„Bischöfin“ Mayr-Lumetzberger, Kremsmünster und der Zustand der Kirche Österreichs

"Bischöfin" Mayr-Lumetzberger 2008 bei einer null und nichtigen Trauung in einer österreichischen Kirche
„Bischö­fin“ Mayr-Lumetz­ber­ger 2008 bei einer null und nich­ti­gen Trau­ung in einer öster­rei­chi­schen Kir­che

(Wien) Zuletzt war es ziem­lich still um sie gewor­den. Der Schein trog. Nun ist die bereits vor zwölf Jah­ren exkom­mu­ni­zier­te Öster­rei­che­rin Chri­sti­ne Mayr-Lumetz­ber­ger, selbst­er­nann­te „Prie­ste­rin“ und – wenn schon denn schon – „Bischö­fin“ wie­der in die Medi­en gera­ten. Den Skan­dal ent­hüll­te der bri­ti­sche Dai­ly Tele­graph, der auch einen dunk­len Schat­ten auf den öster­rei­chi­schen Epi­sko­pat und das älte­ste Bene­dik­ti­ner­klo­ster Öster­reichs wirft.

Wie der Dai­ly Tele­graph berich­tet, soll Mayr-Lumetz­ber­ger, obwohl exkommun­ziert, regel­mä­ßig alle vier­zehn Tage an lit­ur­gi­schen Zere­mo­nien im Bene­dik­ti­ner­stift Krems­mün­ster in Oberöer­ster­reich, Diö­ze­se Linz teil­neh­men. Die Bischö­fe, weder der Orts­bi­schof noch die Bischofs­kon­fe­renz, haben bis­her kei­ner­lei Maß­nah­men dage­gen ergrif­fen. Die Ordens­kon­gre­ga­ti­on in Rom weiß nichts von den Spek­ta­keln?

Mayr-Lumetzberger „zelebriert“ alle zwei Wochen im Stift Kremsmünster?

Selbsternannte Kasperle-Bischöfin "zelebriert" auf freiem Feld
Selbst­er­nann­te Kas­per­le-Bischö­fin „zele­briert“ auf frei­em Feld

Der Skan­dal voll­zieht sich in Öster­reich und der Orts­bi­schof, wie es scheint, hat nichts dazu zu sagen? Die Nach­richt muß­te über Eng­land bekannt­wer­den, um genau zu sein, durch den Dai­ly Tele­graph. Ein Jour­na­list der bri­ti­schen Zei­tung such­te Mayr-Lumetz­ber­ger auf, die ihm ent­spre­chen­de Fotos zeig­te, wie sie Sei­te an Sei­te mit katho­li­schen Prie­stern in Öster­reichs Kir­chen „Got­tes­dien­ste“ zele­briert und Sakra­men­te spen­det. Oder ein Bild, das sie (in prie­ster­li­chem Gewand?) neben einem Bene­dik­ti­ner aus Krems­mün­ster zeigt. Anlaß war die Begräb­nis für einen ande­ren Mönch des Klo­sters. Alles nur halt­lo­se Ange­be­rei?

Die Klo­ste­robe­ren, der seit 2007 amtie­ren­de Abt Ambros Ebhart und der seit 2013 amtie­ren­de Pri­or Pater Maxi­mi­li­an Berg­mayr gaben sich über­rascht nach dem Erschei­nen des Dai­ly Tele­graph und erklä­ren, nichts von alle­dem zu wis­sen.
2009 hat­te Abt Ebhart erklä­ren las­sen, daß Mayr-Lumetz­ber­ger auf Wunsch der Fami­lie einer aus der Kir­che aus­ge­tre­te­nen Ver­stor­be­nen, an deren Begräb­nis teil­ge­nom­men habe, aber weder „kon­ze­le­briert“ noch die Kom­mu­ni­on erhal­ten hab. Das war 2009. Und nun?

Das Versagen von Bischöfen und Priestern

2002 ließ sich Mayr-Lumetz­ber­ger mit sechs ande­ren Katho­li­kin­nen zu „Prie­ste­rin­nen“ wei­hen. Ein Akt des femi­ni­sti­schen Unge­hor­sams, mit dem sie der Kir­che ihren Wil­len auf­zwin­gen woll­ten. Damit ver­fie­len alle Betei­lig­ten der Exkom­mu­ni­ka­ti­on, Mayr-Lumetz­ber­ger offi­zi­ell seit dem 22. August 2002. Im Dai­ly Tele­graph ver­wirrt sich Mayr-Lumetz­ber­ger mit der Aus­sa­ge: „Seit ich Kind war, füh­le ich mich von Gott zum Prie­ster­tum beru­fen und ich woll­te Prie­ster wer­den, bevor ich ster­be. Das wäre unmög­lich gewe­sen, wenn ich gewar­tet hät­te, daß die männ­li­chen Prie­ster das ent­schei­den.“ Die selbst­er­nann­te „Bischö­fin“ gehör­te in jün­ge­ren Jah­ren für eini­ge Zeit einem Bene­dik­ti­ne­rin­nen­or­den an.

