu den Ortho­do­xen genau gar nichts.

  8. Auf­fäl­lig ist auch, dass es die­se berühm­ten Son­der­re­ge­lun­gen für die Ortho­do­xen schon immer und ewig gab, solan­ge bis Johan­nes XXIII. beschloss, den Zöli­bat für alle unier­ten Prie­ster auf dem Gebiet der latei­ni­schen Kir­che ver­bind­lich zu machen.
    Übli­cher­wei­se gilt im Bereich der Ortho­do­xie so ein Prie­ster als zweit­ran­gig, das haupt­säch­li­che spi­ri­tu­el­le Leben geht von den Klö­stern aus, und die sind tat­säch­lich zöli­ba­tär und stel­len auch die Bischöfe.
    Wir haben also wie­der die Situa­ti­on, dass Fran­zis­kus einer­seits jeman­den hei­lig spricht (Johan­nes XXIII) und dann das Gegen­teil von dem ver­ord­net, was der Hei­lig­ge­spro­che­ne wollte.

    Um es mal zynisch aus­zu­drücken, die Kir­che will in Ein­heit mit der Welt schein­bar nur, dass Homo­se­xu­el­le und Prie­ster hei­ra­ten, alle ande­ren sol­len sich mög­lichst schnell schei­den las­sen können.

    Einer­seits wenn wir so die Erklä­run­gen die die wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen zur Kom­mu­ni­on zulas­sen wol­len, uns so zu Gemü­te füh­ren, so lässt sich fest­stel­len so ne Ehe ist schein­bar was ganz schlim­men, schwe­res, zum Schei­tern ver­ur­teil­tes, und dann sol­len die Prie­ster es bes­ser hinkriegen?
    Wie denn?

  9. Wie bei der Zweit­ehe sind auch die ver­heir­te­ten Prie­ster des Osten (Ortho­do­xe) ein Beweis, dass die katho­li­sche Kir­che die wah­re Kir­che ist, weil sie die Glau­bens­wahr­heit rei­ner bewahrt hat. Die Ortho­do­xen erlau­ben Zweit- und Dritte­hen und ver­hei­ra­te­te Män­ner zu Prie­stern zu wei­hen. Sie tun es aber auf eine ein­schrän­ken­de Art, die besagt, dass sie genau wis­sen, dass das letzt­lich nicht die Voll­form ist, die die Wahr­heit ver­langt. Die Zweit­ehe ist mehr ein Buss­ri­tus mit abge­dun­kel­tem Licht, nix mehr mit Freu­den­fest. Das geist­li­che Leben der Ortho­do­xie sind die zöli­ba­tä­ren Klö­ster, wo auch die Bischö­fe her­kom­men. Der ver­hei­ra­te­te Weltk­le­rus ist nur zwei­te Kate­go­rie wie eben die Zweit­ehe und eine zweit­klas­si­ge Ehe­schlie­ßung ist. In bei­den Fäl­len schließt man aus dem Ver­hal­ten, dass es auch im Osten ein­mal anders war, man aber — wohl unter Druck — bei man­chen Fra­gen nach­ge­ben hat und das auch gewis­ser­ma­ssen als Makel empfindet.
    Es gibt also kei­nen ver­nünf­ti­gen Grund der latei­ni­schen Kir­che, die­sem Bei­spiel zu fol­gen. Man strebt zu Höhe­rem und nicht zu Nie­de­rem. Die Wahr­heit ist oben nie unten. Die Ortho­do­xen kön­nen uns also mit ihrem Bei­spiel hel­fen, das Wah­re zu erken­nen. Unse­re Auf­ga­be ist es, die Wahr­heit zu bewah­ren. Wir kön­nen und sol­len den Ortho­do­xen hel­fen, zur vol­len Wahr­heit zurückzukehren.

    • Stimmt, man bemerkt bei den Ortho­do­xen die Halb­her­zig­keit in die­sen Fra­gen der Ehe­mo­ral. Das Vor­bild muß der zöli­ba­tä­re Prie­ster der latei­ni­schen Kir­che sein, nicht der ver­hei­ra­te­te einer Ost­kir­che, egal ob katho­lisch oder ortho­dox. Die Ehe­mo­ral der Kir­che ist und bleibt die ver­ant­wor­tungs­voll­ste Form des Umgangs mit der mensch­li­chen Sexualität.

