500.000 demonstrieren in Paris gegen Gender-Ideologie — Das Zahlenspiel katholischer Medien

Manif pour tous gegen Leihmutterschaft
Manif pour tous gegen Leihmutterschaft

(Paris) Eine hal­be Mil­lio­nen Fran­zo­sen folg­ten dem Auf­ruf der Bür­ger­rechts­be­we­gung Manif pour tous und demon­strier­ten am ver­gan­ge­nen Sonn­tag in Paris unter dem Mot­to „Der Mensch ist kei­ne Ware“ gegen Leih­mut­ter­schaft und Gen­der-Ideo­lo­gie und für die Fami­lie. Der Kul­tur­kampf gegen die sozia­li­sti­schen Expe­ri­men­te geht wei­ter. Außer­halb Frank­reichs brei­ten die mei­sten Medi­en den Man­tel der Zen­sur dar­über. Selbst die katho­li­schen Nach­rich­ten­agen­tu­ren berich­ten nur ver­hal­ten. Man­che betei­li­gen sich sogar am Klein­rech­nen der Teil­neh­mer­zah­len, das von der fran­zö­si­schen Regie­rung betrie­ben wird. Deren Moti­va­ti­on läßt sich erklä­ren, die der katho­li­schen Agen­tu­ren weniger.

Auch in Bor­deaux gin­gen min­de­stens 30.000 Men­schen für das­sel­be Anlie­gen auf die Stra­ße. Die Demon­stran­ten for­dern ein „welt­wei­tes Ver­bot der Leih­mut­ter­schaft“. Der Ute­rus der Frau dür­fe nicht für Geschäf­te­ma­che­rei und ein inak­zep­ta­bles Spiel mit dem Leben miß­braucht wer­den. Eben­so lehnt Manif pour tous die künst­li­che Befruch­tung „ohne Vater“ ab. Sowohl die Leih­mut­ter­schaft als auch die künst­li­che Befruch­tung für allein­ste­hen­de Frau­en oder Les­ben will die sozia­li­sti­sche Regie­rung unter Staats­prä­si­dent Fran­çois Hol­lan­de (PS) legalisieren.

Nach acht Mona­ten kehr­te Manif pour tous mit den bei­den Kund­ge­bun­gen auf beein­drucken­de Wei­se auf die Stra­ße zurück. Die abge­lehn­ten Maß­nah­men sei­en eine direk­te Fol­ge der umstrit­te­nen Lex Tau­bi­ra, benannt nach der links­ra­di­ka­len Justiz­mi­ni­ste­rin Chri­stia­ne Tau­bi­ra, mit der Frank­reich die „Homo-Ehe“ lega­li­sier­te. Aus der Ableh­nung des Homo-Ehe-Geset­zes ent­stand Manif pour tous als Aus­druck einer neu­en Genera­ti­on von Bür­ger­rechts­be­we­gun­gen. Dar­aus wur­de eine Mas­sen­be­we­gung, wie die bei­den Kund­ge­bun­gen erneut unter Beweis stellten.

Mit einem Marsch durch Paris for­der­te Manif pour tous die Auf­he­bung der Lex Tau­bi­ra sowie der Rund­schrei­ben, mit denen die Justiz­mi­ni­ste­rin das Ver­bot der Leih­mut­ter­schaft zu umge­hen ver­sucht. Wei­ters for­der­ten die Demon­stran­ten die Rück­nah­me des „Gleich­heits­plans“, mit dem die Regie­rung an Kin­der­gär­ten und Schu­le die Kin­der mit der Gen­der-Ideo­lo­gie indoktriniert.