Erst ein­mal zur Prie­ste­rin „geweiht“, woll­te Mayr-Lumetz­ber­ger jedoch mehr und ließ sich auch zur Bischö­fin „wei­hen“. Zumin­dest behaup­tet sie das. Wie zwei­fel­haft Mayr-Lumetz­ber­ger ihre eige­ne „Wei­he“ hal­ten muß, geht aus der Aus­sa­ge her­vor, sie habe sich gleich von „mehr als einem Bischof“ wei­hen las­sen. Ihre kryp­ti­sche Anspie­lung ist so for­mu­liert, daß man her­aus­le­sen könn­te, es hät­ten sie nicht nur irgend­wel­che obsku­re, selbst­er­nann­te „Bischö­fe“ außer­halb der apo­sto­li­schen Suk­zes­si­on geweiht, son­dern geheim auch rich­ti­ge Bischö­fe der Katho­li­schen Kir­che. „Es war deren Idee, nicht mei­ne“. Namen die­ser angeb­li­chen Bischö­fe nennt sie aber kei­ne. Angeb­lich um die­se vor Sank­tio­nen durch Rom zu schüt­zen.

Der Linzer Kirchensumpf und die „Frau Bischöfin“

"Bischöfinnen" unter sich. Mayr-Lumetzberger links im Bild (Virtuelle Diözese)
„Bischö­fin­nen“ unter sich. Mayr-Lumetz­ber­ger links im Bild (Vir­tu­el­le Diö­ze­se)

Nur am Ran­de sei erwähnt, daß die Diö­ze­se Linz angeb­lich ihre „Aus­bil­dung“ zum Prie­ster­tum finan­ziert haben soll. Die „Prie­ste­rin­nen­wei­he“ Mayr-Lumetz­ber­gers fand wäh­rend der Amts­zeit des heu­ti­gen Alt-Bischofs Maxi­mi­li­an Aichern von Linz statt, der 2002 schar­fe Kri­tik an der „Wei­he“ übte. Die Bischö­fe Küng (damals Feld­kirch) und Laun (Salz­burg) spra­chen von einem „Ver­bre­chen“.

Chri­sti­ne Mayr-Lumetz­ber­ger hin­ge­gen erklär­te dem Dai­ly Tele­graph, daß die „mei­sten katho­li­schen Prie­ster in Öster­reich sehr freund­lich“ zu ihr sei­en und sie als „Frau Bischö­fin“ anspre­chen wür­den. Grö­ßen­wahn?

Fotos von „Bischöfin“ Mayr-Lumetzberger in liturgischen Gewändern

Dem bri­ti­schen Jour­na­li­sten leg­te sie zahl­rei­che Fotos vor, die sie in lit­ur­gi­schen Bischofs­ge­wän­dern zei­gen wie sie Tau­fen spen­det, Ehen schließt und Begräb­nis­se zele­briert und das alles in katho­li­schen Kir­chen ver­streut über ganz Öster­reich. So wie ihre „Wei­hen“ ungül­tig sind, sind laut Kir­chen­recht auch sämt­li­che Hand­lun­gen von ihr ungül­tig. Ihre „Zele­bra­tio­nen“ sind damit besten­falls bedeu­tungs­lo­se Schau­spiel und Selbst­dar­stel­lung. Wenn sie Gül­tig­keit vor­gau­keln, han­delt es sich sogar um Betrug.

In den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren habe Mayr-Lumetz­ber­ger alle zwei Wochen im lit­ur­gi­schen Gewand am Altar des älte­sten Bene­dik­ti­ner­klo­sters Öster­reichs gestan­den, wie sie dem Jour­na­li­sten erzähl­te. In Krems­mün­ster habe sie zele­briert und kon­ze­le­briert. Und Abt und Bischof schau­ten weg?

Kardinal Braz-de-Aviz
Kar­di­nal Braz de Aviz, Prä­fekt der Ordens­kon­gre­ga­ti­on

Wird Ordenskongregation eingreifen?

Der Dai­ly Tele­graph hat den Skan­dal ent­hüllt. Ein Ein­grei­fen der Ordens­kon­gre­ga­ti­on in Sachen Krems­mün­ster wird erwar­tet. Kar­di­nal­prä­fekt Braz de Aviz, der knall­hart gegen den kir­chen­treu­en Orden der Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta vor­geht, kann kaum weg­schau­en, soll­ten sich die Behaup­tun­gen bestä­ti­gen, wenn ein Klo­ster wie Krems­mün­ster in solch skan­da­lö­sem Aus­maß die Sakra­men­te, vom Wei­he­sa­kra­ment über das hei­lig­ste Altarsa­kra­ment mit Füßen tritt und erschüt­tern­den Betrug am gläu­bi­gen Volk übt.

Glei­ches gilt bezüg­lich ande­rer Betei­lig­ter, Prie­ster und Orden, die Mayr-Lumetz­ber­ger Kir­chen zur Ver­fü­gung stell­ten, um das Ehe- und Taufsa­kra­ment nach­zu­äf­fen und ande­re „Sakra­men­ten­spen­dun­gen“, die wert­los, da ungül­tig sind.

Wird Rom auch klä­ren, wel­che Ver­ant­wor­tung die Bischö­fe trifft, die einem Schein­frie­den hul­di­gend, in ihren Diö­ze­sen und Pfar­rei­en kaum faß­ba­re lit­ur­gi­sche Skan­da­le und von der kirch­li­chen Leh­re abwei­chen­de Hal­tung dul­den, so daß sich das Erschei­nungs­bild der Kir­che immer mehr in eine heil­lo­se Ver­wir­rung ver­strickt?