  10. Die „zöl­ba­tä­re“ Lebens­form, leben alle, die nicht ver­hei­ra­tet sind und die, die ver­hei­ra­te­tet sind, leben sie teil­wei­se, wenn sie ver­ant­wort­lich leben. In der Ewig­keit wer­den alle stän­dig „zöli­ba­tär“ leben! Es ist das Bes­se­re, die­se Lebens­form schon auf Erden zu beginnen.
    In unse­rer „Modernen“=sexualisierten Welt, die den Göt­zen Lust anbe­tet, ist es offen­sicht­lich das Schlimm­ste, was vor­stell­bar ist ohne „Lust“ zu leben. Und damit man alle belü­gen kann, dass es ohne stän­di­ge Lust nicht geht, soll die letz­te? Basti­on fallen!.
    Die heu­ti­ge dekan­d­en­te Welt kennt weder die ehe­li­che Hin­ga­be, noch den Ver­zicht um des Him­mel­rei­ches wil­len, sie lebt ohne Zukunft, nur wie ein Tier in der Gegen­wart und zer­stört ihre Zukunft. Das ist der brei­te Weg und wohin der führt wis­sen wir.

    • Ver­ehr­te Bar­ba­ra, Ihre Sicht der zöli­ba­tä­ren Lebens­form möch­te ich nicht kom­men­tie­ren, vor­treff­lich cha­rak­te­ri­sie­ren Sie im Anschluß dar­an die so genann­te moder­ne Lebens­form, die den Kon­sum der zitier­ten „Lust“ qua­si zum Dog­ma gemacht hat. .
      Zwar sag­te schon Tho­mas von Aquin, daß in uns „die Lust der Tie­re lebe, aber auch die Lust der Engel. Bei­de zugleich.“ Lei­der hat unse­re Welt Schlag­sei­te bekom­men und ist ganz ein­sei­tig „tie­risch“ gewor­den und die Lust der Engel hat sich verflüchtigt.

  11. Erz­bi­schof Wolf­gang Haas über die Gna­den­ga­be Zölibat:
    -
    „Der Zölibat, 
    also die Ehe­lo­sig­keit des Prie­sters um des Him­mel­rei­ches willen,
    ist eine 
    unver­zicht­ba­re Gna­den­ga­be für das Leben der Kirche.
    Er ist dem katho­li­schen Prie­ster­stand wahr­haft angemessen 
    und von der Kir­che als Geschenk des Hei­li­gen Gei­stes stets hoch­ge­hal­ten worden.
    Dies wird auch wei­ter­hin so sein und bleiben
    Der Zöli­bat ist näm­lich ein unver­kenn­ba­res Zei­chen für die
    Ganz­hin­ga­be an den gött­li­chen Hei­land und sei­ne Kirche.
    Er ist von schön­stem und tief­stem Sinn, wenn wir wirk­lich an das ewi­ge Leben glauben:
    an den Him­mel, wo — wie Jesus selbst sagt ‑nicht mehr gehei­ra­tet wird. 
    Die Ehe gehört der zeit­li­chen Ord­nung an;
    das zöli­ba­tä­re Prie­ster­tum verweist
    ein­deu­tig auf die ewi­ge Voll­endung im Himmel.
    Die freud­voll und kon­se­quent geleb­te Ehe­lo­sig­keit des Priesters 
    ist das aus­drucks­star­ke Zei­chen des Prie­sters auf ewig, der ver­wan­delt ist und voll­endet sein will für den, der ihn
    beru­fen und erwählt, geweiht und gesandt hat.“
    -

  12. Ber­go­glio tut, was er kann. Sei­ne Kol­le­gia­li­tät ist er sel­ber. Die Uni­ier­ten sol­len Vor­rei­ter spie­len. Am besten wäre es, es gäbe nur Katho­li­ken ohne Son­der­sta­tus ob alt­her­ge­bracht oder nicht.