Neue Dunkelmänner, neues Obskurantentum

Die Vor­sit­zen­de von Manif pour tous, Ludo­vi­ne de La Rochà¨re sag­te in ihrer Rede auf dem Bou­le­vard du Mont­par­nas­se: „Wir wer­den wei­ter fried­lich, aber ohne Schon­frist mobi­li­sie­ren. Wir wer­den es nicht mehr zulas­sen, daß die Ultra-Liber­tä­ren ihren Kalen­der und die Etap­pen die­ses behaup­te­ten ‚Fort­schritts‘ dik­tie­ren. Es gibt nichts Obsku­ran­ti­sti­sche­res als die Leih­mut­ter­schaft. Und wir wer­den noch mehr tun: wir wer­den unse­re For­de­run­gen und Geset­zes­vor­schlä­ge zur Stär­kung der Fami­li­en und zur Ver­tei­di­gung der Kin­der weitertragen.“

Kein Vater, keine Mutter

18 Mona­te nach der Lega­li­sie­rung der „Homo-Ehe“ und des Adop­ti­ons­rechts für Homo-Paa­re hat Frank­reich zahl­rei­che wei­te­re Schrit­te in Rich­tung schran­ken­lo­ser Lega­li­sie­rung der künst­li­chen Befruch­tung gesetzt. So hat­ten es die Kri­ti­ker von Manif pour tous vor­aus­ge­sagt, so hat­te es die sozia­li­sti­sche Regie­rung abge­strit­ten. Mit den „gesell­schafts­po­li­ti­schen Expe­ri­men­ten“, so de La Rochà¨re wer­den die Kin­der will­kür­lich des Vaters beraubt. Durch die Lega­li­sie­rung der Leih­mut­ter­schaft berau­be man die Kin­der will­kür­lich auch der Mutter.

„Der Mensch ist keine Ware“

Die­ses Mot­to wur­de von Sprech­chö­ren in Bor­deaux gesun­gen. Eben­so: „Die Frau ist kei­ne Gebär­ma­schi­ne“, um einen Slo­gan der Femi­ni­sten­be­we­gung in der sexu­el­len Revo­lu­ti­on auf­zu­grei­fen und gegen die Leih­mut­ter­schaft zu rich­ten. „Schluß mit dem Steu­er-Knüp­pel gegen Fami­li­en“. Die Demon­stran­ten haben jedoch kein Ver­trau­en in die Zusa­ge des seit April amtie­ren­den neu­en fran­zö­si­schen Pre­mier­mi­ni­ster Manu­el Valls (PS), der eine Lega­li­sie­rung der Leih­mut­ter­schaft aus­schloß. Von „Heu­che­lei“ der Regie­rung spricht der Spre­cher von Manif pour tous.

„Die Zusi­che­run­gen von Valls sind schön und gut. Es braucht aber Fak­ten nicht nur Wor­te“, so Lau­rence La Croix von Tem­pi befragt, die mit ihren bei­den Kin­dern nach Paris zur Kund­ge­bung gekom­men ist. Der 23jährige Gré­go­i­re pflich­tet ihr bei und faßt die Besorg­nis vie­ler zusam­men: „Die Bana­li­sie­rung der Gebär­mut­ter führt zu Exzes­sen, etwa die Men­schen zur Ware zu degra­die­ren, aber auch zu Ent­ar­tun­gen wir der Euge­nik.“ Bei­de wol­len auch in Zukunft für die Ver­tei­di­gung der Fami­lie auf die Stra­ße gehen.

Schweigen und Zahlenspiel katholischer Medien: Fallbeispiel Radio Vatikan

Die Ableh­nung der „Homo-Ehe“ bringt man­che katho­li­sche Medi­en in ideo­lo­gi­sche Ver­le­gen­heit, denn Über­ein­stim­mung mit der kirch­li­chen Leh­re darf bei katho­li­schen Jour­na­li­sten und Redak­tio­nen nicht ohne wei­te­res vor­aus­ge­setzt wer­den. Zahl­rei­che katho­li­schen Medi­en ver­schwie­gen oder „ver­paß­ten“ das fran­zö­si­sche Groß­ereig­nis. Dazu gehört erstaun­li­cher­wei­se auch die Fran­zö­si­sche Sek­ti­on von Radio Vati­kan. Ande­re berich­te­ten, sahen sich aber bemü­ßigt, das Zah­len­spiel der Geg­ner von Manif pour tous mit­zu­spie­len. Bei der Nach­rich­ten­agen­tur der öster­rei­chi­schen Bischö­fe blie­ben von den mehr als 530.000 Teil­neh­mern  nur mehr „100.000 Teil­neh­mer“ übrig.

