„Die Kirche ist ein Schlachtfeld“ — Auf dem Weg zur Synode 2015

Trojanisches Pferd
Wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ne als Tro­ja­ni­sches Pferd in der Katho­li­schen Kir­che

von Rober­to de Mattei*

„Das Dra­ma geht wei­ter!“ erklär­te Rein­hard Kar­di­nal Marx, Erz­bi­schof von Mün­chen-Frei­sing in einem Inter­view (La Repub­bli­ca, 20. Okto­ber 2014). Das Dra­ma ist das der Bischofs­syn­ode, die in der Aula einen uner­war­te­ten Pau­ken­schlag erleb­te. Die am 13. Okto­ber vor­ge­leg­te Rela­tio post dis­cept­atio­nem, erhielt trotz Über­ar­bei­tun­gen zu den zen­tra­len Knack­punk­ten nicht die erwar­te­te Zwei­drit­tel­mehr­heit: die Zulas­sung der wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen zur Kom­mu­ni­on und die Öff­nung gegen­über homo­se­xu­el­len Part­ner­schaf­ten. Für den ersten Punkt stimm­ten 104 Syn­oda­len dafür, dage­gen 74. Zum zwei­ten Punkt gab es 118 pla­cet und 62 non pla­cet. Trotz des offen­sicht­li­chen Débà¢cle zeig­te sich Kar­di­nal Marx, einer der eif­rig­sten Ver­tre­ter des pro­gres­si­sti­schen Flü­gels zufrie­den, weil der revo­lu­tio­nä­re Pro­zeß aus ver­schie­de­nen Etap­pen besteht. Zu eini­gen The­men, erklär­te er, „haben wir zwei Schrit­te vor­wärts und dann einen Schritt zurück gemacht“. Der Schritt zurück wur­de durch einen Wider­stand der Syn­oden­vä­ter erzwun­gen, der stär­ker als erwar­tet war. Um die Trag­wei­te des Ereig­nis­ses zu ver­ste­hen, emp­fiehlt es sich, das Zwei­te Vati­ka­ni­schen Kon­zil in Erin­ne­rung zu rufen: trotz der erbit­ter­ten Debat­te in der Aula wur­den die umstrit­ten­sten Doku­men­te, wie Digni­ta­tis Huma­nae und Nostra Aeta­te mit 2.308 gegen 70 das erste und mit 2.221 gegen 88 das zwei­te Doku­ment ange­nom­men. Wenn man ange­sichts des dama­li­gen Ergeb­nis­ses von einem Mehr­heits­kon­sens sprach, dann ist heu­te die Spal­tung offen­sicht­lich.

Die Kirche ist ein Schlachtfeld — Trojanisches Pferd wiederverheiratet Geschiedene

Die Kir­che ist heu­te ein Schlacht­feld, wie sie es schon vie­le Male war von Nicäa bis zum Zwei­ten Vati­ca­num, und nie prall­ten dabei Kon­ser­va­ti­ve und Pro­gres­si­sten zusam­men, son­dern immer Katho­li­ken, die nicht ein Iota des gött­li­chen Depo­si­tum anrüh­ren wol­len, und jene, die die­sem Depo­si­tum etwas Neu­es hin­zu­fü­gen wol­len. Der Satz von Papst Fran­zis­kus, Gott habe „kei­ne Angst vor dem Neu­en!“, ist in einem ganz ande­ren Sinn zu ver­ste­hen, als dem, den ihm der Papst zuge­schrie­ben hat. Rich­tig ver­stan­den kann er nur bedeu­ten, daß Gott die Nova­to­res nicht fürch­tet, son­dern deren Werk zer­stört und die Auf­ga­be, sie zu besie­gen den Ver­tei­di­gern des unver­än­der­li­chen Lehr­am­tes der Kir­che über­trägt.

Im Bereich von Glau­ben und Moral führt jede Aus­nah­me eine neue Regel ein, und jede neue Regel öff­net den Weg zu einem nor­ma­ti­ven System, das das vor­he­ri­ge umstürzt. Das Neue hat eine revo­lu­tio­nä­re Trag­wei­te, die bereits im embryo­na­len Sta­di­um zu erken­nen ist. Kar­di­nal Geor­ge Pell bezeich­ne­te in einem Fern­seh­in­ter­view für Catho­lic News Ser­vice die For­de­rung der Kom­mu­ni­on für wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ne als Tro­ja­ni­sches Pferd, das den Weg zur Aner­ken­nung der homo­se­xu­el­len Part­ner­schaf­ten öff­net. Die Zahl der wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen, die um die Zulas­sung zur Kom­mu­ni­on bit­ten, ist irrele­vant. Hier steht ganz ande­res auf dem Spiel: die Aner­ken­nung der Homo­se­xua­li­tät durch die Kir­che, die nicht mehr als Sün­de oder objek­tiv unge­ord­ne­te Nei­gung ver­stan­den wird, son­dern als posi­ti­ve „Span­nung“ zum Guten, die der pasto­ra­len Annah­me und des recht­li­chen Schut­zes wür­dig ist.

Anerkennung der Homosexualität: Marx und Schönborn forderten, Forte erfüllte sofort den Wunsch

Papst Franziskus bei der Bischofssynode
Papst Fran­zis­kus bei der Bischofs­syn­ode

Die Kar­di­nä­le Marx und Schön­born waren in die­ser Sache ganz klar und der Son­der­se­kre­tär der Syn­ode, Msgr. Bru­no For­te, Zög­ling der häre­ti­schen Tübin­ger Schu­le erfüll­te die Desi­de­ra­ta als Autor der anstö­ßig­sten Tei­le des Zwi­schen­be­richts. Die brei­te Mehr­heit der Syn­oden­vä­ter lehn­te die skan­da­lö­sen Para­gra­phen ab, aber was die Leh­re nicht erlaubt, wird in Erwar­tung, daß die näch­ste Syn­ode sie zulas­sen wer­de, in der Pra­xis ein­fach erlaubt. Für vie­le Lai­en, Prie­ster und Bischö­fe kann Homo­se­xua­li­tät prak­ti­ziert, wenn auch nicht offi­zi­ell aner­kannt wer­den, weil sie für sie kei­ne schwe­re Sün­de ist. Damit ver­bun­den ist die Fra­ge des außer­ehe­li­chen Zusam­men­le­bens. Wenn die Sexua­li­tät außer­halb der Ehe kei­ne schwe­re Sün­de mehr, son­dern — sofern sta­bil und ehr­lich — ein posi­ti­ver Wert ist, dann ver­dient sie vom Prie­ster geseg­net und vom Staat lega­li­siert zu wer­den. Und wenn sie ein Wert ist, dann ist sie auch ein Recht und wenn es ein Recht auf Sexua­li­tät gibt, dann ist der Schritt von der Aner­ken­nung des Zusam­men­le­bens Geschie­de­ner zur Aner­ken­nung der Homo-Ehe unver­meid­lich.

Augustinus: „Schandtaten wider die Natur immer zu verabscheuen und zu bestrafen“

Das Lehr­amt der Kir­che, das sich im Lauf von zwei­tau­send Jah­ren nie geän­dert hat, lehrt dage­gen, daß die prak­ti­zier­te Homo­se­xua­li­tät als wider­na­tür­li­ches Laster zu betrach­ten ist, das nicht nur die ewi­ge Ver­damm­nis der Indi­vi­du­en zur Fol­ge hat, son­dern auch den mora­li­schen Ruin der Gesell­schaft. Die Wor­te des Hei­li­gen Augu­sti­nus in den Bekennt­nis­sen fas­sen das Den­ken der Väter zusam­men: „Dar­um sind Schand­ta­ten, die wider die Natur sind, immer und über­all zu ver­ab­scheu­en und zu bestra­fen als sol­che, die denen Sodoms gleich­kom­men. Begin­gen alle Völ­ker sol­che, so wür­den sie nach dem gött­li­chen Geset­ze der­sel­ben Stra­fe ver­fal­len, da sie nicht dazu geschaf­fen sind, um auf sol­che Wei­se Miß­brauch zu üben.“ (Con­fes­sio­nes, Buch III, Kapi­tel 8, Über­setz. Otto F. Lach­mann, Reclam 1888).