Text: Mar­tha Weinzl
Bild: Vir­tu­el­le Diözese/Daily Tele­graph (Screenshot)/La Stam­pa

28 Kommentare

  1. Jetzt über­for­dert mal den armen Kar­di­nal Braz de Aviz nicht, der ist mit den Fran­zis­ka­nern doch voll aus­ge­la­stet…

  2. Ent­we­der die behaup­te­te Zele­bra­ti­on ist öffent­lich. Dann kann sich jeder­mann inner­halb von 2 Wochen davon über­zeu­gen. Dem scheint aber nicht so zu sein, sonst wüss­te nicht nur der Dai­ly Tele­graph davon.
    Oder sie geschieht heim­lich. Dann han­delt es sich um ein frag­wür­di­ges Ver­klei­dungs­spiel von frag­wür­di­gen Per­sön­lich­kei­ten und ist für die Öffent­lich­keit irrele­vant.
    Oder sie ist eine Zei­tungs­en­te.
    Also ver­gesst es…

    • nein, wenn wirk­lich katho­li­sche Kir­chen dafür zur Ver­fü­gung gestellt wer­den, kann man es nicht ein­fach ver­ges­sen, denn dann fin­det, geneh­mig­ter­ma­ßen, ein Teu­fels­werk in der Kir­che statt.

  3. Öster­reich ist abge­fal­len!
    Übri­gens hol­te man sich aus Öster­reich sehr vie­le Unter­schrif­ten von Ordens­leu­ten (bei denen man zuvor Gehirn­wä­sche gemacht hat) die Papst Bene­dikt XVI. zum Rück­tritt auf­for­der­ten. Hier habe ich eine Segens­fei­er gefun­den, die gera­de statt­ge­fun­den hat für Geschie­de­ne und Getrenn­te: https://www.youtube.com/watch?v=824NDNN_t88
    Öster­reich und auch die Schweiz, wie auch Deutsch­land sind sehr „modern“.

  4. All das wird gedu­let und viel­leicht sogar geför­dert (?) — zumin­dest von man­chen…
    Nur wenn man bei der glau­bens­treu­en Pius­bru­der­schaft eine Mes­se besu­chen will wird einem mit Exkom­mu­ni­ka­ti­on gedroht.… man fasst es ein­fach nicht, ich zumin­dest fas­se das alles nicht

    • Kas­perl­mes­se ist okay, triden­ti­ni­sche nicht, da könn­te man bei letz­te­rer ja glatt noch an die phy­si­sche Real­prä­senz zu glau­ben begin­nen, das geht aber nun wirk­lich nicht, was wür­de denn da aus der Öku­me­ne bzw. Öko­no­mie (Kir­chen­steu­er)

  5. Sind die­se Fotos nicht gestellt son­dern echt, kann dies doch nicht ohne Kon­se­quen­zen blei­ben.
    Die Bischö­fe, die Prie­ster — wann und was wer­den sie dazu sagen?
    Die Bene­dik­ti­ner im Stift Krems­mün­ster, wie haben sie reagiert?
    Aber auch die Gläu­bi­gen in der Kir­che — haben die nicht dage­gen oppo­niert, falls alles so stimmt, wie im Bei­trag geschil­dert?
    Sie hät­ten aus der Kir­che hin­aus­ge­hen kön­nen, den Bischof oder die Bischofs­kon­fe­renz dar­über infor­mie­ren müs­sen.
    Die­se von allen Betei­lig­ten geüb­te Träg­heit und Gleich­gül­tig­keit dem anma­ßen­den Ver­hal­ten die­ser Madame gegen­über ist abso­lut unver­ständ­lich.
    Eine hier aus­blei­ben­de Reak­ti­on sei­tens der Kir­che wäre unfass­bar!

  6. Für den neu­en „Chef “ in Rom, den Herrn Ber­go­glio und sei­ne Putz­trup­pe, wird zu die­sem Fre­vel kei­ne Reak­ti­on zu erwar­ten sein, denn: nach sei­ner jüng­sten „Per­le des Tages“ darf sich die Kir­che nicht auf das geschrie­be­ne Wort-Üeb­r­lie­fe­rung sprich Bibel/Katechismus fest­le­gen, bezie­hungs­wei­se ein­schlie­ssen, son­dern muss neue Weg suchen…

  7. Das Schwei­gen vie­ler Geist­li­chen gegen­über den Unver­schämt­hei­ten die­ser Per­son ist offen­bar auch eine Fol­ge der aller­orts pro­kla­mier­ten (unbarm­her­zi­gen) „Barm­her­zig­keit“ !?

    Im Jah­re 2009 hat die exkom­mu­ni­zier­te Mayr-Lumets­ber­ger in einer schau­spie­le­ri­schen Schmie­ren­tra­gö­die als „Bischö­fin“ ver­klei­det dreist und unver­schämt sel­ber nach der hl. Hostie gegrif­fen, ( auch nur mög­lich auf­grund der „Hand­kom­mu­ni­on“ !) die ihr zuvor von Bischof Schwarz ver­wei­gert wor­den war.