Ein völ­li­ges Durch­ein­an­der zeigt Radio Vati­kan, „die Stim­me des Pap­stes“ und der Welt­kir­che“: Die mei­sten Sek­tio­nen nah­men kei­ne Notiz vom fran­zö­si­schen Kul­tur­kampf. Die direkt betrof­fe­ne Fran­zö­si­sche Sek­ti­on berich­te­te zwar zwei Tage über die „Ver­si­che­rung“ von Pre­mier­mi­ni­ster Valls, es wer­de von der sozia­li­sti­schen Regie­rung kei­ne Lega­li­sie­rung der Leih­mut­ter­schaft ange­strebt, mit der er ver­such­te, der bevor­ste­hen­den Mas­sen­mo­bi­li­sie­rung den Wind aus den Segeln zu neh­men. Am Ende der Mel­dung wur­den zwar die Manif pour tous-Kund­ge­bun­gen ange­kün­digt, dann aber mit kei­nem Wor­te über die­se berichtet.

Die Deut­sche Sek­ti­on von Radio Vati­kan berich­te­te hin­ge­gen.  Am Anfang der Mel­dung heißt es, daß „zehn­tau­sen­de Men­schen gegen Leih­mut­ter­schaft und künst­li­che Befruch­tung für homo­se­xu­el­le Paa­re pro­te­stiert“ haben. Die Mel­dung endet unter Hin­weis auf den Pro­test gegen die „Homo-Ehe“ mit den Sät­zen: „Die Auf­fas­sun­gen der Demon­stran­ten wer­den nach einer jüng­sten Umfra­ge von knapp einem Drit­tel der fran­zö­si­schen Bevöl­ke­rung geteilt. Die Orga­ni­sa­to­ren zähl­ten mehr als 500.000 Teil­neh­mer, die Poli­zei sprach von nur 80.000″. Die Deut­sche Sek­ti­on ergreift damit Par­tei und zwar nicht für die Demon­stran­ten und deren Anliegen. 

Ein­zig die Ita­lie­ni­sche Sek­ti­on von Radio Vati­kan berich­te­te aus­führ­li­cher und mit der aus­sa­ge­star­ken Schlag­zei­le: „Frank­reich: 500.000 demon­strie­ren gegen Leih­mut­ter­schaft und Gen­der-Ideo­lo­gie“. Im Bericht fehlt nicht ein Hin­weis auf das „übli­che Zah­len­spiel“, wie es in der Mel­dung heißt, und auf die Behaup­tung der Poli­zei, es sei­en „nur 70.000“ Teil­neh­mer anwe­send gewe­sen. Auch in die­sem Fall wird deut­lich, auf wel­che Sei­te sich die Redak­ti­on stellt, und das ist nicht die­sel­be der Deut­schen Sektion. 

Tat­säch­lich nann­te das Innen­mi­ni­ste­ri­um in sei­nem Bericht 70.000 Teil­neh­mer. Aus wel­chem „Poli­zei­be­richt“ die 80.000 der Deut­schen Sek­ti­on von Radio Vati­kan stam­men, bleibt eben­so unklar wie die 100.000 Teil­neh­mer der öster­rei­chi­schen katho­li­schen Nach­rich­ten­agen­tur. Auch der Vati­kan tut sich ziem­lich schwer im Umgang mit Manif pour tous. Obwohl 10o.000 Katho­li­ken Papst Fran­zis­kus mit einem Appell um kla­re Wor­te an Frank­reichs Staats­prä­si­dent Hol­lan­de baten, blie­ben die nicht ver­han­del­ba­ren Wer­te beim Tref­fen aus­ge­klam­mert. Umge­kehrt lud Papst Fran­zis­kus die Manif pour tous-Vor­sit­zen­de zwar in den Vati­kan ein, fand dann aber nur 5 Minu­ten Zeit für sie.