Die Hir­ten der Kir­che haben im Lauf der Jahr­hun­der­te die­se ewig­gül­ti­ge Leh­re auf­ge­nom­men und wei­ter­ge­ge­ben. Die christ­li­che Moral hat die Homo­se­xua­li­tät immer vor­be­halt­los ver­ur­teilt und fest­ge­legt, daß die­ses Laster auf kei­ne Wei­se von der Rechts­ord­nung lega­li­siert oder von der poli­ti­schen Macht geför­dert wer­den kann. Als 1994 das Euro­päi­sche Par­la­ment die erste Reso­lu­ti­on zugun­sten der homo­se­xu­el­len Pseu­do-Ehe beschloß, rief Johan­nes Paul II. in sei­ner Rede vom 20. Febru­ar 1994 in Erin­ne­rung, daß „die recht­li­che Aner­ken­nung der homo­se­xu­el­len Prak­tik mora­lisch unzu­läs­sig ist. (…) Mit der Reso­lu­ti­on des Euro­päi­schen Par­la­ments wird ver­langt, eine mora­li­sche Unord­nung zu legi­ti­mie­ren. Das Par­la­ment hat unrecht­mä­ßig abwei­chen­den, nicht dem Plan Got­tes ent­spre­chen­den Ver­hal­tens­wei­sen einen insti­tu­tio­nel­len Wert zuer­kannt. (…) Das Wort Chri­sti ver­ges­send — ‚Die Wahr­heit wird euch frei machen“ (Joh 8,32) — hat man ver­sucht den Ein­woh­nern unse­res Kon­ti­nents das mora­li­sche Übel, die Abir­rung, eine Form der Skla­ve­rei als Weg der Befrei­ung auf­zu­zei­gen, indem man selbst das Wesen der Fami­lie ver­fälscht hat.“

Am 28. Juli 2013 hat sich erstmals im Lehrgebäude ein Riß aufgetan

Papst Franziskus Rückflug von Rio
Papst Fran­zis­kus auf dem Rück­flug von Rio

Am 28. Juli 2013 hat sich ein Riß in die­sem Lehr­ge­bäu­de auf­ge­tan, als Papst Fran­zis­kus auf dem Rück­flug von Bra­si­li­en die explo­si­ven Wor­te sag­te: „Wer bin ich, um zu urtei­len!“, die seit­her dazu gebraucht wer­den, um jede Form von Über­schrei­tun­gen zu recht­fer­ti­gen. Das Urteil mit der dar­aus fol­gen­den Defi­ni­ti­on der Wahr­heit und der Ver­ur­tei­lung der Irr­tü­mer, steht sogar par excel­lan­ce dem Stell­ver­tre­ter Chri­sti zu, dem ober­sten Hüter und Rich­ter des Glau­bens und der Moral. Unter Beru­fung auf die Wor­te von Fran­zis­kus haben eini­ge Bischö­fe und Kar­di­nä­le inner­halb und außer­halb der Syn­ode­nau­la die For­de­rung zum Aus­druck gebracht, die posi­ti­ven Aspek­te wider­na­tür­li­cher Bezie­hun­gen auf­zu­grei­fen.

Wenn aber eine der schlimm­sten Sün­den auf­hört eine sol­che zu sein, dann wird dadurch auto­ma­tisch das Ver­ständ­nis von Sün­de über­haupt ange­grif­fen und lebt das luthe­ri­sche Ver­ständ­nis von Barm­her­zig­keit wie­der auf, das vom Kon­zil von Tri­ent in Bann gestellt wur­de. In den am 13. Janu­ar 1547 beschlos­se­nen Cano­nes über die Recht­fer­ti­gung heißt es: „Wenn jemand sagt, der recht­fer­ti­gen­de Glau­ben sei nichts ande­res, als eine Zuver­sicht auf die gött­li­che Barm­her­zig­keit“ (Canon 12); „Wenn jemand sagt, Jesus Chri­stus sei den Men­schen von Gott nur als ein Erlö­ser, dem sie glau­ben und (Is 33,2; Mt 6) nicht auch als ein Geset­ze­ber, dem sie gehor­chen sol­len (Canon 21); „Wenn jemand sagt, es gebe (1 Kor 6,10) kei­ne schwe­re Sün­de, als die der Ungläu­big­keit“ (Canon 27), „der sei im Bann“.

Kein spielerisches Spektakel, sondern harter Kampf, in den Himmel und Erde verwickelt sind

Es geht um theo­lo­gi­sche The­men, die eine gesell­schaft­li­che und sozia­le Rück­wir­kung haben. Auch Lai­en haben das Recht und die Pflicht, sich damit aus­ein­an­der­zu­set­zen, wäh­rend sich nicht nur die Syn­ode von 2015 nähert, son­dern auch das Jahr 2017, in dem sich zum 500. Mal die Revo­lu­ti­on Luthers jährt, aber auch zum 100. Mal die Erschei­nun­gen von Fati­ma. Das, was in der Kir­che im Gan­ge ist, ist nicht ein spie­le­ri­sches Spek­ta­kel, wie Kar­di­nal Marx weis­ma­chen möch­te, son­dern ein har­ter Kon­flikt, der Him­mel und Erde mit­ein­schließt. Die letz­ten Akte wer­den dra­ma­tisch, der Epi­log aber wird mit Sicher­heit sieg­reich sein laut der gött­li­chen Ver­hei­ßung, die von der Got­tes­mut­ter in 1917 in der Cova da Iria bestä­tigt wur­de. Möge die Unbe­fleck­te Jung­frau sich her­ab­las­sen und beharr­li­che Rein­heit der Gedan­ken und des Han­delns all jenen gewäh­ren, die im Eifer des Gefechts mit Mut die Inte­gri­tät des katho­li­schen Glau­bens ver­tei­di­gen.

*Roberto de Mattei, Historiker, Vater von fünf Kindern, Professor für Neuere Geschichte und Geschichte des Christentums an der Europäischen Universität Rom, Vorsitzender der Stiftung Lepanto, Schriftleiter der Monatszeitschrift Radici Cristiane und der Online-Nachrichtenagentur Corrispondenza Romana, von 2003 bis 2011 stellvertretender Vorsitzender des Nationalen Forschungsrats von Italien, von 2002 bis 2006 außenpolitischer Berater der italienischen Regierung, Autor zahlreicher Bücher, zuletzt erschienen: Vicario di Cristo. Il primato di Pietro tra normalità  ed eccezione (Stellvertreter Christi. Der Primat des Petrus zwischen Normalität und Ausnahme), Fede e Cultura, Verona 2013; in deutscher Übersetzung sind zuletzt erschienen: Das Zweite Vatikanische Konzil – eine bislang ungeschriebene Geschichte, Edition Kirchliche Umschau, Ruppichteroth 2011; Die Türkei in Europa — Gewinn oder Katastrophe?, Resch Verlag, Gräfelfing 2010; Plinio Corràªa de Oliveira — Der Kreuzritter des 20. Jahrhunderts, mit einem Vorwort von Alfons Maria Kardinal Stickler SDB, Österreichische Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum, Wien 2004

Über­set­zung: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: ACI­Pren­sa

42 Kommentare

  1. Die­ses Doku­ment bedient sich eines christ­li­chen Voka­bu­lars, ver­dient aber nicht den Namen christ­lich, denn es sagt nichts von Sün­de und Umkehr, nichts vom Glau­ben an Jesus Chri­stus und die Erlö­sung durch sein Kreu­zes­op­fer. Statt­des­sen weckt es die Illu­si­on der Aller­lö­sung, indem es die Stel­le aus dem Kolos­s­erbrief „Chri­stus alles und in allen“ falsch auf alle Men­schen bezieht statt allein auf die von Chri­stus Erlö­sten. Ein Doku­ment des Abfalls vom christ­li­chen Glau­ben.

    • „Ein Doku­ment des Abfalls vom christ­li­chen Glau­ben.“
      Ver­früh­tes Tri­umph­ge­heul des Satans?

      Es ist wahr­lich „kein spie­le­ri­sches Spek­ta­kel, son­dern har­ter Kampf, in den Him­mel und Erde ver­wickelt sind.“
      Zur Erin­ne­rung:
      Am 13. Okto­ber 1884, hat­te Papst Leo XIII. eine bemer­kens­wer­te Visi­on, wäh­rend er eine Mes­se zele­brier­te, etwa 10 Minu­ten stand er wie abwe­send da, sein Gesicht wur­de fahl und grau.
      Danach ging er in sein Arbeits­zim­mer und ver­fass­te ein Gebet zum Hl. Erz­engel Micha­el.
      Auf die Fra­ge, was denn gesche­hen war, erklär­te er, dass er zwei Stim­men gehört habe, die aus der Rich­tung vom Taber­na­kel kamen. Die eine Stim­me war sanft und die ande­re war rauh und hart. Er hör­te fol­gen­des Gespräch:
      Die Stim­me Satans prahl­te mit sei­nem Stolz zu unse­rem Herrn: „Ich kann Dei­ne Kir­che zer­stö­ren.“ Die sanf­te Stim­me des Herrn: „Du kannst? Dann gehe und tue es.“ Satan: „Um das zu tun, brau­che ich mehr Zeit und Macht.“ Unser Herr: „Wie­viel Zeit? Wie­viel Macht?“
      Satan: „75–100 Jah­re, und mehr Macht über die­je­ni­gen, die sich mei­nem Dienst unter­wer­fen.“ Unser Herr: „Du bekommst die­se Zeit, und die­se Macht.“

      Genau 33 Jah­re auf den Tag genau am 13. Okto­ber 1917, fand das Son­nen­wun­der in Fati­ma statt.

