Oberrabbiner beklagt Synodenpapier: „Wir Juden leben in der Sünde? Unsere Ära ist zu Ende?“

Oberrabbiner Riccardo Di Segni und Papst Franziskus
Ober­rab­bi­ner Ric­car­do Di Seg­ni und Papst Franziskus

(Rom) Ric­car­do Di Seg­ni, der Ober­rab­bi­ner der Israe­li­ti­schen Kul­tus­ge­mein­de von Rom beklagt, daß der „Dia­log“ mit der Katho­li­schen Kir­che schwie­rig sei. Ihn beschäf­tigt ein Satz des Schluß­do­ku­ments der Außer­or­dent­li­chen Bischofs­syn­ode über Ehe und Fami­lie, die am ver­gan­ge­nen Sonn­tag zu Ende gegan­gen ist. Der Ober­rab­bi­ner stößt sich an zwei Aus­sa­gen des Doku­ments, die er als „unfreund­li­che“ Kri­tik am Juden­tum interpretiert.

Die zwei Punk­te, die den Ober­rab­bi­ner stö­ren, faßt er so zusam­men: ein­mal die Vor­stel­lung, die Juden wür­den in der Sün­de leben; zum ande­ren die Aus­sa­ge, ihre Ära sei zu Ende. Soweit die Wie­der­ga­be von Di Seg­ni. Und was steht im Abschlußbericht?

In der Rela­tio Syn­odi heißt es unter Num­mer 15: „Die­se Ver­bin­dung [zwi­schen Mann und Frau, Anm.d.Red.] wur­de durch die Sün­de beschä­digt und wur­de die geschicht­li­che Form der Ehe im Volk Got­tes, für die Moses die Mög­lich­keit gewähr­te, einen Schei­dungs­brief aus­zu­stel­len. Die­se Form war vor­herr­schend zur Zeit Jesu. Mit Sei­nem Kom­men und der Ver­söh­nung der gefal­le­nen Welt dank der durch Ihn gewirk­ten Erlö­sung, ende­te die von Moses ein­ge­lei­te­te Ära.“
Die­ser Teil des Syn­oden­be­richts wur­de mit 167 gegen 13 Stim­men von den Syn­oden­vä­tern angenommen.

Ober­rab­bi­ner Di Seg­ni ist jeden­falls ver­är­gert: „Mit einer gewis­sen Här­te in Form und Sub­stanz kom­men die Bischö­fe daher, um heu­te uns, die wir der Tora des Moses fol­gen, zu sagen, daß wir in der Sün­de wären und daß unse­re Ära zu Ende ist. Wie schwie­rig ist doch der Dialog!“

Der Arzt Ric­car­do She­mu­el Di Seg­ni ist seit 1999 Direk­tor des Col­le­gio Rab­bi­ni­co Ita­lia­no (Ita­lie­ni­sches Rab­bi­nen­kol­leg) und seit 2002 Ober­rab­bi­ner der römi­schen Juden. Wäh­rend Ober­rab­bi­ner Ita­lo Zolli ((Gebo­ren 1881 als Isra­el Anton Zol­ler in der mehr­heit­lich jüdi­schen Stadt Bro­dy im damals öster­rei­chi­schen Gali­zi­en, 1904 Über­sied­lung nach Wien und bei Kriegs­en­de nach Tri­est, das 1920 von Ita­li­en annek­tiert wur­de. Im Zuge der vom ita­lie­ni­schen Faschis­mus vor­an­ge­trie­be­nen Ita­lia­ni­sie­rung muß­te der Lehr­stuhl­in­ha­ber für Hebrä­isch und Jüdi­sche Lite­ra­tur an der Uni­ver­si­tät Padua sowie Rab­bi­ner von Tri­est und dann Ober­rab­bi­ner von Rom 1933 sei­nen Namen in Ita­lo Zolli ita­lia­ni­sie­ren. Gestor­ben als Euge­nio Pio Zolli 1956 in Rom.)) nach dem Ende des Zwei­ten Welt­krie­ges in einer öffent­li­chen, im Radio über­tra­ge­nen Ver­an­stal­tung der Israe­li­ti­schen Kul­tus­ge­mein­de Roms Papst Pius XII. den Dank der jüdi­schen Gemein­schaft für sei­ne Hil­fe aus­sprach, sich spä­ter tau­fen ließ und aus Dank­bar­keit und Ver­eh­rung für Papst Pius XII. (Euge­nio Pacel­li) den neu­en christ­li­chen Namen Euge­nio Pio annahm, und Ober­rab­bi­ner Elio Toaff (1951–2002) Pius XII. gegen Kri­tik ver­tei­dig­te, zur Juden­ver­fol­gung geschwie­gen zu haben, übte Ober­rab­bi­ner Di Seg­ni bereits mehr­fach Kri­tik an einer Selig­spre­chung von Pius XII.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: UCCR