Nur zur Erin­ne­rung soll erwähnt wer­den, daß Manif pour tous, die heu­te größ­te Bür­ger­rechts­be­we­gung der EU, von Katho­li­ken gegrün­det wur­de. Die Initi­al­zün­dung kam sogar von einer „tra­di­tio­na­li­sti­schen“ Katholikin.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Tempi

11 Kommentare

  1. „Die Initi­al­zün­dung kam sogar von einer „tra­di­tio­na­li­sti­schen“ Katholikin.“

    War­um wun­dern Sie sich dann, daß der Papst nur 5 Minu­ten Zeit für sie hat­te? Mich wun­dert ja schon, daß er sie über­haupt getrof­fen hat!

  2. Die­ser Tage war im Öster­rei­chi­schen Rund­funk (Radio Ö1) von „eini­gen Tau­send“ oder „meh­re­ren Tau­send“ Demon­stra­ti­ons­teil­neh­mern die Rede.
    Das ist mir — auf Erfah­rungs­wer­ten beru­hend — ver­däch­tig vor­ge­kom­men. Die übli­che Fäl­schung eben.

    500.000 ist im übri­gen eine äußerst respek­ta­ble Zahl. Das ist eigent­lich schon ein Volks­auf­stand, wenn man bedenkt, wie anspruchs­voll das The­ma ist und wie ungern Leu­te demon­strie­ren gehen. Gra­tu­la­ti­on den Veranstaltern!

  3. die Men­schen soll­ten sich mal wie­der auf christ­li­che Wer­te zurück besin­nen, alles ande­re bedeu­tet am Ende nur Cha­os wie man über­all in der Gesell­schaft festel­len kann. Die Poli­tik als Trei­ber von all die­sen „west­li­chen Wer­ten“ soll­te die­se Demo als rote Kar­te sehen und sich ent­spre­chend der christ­li­chen Wer­te ändern.
    Noch ein Buch­tipp für jeden der sich mal mit den christ­li­chen Wer­ten beschäf­ti­gen möchte:
    „Rat­ge­ber für ein christ­li­ches Fami­li­en­le­ben“ http://www.sarto.de/product_info.php?info=p1459_Ratgeber-fuer-ein-christliches-Familienleben.html
    wenn der Leser die­ses Buch mal ohne Vor­ur­tei­le gele­sen hat, wird er festel­len das nichts Schlim­mes dar­in steht. Eines ist sicher, wenn die Gesell­schaft so wei­ter macht wie bis­her wird das im Cha­os enden, dafür braucht man kein Pro­phet zu sein, um das zu erkennen.

  4. Es ist klar daß die gan­ze Ten­denz, der gro­ße Erfolg die­ser Mas­sen­be­we­gung gegen die Indok­tri­nie­rung des Vol­kes mit Gen­der- und son­sti­gem fami­li­en­feind­li­chen Rum­mel bei vie­len höhe­ren Char­gen in der Kir­che und bei vie­len moder­ni­sti­schen Medi­en schlecht ankommt weil nicht in ihrem Welt­bild passend.
    Die deut­sche Sek­ti­on v. Radio Vati­kan, P. Hagen­kord SI, die öster­rrei­chi­sche bischofs­na­he Medi­en, ker­knet in Bel­gi­en… man ist fru­striert, hat Jahr­zehn­te lang Mist gebaut, eine Des­evan­ge­li­sie­rung ohne­glei­chen statt­fin­den las­se, eine Pädo­wel­le über die Gläu­bi­gen los­bre­chen las­sen, das Tafel­sil­ber der Alten­Kir­che in einem Nacht­topf ent­sorgt- und wenn jetzt das Volk in der Kon­ter­of­fen­si­ve geht , ist man belei­digt und nör­gelt und diminuiert.
    Stümper