      75 Jah­re spä­ter im Jahr 1959 gab Papst Johan­nes XXIII. die Eröff­nung des Kon­zils in St. Paul vor den Mau­ern bekannt.
      Im 80. Jahr des Teu­fels war eine der ersten Ände­run­gen aus dem Vati­ka­ni­schen Kon­zil die Strei­chung des Gebe­tes zum Hl. Erz­engel Micha­el im Jahr 1964.

      Exakt 130 Jah­re spä­ter, am 13.Oktober 2014 erfolgt die Ver­öf­fent­li­chung der rela­tio mit dem ruch­lo­sen Inhalt.

      Gebet zum hei­li­gen Erz­engel Micha­el

      Hei­li­ger Erz­engel Micha­el,
      beschir­me uns im Kampf,
      schüt­ze uns gegen die Bos­heit
      und die Nach­stel­lun­gen des bösen Fein­des.
      „Ihm möge Gott gebie­ten“,
      so fle­hen wir instän­dig.
      Du aber, Fürst der himm­li­schen Heer­scha­ren
      wol­lest den Satan und alle andern bösen Gei­ster,
      wel­che zum Ver­der­ben der See­len
      in der Welt umher­ge­hen
      mit Got­tes Kraft in die Höl­le hin­ab­sto­ßen. Amen.

    • IMEK
      Na, hof­fent­lich mein­ten Sie nicht mich mit dem Satan 8-( —denn ich heu­le bestimmt nicht vor Tri­umph über die­se Syn­oden-Erklä­rung.
      Die ver­schie­de­nen theo­lo­gi­schen Arti­kel nach dem Kar­di­nals­kon­si­sto­ri­um 2013 mit dem Auf­tritt Kar­di­nal Kas­pers sowie das recht­zei­tig vor der Syn­ode erschie­ne­ne Buch der 4 (oder 5?) Kar­di­nä­le waren sicher­lich ein ver­dienst­vol­ler Ansatz, aber mit ver­mut­lich gerin­ger Wir­kung auf das katho­li­sche Volk.
      Ich kann mir vor­stel­len, dass es wir­kungs­vol­ler wäre, wenn eini­ge hoch­ge­stell­te recht­gläu­bi­ge Hier­ar­chen eine eige­ne Erklä­rung her­aus­gä­ben –ergän­zend bzw. alter­na­tiv zu dem aktu­el­len, offi­zi­el­len Syn­oden­do­ku­ment und nicht umfang­rei­cher als die­ses–, in der sie die recht­gläu­bi­ge katholische/christliche Leh­re über Ehe und Sexua­li­tät zusam­men­ge­fasst dar­le­gen wür­den, nicht iso­liert als mora­li­schen Prü­gel, son­dern in Zusam­men­sicht mit der Erlö­sungs­leh­re. Das müss­te doch zu schaf­fen sein, und damit könn­te welt­weit gear­bei­tet wer­den.

      • Die inter­na­tio­na­le Theo­lo­gen­kom­mis­si­on hat eine Hil­fe­stel­lung über den ‚Sen­sus fidel im Leben der Kir­che‘ her­aus­ge­ge­ben.
        Eine Über­set­zung aus dem Eng­li­schen erschien in der Tages­post vom 18.Oktober und ist als katho­li­scher Zeit­geist­fil­ter gedacht um die ech­te christ­li­che Leh­re und Pra­xis zu erken­nen.
        Das ist doch schon was.

  2. Die Kir­che Got­tes unse­res Herrn ist schon lan­ge gei­stig in sich gespal­ten, näm­lich in dem Teil der noch immer als die Eine, Hei­li­ge, Katho­li­sche und Apo­sto­li­sche Kir­che Got­tes unse­res Herrn und eben den Teil der nach dem VK II erschaf­fen wur­de und der am besten mit den Wor­te „Kon­zils­kir­che“ beti­telt wird. Den die Kon­zils­kir­che hört nicht auf die Geset­ze Got­tes unse­res Herrn und sei­ner Kir­che, noch auf ihre eige­nen sie­he das noch immer gül­ti­ge Kir­chen­recht von 1983 wel­ches ja bis auf den Teil in dem es um den Göt­zen Mam­mon geht, beson­ders im deutsch­spra­chi­gen Raum nur „Totes Recht“ ist und auch ihren eige­nen Kate­chis­mus nimmt die­ser von Gott den Herrn abge­fal­le­ne Teil an, sie­he
    KKK: 1867 Die kate­che­ti­sche Tra­di­ti­on erin­nert auch dar­an, daß es him­mel­schrei­en­de Sün­den gibt. Zum Him­mel schrei­en das Blut Abels [Vgl. Gen 4,10], die Sün­de der Sodo­mi­ten [Vgl. Gen 18,20; 19,13], die lau­te Kla­ge des in Ägyp­ten unter­drück­ten Vol­kes [Vgl. Ex 3.7–10], die Kla­ge der Frem­den, der Wit­wen und Wai­sen [Vgl. Ex 22, 20–22] und der den Arbei­tern vor­ent­hal­te­ne Lohn [Vgl. Dtn 24,14–15; Jak 5,4].

    Die­ser Teil ist also in sich Uneins und wird sich so sel­ber eli­mi­nie­ren und ist es halt eine Fra­ge der Zeit, und es ist zu hof­fen das sich die­se schnell eli­mi­niert damit die­ser Teil nicht noch vie­le See­len erobert.

    Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

  3. Homo­se­xua­li­tät bedeu­tet ein Irr­tum der Natur, wird aber durch Ver­hin­de­rung der gene­ti­schen Wei­ter­ga­be aus­ge­gli­chen! Ver­such und Irr­tum.
    Auch wenn die Gen­der uns das Gegen­teil leh­ren wol­len, hat die Natur vor etwa 2 Mil­li­ar­den Jah­ren die Zwei­ge­schlecht­lich­keit als Erfolgs­mo­dell der Natur geschaf­fen oder Gott!
    Frei nach Hei­sen­berg:
    Der erste Schluck aus dem Glas der Natur­wis­sen­schaft macht Athe­istisch, doch auf dem Grund des Gla­ses fin­det man Gott!
    Dabei bleibt der ein­zel­ne Mensch wert­voll.
    Viel­leicht soll­te das The­ma der Syn­ode, das Ver­heim­li­chen der Anla­ge sein, um kei­ne Men­schen vom ande­ren Geschlecht durch Vor­täu­schung in die Ver­zweif­lung stür­zen.

    • Geehr­ter Pascha­si­us,
      Sie schrei­ben: „Auch wenn die Gen­der uns das Gegen­teil leh­ren wol­len, hat die Natur vor etwa 2 Mil­li­ar­den Jah­ren die Zwei­ge­schlecht­lich­keit als Erfolgs­mo­dell der Natur geschaf­fen oder Gott!“
      Waren Sie dabei vor 2 Mil­li­ar­den Jah­ren, oder ken­nen Sie jeman­den, der dabei war und dar­über berich­tet, was die Natur damals „schuf“?
      Aus der Bibel, gleich im ersten Kapi­tel, erfah­ren wir, dass G o t t den Men­schen geschaf­fen hat, und zwar als Mann und Frau.