33 Kommentare

  1. jetzt habe ich mal eine beschei­den Fra­ge: War­um inter­es­siert sich ein Rab­bi­ner dafür, was die Katho­li­ken leh­ren. Mich inter­es­siert ja auch nicht, was die Rab­bi­ner lehren.

    • Ist es ihnen denn lie­ber, wenn sich die Leu­te nicht für die katho­li­sche Leh­re und das Evan­ge­li­um interessieren?

      • bevor sie sich beschwe­ren, dass wir Katho­li­ken was falsch machen: sicher­lich, wenn jemand katho­lisch wer­den möch­te, soll­te er das natür­lich tun, so wie es eben die katho­li­sche Leh­re vor­schreibt. Aber von außen Ver­än­de­run­gen zu ver­lan­gen, ist doch schon eine Frechheit.

  2. „Sein Blut kom­me ueber uns und unse­re Familien“
    Das schrie der Mob beim Chri­stus Pro­zess und das hat sich an die­sem Volk erfüllt.
    Gott wird sie nie ver­sto­ssen, weil er sich nicht wider­ruft und die Juden haben eine gött­li­che Ver­hei­ssung seit Abraham.
    Aber sie haben sei­nen Sohn ans Kreuz schla­gen las­sen und das geht ihnen nach, egal was für Schal­mei­en aus dem Vati­kan kom­men und wer auch immer Papst ist.
    Seid dem Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zil ler­nen wir ja, das die Juden damit nichts zu tun haben und ein ver­irr­ter Mob gehan­delt hat.
    Da das Juden­tum auf alles Wich­ti­ge in der Welt (Geld, Publi­zi­stik, Wis­sen­schaft, Fern­se­hen Inter­net, Geheim­dien­ste) und eben auch auf die Kir­che mas­si­ven Druck aus­übt, wagt sich auch kein Offi­zi­el­ler der Kir­che mehr, kon­trär zu den­ken ohne von ALLEN als „Nazi“ ver­un­glimpft zu werden.
    Aber zB. die Reak­ti­on auf den Film „die Pas­si­on Chri­sti“ ist bezeich­nend fuer die Gemengenlage.
    Wären sie wirk­lich so unschul­dig wäre die Reak­ti­on nie­mals so mas­siv ausgefallen.
    Mel Gib­son hat in sei­ner Dar­stel­lung wahr­schein­lich noch unter­trie­ben, die Wirk­lich­keit dürf­te für Jesus Chri­stus noch viel furcht­ba­rer gewe­sen sein.
    Als näch­stes wird man die Kir­che nöti­gen, den Kar­frei­tag abzu­schaf­fen, mit der der­zei­ti­gen Nomen­kla­tur im Vati­kan und Umge­bung, könn­te das auch gelingen.

    • So ist es. Und dar­um bleibt es — bei allem, was wir Tra­di­ti­ons­treu­en anson­sten an ihm zu bekla­gen haben — eine geschicht­li­che Groß­tat von Bene­dikt XVI., dass er die Für­bit­te für die Umkehr der ver­irr­ten, fehl­ge­lei­te­ten Juden­heit wie­der in den Mess­ka­non auf­ge­nom­men hat.
      Die Kir­che kann nie­mals „phi­lo­se­mi­tisch“ sein!