    Bischof Schwarz sag­te damals:
    -
    „Sie ist exkom­mu­ni­ziert. Dass sie sich die Hostie ein­fach genom­men hat, ist uner­hört.“
    -

    Die offen­bar gei­stig tief umnach­te­te Dame mein­te dann erwi­dern zu müs­sen:
    -
    „Es gibt ver­schie­de­ne Model­le der Kom­mu­ni­on
    [… ]
    Ich bin dort gewe­sen für alle Män­ner und Frau­en in ähn­li­chen Lebens­si­tua­tio­nen.“
    -

    Neh­men wir die­se ihre höh­ni­schen Aus­sa­gen als Grund­la­ge für die aktu­el­len „Neuerungs“-Gedankenspiele rund um die — Ver­wir­rung gestif­tet haben­de — Syn­ode, so dürf­ten womög­lich ähn­li­che Sze­na­ri­en der „Selbst­be­die­nung“ in ande­ren Varia­tio­nen Ein­zug hal­ten.

  8. Das geschieht eben, wenn sich ein „Bischof“ in eine Mario­net­te ver­wan­delt die die von anti­ka­tho­li­schen Ver­ei­nen wie WiSi­Ki, POA, KFB, Lai­en — Pfar­re­rinitia­ti­ve usw. am Gän­gel­band geführt wird. Der Hei­li­ge Pfar­rer von Ars sag­te der­einst:
    „Lasst eine Gemein­de zehn Jah­re ohne Prie­ster, und sie beten die Tie­re an.“ und ich möch­te hin­zu­fü­gen, „Über­gebt eine Gemein­de einen anti­ka­tho­li­schen Prie­ster und Bischof und sie wer­den inner­halb eines Jah­res alles anbe­ten nur nicht mehr Gott den Herrn“.

    Und wenn es der Vati­kan wahr­lich erst neh­men wür­de mit sei­ner „Auf­sichts­pflicht“ so hät­te die Lin­zer Diö­ze­se mit­samt den ande­ren Ö Diö­ze­sen schon vor lan­gen „Visi­tiert“ wer­den MÜSSEN.

    Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

  9. Der Hl. Cypria­nus von Car­tha­go:
    „Dei­ne Diö­ze­se ist eine ech­te Müll­ton­ne und du bist der pas­sen­de Deckel dazu“.
    Die­se knacki­ge Aus­sa­ge habe ich schon mehr­mals zitiert- ein­mal mehr paßt sie wun­der­bar zu der beschrie­be­nen Situa­ti­on.
    Was wir erle­ben ist nicht sosehr eine Kir­chen­kri­se, nicht sosehr eine Glau­bens­kri­se son­dern vor allem: eine Kri­se der Bischö­fe.
    Schwa­che Bischö­fe, selbst­ver­lieb­te Lai­en­gläu­bi­gen mit Gelü­sten auf ein geist­li­ches Amt, irre­ge­lei­te­te Gläu­bi­gen- das ist ein ver­hee­ren­der Cock­tail.

    • „Schwa­che Bischö­fe, selbst­ver­lieb­te Lai­en­gläu­bi­gen mit Gelü­sten auf ein geist­li­ches Amt, irre­ge­lei­te­te Gläu­bi­gen- das ist ein ver­hee­ren­der Cock­tail.“
      Kurz, prä­gnant und voll zutref­fend. Bes­ser kann man das Toll­haus vor Chri­stus nicht beschrei­ben.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