      • Auch wenn ich es inter­es­sant gefun­den hät­te dabei zu sein, bin ich froh, dass ich es nicht war. Dadurch sind mir die gan­zen Kata­stro­phen erspart geblie­ben, dafür sage ich schlicht und ein­fach Dan­ke!
        Die Dis­kus­si­on der Krea­tio­ni­sten und der Evo­lu­tio­ni­sten ist mir bekannt. Doch es ist die Grö­ße Got­tes den Fun­ken ein­zu­hau­chen, um dem Leben sei­nen Weg zu schaf­fen! Schon eine ein­zi­ge Urzel­le bie­tet ein sol­ches Wun­der, das wir uns nur ver­nei­gen kön­nen.
        Auch die Bibel ist geschrie­ben von Men­schen. Des­halb muss man auch immer die Zeit und Wis­sen berück­sich­ti­gen in der die Autoren leb­ten.
        Außer­dem gibt es auch die Ein­flüs­se frem­der Kul­tu­ren in die Bibel.
        Der Gil­ga­mesch-Epos z.B. Oder der Gar­ten Eden der in den Nah­ost­kul­tu­ren schon Jahr­hun­der­te vor der Bibel exi­stier­te. Ich kann mich nur wie­der­ho­len:
        Der erste Schluck aus dem Glas der Wis­sen­schaft macht Athe­istisch, aber auf dem Grund des Gla­ses fin­det man Gott.
        Das ist auch das Ver­häng­nis des Islam, der Fun­da­men­ta­lis­mus. Nein eigent­lich jeder Reli­gi­on.

      • ad Pascha­si­um vom 22. Okto­ber 2014 um 13:02
        -
        Auch ich bestau­ne immer neu die Natur und noch mehr den groß­ar­ti­gen Schöp­fer, der sie ins Dasein geru­fen hat.
        Ja, die Bibel ist von Men­schen geschrie­ben, in ver­schie­den­sten Lite­ra­tur­gat­tun­gen, von rund 40 Autoren aus ver­schie­de­nen sozia­len und gesell­schaft­li­chen Ver­hält­nis­sen, Län­dern und Spra­chen, über eine Zeit­span­ne von andert­halb Jahr­tau­sen­den (ca. 1450 v. Chr. bis 100 n. Chr.). Die Bibel beginnt mit der Schöp­fung der Welt und endet mit dem Ende der Welt, bzw. die­ses Äons, und dem Beginn der Neu­en Schöp­fung. Und trotz­dem bil­det die­ses Buch eine theo­lo­gi­sche Ein­heit — schon das ist ein Wun­der, das auf den eigent­li­chen Urhe­ber der Bibel ver­weist: Got­tes Hei­li­gen Geist. Des­halb wird die Bibel von Gott selbst an vie­len Stel­len „Wort Got­tes“ genannt. Daher auch schrei­ben die Apo­stel Petrus und Pau­lus:
        „Alle Schrift ist von Gott ein­ge­ge­ben und nütz­lich zur Beleh­rung, zur Über­füh­rung, zur Zurecht­wei­sung, zur Erzie­hung in der Gerech­tig­keit“ (2. Timo­theus 3,16); „Denn nie­mals wur­de eine Weis­sa­gung durch mensch­li­chen Wil­len her­vor­ge­bracht, son­dern vom Hei­li­gen Geist getrie­ben haben die hei­li­gen Men­schen Got­tes gere­det“ (2. Petrus 1,21).
        Nicht nur wir, auch Moses, der mensch­li­che Ver­fas­ser des Buches Gene­sis, war bei der Schöp­fung nicht dabei. Der Schöp­fungs­be­richt ist jedoch unfehl­ba­res Wort Got­tes, und was dar­in dar­ge­legt ist, stammt aus der Offen­ba­rung des Hei­li­gen Gei­stes, der bei der Schöp­fung sehr wohl dabei­war und mit­wirk­te.
        Des­halb liegt (imho) die Jah­res­zahl 4004 v. Chr. (nach James Uss­her) für das Jahr der Schöp­fung näher an der Wirk­lich­keit als das hypo­the­ti­sche Urknall­jahr 13.800.000.000 v. Chr.
        😎

      • Gen 1
        26 Dann sprach Gott: „Laßt uns den Men­schen machen nach unse­rem Bild, uns ähn­lich! Herr­schen soll er über die Fische des Mee­res, über die Vögel des Him­mels, über das Vieh, über alles Wild des Fel­des und über alles Gewürm, das am Boden kriecht!“ *
        27 So schuf Gott den Men­schen nach sei­nem Bild. Als Abbild Got­tes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er ihn. *

        Wenn ich mir vor­stel­le, dass es der 2. Gött­li­chen Per­son gefal­len hat in einem Mut­ter­schoß auf­zu­wach­sen und dar­aus (im Lich­te Got­tes) gebo­ren zu wer­den und 30 Jah­re in einer Fami­lie zu leben, so kann ich mir nicht vor­stel­len, dass sei­ne Mei­ster-Schöp­fung, der Mensch, einen ande­ren Weg gegan­gen ist als in einer Gebär­mut­ter auf­zu­wach­sen und gebo­ren zu wer­den und auf­ge­zo­gen zu wer­den..
        Wel­che Arten von Homi­ni­den Gott dazu benutzt hat ist ein Geheim­nis, aber sie hat­ten nicht das Merk­mal der gött­li­chen Eben­bild­lich­keit und sie stan­den bestimmt unter dem Gesetzt des Todes. Der erste Mensch stand bestimmt nicht unter dem Gesetz des Todes. Erst durch Ver­mi­schung mit Spe­zi­es die nicht sei­ner Art waren stell­te er sich unter das Gesetz des Todes.

      • Nur Inter­es­se hal­ber, Herr Laemm­lein: negie­ren Sie die doch mess­ba­re Expan­si­on des Uni­ver­sums oder glau­ben Sie, die hat auch vor etwa 4000 Jah­ren ihren Anfang genom­men?

      • ad: Leon­cio sagt:
        22. Okto­ber 2014 um 20:01
        .
        //Wenn ich mir vor­stel­le, dass es der 2. Gött­li­chen Per­son gefal­len hat in einem Mut­ter­schoß auf­zu­wach­sen und dar­aus (im Lich­te Got­tes) gebo­ren zu wer­den und 30 Jah­re in einer Fami­lie zu leben, so kann ich mir nicht vor­stel­len, dass sei­ne Mei­ster-Schöp­fung, der Mensch, einen ande­ren Weg gegan­gen ist als in einer Gebär­mut­ter auf­zu­wach­sen und gebo­ren zu wer­den und auf­ge­zo­gen zu wer­den..\\

        Wer­ter Leon­cio,
        nach mei­ner Über­zeu­gung müs­sen wir, wenn wir denn Chri­sten sein wol­len, bereit sein, unser mensch­li­ches Den­ken mit dem Wort Got­tes in Über­ein­stim­mung zu brin­gen, es dem Wort Got­tes unter­zu­ord­nen. Wenn ich mir etwas nicht vor­stel­len kann, so ist das ja doch kein Wahr­heits­kri­te­ri­um. Es gibt uner­mess­lich vie­les Unvor­stell­ba­re, wel­ches wir den­noch als exi­stent anneh­men, ange­fan­gen von den Ele­men­tar­teil­chen (oder kön­nen Sie sich Quarks, Lep­to­nen u. dgl. m. vor­stel­len?) über Anti­ma­te­rie bis zu den Schwar­zen Löchern u. v. a. m., oder auch nur die kom­ple­xen und ima­gi­nä­ren Zah­len.
        Die Annah­me einer evo­lu­tio­nä­ren Stam­mes­ge­schich­te des Men­schen, wonach die ersten Men­schen von höhe­ren Säu­ge­tie­ren (Pri­ma­ten) abstam­men wür­den, wider­spricht dem Zeug­nis der Hei­li­gen Schrift, ins­be­son­de­re den Wor­ten Jesu Chri­sti, des Soh­nes Got­tes.

      • @ Leonie—22. Okto­ber 2014 um 21:11
        -
        //Nur Inter­es­se hal­ber, Herr Laemm­lein: negie­ren Sie die doch mess­ba­re Expan­si­on des Uni­ver­sums oder glau­ben Sie, die hat auch vor etwa 4000 Jah­ren ihren Anfang genom­men?\\

        Grund­sätz­lich negie­re ich über­haupt kei­ne Fak­ten und Phä­no­me­ne, weil ich gro­ßen Respekt vor der Wirk­lich­keit habe.
        Es geht bei Ihrer Fra­ge m.E. nicht um Evi­den­zen, son­dern um deren Inter­pre­ta­ti­on.
        Jedes natur­wis­sen­schaft­li­che Modell beruht auf vor­aus­ge­setz­ten Grund­an­nah­men –wel­che nicht immer aus­drück­lich benannt wer­den.
        Die heu­te vor­herr­schen­den Denk­ge­bäu­de grün­den auf dem „etsi Deus non dare­tur“.
        Der christ­li­che (und jüdi­sche) wis­sen­schaft­li­che Krea­tio­nis­mus, ins­be­son­de­re der „Jun­ge-Erde-Krea­tio­nis­mus“, beruht auf der Grund­an­nah­me, dass der bibli­sche Schöp­fungs­be­richt –und damit zusam­men­hän­gen­de Bibel­stel­len– wört­lich zu ver­ste­hen ist und eine Schöp­fung in sechs Tagen („yomim“) lehrt und nicht einen Mil­li­ar­den Jah­re umfas­sen­den Evo­lu­ti­ons­pro­zess.
        Die Expan­si­on des Welt­raums ist eine Inter­pre­ta­ti­on der beob­ach­te­ten Rot­ver­schie­bung der Spek­tral­li­ni­en des Lichts und beruht auf Annah­men der all­ge­mei­nen Rela­ti­vi­täts­theo­rie.
        Jun­ge-Erde-Krea­tio­ni­sten inter­pre­tie­ren die­sel­ben Beob­ach­tun­gen (Rot­ver­schie­bung, Blau­ver­schie­bung…) mit einem wis­sen­schaft­li­chen Schöp­fungs-Modell.