      • Bene­dikt hat kei­ne Für­bit­te in den Meß­ka­non für die Juden auf­ge­nom­men. Sie mei­nen wohl die von ihm neu­for­mu­lier­te Kar­frei­tags­für­bit­te, mit der er auf Druck des Welt­ju­den­tums die jahr­tau­sen­de­al­te im Mis­sa­le Roma­num 1962 ersetzt hat. Die­se Nach­gie­big­keit gegen­über den Tod­fein­den des Chri­sten­tums ist wahr­lich kein Ruh­mes­blatt, und sie hat Ratz­in­ger auch nicht den erwar­te­ten Bei­fall der Syn­ago­ge ein­ge­bracht, son­dern deren erneu­ten Haß­feld­zug, weil es wie­der ein­mal nicht genug Ent­ge­gen­kom­men war. Juda haßt und ver­folgt die Kir­che Chri­sti bis zu dem Tag, an dem sie sich von Chri­stus los­sagt und damit auf­hört, Kir­che Chri­sti zu sein und sich der Satans­syn­ago­ge anschließt.

    • So ein Unsinn, es wagt sich kei­ner mehr die Geg­ner, die auch die unse­ren sind, näm­lich die Palä­sti­nen­ser, bzw. die Mus­li­me zu kri­ti­sie­ren, hier eini­ge Bei­spie­le: http://www.pi-news.net

      Augs­burg: Graue Wöl­fe und Mus­lim­brü­der demon­strie­ren für ein „Frei­es Palästina“

      Paris: Pro-Palä­sti­na-Mob greift Syn­ago­ge an

      UN erhöht Palä­sti­na zum Beobachterstaat

      “Rote Hei­di” kämpft um Aner­ken­nung Palästinas

      Die Juden mögen viel­leicht hals­star­rig und unver­schämt sein, aber sie haben genug Fein­de, die sie schlimm bedro­hen, und die auch die unse­ren sind!
      Die Mus­li­me, beson­ders die IS
      „Wer Juda flucht ist selbst ver­flucht, geseg­net ist wer Juda seg­net“, das gilt immer noch, seg­nen Sie die Juden wie der hei­li­ge Augu­sti­nus es getan hat: Die Juden haben ein Kains­mal auf der Stirn, dar­um darf man sie nicht anrüh­ren und muss jedem weh­ren, der sie anrührt!

      • Ach: „Der Feind mei­nes Fein­des ist mein Freund“ — ist das neu­er­dings ein Lehr­satz katho­li­scher Ethik???
        Natür­lich sind die Moha­me­da­ner unse­re Fein­de. Aber Juda, das den Herrn ver­warf mor­de­te, ist es auch.

      • Sie wis­sen schon was das Kains­mal, von dem der hei­li­ge Augu­sti­nus schrieb, aus­sagt? Sie brau­chen sich kei­ne Illu­sio­nen über die hals­star­ri­gen, bös­ar­ti­gen Juden machen, die die lie­ben die sie has­sen und die has­sen die sie lie­ben, trotz­dem kön­nen Sie den Staat Isra­el, also die Juden, wenn Sie sich nur an das hal­ten, was der hei­li­ge Augu­sti­nus über die Juden gesagt hat!
        Und dass die Juden für ihre Sün­den nun genug bestraft wor­den sind, (und es außer­dem von den Mus­li­men und der gan­zen den Mus­li­men höri­gen Welt immer noch wer­den) und der Herr sich Ihnen, wie ver­spro­chen, wie­der zuge­wandt hat, fin­de ich selbst aus (für Gott offe­ner) welt­i­cher Sicht betrach­tet nicht unlogisch!
        Unlo­gisch aber und der katho­li­schen Leh­re ent­ge­gen wäre es, anzu­neh­men, dass der all­mäch­ti­ge, all­wis­sen­de Gott auch nur eines sei­ner Ver­spre­chen zurück­nimmt oder abän­dert, der Herr, JHWH sagt, dass er Juda in sei­ne Hän­de geritzt hat, soll das was in die Hän­de des All­mäch­ti­gen geritzt ist, geän­dert oder end­gül­tig ver­wor­fen werden?
        Sei­en Sie vor­sich­tig, wie Sie mit dem was in die Hän­de des All­mäch­ti­gen Her­ren und Got­tes ein­ge­ritzt ist, umge­hen, erst recht wenn Sie sich um sie zu beschimp­fen, auf die Sei­te der selbst von Athe­isten als dämo­nisch beschrie­be­nen Mus­li­me schlagen!