  10. Im Dezem­ber 1991 erschien in der Zei­tung „N.D. des Vic­toires“, South Dako­ta, USA, ein Arti­kel. Die Befeh­le der Frei­mau­rer haben fol­gen­den Wort­laut:
    1. Die Mes­se (von Pius V.) ist einer pro­te­stan­ti­schen ´Mes­se´ anzu­glei­chen; der Zele­brant soll gegen das Volk schau­en. 2. Die latei­ni­sche Spra­che ist suk­zes­si­ve abzu­bau­en, die Knie­beu­ge und das Nie­der­knien in der Kir­che sol­len nicht mehr erlaubt wer­den. 3. Lai­en und vor allem Frau­en sind aus­zu­wäh­len, um am Altar zu spre­chen und die Kom­mu­ni­on (in die Hand) aus­zu­tei­len. 4. Die pri­va­te Beich­te und die Beich­te im Beicht­stuhl haben auf­zu­hö­ren; ein­ge­führt wird die Buß­fei­er. 5. Über Höl­le, Fege­feu­er und das ewi­ge Leben im Him­mel darf nie mehr gespro­chen wer­den. 6. Nach dem Kon­zil dür­fen Erschei­nun­gen der hl. Maria, des hl. Micha­el oder ande­rer Hei­li­ger nicht mehr aner­kannt wer­den. 7. Die Kir­chen­au­to­ri­tä­ten, wel­che an die Erschei­nungs­or­te gehen und die Bot­schaf­ten ver­brei­ten, wer­den mit Exkom­mu­ni­ka­ti­on wegen Unge­hor­sams bedroht. 8. In der Pre­digt ist von der Lie­be zwi­schen den Men­schen und nicht mehr von der Lie­be Got­tes zu spre­chen. 9. Kin­der sol­len vor ihrer ersten hl. Kom­mu­ni­on nicht mehr beich­ten. 10. Über die Hei­li­gen darf auf der Kan­zel nicht mehr gespro­chen wer­den, außer wenn die­se im Evan­ge­li­um erwähnt wer­den. 11. Alle pri­va­ten Gebet­bü­cher haben zu ver­schwin­den, alle Kate­chis­men sind zu ver­bren­nen … 12. Die Kir­chen klei­ne­rer Pfar­rei­en sind zu schlie­ßen. 13. Die Reli­qui­en von Hei­li­gen sind von den Altä­ren zu ent­fer­nen. Die Mes­se soll auf einem Tisch oder einem Brett zele­briert wer­den. 14. Hin­ter dem Mess­tisch ist ein Stuhl hin­zu­stel­len, damit der Prie­ster nach der Kom­mu­ni­on wie nach einer Mahl­zeit sit­zen kann. Gleich­zei­tig sind auch die Leu­te zum Sit­zen zu zwin­gen. 15. In der Kir­che soll der Rosen­kranz nicht mehr gebe­tet wer­den, auch nicht die Lita­nei­en von Maria, vom Her­zen Jesu und von den Hei­li­gen. 16. Die Macht des Pap­stes ist durch Mani­pu­la­ti­on und per­ma­nen­te Syn­oden (Ver­samm­lun­gen der Bischö­fe und Kol­le­gia­li­tät) zu ent­kräf­ten. 17. Die Auto­ri­tät des Prie­sters ist durch Lai­en­grup­pen zu ent­kräf­ten, wel­che ihn bera­ten und füh­ren. 18. Die römi­sche Kurie ist neu zu orga­ni­sie­ren, damit die Kar­di­na­le für den Gegen­papst stim­men kön­nen, wel­cher dann als Dik­ta­tor regie­ren wird. 19. In die­ser Art ist eine neue Reli­gi­on zu grün­den, eine Mischung aus allen Reli­gio­nen der Welt. Die Chri­sten wer­den gezwun­gen, ohne Kri­tik zu gehor­chen. 20. Die Nicht­teil­nah­me an der Sonn­tags-Mes­se darf nicht mehr als schwe­re Sün­de behan­delt wer­den. 21. Aus den Kir­chen sind die Sta­tu­en des hl. Micha­el und der ande­ren Hei­li­gen zu ent­fer­nen. 22. Die Exor­zi­sten, wel­che die Dämo­nen der Beses­se­nen weg­schaf­fen, sind zu eli­mi­nie­ren. Dage­gen ist zu ver­brei­ten, dass der Dämon nicht exi­stiert. Man wird nach­her nicht mehr an die Höl­le glau­ben. 23.Reduziert die Beru­fun­gen zum Prie­ster dadurch, daß die Lai­en die Ehr­furcht vor ihnen ver­lie­ren. Ein Skan­dal eines Prie­sters in der Öffent­lich­keit wird Tau­sen­de Beru­fun­gen ver­nich­ten. Lobt abge­fal­le­ne Prie­ster, die wegen der Lie­be zu einer Frau, alles auf­ge­ge­ben haben. Nennt sie hero­isch, hel­den­haft. Ehrt die lai­sier­ten Prie­ster als wah­re Mär­ty­rer, die so unter­drückt wur­den, daß sie es nicht län­ger ertra­gen konn­ten. 24. Ver­ur­teilt es auch als einen Skan­dal, daß unse­re Frei­mau­rer­brü­der im Prie­ster­amt bekannt gemacht und ihre Namen ver­öf­fent­licht“ wer­den sol­len. Seid tole­rant gegen die Homo­se­xua­li­tät bei Prie­stern. Sagt den Men­schen, daß die Prie­ster ein­sam sind. 25. Erlaubt kei­ne Gebe­te für den Papst oder zu Maria, da sie die Öku­me­ne ent­mu­ti­gen. Ver­kün­det, dass die Orts­bi­schö­fe die zustän­di­gen Auto­ri­tä­ten sind. Sagt, dass der Papst nur eine Reprä­sen­ta­ti­ons­fi­gur ist. Sagt den Men­schen, das Leh­ren des Pap­stes die­ne nur der Unter­hal­tung, habe aber sonst kei­ne Bedeu­tung. 26. Greift die Auto­ri­tät des Pap­stes an, indem ihr eine Alten­gren­ze sei­nes Amtes fest­setzt. Setzt sie all­mäh­lich her­ab. Sagt, dass ihr ihn vor der Über­ar­bei­tung bewah­ren wollt. 27. Seid kühn. Schwächt den Papst, indem ihr Bischofs­syn­oden ein­rich­tet. Der Papst wird dann nur eine Reprä­sen­ta­ti­ons­fi­gur sein, wie in Eng­land, wo das Ober- und Unter­haus regie­ren und die Köni­gin von dort ihre Befeh­le bekommt. Dann schwächt die Auto­ri­tät des Bischofs, indem ihr eine Gegen­in­sti­tu­ti­on auf Prie­ster­ebe­ne errich­tet. Sagt, die Prie­ster bekom­men so die Aner­ken­nung, die sie ver­die­nen. 28. Dann schwächt die Auto­ri­tät des Prie­sters durch Auf­stel­len von Lai­en­grup­pen, die den Prie­ster beherr­schen. Es wird soviel Hass dadurch ent­wickelt, dass sogar Kar­di­nä­le die Kir­che ver­las­sen, so dass sie, die Kir­che nun demo­kra­tisch ist. 29. Redu­ziert die Beru­fun­gen zum Prie­ster dadurch, dass die Lai­en diel Ehr­furcht vor ihnen ver­lie­ren. Ein Skan­dal eines Prie­sters in der Öffent­lich­keit wird Tau­sen­de Beru­fun­gen ver­nich­ten.