      • @ Leo Laemm­lein: Ken­nen Sie den schon?

        http://www.youtube.com/watch?v=cDWALTAh_Y0

        ‚Expel­led — Intel­li­genz Streng Ver­bo­ten‘
        Ich fand den Film sehr inter­es­sant, regt auch zu wei­te­rer Beschäf­ti­gung & Recher­che an, ist aber wohl ‚hoch-umstrit­ten‘, das (agno­sti­sche und athe­isti­sche) Wis­sen­schafts- und Poli­testa­b­lish­ment sprüht Gift und Gal­le (na dann MUSZ er ja gut sein^^). Aber im Ernst, auch für Katho­li­ken ganz loh­nens- und nach­den­kens­wert, die­ser Film von Ben Stein, bie­tet zumin­dest reich­lich Anlaß zu wei­te­rer Dis­kus­si­on. Hier wei­te­re Infos dazu:

        http://www.dreilindenfilm.de/shop/expelled-intelligenz-streng-verboten-p-113.html

  4. Zieht man die Sekre­tä­re und die 26 vom Papst ernann­ten Syn­oden­vä­ter ab (die größ­ten­teils für eine Öff­nung sind) ist das Ergeb­nis noch desa­strö­ser bzw gespal­te­ner: Dann lau­tet ver­mut­lich bei den Wie­der­ver­hei­ra­te­ten das Ver­hält­nis 80:70.

  5. Die Kir­che ist in der Tat ein Schlacht­feld gewor­den. Aus­ge­hend von der Syn­ode 2014 zur Syn­ode
    2015 , wer­den wei­ter­hin Wei­chen gestellt, die dar­auf abzie­len, den katho­li­schen Glau­ben zu ver-
    wäs­sern und aus­zu­dün­nen. Die Kar­di­nä­le die sich den Vor­ga­ben der Syn­ode wider­setzt haben,
    dar­un­ter Kar­di­nal Mül­ler, müs­sen damit rech­nen, eli­mi­niert oder zwangs­ver­setzt zu wer­den, wie
    eini­ge Bei­spie­le zei­gen. So gese­hen, wird der gei­sti­ge Kampf wei­ter gehen und man braucht kein
    Pro­phet zu sein um zu sehen, wohin die Rei­se geht. In den Mari­en­er­schei­nun­gen und beson­ders
    in Fati­ma, wird die­se Situa­ti­on ange­kün­digt.
    Die Sie­ge­rin in allen Schlach­ten Got­tes, Maria, wird uns beschüt­zen.

  6. Die Fra­ge ist doch nicht, wie ‚wir‘ auf katholisches.info die Ver­än­de­run­gen in der Kir­che beur­tei­len. Da sind wir uns doch ziem­lich einig. Wenn in Zei­tungs­ar­ti­keln ent­spre­chen­de Posi­tio­nen ver­tre­ten wer­den, ist das erfreu­lich, weil viel­leicht dadurch unser Stand­punkt gestärkt wird.
    Was aber wich­tig ist für uns: Was dür­fen-kön­nen-sol­len-müs­sen wir tun in die­ser Zeit? Beten, den Bischö­fen Brie­fe schrei­ben, zu Pius gehen? Dar­auf eine rich­ti­ge Ant­wort, die wäre not­wen­dig!

    • Man könn­te auch Arti­kel aus­drucken und in Kir­chen legen. Das aber bedürf­te Mut. Noch bes­ser, man steck­te sie in Brief­kä­sten. Aber.… das alles bringt nicht viel, außer Dohun­gen, Ver­leum­dun­gen, Anzei­gen.
      Mehr als denn je gilt hier das Her­ren­wort: „Wer es fas­sen kann, der fas­se es.“
      Die Men­schen leben lei­der in ihren klei­nen, fast vir­tu­el­len Wel­ten wie Gefan­ge­ne. Was oben im Arti­kel beschrie­ben wird, dass näm­lich aus Ver­laut­ba­run­gen Nor­men abge­lei­tet wer­den, ist in 95 % der Fami­li­en — Ver­zei­hung: Part­ner­schaf­ten — auf irgend eine Art bereits ein­ge­tre­ten: Ver­hü­tung, Abtrei­bung, Part­ner­wech­sel, Kon­ku­bi­nat, Hofie­rung Homo­se­xu­el­ler als krea­ti­ver, muti­ger, ja bes­se­rer Men­schen; kurz: die ver­zwei­fel­te Suche nach der unbe­ding­ten Lust.
      Gehen sie heu­te mal mit einem Hei­li­gen­bild­chen in die Kate­che­se. Sie wer­den aus­ge­lacht, ver­spot­tet, gede­mü­tigt. Man glaubt, den katho­li­schen Glau­ben, mit die­sem Jesus am Kreuz, als Hor­ror­mär­chen hin­ter sich gelas­sen zu haben.
      Aber selbst eine Auf­re­gung wird nicht mehr erreicht. Das Wort Got­tes erreicht die Men­schen ein­fach nicht mehr. Es ist wie eine Bot­schaft vom ande­ren Stern, die so gar nichts mit ihrem Leben zu tun hat. Da zählt halt nur arbei­ten, arbeits­fä­hig blei­ben, Geld haben, in Urlaub fah­ren, sich und den Kin­dern die neu­ste Mode zu lei­sten.
      Nie waren Men­schen so gleich­ge­schal­tet, wie in unse­rer Zeit. Es gibt vie­le Indi­vi­dua­li­sten, aber kaum mehr Indi­vi­du­en.
      Wenn sie vom Fern­se­her sit­zen, am Com­pu­ter sit­zen oder einen Roman der Spie­gel-Best­sel­ler­li­ste lesen, sind sie schon gleich­ge­schal­tet.

  7. Wir befin­den uns in der Tat mit­ten im Krieg. Die Schlacht­rei­hen sind klar und das war etwas Posi­ti­ves an die­ser Syn­ode, wenig­stens das. Es kommt nun dar­auf an, küh­len Kopf zu bewah­ren, vor allem den eige­nen inne­ren Frie­den nicht zu ver­lie­ren und vom Herrn immer wie­der zu erbe­ten im wahr­sten Sinn des Wor­tes.
    Auf der Syn­ode 2015, dem ulti­ma­ti­ven Show­down, wird der Bruch nur noch amt­lich gemacht wer­den. Mehr kann es da nicht geben. Es ist klar, was Herr Ber­go­glio mit sei­nen Wor­ten „Gott hat kei­ne Angst vor dem Neu­en usw.“ beab­sich­tigt. Der Pfer­de­fuß ist unüber­seh­bar. Bei der glei­chen Gele­gen­heit hat­te er sich auch als Dik­ta­tor zu erken­nen gege­ben: „Ich bin der Papst; eigent­lich: ich bin die Kir­che, die Kir­che das bin ich.“

    Was wer­den nun die treu­en Kar­di­nä­le tun? War­ten bis Okto­ber 2015, war­ten wie eine Thü­rin­ger Brat­wurst auf den Rost, war­ten wie das Huhn auf den Sup­pen­topf?- Schlecht vor­stell­bar.

  8. Desa­strös ist das Ergeb­nis in der Tat, und zwar für nie­man­den ande­ren als die, wel­che sich als die „Tra­di­tio­nel­len“ bezeich­nen. Dass die von Sei­ner Hei­lig­keit, Papst Fran­zis­kus ange­sto­sse­nen Über­le­gun­gen bei der­art vie­len Syn­oden­vä­tern, die in der Mehr­heit von Johan­nes Paul II. und Bene­dikt XVI. in den Bischofs­rang erho­ben wur­den, soviel Unter­stüt­zung erfuh­ren (teils in der über­deut­li­chen Mehr­heit), zeigt ganz klar, dass auch die tra­di­tio­nell gepräg­ten Hir­ten hier Spiel­raum sehen, sich auf die Men­schen hin zu bewe­gen. Gott sei Dank!