  3. Wie steht im Pro­log des Johan­nes­evan­ge­li­ums? Er kam in sein Eigen­tum, die Sei­ni­gen aber nah­men Ihn nicht auf.
    Die dama­li­gen Juden haben Chri­stus ver­wor­fen und dem Tod über­lie­fert. Der Blut­fluch „Sein Blut kom­me über uns und unse­re Kin­der“ wird dem jüdi­schen Volk immer anhan­gen, bis zum Jüng­sten Tag. Sie waren das aus­er­wähl­te Volk, dass aber „Blind“ gegen­über den Zei­chen des gött­li­chen Hei­lands war und nicht umsonst berich­tet die Hei­li­ge Schrift, dass beim Tod Jesu, der Tem­pel­vor­hang zer­ris­sen ist. War­um mischen sich die Rab­bi­ner und ande­re Juden immer wie­der in inner­kirch­li­che Ange­le­gen­hei­ten? Man den­ke nur an das Geschrei, wegen der Kar­frei­tags­bit­te für die Juden im über­lie­fer­ten Ritus.….

    • Was erwar­ten Sie denn?
      Dass es den Juden egal ist?
      Solan­ge die Kir­che öffent­lich ihre Leh­re ver­brei­tet und damit auch die Juden „ein­ord­net“, soll­te man sich nicht wun­dern, wenn die Juden dar­auf in irgend­ei­ner Wei­se auch reagie­ren. Das ist doch ein­fach nur ganz normal…

      Aber ich hät­te eine Fra­ge an Sie:
      Wenn Sie sich ver­sün­di­gen und sagen: der Fluch, den ich auf mich lade, kom­me über alle mei­ne Nach­kom­men für immer und ewig — was mei­nen Sie: wird Gott alle Ihre per­sön­lich unschul­di­gen Nach­kom­men chan­cen­los um Ihret­wil­len ver­flu­chen, auch nach 1000 oder 2000 Jahren?
      War die­ser Satz einer klei­ne­ren Anzahl von Juden (das waren ja nicht „alle“!) nicht eher das, was man heu­te „mensch­li­che Schutz­schil­de“ nennt?
      Eine Erpres­sung Gott gegen­über und Pila­tus — aber lässt sich Gott in die­ser Wei­se erpres­sen? Ist Gott wie Pilatus?
      Ist es nicht eher so, dass Gott ein Stück­weit ernst mach­te mit die­ser Erpres­sung, aber eben nur bis zu einer gwis­sen Gren­ze, weil er sich nicht durch sol­che Erpres­sung dazu brin­gen las­sen dürf­te, sei­ne eige­nen Zusa­gen zu ver­leug­nen. (Das ist ja der Grund, war­um im Kar­freit­sg­ge­bet steht, die Juden sei­en „per­fi­de“ — das ist ihre dama­li­ge Strategie)

      Bin gespannt auf Ihre Antwort.

      Undd as, was im Johan­nes-Pro­log steht, trifft auch heu­te wie­der genau zu — bloß auf uns…

      • „Wenn Sie sich ver­sün­di­gen und sagen: der Fluch, den ich auf mich lade, kom­me über alle mei­ne Nach­kom­men für immer und ewig – was mei­nen Sie: wird Gott alle .….….….….….….…..“

        Erstens, für Gott gibt es kei­ne Zeit, des­halb ist Ihr „Zeit­fen­ster“ Makulatur.(1000–2000Jahre)

        Zwei­tens der Fluch lastet auf allen, die sich nicht bekeh­ren. Die ande­ren Juden, wie Petrus, Pau­lus, etc. sind ja gera­de die­je­ni­gen, die den Glau­ben in die Welt gebracht haben, also ist der kath. Glau­be aus dem bekehr­ten Juden­tum hervorgegangen.

        Drit­tens wird ein Ver­bre­chen gegen Men­schen, von Gott anders gese­hen (David — Uriah wg. Bath­se­ba, Ver­zei­hung bei Reue Davids), als ein Ver­bre­chen gegen sei­nen ein­ge­bo­re­nen Sohn (Der Men­schen­sohn wird zwar lei­den, aber wehe dem durch den er lei­den muß für ihn wae­re es bes­ser er wäre nie gebo­ren worden).