  11. Zwei Din­ge ärgern mich in die­ser cau­sa. Erstens schreibt ein eng­li­scher Jour­na­list genüss­lich über die­se Ange­le­gen­heit — ich ver­mu­te, um der hl. kath. Kir­che eins aus­zu­wi­schen, oder auf der Suche dar­zu­le­gen, dass bald die Pra­xis der abge­fal­le­nen Angli­ka­ner auch uns errei­chen möge. Zwei­tens: die arme fehl­ge­lei­te­te Lai­en­bi­schö­fin Mayr war Ordens­frau. Die deut­sche Kir­che, wie auch offen­bar jene Oester­reichs, hat sich m.E. von der Säku­la­ri­sa­ti­on bezw. dem Jose­fi­nis­mus kul­tu­rell und vor allem spi­ri­tu­ell nicht mehr auf­fan­gen kön­nen oder ist wie­der dort­hin zurück­ge­fal­len. Ich war in den 60er Jah­ren einst ein­ge­la­den zu einer escha­to­lo­gi­schen Tagung der Bene­dik­ti­ner und Bene­dik­ti­ne­rin­nen im Nor­den Deutsch­lands. Neben vie­len wert­vol­len aus­ge­tausch­ten Glau­bens­er­fah­run­gen ging mir auf, wie viel Grenz­wer­ti­ges in der Luft lag — man bemüh­te sich sein eige­nes Spat­zen­hirn über den Glau­ben der hl. Kir­che zu stel­len und dies den andern als nor­mal unter­zu­ju­beln. Ich glau­be, der Urfeh­ler, der sol­che arme Fehl­ge­lei­te­te zu Fall bringt, ist das Miss­ach­ten des klö­ster­li­chen Silen­ti­um — bene­dik­ti­nisch die taci­tur­ni­tas — die Lie­be zur Schweig­sam­keit. Ein kost­ba­res unver­äu­sser­li­ches Gut der mysti­schen Got­tes­lie­be — allein mit dem Ein­zi­gen zu sein, dies in der Gemein­schaft der Gleich­ge­sinn­ten, die trägt und erhebt. Da wird oft in Dis­kus­si­ons­run­den gere­det und noch­mal gere­det, jeder, jede war­tet nur dar­auf wie­der dran zu kom­men, ohne vor­her zuge­hört zu haben. Durch sol­che Kas­ka­den der Wort­in­fla­ti­on sind vie­le Revo­lu­tio­nen und zer­stö­re­ri­sche Umwäl­zun­gen, blu­ti­ge Feh­den, Krie­ge ent­stan­den, wie der Blick in die Mensch­heits­ge­schich­te es dar­tut. Beten wir für die armen Ver­blen­de­ten, dass sie zurück­fin­den, beten wir für alle Got­tes­leu­te in den Klö­stern, dass sie aus­hal­ten allen Ver­su­chun­gen und Angrif­fen zum Trotz. Sanc­ta Maria magna mater Dei — sen­ti­ant omnes tuum juva­men inter­ve­ni pro cle­ro pro devo­to dilec­to femi­neo sexu. Ora pro nobis!