    • Dass Men­schen sich auf Men­schen hin bewe­gen ist doch nichts Neu­es! Das machen sie seit eh und je! Chri­sten sind aber zur UMKEHR beru­fen. Mästen Sie sich nicht län­ger selbst, geben Sie dem Herrn Lob, Preis und die Ehre, wie es sich GEHÖRT!

      • Wir tun immer so, als wür­de uns mit der UMKEHR etwas abver­langt, als müss­ten wir weiß Gott wie hart kämp­fen und lei­den. Aber haben wir ver­ges­sen, dass die Wahr­heit frei macht, dass die UMKEHR mehr als ein Bekennt­nis abver­langt, son­dern ein vor­bild­haf­tes Chri­sten­le­ben zur Fol­ge haben soll­te, wel­ches alle Men­schen froh macht? Nicht zu sün­di­gen ist daher ein Prvi­leg! Ja es ist die Frei­heit, nicht mehr sün­di­gen zu ‚müs­sen‘.
        Das muss man sich erst ein­mal wie­der ins Bewusst­sein rufen. Wir sind zur Frei­heit (von der Sün­de) beru­fen.
        Im Juden­tum gibt es die Aus­sa­ge, wenn auch nur für einen Tag die Men­schen geschlos­sen nach den Gebo­ten leben wür­den, wür­de der Mes­si­as sogleich kom­men. Das will hei­ßen: in der Vor­stel­lung der Juden wür­de dann wirk­lich Frie­den, also ‚Reich Got­tes‘ herr­schen.
        Zudem mei­ne ich: wir soll­ten uns nicht zu sehr äng­sti­gen, wenn Gott doch alles in sei­ner Hand hält; auch den Herrn Ber­go­glio hat er in sei­ner Hand bzw. hat er nach sei­nen uner­forsch­li­chen Plä­nen aus sei­ner Hand gege­ben.
        Trotz­dem: Der Frei­heit des Men­schen, also dem Lie­ben­kön­nen ist, so den­ke ich bis­wei­len, ein wahr­haft hoher Preis gezollt. Denn wir ste­hen ja tat­säch­lich in einem Dra­ma, über das Gott immer noch der Regis­seur ist.
        Man könn­te sogar Wut bekom­men auf Gott selbst. Dann muss man sich aber wie­der sagen: ER ist der Herr, das Leben läuft nach SEINEN Spiel­re­geln. So ein­fach ist das.
        Und wei­ter: Luzi­fer hat­te die­se und jene Dis­po­si­tio­nen, Gott konn­te vor­her­se­hen, dass er sich erhe­ben wür­de; also war es auch in sei­nem Plan… Aber hier höre man bes­ser auf ‚frei-zu-den­ken‘, denn es bringt ja nichts außer Wider­stand gegen Gott auf den hin wir geschaf­fen sind und in dem wir ein­zig Leben in Fül­le haben. Im Leben sind wir in der Leh­re, deren Lehr­mei­ster Gott der Herr ist.

  9. Rober­to di Mattei hat es bereits umris­sen:
    -
    „Wenn die Sexua­li­tät außer­halb der Ehe kei­ne schwe­re Sün­de mehr, son­dern – sofern sta­bil und ehr­lich – ein posi­ti­ver Wert ist, dann ver­dient sie vom Prie­ster geseg­net und vom Staat lega­li­siert zu wer­den. Und wenn sie ein Wert ist, dann ist sie auch ein Recht und wenn es ein Recht auf Sexua­li­tät gibt, dann ist der Schritt von der Aner­ken­nung des Zusam­men­le­bens Geschie­de­ner zur Aner­ken­nung der Homo-Ehe unver­meid­lich.“
    -

    Und nun hören wir den als „Hoff­nungs­trä­ger“ gel­ten­den Bischof Oster in einem Inter­view mit der „Frank­fur­ter Rund­schau“; Bischof Oster als Sprach­rohr für Bischof ( und Rota­ry-Club Mit­glied ) Marx ?!:
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    „Mög­li­cher­wei­se ist der Ton­fall neu, aber in der Sache kann ich nichts erken­nen, was die Kir­che nicht schon immer gelehrt hät­te, und kann des­halb bis­lang allem zustim­men.
    Jeder Mensch, der han­delt, erstrebt ein Gut und han­delt nie­mals ein­fach durch und durch Böse, sagt der hei­li­ge Tho­mas von Aquin. Und jede Hand­lung fin­det in einem kom­ple­xen, umfas­sen­den Kon­text statt. Wir beur­tei­len zwar die sexu­el­le Hand­lung zwi­schen gleich­ge­schlecht­li­chen Men­schen oder die­je­ni­ge außer­halb der Ehe zwi­schen Mann und Frau nicht posi­tiv. Aber das heißt doch noch lan­ge nicht, dass wir das gan­ze Leben sol­cher Men­schen nega­tiv beur­tei­len. Es ist doch völ­lig selbst­ver­ständ­lich, dass Wer­te wie Treue und gegen­sei­ti­ge Sor­ge auch bei Men­schen ihren posi­ti­ven Wert und Reich­tum haben, die im Hin­blick auf ihre Sexua­li­tät nicht nach dem leben, was wir für Got­tes Gebot hal­ten.“
    -

    Übrigens.…warum es bis jetzt noch (!) kein Papst zum „Frie­dens­no­bel­preis“ gebracht hat ?
    -
    „Es wird so lan­ge kei­nen Nobel­preis für einen Papst geben, bis die Katho­li­sche Kir­che nicht ihre Sexu­alleh­re geän­dert haben wird.“
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    (Gun­nar StÃ¥lsett, Mit­glied des Preis­ko­mi­tees im Jah­re 2001)

    „katholisches.info“ berich­te­te:

    https://www.katholisches.info/2014/10/10/veto-gegen-nobelpreis-fuer-einen-papst/

    -

    • Es ist wahr, dass der Mensch auch nach dem Sün­den­fall im Stan­de ist, Natür­lich-Gutes zu tun. Lei­der nützt ihm das nicht zum ewi­gen Leben, solan­ge er geist­lich, in über­na­tür­li­cher Hin­sicht, t o t ist, denn nur, wer aus Was­ser und Geist n e u g e b o r e n wird, kann das Reich Got­tes sehen und in es ein­tre­ten. Aber die­ses The­ma wur­de auf der Syn­ode gar nicht ange­spro­chen. Die­se Syn­oden­vä­ter, ob pro­gres­siv oder kon­ser­va­tiv, inter­es­sie­ren sich offen­bar nicht mehr für das ewi­ge Heil der Men­schen, jeden­falls nach dem Syn­oden­do­ku­ment zu urtei­len. Obwohl es im CIC, ver­steckt im § 1752, heißt: „Salus ani­ma­rum supre­ma lex“.

      • Sehr rich­tig, genau die­ser ‚Wie­der­ge­burt‘ des Gei­stes bedarf der Mensch. Dann erkennt er, dass auch ehe­li­ches Leben keusch zu sein hat.
        Wenn man dies for­mu­liert hat, kann man auch wie­der posi­tiv und mutig for­mu­lie­ren, dass außer­ehe­li­che Bezie­hun­gen und homo­se­xu­el­le Hand­lun­gen sünd­haft sind, da sie das Leben des Gei­stes aus­lö­schen und Beru­fun­gen ver­hin­dern.
        Sie bin­den den Men­schen und ver­skla­ven ihn an den Kör­per. Sofort wird er von Dämo­nen der Unkeusch­heit gefan­gen genom­men.
        Zunächst müss­te man die Königs­stei­ner- und Maria­tro­ster Erklä­rung fal­len las­sen, nach der die oben genann­ten Ent­halt­sam­keits­nor­men ver­letzt wer­den.
        Auf die­ser Basis wür­de der Kir­chen­leib von vie­len Wun­den geheilt!
        Dann wür­de der Geist Got­tes wie­der Ein­zug hal­ten kön­nen.
        „Ach, was!“, sagen die moder­nen Prie­ster, „das sech­ste Gebot ist nicht das erste.“ Aber hal­lo, sage ich. Sie hän­gen auf das allereng­ste mit­ein­an­der zusam­men. Denn hier geht es um eine Ver­hält­nis­be­stim­mung von Geist und Leib!!