    • Ich ver­ste­he die Auf­re­gung nicht, wird hier doch einer Not­wen­dig­keit Rech­nung getra­gen. Durch die gro­ßen Bevöl­ke­rungs­be­we­gun­gen brau­chen die Unier­ten des byzan­ti­ni­schen Ritus auch hier Seel­sor­ger, wie über­all. War­um soll­te für die­se eine Son­der­re­ge­lung gegen­über den Prie­stern im alten Kern­ge­biet gelten?
      Außer­dem sind gera­de die unier­ten Byzan­ti­ner feste­re Boll­wer­ke gegen Häre­sie (und für den Zöli­bat), als die mei­sten Latei­ner. Nicht umsonst haben sie sich in Öster­reich dage­gen ver­wahrt, als Argu­ment für die Abschaf­fung des Zöli­bats instru­men­ta­li­siert zu werden.

  13. Lie­ber @rampolla,

    // so man­cher Kle­ri­ker könn­te sei­nen Dienst am Men­schen bes­ser in einem fami­liä­ren Umfeld ausführen //

    Der Dienst des Kle­ri­kers nährt sich aus der Nähe zu Gott, nicht aus der Nähe oder dem Ver­ständ­nis eines fami­liä­ren Umfel­des. Er kann eben kei­nen frucht­ba­ren Dienst am Men­schen lei­sten, wenn er nicht am Wein­stock Jesu Chri­sti bleibt. Nur durch die Nähe zu IHM, in der Gleich­för­mig­keit des Leben und der Tugen­den Jesu Chri­sti, ins­be­son­de­re im hl. Mess­op­fer, befä­higt den Prie­ster erst zum rech­ten Dienst am Menschen.
    Mag sein, dass Sie dies viel­leicht als etwas außer­halb der Welt betrach­ten, allein SEIN Reich ist ja nicht von die­ser Welt. Wer Gott über alles liebt, wird ihn auch in allem den Vor­rang geben und viel Ent­sa­gun­gen auf sich nehmen.

    Wenn Sie aber damit sagen woll­ten, dass eini­ge Kle­ri­ker bes­ser Lai­en geblie­ben wären, muss ich Ihnen Recht geben.

  14. So viel ich bis jetzt ver­stan­den habe haben die Grie­chisch Katho­li­schen Chri­sten, sprich “ Die Uni­ier­ten“ , d. h. die mit Rom Uni­ier­ten ‚( in der Erz­diö­ze­se Wien ist der jewei­lig amtie­ren­de röm.kath. Bischof zustän­dig) schon immer das Recht gehabt den Ortho­do­xen Ritus bei­zu­be­hal­ten, der auch unver­än­dert das Sakra­ment des Alta­res, wie von Chri­stus ein­ge­setzt, in bei­den Gestal­ten den hin­zu­tre­ten­den Gläu­bi­gen spen­det. Ein Prie­ster­amt­skan­di­dat muß v o r der Prie­ster­wei­he hei­ra­ten — dann bleibt er nach der Prie­ster­wei­he Welt­prie­ster, nach der Prie­ster­wei­he kann n i c h t mehr gehei­ra­tet wer­den, was dann unse­ren Ordens­prie­stern ent­spricht. Und auch nur die­se sind „offen“ für eine even­tu­el­le Bischofs­wei­he. Die Ehe­frau eines ortho­do­xen bzw. mit Rom uni­ier­ten Prie­sters ist aber dann Prie­ster­ehe­frau mit dem­entspre­chen­den Pflich­ten. Also kei­ne Pfarr­haus­häl­te­rin mit mög­li­cher­wei­se uner­laub­tem Nahe­ver­hält­nis .…. Eine, mei­ner Mei­nung nach sau­be­re Lösung. Und das sage ich ganz offen. Denn ein Zusam­men­le­ben von Mann und Frau unter ein und dem­sel­ben Dach ist i m m e r viel anfäl­li­ger, beson­ders wenn man sich gut ver­steht. Nicht umsonst war es in frü­he­ren Zei­ten üblich, daß in einem eige­nen Mes­ner­haus, der­sel­be ver­hei­ra­tet, und bei­de getrennt vom Pfar­rer lebten.

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