    • Aber wer­ter Micha­el, so könn­te man doch auch im Bezug auf das Rhein­land „argu­men­tie­ren“, war doch mal ein gewis­ser „pro­mo­vier­ter Pro­pa­gan­da­mensch“ ein gebür­ti­ger Rhein­län­der.
      So soll­ten wir als deutsch­spra­chi­ge & euro­päi­sche Katho­li­ken auf die­sem vie­le Län­der über­grei­fen­den und ver­bin­den­den Forum also nicht reden. Wir sind als Glie­der der Una Sanc­ta doch sowie­so erst­mal ‚katho­li­sche Kos­mo­po­li­ten‘ (soll­ten es zumin­dest sein, fin­de ich — bei allem durch­aus erlaub­ten, ja vlt. auch gebo­te­nen, sitt­lich guten & gesun­den Patrio­tis­mus oder Lokal-Patrio­tis­mus); und zugleich immer auch ‚ultra­mon­ta­ne Wahl­römer‘, was gera­de uns deut­schen Katho­li­ken in der Zeit des Kul­tur­kamp­fes nach der sog. ‚Reichs­grün­dung‘ ja immer vor­ge­hal­ten wur­de. Und es waren ja auch erst die­se Jah­re, nach den schlim­men Krie­gen von 1866 bzw. 1870/71, wel­che die von Bis­marck (man muß fast sagen, „dia­bo­lisch-genia­lisch“) ein­ge­fä­del­te end­gül­ti­ge Tren­nung zwi­schen ‚Deut­schen‘ und ‚Öster­rei­chern‘ erle­ben muß­ten. Lei­der — fin­de ich per­sön­lich, denn die­ses ’neue‘ war ja im Ggs. zum ‚alten Reich‘ von Anfang an dezi­diert ‚deutsch-natio­nal‘ und preu­ßisch-pro­te­stan­tisch domi­niert; und soviel ich weiß, hat der Hl. Stuhl die (letztl. sogar ver­fas­sungs­wid­ri­ge) ‚Erle­di­gung des Hl. Römi­schen Rei­ches‘ nach der Nie­der­le­gung der Reichs­kro­ne durch Kai­ser Franz II. völ­ker­recht­lich nie aner­kannt. Nach über 1ooo Jah­ren das letz­te Rest­chen ist ja, wenn man so will, noch der Cam­po San­to Teu­to­ni­co, glaub ich (oder?) …
      … und ganz ehr­lich: Habs­burg wäre mir per­sön­lich lie­ber gewe­sen als Hohen­zol­lern! Der seli­ge Kai­ser Karl, die Kai­se­rin Zita und SKKH Kron­prinz Erz­her­zog Otto etwa haben der Casa d’Au­stria doch Zeit ihres Lebens alle Ehre gemacht (auch wenn man viel­leicht nicht mit allen poli­ti­schen oder stra­te­gi­schen Ent­schei­dun­gen ein­ver­stan­den sein muß, dar­über kann man ja treff­lich strei­ten; aber in ihrem per­sön­li­chen & ihrem Glau­bens­le­ben waren sie doch nun wirk­lich vor­bild­lich); und lie­ber ein Dr. Otto von Habs­burg im EU-Par­la­ment, als ein Herr Mar­tin Schulz. Den Tod des Erz­her­zogs, lei­den­schaft­li­chen Par­la­men­ta­ri­ers & katho­li­schen Euro­pä­ers, emp­fand auch ich als her­ben Ver­lust. –
      Aber es schmerzt mich selbst als katho­li­schen Süd­west­fa­len (‚Johann­län­der‘ / a.d. öst­li­chen, kath. Teil des vorm. Fms. Nas­sau-Sie­gen) schon sehr, die­se vie­len fürch­ter­li­chen Mel­dun­gen auch aus Öster­reich lesen zu müs­sen, gera­de weil ich auch die­ses Land sehr mag; und mich lan­ge Zeit (und lei­der fälsch­li­cher­wei­se, wie ich jetzt erst, in die­ser Zeit, mit Ent­set­zen erfah­ren muß) immer ein biß­chen damit getrö­stet und gedacht hat­te, daß doch wenig­stens in Bay­ern und Öster­reich die katho­li­sche Welt noch wenig­stens eini­ger­ma­ßen in Ord­nung – & treu der tra­di­tio – (geblie­ben) sei. Nun muß ich erken­nen, daß es etwa im Bis­tum Linz wohl min­de­stens eben­so schlimm zugeht, wie im Bis­tum Lim­burg; und daß selbst die einst stol­zen Donau-Klö­ster scheint’s zu regel­rech­ten Vor­rei­tern & Kader­schmie­den des Ultra-Moder­nis­mus‘ gewor­den sind. Trau­rig.

      • Also, was ich sagen will, in my hum­ble opi­ni­on: (gera­de) als katho­li­sche Euro­pä­er soll­ten wir poli­tisch nie­mals natio­nal-kon­ser­va­tiv (bzw. beson­ders als Deut­sche: nie­mals ‚deutsch-natio­nal‘ und natür­lich erst­recht nicht natio­na­li­stisch) den­ken, son­dern ent­schie­den katho­lisch-wert­kon­ser­va­tiv gesinnt sein – und wenn, dann v.a. pan-euro­pä­isch, als ‚euro­päi­sche Patrio­ten‘ (im guten Sin­ne natür­lich, nicht im pein­lich-chau­vi­ni­sti­schen!!). Und ins­bes. im gan­zen deutsch­spra­chi­gen Raum vlt. eher ‚Lokal­pa­trio­ten‘ denn ‚Natio­nal­pa­trio­ten‘ sein, und uns wenn, dann eher als katho­li­sche Frie­sen und Fran­ken, Sach­sen und Schwa­ben, Nie­der­öster­rei­cher und Kärnt­ner, Salz­bur­ger und Stei­rer, Aar­gau­er und Ber­ner, Bünd­ner und Glar­ner betrach­ten (hof­fentl. hab ich mich b.d. schwei­ze­ri­schen Bezeich­nun­gen rich­tig aus­ge­drückt). Jedoch nie­mals in sol­che unsäg­li­chen & dümm­li­chen „Pief­ke- und Ösi-Clichés“ ver­fal­len, das nervt kolos­sal (und auch nicht in sol­che bescheu­er­ten, pseu­do-kuli­na­ri­schen „Käsköppe‑, Baguette‑, Paprika‑, Ziegenkäse‑, Küm­mel- oder Spa­ghet­ti-Sche­ma­ta“ – mit den Spe­zia­li­tä­ten eines Lan­des beti­telt man sich nicht, son­dern man genießt sie!^^). – Und was gera­de jenen oben erwähn­ten Inn­viert­ler betrifft – wenn ich das rich­tig erin­ne­re, hat Brau­nau nicht sogar (mehr­fach!?) gewech­selt? – Was ja ohne­hin ziem­lich irrele­vant ist; wer wür­de etwa heu­te dem christ­li­chen Geor­gi­en „vor­hal­ten“, daß es einen J. W. Sta­lin „her­vor­ge­bracht“ habe???
        Kurz­um: jeg­li­cher Chau­vi­nis­mus und Natio­na­lis­mus ist für einen Katho­li­ken ein abso­lu­tes no-go – und sowie­so eines der pro­ble­ma­tisch­sten „Erb­stücke“ gera­de des (ohne­hin in vie­ler­lei Hin­sicht höchst unse­li­gen) 19. Jhds., und da kommt eini­ges zusam­men, schon merk­wür­dig, find‘ ich (aber wor­an liegt das??): nicht nur die­ser unse­li­ge Natio­na­lis­mus, son­dern auch der Mar­xis­mus, der Dar­wi­nis­mus, über­haupt die­ser rein-posi­ti­vi­sti­sche Szi­en­ti­zis­mus und tech­ni­zi­sti­sche Mach­bar­keits- und Grö­ßen­wahn, der Athe­is­mus, Spi­ri­tis­mus, Psy­cho­ana­ly­se, Theo­so­phie und Anthro­po­so­phie, Ras­sis­mus, Anti­se­mi­tis­mus, ‚Ario­so­phie‘ und Euge­nik, die histo­risch-kri­ti­sche Exege­se, der Moder­nis­mus natür­lich, und der Kolo­nia­lis­mus, Impe­ria­lis­mus … – alles sol­che zumin­dest pro­ble­ma­ti­schen, z.T. aber wahn­wit­zi­gen und wirk­lich ver­bre­che­ri­schen Kopf­ge­bur­ten, an denen die­se Welt heu­te noch labo­riert und die noch lan­ge nicht über­wun­den sind (auch des­halb fin­de ich die­sen nai­ven, völ­lig unkri­ti­schen „Kon­zils­op­ti­mis­mus“ à la ‚Gau­di­um et spes‘ ziem­lich unver­ständ­lich, unlo­gisch und pein­lich; man hät­te es bes­ser wis­sen kön­nen und müs­sen, nach allem, was bis dahin schon gesche­hen war …).
        Das Schlim­me in der heu­ti­gen Zeit aber: wir haben (jeden­falls hier in Deutsch­land) nicht eine ein­zi­ge (zumin­dest: grö­ße­re, ein­fluß­rei­che­re) Par­tei, die wirk­lich katho­lisch- oder „auch nur“ christ­lich-wert­kon­ser­va­tiv wäre! Jeden­falls, eine gewis­se Dop­pel-Par­tei, die zumin­dest ein­mal die­sen Anspruch hat­te, hal­te ich (mitt­ler­wei­le und für mich selbst, als Katho­li­ken) für nicht mehr wähl­bar.