    • Das zeigt doch was der hoch­heil­ge Nobel­preis­trä­ger der Frei­mau­ers Nobel wert ist. Er gehört doch irgend­ein­mal in den Abfall­ei­mer der Geschich­te.

  10. Wich­tig ist es, sel­ber unter­schei­den zu kön­nen, sich zu bil­den um zu argu­men­tie­ren. Dann soll­te man dem eige­nen Bischof einen kla­ren Brief schrei­ben. Und natür­lich beten. Aber es herrscht ein all­ge­mei­nes Unwis­sen über die Leh­re der Kir­che, das von den Medi­en aus­ge­nutzt wird. Bit­ten wir den Hl JP II um sei­ne Für­spra­che!

  11. Wie stets eine fun­dier­te Ana­ly­se von Pro­fes­sor de Mattei.
    Jeden­falls wird der Machia­vel­list Papst Franz und sei­ne Getreu­en nichts unver­sucht las­sen 2015 end­lich den Umbruch zu zemen­tie­ren. Die Situa­ti­on wur­de nun aus­ge­lo­tet, Per­so­na­li­en und Stra­te­gien wer­den nun ent­spre­chend abge­klärt.

  12. Papst Fran­zis­kus ver­kün­det also, Gott habe „kei­ne Angst vor dem Neu­en“. Was für ein Satz!
    In der Bibel ist zu die­sem The­ma auch etwas gesagt. Da lesen wir:
    Das, was war, ist das, was sein wird. Und das, was getan wur­de, ist das, was getan wird. Und es gibt gar nichts Neu­es unter der Son­ne. Gibt es ein Ding, von dem einer sagt: „Sie­he, das ist neu“? Längst ist es gewe­sen für die Zeit­al­ter, die vor uns gewe­sen sind…“ (Kohe­let 1,9–10)
    Was will Papst Fran­zis­kus uns mit sei­nem Satz sagen? Etwa das, dass Gott „kei­ne Angst davor habe“, wenn die katho­li­sche Kir­che Sün­den nicht mehr ver­ur­teilt, son­dern als Zwi­schen­stu­fe zur Voll­kom­men­heit respek­tiert? Wenn sie Gutes bös und Böses gut, Bit­tes süß und Süßes bit­ter, Wei­ßes schwarz und Schwar­zes weiß nennt?

    • Auch dazu hat Gott sich bereits geäu­ßert:
      „Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nen­nen, die Fin­ster­nis zu Licht und Licht zu Fin­ster­nis erklä­ren, die Bit­te­res süß und Süßes bit­ter nen­nen!“
      Jesa­ja 5, 20

      • Sehr geehr­ter Herr Lämm­lein
        Sie beru­fen sich in Ihren Zita­ten immer auf das Alte Testa­ment.
        Mir war das Neue immer Näher. Da gibt es die Gna­de! Das Ver­ge­ben.
        Viel­leicht weil ich aus dem Rhein­land stam­me?
        Hier war auch die Got­tes­mut­ter sehr ver­ehrt wor­den, wenn ich an die Mari­en­lie­der und die Inbrunst den­ke, mit der die­se gesun­gen wur­den!
        Sicher im Rhein­land spiel­te auch der Matro­nen­kult eine gro­ße Rol­le.
        War­um auch nicht?
        War­um soll ein tie­fer Glau­be nicht wei­ter­le­ben. Auch das ist eine Evo­lu­ti­on.
        Im Tal­mud wer­den 248 Gebo­te (ein­schließ­lich der 10 Gebo­te) und 365 Ver­bo­te auf­ge­führt. Im NT hat sich gera­de Jesus mit den star­ren Regeln ange­legt.
        Wer ohne Schuld ist wer­fe den ersten Stein.…..
        Wenn ich in Köln bin besu­che ich immer eine der alten Roma­ni­schen Kir­chen.
        Set­ze mich meist in die Kryp­ta und genie­ße die Ruhe und mei­ne Gedan­ken sind den Men­schen die hier gebe­tet haben auf ein­mal sehr nahe. In den Fünf­zi­gern gab es eine Geschich­te im Lese­buch: Ein hoher Herr hat die Kir­che bau­en las­sen. Ein altes Müt­ter­chen woll­te eine klei­ne Mün­ze bei­steu­ern. Der Herr hat es Ihr ver­bo­ten, er woll­te die Kir­che Allei­ne bau­en. Da hat das Müt­ter­lein ein Bün­del Heu für die Esel gekauft, die beim Bau ein­ge­setzt wur­den. Als die Kir­che geseg­net wur­de staun­ten alle nicht schlecht. Das Müt­ter­lein war auf der Stif­ter­sta­tue abge­bil­det.

      • Sehr geehr­ter Herr Pascha­si­us (22. Okto­ber 2014 um 13:27)
        auch mir ist das Neue Testa­ment näher inso­fern, als ich ja, dank Got­tes uner­gründ­li­cher Gna­de, ein Teil des­sel­ben bin. Zugleich sind wir aber Teil des gan­zen Heils­haus­halts, und dazu gehört das Alte Testa­ment mit den ver­schie­de­nen dar­in ent­hal­te­nen Bun­des­schlüs­sen.
        Wir sol­len wie Timo­theus Arbei­ter sein, die das Wort der Wahr­heit rich­tig schnei­den (2 TIm 2,15), also die Heils­ge­schich­te und ihre Ver­wal­tung rich­tig unter­schei­den.
        Dazu gehört z.B., dass wir Chri­sten uns nicht beschnei­den müs­sen, kei­ne Tier­op­fer dar­brin­gen, usw. usf. Denn, wor­auf Sie ja auch anspie­len, „das Gesetz ist durch Mose gege­ben; die Gna­de und Wahr­heit ist durch Jes­um Chri­stum gewor­den“ (Joh 1,17).
        Aller­dings ent­hal­ten die von mir ange­führ­ten Zita­te aus dem Pre­di­ger und aus Jesa­ja all­ge­mei­ne Wahr­hei­ten, die jetzt so wahr sind wie ehe­mals, oder sie waren nie­mals wahr.
        Wir haben zwar kei­ne 613 Mitz­wot, wie die Juden. Aber ent­hält nicht auch der Codex Iuris Cano­ni­ci von 1983 1752 Cano­nes? Der alte Codex von 1917 hat­te noch 2414 Cano­nes. Eine statt­li­che Zahl für die Reli­gi­on der Gna­de.
        Aber im Ernst. Das Neue Testa­ment ent­hält Hun­der­te von kla­ren Befeh­len, Anwei­sun­gen, Vor­schrif­ten des Herrn Jesus Chri­stus und der Apo­stel, und wir Chri­sten tun gut dar­an, die­se ernst und wört­lich zu neh­men und in unse­rem Leben anzu­wen­den. Lesen wir ein­mal unter die­sem Gesichts­punkt die Evan­ge­li­en und Apo­stel­brie­fe, und stau­nen wir.
        Zu dem Satz aus dem Pro­phe­ten Jesa­ja „Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nen­nen, die Fin­ster­nis zu Licht und Licht zu Fin­ster­nis erklä­ren, die Bit­te­res süß und Süßes bit­ter nen­nen!“ (5, 20) möch­te ich noch ergän­zen, was Gott sol­chen Leu­ten ankün­digt: „Dar­um, wie des Feu­ers Zun­ge die Stop­peln ver­zehrt und dür­res Gras in der Flam­me zusam­men­sinkt, so wird ihre Wur­zel wie Moder wer­den und ihre Blü­te auf­flie­gen wie Staub. Denn sie haben das Gesetz des HERRN der Heer­scha­ren ver­wor­fen und das Wort des Hei­li­gen Isra­els ver­schmäht.“ (V. 24).
        Die Syn­oda­len hät­ten sich die­ses Got­tes­wort auf ihren Schreib­un­ter­la­gen befe­sti­gen sol­len, viel­leicht wäre ein bes­se­res Ergeb­nis her­aus­ge­kom­men.
        Was Papst Fran­zis­kus in sei­nem Satz, Gott habe „kei­ne Angst vor dem Neu­en“, nicht beach­tet, ist, dass Gott u n w a n d e l b a r ist, und auch Jesus Chri­stus ist der­sel­be gestern, heu­te und in Ewig­keit !