        Alle hat­ten die Chan­ce zurück­zu­stecken, eini­ge vom hohen Rat wur­den aus­ge­schlos­sen, Pila­tus nie­der­ge­schrien und erpresst.
        Nein, der Satz war wohl­über­legt und hat­te eine Mord­ab­sicht gegen Jesus Chri­stus zum Ziel.
        Gott hat sie nur ernst­ge­nom­men und ich glau­be nicht ein­mal an „täti­ge Stra­fe“, nein, er über­läßt den unwil­li­gen Mensch ganz sei­nem Wil­len, aller­dings auch mit den Kon­se­quen­zen und die sind manch­mal eben so furchtbar.
        Das Juden­tum, wie wir es heu­te ken­nen hat sei­ne Exi­stenz­be­rech­ti­gung aus der Ableh­nung gegen die kath. Kirche.
        Die Annä­he­run­gen sind geheu­chelt und vol­ler Lüge, denn Vor­lei­stun­gen sind immer nur von kath.Seite zu erbringen.
        Das ist kein Dia­log son­dern geleb­ter Schwachsinn.

      • @ armin

        Um auf den sach­li­chen Kern Ihres Postings ein­zu­ge­hen: das sehe ich alles ein, aber eben nur für die kon­kre­ten „Täter“ damals — wie kann einer dann gleich noch sei­ne Nach­kom­men in Sip­pen­haft neh­men und Gott für die­se Erpres­sung einspannen?

        Nir­gends in der Schrift ist ein Hin­weis drauf, dass Nach­kom­men für per­sön­li­che Sün­den der Väter ein­ste­hen müs­sen vor Gott. Vor Gott!
        Die Sün­de gegen den Sohn wird in der Schrift als ver­geb­bar bezeich­net, die gegen den Hl Geist nicht.
        Das heißt doch wohl, dass die Sün­de der jüdi­schen Täter damals weni­ger schwer wiegt als die Sün­de von Chri­sten, die vom Glau­ben abfallen?

        Ich bit­te auch zu beden­ken, dass ein gewöhn­li­ches jüdi­sches Kind ein­fach in etwas hin­ein­wächst und es eben­so wenig hin­ter­fragt wie ein Tra­di­kind sei­ne Tra­di­welt hinterfragt.
        Von Jesus weiß so ein Mensch nichts, kann also auch nicht haf­ten für das, was irgend­ein Vor­fahr viel­leicht (viel­leicht!) getan hat.
        Die aller­mei­sten heu­ti­gen Juden sind ohne­hin kei­ne Nach­fah­ren der kon­kre­ten Täter, son­dern per­sön­lich unschul­dig hin­ein­ge­wach­sen in ein sozi­al­re­li­giö­ses Gefüge.

    • @Gregorius
      Ich habe vor kur­zem irgend­wo was Inter­es­san­tes zu dem zer­ris­se­nen Vor­hang gele­sen, es wur­de etwa so inter­pre­tiert: Der Vor­hang sei von oben nach unten zer­ris­sen, damit nie­mand behaup­ten kön­ne, daß das Men­schen getan hät­ten, son­dern daß es Gott per­sön­lich war. Die­ser zer­ris­se­ne Vor­hang sei die Ein­la­dung an jeden Men­schen, der an Jesus glaubt, her­ein­zu­kom­men, er wird will­kom­men gehei­ßen. Der Sohn hat die Ableh­nung getra­gen, damit der Vater die Annah­me anbie­ten kann.

      Die Juden haben durch die Jahr­hun­der­te unsäg­lich gelit­ten, nicht zuletzt durch „Chri­sten“.

      Z.B. in Eze­chi­el wird doch wie­der­holt dar­auf hin­ge­wie­sen, daß die­ses Lei­den auch mal ein Ende hat:

      (36,24 ff) Ich hole euch her­aus aus den Völ­kern, ich samm­le euch aus allen Län­dern und brin­ge euch in euer Land. Ich gie­ße rei­nes Was­ser über euch aus, dann wer­det ihr rein. Ich rei­ni­ge euch von aller Unrein­heit und von allen euren Göt­zen. Ich schen­ke euch ein neu­es Herz und lege einen neu­en Geist in euch… Dann wer­det ihr in dem Land woh­nen, das ich euren Vätern gab. Ihr wer­det mein Volk sein und ich wer­de euer Gott sein…

      (37,25 ff) Sie und ihre Kin­der und Kin­des­kin­der wer­den für immer dar­in woh­nen und mein Knecht David wird für alle Zeit ihr Fürst sein. Ich schlie­ße mit Ihnen einen Frie­dens­bund, es soll ein ewi­ger Bund sein. Ich wer­de sie zahl­reich machen. Ich wer­de mit­ten unter ihnen für immer mein Hei­lig­tum errich­ten und bei ihnen wird mei­ne Woh­nung sein…

      Ja und daß das, was im Johan­nes-Pro­log steht, heu­te genau auf uns zutrifft, gibt schwer zu denken.