      • Prä­zi­sie­rung: ich mei­ne da oben natür­lich nicht, daß jeder Patrio­tis­mus per se ‚gebo­te­nen, sitt­lich gut & gesund‘ sei, son­dern mei­ne den Patrio­tis­mus (nur) dann, wenn und inso­fern er wirk­lich ’sitt­lich gut & gesund‘ (und nicht über­stei­gert) ist. Dann (und nur dann) ist er erlaubt und kann er viel­leicht sogar gebo­ten sein; ich mei­ne, sowas mal im KKK gele­sen zu haben. Also in die­sem Sin­ne eben.

      • Noch eine notw. Prä­zi­sie­rung lei­der, @ Micha­el, tut mir leid …: Ant­wort auf Ihren Kom­men­tar, geehr­ter Micha­el, ist nat. nur der aller­er­ste Satz / Ein­wand oben! Alles wei­te­re hab ich dann ein­fach so „frei wei­ter­ge­spon­nen“, ganz all­ge­mein[!], bezieht sich also nicht (mehr nur) auf Sie bzw. Ihre Wor­te; ich will und darf selbst­ver­ständ­lich nicht Ihnen per­sön­lich etwa sowas wie ‚Chau­vi­nis­mus‘ oder so unter­stel­len; tut mir leid, wenn ich durch mein „frei­es Wei­ter­spin­nen“ die­sen Ein­druck erweckt haben soll­te – war nicht mei­ne Absicht; eher „wie üblich – dumm gelau­fen“ 😉 – hät­te das bes­ser kenn­zeich­nen / sepa­rat dar­un­ter tip­pen sol­len, par­don!

      • Ja, ja, Sie haben ja völ­lig Recht, bester Ralph; wir kön­nen (bzw. ich kann) das ja als ‚ver­un­glück­ten Ver­such‘ aus­drucken, lochen und in einem gedul­di­gen Ord­ner weg­hef­ten „auf nim­mer Wie­der­se­hen“, und weg is‘ 😉 !?

  12. Die „Alt­ka­tho­li­ken“ äffen den katho­li­schen Ritus nach und ernen­nen auch „Prie­ste­rin­nen“. Chri­sti­ne Mayr-Lumetz­ber­ger wäre doch dort gut auf­ge­ho­ben. Die gan­zen Schein­ar­gu­men­te der Pro­gres­si­sten, mit der Zulas­sung von Frau­en zum Prie­ster­amt wür­de alles bes­ser lau­fen, wer­den bei den „Alt­ka­tho­li­ken“ wider­legt. Als größ­te Kon­fes­si­on der Welt mit hier­ar­chi­scher Struk­tur ist die Kir­che eben viel­fäl­ti­gen Angrif­fen ihrer Fein­de aus­ge­setzt, die sich u. a. dar­an stö­ren, daß kei­ne Frau­en dem Kle­rus ange­hö­ren kön­nen.

    • Wer wäre denn da noch über­rascht ? Wer dage­gen ist, kann sich jetzt schon als Fle­der­mäus­ler oder Holz­wurm ein­sor­tie­ren.

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