    • Das „Neue“, das Fr. anspricht, ist im Grun­de nur ein Deck­na­me oder eine Tarn­kap­pe für den tota­len Umsturz alles Hei­li­gen, den Fr. und sei­ne Fr.Freunde pla­nen. Natür­lich wird die­ser den Gläu­bi­gen nur häpp­chen­wei­se prä­sen­tiert, damit man sich lang­sam, aber sicher an die neue Ord­nung gewöhnt. Die alte Schlan­ge kommt wie ehe­dem listig und schlei­chend, so dass man auch von „schlei­chen­der Per­ver­si­on“ spre­chen könn­te. Wenn ich mir das 3. Foto im obi­gen Arti­kel anschaue, dann fällt mir auf, dass Fr. mit sei­ner leicht aus­ge­streck­ten Hand ein M für „Mason“ oder auch für „maso­nic“ andeu­tet (Zei­ge­fin­ger und Ring­fin­ger sind gespreizt, Mit­tel­fin­ger und Ring­fin­ger sind zusam­men). Das ist eine ein­ge­tra­ge­ne Signal­ge­ste im Fr.lexikon. Auf you tube kann man dazu eini­ge Fil­me unter dem Stich­wort „maso­nic signs / gestu­res“ anschau­en!

      • Kor­rek­tur: Es muss hei­ßen, Zei­ge­fin­ger und klei­ner Fin­ger sind gespreizt …
        (selbst der Feh­ler­teu­fel hat sich still und heim­lich ein­ge­schli­chen!!!)

        Auch emp­feh­lens­wert auf you tube: „Ber­go­glio / Pope Fran­cis maso­nic“

      • Kor­rek­tur mei­ner­seits: Es muss natür­lich hei­ßen „Zei­ge­fin­ger und klei­ner Fin­ger sind gespreizt…“ (Selbst hier hat sich der Feh­ler­teu­fel ein­ge­schli­chen„,!)

  13. Ich fas­se den Arti­kel von Robert de Mattei für mich mal ganz kurz und platt zusam­men:
    Wenn man dem Teu­fel den klei­nen Fin­ger gibt, so nimmt er die gan­ze Hand.

  14. Petrus ist der Fels, auf den Jesus sei­ne Kir­che baut, die­ser Tage erle­ben wir ein selt­sa­mens Dra­ma, das man in der Indu­trie Elch­test nen­nen wür­de.

  15. Rein welt­imma­nent gese­hen, ist die Kata­stro­phe nicht mehr zu ver­hin­dern. Ber­go­glio wird mit allen Mit­teln ver­su­chen, sei­ne Vor­stel­lun­gen durch­zu­set­zen. Und er wird es- ein­fach mal logisch betrach­tet- auch schaf­fen. Dann ist das Tor weit geöff­net, um end­lich mit den ande­ren typisch katho­li­schen Wert­vor­stel­lun­gen auf­zu­räu­men. Zöli­bat, Frau­en­prie­ster­tum und was es sonst noch so als Relik­te gibt- mit allem wird Ber­go­glio auf­räu­men.
    Wenn jedoch Gott sel­ber ein­grei­fen soll­te- sei es wie auch immer- dann wird die Kir­che wie­der zur Ruhe kom­men. Des­halb ist bei allem akti­ven Wider­stand gegen die Zer­stö­rer auch das Beten gefor­dert. Ich bin fel­sen­fest über­zeugt, dass die­se schreck­li­chen Jub­ler und Moder­ni­sten durch den Teu­fel selbst ver­führt sind und sie in die Irre und die ewi­ge Fin­ster­nis hin­ein­tau­meln. Sie wol­len sich nicht dem Wir­ken des Hei­li­gen Gei­stes öff­nen und bege­hen die him­mel­schrei­en­de Sün­de, ihre Pri­vat­vor­stel­lun­gen als Got­tes Wil­len hin­zu­stel­len. Die Kir­che hat sicher nicht 2000 Jah­re geirrt- und des­halb wird sich die Wahr­heit durch­set­zen. Dass ver­schie­dent­lich hier ver­sucht wird, Treue mit Pha­ri­sä­er­tum gleich­zu­set­zen, ist skan­da­lös; denn dann wären die vie­len Hei­li­gen, die die­se Leh­re der Kir­che mit ihrem Blut bezahlt haben nur ver­blen­de­te Pha­ri­sä­er gewe­sen. Mir tun die­se ver­blen­de­ten Moder­ni­sten unend­lich leid. Aber das kann nicht bedeu­ten, sich nicht gegen sie zu weh­ren. Mal davon abge­se­hen, dass die­ses stän­di­ge Betrof­fen­heits­sym­ptom einem nur noch gehö­rig auf die Ner­ven geht. Ein guter Psy­cho­the­ra­peut könn­te da viel­leicht eini­ges wie­der rich­ten. Denn die­ses Barm­her­zig­keits­ge­fa­sel soll doch nur die eige­nen Schwä­chen recht­fer­ti­gen. Ein in sich ruhen­der und selbst­be­wuß­ter Cha­rak­ter ist dar­auf nicht ange­wie­sen. Er lebt Barm­her­zig­keit und Näch­sten­lie­be, ohne stän­dig her­um­zu­jau­len.

    • Ja das den­ke ich auch: die „Kata­stro­phe“ oder die Spal­tung ist nicht mehr zu ver­hin­dern. Das steht fest und es ist auch gut so, hat sein Gutes wie alles eher Nega­ti­ve auch sein Gutes hat.
      Man kann als klei­ner Christ jetzt schon reagie­ren und soz. ins inne­re Exil gehen.
      Die guten Bischö­fe und Kar­di­nä­le und die Gläu­bi­gen soll­ten sich von der herr­schen­den Tem­pel­ari­sto­kra­tie inner­lich tren­nen, einen Schluß­strich zie­hen.
      Wie an ande­rer Stel­le gesagt, mei­ne ich, daß die jet­zi­ge Situa­ti­on ver­gleich­bar ist mit der Situa­ti­on der Juden­chri­sten, die aus Jeru­sa­lem weg­gin­gen und sich vom Tem­pel und den Juden voll­stän­dig, in Gän­ze lösten. Der Tem­pel und ganz Jeru­sa­lem wur­den dem Erd­bo­den gleich­ge­macht wie die Geschich­te lehrt.
      Man muß jetzt die Gele­gen­heit dazu nut­zen und beim Schop­fe packen: klug sein wie die Schlan­gen und arg­los wie die Tau­ben- und weg­ge­hen, auf­bre­chen. Nicht star­ren auf den Vati­kan wie das Kanin­chen auf die Schlan­ge; weg­ge­hen vom büro­kra­ti­schen Den­ken und der falschen/ „war­men“ „Sicher­heit“.

      Laß man die heu­ti­gen „Juden“ doch ihre Sachen machen und selbst zu Chri­stus, dem Gekreu­zig­ten ste­hen.

  16. Bei der Syn­ode wur­de eine gewal­ti­ge Schlacht gelie­fert.
    Man kann an de Pres­se­mel­dun­gen und Berich­ten sehr gut sehen wie tief der Schock durch die mann­haf­te Abwehr der gegen die kirch­li­che Leh­re und gegen 2000 Jah­re katho­li­sche Tra­di­ti­on gerich­tet Ände­run­gen sitzt;
    und die gro­ße Anzahl vie­ler Kar­di­nä­le die- kaum gese­hen in der katho­li­schen Kir­che- so tap­fer und streit­bar auf die Bar­ri­ka­den geht, noch wohl ange­sichts des Pon­ti­fex maxi­mus, ist eben­falls ver­blüf­fend.
    Ich habe kei­ne Angst: bei dem Geg­ner sit­zen sovie­le Feig­lin­ge, Dumm­köp­fe, Selbst­ver­lieb­te, locke­re Mund­wer­ke, inzwi­schen auch Ras­si­sten, lit­ur­gi­sche Zer­stö­rer — das ist doch nichts Attrak­ti­ves, nichts Qua­li­täts­vol­les, das ist doch Cha­os — Tohu­wa­bo­hu pur.
    Wir haben Unser Herr Jesus Chri­stus mit uns, die Für­spra­che der Hei­li­gen (der Fest­tag gestern des Hl. Johan­nes Can­ti­us wur­de übri­gens total ver­ges­sen- die offe­ne Rebel­li­on der pol­ni­schen Bischö­fe muß­te wohl nach­träg­lich bestraft wer­den-), wir haben 2000 Jah­re christ­li­che Lite­ra­tur, die Kir­chen­vä­ter, die Dog­ma­tik bei uns- wer kann uns dann noch schla­gen?

    Jetzt soll­te die kirch­li­che Tra­di­ti­on, die schon in den frü­he­sten Anfän­gen prak­ti­zier­te Rei­ni­gung und Separierung/Exilierung on häre­ti­schen Grup­pen sehr gut stu­diert und publi­ziert wer­den.
    Auf in die zwei­te Run­de!

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