  5. Das sind längst kei­ne sozia­li­sti­schen Expe­ri­men­te mehr, die­se ver­derb­li­chen Leh­ren sind schon poli­ti­sches All­ge­mein­gut, das tief in die Kir­che zu einem Papst hin­ein­reicht der die Fra­ge stellt, wer er denn ist. Und zu sei­nem Vor­gän­ger, der sich einer Rhe­to­rik und Gestik in all den Jah­ren beflei­ßig­te, die die­ser Ideo­lo­gie Vor­schub lei­ste­te. Der als Mäd­chen erzo­ge­ne Ril­ke hat­te auch so eine femi­ni­ne Rhe­to­rik. Mein DANK GILT ALLEN DABEIGEWESENEN; abge­se­hen von all­fäl­li­gen Gegendemonstranten.

  6. Das ist ein hoch­in­ter­es­san­ter Arti­kel, der für mich eine Art „Wie­der­erken­nungs­ef­fekt“ besitzt. Es lau­fen im Bereich des Vati­kans und Kle­rus in der Tat Din­ge ab, die sich — zurück­hal­tend aus­ge­drückt — nur sehr schwer ver­ste­hen las­sen. Ich habe selbst über die Gefahr der Gen­der-Ideo­lo­gie und der Homo­se­xua­li­sie­rung von Kir­che und Gesell­schaft geschrie­ben — seit­her bekämp­fen mich die Homo­se­xu­el­len Sei­te an Sei­te mit den Katho­li­ken. Besten­falls wer­de ich igno­riert. Beschimp­fun­gen wie „Edel­nut­te“, Les­be und ähn­li­ches, sogar Dro­hun­gen sind an der Tages­ord­nung. Mein Buch heißt: „Die (un)heimliche Dik­ta­tur — Wie homo­se­xu­el­le Men­schen von einer macht­gie­ri­gen Lob­by miss­braucht wer­den“. Auf mei­ner Buch­sei­te ist der gan­ze Kampf beschrie­ben: https://www.facebook.com/unheimlichediktatur?ref=hl und hier : http://www.amazon.de/Die-Heimliche-Diktatur-homosexuelle-machtgierigen/dp/1500978558/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1412804606&sr=8–1&keywords=angelika+dominique+seibel

  7. Ich habe mal eine offe­ne Fra­ge an alle: Wenn wir alle mer­ken, dass an der Spit­ze unse­rer Kir­che etwas nicht stim­men KANN, dass sich die Kir­che offen­kun­dig in der Gefan­gen­schaft der Fein­de Chri­sti befin­det, war­um weh­ren wir uns dann nicht? Es ist UNSERE hei­li­ge Mut­ter Kir­che, der phy­si­sche Leib unse­res Herrn Jesus Chri­stus. War­um las­sen wir zu, dass er so beschmutzt wird? Aus Feig­heit, nicht wahr? Denn Fröm­mig­keit kann es ja nicht sein. Wir krie­chen, wir hal­ten den Mund, wir beu­gen uns, wo wir auf­ste­hen müss­ten. Kön­nen wir das ver­ant­wor­ten? Erst recht dann, wenn wir vor dem Rich­ter­stuhl Got­tes zur Ver­ant­wor­tung gezo­gen werden?