      • Noch ein klei­ner Zusatz aus dem Römer­brief (11,11 ff)
        Nun fra­ge ich: Sind sie etwa gestrau­chelt, damit sie zu Fall kom­men? Kei­nes­wegs! Viel­mehr kam durch ihr Ver­sa­gen das Heil zu den Hei­den, um sie selbst eifer­süch­tig zu machen. Wenn aber schon durch ihr Ver­sa­gen die Welt und durch ihr Ver­schul­den die Hei­den reich wer­den, dann wird das erst recht gesche­hen, wenn ganz Isra­el zum Glau­ben kommt.

  4. Hey — das ist ist doch toll! Ein Trep­pen­witz der Geschich­te! Ob F. das beab­sich­tigt hat?
    Der Rab­bi­ner denkt also über die Pro­ble­ma­tik nach und hat somit eine Chan­ce, sich zu Jesus zu bekeh­ren. Möge es ihm geschenkt wer­den! Maria, ora pro Juda­eis, Du weißt schon…

  5. OR Seg­ni ist wahr­schein­lich genau­so Miglied der B’nai B’rith Loge wie Ber­go­glio, Alt­kanz­ler Kohl, Ange­la Mer­kel u.v.a.m. ! Obwohl Pro­te­stan­tin, hat sich letz­te­re ja auch schon des öfte­ren in inner­kirch­li­che Ange­le­gen­hei­ten ein­ge­mischt und es gewagt, Papst Bene­dikt zu kri­ti­sie­ren. Für Papst F. fand sie bis­her nur loben­de Wor­te! Die Absicht, die ver­folgt wird, ist offensichtlich!

  6. Ber­go­glio wird es schon rich­ten. Auch hier wird er tun, was er will. Noch nie war einer so selbst­herr­lich wie Bergoglio.

  7. Eine bes­se­re Schüt­zen­hil­fe für sei­ne Sache kann sich Papst Fran­zis­kus gar nicht wün­schen ( oder ist es eine abge­spro­che­ne Akti­on? ) Nun wird man sich doch über­le­gen müs­sen, ob man die „Älte­ren Brü­der“ in Glau­ben so „rüde vor den Kopf sto­ßen kann“.

  8. Was soll denn das?
    legt der Ober­rab­bi­ner den katho­li­schen Maß­stab zugrund, so stimmt was er sagt.
    Legt er sei­nen eige­nen Maß­stab zugrun­de, so stimmt es nicht, was im Syn­oden­pa­pier steht.
    Da er aber der Ober­rab­bi­ner ist, müsst er sei­nen eige­nen Maß­stab zugrun­de legen und danach soll­te ihm egal sein, was irgend­wel­che heid­ni­schen ANhän­ger eines jüdi­schen Irr­leh­rers behaup­ten. Das Syn­oden­pa­pier müss­te sei­nen Maß­stab bestä­ti­gen, weil wir ja eh ver­kehrt lie­gen und kei­ne Ahnung von Gott haben, weil wir ja nicht sein Volk sind.
    Akzep­tiert der Ober­rab­bi­ner aller­dings den katho­li­schen Maß­stab, als den wah­ren Maß­stab, so müss­te er konvertieren.

  9. Dass sich der Ober­ra­bi­ner auf den Schlips getre­ten fühlt, das war zu erwar­ten. Das ist so. Wobei es aber uner­klär­lich ist, wie­so er sich nicht auf den Schlips getre­ten fühlt ‑oder empört‑, wenn sein hoch­ver­ehr­ter „Bru­der im Gei­ste“, der Ber­go­glio-Papst, sich äusserst unter­wür­fig gegen­über der soge­nann­ten „Reli­gon des Frie­dens“, den wüten­den Isla­mi­sten ver­hält? Fehl­an­zei­ge! Kein Wider­spruch ist aus dem erlauch­ten Mun­de des Rab­bi­ners zu hören. Schon gar nicht dage­gen, dass Chri­sten in Isra­el auf offe­ner Stra­sse von Juden bespuckt wer­den … Hier sei ein Blick auf einen wirk­lich gebil­de­ten Men­schen zu wer­fen: Den Pro­te­stan­ti­schen Prof. Th. Gerd Lüde­mann. Obwohl er aus chri­sto­lo­gi­scher Sicht für jeden Chri­sten — ins­be­sond­re katho­li­schen, abzu­leh­nen ist, spricht er in sei­nem jüng­sten Buch, doch sehr wichi­ges an. Tite: Altes Testa­ment + christ­li­che Kir­che. Gerd Lüde­mann hat die histo­ri­sche Bibel­for­schung in einem Gra­de radi­ka­li­siert, dass selbst sei­ne Geg­ner — und davon gibt es zuhauf — immer wie­der auf sei­ne Arbei­ten zurück­grei­fen müs­sen. Lüder­manns kri­ti­sche Unter­su­chung behaup­tet, dass kein Buch Mose von Mose stammt, kein Psalm Davids von David, die aller­we­nig­sten Pro­phe­ten­wor­te von den Pro­phe­ten, dass es einen Exo­dus Isra­els aus Ägyp­ten nicht gege­ben hat. Die­se Ergeb­nis­se (wobei hier zu erwäh­nen ist, dass selbst jüngst isrea­li­sche Archäo­lo­gen das­sel­be wie Lüde­mann aus­sa­gen), erschüt­tern gewiss man­che Grund­fe­sten des durch Schrift + Bekennt­nis­se defi­nier­ten Alten Testa­ments. Nun, hier han­delt es sich um einen pro­te­stan­ti­schen Theo­lo­gen und kei­nen katho­li­schen. Wäre Lüde­mann katho­lisch — es wäre nicht aus­zu­den­ken, was für eine hyste­ri­sche Hexen­jagd an die­ser Stel­le gegen die Kir­che ver­an­stal­tet wür­de! Aber es ist anzu­neh­men, dass weder der Papst noch sein rab­bi­ni­scher Freund, je ein Buch von Lüde­mann ernst­haht gele­sen haben. Wie soll­ten sie auch! Sie kämen ernst­haft in Bedräng­nis und ihre Schein­welt und kum­pel­haf­te Schul­mei­ste­rei wür­de wie ein Luft­bal­lon zer­plat­zen. Das wird auch so sein — nicht mor­gen — aber sicher übermorgen.…

    • Ihnen ist schon bekannt, dass das AT kano­ni­siert ist? Ich mei­ne: von der katho­li­schen Kir­che! Kano­ni­siert als gött­li­che Offenbarung!
      Schau­en Sie mal in einen nor­ma­len katho­li­schen Katechismus…
      Was inter­es­siert denn uns, was ein ungläu­bi­ger pro­te­stan­ti­scher Theo­lo­ge sich so zurecht­legt? Der Mann leug­net immer­hin die Auf­er­ste­hung Jesu Chri­sti: http://de.wikipedia.org/wiki/Gerd_L%C3%BCdemann
      Den jue­den­feind­li­chen Leu­ten hier ist wirk­lich nicht zu hel­fen — selbst die Argu­men­ta­tio­nen der abge­feim­te­sten Häre­ti­ker wer­den zuhil­fe genom­men, um dem schrift­wort zum The­ma Juden auszuweichen!

      • Frau @Zeitschnur: Offen­bar haben Sie mein POSTING NICHT VERSTANDEN! Ich erwähn­te G.Lüdemann gera­de in Bezug zu der von Ihnen ins Feld gewor­fe­nen Wörthül­se juden­feind­lich. Sie lie­gen hier näm­lich Licht­jah­re enfernt von der Rea­li­tät. Hat­ten Sie sich wenig­stens die Mühe gemacht, Lüde­manns Unter­su­chun­gen ohne Vor­ur­tei­le zu lesen, dann wür­den Sie fest­stel­len, dass eben der­sel­be G.Lüdemann gera­de der Kir­che Anti­se­mi­tIs­mus vor­ge­wor­fen hat. Damit kön­nen Sie mir hier das gera­de­zu absur­de Eti­kett „juden­feind­li­che Leu­te“ kei­nes­falls anhef­ten. Das, was Sie mir hier uner­stel­len, ist Rabu­li­stik. Dar­über­hin­aus sind Sie gar nicht auf die von mir erwähn­te Tat­sa­che ein­ge­gan­gen, dass selbst jüdi­sche ARCHÄOLOGEN zu ähn­li­chen Unter­su­chun­gen wie Lüde­mann gekom­men sind.