  8. Dan­ke, Frau Dr. Sei­bel, für Ihren auf­rüt­teln­den Kom­men­tar und Bei­trag. Die Fra­ge stellt sich wirk­lich und es lässt mir seit gerau­mer Zeit, v.a. jedoch in den letz­ten Tagen, kaum Ruhe: Die unglaub­li­che Gleich­gül­tig­keit und Lau­heit der aller­mei­sten Katho­li­ken einer­seits und das Ohn­machts­ge­fühl glau­bens­treu­er, beten­der Katho­li­ken ande­rer­seits. Es muss uns bewusst sein, dass der Sta­chel der Feig­heit in fast allen von uns drin steckt, beim einen mehr, beim ande­ren etwas weni­ger. Viel­leicht fehlt uns noch der ulti­ma­ti­ve Beweis dafür, dass die Spit­ze unse­rer Kir­che eine Häre­sie begeht bzw. began­gen hat. Doch wahr­schein­lich müs­sen wir nicht all­zu lan­ge war­ten. Bezüg­lich der Ergeb­nis­se der der­zei­ti­gen Bischofs­syn­ode schwant mir Böses. Wenn man dem aktu­el­len Got­tes­wort in glaub­wür­di­gen Offen­ba­rungs­schrif­ten folgt/folgen will, dann hat der Ver­rat an unse­ren Hei­land und Erlö­ser bereits statt­ge­fun­den. Man wird ver­mut­lich min­de­stens das 6. Gebot (2. Mos 20) „kip­pen“, auf­wei­chen, rela­ti­vie­ren, zurecht bie­gen, wie auch immer. Wenn das geschieht, dann haben wir einen offen­kun­di­gen Beweis dafür, unter wes­sen Geist die der­zei­ti­ge Füh­rung der kath. Kir­che sich befin­det. Die Ket­te der Indi­zi­en — zum Teil mit Beweis ähn­li­chem Cha­rak­ter — mit denen man P.F. und sei­ne Entou­ra­ge (u.a. die deutschen/österreichischen Gesin­nungs­ge­nos­sen) als Häre­ti­ker beschul­di­gen könn­te, wird län­ger und län­ger. Es gleicht einem Trau­er­spiel, bei dem wir nun beim erre­gen­den Moment ange­langt sein wer­den. Ab da wird sich das Gesche­hen schein­bar unauf­halt­sam entwickeln…
    Wer dann aus Feig­heit oder Gleich­gül­tig­keit schwei­gen wird, wer unse­ren Hei­land und Erlö­ser und sei­ne Gebo­te nicht öffent­lich bekennt, den wird Jesus Chri­stus auch nicht vor Gott dem Vater beken­nen. Ver­su­chen wir zu inter­ve­nie­ren, doch müs­sen wir ‚geschickt und ohne Fehl‘ vor­ge­hen. Bit­ten wir unse­ren Drei­fal­ti­gen Gott und die hl. Mut­ter­got­tes Maria um himm­li­schen Bei­stand. Möge der hl. Erz­engel Micha­el und alle ande­ren Engel uns allen bei­ste­hen und beschüt­zen. Per Mari­am ad Christum!