      • Ver­zei­hen Sie mir, aber ich glau­be, Ihnen ist nicht bewusst, in welch trü­bem pro­te­stan­ti­schem Gewäs­ser Sie fischen:

        In „Dei Fili­us“ (Vati­ca­num I wur­de fol­gen­des definiert:

        „Wer die Bücher der hei­li­gen Schrift nicht voll­stän­dig mit allen ihren Tei­len, wie sie das hei­li­ge Kon­zil von Tri­ent auf­ge­zählt hat, als hei­lig und kano­nisch annimmt oder leug­net, dass sie von Gott inspi­riert sind: der sei mit dem Anathe­ma belegt.“

        Eine Stra­te­gie, Fäl­schun­gen zu behaup­ten und gleich­zei­tig zu sug­ge­rie­ren, man kön­ne auf die­se Wei­se auch am Schrift­ka­non festahl­ten, wird eben­falls auf dem­sel­ben Kon­zil verworfen.

      • Ach, wer­te Frau Zeit­schnur, Sie fischen doch sel­ber seit Mona­ten in schlam­mi­gem pro­te­stan­ti­schem Was­ser! Bewer­fen Sie also nicht glau­bens­treue Kom­men­ta­to­ren mit solchem!

  10. Was denn die­ser Herr, hal­te er sich nun an die „Tora“ oder nicht, mit dem Volk Got­tes zu tun? Die Äuße­run­gen des Rab­bi­ners sind doch völ­lig sach­fremd und kön­nen daher eine inner­halb des Vol­kes Got­tes (der Katho­li­ken also) akzep­tier­te Leh­re gar nicht treffen.

  11. Die bet­re­fef­fen­de Aus­sa­ge ist in der Tat äußerst miß­ver­ständ­lich und was die Heils­ge­schich­te betrifft sehr abge­kürzt und ist somit unrich­tig. Da wird Got­tes Weg mit sei­nem Volk in 2 Sät­zen abge­kan­zelt- bal­la bal­la. So ein­fach wie dar­ge­stellt ist das alles nicht.
    Was in die­ser Nr 15 steht ist bil­lig­ste „Rea­ders Digest Theo­lo­gie“- zum Schä­men, nicht mehr und nicht weniger.

  12. Letz­ten Diens­tag war im Tages­evan­ge­li­um, bes­ser gesagt der Tages­le­sung etwas sehr Pas­sen­des zum The­ma zu lesen:

    Brief des Apo­stels Pau­lus an die Ephe­ser 2,12–22.

    „Brü­der! Einst wart ihr von Chri­stus getrennt, der Gemein­de Isra­els fremd und von dem Bund der Ver­hei­ßung aus­ge­schlos­sen; ihr hat­tet kei­ne Hoff­nung und leb­tet ohne Gott in der Welt.
    Jetzt aber seid ihr, die ihr einst in der Fer­ne wart, durch Chri­stus Jesus, näm­lich durch sein Blut, in die Nähe gekommen.
    Denn er ist unser Frie­de. Er ver­ei­nig­te die bei­den Tei­le — Juden und Hei­den — und riss durch sein Ster­ben die tren­nen­de Wand der Feind­schaft nieder.
    Er hob das Gesetz samt sei­nen Gebo­ten und For­de­run­gen auf, um die zwei in sei­ner Per­son zu dem einen neu­en Men­schen zu machen.“

    Beson­ders auf den letz­ten Satz möch­te ich ver­wei­sen, die Tho­ra ist dem­ge­mäß vor Gott längst aufgehoben.

    Dazu steht im Pau­lus­brief an die Gala­ter 2,16:

    „Weil wir aber erkannt haben, dass der Mensch nicht durch Wer­ke des Geset­zes gerecht wird, son­dern durch den Glau­ben an Jesus Chri­stus, sind auch wir dazu gekom­men, an Chri­stus Jesus zu glau­ben, damit wir gerecht wer­den durch den Glau­ben an Chri­stus und nicht durch Wer­ke des Geset­zes; denn durch Wer­ke des Geset­zes wird nie­mand gerecht.“

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