  9. Ich dan­ke wie­der­um Ihnen, Ste­pha­nus, für Ihren Bei­trag. Sie haben voll­kom­men recht. Vie­le kön­nen sich nicht vor­stel­len, dass der Papst (oder zumin­dest der, der ihnen als sol­cher prä­sen­tiert wird) irgend­et­was falsch machen könn­te. Da gilt dann die Regel: „Es kann nicht sein, was nicht sein darf.“ Ich bin der festen Über­zeu­gung, dass der Vati­kan unter­wan­dert ist. Wenn es da über­haupt noch einen oder zwei Anstän­di­ge gibt, kön­nen wir uns glück­lich schät­zen. Aber ich glau­be, die wären ihres Lebens auch nicht sicher. Vie­le fal­sche Pro­phe­ten schwir­ren der­zeit her­um, und man­cher, den wir für anstän­dig hiel­ten, stellt sich dann als Befehls­emp­fän­ger anti­christ­li­cher Krei­se im Vati­kan her­aus. Den­ken Sie an die Weis­sa­gung: „Rom wird den Glau­ben ver­lie­ren und Sitz des Anti­chri­sten werden.“
    Ich fin­de, wir Katho­li­ken müs­sen zusam­men­ste­hen, auch wenn uns ver­schie­de­ne Mei­nun­gen tren­nen soll­ten, sonst geht es nicht. Aber vie­le ver­ste­hen das nicht.
    Mei­ne lie­ben Mit­chri­sten wer­fen mich regel­recht den Chri­sten­ver­fol­gern zum Fraß vor. Weil ich so wenig Unter­stüt­zung erhal­te, habe ich beschlos­sen, von dem Kampf zurück­zu­tre­ten. Ein Buch über die moder­ne Chri­sten­ver­fol­gung wer­de ich nicht mehr voll­enden. Es tut mir leid, aber auch mei­ne Kraft ist begrenzt. Und immer nur beschimpft,beleidigt und bedroht zu wer­den, ist auch nichts Schö­nes. Heu­te hat man mich freund­lichst wis­sen las­sen, dass ich eine Per­son sei, die den voll­kom­me­nen Rech­ten der Homo­se­xu­el­len „im Weg sei“. Und was im Weg ist, muss bekannt­lich besei­tigt wer­den. Das sind die Leu­te, mit denen ein nicht unbe­acht­li­cher Teil unse­res Kle­rus, bis hin­ein in die Füh­rungs­spit­ze, gemein­sa­me Sache macht (sie­he die beson­de­ren Bezie­hun­gen von PF zu sei­nem Ver­trau­ten Bat­ti­sta Ric­ca: http://espresso.repubblica.it/attualita/cronaca/2013/07/18/news/the-prelate-of-the-gay-lobby‑1.56796). Und selbst die Gläu­bi­gen fin­den mitt­ler­wei­le, dass „so ein biss­chen“ Homo­se­xua­li­tät und Pädo­phi­lie doch eigent­lich gar nicht so schlimm sei.… Denn schließ­lich hält so einer ja den Zöli­bat. Ob das noch etwas mit Keusch­heit zu tun hat, will ich mal dahin­ge­stellt sein las­sen. Aber dann dür­fen wir uns auch nicht bekla­gen, wenn uns die­se Kli­en­tel „regiert“ — nach ihrem Gusto und mit allen Kon­se­quen­zen. Ich wäre der Redak­ti­on von „Katho­li­sches“ daher sehr ver­bun­den, wenn sie mein Buch „Die (un)heimliche Dik­ta­tur bespre­chen könn­te. Ich weiß, eini­ges ist schockie­rend. Ich war auch schockiert. Aber es ist nun ein­mal Realität.

  10. Gera­de gefun­den: “ Sexu­al­auf­klä­rung in Schu­len Unter dem Deck­man­tel der Vielfalt.
    Kin­der sol­len ihre „Lieb­lings­stel­lung“ zei­gen, Puffs pla­nen, Mas­sa­gen üben. Die sexu­el­le Auf­klä­rung miss­ach­tet Gren­zen. Die Poli­tik will es so. Kin­der­schüt­zer schla­gen Alarm. “
    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/experten-warnen-vor-zu-frueher-aufklaerung-von-kindern-13203307.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2
    Die­je­ni­gen, die das unter­stüt­zen, soll­ten wirk­lich in die Psych­ia­trie gesperrt wer­den. Denn sie sind krank. Das hier ist nichts ande­res als die Dres­sur der Kin­der zu Sex­ob­jek­ten. Da hat doch jemand ein­fach nur Gelü­ste auf die Kin­der, das ist alles! Und das ist per­vers, damit hat es Kran­heits­wert. Müs­sen wir uns eigent­lich alles gefal­len las­sen? Sind das die Rech­te, die die LGBT for­dern? Unbe­schränk­ter Zugriff auf kind­li­ches Frischfleisch?

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